Indiana Tribüne, Volume 27, Number 63, Indianapolis, Marion County, 4 November 1903 — Page 3
Jndiana Tribüne, ! November 19034
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Low geschlagen. New Aork erwählt deu Dema traten McClcllan zum Mayor.
Persönliche Freiheit daS Feldgeschrei. Sonstige Wahlnachrichten. Kriegsschiffe nach Panama gesandt. Indianer aus dem Kriegspfade. Blutthat eines jähzornigen Farmers San Francisco wählt den Candidaten der Arbeitcr. Tom Johnson in hio geschlagen. Demokratischer Sieg in New j) oxl. New V o r k, 3. Nov. Mit einer Pluralität von 70,000 Stimmen wurde Tammany's Candidat George B. Mc(Hellem, gegen welchen die sämmtlichen Geistlichen New Yorks und sämmtliche Nativisten agitirt hatten, über Seth Lom, dem Candidaten der Fusionisten, zum Mayor des größeren New York erwählt. Bemerkenswerth ist auch die Wahl von Cdw. H. Grout als Comptroller und die von Forner als Präsi? dent des Stadtrathes, weil sie von dem Fusions Ticket, auf welchem sie erst standen, gelöscht wurden, weil Tammany sie unterstützt hatte. Ein erstaunlicher Wechsel in der öffentlichen Meinung gab sich durch die Niederlage Low's, der vor zwei Jahren mit einer Pluralität von 31,032 erwählt wurde, kund. Damals erhielt er Majoritäten in allen Boroughs mit Ausnahme des Queen Borougb, während er heute in jedem einzelnen unterlag. Der frühere Polizeigewaltige Devery. welcher unabhängig lief, erhielt eine lächerlich geringe Stimmenzahl. Besonders der Umstand, daß McClellan in Brooklyn über Low siegte, erregt Erstannen, denn dort war LmnJ Feldgeschrei keine Nachtwirthshäuser" am meisten agitirt worden. New York hat mit der Wahl von McClellan erklärt, daß es sich nicht zum Dorf machen lassen will. Weitere Wahlnachrichten. N e w a r k , N. I., 3. Nov. Die Republikaner siegten in der Stadt und in Essex Eo. Boston, 3. Nov. Der republ. Gouverneurs-Candidat John L. Bates wurde mit bedeutend geringerer Pluralität wie vor zwei Jahren wiedererwählt. Die Socialisten haben bedeutend an Stimmenzahl eingebüßt. Baltimore, 3. Rov. Bis halb 11 Uhr sind von keinem der 303 Precinkte Ergebnisse eingelaufen. Das Ergebniß der Wahl wird daher erst Morgen zu erfahren sein. C o l u m b u s, 3. Nov. Col. My. ron T. Herrick, Rep., wurde mit einer Pluralität von über 100,000 über Tom L. Johnson, Dem., zum Gouverneur von Ohio gewählt. L o u i s v i l l e, Ky., 3. Nov. Gou verneur Beckham, Dem., wurde mit einer Pluralität von mehr als 15.000 Stimmen über Belknap, Rep., wieder erwählt. Viele Ruhestörungen fanden statt. Z R ich mon d, Va., 3.' Nov. Das ganze demokratische Ticket wurde er wählt. N e w Y o r k, 3. Nov. Republik nische Mayors-Eandidaten siegten in Syracuse, Rome, Elmira, Plattsburg, Rochester, Albany, Binghamton, Wa tertown und Oneioa. In Oswego, Utica, Schenectady, Troy und Amsterdam wurden demokratische Mayors erwählt. Phi ladelphia, 3. Nov. Das Republikanische Ticket ist erwählt wor den. SanFrancisco, 3. Nov. Un vollständige Nachrichten machen die Fr wählung des Arbeiter Candidaten Schmitz für Mayor wahrscheinlich. P r o v i d e n c e, R. I., 3. Nov. Gouverneur Garvin, Demokrat, ist wieder erwählt worden. DesMoines, Ja., 3. Novbr. Der rep. Gouverneur Cummins ist wieder erwählt worden. Der Präsident hört die W a h l b e r i ch t e. Washington, 3. Nov. Präsi dent Roosevelt war über die Sieges Nachrichten der Demokraten in New
Jork sichtlich beunruhigt. Er hatte spätcr noch über die Situation in Colon eine längere Conferenz mit dem Hilfs.Tekretär d:r Flotte. Mordthaten bei der Wahl.
