Indiana Tribüne, Volume 27, Number 65, Indianapolis, Marion County, 6 November 1903 — Page 4

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Indiana Tribüne. .rauSgtAe!kN von de, Sutendttg E Indianapolis, Ind.

Harry O. Thudium t t Präsident. GeschaftSlocal: No. 31 Süd Delaware Straße. TELEPHONE 269. . n.ereck at the Post Office of Indianapolis as second dass matter. Wanama'ö Unabhattaigkett.

Immer klarer tritt es zu Tage, daß der Aufstand in Panama in Washing ton fabrizirt wurde. Zwar wird unsere Regierung dies kaum zugestehen, aber die Thatsache verbleibt. Unsere internationale Politik hat seit dem spanischen Kriege gelernt stets mehr und mehr auf die Waffenmacht des Landes zur Durchführung von Plänen, welche friedlich nicht verwirklicht werden, zu bauen. Präsident Roofevelt Hai einen Re-cord-zu machen. Bis jetzt war ihm dies durch Schicksalstücke unmöglich Er ritt zwar im spanischen Kriege mit, aber ein Faktor darin war er nicht. McKinley's Administration pflückte die zum Besten nur wenig schmeichelhaften Lorbeeren, die es damals zu erringen c,a. Daß seinNachfolgerRoosevelt the strenuoiis" wenigstens mit einer Großthat seine Ansprüche auf den nächsten Präfidentschaftstermin begründen wollte kannZihm Niemand verdenken. ' Der Bau des Panama-Canals unter seiner Administration begonnen, wäre schon deshalb von ungeheurem Vortheil für Roosevelt's fernere Chancen gewesen, weil esZ ldem Volke nicht rathsam erschienenwäre, mit einem so großartigen Unternehmen im vollsten Gange einen Adminiftrationswechsel herbeizu führen. Mit öer bekannten Zähigkeit bestand deshalb derWräsident darauf, daß der letzte Senat den Kanal-Vertrag, nach durch seine apolitischen Gegner verursachten Verschleppung, ehe er sich vertagte, ratisizirte. Da machte aber die kleine Republik Colombia einen dicken Strich durch die Rechnung der Administration und verweigerte die Ratifi zirung des Vertrages in seiner gegen wärtigen Form. Die von Administration wegen beeinflußte Preffe, leider giebt es auch in unserem freien Bernde eine solche, begann nun versteckte Drohungen gegen Colombia zu veröffentlichen, die von Tag zu Tag deutlicher wurden. Dieselben blieben in Colombia unbeachtet. Ende Juli griff Staatssekreiär Hay in die Angelegenheit ein. Am Schluß einer längeren Depesche, Jnstructionen für unserenIGesandten Beaupre in Bogata enthaltend, fand sich der folgende Paffus, der jetzt erst wichtig wird: Falls Colombia der nachlässigen sollte, den Canalvertrag der Vereinigten Staaten unverändert zu ratifiziren, dann sind die Vereinig, ten Staaten gezwungen,! Maßregeln zu ergreifen, welche allen Freunden Colombia 's Grund zum Bedauern geben werden." Angesichts dieser Drohung that der colombanische Congreß was ihm sein Nationalgefühl gebot und lehnte den Vertrag endgültig ab. Am 5. September veröffentlichten wir die folgende Depesche aus Bogota: Congreß und das Cabinet sind höchst beunruhigt. Man ist hier zu der Ueberzeugung gelangt, daß die Vereinigten Staaten beabsichtigen, den Canal unter allen Umständen zu banen und daß falls Colombia die angebote nen 810,000,000 nicht annimmt, es gar nichtSerhalten und obendrein noch den Jflhmus-erlieren wird." Die colombianische Regierung, welche durch ihre Agenten benachrichtigt wurde, daß unter der Bevölkerung deS JsthmuS merkwürdig viel amerikanisches Geld im Umlaufe sei, und daß gegen die colombianische Regierung gewühlt werde, blieb nicht müßig, sondern sandte am 11. September das Kanonenboot Bogota" mit Truppen nach Panama. Seither hat Colombia seine Garnisonen in Panama bedeutend verstärkt. ' Die großen Geschäftsleute in Panama sind zumeist Amerikaner und Engländer; sie find natürlich ihres per sönlichen Vortheils wegen dem Canal Projekte günstig gesinnt und leisteten den Wühlereien für eine Revolution allen nur erdenklichen Vorschub. Nach dem Vorhergegangenen ist wohl kaum zu bezweifeln, daß die nun in

