Indiana Tribüne, Volume 27, Number 65, Indianapolis, Marion County, 6 November 1903 — Page 6

Jttdiana Tribüne, . November 1903

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Europäische Nachrichten.

Helte'rreich'Zlngcrrn. Wien. n. Pastor emer. K. Peterson in Uirchsicinbek. der dort 30 Jahre lang als Geistlicher amtirt hat und mit seiner Gattin vor einiger Zeit die Diamanthochzeit feierte, ist im 89. Lebensjähre plötzlich entschlafen. Johannes Schröder, ein bekannter hiesiger Kaufmann, Vertreter der Deutschen Gesellschaft der Stadt New York und der Ward Line in New Jork. ist im 65. Lebensjahre einem Herzschlag erlegen. In der Esplanade wurde Postassistent Woche aus der Fuhlsbü'ttelerstratze 123 beim Nadeln von einer Droschke überfahren. Woche wurde lebensgefährlich verletzt in seine Wohnung gebracht und ist dort kurze Zeit nach seinem Eintreffen verstorben. Das Fest der goldenen Hochzeit feierte mit seiner Gattin ein Leteran von 184851, der in der Goethestraße 10 wohnhafte Privatier O. H. Stülcken. Der 3 .jährige Sohn Ludwig des in der Fischerstraße 8 wohnenden Ehepaares Röpcke spielte auf der Straße und lief dabei unter die Räder eines Rollwagens. Das Kind wurde so schwer verletzt, daß es starb. Der 1879 wegen Vergiftung seiner Geliebten zu lebenslangem Kerker verurtheilte Damenschneider Leopold Winkler von hier wurde nach 24jähriger Haft begnadigt und aus der Strafanstalt Kartaus entlassen. Der 22jährige Schmiedcgeselle Samuel Gluth. bei dem Schmiedemeister zroinand etz im 10. Bezirk, Rotyehofgasse 2a in Arbeit stehend, verliebte stch in die Tochter seines Meisiers und verfolgte sie mit Liebesanträgen, denen gegenüber stch das Maochen jedoch durchaus ablehnend verhielt. Kürzlich lauerte Gluth dem Mädchen vor dem Wohnhause seines Meisters auf und als er des Mädchens ansichtig wurde, feuerte er aus einem Revolver mehrere Schüsse auf dasselbe ab. Dann kehrte er die Waffe gegen stch und tödtete stch durch einen Schuß in die Schläfe. Das Mädchen ist schlver verletzt. Das Maschinen Haus der Rollladenfabrik der Hoffir ma E. S. Rosenthal's Erben, FünfHaus. Rostnagasse 14, wurde einRauö der Flammen. Der Brand war in dem im ersten Stockwerke oberhalb des Maschinenhauses gelegenen Magazin ausgebrochen. D:e Ursache des Brandes kennt man noch nicht, -r- Eduard Haas und seine Gattin Frau Helene Haas. geb. König, feierten im Kreise lhrer Familie das Fest der goldenen Hochzeit. Das Jubelpaar erfreut stch der besten Gesundheit und vollster Geistesfnsche. Der Jubilar hat beim 8. Infanterie - Regiment gedient und die italienischen Feldzüge 1848 bis 1849 unter Radetzky mitgemacht. Die 63jährige Private Anna Leipold wurde in der Gentzgasse von einem Radfahrer überfahren und erlitt der artige Verletzungen, daß ste im Allgemeinen Krankenhaus, wohin ste ge bracht wurde, starb. Der Radfahrer entzog stch der Verfolgung durch die Flucht. St. Polten. Der Afrikareisende Theodor Westmark, dessen VerHaftung wegen eines Sittlichkeitsverbrechens