Indiana Tribüne, Volume 27, Number 64, Indianapolis, Marion County, 5 November 1903 — Page 5

Jndiana Tribüne,

3. November 190a 5

Trost derNalyr. Don A. Zoozmann. Es steigt von seiner goldnen Leiter Der müde Sommertag hinab; Er geht und lacht noch heiter. Schon gräbt der dunkle Gruftbereiter, Der milde Abend, ihm sein Grab. Und trauernd, daß der Tag verklang. Streut der umflorte Himmel leise Ihm rothe 2?cfn nach zur Reise; Den Grabgesang Läßt leis und bang Gin süßer Chor von Nachtigallen Als letzten Liebesgruß ihm schallen. Wim mögen auch die Herzen schlafen. Die Ruhe fanden nicht bei Tag, Die Kummer und Enttäuschung trafen Die Nacht ist wie ein stiller Hafen, Drin jedes Schiff gern ankern mag! Die Stirn selbst, die ein Dornenkranz Umflechten mag und blutend Pressen, Macht ihren Schmerz die Nacht der gessen, Verstummen ganz Ihr Trostwort kann's: . Daß aus den Dornen, die jetzt stechen, Einst rothe Rosen dustend brechen!

Die erste Liede. Von Elisabetb !uylenstjerna Alle Obstbäume des alten Gartens standen in Blüthe; über die Wege breiteten sich die hellen Teppiche der Blüthenblätter, hie und da goldgesprenkelt von den Sonnenstrahlen, die lange Fäden hinüber zum Nachbarsgarten spannen, wo auch alles herrlich blühte und duftete. Ja, das war übrigens in dem ganzen kleinen Städtchen so; es war nach dem linden Regen der Nacht schön wie ein Traumbild geworden ein seliger Sommertraum. Jedes Fleckchen schimmerte grün, so arm war kein Haus hier, daß es sich nicht wenigstens ein kleines Gärtchen gönnen konnte. Dagegen nahmen sich die Steinhäuser mit ihren schweren Fassaden weniger gut aus, denn sie hatten zuweilen nur ein Rondeau" mit schwindsüchtigen Blumen auf nem cementirten Hof, duch den die praktischen Forderungen der neueren Zeit die einstmaligen lauschigen Gärten ersetzen wollen. Doch nur auf dem Marktplatz und hier und dort in der Hauptstraße sah man die großen Steinriesen, und man vergaß sie bald über der naiven, war rnen Poesie der gelben, grünen und rcthen Holzhäuschen, die so weich in des Vorsommergrün gebettet dalagen. Auf wiegenden Zweigen sangen die Vögel um die Wette, sie saßen dicht vo? den Fenstern und trillerten, pickten zutraulich an die Scheiben und zogen wieder heim in den Wald, nachdem sie sich irgend einen Leckerbissen aus dem Garten geholt hatten. Gerade hatte die kleine Stadt ihre schönste Stunde; die Sonne lag auf den Steinen der Straßen, das Meer glitzerte und schimmerte wie ein Streikn Unendlichkeit und die blaugelbe Flagge flatterte hoch und .stolz cuf ihrer Stange in der klaren, hellen Luft, die nicht einmal durch ein Lämmerwölkchen getrübt wurde. Es gab nicht viel Irgend in diesem kleinen Winkel die strebte größeren Orten mit stärkerem Pulsschlag zu. und die wenigen, hauptsächlich Mädchen. die gezwungenerweise den ganzen Winter da verbrachten, waren ' nun ganz beglückt darüber, daß die Prüfung vorüber war. Wenn sie die Flaggen gehißt sahen, wußten sie, daß die Badegäste", das Betriebscapital der Stadt, erwartet wurden, und Arm in Arm gingen sie aus, um sich dies Neue anzusehen, das mit den unruhigen Flügelschlägen, der Zugvögel in ihr kleines Städtchen kam und wieder verschwand, wenn der verheerende Wikingerzug der Herbststllrme begann. Sigrid Malmberg.' das einzige Kind des Rathsherrn und seiner kleinen, rundlichen Frau, hatte gerade zum Sommer das letzte Paar Kinderschuhe ausgetreten. Sie war im April siebzehn Jahre geworden und nun hatte sie wie die Obstbäume ihre herrlichste, lieblichste Zeit, die. in der man in Blüthe steht und in jugendlichem Uebermuth seinen eigenen unendlichen Reichthum genießt. Sigrid war, was man ein süßes" Mädchen nennt. Sie hatte große, graue Augen mit jenem halb staunenden, halb sehnsüchtigen Blick, den man bekommt, wenn man hinter einem Reslexionsspicgel sitzt, dessen Horizont von dem Marktplatz und der Hauptsiraße begrenzt wird. Sie war de3 Morgens fröhlich wie ein Spielmann, aber so gegen Sonnenuntergang schlich sich eine wehmüthige Note in ihre Stimmung. Warum? Ja, das ist schwer zusagen, so etwas kann man Jemandem nicht erklären, der es nicht sofort von selbst versieht. Sie gehörte zu den gut Ueberwinterten, Klein-Sigcid, und nun in der Scnne und der Sommerluft wurde sie r.rch jugendlicher; das Blut schimmerte klar und warm durch die feine Haut der Wangen, und ihre junge Gestalt wurde geschmeidig wie biegsames Schilf. Sie fand unter den Neuen" sehr bald eine Busenfreundin, und dieses Interesse füllte Sigrid so ganz aus, daß sie volle acht Tage lang für nichts ' anderes Zeit hatte. . Maja, die Freundin, war auch siebzehn Jahre, aber sie kam aus der großen Stadt, wo die Luft mit Gefühlsbacillen und Liebesbakterien geschwän