Panama ausgebrochene Revolution in Washington fabrizirt wurde. Wie gern auch der amerikanische Bürger das Canalprojekt verwirklicht sehen möchte, so widerstrebt es doch seiner Auffassung der moralischen Ziele unserer Republik, durch Entfachung einer Revolution in einer kleinen Schwester-Republik, die uns niemals Anstoß gegeben hat, den großen Plan verwirklicht zu sehen. Er sieht die Nothwendigkeit nicht ein, daß gerade unter der Roosevelt Administration der Bau des Canals begonnen werden fall, damit diese Administration wenigstens einen, wenn auch durch schändliche Mittel erreichten Erfolg aufzuweisen hat.

Am erfreulichsten in dem ganzen Panama-Putsch sind zwei Thatsachen; der bisjetzt blutlose Verlauf und die sofortige Erklärung der interefsilten europäischen Großmächte, alles zu vermeiden, was zu Verwickelungen mit Amerika führen könnte. Was das erstere betrifft, so ist am gestrigen 2ten Tage, soviel man weiß. Niemand umgekommen und am ersten bei , der Beschießung Panama'S durch ein Regierungsboot nur 2 Chinesen. In Colon allerdings, wo colombiiche Regierungstruppen stehen, ist ein Zusammenstoß jeden Augenblick möglich und aus diesem Grunde hat auch die Nashville" zum zweitenmale Marinetruppcn gelandet. Sie erscheinen jedenfalls genügend, um wenigstens zunächst bei einem Kampfe zwischen den Truppen der neuen Regierung und denen Colombia's die amer. Interessen zu schürn. Die Bereitwilligkeit, mit der Europa, einschließlich deS am meisten betheiligten Frankreich, den Isthmus als amer. Interessensphäre anerkennt, gräbt den JingoS das Wasser ab, was sie freilich nicht abhalten wird, bei dem ersten in einem Isthmus - Hafen erscheinenden europ. Kriegsschiffe die alten Verdächtigungen hervorzuholen. Denn daß die europ. Regierungen die Interessen auch ihrer Angehörigen zu schützen gewillt und verpflichtet sind, daran ist trotz der großen Zuvorkommenheit gegen Washington keinen Augenblick zu zweisein. Mit den Ausdrücken der ausze' lassensten Freude wurde gestern Abend der Sieg der demokratischen Partei von den Deutschen Vrooklyns aufgenommen. Schaaren deutscher Sänger, Schützen und Turner marschirten durch die Straßen Williamsburgs und ergingen sich in enthusiastischen Hoch rufen auf den siegreichen Mayors-Kan-didaten Georg McClellan. In der Arion-, in der Schwaben-Halle, dem Roos & Hochwart'schen Palmgarten, sowie in anderen deutschen VereinsHallen fanden sich am Abend zahlreiche Teutsche ein, welche das Resultat des Wahlkampfes diskutirten. Sie Alle befanden sich bei fröhlichster Laune, denn der Feind, der ihre persönliche Freiheit bedroht hatte, war in die Flucht geschlagen worden. Einer der Fröhlichsten unter den Fröhlichen war auch Col. John Rttger, der offen seine Befriedigung über das Wahlergebniß ausfprach. Ueber die Ursache der Niederlage der Fusions-Partei sagte Herr Rüger unter Anderem Folgendes: Mayor Low hat die Deutschen beleidigt und ihre Sitten verlacht, und ein jeder Deutscher hat deshalb alle Ursache, sich über die Niederlage dieses Mannes zu freuen. Der Deutsche hat einmal gezeigt, daß er in der Politik doch noch ein kräftiges Wörtchen mit zureden hat. Der Sieg McClellan'S bedeutet einfach eine derbe Schlappe des Muckerthums, das den Deutschen die natürlichsten Rechte rauben möchte." (Morgen-Journal.) Z)er Empfang oder vielmehr NichtEmpfang denn die Herren Minister mußten zwei Stunden lang antichambrir.'n des Cabinets Tisza bei seinem ersten Auftreten im Parlament illustrirt deutlich die heillos verworrene Lage in Ungarn. Wenn auch dieser MinisterPräsident mit dem vom Vater her gefeierten Klänge seines Namens scheitert, so kann überhaupt kein Regierungslei' ter gegen die Obstruktion durchdringen. Auf ewig kann aber die Staatsma schine nicht rosten. Da dies auch die Oppositionsführer wissen, so läßt sich nur annehmen, daß sie bewußt auf die Losreißung von Oesterreich hinarbeiten. In der Armeefrage ist ein Nachgeben seitens des Königs völlig ausgeschlossen und auch die Ungarn scheinen auf ihrem diesbezüglichen Standpunkte beharren zu wollen. Wie die Dinge sich zugespitzt, ist daher eiue gewaltsame Lösung sehr

