Indiana Tribüne, Volume 27, Number 61, Indianapolis, Marion County, 2 November 1903 — Page 7
N T Jndiana Tribune, 2. November 1903
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Im ßcrnne des (ßofdes Rcman von Alfred Sassen, gortscung. 24. Kapitel. 3!Vj3 Odo von Degenhardt und seine -JTx arme junge Frau nahmen nach ihrer Abreise von Zedern zuerst einen kurzen Aufenthalt in Berlin. Jeanette wünschte diesen Aufenthalt. Sie empfing dort die Besuche einiger Herren, von denen sie sagte, daß es einstige Bekannte Papas seien, mit denen sie Geschäftliches zu ordnen babe. Da sie seine Anwesenheit bei diesen Besuchen nicht ausdrücklich erbat, hielt sich Vodo taktvoll zurück. Nach einigen Tagen reiste man dem Süden entgegen. Von Trieft trug der Dampfer die Beiden durch die tiefblauen Fluthen des Ionischen Meeres nach Korfu. In dem wundersamen Zaubergarten der griechischen Insel wollten sie sich mehrere Wochen aufhalten. Bodo erhoffte von der schmeichelnden Pracht des Südens einen wohlthätigen Einfluß auf Jeanettes krankes Gemüth. Ohne daß sie darauf geachtet hatten, waren sie unterwegs, im Bahnwagen, in den Hotels, auf dem Schiff, überall der Gegenstand lebhafter Neuzier geWesen. Bodo war allerdings in seiner kraftvollen männlichen Schönheit eine Erscheinung, die sehr wohl bewundernde Blicke auf sich ziehen konnte und nun daneben die Figur dieser kleinen, zierlichen Irau.deren Gesicht und HalsPartie stets so dicht verschleiert war, daß ihre Züge auch für den schärfsten Blick unkenntlich blieben! Zudem legte sie nie die Handschuhe ab, und der geheimnißvolle Reiz, der das junge Paar umschwebte, wurde noch dadurch erhöht, daß sie stets in der Einsamkeit ihres Zimmers oder ihrer Kabine die Mahlzeiten einnahmen. . Auch in Korfu hielten sie es so mit der strengen Absonderung. Obwohl sie in einem großen Hotel wohnten, dessen Gäste aus allen Theilen der Welt zusammengeströmt waren, hielten sie sich vollständig von jedem Verkehr zurück. Ganz allein durchkreuzten sie die blauschimmernden Fluthen, nur von einem Führer begleitet, streiften sie in den Bergen umher, in den weiten OlivenWäldern, von deren Silbergrau Pinie und Cypresse wirkungsvoll abstachen. Bodo wies höflich, aber entschieden jede Annäherung zurück. Und so mußte sich die internationale Ncugier weiter den Kopf zerbrechen, weshalb die zierliche fv? A lltrt Y2 frry'Aryart VQmrtti tit
WUUlil JUyVlltll JlVlh Tageszeit, immer und überall, so tiefverschleiert daherschreite. Die abenteuerlichsien Vermuthungen wurden laut, aber schließlich konnte man doch nichts anderes feststellen, als daß Bodo von Degeichardt sich der zartesten Aufmerksamkeit gegen seine Frau befleißigte. und daß sie mit einer grenzenlosen Hingebung an ihm zu hängen schien. Uebrigens verschwand das interesf ernte Paar mit der anwachsenden Sommerhitze ganz plötzlich von Korfu. Sie ließen sich von den Wellen des Reiseverkehrs hinaufspülen an die Gestade einer nordischen Insel. In Bor turn wollten sie den Hochsommer verleden. Auch hier gehörten sie ausschließlich sich an. Natürlich konnten sie aber auch hier nicht verhindern, daß sie für gewisse Kreise sehr bald in den MittelPunkt des Interesses rückten. Sie schienen sichjedoch nicht darum zu kümmern. In dem geräuschvoll bunten Durcheinander des Strandlebens, das sich zwischen den beiden Badeplätzen entfaltete, wurden sie fast nie gesehen, sie wanderten für gewöhnlich weit hinaus in die wundervolle Einsamkeit, die die langgestreckte Insel den Suchenden zwischen ihren Dünen schenkt. Stundenlang saßen sie auch still auf dem hübschen kleinen Balkon, der zu ihrer Wohnung gehörte und ihnen die bald sanfte, bald zornige Schönheit des Meerestraumes im weitesten Hinbreiten gewährte. Aber gerade wenn sie sich auf die Oase