gert ist, und eines Nachmittags, als die beiden Mädchen auf dem schmalen Bänkchen an der Flußmündung saßen, schloß Maja Johanson ihr Herz auf und erzählte in glühenden Worten von ihm". Er war so riesig nett". Sigrid hätte ihn nur sehen sollen, wenn er jo'etwas richtig schönes von seiner Liebe sagte. Ach, was für Augen er hatte und welchen Schnurrbart! Ja, Maja, hatte seine Photographie in einem Medaillon, das sie stets bei sich trug, und Sigrid sollte es zu sehen bekommen, wenn sie versprach, sich dieses Vertrauens würdig zu zeigen und nie ein Wörtchen davon verlauten zu las sen. Sigrid erschauerte in seltsamem, nachempfindendem Glück, als das heilige Medaillon geöffnet wurde, und während sie das Bild des jungen Mannes wie einen Fetisch anstarrte, wurden ihre rostgen Wangen ganz weiß vor mystischer Bewunderung. Sie bekam auch einen Brief des Liebenden zu lesen, und eö war ihr, als wüchse Maja vor ihren Augen zu etwas wunderbar Großem und Herrlichem, weil sie der Gegenstand einer so himmelstürmenden Bewunderung war, ( Maja selbst lächelte nur. so, als wenn Sigrid ihr zu einem glänzenden Zeugniß oder so etwas Aehnlichem gratulirt hätte; es war ihr thatsächlich früher gar nicht eingefallen, daß ihre Liebesgeschichte etwas so Schönes sei. Hier bekam sie eine schimmernde Aureole, die sie früher nie gehabt hatte. Und während sie fortfuhr zu erzählen, wurde sie immer inspirirter, sie suchte klingende Worte, und in den Tonfall kam etwas Weiches und Warmes. Es war ihr beinahe, als erzählte sie ein Märchen. Wäre nicht alles so glücklich ausgegangen, so hätte sie es eine Heiligenlegende nennen können. Und sie war ganz gerührt, als Sigrid ihr enthusiastisch um den Hals fiel und rief: Ach, all' das hast du erlebt, aber du bist ja groß, Maja!" Maja sah verschämt aus, aber es war nicht ausgeschlossen, daß sie Sigrid recht gab sie drückte die Briefe ihres Freundes an ihr Herz und in ihren Augen standen Thränen. So schieden sie, und Sigrid ging nach Hause. Sie hielt den Kopf gesenkt und machte kleine, unregelmäßige Schritte. Hier und da sah sie mit einem verstohlenen, scheuen Blick auf, bezaubert von der weichen,-träumeri-schen Schönheit des Sommerabends. Es war ihr, als sähe sie zum erstenmal diese blühenden, stillen Gärten, diese durchsichtige Luft, in der die rothen Dächer noch röther leuchteten. Die Vögel irilirten, sie sah, wie sie sich auf dem Rande ihres Nestes schnäbelten, und sie fühlte eine wunderliche Leere, ein Entbehren, eine Trauer, so