Indiana Tribüne, Volume 27, Number 64, Indianapolis, Marion County, 5 November 1903 — Page 6

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Zwei böse Uebel! Zu vieles und zu scknelles CSflrn ist häufig die Haupt Ursache on Nnderdaulichkeit Da CFfsen unverdaulicher kkabrung und Mangel an Vemegung bewirken Verstopfung. Das bitt Heilmtttrl Ut ti,s, cl!n ti Dr. Iuznst König', Kamburgee ropfeii. A & Ja, wir verkaufen" Garland Oefeo und Ranses.i. Möbeln und Teppiche zu den niedrigsten Preisen. wilLLJG'S Möbel-Laden, 141 W. Washington Str. &eat otet Credit. mmm ' m 142 Nord Pennsylvania Straße. HauptquAttier für Brillen und Openlglaser. sAH0 iJWCTlVMlAj 0 33$ Wamö : nlCHd tcimp 9 xlit i iij j!i3'S:i et,,,!, ea 14 t nzevab!. 5rikliche Auge werden sckmerzlo? eingesegk. Deutsche Buchhandluni;. arl Biuavank. 4 B.rgkvia ve.. 34. lVembrokk HrcaDf.) odlev. laue nthracile. . 5 Rauchlose 6n (SanneU 6.03 Blohbura 6 Jackson lOhiol............................ 5.25 ZZancnrha ...... 4.7s Wtsöura .. 4.75 Raymond Eid? - .. 4.7 Winiftede 4 7 hoämz Ja5ey 4 Lubriz 4 G razil L'ock .'. 4 25 Srecne und Eullivan... 3 7s Swck rauchlos 00 JiZson, Mtsburg, W. Virg. , je 3.00 J.diane ........ 2.5' Eonnellsville Coke 7.50 Oven Co?e: ! 7.M Klunmen ' Coke He ver Busyel. 3.7 per 25 Bushe! ; Zzrüeineiter Cskö Uc p.r ushel, od Zt C0 ver 2? Bu?hel.

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Europäische Nachrichten

ßrsakZ'Solyr,nczen. Straßburg. Ein Betrüger und Vankerotteur stand in der Person des Kaufmanns Hämmerlin hier vor der Strafkammer. Das Gericht verurtheilte den Angeklagten zu 1 Jahr Gefängniß. Die Bezirkstagsnachwahl ergab die Wahl des socialdemokratischen Candidaten Peirotes. H a y i n g e n. Bei den Kreistagswählen wurden die Bürgermeister Wiltzer - Algringen und Guerder-Fa-meck gewählt. Die Wahlen verliefen, da keine Gcgencandidaten aufgestellt waren, recht ruhig. Metz. Gestorben ist eine stadtbekannte Persönlichkeit. Herr Friedrich Thieria, zuletzt Versicherungsdirector. im Alter von 57 Jahren, in seiner Wohnung. Bank Str. 24. GastWirth Klerings ist in Norbracf) (Badischer Schwarzwald) verschieden. Die Leiche wurde nach Metz überführt. S a b l o n. Hier wurde ein junger Mann Namens Coin aus Devant-les-Ponts No. 20. durch einen Messerstich in den Rücken lebensgefährlich verletzt. Der Thäter soll ein Soldat von einem bicsigen Feldartillerie Regiment sein. T e t e r ch e n. Ein unanqenehmer Reffe ist der Bergarbeiter Tridemy im benachbarten Dalem. Kürzlich gerieth der junge Mann mit seinen beiden Oheimen im Wirthshaus in Streit, Lei dem es bald zu Thätlichkeiten kam. Nachdem erst ein Faustkampf stattgefunden, folgte ein Bombardement mit Bierflaschen, bis schließlich der Tridemy sein Messer zog und auf seine beiden Oheime losstach. - Der eine derselben wurde lebensgefährlich, der and:r? leicht verletzt. Der Thäter wurde in Haft genommen. Züeckkenburg. K n e e s e. Die