großes Aufsehen erregte, ist zu drei Monaten schweren Kerkers verurtheilt worden. A l t b u n z l a u. Pater Franz Srydinko, Znsul. Dechant des Collegiatkapitels, wurde anläßlich seines fünfzigjährigen Priester - Jubiläums zum päpstlichen Hausprälaten ernannt. Böhmisch-Petersdorf. In der hiesigen Finanzwachkaserne erschoß stch der 1867 in Rosendorf bei Tetschen geborene Finanzwachoberaufsehe? Franz Bartel mittels seines Dienstgewehres. Als Ursache der That wird Sinnesverwirrung angenommen. da Bartel bereits einmal in einer Heilanstalt ein Vierteljahr weilte. Vudweis. In Dürnfellern starb der dortige Gemeindevorsteher John Erhart im 58. Lebensjahre. Der Verstorbene gehörte durch nahezu 25 Iahre dem Gemeindeausschusse ronDürnfellern an. Der hiesige deutsche Turnverein hat den ersten Vorsitzenden der deutschen Turnerschaft, Dr. Götz in Leipzig, zum Ehrenmitgliede ernannt. Litt au. Der hier bei dem Baumeister Dominik-.Fey bedienstete 30jährige Taglöhner Franz Novak ertrank in einem Seitenarme der March beim Baden. E g e r. In der Brauerei des Jezirksobmanns Krämling explodirte ein angeheizter Kassel, tödtete den Wärter, den 22 Jahre alten Franz Becker, zerriß das Mauergewölbe und die Decke. Große Mauerstücke wurden auf die Straße geschleudert. Im Hause gegenüber wurden die Fenster eingedrückt. Das Unglück geschah an einer sehr frequenten Stelle derStadt. Die Explostonsursache ist unbekannt. Karlsbad. Die hiesige Stadtgemeinde kaufte für 360.000 Kronen das große Cafe Jmperial in der Mattoni Straße gegenüber dem Kaifer Franz Josephs - Park und dem Gymnastum, um dort ein neues Badehaus zu richten. Mährisch - Weißkirchen. Die bei dem Kantineur der LandWehrkaserne bedienstete 19jährige Magd Rosma Hajek aus Proßnitz ertrank beim Baden im Beczwaflusse. Prag. Der Opernsänger des

Deutschen anoestyearers mer unHelm Elsner ist im 34. Lebensjahre gestorben. Professor Dr. Josef Meydl, Vorstand der chirurgischen Klinik an der böhmischen medizinisehen Fakultät, ist im 50. Lebensjahre gestorben. Die ehemalige Lehrerin der französischen Svrache. Friederike Edle v. uvaerreich, wohnhaft auf der Kleinseite, litt seit längerer Zeit an Neuralgie. Beim Aufstehen verlor ste plötzlich das Bewußtsein und stürzte zu Boden, wobei sie das rechte Hüftendein brach. Bereits nach kurzer Zeit erlag die Greisin den Verletzungen. Luxemburg. A l t w i e s. Bahnmeister Kummer von den Luxemburger Sekundärbahneu ist auf hiesiger" Station tödtlich verunglückt. V e t i n g e n. Unter überaus gro ßer Betheiligung seitens seiner Freunde. Collegen und Beamten verschiedener Eisenbahn Verwaltungen, fand die Beerdigung des hier verstorbenen Inspektors und Dienstchefs Herrn Michcl Glodt auf dem Liebfrauen-Fried-Hof in Luxemburg statt. Rodingen. Ein gewisser Johann Bernardy zu Attert wurde auf dem Wege von Athus nach Rodingen von fünf Individuen angegriffen, die ihm sein Geld abnahmen, ihn mißhandelten und sodann in der Richtung nach der luxemburgischen Grenze fluch-teten.