ihres kleinen Balkons gerettet hatten, waren sie der Zielpunkt der lebhaftesten Beobachtung vom Strand aus. Da fragte eine ganze Anzahl von scharfen Operngläsern an ihren Gesichtern herum, odcr richtiger nur an dem Bodos, denn Jeanette saß auch auf dem Balkon tiefvers chleiert undurchdringlich blieb unter den dichten Spitzenkanten das Gesichtchen, das zu der zierlichen Gestalt gehörte. Aber man sah, daß ihre Hand fast unablässig in der des Gatten ruhte, und ebensowenig entging den Späheraugen die innige Fürsorge, mit der Bodo jeden ihrer Wünsche zu errathen suchte und bald ein Flacon, bald ein Glas Wein, ein Buch oder sonst einen Gegenstand herbeiholte. Es blieb keine andere Annahme übrig, man mußte das Paar für sehr glücklich halten. Freilich die Wolke des (Seyeimnisjes, die dieses Glück umgav. vermochte Niemand zu zertheilen. In de? zweiten Septemberhälfte rei sien die Beiden nach Thüringen zurück, aber ehe sie sich nach Zedern wandten, sollte erst noch einmal Ghtion gemacht werden, und zwar in dem nicht allzu weit entfernten Georgenthal. Es war dies Jeanettes Wunsch. Sie meinte. sie habe schon m Zedern öfters von dem lieblichen Erdenfleck mit seinem hübschen See und den darum emporragenden Bergwäldern gehört, und da die Tage noch so einladend seien, würde es ihr Freude machen, den kleinen, wonnia. versteckten Ort kennen zu lernen.
n Vodo war zwar ein leiies e-
fremden aufgestiegen, daß Jeanette, so kurz vor dcr Heimaty, den Zug noch einmal verlassen wollte, allein sekbstverstandlich hatte er sich ihrer Bitte ohne ein Wort der Widerrede gefügt. Und eS war in der That schon m dem kleinen Ceorgenthal,das jetzt, Ende September, schon wieder in köstlicher Einsamkeit dalag, verlassen von den meisten Sommergästen, die es bis vor Kurzem beledt. Herrlla) war e3 aus dem kleinen See, herrlicher ncch in den Wäldern, über denen das Sonnenlicht mit letzter heißer Liebkosung lag. Am 1. Oktober sollte die Heimreise nach Zedern angetreten werden. Jeanette hatte den Tag bestimmt. Heute war der letzte September. Vor dem netten, einfachen, aber vorzüglich geleiteten Kurhaus saß Vodo mit seiner jungen Frau unter einem der stattlichen Bäume, die den Platz bis hinüber zum See füllten. Sie hatten oben :n ihrem Zimmer gespeist und waren nun noch einmal heruntergekommen. Nur ganz vereinzelte Gäste hielten noch den einen und den anderen Tisch besetzt. Weich und träumerisch lag der Abend drüben über dem See. An einigen Stellen des Wasserspiegels haftete es noch wie leichtes Glanzgeflimmer, zurückgeblieben von der eben Heimgegangenen Sonne. Aus den Baumkronen taumelte da und dort ein zu früh welk und müde gewordenes Blatt nieder. Die Luft fächelte ncch mit dem vollen Wärmehauch des Sommers. Die jungen Leute hatten lange schweigend gesehen, immer mehr eingesponnen von dcr sinkenden Dunkelheit. Unter dem Schutz derselben hatte Jeanette ihren Schleier bis über die Lippen gehoben. Der kleine, blasse, müde Mund athmete in tiefen Zügen den Balsam dieses Abends an der Sommer- und Herbstgrenze. Bodo," ließ sich plötzlich die Stimme der jungen Frau vernehmen, halblaut, gedeckt von einem leicht bebenden Klang der Schwermuth, den sie seit den furchtbaren Unglückstagen angenommen, ich möchte heute Abend einmal leichtsinnig sein und Champagner trinken." Ueberrascht nahmBodo seine Cigarre aus dem Mund und erhob sich. Ein warmer Strahl ging über sein ernstes Gesicht. Ja, sei leichtsinnig, liebe Jeanette," sagte er lächelnd. Wenn Du wüßtest, welche Freude Du mir mit solch holdem Leichtsinn bereitest." Er ging selbst hinüber in das Haus, um die Bestellung zu machen. Wenige Minuten später saßen sie beim Champagner. Die Dunkelheit rocrr nun vollends hereingebrochen, aber sie hatten auch das bescheidenste