Indiana Tribüne, Volume 27, Number 67, Indianapolis, Marion County, 9 November 1903 — Page 3

Jndiana Tribüne, 9. November 19084

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Schlimme Kunde Kaiser Wilhelm unterzog sich einer Operation.

Nach AusZpruch der Aerzte liegt kein Krebsleiden vor. Gerüchte üb?r Ermordung von Aus' ländern in Bogota. Entbehren jedoch allem Anschein nach der Begründung. Ossicielles Dementi hinsichtlich einer deutsch-russischen Allianz. Belgien auf ErhShunz der chutzZölle bedacht. Stimmnttgswcchscl zu Gunsten Gräsin Uwilecka. der Deutichland. Der Kaiser operirt. Berlin, 8. Nov. Kaiser WilHelm unterzog sich gestern einer Operation zur Entfernung eines Polyyen aus dem Kehlkopf. Professor Moriz Schmidt führte die durchaus erfolgreiche Operation aus. Die einzige Unbequemlichkeit für den Kaiser besteht darin, daß er vor Heilung der durch die Operation verursachten Wunde nicht vrechen darf. Die Bulletins über die Operation erregten selbst in Hofkreisen großes Erstaunen, da man auch hier nicht wußte, daß der Kaiser irgendwie an einem Halsüdel litt. Der Kaiser selbst scheint eine Anchwellung im Kehlkopf erst vor wemgen Tagen bemerkt und keine Schmerzen gehabt zu haben. Die Nordd. Allg. Ztg." bringt folgenden amtlichen Bericht über die Operation : Potsdam.?. Nov. Seine Majestät unterzog sich heute einer Operation zur Entfernung eines Polypen aus dem Kehlkopf. Die Operation wurde von Prof. Moriz Schmidt vollzogen und verlief sehr erfolgreich. Die einzige Folge ist, daß seine Majestät vor Heilung der durch die Operation verursachten Wunde nicht sprechen darf. Gez. v. Leuthold, Schmidt, Jlberg. Die Norddeutsche Allgemeine Zeiung" veröffentlicht auch den Bericht des berühmten Krebs-Specialisten Professor Johannes Orth, des Nachfolgers des verstorbenen Professors Virchow im Lehrstuhle für pathologische Anatomie an der Berliner Universität. Professor Orth stellte eine mikroskopische Untersuchung an, welche zeigt, daß der Polyp aus einem sehr weichen zusammenhängendcn Gewebe mit wenigen Zellen bestand, die theilweise feine braune Körnchen enthielten, augenscheinlich die Folge früherer leichter Blutungen. Es handelt sich daher, wie Professor Ortb sagt, nur um einen gutartigen GewebePolyp. Das Hofjournal bringt heute früh folgende Ankündigung: Der Kaiser machte gestern einen Spaziergang. Zum Frühstück oder Diner waren gestern keine Gäste geladen, heute jedoch wird Reichskanzler Graf Bülow Gast des Kaisers beim Frühstück sein." Der Kaiser empfing den Grafen Bülow heute Mittag und frühstückte nachher mit der Kaiserin und dem Grafen in seinem Schlafzimmer. Bü low fand den Kaiser so aufgeräumt und lebhaft wie jemals. Er beschränkte sich auf flüssige Nahrung und nahm nichts von den servirten Gängen. Sein allgemeines Befinden war niemals so

gut. Das Ohrenleiden, das ihn Jahre lang peinigte, ist verschwunden und er ist über die nervöse Unruhe, die ihn früher zu unausgeseter physischer An strengung trieb, Herr geworden. Wie mitgetheilt wird, empfängt der Kaiser Besucher in amtlichen Geschäften. Die Kehlkopf-Anschwellung legte sofort die Vermuthung nahe, der Kaiser möge an einer schlimmeren Krankheit leiden als einem einfachen Polypen, allein die Professoren Leuthold, Schmidt und Orth ergänzten ihre Bulle tins durch die entschiedensten Erklärungen auf alle Fragen, daß das Leiden nichts ist als ein gutartiger Polyp", der wahrscheinlich sich nicht wieberholt oder irgend welche schlimme Wirkung nach sich zieht. Berlin, 8. Nov. Heute früh wurde folgendes Bulletin ausgegeben: Der Kaiser verbrachte den gestrigen Tag ruhig in seinem Zimmer. Die kleine Wunde sieht befriedigend aus und der Hals macht weder Schmerzen noch sonftiges Unbehagen. Die Temperatur Sr. Majestät heute früh war 36.3, Puls 60.