Bristol, Tenn., 3. Rov. In einem Wahllokal in Fairview, Virginien, kam es heute zu einem verhängnißvollen Wahltumult, bei dem I. Osborne und E. Nickels um's Leben kamen und zwei Personen schwer verletzt wurden. Der Streit entstand durch Proteste gegen einen republ. Wahlrichter; Osborne und Nickels wurden in ihrer Eigenschaft als demokr. Wahlrichter in den Tumult verwickelt. L o u i s V i l l e, Ky., 3. Nov. Jacob Krieger, republ. Candidat für Sheriff, erschoß heute Nachmittag Tom King, einen demokr. Wahlrichter. Ausstand in Panama. Washington, 3. Nov. Das Marine-Ministerium erhielt eine Cabeldotschaft aus Panama, daß dort Unabhängigkeit" proklamirt worden sei und daß die colombanischen Armeeund Marine-Autoritäten gefangen wurden. Eine Regicrung bestehend aus 3 Consuls und einem Cabinet soll eingesetzt werden. Auf dem Kriegspfade. Washington, 3. Nov. Der Jndianer-Commissär erhielt Nachricht, daß eine Anzahl Sioux Indianer von der Pine Ridge Agentur auf dem Knegspfade sind und einen Zusammenstoß mit Beamten des Staates Wyoming hatten. Ein Sheriff wurde von den Rothhäuten getödtet. Verfolgung der In d i a n e r. Denver, 3. Nov. Nach einer Depesche an die Times aus Lusk, Wyo., sind Aufgebote noch immer in Verfol gung der Indianer, mit denen in den letzten Tagen Kämpfe stattfanden, begriffen. Man glaubt, daß die Jndianer entkommen sind und nach ihrer Reservation in Süd Dakota zurückkehren werden. V e r h ä n g n i ß v o l l er Jäh z o r n. N o r w i ch, Conn.. 3. Nov. Calvin E. Wade, ein angesehener Farmer, verletzte heute seine Frau tödtlich und verübte dann Selbstmord. Er hatte vergebens ein Schwein einzusangen gesucht und seine Fran lachte ihn über die nutzlosen Jagd-Versuche aus, als er mit einer Flinte zurückkehrte, um das Vieh zu tödten und im Zorn die Waffe aus die Gattin abfeuerte. Als er sah, was er angerichtet, schoß er sich durch den Kopf. Auch die Frau starb bald darauf. Präsident wählt. O y st e r B a y, N. Y., 3. Nov. Der Präsident traf heute in Begleitung des Handelssekretärs Cortelyou, des Sekretärs Loeb und einer Anzahl Geheimdienst Beamten ein, um seine Stimme abzugeben. Die Reise war ohne Zwischenfall verlaufen. Der Präsident gab seine Stimme kurz vor 10 Uhr ab, worauf er mit Loeb und einigen Freunden nach Sagamore Hill fuhr. In Long Island City hatten sich dem Präsidenten seine persönlichen Freunde F. D. Travers und Jacob Weis angeschlossen. Sekretär Cortelyou wählte in Hempstead. Um 11 Uhr 15 erfolgte die Rückreise des Präsidenten. Neu erZweig des Ackerbau. Departements. Washington, 3. Nov. Das Ackerbau-Departement wird hier ein D.'likatessen-Geschäst einrichten. Da nämlich von allen importirten Lebensmitteln Proben genommen und bezahlt werden, erwachsen dem Departement große Kosten. Manche Proben, wie Weine, Olivenöl usw. müssen in ganzen Flaschen gekaust werden und sind sehr theuer. Eine geringe Quan tität wird für chemische Untersuchung gebraucht, der Rest soll verkaust wer den, vorausgesetzt, daß die Waare für rein befunden wurde. Der Fall Lynchehau n. Washington, 3. Nov. ES sind Anzeichen vorhanden, daß die bri tische Regierung die Entscheidung deS Commissars Moores in Indianapolis in dem Falle des irischen Flüchtlings James Lynchehaun nicht als endgültig hinnimmt. Auf Grund von Präcedenz Fällen erhellt, daß das Vorgehen deS Jndianaer Commissars ein neues Aus lieferungs'Verfahren vor einem ande ren Bundescommissar oder selbst vor einem Bundesrichter nicht hindert. Man glaubt, daß die britische Regie rung dem beim Falle Lynchehaun in Betracht kommenden Princip die größte Wichtigkeit beimißt, und sie dürste deßhalb die Angelegenheit weiter verfolgen.