Verdienstmedaille in Bronze erhielt der Kuhhirt Wulf. M a l ch l n. Ein seltenes Jubiläum beging die in der Kalenschen Straße befindliche Bäckerei Rademacher. S:e wurde vor 100 Jahren von dein Bäcktrmeister Joh. Joachim Rademacher aus Röbel gegründet und ist stets im Besitze der Familie Nademacher geblieben. Matter sen. Der 18jährige schwachsinnige Einwohner Rudolf Lohcit wurde in der Färberwäsche ertrunken aufgefunden. P a r ch r m. Das seit Kurzem verschwundene Dienstmädchen Jda Schuldt wurde im Wockersee todt aufgefunden. P e n z l i n. Die Scheunen der Ackerbürger Prötz und Rutenberg an der Stavenhagener Landstraße brannten mit den in ihnen lagernden Kornund Futtervorräthen nieder. Schonberg. Em schwerer Unglücksfall ereignete sich auf der Frohnerei Hierselbst. Maschinist Behrens war mit der Bereitung von Futterstoffen beschäftigt. Er kam hierbei dem Getriebe der Maschine zu nahe, so daß der eine Arm des Unglücklichen von dem Raderwerk erfaßt wurde. Der Arm wurde thatsächlich aus dem Schultergelenk gerissen und dazu noch mehrere Male gebrochen. Der Schwerverletzte mußte sofort in's Lübecker Krankenhaus überführt werden. Hldenvurg. Oldenburg. Nach längerem Leiden ist in Birkenfeld Professor a. D. Mühle im 75. Lebensjahre verschieden. B a n t. Infolge Irrsinns mußte die Wittwe des vor zwei Jahren auf der Werft vom Arbeiterzuge übersahrenen Kesselschmieds Müller Hierselbst nach der Wehner Irrenanstalt überführt werden. E u t i n. Die hiesige freiwillige Feuerwehr wählte in ihrer GeneralVersammlung den wegen Alters als Hauptminn zurückgetretenen Schmöde zum Ehrenhauptmann. Schmöde ist seit 30 Jahren Mitglied der Wehr und war seit 25 Jahren ihr Hauptmann. Zum Ehrenmitglieds wurde Bürgermeister Mahlstedt ernannt. Die Neuwähl des Hauvtmanns entfiel aus Zimmermeister Steenbock. I a d e r b e rg. Plötzlich vom Tode ereilt wurde der Haussohn Geo. Bartels zu Jaderberg. Ein Schlagfluß hat ihn im Alter von reichlich 36 Iahren dahingerafft. Schweierseld. An Stelle des verstorbenen Vergantungs - Protokollisten Hülsebusch in Schwer ist der Gastwirth Friedrich Wiggers zu Schweierseld zum Vergantungs-Pro-tokollisten für die Gemeinde Schwci bestellt worden. Sengwarden. Bei der ungewoynien Qt ist ver Arveiler JQerm. Tönnis Pollmann aus Bant, der bei der Dreschmaschine im Hause des Hausmanns Fr. Hellmerichs zu Utters beschäftigt war, dorn Hitzschlag befallen und nach kurzer Zeit verstorben. Freie Städte. Bremen. Dn als Portier auf der Ziegelei am Seefelde angestellte Invalide Johann Ohlmeyer aus der Ottostraße wollte einen hoch mit Holz beladenen Wagen durch ein auf der über den Hakenburger See zur Ziegelei führenden Brücke befindliches Thor lassen. Da die Holzladung zu hoch war, stieß sie gegen den Querbalken dcs Thores, der dabei losgebrochen wurde und herunterstürzte. Der neben dem Thor stehende Ohlmeyer gerieth unter das rechte Hinterrad des Wagens, das ihm über die Brust fuhr.