Be r ' in. 3. Nov., 7 Uhr 10 Min. Ab .nds. Die Aerzle hoffen, daß der Kaiser in einer Woche wieder ausgeben kann. Er hat für Freitag, 27. Nov. einen Jagdausflug verabredet. Berlin, 8. Nov. Wie gemeldet wird, macht das Befinden des Kaisers heute Abend gute Fortschritte. Keine Gefahr von Eomplikationen durch die Operation. Kronprinz verreist. Berlin, 8. Nov. Kronprinz Friedrich Wilhelm reiste heute Mittag in Begleitung des Hofmarschalls von Trotha von Potsdam nach Wernigerode ab. Stimmungs - Wechsel. Berlin, 8. Nov. Im Verlaufe oes Majoratsprozesses gegen Gräfin Jsabella Kwilecka und Genossen wegen Kind?sunterschiebung. tritt es mit jedem Tage deutlicher hervor, daß hier ein jahrelanger, erbitterter Kampf zwischen den Frauen der beiden Linien der Kwilecki'schen Familie zum Austrage gelant. Zwischen den Frauen herrschte die grimmigste Rivalität. Die Frauen der Agnaten, in erster Linie des Grafen Miecislaus von KwilczKwileckiund des Grafen Hektar, betrachteten das Majorat als bereits ihnen gehörig, wodurch Gräsin Jsabelle sich aus das Tiefste verletzt fühlte. Es wird ziemlich allgemein geglaubt, daß Gräfin Jfabella, die lange Zeit von ihrem Gasten getrennt lebte, sich, um den habgierigen Agnaten einen Streich zu spielen und ihren Rachedurst befriedigen zu können, mit ihrem Manne, dem Grafen Zbiginew, wieder aussöhnte und ihm den Knaben gebar, um dessen Legitimität sich das gerichtliche Verfahren dreht. Die Stimmung des Publikums schlägt, je länger die Prozeßverhandlungen andauern, immer mehr zu Gunsten der Gräfin Jsabella um. Neben der erwähnten Version kursirt das merkwürdige Gerücht, der angeblich untergeschobene Knabe sei dis Kind einer Tochter der Gräfin Jsabella und deren

Verhältniß mit einem Liebhaber ent sprungen. Daraus wäre dann auch die Aussage der Zeugin Hebamme Offowska ans Wroblewo zu erklären, welche angab: Ich halte die Gräfin für die Großmutter des Knaben." Dresdener SpielerProzeß. Berlin, 8. Nov. Der Dresdener Spielerprozeß, welcher am 29. Oktober begann, hat sein Ende gefunden. Es hatten sechzehn Gastwirthe und andere Geschäftsleute vor den Schranken des Gerichts zu erscheinen. Fünfzehn der Angeklagten sind zu Ge fängnißstrafen von verschiedener Dauer verurtheilt worden. Das höchste Strafmaß war ld Monate. Nicht weniger als 84 Zeugen waren vernommen worden. Originelles Adreß-Buch. Berlin, 8. Nov. Die neueste Einrichtung des gegen Ende des Iahres erscheinenden neuen Adreßbuchs von Metz wird nach der Lothringer Zeitung" die Beifügung eine Sterns bei den Namen der Verheiratheten sein, wie das bei den Militär-Quartierlisten seit einigen Jahren schon der Fall ist. Durch dieses Verfahren kann jede liebende Maid feststellen, ob der Jüngling. für den sie sich interessirt, noch zu haben ist. Ferner dürfte auch die Zunft der Adregenschreiber ihre Thätigkeit auf den Heirathsmarkt ausdehnen. Ob auch die heirathsfähigen Damen im neuen Adreßbuchs aufgeführt sind, konnte das Blatt nicht feststellen; jeden falls wird diese Neuerung in allen anderen Städten bald Nachahmung