Kühne Behauptung. Washington. 3. Novbr. Der türkische Gesandte Chekid Bcv ist hierher zurückgekehrt. Er erklärte alle Berichte von einem Aufstande in Macedonien für erlogen. ES gebe nur einige bulgarische Banditendanden, die die getreuen christlichen Unterthanen des
Sultans aufzuhetzen versuchten. Vahtan Krikorian. Boston, 3. Nov.1 Da von England Nachricht eingelaufen war. daß die Strafverfolgung von Vahtan Krikorian, der hier unter der Anklage der Ermordung deö armenischen Führers Sagatel Sagoner zurückgehalten wurde. wegen mangelnder Beweise nicht gewünscht werde, so erfolgte heute Krikorian's Entlassung aus dem Gefängniß. Er wird jedoch zunächst von den Ein-wanderungs-Commissären, da er mit nur S5 landete, festgehalten und ohne Aufenthalts Erlaubniß der Washingtoner Behörden am Samstag deporiirt. Arbeits-Kürzung. R e a d i n g , Pa., 3. Nov. Die Reading Co. kündigte heute an, daß die an der Reparatur der Geleise und andere im Bahn-Departement beschäf' tigten Arbeiter künftig nur 9 statt 10 Stunden arbeiten können. Es findet 1$ proc. Lohnabzug per Stunde statt. Lynch-Versuch. New York, 3. Nov. Unter dem Verdachte, einen weißen Knaben verletzt zu haben, wurden die Neger Patterson und Black von einem weißen Mob heute derart mißhandelt, daß sie nach einem Hospitale geschafft werden mußten. Nur die Ankunft der Polize schützte die Neger vor dem Lynch-Tode. Der M i l i z - S c a n da l. Den v e r, 3. Novbr. Aus guter Quelle verlautet, daß das Kriegsgericht, welches den General Chasedes Unge horsams sür schuldig erklärte, das Urtheil auf Entlassung aus der NationalGarde festsetzte, daß jedoch Gouverneur Peabody dasselbe in einen Verweis verwandeln wird. Namhafter Todte. New York, 3. Nov. J.R.Barrett, Anwalt und früherer CongreßAbgeordneter von Missouri, ist 79 Jahre alt gestorben. Helena, Mont., 3. Novbr. Der Bischof der Diöcese Helena und Haupt der Katholischen Kirche in Mont., Iren Brondet, ist heute gestorben. Unabhängigkeit des Isthmus. Washington, 3. Nov. Nachrichten aus Panama liefen ein, welche den Präsidenten veranlaßten eine Cabinetssitzung, welche zwei Stunden währte, einzuberufen. Am Schlüsse der Conferenz wurden die Kanonenboote Dixie". Atlanta", Boston" und Pacific" zur Unterstützung der Nashville" nach Panama beordert. Vice-Admiral Glaß erhielt Befehl mit seinem Geschwader zur sofortigen Ab fahrt nach Panama bereit sein. Prozeß des Senator F a r r i s. Jefferson City, Mo., 3. Nov. Hier wurde mit der Prozessirung des Senator Farris, welcher beschuldigt ist. Bestechungsgelder vom Backpulver Trust angenommen zu haben, begon nen. Wie es heißt, haben 7 Senato ren durch seine Vermittlung ihre Stimmen für je $1000 verschachert. M i t ch e l l's B e f i n d e n. N e w Y o r k, 3. Nov. Ter Arbeiterführer John Mitchell, der bei sei ner gestrigen Ankunft an heftigen Ma genbeschwerden litt, befand sich heute weit besser. Er ist nicht an's Bett ge fesselt. Bahnunfall. Louisvllle, 3. Nov. In der Nähe von Shepardsville fand heute eine Collision zwischen 2 Frachtzügen statt, wobei 2 Zugbedienstete um's Leben kamen und ein dritter verletzt wurde. Schiffsnachrickten. A n g e k o m'm e n. Glasgow: Furnesia" von New York. New York: Rotterdam" von Rotter. dam. New York: Moltke" von Hamburg. Antwerpen: Rhineland" von Philadelphia; Kroonland" von New York. Abgefahren : Gibraltar: Hohenzollem" (von Genua und Neapel) nach New York.