Allerlei für's au3. Rostflecke aus Nickelgegen ständen entfernt man, indem man ste mit Petroleum befeuchtet und dann mit einem in Holzkohlenpulver getauchten Lederläppchen abreibt. Luftdicht schließende Korkstopfen erhält man, wenn man eine Lösung von 15 Gramm Gelatine oder gutem Leim und 25Gramm Glycerin in 500 Gramm Wasser bereitet, die Korke hineinlegt und ste etwa 12 Stunden in diesem Bade beläßt. UeblerGeruch inVogelkäsigen. Wenn man auf den Boden von Käfigen undVolieren zunächst etwas gepulverten Feldgips streut und dann erst den Sand darüber bringt, so wird der üble Geruch völlig verhütet. Aufwaschen der Fußböden in der kalten Jahreszeit. Wenn man das Aufwaschwasser für gestrichene Fußböden warm nimmt und jedem Eimer voll einen Löffel Salmiak zusetzt, so trocknen die Böden viel schneller und werden außerdem rein und schön. Wohnräumezudesinficiren. Man mache eine gewöhnliche Feuerschaufel beiß und gieße 30 bls 40 Gramm einer nicht zu schwachen Auflösung von Carbolsäure darauf. Die Dämpfe dringen überall hin und reinigen die Luft. Das Verfahren ist, so lange als nöthig, täglich zu wiederholen. Vergilbte Wäsche wird wieder weiß, wenn man sie in sauer gewordene Buttermilch einweicht und darin liegen läßt. Darauf wäscht man die Wäsche in lauwarmem Wasser mit Seife und spült sie mit klarem Wasser nach. Grobe Wäsche läßt man länger in der Buttermilch liegen als feine; bei letzterer darf die Vuttermilch nicht all. zu sauer sein. Wird die Wäsche beim erstenmal nicht weiß, so wiederholt man das Verfahren. Abgebrauchte Waschkleider zu benutzen. Ausgeblaßte Waschkleider, besonders Zephirkleider usw., die uns noch zu gut zum Fortwerfen oder Verschenken erscheinen, geben, zertrennt, sauber gewaschen und geplättet, ein noch ausgezeichnetes Futter für einfachere Taillen ab. da der Zephir weit feiner im Gewebe ist als billiges Futter. Seidene Bänder zu waschen. Man wäscht derartige Bänder mit Rindsgalle und Seife, in Regenwasser und gibt ihnen den Glanz mit Honig und Eiweiß, oder man zieht sie einige Male durch eine mit Kandiszucker versetzte Gummilösung, läßt etwas trocknen und bügelt ste. jedoch nicht zu heiß, zwischen zwei Bogen reinen weißen Löschpapiers. Wanzen hinter Tapeten zu vertreiben. Dieses Ungeziefer ist leicht und sicher zu vertreiben, wenn man bei Tageslicht (Benzin ist bekanntlich sehr feuergefährlich) die mit Wanzen besetzten Stellen mit Petroleumbenzin bepinselt oder bespritzt. Die hinter dem abgelösten oberen Tapetenrande nistenden Wanzen smd mittelö Blasespritzflasche, deren Ausflußrohr in eine dünne Spritze ausgezogen ist, mit Benzin zu benetzen. Auch die Brüt wird durchBenzin vernichtet. Die Schönheit der Tapete wird durch Benzin nicht zerstört. Weiße Wollkleider zu waschen. Man entfernt erst alle etwa vorhandenen Fettflecke mitBenzin und legt den Stoff dann in lauwarmes Wasser, in dem man gute weiße Seife aufgelöst hat. Nach'oem der Stoff in dieser Lauge etwa eine Viertelstunde lang gelegen hat, wäscht man ihn durch, ohne viel zu reiben, und spült dann mehrmals mit klarem Wasser nach. Zuletzt wird der Stoff, je nach dem gewünschten Farbton, etwas geblaut oder gelblich gefärbt. Man drückt den Stoff nur leicht aus, hängt ihn sorgfältig auf und bügelt ihn, ehe er völlig getrocknet ist.

in seltsames Duell.

