Indiana Tribüne, Volume 27, Number 66, Indianapolis, Marion County, 7 November 1903 — Page 5
Indianer Tribüne, 7. November 19ft3
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Nbendzauver.
Von August tz. Plinke. Ein WZesenthcll, von Hügeln eingeengt. Belegt mit weichen, blumenreichen Matten; Der stille, dunkle, ernste Hochwald drängt Von allen Seiten her mit seinem Schatten. Und abw'är!s durch die grüne Senkung schweift Der Blick in ferner Ebenen blaue Weiten, Wo Korn und Frucht in üpp'ger Fülle reift Und bunte Felder ihre Flächen breiten. Die Sonne ging hinab, fern, weltenfern. Und allgemach am blassen Himmelsbogen Erglüht in mildem Glänze Stern an Stern, Und leise kommt der Abendwind gezogen. ! Und durch des Waldes Riesenbäume geht Wie Flüsterton ein Raunen und ein Rauschen. Und wie im Banne der Erwartung steht Das Thal und hält den Athem an, zu lauschen. Das Licht verschwimmt, die graue Dämmrung sinkt Still aus die Welt, die weißen Nebel steigen. Aus ihren Schleiern ziehen leicht beschwingt Drc Elfen auf. zu ihrem nächt'gen Neigen. Für treue Tienste. Von Giza Rona. Seit zwei Jahren behauptete Lizzte ihren Posten bei Mrs. Watson, doch war dies ntcfit ausschließlich das Verdienst der Stütze der Hausfrau. Ein gewisses Etwas hinderte Mrs. Watson, bei Lizzie ebenso weit zu gehen, wie sie es mit Mary, Nelly und Josephine und Martha und all den Unglücklichen gethan, die einander nach auffallend kurzer Dienstzeit mit Thräneu in den Augen ablösten, wie man munkelt, in einem Falle sogar mit hochrothem Male auf der Wange. Lizzie besaß eine gewisse ruhige Würde, eine Charakter- und Körperstärke, welche nicht übersehen werden konnten. Der Ernst, die Sanftmuth ihrer offeuen Stirne, die klaren, grauen Augen, das energische Kinn mußten trotz ihrer Jugend Vertrauen einflößen. -Ueberdies bewahrte sie stets ihren Gleichmuth, widersprach nie, wenn man sie schalt. War sie im Unrecht, so entschuldigte sie sich, im entgegengesetzten Falle blickte sie ruhig in die aufgeregt ärgerliöen Augen ihrer Herrin, bis deren böses Leuchten endlich erlosch, welches ihren Vorgängerinnen solche Angst eingejagt. Mrs. Watson begann dann über ihre überreizten Nerven zu klagen, was bei ihr einer Entschuld!gungsbitte ähnelte. Vielleicht wars das Geheimniß von Lizzie's Macht, daß sie mit der Wärme ihres unschuldigen Herzens ihre launenhafte Herrin wirklich liebte, sie in größerem Maße liebte, als sie selbst wußte, bis eines Tages das Joch ihre jungen Schultern zu schwer drückte, so daß sie vermeinte, es nicht längerertragen zu können. Sie weinte nicht, sprach kein unhöfliches Wort, sie legte einfach die Bürste hin, mit welcher sie unvorsichtig an einer braunen Haarflechte gezerrt, und entfernte sich stumm aus dem Zimmer. Mrs. Watson war es, die in egoistischer Vorahnung bitterlich weinte. Lizzie würde nun gehen und die alte Runde dummer, boshafter Närrinnen würde von vorne beginnen. Ach. wenn sie blos stürbe, um dies Alles los zu sein! Niemand würde sich um sie grämen ihr Sohn gewiß nicht! Sie wandte den Blick nach der Photographie eines Burschen von ungefähr zwanzig Jahren in schmackem Cowboy" - Kostüm. Ralph kam niemals nach Hause thäte es vielleicht selbst dann nicht, wenn sie stürbe. Sie war eine Verlassene, Vernachlässigte. Durch die Aufregung hatte sie sich in einen nervösen Kopfschmerz hineingearbeitet, legte sich auf das kleine, schmale, blauseidene Sopha und rückte mit gepreßtem, langem Seufzer die Kopfkissen zurecht. Lizzie fand sie. als sie nach einer Stunde zurückkehrte, scklafend, mit noch ausgelösten Haaren, mit einem Ausdruck körperlichen