Lübeck. Ein sehr roerthvolleZ Vermächtniß ist unserer Stadtbibliothek durch den in Freiburg i. Br. im Jahre 1900 verstorbenen Professor Dr. Adolf Holm, einen Sohn unserer Stadt, zu Theil geworden, indem er ihr seine ganze Bibliothek für seine Forschungen über die Geschichte und Denkmäler der nsel Sicilien. sowie über griechifaze echichte und Kunngeschichte vermacht hat. Die Wittwe des großen Gelehrten und Forschers hat den mehrere Tausend Bücher und Schriften umfassenden wissenschaftlichen Theil der Sammlung der Vibliothek bereits überwiesen, wodurch dieselbe die Literatur über Sicilien jetzt in seltener Vollständigkeit besitzt. Nach längerem Leiden entschlief der frühere Rechtsanwalt Dr. E. H. G. Achilles. ScHwetz. Appenzell. Am Berg Altmann im hiesigen Canton ist beim Edelweißsuchen ein alterer Mann, Namens Thaeler, abgestürzt; er wurde todt aufgefunden. B a s e l. An einem Herzschlage verschied hier Bankier Gysin Hindermann. Derselbe war, bevor er in den Ruhestand trat, Direktor der Basler Handelsbank; auch gehörte er bis zu

semem Tode mehreren Verwaltungsräthcn an. An der Gründung der Börse hierselbst nahm Gysin hervorragenden Antheil, er bethätigte sich auch schriftstellerisch durch AbHandlungen über Währungs- und Finanzfragen. C hur. Bei Disentis fiel das 22jährige Fräulein Luise Vossi von hier beim Blumensuchen vom sogenannten Vorderrheinwirbel in den hoch angeschwollenen Rhein und fand den Tod. Die Leiche konnte nicht geborgen werden. E s ch l i k o n. Auf der hiesigen Station verunglückte der Vahnangestellte August Braun. Er wollte von einem ausfahrenden Güterzug abspringen und gerieth unter die Rader. so daß ihm der linke Fuß aligefahren wurde. Der Verunglückte wurde in das Cantonsspital nach Fraucnfcld überführt. Genf. Henri Ferrier, während 38 Jahren Pfarrer der Gemeinde Eaux Vives und seit zwei Jahren im Ruhestand, ist im Alter von 71 Jahren gestorben. Kreuzlingen. Beim Baden ertrank in der Badeanstalt hier ein 18jähriger Zögling des Seminars, Walser von Appenzell; er verschwand plötzlich vor den Augen einiger Mitschüler in einer tiefen Stelle. Trotz sofortiger Hülfe konnte der Bedauernswerthe nur als Leiche dem See entrissen werden. Pully. Das Denkmal des deutschen Componisten Simrock, das Werk eines Berliner Bildhauers, wurde unter Mitwirkung des Lausanne Symphonie Orchesters Hierselbst feierlich enthüllt. Z ü r i ch. Der Redakteur der Neuen Züricher Zeitung". Major Albert Wegmann, ist im Züricher See ertrunken Wegmann fuhr vor der Bureaustunde auf den See hinaus; kurz darauf fand man das leere ,Boot und in diesem den Strohhut. Goldene Ringe, welche durch zufällige Einwirkung von Quecksilber weiß geworden sind, bekommen ihren Goldglanz rasch wieder, wenn man sie über einer Spiritusflamme erhitzt und dann mit Kreide putzt. Im Laufe der Zeit erhalten sie ihren ursprünglichenGlanz auch ganz von selbst wieder. Weiche helle unddunr., Filz hüte reinigt man von Fettund Schmutzflecken, mit einem Stück Wollenzeug, das man öfter in eine Flüssigkeit taucht, die aus 10 Theilen Salmiakgeist, 10 Theilen Alkohol und 3 Theilen Kochsalz besteht. Das Salz muß vorher gut aufgelöst sein. Hiernach bürstet man den ganzen Hut krästig mit der Flüssigkeit ab, worauf er wie neu erscheint. JmJahre1853 zanktesich der Schotte Mac Murtrie mit seiner Braut, und die jungen Leute gingen im Zorn auseinander. Der junge Mann heirathete in Schottland und hatte elf Kinder, während die frühere Braut einen nicht mit ihm verwandten Schotten gleichen Namens heirathete, mit diesem nach Queensland auswanderte und dort Mutter von 13 Kindern wurde. Nun traf es sich, daß oer frühereLiebhzber nach Queensland reisen wollte, um :inen seiner dort ansässigen Söhne zu besuchen. An Bord des Schiffes, mit dem er fuhr, befanden sich aber zufällig auch zwei Söhne seine? früheren Braut, die von England nach Hause reisen wollten. Durch Vermittlung eines wegen der Gleichheit der Namen des alten Schotten und der jungen Leute in die falschen Hände gerathenen Briefes kam der Alte mit den jungen Leuten in nähere Berührung und erfuhr aus ihren Erzählungen bald, daß er Söhne seiner früheren Braut vor sich habe. Er erfuhr aber auch, daß diese längst Wittwe sei, und da er selbst ebenfalls längst allein stand, seine Liebe für die erste Braut aber noch immer nicht erloschen war, begrüßte er die frühere Braut, als er in Sydney ans Land stieg, und trug der alten Dame nach kurzer Unterhaltung seine Hand an. Diesmal zankten sich die beiden nicht, und so sind sie denn glücklich nach fünfzig Jahren wieder zusammengekommen.