In einer südschwedischen Garnison stand zu Beginn des vorigen Jahrhunderts als Officier ein Freiherr von Barncckow aus der bekannten Rügen'schen Familie, ein sehr stattlicher Herr trotz vorgerückten Alters und Verlustes von einem Auge, der aber in jener Zeit unmittelbar nach dem schwedischen Staatsbankerott in drückenden Schulden und großer Armuth lebte. Eine wohlhabende ältere Stiftsdame wünschte ihm zu helfen und machte ihm einen. Heirathsantrag, den er annahm. Nach den Flitterwochen entsandte sie den Gemahl mit voller Börse nach Kopenhagen, um sich dort zu amüsiren. Der junge" Ehemann nahm einigeKameraden mit und begann das Amüsemcnt mit Einnahme eines reichlichen Diners; von dort begab man sich in den Kopenhagener Thiergarten, wo des Sommers damals noch mehr als jetzt beständiges Volksfest mit Musik, Tanzsalon und Schießbuden stattfand. Die in Civil befindlichen schwedischen Herren sahen zu, wie ein dänischer Marineofficier sich Preis auf Preis herausschoß; mit den gutmüthig gemeinten Worten: So hättet ihr nur 1807 auf die Engländer schießen sollen, dann hättet ihr eure Flolte noch," klopfte ihm Herr von Barneckow auf die Schultern. Ergrimmt kehrte sich der Däne um und schlug den Schweden in's Gesicht. In dem Bewußtfein, Schuld zu haben, bot Herr von Barneckow die Hand zur Versöhnung, die aber der ergrimmte Capitän Grove zurückwies. Der Vorfall kam an das Regiment in Schonen und Herr von Barneckow erhielt den Abschied. Das Duell war schon damals in beiden betreffenden Armeen und Marinen verboten, und zwar nicht in der Form wie jetzt in Deutschland, sondern überhaupt und drakonisch. Trotzdem bestand der für den stumpf gewordenen Karl XIII. das Regiment führende schwedische 5kronprinz Bernadotte auf dem Duell, und trotz allem Schwedenhasse sah König Friedrich VI. die Nothwendigkeit ein. Man schlug sich dann auf der Oersundinsel Saltholm unweit Kopenhagen. Auf beiden Seiten des Sundes war die Spannung sehr groß; elektrische Telegraphen gab es damals nicht, aber man telegraphirte durch Zeichen. Die erste Kugel traf den Capitän Grove, der für todt niederfiel. Vor der lauernden dänischen Polizei sprang Herr von Barneckow schleunigst in sein Boot und fuhr im Sturm nach der schwedischen Küste hinüber, wo er mit Begeisterung empfangen wurde. Aber die kalte Seefahrt hatte dem erhitzten Manne eine Lungenentzündung zugezogen, an der er binnen wenigen Tagen starb. Dem Capitän Grove war die Kugel des Gegners auf einen Uniformknopf geprallt, und der Stoß hatte ihn umgeworfen, wobei ihm das Blut aus Mund und Nase strömte. Später kam der für todt Gehaltene zu sich und hat noch mehrere Jahre gelebt. Kaviar für's Volk. Der echte russische Kaviar ist eine Delikatesse, die leider viel zu hoch im Preise steht, als daß sie Jedermann erreichbar wäre. Man kann sich aber einen gleichwerthigen Genuß verschaffen, wenn man aus dem Rogen der heimischen Fische Kaviar bereitet. In Rußland und noch mehr in China ist diese Kunst sehr bekannt und verbreitet. Man befreit den Rogen von den feinen H'äutchen. die ihn nicht nur umschließen, sondern auch noch durchziehen und wäscht die Eier mehrmals in Wasser, bis die Masse nirgends mehr zusammenhängt, ' sondern stch gleichmäßig ausbreiten läßt. Sehr gut ist es, wenn man den Rogen noch durch einen feinen Durchschlag treibt, damit alle Reste der Haut, die dem fertigen Produkt einen fischigen Geschmack verleihen, entfernt werden. Dann läßt man die Eier, gut ausgebreitet, trocknen und salzt sie reichlich mit ganz feinem Tischsalz ein. Nach 24 Stunden ist der Kaviar genußreif. Eine eigenartige Ursache von Kurzschluß ist auf der Versuchsstrecke der Studiengesellschaft für elektrische Schnellbahnen auf der Militärbahn zwischen Marienfelde und Zossen beobachtet worden. Wie andere Stromleitungen ist die oberirdische Stromzuführungsanlage der Versuchsstrecke du'h Blitzableiter gesichert. Diesen Vorrichtungen ist die Siemenssche Form von Hörnern gegeben. Zwei starke Drähte nähern sich an ih?em unteren Ende, während sie nach oben auseinandergehen und auslaufen. Eine Verbindung zwischen den beiden Polen und ein unbeabsichtigter Kurzschluß ist nun dadurch hergestellt worden, daß sich Spatzen zwischen die Hörner zu setzen versuchten. Der ungeheuren Spannung von 13.500 Volt ist der schwache Thierleib natürlich nicht gewachsen. Der Vogel fällt sofort zur Erde und büßt seine elektrotechnische Unkenntniß mit einem schnellen Tode. HumoraufderStuoent e n b u d e. Kommilitone: Ist das aber eine Gluthhitze auf Deiner Bude!" Studiosus: Kein Wunder, habe soeben ein halbes Dutzend Brandbriefe geschrieben." Erfahren. Willst Du nicht der niedlichen Konfektioneuse Deinen Schirm anbieten?" Um Gotteswillen! Meine Frau kennt sich auZ, wenn ich mit einem durchnäßten Aermel nach Hause komme!"