daß sie förmlich Mitleid mit dieser armen, kleinen Sigrid bekam, die von all' dieser gesegneten Harmonie und Freude ausgeschlossen war. Warum mußte sie so einsam und verlassen hier einhergehen? Sie wußte, was Mama auf diese Klage antworten würde: Warte, mein Herzenskind, deine Zeit wird schon kommen!" Aber Sigrid wollte nicht warten, ihre Zeit war jetzt, gerade jetzt, ebenso wie die Majas. Und Sigrids Köpfchen sank schwer auf ihre Brust, während ihre Träume beschäftigt waren, ein Phantasiebild hervorzuzaubern. Jemanden, den sie grenzenlos lieben" konnte. Der Garten, der an Rathsherrn Malmbergs Haus grenzte, gehörte dem Bürgermeister Bratt, und es war immer von beiden Seiten aus ein lnchtes für die Kinder gewesen, über das niedrige Staket zu klettern, um sich gegenseitig zu besuchen und miteinander zu spielen. Nun waren die drei Schwestern Bratt ganz erwachsen und kraußen in der großen Welt, aber Heinrich, der Student, war während der Ferien ?u Hause. Schön war der zukünftige Pastor nicht: blondhaarig, sommersprossig und knochig, und nur mit unendlicher Mühe schien er nach jeder Bewegung seines langen Körpers dessen Glieder wieder in die richtige Lage zu bringen. Als nun Sigrid heimkam, saß Heinrich unter dem alten Apfelbaum neben dem Staket und las. Ein kleiner, blasser Sonnenstrahl fiel mit mattem Schimmer auf seine Studentenkappe und gab dem weißen Sammet einen rosafarbenen Glanz. Auf seinen lichten Rock hatte der Baum ein paar Blüthenblätter gestreut. Wie er da saß, das große, aufgeschlagene Buch auf den Knien. 'webte etwas wie Klosierfriede um ihn. Als er Sigrids Schritte hinter sich auf dem Sande hörte, wandte er sich rasch um und erröthete, während die Kappe-sich höflich senkte, einen Bogen durch die Luft beschrieb und wieder auf ihren richtigen Platz kam. Sigrid wurde ebenfalls roth. Das war sie früher nie geworden, wenn sie Bürgermeisters Heinrich" gegrüßt hatte. Sie blieb vor dem Staket stehen und empfand plötzlich eine unbeschreibliche Lust, hinüber zu klettern und sich auf die Bank dort unter den knorrigen Apfelbaum zu setzen neben den Scholar. Aber sie that es nicht; sie stand still da und wartete. Als Hintergrund hatte sie die Fliederlaube, in der Heinrich und sie Papa und Mama" gespielt hatten, als sie noch klein waren. Sie erinnerte sich gerade an damals, wo sie einen Festschmaus haben sollten. Sie hatte kleine Butterkuchen gebacken und sie fein säuberlich auf eine Puppenschüssel gelegt, und er hatte sie alle auf