und seelischen Schmerzes, welcher sich tief in die feinen, aristokratischen Züge geprägt. Das Mädchen stand da. und unwillkürlich erwachte ein Gefühl von Mitleid in ihr. Um ihre Entlassung zu bitten, schien ihr nicht so leicht, wie f : es sich in der ersten Aufwallung ihres rechten Zornes vorgestellt. Ihre arme Herrin! Tyrannisch, launenhaft, oft kindisch und dennoch besaß Mrs. Watson bei Lizzie bis Eigenschaft Derjenigen, die durch göttliche Fügung zum Herrschen gebrren und darum über ihr Verdienst mit Hingebung und Loyalität bedient werden sollen. Ich könnt' e3 doch nicht, wie hilflos wäre sie ohne mich", murmelte sie, leise die Seidenkissen glättend. So wurde die Kündigung nicht c?e-
geben, obwohl Lizzie nach zwei Wochen aus ihrem ganzen bekümmerten Herzen wünschte, es gethan zu haben. Ralph kam nach Hause. Lizzie saß an einem Tische in Mrs. Watsons Ankleidezimmer mit dem glitzernden Inhalt des Schmuckkästchens vor sich ausgebreitet. Sie bearbeitete Brillanten und Saphire mit einem Hirschlederlappen, als eine unbestimmte Unruhe sie plötzlich überkam. Sie hatte das Gefühl, beobchtet zu werden. Den Kopf erhebend, erblickte sie einen jungen Mann in langem, rauhem Ueberrock und Schlapphut in der Thüre stehend. Lizzie breitete instinktiv beide Hände schützend über das Geschmeide und sprang von ihrem Sitze auf. Was suchen Sie hierö" fragte sie. Des Mannes Lächeln leuchtete zuerst aus den blauen Augen, dann lachte er laut auf. Ich suche meine Mutter," erklärte er, den Hut ein wenig nach rückwärts schiebend, dann, wie sich besinnend, nahm er ihn ab. Lizzie erröthete tief und sah in ihrer Verlegenheit sehr jung und. hübsch aus. Ach, Sie sind Mr. Ralph! Entschuldigen Sie, mein Herr, ich wußte Nicht " Niemand wußte. Ich bin sozusagen hereingeschneit", sagte er gutmüthig. Dann trat er ein und setzte eine etwas abgegriffene lederne Handtasche auf das blauseidene Sopha. Ist meine Mutter zu Hause?" Lizzie raffte eilig das Geschmeide zusammen und barg es in der Kas fette. Ach, eilen Sie doch nicht fort; sie wird gewiß im Augenblick kommen", sprach er mit knabenhaftem Lachen, das den Worten jede Bedeutung nahm, trotzdem fielen sie ihr später ein. Am Tage der Ankunft ihres Sohnes war Mrs. Watson überglücklich vor Freude. Dez ganzen Nachmittag saß sie, ihm die Hände streichelnd, lächelnd da und betrachtete mit vorStolz gerötheten Wangen seine breitenSchultern, seinen schönen Kopf. Von seiner Abreise wollte sie nichts hören, wenn er darauf anspielte, daß er nicht länger als eine Woche von seinem Landgut fortbleiben könne. Der ganze Haushalt sonnte sich in ungewohnter Gemüthlichkeit imd träumte von ewig währendem Frieden. Am nächsten Tage begann Mrs. Watjon an ihrem Liebling Fehler zu entdecken. Nalph war in der That recht rauh und nachlässig geworden. Und sein Benehmen bei Tische! Während des Luncheons" zog sie ärgerlich die Stirne kraus, zuckte ein halb Du-
tzendmal nervös mit den Handen, und endlich, als er eine geleerte Sauciere auf seinen Teller stülpte, dann beide von sich stieß, erhob sie sich hastig vom Tische. Warum Du nicht mit Anstand essen kannst, begreife ich wirklich nicht", rief ste scharf, Deine Erziehung ist gewiß nicht schuld daran!" Lachend entschuldigte er sich, doch machte er keinerlei Anstrengung, sich zu bessern. Auch das Gespräch begann bald zu Nocken, da es Mrs. Watson nicht unterlassen konnte, die etwas nachlässige Ausdrucksweise ihres Sohnes zu bekritteln. Am dritten Tage lag er ihr vollständig auf den Nerven, und die ganze Freude verwandelte sich in unausgesprochene Unzufriedenheit. In das Zimmer tretend, traf