Wundervare Leistung eines Berg führers.

Ein Herr aus Dublin Namens Fitzgerald hatte dieserTage, von der Margherita - Hütte auf dem Monte Rosa ausgehend, mit dem erprobten Führer Ulrich Alner und dessen Sohn den Abstieg ins ValAnzasca über den gefäc,clichen Cresione Perazzi unternommen. Trotz wiederholter Ermahnungen, ja recht vorsichtig zu sein, machte Fitzgerald plötzlich einen unsicheren Tritt und stürzte ab, wobei er den jungen Alner mit sich riß. Aber der alte Alner hielt dem furchtbaren Rucke stand und rettete die beiden, welche über einem schauerlichen Abgrunde hingen. Es war ein entsetzlicher Moment, dann rief der junge Alner aus der Tiefe herauf: Vater, mir ist nichts geschehen, aber der Tourist blutet; sein rechtes Bein ist zerschmettert und er scheint betäubt zu sein." Kannst Du herauf?", scholl es von oben zurück. Nein! Aber ich kann hinunter zum Gletscher und auf der anderen Seite hinauf zur Margherita-5)ütte!" So geh'!" Und der junge Mann ging; er hastete vorwärts, er sprang von Fels zu Fels und glitt durch die Kamine hinunter, bis er den Gletscher erreicht hatte, und dann eilte er weiter über Eis und Schnee und kroch und kletterte den Hang der ungeheuren Signalkuvve (15,000 Fuß) empor, wo die Margr. rita - Hütte liegt. Von da wollte er Hilf': holen. Unterdessen stand der alte Alner unbeweglich auf seinem Platze und hielt das Seil, an welchem schwer der Tourist hing. Dieser theilte dem Führer mit, daß er sich an einem Felszacken das rechte Schienbein zerschmettert habe und vor Schmerzen fast gelähmt fei. Der Führer entgegnete, er werde festhalten, bis ihn das Seil in die Tiefe reiße. Dann schwiegen beide und warteten auf Rettung. Aber es verstrichen sechs und einhalb fürchterliche Stunden, bis ein Ruf von einem entfernten Gratthurme die Ankunft der Hilfs - Expedition verkündete. Der alteAlner war schon ganz erstarrt, als man ihn aus seiner schrecklichen Lage erlöste. Nachdem die Retter es waren der junge Alner und drei andere Führer den Touristen heraufgeseilt und verbunden hatten, erkannten sie, daß für den Transport desselben mindestens sechs Mann erforderlich seien. Mann mußte daher noch von der Gnifettihütte Hilfe holen und mit dem Verwundeten im Freien übernachten. Zum Glück war der Zustand desselben gut. Am nächsten Tage wurde der Transport bewerkstelligt. Ein Unterschied. 5tf "i iH . !" ' Äl ..WPWkM' y AMf Äu ' JfyjJX' '.''! ' tt ,4&4?fr'C' l'jrfq I? 1 7 i u. hi Richter: Der Beklagte hat Sie eimn Schuster" genannt? Das ist doch aber keine Beleidigung, nachdem Sie wirklich Schuhmacher sind." Kläger: Ja, ich bin wohl ein Schuster, aber kein solcher Schuster, wie er weint." Ant postlagernden Schalter. Freundin (leise): Jeden Tag fragst Du dreimal nach einem Brief unter Märzveilchen"; wird denn da der PostHalter nicht ungeduldig?" Darauf warte ich ja eben. . . vielleicht heirathet der mich!" Oekonomisch. Wird Ihnen denn von Ihrem Holz nichts gestohlen, wenn Sie es immer auf diesem freien Platz lagern lassen?" O, nein! Meine Mchter müssen immer ihre Verehrer hierher zum Rendezvous