a t n r p f l c 9 f.

Winke zur Erhaltung von Natur, und Bau Tenkmälern. , Zur Pflege der Naturschönheiten hat die Abtheilung für Finanzen, Gewerbe und Domänen des elsaß-lothringischen Ministeriums folgende dankenswerthe Verfügung erlassen: Zu den Naturdenkmälern zählen Felsen, alte Bäume und dergleichen. Wo solche vorhanden sind, sollten sie sorgfältig erhalten und durch Hinleitung von Wegen zugänglich oder sichtbar gemacht und interessante alte Bäume nur dann gefällt werden, wenn hierzu zwingende Nothwendigkeit vorliegt. Schöne Bäume und Vaumgruppen sollen namentlich an vielbesuchten Orten, freien Plätzen, Gewässern. Wegen u. s. w. mehr als bisher erhalten und gepflegt werden. In der nächsten Umgebung der Orte, insbesondere der Kurorte, soll bei der Einrichtung des Forstbetriebes erwogen werden, ob nicht im öffentlichen Interesse Kahlhiebe und rasche Verjüngung zu vermeiden sind und parkartig zu wirthschaften ist. Auch bei der Anläge von Wegen foll darauf Bedacht genommen werden, ihnen, unbeschadet des Zwecks ihrer Herstellung, eine solche Richtung zu geben, daß sie durch besonders schönes Gelände oder an Naturdenkmälern vorbeiführen. Bezüglich der Baudenkmäler, über deren Erhaltung besondere Bestimmungen bestehen, wird darauf hingewiesen, daß es Aufgäbe der Forstverwaltung ist, für ihre Freistellung, fowie für Beseitigung von zerstörend wirkendem Baum- und Strauchwuchs von dem Gemäuer zu sorgen und geeignetenfalls durch ErHaltung verschönender Bäume und Baumgruppen zur Hebung des Landschaftsbildes beizutragen. Als HauptMittel, im Wirthschaftswalde verschönernd zu wirken, wird die Erziehung gemischter Bestände bezeichnet; es könne aber auch durch Anpflanzung von Einzelstämmen und Gruppen verschiedener geeigneter auch ausländischer Holzarten an Bestandesrändern, Gewässern, freien Plätzen jeder Art zur Verschönerung des Waldbildes beigetragen werden. Ein weiteres vorzügliches Mittel, den Genuß des Waldbesuches zu erhöhen, sei die Schaffung von Aussichtspunkten durch Durchhau, indem es oft nur der Wegnahme weniger Stämme bedürfe, um überraschend schöne Ausblicke zu erschließen. Der englische Postvcrl:chr. Sein gewaltiger Nmfang und die Zerstreutheit der Engländer. Der englische Postverkehr hat nach dem Ausweis des Generalpostmeisters auch im letzten Berichtsjahre bedeutend zugenommen. Befördert wurden 2.579,000,000 Briefe, 489,000.000 Postkarten, 809.000,000 Drucksachen, 175,000.000 Zeitungsnummern. 90.000,000 Packete. Für die Briefe allein betrug die Zunahme gegen das Vorjahr 5 Prozent, während vor 20 Jahren (18841885) der Verkehr 1.404.000.000 Briefe. 171.000.000 Postkarten, 320.000.000 Drucksachen, 144,000.000 Zeitungsnummern und 23.000,000 Packete umfaßte. Durchschnittlich sielen im vorigen Jahre auf den Kopf der Bevölkerung 61 Briefe. Für die Hast oder Zerstreutheit der Engländer spricht der Umstand, daß 25.500.000 Briefe wegen fehlender oder ungenügender Aufschrift nicht bestellt werden konnten; darunter befanden sich 324,000 Werthbriefe, die 18,000 (1 gleich $4.70) in Geld und Banknoten. 