sie ihn des Nachmittags gerade als er auf ihrem Toilettetische seine Pfeife reinigte. Beim drohenden Klänge ihres Ralph!" schloß Lizzie, die im anstoßenden Zim mer war, leise die Thüre. Traurig. beschämt schlüpfte sie fort, dennoch froh, diesmal nicht Zeugin des Sturmes sein zu müssen. Eine Stunde später wurde sie von Nalph in das Bibliothekzimmer berusen. Er schloß die Thür hinter ihr. Sagen Sie. Lizzie", sprach er, an den Tisch tretend, auf dessen polirter Platte er ein Streichhölzchen anzuzünden versuchte, finden Sie nicht auch, daß meine Mutter recht schwer zu behandeln ist?" Lizzie preßte einen Moment tadelnd die Lippen aufeinander. Ich verstehe nicht, was Sie meinen". sprach sie dann reservirt. Ihre Mutter ist blos sehr nervös und leicht erregbar. Mr. Nalph." Er nickte nachdenklich. Sie opfern sich auf!" murmelte er. Dann betrachtete er, den Kopf etwas nach rückwärts geneigt, mit halbgeschlossenen Lidern, durch eine dichte Rauchwolke, ihre Züge. Seine vielleicht nicht sonderlich ausdrucksvollen blauen Augen blickten sie gütig an. Dennoch erröthete Lizzie unter der Beharrlichkeit jenes Blickes. Er lächelte. da5 flüchtige Roth und die ni:dergeschlagenen Augen gewahrend. Nun. ich verstehe wirklich nicht, wie Sie's so lange Zeit ertragen konnten", sagte er, wenigstens nicht, wenn sie auch in Sie ebenso feuert, wie sie es mit mir thut. Thut sie's?" Lizzie wandte sich zum Gehen. Ich habe keine Klage über sie", sprach sie streng. Er lachte. Halt, warten Sie einen Augenblick, ich bin noch nicht fertig." Sie blieb wartend stehen, doch er rauchte ene Weile schweigend. Wie könnt' ich sie aufheitern, sie btt guter Laune erhalten?" fragte er end' lich. seine Pfeife acgen ein Buck aus-
riopseno. ?:e muen wovl ryre Mucken" besser kennen als ich." Wenn Sie blos versuchen wollten, sie nicht zu ärgern, Mr. Ralph", sagte Lizzie besänftigt. Wenn Sie bemerken. daß ihr etwas nicht recht sei es zu unterlassen. Sie kann ja nicht dafür, daß sie solche Nerven hat, die arme Dame!" Na, Sie haben vielleicht Recht", sagte er, doch seine Stimme klang zerstreut, trotzdem er sie nicht aus den Augen ließ. Lizzie schlüpfte mit einem ihr unerklärlichen Berlegenheitsgefühl aus dem Zimmer. Das ganze Haus von Unterst zu oberst zu kehren!" murmelte sie ungeduldig. Trotzdem wollte ihr die von dichter Rauchwolke umgebene, nachlässige, kraftvolle Gestalt, das sonngebräunte Antlitz nicht mehr aus dem Sinn. Während der nächsten Tage bemerkte Lizzie mit wachsender Beklemmung, daß, wohin ihre Arbeit sie auch führen mochte, Mr. Ralph daselbst sofort auftauchte. Er machte ihr keine Liebeserklärung, gab auch zu offenem Protest keinen Anlaß, blieb aber ihrer Kälte gegenüber ebenso unempfindlich als den Zurückweisungen seiner Mutter. Nicht als ob Mrs. Watson die letztere Entwicklung der Dinge im Mindesten ahnte. Ihr Rassenstolz wurzelte so tief in ihr, daß sie dem Benehmen ihres Sohnes dem Hausfräulein gegenüber keinerlei Bedeutung zugemessen hätte. Ihre Zurechtweisungen behandelten das Thema von schmutzigen Stiefeln auf den seidenen Stühlen oder die empörende Gleichgiltigkeit gegen alle Regeln der guten Lebensart, die in ihren Augen höher standen als Gesetz und Eoangelium. Eines vermag ihn zu retten, und das ist eine passende Heirath." äußerte sie. Lizzie, die, sie kämmend, hinter ihr stand, erröthete ärgerlich bei der Wahrnehmung, daß ihre Hände unsicher wurden. Ich werde einige Mädchen zu Tische laden." fuhr Mrs. Watson fort, Daisy Welch und Blanche Holliday, und ich kann blos beten, daß er in ihrer Gegenwart nicht zu fluchen beginne! Lizzie, Sie stecken mir das