Flämmchcn zurückgewiesen. Es war ihnen gerade recht so durch das Weben der Dunkelheit fühlten sie sich abgetrennt von der Außenwelt unter dem Zeltdach ihres Baumes, an ihrem Tischchen gehörten sie sich ganz allein. Jeanette hob dem Gatten das Glas entgegen und sagte: Bodo, mit diesem Schluck, den ich von ganzem Herzen trinke, möchte ich Dir danken für die wundersamen Reisetage, die hinter uns liegen. Es war gut und kühn von Euch, von Dir und Marga, daß Ihr mich mit Gewalt von meiner Verzweiflung losgerissen und in den Sonnenschein geführt habt. Schenke mir noch einmal ein. Dir und Marga dieses Glas!" zodo wollten die Erwiderungsworte nicht frei und leicht aus der Kehle. Er mußte erst eine kurzeBetroffenheit überwinden, die weniger dem Inhalt von Jeanettes Worten galt, als dem seltsam feierlichen Ton, in dem sie gesprochen worden. Er fühlte sich plötzlich auch noch von einem leichten Schauer überlaufen. Dann aber richtete er sich lebhaft auf und rief: Nicht Du, liebes Kind, hast zu danken. Mir hast Du die Seele weit und bell gemacht, als Du mir damals gestattet, bei Dir zu bleiben, mit Dir zu gehen. Dir ein Stück der großen, schonen Welt zu zeigen " Si? schüttelte leicht den Kopf. Di: große, schöne Welt hätte meinem erstarrten Innern nicht die nothwendige Hilfe bringen können die hast Du ihm gebracht, Bodo, Du ganz allein, nur an Deiner Seite konnte ich Himmel und Erde in ihrem rechten Glanz erkennen, ohne Dich wären sie dunkel und leer geblieben darum nimm meinen armen Dank entgegen." Er näherte ihr sein Antlitz, seinen gefüllten Kelch. So laß mich mein Glas darauf trinken, Jeanette, daß wir von dem Glanz dieser Reisetage so viel in uns aufgenommen, um auch unser Daheim, in das wir morgen zurückkehren, für alle Zukunft damit durchsonnen und durchwärmen zu können. Nicht wahr, es wird nun noch alles gut werden?" Sie antwortete nicht gleich. Sie saß und starrte an ihm vorüber auf den dunklen See hinaus. Den Schleier hatte sie langet vounandig zu-rückgeschlag-n die Mauern der Nacht" sorgten dafür, daß kein unberufener Blick ihr armes, von den Narben der Brandwunden so sehr entstellt?s Gesichtchen sehen konnte sie sorgten aber auch dafür, daß Bodo der äugenblickliche Ausdruck dieser Züge verborgen blieb. Es war darin tou ein allerletzter Kampf, der sich noch einmal mit golden aufleuchtenden Lockungen und Verheißungen herangeschlichen, obwohl er durch einen großen starken Entschluß langst entschieden. Hätte Bodo sie so gesehen, er wäre vor ihr niedergestürzt, hätte mit ungestümen Armen ihren Leib umscülunaen und sie beschw"'
Um Gott, Jeanette, was sinnst Du?" Aber er konnte mit feinen Augm die Dunkelheit nicht durchbohren. Voll ernster Ruhe saß er und harrte lau schend ihrer Antwort aus seine Frage. Und dies- Antwort erklang endlich, voll und rein im Ton: Ja. Bodo. es wird noch alles gut werden! Ich erhoffe es zuversichtlich! Und ich erbitte es von Gott!" Sie gingen hinauf. Jeanette hatte sich eng an den Gatten geschmiegt, und ehe sie in die Thüren der nebeneinander gelegenen Zimmer traten, flüsterte es nochcinmalbauchartig an seinerWange: Gute Nacht Geliebter!" Am anderen Morgen es mußte ncch sehr früh sein, da nur erst ein sahles Zwielicbt den Naum nothdürftig