592.000 in Wechseln und Checks enthielten; 365,000 Briefe wurden ohne jede Adresse in die Briefkasten geworfen. Außerdem fand man in diesen in mangelhaft oder gar nicht verschlossenen Umschlägen 1200 in Geld und 24,000 in Werthpapieren, ferner 93.000 sonstige Gegenstände. Die Telegraphenämter besörderten 92.500,000 Depeschen gegen eine Gesammtgebühr von 2,840.000. In Folge der Krankheit des Königs und der Krönungsfeier wurden im Juni 1902 rund 500.000 Depeschen mehr aufgegeben als im Juni des Vorjahres. Die Wortzahl der täglich beförderten Zeitungsdepeschen betrug im Durchschnitt 15,000,000, was ungefähr 1000 Spalten der Times" entspricht. Im Ganzen beliefen sich die Einnahmen der PostVerwaltung auf rund 15,000,000. Friedliche" Messe. Von großem -Interesse für die Physiognomie des Jahrmarktlebens in Nischni-Nowgorod. Nußland, sind die folgenden statistischen Daten über die letzte Messe. Während der Messe gelangten nicht weniger als 30,340 Kranke zur Behandlung, darunter 696 leicht Verletzte, 317 mit kalten und 3 mit Feuerwaffen Verletzte, 1169 Patienten mit Verletzungen anderen Charakters, 14 mit Verrenkungen, 73 mit Bein- oder Armbrüchen und 422 mit Brandwunden, so daß die Zahl der Verletzten aller Kategorien 2700 betrug. Während des Krimkrieges verloren die Truppen des Königs von Sardinien'2144 Mann, der Krieg forderte also unter den Sardiniern bedeutend weniger Opfer als die friedliche" Messe. Zu den 2700 Verwundeten kommen noch mehr als 2500 Personen, die auf den Straßen und öffentlichen Plätzen in sinnlos betrunkenem Zustände als Leichen" von der Polizei aufgelesen worden sind. F ü r'd'i e Armee und Mar i n e verausgabte Onkel Sam im letzten Jahre $191,237.554. um $21,000.000 mehr als im Vorjahre.

Heiße Lutt als Heilmittel.

y.tnct Apparat, der den Lflstrom rnibt und gleichzeitrg regulirt. Die sogenannten physikalischen ilmittelverfahrcn. in denen die Naturkräfte des Lichtes, der Wärme, der Elektrizität benutzt werden, haben in den letzten Jahren einen sichtlichen Aufschwung genommen. Der jüngste Zweig kcs neuen Sprosses ist die Behandlung mit heißer Luft, für die namentlich seit einem Jahr Dr. Theodor Schüler in Charlottenburg bei Berlin eingetreten ist, indem er vor Jahresfrist zuerst eine vorläufige Mittheilung über die Behandlung von Ohrenleiden mittelst eines neuen Apparates zur Erzeugung heißer Luft veröffentlichte. Mittlerweile hat Schüler die Erfahrung gemacht, daß bei dieser Behandlung unbedingt eine genaue Mesjung und Regulirung der Lufttemperatur im Apparat nothwendig ist. Man dürfe sich nicht darauf verlassen, welchen Wärmegrad von heißer Luft der Kranke vertrage, sondern müsse vor der Anwendung genau die Temperatur bestimmen und sie dann gleichbleibend erhalten können. Diese Forderung ist durch einen neuen Apparat verwirklicht worden, den Sr. Schüler bereits so weit geprüft, daß er ihn nunmehr der Öffentlichkeit übergeben hat. Abgesehen von der Art wie die Luft durch Gas oder Spiritus erhitzt wird, interessirt an dem Apparat die Regulirung und die Erzeugung des Luftstroms. Die Luft kann in wenigen Minuten bis auf 200 Grad Celsius gebracht und durch die Regulirungseinrichtung in wenigen Sekunden wieder um 100 Grad abgekühlt werden. Der Luftstrom kann durch Drehung einer Kurbel mit der Hand, selbstverständlich aber auch durch motorische Kräfte erzielt werden. Die Anwendungen der HeißluftbeHandlung betreffen zunächst Eiterungen in der Paukenhöhle, Nasenhöhle oder Oberkieferhöhle, die in der Regel bei Verwendung einer Temperatur von 80 bis 85 Grad in verhältnißmäßig kurzer Zeit geheilt werden. Je früher diese Krankheiten zur Behandlung kommen, desto größer ist natürlich di? Aussicht auf Erfolg. Dasselbe gilt für die trocknen Mittelohr-Katarrhe, an deren Heilung vorläufig die Medizin noch ganz verzweifelt. Selbst wenn eine wesentliche Verbesserung des Katarrhs und der dadurch bedingten Schwerhörigkeit nicht erreichbar ist, so bleibt als bedeutende Erleichterung immerhin die Beseitigung der furchtbaren Kopfschmerze, an denen die mit Mittelohrkatarrh behafteten Kranken häufig leiden. Ferner hat Dr. Schüler mit der Heißluftbehandlung