Kurze Depeschen.
3. November. Ausland. London. In Gegenwart eines zahlreichen Publikums legte König Cdward den Grundstein zu dem 7. König Edward's Schwindiuchts-Sani-tarium in Wildhurst, Essex. Hierzu hatte Sir Ernest Casset dem Könige Sl.000,000 gegeben. Inland. Des M o i n e s. Ja. CongreßAbgeordneter A. T. Hull wurde nicht zur Abstimmung zugelassen, weil er die Registrirung versäumt hatte. Washington. Der republ. Eaucus hat die Nomination des Spre chers und anderer Beamter des Abgeordnetenhauses findet am 7. Nov. statt. N e w Y o r k. Auf dem Woodlawn Friedhofe wurde nach dem Ritus der Heilsarmee Frau Emma Booth'Tucker unter zahlreicher Betheiligung zu Grabe getragen. A l b a n y, N. Y. Ein Feuer, welches an der Citizens Steamboat Landung gegen halb 11 Uhr zum Ausbruch kam. richtete einen Schaden von S1,000,000 an. Italien. Das neue Cabinet. R o m, 3. Nov. Das neue Cabinet setzt sich wie folgt zusammen: Giolitti, Premier und Minister des Innern; Tittoni, Minister des Aeußern; Ronchetti, Justiz-Minister; Luzattz, Minister des Schatzes; Rosano, Finanz ' Minister; General Pedotti, KriegS-Minister; Admiral Mirabello, Marine-Minister; Ordando. Minister des öffentlichen Unterrichts; Tezesco, Minister der öffentlichen Arbeiten; Ra va, Agricultur-Minister; Stellutiscala, Minister für Posten und Telegraphen. Die Minister legten heute den Amtseid ab. Die bedeutendste Erscheinung des neuen Ministeriums ist Herr Luzzatti. Er ist ein besonderer Freund Amerika's, das er energisch auf dem kürzlichen internationalen landwirthschaftlichen Congreß zu Rom vertheidigte, indem er die Anträge der deutschen Agrarier auf Gründung eines enropäischen ZollVereins gegen die Ver. Staaten zu Fall brachte. Katzenpensionen. Die Einrichtung eines Family House" für Katzen ist eine echt englische Idee und hat sich als äußerst praktisch bewährt. Diese Pension, die allein für das Katzengeschlecht reservirt ist, liegt in der Nähe von London mitten in einem schattigen Park. Dort leben in einer angenehmen Ruhe und mit größter Sorgfalt gepflegt zahlreiche Katzen, deren Herren oder Herrinnen sich auf der Sommerreise befinden. Es gibt Pensionäre erster und zweiter Klasse. Jene werden in schönen hellen luftigen Käfigen untergebracht, die mit allem modernen Comfort ausgestattet sind; dort verbringen sie die Nacht und die Stunden des Tages, in denen sie sich ausruhen wollen. Stangen, die überall angebracht sind, erlauben diesen privilegirten Pensionären, ein wenig Gymnastik zu treiben. Die Pensionäre der zweiten Klasse schlafen in einem Schlafsaal auf Strohlagern. Den Tag über haben alle Pensionäre die freie Benutzung des Parkes. Dort sieht man die einen würdig umherspaziren, die anderen lustige Sprünge machen und wieder andere sich faul auf dem grünen Teppich hinstreäen. Die Nahrung ist reichlich und mannigfach; man servirt ihnen Butterbrot, Milch, Fisch, Reis, frisches Fleisch und Gemüse. Es gibt sogar, wie der Gaulois" versichert, Pensionäre, die ä le Carte" speisen. Diese haben eine bssonders sorgfältig zubereitete Küche. GroomL haben die Toilette der Katzen zu besorgen und einmal wöchentlich erhalten die Pfleglinge den Besuch des Doktors. V'e r z e i h l i ch e F r a g e. Haussier: Vielleicht gebrauchtes Automobil zu verkaufen?"