nahe gerückt. Bei einer eventuellen abermaligen Revolution der Ungarn ist zwar der Sieg Oesterreich's nicht zweifelhast. Aber ohne blutige Opfer ginge die Unterwerfung nicht und bei der nächsten Schwierigkeit der Habsburger würde Ungarn den Versuch wiederholen. Da somit Oesterreich bei einem definitiven Bruch so viel zu verlieren hat wie die Ungarn, so ist es geradezu eine Lebensfrage für die Wiener Regierung, trotz aller Herausforderungen von Pest auch jetzt noch eine friedliche Lösung zu suchen. Jede Concession, ausgenommen bei der Armee, ist noch ungleich besser als das äußerste Mittel, die Gewalt.

Streik der W. U. T. Eo.Botenjungen. Und Alles nur wegen der loc-Trinkgelder. Die 30 Tag- und Nacht-Botenjun gen der Western Union Telegraph Co." haben wie schon gestern berichtet, die Arbeit eingestellt und zwar weil die Comgagnie sich weigert,' den Knaben das 1l)c-Trinkgeld,(denn nur um ein folches handelt es sich), ganz zu überlassen, welches dieselben bislang für die Ablieferung von Depeschen, Botschaften etc. in dem Territorium außerhalb der 10 Squares im Stadtcentrum von den bet. Kunden erhoben haben. Die Compagnie hatte bisher den Botenjungen die Hälfte dieser Extra-Gebühr oder dieses Trinkgeldes abgenommen, andernfalls die Knaben wie diese erklären mit den 10c belastet, falls die Collectiv unterblieben war. Und doch handelt es sich, wie die Botenjun-zen-Führer erklären, nur um Trinkgelder, die zu erheben die W. U. T. Co. weder das Recht noch die Erlaubniß hat. Denn gesetzlich kann kein Kunde gezwungen werden, diesen Er-tra-Dime zu zahlen. Am Mittwoch bereits hatten die Jungen 2 Stunden lang die Arbeit eingestellt gehabt, jedoch waren fie wieder auf ihre Pasten zurückgekehrt, nachdem Supt. Wallick von der Co. ihnen eine Conferenz versprochen hatte. Allein gestern Morgen, als Archie. Fallows und Mike Dooty, 2 Botenjungen, vor ihm erschienen und bereit waren, ihm die Sachlage etc. zu erklären, verlangte Wallick ohne Weiteres die Abgabe ihrer Abzeichen (Badges) und darauf hin stellten alle anderen Jungen die Arbeit ein. Sie wollen ausharren, bis ihre Forderung bezüglich der 10c unbeschränkt gewährt wird. Gut Glatt! Skat-Turnier im Deutschen Hause.' Am Sonntag, 3. Nov., Nachmittags pünktlich um 3Uhr, veranstaltet . die Skat - Section des Deutschen Hauses ihr monatliches Skat-Turnier, das sich jedenfalls wieder einer sehr regen Betheiligung erfreuen wird. George I. Marott hat sich eines Besseren besonnen. Seine Klage betreffs Ernennung eines Mas senverwalters auf unbestimmte Zeit ver schoben. Bekanntlich hatte vor einigen Tagen George I. Marott, einer der großen Actionäre der Consumers GaS Trust Co.", im Superiorgericht eine Klage auf Ernennung eines Massenverwalters für die Gesellschaft erhoben. Der Fall kam vor Richter Carter bereits am Samstag zur Verhandlung. Derselbe wurde jedoch auf Montag den 9. No verber verschoben. Da die gegnerische Seite die Directoren, die TrusteeS und verschiedene unabhängige Actionäre durch eine Anzahl hervorragender Rechtsanwälte vertreten war, so wurde allgemein angenommen, daß die Verhandlungen über das Gesuch Marott'S sich jedenfalls sehr in die Länge ziehen und mindestens einige Tage dauern und zu hitzigen Argumenten führen würden. Aber die Affaire, welche angeblich so viel Sensationelles aufwirbeln sollte, ist einstweilen wie das Hornberger Schießen verlaufen. Denn spät gestern Nachmittag erschien W. A. Ketchum, der Vertreter Marott's vor Richter Carter und theilte demselben mit, daß sein Client vorläufig fein Gesuch um Ernennung eines Masscnverwalters zurückziehe, und er ersuchte den Richter, den Fall, welcher am nächsten Montag zur VerHandlung gelangen sollte auf unbestimmte! Zeit zu verschieben. Richter Carter bewilligte unverzüglich das Ge such.