Erfolge bei noch anderen Krankheiten gehabt, z. B. bei Muskelrheumatismus des Halses (Schiefhals) und der Lenden (Hexenschuß). Bei Nieren- und GallensteinKolik kann die heiße Luft zusammen mit den sonstigen Kuren wohlthätig wirken und den Abgang der Steine beschleunigen. Besonders wichtig wird die Behandlung mit heißer Luft zur Bekämpfung der Nervenschmerzen werden. so gegen die Neuralgie der Gesichtsnerven, der Zwischenrippennerven und auch gegen Ischias. Veraltete Fälle können auf Besserung auch bei diesen Krankheiten allerdings nur durch eine lange Bchandlungszeit rechnen. Die Zahl der Krankheiten, bei denen Erfolge durch die HeißluftbeHandlung zu erwarten stehen, ist mit dieser Liste wahrscheinlich noch nicht abgeschlossen. Königliche Toiletten. prächtigste Garderobe in ganz Europa hat die Königin-Mutter Margherita von Savoyen, die Wittwe König Humberts. Königin Margherita trägt ein Kleid nie mehr als fünf Mal, wie präc??ig und theuer es auch sein möge. Ihre abgetragenen" Kleider schenkt sie ihren Kammerfrauen, die sich große Einkünfte dadurch verschaffen, daß sie die Roben der Königin an Engländerinnen oder Amerikanerinnen verkaufen, die sich dann damit wichtig thun. Eine bekannte französische Schauspielerin war sehr stolz auf einen Lehnstuhl mit einem wundervollen durchwirkten Atlasbezug, der von einem .ofkleide der Königin Margherita stammte. Wenn die Königin ihre Kleider verschenkt, -behält sie doch stets die unvergleichlichen Spitzen zurück. Unter anderem besitzt sie ein Spitzentaschentuch, das drei Künstlern in diesem Fache viele Jahre der Arbeit gekostet hat. Dieses Taschentuch, das auf 150.000 Fr. geschätzt wird, ist so leicht, daß man sein Gewicht nicht in der Hand verspürt, und so fein, daß es sich in eine goldene Schachtel zusammenfalten und hineinlegen läßl. die in Form und Größe einer Bohnenschote entspricht. In London wurden auf 1000 Personen im Jahre 1901 29 Kinder geboren, während 17.6 Personen starben. Die männlichen Geburten übersteigen die weiblichen. Trotz der geringen Mortalitätsziffer sterben in London mehr kleine Kinder als in den Provinzen und trotz der überwiegenden Zahl der männlichen Geburten ist die weibliche Bevölkerung Londons um 252,371 Köpfe stärker als die männliche. Alis d er I n s e l Porto Rico wurden im heurigen Herbste 1200 Schulen eröffnet und 60,000 Schüler darin aufgenommen. Es sind jedoch drei Mal so viele Kinder in die Schullisten eingetragen.

Beseitigung der Slauvgrsahr. Oelaf?uchtung deS FuhbodenS in menZchen bewohnten Liäumc. Für die Betriebe im Deutschen Reiche, in denen Blei oder Bleiverbindüngen verarbeitet oder Eeräthe aus Blei gebraucht werden, bestehen Vorschriften zum Schutzeder Arbeiter, nach denen der sich entwickelnde Staub regclmäßig aus den Arbeitsräumen zu entfernen ist. Dazu gehören z. B. die Bleihütten, die Akkumulatoren- und Bleiweißfabriken und die Buchdruckereien. Zur Ehre der deutschen Jndustrie muß gesagt sein, daß sie auch schon vor Erlaß der Vorschriften bestrebt war, die Verhältniße der Arbeitsstätten gesundheitlich so günstig als möglich zu halten. Durch die gemeinsamen Bestrebungen auf diesem Gebiete sind die Maßregeln zur Erreichung des Zieles wesentlich gefördert worden. Die meisten Gefahren bringt der bleihaltige Staub mit jich, der auf dem Fußboden der Werkstätten lagert, weil er bei Zedcm Schritt und Tritt wieder aufgewirbelt wird. Zur Beseitigung dieses Staubes muß man den Fußboden täglich mindestens einmal feucht abwischen. Noch besser als Wasser bewährt sich die Anwendung von Oel. Es gibt Oelsorten, die nicht eintrocknen. Beim Wischen