finden. Ost-Asim. Nochmals dementirt. Berlin, 8. Nov. Das in Wien aufgebrachte Gerücht, nach welchem der Zar von Rußland und der deutsche Kaiser eine Defensiv-Allianz für den fernen Osten unterzeichnet haben sollen, falls Großbritannien Japan unter stütze, wird in Regierungskreisen als unbegründet erklärt. Frankreich. H u m b e r t . I n t e r p e ll a t i o n. P a r i s, 8. Nov. In der Deputir ten-Kammer brachte der Konservative Berry einen Antrag ein, wonach das Parlament das Verhalten der politischen Persönlichkeiten, deren Namen während des Prozesses gegen die Familie Humbert genannt wurden, zum Ge genftand einer Untersuchung machen soll.

Eolombia. Wilde Gerüchte. C o l o n , 8. November. Bis heute Abend liegt von Bocas del Torso keine Kunde vor. Der amerikanische Kreuzer Atlanta" fuhr gestern Nacht dorthin ab. Das am Donnerstag nach dem gleichen Orte abgegangene Schiff, um den Platz für die neue Republik einzunehmen, ist noch nicht zurückgekehrt. Das amerikanische Kanonenboot Nashville" ist nach Eartagena gefahren. Wilde Gerüchte sind hier im Umlaufe, daß in Bogota die Amerikaner und andere Ausländer ermordet worden seien. Die Gerüchte sind nicht bestätigt und werden als durchaus unwahrscheinlich angesehen. Colon gab sich gestern Nacht vollständig volkstümlichen Demonstrationen hin. Musikcapellen zigen bis zum frühen Morgen durch die Stadt, nationale und amerikanische Weisen spielend und vor den Wohnungen vom Obersten Shaler, Gouverneur Melandez und Anderer Halt machend. Es herrschte große Begeisterung und nicht die geringsten Ausschreitungen kamen vor. Colombia unterhandelt. Panama, 8. Nov. Von General Reyes ging eine Depesche ein, er sej von der Regierung von Eolombia als Friedenscommissar ernannt, um mit

der Republik Panama Arrangements unter Wahrung der nationalen Ehre zu treffen. Hier ist heute Alles ruhig. Italien. Vom König ausgezeichn e t. R o m, 8. Nov. Als König Viktor Emanuel erfuhr, daß der amerikanische Botschafter Meyer in einem Motorwa gen in Pisa eingetroffen sei, schickte er seinen Adjutanten, General Brusati, zum Botschafter und ließ diesen nebst Familie nach dem kgl. Jagdschloß San Rossore einladen. Herr Meyer begab sich sofort dahin. Im Laufe des Vormittags machte er mit d:m König und der Königin einen Spazierritt und nahm mit ihnen das Gabelfrühstück im Schloß ein. Später nahm er an einer Jagdpartie theil. Großbritannien. Kein neuer P a i r. London. 8. Nov. König Eo ward's Geburtstagsliste ist außerordeutlich uninteressant. Keine neue Pairs oder Geheim-Räthe sind geschaffen, daaeaen eine lange Liste von Beförderungen. Orden und Rit!er-Er-Nennungen für öffentliche Dienste. Vice-Admiral Lord Charles Beresford ist vom Commandeur zum RitterCommandeur des Bath-Ordens befördert. August Manns, Musik-Direktor im Crystall-Palast. ist Ritter geworden. Auch einige Canadier erhielten AüsZeichnungen. Nußland. DesZaren Mitschuld. B e r l i n, 8. Nov. Der Entschlossenheit von Dr. Marx, eines Rabbiners in Darmstadt, ist es zuzuschreiben, daß der Zar nun alle Details des JudenMassacres von Kischinew kennt. Be kanntlich soll der Selbstherrscher aller Reußen über die Vorgänge im Unklarcn gelassen worden sein. Dr. Marx erklärt nun öffentlich Folgendes: Kurz bevor der Zar in Deutschland eintraf, suchte ich eine Audienz beim Großherzog von Hessen, die mir auch gewährt wurde. Der Großherzog hat selbst einen reichen Veitrag zum Ki-schinew-Fonds geleistet, weshalb ich mir den Muth nahm, ihn zu bitten, dem Zaren alle Thatsachen in Bezug auf Kischinew mitzutheilen. Ich unterbrei tete zu diesem Zwecke ein Memorandum mit allen Detaits. Heute nun ließ mir der Großherzog mittheilen, daß der Zar nun über das Geschehene unter richtet sei." Von guter Wirkung ist die Kenntniß der Wahrheit bis jetzt aber nicht ge wesen. denn es kommt eine Meldung aus Rußland, die über eine beispiellos brutale und empörende Vergewaltigung der Juden berichtet. Der Voss. Ztg." wird nämlich berichtet: Die russische Regierung hat ein Dekret erlassen, wo nach kranken Jsraeliten der Kurgebrauch der meisten russischen Bäder ver boten wird. S'e sind somit gezwun gen, im Ausland Heilung zu suchen. und das können sich nur die wenigen Wohlhabenden leisten. Spanien. Letzte Audienz. Madrid. 3. Not.. Sir Henry Mortimer Durand, der neu ernannte britische Botschafter in Washington, überreichte gestern dem König Alphons sein Abberufungsschreiben und reiste