Die Großgeschtoorcnen werden sich demnächst mit der Bahncatastrophe deschäftigen. Der oder die SÄuldigen sollen ermittclt sein.

Coroner Tutewiler und sein erster Gehülfe Dr. Geis haben gestern den Jnquest bezüglich der Big FourBahnCatastrophe vom letzten Samstag fortgesetzt, und wenn nicht alle Anzeichen trügen, so haben die beiden Beamten jetzt die Person oder Personen ermittelt, welche für das entsetzliche Unglück menschlicher Berechnung nach verant wortlich sind. Sowohl Coroner Tutewiler wie Dr. Geis weigerten sich, in dieser Beziehung Namen bekannt zu geben, vielmehr gaben sie zu verstehen, daß binnen 43 Stunden den GroßGeschworenen gewisses Zeugenmaterial vorgelegt werden würde. Unter den gestrigen Zeugen befand sich Wm. Weathers, der Vorsteher der Flagg-Station an der Senate Avenue. Auch er beschwor, keine Kenntniß von dem Specialzuge gehabt, respective keine diesbezügliche Ordre vom Vardmeister John Q. Hicks erhalten zu haben, obschon er sonst stets solche Ordres erhalten habe, wenn Specialzüge über die ihm unterstellten Geleise liefen oder erwartet wurden. Der Jnquest wird vor Mitte nächster Woche nicht beendet werden. Im Allgemeinen gute Nachrichten. Die letzten Nachrichten aus den Hospitälern betreffs der Verletzten lauten wiederum günstig und scheinen alle ihrer Genesung entgegenzugehen, mit zwei Ausnahmen. Diese beiden Verletzten sind H. O. Smith, der Student aus Pendleton, dessen Rückgrat verrenkt oder gebrochen ist, und C. O. Tange mann aus Cincinnati, der an einem Schädelbruch am kleinen Gehirn leidet. Dank für Sympathie und Beistand. Präsident Dr. W. E. Stone von der Purdue Universität hat gestern an die ganze Bevölkerung des Staates, besonders die von Indianapolis, einen Brief des Dankes fürbie 'anläßlich der Catastrophe bewiesene Sympathie und aufopfernde Hülfe gerichtet. Ferner ist zu melden, daß auch die Studenten des Jndiana Dental College durch pas sende Resolutionen den Studenten und der Fa.ultät der Purdue-Universität ihre herzliche Sympathie anläßlich der schrecklichen Heimsuchung ausgedrückt haben. Es wird Zeit! Die neue Sicherheits-Behörde wird sich, sobald sie die ihr vorliegenden anderen Geschäfte erledigt hat, mit der herzlichsten Billizung seitens des Mayors mit der schon so oft aufge worfenen und seit Samstag überall eifrig besprochenen Frage beschäftigen, wie endlich die Eisenbahnen gezwungen werden sollen, innerhalb der Stadtgrenzen die vorgeschriebene verminderte Fahrgeschwindigkeit beizubehalten. Denn zweifelsohne sind die diesbezüglichen Gesetze von allen Bahnen seit Jahren täglich verletzt worden und werden noch fast stündlich Übertreten. Ein erfolgreiches Jahr. Morgen, Samstag, ist ein Jahr verflossen, seitdem die Herren August Renner und Wm. Brommer die Arc ade Kneipe" übernahmen. Durch Tüchtigkeit, zuvorkammendeS Benehmen und unermüdlichen Fleiß und durch das Bestreben, ihren Gästen nur gute Sachen vorzusetzen, ist es ihnen gelungen, ihr freundliches, im Centrum der Stadt belegenes Erholungslocal zu einem der best frequentirten in Indianapolis zu gestalten. Sie schauen heute auf ein erfolgreiches Jahr zurück und in Folge dessen fühlen sie sich veranlaßt, morgen ihr einjähriges Jubiläum in besonders würdiger Weife zu begehen, so daß ihre Gäste auch daran theilnehmen können. So haben u. A. 30 muntere Hasen ihr Leben opfern müssen, um morgen als Hasenpfeffer die erste Nummer auf dem Jubiläums -Fest-Programm zu bilden. Schon aus diesem Grunde werden sich wohl morgen ldie Freunde der Jubilare zahlreich einfinden, um natürlich ihre Glückwünsche darzubringen. I Die beste 5 Cent Cigarre in der Stadt, Mucho'S Longfellow".