bestellen, da spare ich den Wächter." A n s p i e l u n g. An einem Tische eines Restaurants sitzen ein paar Herren beim Sechsundsechzig beisammen. Ein junger, halbn'chstgerMensch nimmt am selben Tisch Platz und belästigt die Spieler durch seine unmotivirten und höchst geistlosen Sprüche. Da wendet sich einer der Mitspieler an den jungen Mann mit den Worten: Merkwürdig, seit Sie da sitzen, ist meistens Grün Trumpf!" Häkchen.' Lieschen: Gelt, Mama, die Amazonencorps sind wohl eingegangen, weil sie dem Staate zu theuer kamen, da die Amazonen zu oft neue Uniformen haben wollten?" VonderSchmiere. Dichterin (bei der Herstellung des Mittagessens): Was, Gurkensalat soll ich machen, wo nehme ich denn da das Oel her? Direktor: Oel, Oel? Halt, in unserem Mond ist ja noch welches. Da streichen wir heute Abend einfach die Mondscheinscene in Folge der eingetretenen technischen Hindernisse! Bleibt sich gleich. Erster Pantoffelheld: In Wien muß es fein sein, da braucht man keinen Hausschlüssel. Dort gibt man einfach dem Hausmeister einen Sperrgroschen und kriegt dann aufgesperrt." Zweiter Pantoffelheld: Ja, aber woher nimmt man denn nachher den Gro-scben?"

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Altrömtlcycr pcrgvau. Jntkressante Aunde un Sntvecknngen in iex Sierra Moren in Spanien. Die reichen Blei- und Schwefellager der Sierra Morena in Spanien smd schon von den Römern ausgebeutet worden. Noch heute zählt man bei Linares gegen 50 antite Schutthalden, und neun englische Meilen nordöstlich von dort, bei PalazueloZ, ist bei der Wiederaufnahme des Bergbaus gar ein römischer Stollen von 8202 Fuß Länge entdeckt worden, der reiche Kupferlager berührt und Reste von Quermauern ausweist, die vielleicht das Ersaufen des Schachts verhüten sollten. Dieser Schacht steht in Verbindung mit einem andern, dem Hannibalsschacht, wie denn das ganze Bergwerk nach der Ortösage die Mitgift der Himylne, der Gattin des Hannibal, gebildet hat, die das Schloß De Casiulo bewohnt haben soll. Von dem Silberertrag jener Gegend kann ein römischer Münzschatz von 683 Silberdenaren einen Begriff geben, der im Jahre 1618 bei Castulo in einem silbernen Gefäß vergraben gefunden wurde. Römische und karthagische Gebrauchsgegenstände des täglichen Lebens sind massenhaft in der Gegend gefunden worden, darunter besonders viele Spitzhacken, wie sie die Bergleute gebrauchten. Der bemerkenswertheste Fund ist aber erst ganz kürzlich gut abgebildet und veröffentlicht worden. Es ist ein Relief aus rothem Sandstein, das acht römische Bergleute darstellt. Gefunden wurde der werthvolle Stein von einem spanischen Bergingenieur, der bei Palazuelos Arbeiterfrauen waschen sah, wobei sie als Unterlage den antiken Stein benutzten. Auf dem in Linares aufbewahrten Steine sind die römischen Bergleute in der Ausübung ihres Berufs dargestellt. Acht Bergleute, hinter ihnen ihr Werkmeister oder Obersteiger, gehen zu zwei und zwei eine Gallerie der Mine entlang. Jeder trägt ein Arbeitswerkzeug und zwar entweder eine Hacke auf de: Schulter oder eine große