Haar nicht fest genug achten Sie darauf, was Sie thun! Ja, ich werde ein Diner geben." Mrs. Watson bewirthete selten Gäste bei sich, wenn das Ereigniß aber stattfand, dann kündigte ihr gewiß die Hälfte der Dienerschaft den Dienst. Diesmal verliefen die Vorbereitungen zum Diner dank Lizzie's selbstlosem Eifer, Energie und Geschicklichkeit in bewunderungswürdiger Harmonie. Das letzte Schmuckstück an das Kleid ihrer überraschend freundlichen Herrin befestigend, schloß sie einen Mommt wie schwindelnd die müden Augen, eilte aber beim ersten Klingelzeichen in die Hall" hinaus, um den Gästen beim Ablegen behilflich zu sein. Sie kamen seiderauschend mit eiligem Klappern der hohen Absätze. Liz-
zie blickte ihnen nach, wie sie mit schleppenden Kleidern, in der Pracht ihrer weißen Schultern die breite Treppe emporstiegen. Dann ließ sie sich müde inmitten der seidenen Mäntel und Shawls auf einem Sessel nieder, stüfcte das Kinn in die Hand und starrte zu Boden. Plötzlich erhob sie sich rasch und ging mit gepreßtem Seufzer nach ihrem Zimmer. Ihr Blick war von Thränen umflort, als sie die Thüre schloß, und es vergingen mehrere Minuten, ehe sie ein kleines Kästchen auf ihrem Schreibtische gewahrte. Sie öffnete dasselbe verwundert. Obenauf lag Mrs. Watson's Karte, aus welcher sie in ihrer zarten Handschrift folgende Worte geschrieben: Für Lizzie, in dankbarer Anerkennung ihrer treuen Dienste". Darunter eine goldene Nadel mit blauem Email. Nun überflössen die Thränen und sie drückte die Nadel an die Lippen. Die liebe .Dame! Wer ihr das zugemuthet hätte!" murmelte sie, auf's tiefste gerührt. Sie befestigte die Nadel an ihrem Kleid und liebkoste sie mit der Hand. Für neue Dienste", wiederholte sie leise. Ich hoffe, mich hierfür stets würdig zu erweiserN" Einige Stunden später saß sie nähend in Mrs. Watson's Ankleidezimmer, als sich die Thüre öffnete und Ralph eintrat. Sie blickte auf, einen Auftrag erwartend, dach er warf sich lachend auf das blaue Sofa. Während die Burschen rauchen, bin ich auf einen Moment geflüchtet," erklärte er. Ich muß ein wenig aufathmen oder ich ersticke." Ruhig lächelnd zündete er feine Cigarette an. Wohin eilen Sie?" fügte er hinzu, als Lizzie ihre Näharbeit rasch zusammenraffte. Laufen Sie nicht davon, ich habe mit Ihnen zu sprechen." Mr. Ralph, es wäre Ihrer Mutter nicht angenehm", sprach Lizzie beklommen, Sie thun unrecht " Er unterbrach sie. Sehen Sie, Lizzie, weshalb sollten' Sie mich nicht heirathen, damit ich Sie an die Sie gebührende Stelle setze?" Sie starrte ihn erschreckt an, und er fuhr fort, sich vorbeugend, bis feine Ellbogen auf den Knien ruhten. Sie sind gerade die Rechte, die für mich paßt, und glauben Sie mir, in Manchem mehr Lady", als d dort drinnen! Sie sind das hübscheste, lieblichste, süßeste Geschöpf, das mir seit
Jayren vegegn?!! Ich werde Sie re:ten lehren, und zu Pferde würden Sie einfach phänomenal aussehen! Und dann verstehen Sie es, ein Haus zu
ttuen. viun, was sagen (b;c oazuk Lizzie konnte blos stammeln: Mr. Ralph! Bitte nicht!" Warum nicht?" fragte er. Sie gefallen mir, Lizzie. Ich könnte mich sterblich in Sie verlieben, wenn Sie nur wollten." Etwas in seinem selbstgefälligen Tone und Benehmen reizte sie zu plötzlichem Zorne. Nun also, ich liebe Sie nickt!" sprach sie rasch. M:t offenem Munde starrte er sie an: dann brach er in Lacken aus. Sie wollte aus dem Zimmer eilen, doch er meit jte fest. Da. seien Sie nickt toll' ck treibe mit Ihnen keinen Scherz; aber Sie vaven rntctj schon abaebukt. Weshalb neoen &tt mich nietn. Mimtr Seme Finger umschlossen noch immer ihren fts., :t it- :t3 .ui uuu i ic uuuic tuili Iliuiulq in Antlitz. Weil Sie selbstsüchtig sind", sagte sie, vor Zorn noch immer ein wenig athemlos. Sie verletzen und quälen Ihre Mutter wohl zwanzig Mal des Tages und scheeren sich nicht darum. Sie würden keinen Finger rühren, um ihr einen Kummer zu ersparen. Und nun denken Sie gar daran, eine eine Dienerin zu heirathen, obwohl Sie wissen, daß dies ihr Tod wäre!" Er spitzte die Lippen und ließ einen Pfiff vernehmen. Natürlich bekäme sie einen ihrer Anfälle, gab er zögernd zu. Möglich, daß ich ein ganz erbärmlicher Wicht bin; doch will ich versuchen, mich Ihnen zuliebe zu bessern. Jene Frauen dort drüben würden ja doch nicht mit mir auf dem Lande leben wollen, was meinen Sie? Und ich werde doch nicht blos meiner Mutter zu Gefallen heirathen. Lizzie, Sie füßes, kleines Ding, kommen Sie, gehen Sie mit mir einfach durch jetzt sofort! Sie werden mich mit der Zeit lieb gewinnnen, das verspreche ich Ihnen. Ich will Alles thun, was Sie nur wünschen. Liebste " Der feste Griff an ihrem Arme wurde zu einer Liebkosung, doch sie versuchte nicht mehr zu fliehen, und nun laa seine öand leicht auf ihrer Schulter. All ihr Zorn ging in einem Uebermaß von Hoffnung, Furcht und Staunen unter. Obwohl sie die Augen niedergeschlagen hatte, konnte sie das schöne blonde Haupt sehen, das sich immer näher zu ihr beugte. Sie preßte die gefalteten Hände gegen die Brust und ihre Finger berührten die goldene, blau emaillirte Nadel, die Belohnung für ihre treue Dienste." Äer Jubel, der ihr das Herz schwellte, verschwand wie vurch Zauberschlag. Ruhig, aber entschlossen trat sie zurück: Nein, Mr. Ralph, es ist unmöglich", sprach sie. ..iMrs. Watson war in rosigster Slimmung, als sie, nach dem Fortgehen der Gäste herunterkam. Lizzie, die in ihrem Zimmer auf sie wartete, hörte sie über eine Bemerkung Ralph's fröhlich lachen. B:r der Thüre blieben sie stehen. Nun, es war ein Erfolg!" sagte sie. Wenn Du mich beim Diner wenigstens an Daisy Welch's Seite' gesetzt hättest!" rief Ralph. Diese Gerty Holliday war fürchterlich so steif! Aber Daisy Welch, die gefällt mir! Das sprüht vor Leben!" Ich bemerkte, daß Du Dich mit ihr recht gut unterhieltest." Die Stimme Mrs. Watson's bebte vor aeheimer Freude. fcamos!" Ralph schien ganz begeistert. Weißt Du, daß sie mit einer Pistole fast so gut schießt als ich ? Und Pferdekennerin ist sie auch, auf mein Wort! Nächsie Woche machen wir eine Partie zu Perde! Ein entzückendes Mädel!" Und aus sehr guter Familie, mein Lieber", sagte die Mutter. Sie lächelte vergnügt vor sich, als sie in das Zimmer trat. Bald geben wir wieder ein Diner, Lizzie", sagte sie, dieses heute Abend war ein großer Erfolg! Ich will Daisy Welch recht oft einladen Mr. Ralph fand an ihr fthr viel Gefallen. Es wäre sehr wünschenswerth. Junge Leute werden so oft zu Dummheiten verleitet. Und ich glaube, das wäre mein Tod!" Das ist begreiflich", sagte Lizzie. Ihre Stimme klang gepreßt. Sie sind müde," sagte Mrs. Watson in ihrer überströmenden Zufriedenheit. Oeffnen Sie blos diesen Haken so, nun können Sie gehen, ich brauche Sie nicht mehr. Gute Nacht, Lizzie. Wie gefällt Ihnen Ihre Nadel?" Ach, ich danke Ihnen herzlich, gnädige Frau, sehr gut", sprach Lizzie ; doch kaum in ihrem Zimmer, legte sie dieselbe ohne einen Blick bei Seite und, vor ihrem Bette in die Kniee sinkend, verbarg sie das Antlitz in die Kissen. f.tmi fcctr i.irrlnuciitHolzbauer (der alZ Letzter kerbunn worden ist): Ich' fehlt rnir aber noch a' Ohr!" 23 aber: Ja. da kann ich Dir nicht helfen es smd keine mehr da!"
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