In Illinois ermordet nnd be-raubt.

Trauriges Ende eines ehemaligen Jndiana poliser Zuschneiders. Im Fox River bei Geneva nahe bei Chicago ist die Leiche Gustav Carlson's, eines Zuschneiders, aufgesunden vorden, der bis vor mehreren Wochen hier ansässig war, d. h. für die Firma A. I. Treat & Son gearbeitet und in No. 615 Nord Illinois Str. logirt hatte. Carlson, der aus Chicago hierhergekommen war, hatte vor 6 Wochen Indianapolis verlassen und beabsichtigt, in ColumbuS Ind., ein eiger.eS Geschüft zu gründen. Als er fortging, hatte er eine große Summe Baargeld und sein Banlbuch bei sich. An seiner Leiche fand man weder Geld noch Bankbuch, dafür aber unzweideutige Spuren, daß er ermordet, beraubt und dann in das Wasser geworfen worden war. Die Chicago'er Polizei sucht eifrig nach etwaigen Angehörigen Carlson's. Anerkennenöverthe Neuerungen Des neuen Polizei-Superintendsnten. Anläßlich der eifrigen Jagd, welche die Polizei in der letzten Zeit auf sämmtliches verdächtige Gesindel in der Stadt unternommen und unterhalten hat, sind die Klagen über Ein brüche etc. geringer geworden. Die Nacht-Revierpolizisten besonders haben stricte Ordre, alle Bummler und sonstigen verdächtigen Gesellen in Ge wahrsam zu nehmen. Auch gestern wurde diese Jagd mit Erfolg fortgcsekt. Die schönen Tage der Barrelhaus Bummler sind vorüber. Pol. Supt. Krüger gebührt außerdem Anerkennung dafür, daß er seine Blauröcke beauftragt hat, beson dere Obacht darauf zu geben, daß der Verkehr von weißen Frauenspersonen mit Negern der bisher ein Schandfleck von Indianapolis gewesen ganz und gar unmöglich gemacht werden resp. sein soll. Kleine Stadtnachrichten. Morgen,. Samstag, Nach mittag finden im Washington Park 2 Fußbüll-Wettspiele statt; das erste um 2 Uhr zwischen den Teamsdes Wabash College und der Indianapolis Univer sität. das zweite um 3 Uhr zwischen den Teams derLouisville Hochschule und der hiesigen Shortridge Hochschule. Dr. Elmer Mace, ehemaliger Interne im St. Vincent's Hospitale, ist von den County-Commissären zum Hausarzt für das Julietta-Asyl, als Nachfolger von Dr. Frank Kennedy, ernannt worden. Mit einem gutbesuchten und hübschen Concerte ist am Mittwoch das neue Central College of Music" in seinem eleganten Quartiere an Meridian und North Str. alte Spades' Heimstätte eröffnet worden. Millincry Jobbers' Convention. Im Claypool Hotel begann gestern unter Betheiligung von 75 und mehr Vertretern der leitenden Modewaaren-Engros-Handlungen des Westens die 7. halbjährliche Convention der Millinery Jobbers' Association." Abends besuchten die Delegaten als Gäste der hiesigen Firmen die Vorstellung im Grand" und nachher fand im Deutschen Hause eine überaus gemüthliche Unterhaltung statt. Die gegenwärtigen Beamten der Vereinigung sind: Präsident, Frederick Bode, Chicago; Vice-Präsident, Benjamin I. Strauß, St. Louis; Secretär. I. G. McVicker, Chicago; Schatzmeister, Edward S. Trasher, Chicago. 9ttnt Inkorporationen. Die South Shore Advertising Co.", Hammond, wurde gestern von Sam. Pratt, Barney Link, R. C. Campbell, R. I. Gunning und Y. H. Herrmann mit' einem Capitale von $6000 incorporirt. S. R. Quick, , W. I. Quick und Mary Quick von Indianapolis: Homer S. Quick von Madison, Ind.; und A. P. Quick von Lynchburg. Va., incor porirten die Firma S. R. Quick & Sons". Carthage, Capital $25,000. Die Heilman Plow Co." von Evansville hat ihren Namen mit Ge nehmigung des Vanderburgh County Gerichtes in Vulcan Plow Co." um. gewandelt.

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