einen Zug verschlungen. Ob er sich dessen wohl noch entsann? Ja, jic wollte ihn nicht daran erinnern. Darf ich zu dir hinüberkommen und ein iischen mit dir plaudern, Sigrid?" Ja. komm' doch." Wie ärgerlich und dumm, daß sie heute Abend roth wurde, sowie sie nur den Mund aufmachte. Es war übrigens ganz merkwürdig, wie die Studentenkappe Heinrich kleidete; man konnte ihn wirklich nicht häßlich nennen, wie er da in der Dämmerung stand. Sigrid wußte sehr wohl, daß er ihr immer gut gewesen war. Damit hatten seine Schwestern ste oft und oft geneckt, bis sie so böse geworden war. daß sie ernstlich um sich geschlagen hatte. Nun erschien ihr das damalige Betragen unverzeihlich und kindisch. Heinrich schwang sich über das Staket, und schweigend gingen sie in die Fliederlaube und setzten sich dort nieder. Ein Zufall machte es, daß sie beide zu gleicher Zeit in denselben Winkel blickten. Nein sieh 'mal, da ist noch das Wandbrettchen, wo wir unser Küchengeschirr hatten, als wir früher einmal hier spielten," rief Heinrich froh erstaunt. Ja, das ist es. Weißt du noch, daß wir hier spielten?" Ja. gewiß, du warst meine kleine Frau." Ja. dies Spiel spielen wohl alle Kinder." Wahrscheinlich." Diesen Sommer wollen wir segeln, Heinrich, magst du nicht?" O ja, gern. Traust du dich, mit mir allein hinauszufahren?" Ach ja, aber warum können wir denn nicht mehrere sein?" . Es wäre am schönsten nur zu zweien." Sigrid streifte an einem Fliederzweig entlang, so daß ein ganzer Regen saftiger, lichtqrüner Blätter in ihren Schoß fiel. Sie spielte dann sehr aufmerksam mit ihrer Beute und sah die ganze Zeit zu Boden. Heinrich rieb sich mit den Jnnenseiten der Hände so energisch die Knie, als hätte er sie zu massiren, und fragte endlich unsicher: Tubist mir doch nicht böse, Sigrid?" Weshalb sollte ich denn böse sein?" Ach, weil ich das mit dem zu zweien fahren sagte." Aber, Heinrich, wie kannst du nur glauben? Ich ich ich sinde du hast recht." Heinrich wurde roth bis über die Ohren, und auf einmal wußte er ganz genau, $fls er ihr gerne sagen wollte, aber er totrc so schüchtern, daß er keine einzige schöne Phrase einzuflecht'en wußte. Seine Wort: kamen schwerflüssig und langsam und stockten wohl gar auf halbem Wege. - Aber nun mochte es gehen, wie es wollte, heraus mußte es, und so kam es hart und plötzlich, so wie ein Knotenstock die Blumen des Grabenrams niedermäht. Ich habe dich so grenzenlos lieb, Sigrid." Ich habe dich auch lieb." Ach, aber nicht so, das weiß ich schon, aber wenn du könntest, wenn du versuchen wolltest - " Hier wurden die armen Knie einer neuerlichen Massage unterzogen, und die Worte dersiegten. Sigrid saß schweigend da, aber ihr Herz klopfte heftig, und ste fühlte sich plötzlich so glücklich, als hätte sie einen großen Schatz erobert. Ihre laue, farblose Neigung zu dem Spielkameraden wuchs in der Stimmung des Augenblicks zu einem Gesühl, das sie ganz erfüllte, und ihre junge, starke Phantaste spannte ihre Flügel weit aus. Sie würde nun auch Jemanden haben, an den sie insgeheim denken konnte; sie würde sein Bild in einem Medaillon tragen, Tag und Nacht, und wenn Maja von ihrem Freunde erzählte, dann konnte sie ihr in derselben Sprache antworten. Sie war nicht mehr arm inmitten all' des Reichthums, nicht mehr einsam und derlassen. Es wurde dämmerig und still in der Laube, aber ohne daß Sigrid wußte, wie es zugegangen war, lag ihr Kopf ganz geborgen an Heinrichs knochiger Schulter, und seine rauhe Hand streichelte scheu ihre weiche Wange wieder und immer wieder. Sie hatte plötzlich das Gefühl, daß sie alles für ihn thun könnte; alles Gute, was in ihr war, wollte sie ihm schenken. Sie schloß die Augen halb, doch da war es nicht Heinrich, den sie sah, sondern einen anderen, einen, den sie nicht kannte und dessen Züge auch nicht deutlich waren sie vertiefte sich nur in seinen Blick. Der Fremde hatte Märchenaugen, wunderbare, sehnsüchtige Märchenaugen, die mit seltsamer Macht lockten und zogen. Und sie träumte, in diesen Blick versunken, und vergaß, daß Bürgermeisters Heinrich" dicht neben ihr auf der Gartenbank saß und glaubte, daß er ihre erste große Liebe errungen habe. Ein Windhauch rauschte durch alle Bäume, die Zweige der jüngsten erbebten am stärksten, und willig streuten sie ihren Blüthenschnee auf die braune Erde, unzählige, zart rosige Blätter, um vielleicht von achtlosen Füßen zertreten und beschmutzt zu werden.