nach London ab.

Belgwl. Aenderung der Zoll Gesetze. Brüssel. 8. Nov. Im Parla-

ment wird in Bälde eine Vorlage auf Aenderung der Zoll-Gesetzgebung einge bracht. Es werden erhöhte Zölle auf Wein, Früchte u. A. vorgeschlagen. Serbien. P e t e r b l e i b t. London, 8. No. Seit einigen Tagen waren nichtbestätigte Gerüchte über die bevorstehende Abdankung des Königs von Serbien und erfolglose Versuche, sein Leben zu versichern, im Umlauf. Ein amtliches Dementi dieer Gerüchte traf heute Abend aus Velgrad ein. Kurze Depeschen. 8. November. Ausland. London. Nach der Daily Mail geht die Kaiserin von Peking nach Kai-Fong, im Hinblick auf mögliche Verwicklungen mit Rußland. Rom. Der italien. Gesandte in Havana hat um Entsendung ' eines Kriegsschiffes nach Santo Domingo zum Schutze italien. Interessen gebeten. Rom. Pius X. empfing im Hofe von Damascus etwa 20,000 Personen, von denen verschiedene seine Hand küssen durften, darunter derl Novellist Booth Tarkington. Madrid. In dem ganzen Lande fanden Stadt-Wahlen statt. In Barcelona, Valencia, Saragossa, Sevilla und Calalonien siegten die Republikaner. Viele Verletzungen; 2 Personen sollen getödtet sein. Inland. Washington. EinwanderungsCommissär Sargent erlitt gestern eine Lähmung aus der linken Seite, befindet sich aber bereits bedeutend besser. Charlotte, N. C. Der Neger Daniels, derErmordung vonF.T.Simmons, Vater des Bundessenators, angeklagt, wurde zum Tode am Strang verurthcilt. Richmond, Ind. R. R. Sutherland, General-Supt. der Chicago, Cnc. & Louisville Bah.i, trat znrück. um eine Stellung bei der Rock Island Bahn anzunehmen. Schiffsnachrichten. Angekommen. New York: Celtic" von Liverpool und Quienstown; Deutschland" von Hamburg, Southampton und Cherbourz; La Gascogna" von Havre, Sicilan Prince" von Neapel und Palermo. Liverpool: Arabic" von New York über Queenstown; Canada" von Montreal und Quebec. Abgefahren: Boulogne Sur: Stategdam" nach New York. Glasgow: Laurentian" nach New York; Sicilian" nach Montreal. Queenstown: Cymric" nach New York; Umbria" nach New York. Sonderbare narnilien Verhältnisse. In einem Stadtchen im württembergischen Ncckarkreise, nahe der bayerischen Grenze, lebt ein Kaufmann mit ganz eigenartigen Familienvcrhältniffen. Er hat nämlich drei lebende Schwiegermütter und deren Mütter, außerdem leben noch seine Mutter, seine dritte Frau und vier herangewachsene Töchter bei ihm, im Ganzen also zwölf weibliche Wesen. Der Mann lebt aber trotzdem ganz munter, und da er reich ist und das Vermögen von sieben Familien dereinst auf ihn übergeht, macht er sich gar nichts daraus, daß er der Dreizehnte ist, und alle Foppereien, die e? oft genug ausstehen muß, prallen machtlos an ihm ab. Von einer Riesensch.lange erdrückt. Zu Volklingen im preußischen Regierungsbezirk Trier, Rhcinprovinz, wurde kürzlich eine junge Schlangenbändigerin von einer Voa Constrictor" zu Tode gedrückt, als sie in einer Menagerie eine Vorstellung gab. Die Zuschauer glaubten anfänglich, daß ihr Geschrei und ihr angstvoll erscheinendes Ringen, als die Schlange sich um sie wand, zu der Vorstellung gehörten. Sie klatschten Beifall und riefen Bravo. Die Wärter aber wurden der Gefahr inne, liefen hinzu, schlugen auf die Schlange los und zerfetzten sie mit Messern. Als es gelang, die Unglückliche frei zu machen, war das Leben bereits entflohen.