römische Thon-Oellampe, das Grubenlicht, in der Hand. Alle sind an den Beinen und dem Oberkörper nackt und nur mit einem bis an die Kniee reichenden Schurz bekleidet, der von einem Gürtel gehalten wird. Der Aufseher halt in der rechten Hand ein paar große eiserne Zangen, die dazu bestimmt waren, die heißen Felsstücke anzufassen. Denn man wendete im antiken Bergbau an Stelle von Sprengmitteln einfach das Feuer an, um. die Metalle aus dem Gestein zu lösen. In der linken Hand des Werkmeisters erblickt man einen runden gewölbten Gegenstand, der zuerst als Oelkanne gedeutet war, aus der die Grubenlichter nachgefüllt werden sollten, der aber neuerdings als eine Glocke erkannt ist, mit der die Bergleute am Schluß der Schicht zusammengerufen wurden. GerichtsfUe in der Armee. General-Auditeur Davis von der Ver. Staaten-Armee weist in seinem letzten Jahresberichte an den Kriegssekretär nach, daß während des mit dem 30. Juni endenden Jahres 5275 Prozesse vor dem allgemeinen Kriegsgericht in der Armee stattgefunden haben oder 36 weniger als im Vorjahre. Von 27 prozessiern Offizieren wurden 12 und von 5231 prozessirten Soldaten 4823 verurtheilt. Fünf Offiziere und drei Kadetten wurden durch Urtheil entlassen. und in drei Fällen wurde das gegen Offiziere ergangen? Urtheil auf Entlassung in Zurücksetzung auf der Rangliste verwandelt. Zur Ausstoßung aus der Armee wurden 2700 Mann verurtheilt. In 1111 Fällen handelte es sich um Desertion, in 947 um Abwesenheit ohne Urlaub und 363 um Diebstahl, in 360 um Ungehorsam gegen Unteroffiziere, in 347 um Ausbleiben beim Exerzieren, in 297 um Trunkenheit im Dienst, in 187 um Schlafen auf dem Posten, in 207 um Ungehorsam gegen ertheilte Ordres, in 248 um Ungehorsam gegen Befehle höherer Offiziere, in 102 um Verlassen des Postens, in 260 um Trunkenheit und unordentliches Betragen, in je einem Falle um Todtschlag, Mord und in 3 um NothZucht. Onkel S a m s G e s a m m tNettoeinnahmen beliefen sich im letzten Fiskaljahre auf $560, 396.674, eine Zunahme von $38,988,. 439 im Vergleich zum Vorjahre, die Gesammtausgaben auf $506.099.007, eme Zunahme von $35.782.034. Der Ueberschuß betrug $54.297.667, gegen $91.237.375 im Jahre 1902. 'Dampfer und Walfisch im Kampfe. In St. Johns. Neufundland, ist der Walfischfahrer Humber" eingelaufen, um Schäden ausbesfern zu lazen, die er in der Gegend von Cape Spear, Neufundland, in einem Kampfe mit einem Riesenwalfisch erlitt. Nachdem der Walfisch, der 110 Fuß lang war, von der Harpune getroffen war, schwamm er rasend weiter, den Dampfer mit einer Geschwindigkeit von sieben Meilen die Stunde hinter sich her schleppend, obwohl die Maschinen mit Vollkraft rückwärts arbeiteten. Der Dampfer wurde dabei manchmal beinahe ganz unter das Wasser gezogen; meistens schlug die See über die Verdecke. Der Kapitän war mehrere Male auf dem Punkte. das Kabel zu zerschneiden, da aber die Winde standhielt, wollte er den Walfisch sich austoben lassen. Das Riesenthier gab aber erst nach 29 Stunden den Kampf auf.

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