Protz. Wie heißen rf. gentllch die Namen Ihrer Ritter güter?" Parvenu: Kann 'ich nicht alle auswendig.

Allerlei fiir'S Hau5. -

Zum Entfernen von Oelfarbenflecken wird neuerdings wieder einmal Chloroform empfohlen. Wir dürfen wohl voraussetzen, daß die betäubende Wirkung diesesPräpärates zu bekannt ist, als" daß wir vor der Anwendung desselben zu warnen nöthig hätten. Da das Terpentinöl recht gut geeignet ist, selbst verhärtete Oel farbenflecke. zu entfernen, sind solche Vorschläge recht überflüssig. K l e i d e r b ü r st e n r ei n z u halten. Die eben gebrauchte Bürste reibe man jedesmal gegen ein reines Papier, welches man mit einer Hand gegen die scharfe Kante des Tisches hält, so lange, bis das Papier, welches man beim Reinigen immer verschiebt, rein bleibt. Dies ist in einigen Augenblicken geschehen. Man schont hierdurch die zu reinigenden Kleidungsstücke; oft leiden die Kleidungsstücke durch die unreinen Bürsten mehr als vom Gebrauche und vom Staube, und das viele Auswaschen mit Soda oder Seife ist denselben auch nicht zuträglich. Nußlikör. Zehn Stück unreife Nüsse, ein Pfund Nelken, drei Unzen Ceylonzimmet werden zerkleinert und mit iy2 Gallonen Wasser und einer gleichen Menge Spiritus einige Tage lang bei gelinder Wärme stehen gelassen. Dann setzt man Sy2 Pfund Zucker dazu, preßt ab, läßt absetzen und filtrirt durch Fließpapier. Behandlung getrocknete Gemüse. Vor dem Gebrauch legt man die getrockneten Gemüse 30 bis 45 Minuten in warmes Wasser, eventuell noch zwei Stunden in kaltes Wasser und kocht sie dann mit den nöthigen Gewürzen. Die so bereiteten Gemüse unterscheiden sich in Geschmack und Farbe wenig oder gar nicht von den frisch gepflückten. Blumenpflege. Wenn man den Zimmerpflanzen keinen hellen sonnigen Platz geben kann, so wird man an den blühenden Pflanzen während des Winters wenig Freunde erleben. Es ist darum rathsamer, sich mit Blattpflanzen zu begnügen, da diese aucy ohne Sonnenschein an' einem Nordfenster gedeihen und sich gut entwickeln können. Es gibt ja bekanntlich verschiedene schöne Arten dieser anspruchslosen Gewächse. Z. B. der Epheu liebt den Schatten und wächst auch, .wenn er niemals von der Sonne beschienen wird, fröhlich weiter. Ebenso auch verschiedene Begonienarten, deren feingezeichnete, buntfarbige Blätter einen schönen Schmuck des Zimmergartens bilden. Man hüte sich davor, die Erde in den Töpfen austrocknen zu lassen, und halte die Blätter vor allem rein. von. Staub, was durch Wöchentliches Abwäschen -und -Ueber-'brausen mit 'lauwarmem ZÄasser geschieht. r Fügt man dem Gießwasser wöchentlich einmal ein wenig. Ammoniak oder. Alkohol hinzu, für 2 Quart einen Theelöffel voll, so werden die Pflanzen sich kräftig entwickeln und glänzend grünes Blattwerk hervor'bringen. , . ' . 'Eine neue Methode, Tintenflecke aus Stoffen zu entfernen, ist solgende: Man weicht den Stoff, auf welchem sich der Tintenfleck befindet, in warmes Wasser ein. drückt ihn dann aus und breitet ihn auf ein reinesStück Leinwand aus. Run bringt man einige Tropfen Ammoniakflüssigkeit auf den Tintenfleck und betupft ihn hierauf mit einem Bäuschchen Watte, welches man mit verdünnter Phosphorsäure getränkt hat. Nach mehrmaliger Wiederholung dieses Verfahrens läßt man den Stoff in der Sonne trocknen, und der Tintenfleck ist spurlos verschwunden. , Fensterkitt. Einen sehr guten und wasserfesten Fensterkitt (Glaserkitt) kann man stch selbst herstellen, wenn man einen Theil Kreide und einen Theil Bleiweiß mit Leinölfirnis untereinander mischt und zu einemTeig knetet. Um die Masse geschmeidiger zu machen, kann man etwas Terpentinöl zusetzen. Um Rothweinflecke aus einem. hellen Seidenkleide zu entfernen, spannt man den Stoff über einen Topf und läßt aus einem Kessel, etwa Kaffeekessel, so hoch wie möglich einen dünnen Strahl kochenden Wassers darauf laufen. Danach reibt man die Flecken mit verdünntem Salmiakgeist aus. Wäscht man dann noch den Stoff in heißem Wasser aus, dem ein wenig Borax zugesetzt ist, und bügelt ihn, solange er noch feucht ist, so wird er wieder wie neu. Entfernung von Grüns P a n. Gegenstände aus echtem Messing oder echter Bronze werden in stark verdünnter Salz- oder Schwefelsäure mittelst einer Bürste vom Grünspan gereinigt, sodann in klarem, kaltem Wasser sofort abgespült, eine Zeitlang in reinem Wasser liegen gelassen und dann in trockenes Sägemehl gebracht, wo sie mit der Hand sorgfältig getrocknet werden, bis kein Sägemehl mehr daran haftet. Dunkelblau-e Leinen-und Baumwollkleider werden nach der Wäsche wie neu, wenn man statt der' Stärke Roggenmehl verwendet. Man kocht von Roggenmehl und Wasser im Verhältniß zur. Menge der zu stärkenden Sachen einen dünnen Brei und verdünnt, denselben nach Bedarf. Die Behandlung ist genau wie bei der Stärkewäsche. Die Kleider werden auf 'der- linken Seite aeplattet. ' ' i

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