Moltke und Noon.

Der große Gedanke, den Königsplak zu einem Ruhmesforum des kaiserlichen Berlin zu gestalten, wird einen bedeutsamenSchritt weiter gefördert werden durch die Errichtung der Denkmaler für Moltke und Roon. Beide Standbilder werden sich am Königplatz erheben und zu dem schon Vorhändenen Bismarck-Denkmal sowie zu der die Mitte des Platzes beherrschenden Siegessäule sich m Beziehung setzen. Wenn im nächsten Jahre die neuen Denkmäler enthüllt werden, dürfte die Großartigkeit dieser monumentalen Anordnung glanzend m die Erscheinung treten. Das Berliner Moltke-Denkmal ist eine Schöpfung des Bildhauers Joseph Uphues. Daß dieses Standbild, der feinsinnigen und klassischen Geistesrichtung Moltkes entsprechend, nicht m Bronze, sondern in Marmor ausgeführt wird, zeugt von vornherein von einem glucklichen Erfassen der Aufgabe. Dem feingeistigen und schlichten Wesen Moltkes erscheint die Leistung von Uphues durchaus kongenial. Eine Paradepose oder gar ein Hervorkehren , -"sVVt 3 v xtv--1 Vv r"-? ' I H44'''"'MFr.' Ltt . IT-Iiy ''f.. nvr'itr: r1 DieMoltke-Statuefürden KönigsplatzinBerlin. von soldatischer Bravour und dekorativem eldenthum wäre bei einer so einzigartigenErscheinung wie Moltke nicht angebracht gewesen. Wie Molne oft beobacktet wurde, wenn er im Reichstag einer Rede Bismarcks lauschte, oder wenn er sich im Generalstab Vortrag halten ließ, so ist er vom Kunstler ausgefaßt: an die Marmorbrüstung gelehnt, das eine Bein über das andere geschlagen und die fein gezeichneten Hände zur ehernen Ruh verschränkt, während der Kopf sich ein wenig hebt und das helle Auge hineindringt in das Reich der hohen und strengen Gedanken, in die Jdealhöhen der realen Welt. Eine Aufgabe von wesentlich andeDie Roon -Statue für den KönigsplatzinBerlin. rer Art hatte der Bildhauer Harro Magnussen im Roon - Denkmal. Roon war das Idealbild eines preußischen Generals: dazu war der Reorganisator der preußischen Armee und Kriegsminister ein Mann von schneidiger und feuerblütiger Initiative, der sich in seinem Grundwesen Bismarck annähert. Daher auch lzier der stark modellirte Kopf mit kühner Silhouette. Dieses Denkmal wird in Bronze gegossen, während das Postament und die Brüstung der erhöhten Platform in dunklem schwedischen Granit gearbeitet werden. Voraussicht.

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Jhre Frau sagte mir. daß sie fü einige Tage ins Bad gereist sei; wann denken Sie, daß sie wieder zurückkommt?" In einigen Wochen!"