füllte fuhr Bodo plötzlich aus dem Schlaf empor, wie von einem harten Schlag auf daö Herz getroffen. Durch daS offene Fenster drang dumpfes Stimmengewirr zu ihm herein. In athemloser Beklemmung ging er hin und fragte hinunter, was es gäbe? Da trat der nur nothdürftig angekleidete Wirth unter sein Fenster und theilte ihm mit stockender und zitternder Stimme mit, eS sci ein Unglück geschchen da drüben auf dem See der Mann konnte nicht weiter sprechen, er wandt: sich mit einer bezeichnenden Geberrc ab. Vcdo wußte genug. Er trat nicht erst in das Nebenzimmer er war ja überzeugt, daß er Jeanette nicht darin finden würde. Ein Knecht, der besonders früh heraus gemußt, einer Fahrt nach Gotha wegen, hatte auf dem See einen Kahn bemerkt, einsam und führerlos in der Mitte des Wassers sich schaukelnd. Er war in einem anderen Fahrzeug hinübergerudert, um den Ausreißer an das Ufer zurückzuholen da hatte er das Schreckliche gesehen. Eine menschliche Gestalt in Frauengewändern, mit aufgelöstem, weithin gebreiteten Haar, hatte sich im Schilf verfangen.. Es war die arme Jeanette, die in den Fluthen des Sees ihren Tod gefunden. Ob ein Unglück vorlag oder ein Selbstmord, darüber gingen die geflüsierten Meinungen auseinander. Er, dem ein grausames Verhängniß die Gattin entrissen, äußerte keine Silbe zu? Sache. Bleich bis in die Lippen, mit großen, dunklen Augen, stand er an ihrem Lager, auf das man sie getragen, und starrte, auf die regungslose, fingliedrige Gestalt nieder . . In einem n-ißen Kleid, das er noch nie an ihr zesehen, hatte man sie aus dem Wasser gezogen. Lange hafteten seine Augen an diesem Kleid. Es schien ihm eine Geschichte zu erzählen von rührender, aufopferungsvoller Größe . . . Endlich beugte er sich herab und küßte ihre kalte Stirn, ihre kalten Lippen und die für ewig stillen Hände .... Am Abend des Unglückstages geleitete Bodo die entseelte Hülle nach Zedern. Jeanette hatte am 1. Oktober heimkehren wollen. ES geschah so. Nur war sie für immer heimgegangen. An der Seite des unglücklichen Vaters wurde sein unglückliches Kind bestattet. Das ganze Dorf war zu der Beerdigung herbeigeströmt, auch viele Vewohner von Gellenborn hatten sich eingefunden. Und alle verspürten an dem Doppelgrab von Vater und Tochter erschauernd das Walten räthseldunkler, unerbittlicher Mächte und beugten davor daS Haupt. Die tief beklagenswerthe Frau, der Rollenhagen in seinem Irrsinn den Sohn erschossen, hatte an der offenen Gruft seines Kindes einen großen Kranz mit weißen Rosen niedarlegen lassen. Bodo fühlte in diesen grauen Tagen eine weiche, tröstende Hand auf seiner Schulter. Die Mutter hatte sich in heroischer Aufwallung von ihrem Schmerzenölager erhoben. Sie wolltjetzt nicht mehr krank sein, der Soht. bedürfte ja in seiner Herzenseinsamkeit eine? freundlichen Stütze so sehr, und die geliebte Schwester Gisela hatte nicht an seine Seite eilen können. Durch die Rücksicht auf ein zartes Leben, das st: und ihr Gatte erwarteten, war ihr die Reise verboten worden. Vodo meinte wohl, es müsse sich noch eine andere als die Mutterhand tröstend in die seine legen. Allein darauf wartete er vergebens. Er gewahrte Marga nur bei dem Begräöniß bleich und still einen Augenblick hinter der schwarzen Mauer der übrigen Trauernden. Den mündlichen Ausdruck des Mitgefühls empfing er jedoch von Tante Bertha allein allerdings zugleich im Namen ihrer Nichte. Nachdem er ein leises, schmerzliches Befremden überwunden hatte, ehrte Bodo diese Zurückhaltung des junaen Madchens. Er glaubte die Grunde dafür aus dem seltsamen Verhältniß heraus. in das sie daö Schicksal zueinander verstriat. verstehen und beurtheilen zu müssen. Unter Jeanettes Papieren fand stckä ein Brief vor. der auf ein Testament hinwies, das sie in Berlin niedergelegt. Bodo wußte jetzt, wer die Herren gewcsen, deren Besuch sie damals in Berlin empfangen. Er verstand auch, weshalb Jeanette seine Gegenwart nicht gewünscht. (Fortsetzung folgt.) Wenn von drei gleichdicken Drähten ein solcher aus Gold 150 Pfund trägt, so trägt einer aus Kupfer 302 und einer aus Eisen 548 Pfund. . Mit Reis ernähren sich auf. der Erde in der Hauptsache, wie man annimmt, Tag für Tag etwa 800,000,000 Menschen.
Eittc ZZaulmnosspest. Tc? Vol!-A?ccr.i!" und sein ungekcures VrrnichtunlzSVcrk.