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jto Glück dcr HMichm. Gemeiniglich wird das häßliche Aussehen in Gesicht und Wuchs eines Menschen als sein Unglück abgesehen, und doch fehlt es nicht an Beispielen, wie gerade die Häßlichkeit ihrem Träger Glück gebracht hat. Vor nicht langer Zeit starb ein reicher Bankier in London, welcher selbst erzählte, wie er seine? Häßlichkeit sein Glück verdanke. Derselbe kam als kleiner Junge im Jahre 1842 ohne einen Pfennig Geld nach London. Er suchte eine Veschästigung zu finden, wurde aber überall wegen seines abschreckenden Aeußeren abgewiesen. Schließlich bewarb er sich um die Stelle eines Laufburschen in einem Bankhause. Als er die Menge der Bewerber sah, sank jede Hoffnung, und doch wandte sich der Chef gerade an ihn mit den Worten: Tu bist häßlich genug, mein Junge, um ehrlich zu sein!" Zu seinem größten Erstaunen ward er sofort engagirt, und er erzählt selbst: Von diesem Tage an kam ich ständig vorwärts. Mein Arbeitgeber schien eine Vorliebe für mich zu fassen und brachte mich so schnell weiter, daß ich nach zwanzig Jahren als Kompagnon in die Firma eintrat, und bis zu seinem letzten Tage erklärte mein Freund und Gönner, daß ich meinen Erfolg im Leben nur meinem häßlichen Aussehen als Knabe verdanke." ' In Norwegen wurde die Ankündigung der Verlobung einer reichen Erbin mit dem Lehrer eines benachbarten Kirchspiels in der ganzen Gegend besprechen, denn die Braut war nicht nur unver'nchlich schön und hatte zahllose Bewe. :r. sondern der Lehrer war auch sehr häßlich und verwachsen. Gerade darin lag aber das Geheimniß seines Erfolges, denn die reiche und schöne Braut hatte gelobt, nur einen Mann zu heirathen, dem das Schicksal gar nichts mitgegeben hätte." S-atlc Sclratttttsciafi. Redakteur (nachdem er zwei Dichter einander in der Redaktion vorgestellt hat): Die Herren haben sich übrigens schon im Papierkorb kennen gelernt!" Z,lnttötliigc AnyN. Die ganze Nacht über hat der Kopfschmerz nicht nachgelassen. Ich fürchte, Herr Doktor, es ist vielleicht am Ende eine Hirnentzündung." Dazu fehlt doch jede Voraussetzung." DoppclNttnig. Hast Du schon gehört: Die Frau vom Maler Duckerl wird jetzt auch Malerin!" Was Du nicht sagst?" Ja! Erst gestern hat sie ihren Mann auf die Leinwand geworfen!" Rus der znoderncn VcscU IVimfi. Dame: Die Schulzes verstehen es, ein feines Haus zu machen! Hatten die neulich prachtvolles Tafelzeug. Die Müllers dagegen die hatten blos eigenes!" Fio ZoffnungsvoUcn. Mutter: Was muß ich sehen. Max, Du rauchst! Schämst Du Dich nicht vor Deinem kleinen Bruder, daß
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der Dir mit gutem Beispiel vorangeht. Gelt Du rauchst nicht. Fritzchen?" Nein, Mama! Ich hab's längst wieder aufgegeben!" Zur AusfüUttg. Richter: Zum Dank dafür, daß Ihnen der Schlächtermeister einen alten Anzug geschenkt, haben Sie ihm bein? Hinausgehen einen Schinken gestohlen!" A n g e k l a g t e r : Ja, der Anzug toar mir nämlich etwas zu weit!" Makro CScsdiiditc. Zwei Wörishofener Buben geriethen in Streit. Nach Knabenart bedachten sie sich gegenseitig mit den schönsten Schimpfnamen und bemühten sich hierbei. einander zu übertrumpfen. Ochs," Esel," Tepp," Rindvieh" der Streit schien kein Ende zu nehmen. Da schoß endlich der eine den Vogel ab. indem er dem anderen zurief: Du bist a Kurgast!" Dieser Schimpf war nicht zu überbieten Der Hispar-Paß im Himalaya hat den längsten Gletscher der Erde; dieser dehnt sich über 89 Meilen weit aus. Eine aktive Kampfflotte" wurde vor Kurzem in der deutschen Marine gebildet und in den Dienst gestellt. Das Meerschweinchen hält den merkwürdigen Rekord, schon im Alter von sechs Wochen vollkommen ausgewachsen zu sein.