bleibt Oel in gleichmäßiger Schicht auf dem Fußboden zurück und hält allen Staub fest, so daß er überhaupt nicht aufgewirbelt werden kann. In der Reichsdruckerei in Berlin ist vor einigen Jahren versuchsweise ein Setzersaal mit Oel gestrichen worden. , während die andern Säle mit Wasser aufgewischt wurden. Unter sonst gleichen Verhältnissen wurden in den Setzerräumen einige Satzbreiter und Setzkästen mit "weißem Papier belegt. Es zeigte sich, daß die Staubablagerung nach drei Wochen in dem mit Oel gestrichenen Setzersaal erheblich geringer war, als in den andern Räumen. Die Untersuchung der Luft auf ihren Staubgehalt hatte ein gleich günstiges Ergebniß. Die Oelschicht wird einmal aufgetragen, täglich gefegt und nach Bedarf erneuert. Ein sehr gutes Werkzeug für diese Arbeit ist bürstenartig geformt und mit langem Stiel versehen. Anstatt der Borsten ist eine Filzscheibe eingesetzt, übe? der sich ein mit Oel gefüllter Behälter befindet. Aus ihm. kann das Oel aber nur dann ausfließen, wenn ein starker Druck ausgeübt wird. Man hat es dadurch in der Hand', den Wischer mit oder ohne Oelzufluß zu betreiben. Ist noch genügend Oel über den Fußboden verbreitet, dann fährt man ohne Druck über ihn hin. Andernfalls läßt man durch starkes Aufdrücken auf den Wischer Oel ausfließen. Im Uebrigen sei darauf hingewiesen, daß die Oelanfeuchtung der Fußböden sich auch für Schulen, Krankenhäuser, Heilstätten, Bureaus, überhaupt für Räume, in denen viele Menschen verkehren, bewährt hat. Der Arm des Ccnnisfpiclrrs. MuSkelschwäche unv organische Störungen bei eeübten Spielern. Fast jedes Gewerbe und fast auch jederSport hat seine besonderen Krankheiten oder bringt gewisse Veranderungen im Organismus hervor, die als Eigenheiten des Berufs zu betrachten sind. So hat, was wenige wissen dürften, auch das beliebte und als LeibesÜbung äußerst werthvolle Tennisspiel schon seine besondere Krankheit, die von denen, die sie erfahren haben, mit der Bezeichnung Tennisarm" belegt worden ist. Sie hat auch schon ihren V?onographen in der Person des französischen Arztes Dr. Clada gefunden, der ihr eine ausführliche Abhandlnug widmete. Der Tennisarm, als Krankheit verstanden, tritt in zwei verschiedenen Formen auf, erstens unter der Form eine? Muskelschwäche und zweitens unter der einer wirklichen organischen Störung in der Nachbarschaft des Ellenbogens. Letztere ist mehr zu fürchten, und dem Erkrankten bleibt nur der eine Trost, daß das Leiden ganz ausschließlich unter guten Spielern vorkommt. Es kennzeichnet sich durch einen plötzlichen Schmerz im äußeren Theile des Ellenbogens unterhalb des Gelenks und außerdem durch eine Lähmung des ganzen rechten Armes, die soweit gehen kann, daß das Glied schlaff am Körper heruntersinkt, und der Schläger, aus der Hand fällt. Die unmittelbare Ursache scheint die Heftigkeit der Muskelzusammenziehung zu sein. Der Tennisarm meldet sich selten als Folge sehr langen Spielens, auch nicht bei einem Anfänger oder einem Spieler, der nach einer langen Pause das Spiel wieder aufnimmt: Gerade die am besten ausgebildeten und muskulösesten Spieler werden am meisten davon befallen, während schlechte Spieler davor gesichert' sind. ilztttZVNttV. Ihr habt Euer armes Weib geschlagen und noch dazu am Sonntag?" Ja, da hab' ich die meiste Zeit, Hoch, würden!" Gin !Virt l? scl, aMi 6i er Mann. Wie viel Wirthschaftsgeld gibt Ihnen denn Ihr Mann?" Das kommt ganz darauf an, wie viel er für seine Wirthschaften braucht." ApvcU. Richter: Wie kamen Sie dazu, den Kläger ein Kameel zu nennen?" Beklagter: Ja, Herr Richter scbau'n &t 'n docb 'mal an ?"