&0tir;at ver Baumsoll?Zntcrefscten Tcr t?a?scl-i5btl seilt Htiniatlj ZerNS? titi:S;vcrt 2c& IlisellS UerUigc RuesiÄtcn aus L1eller:,z. Zu den wichtigsten Lebensfragen für die Mehrzahl der Südstaaten der Union gehört bekanntlich die BaumWollindustrie. Diese Thatsache finde! eine neue Illustration in der Einbcrusung eines Konvents aller Vaum-woll-Jnteressen!en, der dieser Tage in DallaS, Ter., zusammentreten soll, um geeignete Mittel zur Bekämpfung des schlimmsten Feindes der Baumwolle, dcZ von den Amerikanern Loll We:vil (Baumwolllapsel - Giebel, Anthonornu3 gnxrnlis) genannten Käfers ausfindig zu machen.. Der Aufruf, sich an dem Konvent durch Vertreter zu bcthciligen. ist an alle südstaatlichtn Negierungen ergangen. Bon dem Staate TexaS wurde schon einig: Zeit vorher ein Preis von $50,000 ausgesetzt für Denjenigen, der ein pra!tischeS und leicht anwendbares Mittel zur Vernichtung deS Insektes findet, das allein im Jahre 1902 in Texas einen Schaden von über $30,000,000 angerichtet hat. Schon im vorige Jahre versammelten sich in Tallas ci::c Anzahl hervorragender Baumwollpslanzer, Repräsentanten des Staates und Entomologien, um einen systcmatischen AuSrot:ungs!:ieg gegen den gcsräßigen und so überaus schädlichen Käfer zu berathen. Lüider ist es bisher nicht gelungen, ein nur halbwegs erfclgreicheö Mittel gegen diese Pest ausfindig zu machen. Ter Kapsel-Wiebel, der aus Mexiko stammt, kam zuerst im Jahre 1861 nach Texas. Lon diesem Zeitpunkt an bis Ai jJS TJit B011WLE.VII . x Vi. COTIOMBOILRUINLC EY THl BOUVEEVIL Ttt Voll'ccvil." AiiIcfttsjene JÖamnwollkclpscl. zum Jahre 1878 wurde die Baumwollernte immer kleiner, hielt sich jedoch immcrhin noch auf respektabler Höhe. Im Jahre 1873 zerstörte das Insekt in Texas über 193.000 Ballen im Werthe von etwa 57.400,000. Vom Jahre 1873 ab steigerten sich die Verluste in geringem Maße bis zum Jahre 1893. Tamals setzte das Insekt in ungeheuren Massen iiier den Rio Grande bei Brcwnsville und ergoß sich wie eine v!cst über das Land. Heule ist die gesammte Baumwollindustrie durch das Auftreten des Käfers auf's Schwerste bedroht. Auch im Staate Missouri hat er bereits riesigen Schaden angerichtet, indem er nicht nur die Baumwolle, sondern auch die Maisernte gefährdete, und zweifellos wird er fein Zerstörungswut über das Gesammtgebiet der Ver. Staaten auehnen. wenn ihm nicht baldigst Einhalt geboten wird. Tcr mit einem Rüssel ausgestattete, etwa Zoll großt. Käfer eröffnet sein: unheimliche Thätigkeit. we.n dieBaumwollpflanze in Blüthe steht. Dann kriecht er iü die Llumc. um sie ihres Blüthenstaus zu berauben, und während er seinen Hunger stillt, legt er gleichzeitig seir:e Eier. Tie Eier verwandeln sich im Lause von zwei ode: drei Tagen in Larven, und nun begingt das eigentlich? Zcrstörungswerk. Der Käfer mach! mancherlei Metamorphosen durch, und nachdem dann di? Hüll? der Puppe gesprengt ist, frißt er sich durch die Blüth?nknolle der infclg? seiner Zerstörungen verwelkten Baumwollpflanze. Nun fliegt er zu einer anderen Pflanze und beginnt sein? Plündcrarbeit auf's Neue. Ten Winter über vergräbt sich daS Insekt in der Erde. Vielfach werden die Eier und Naupen deS Infekts durch die in allen Baumwollfeldcrn sehr häufigen Ameisen fortgetragen. Diese Ameisen vernichte : nicht nur die Brüt des Voll-Weevils. sondern todten auch die Kapsclraupe (Heliotliis armigera), welche den Baumwollpflanzungen ebenfalls, wenn auch in geringerem Maße, Schaden zufügt. Im Ganzen und Großen scheiterten jedoch bisher alle Bemühungen, den Käfer auszurotten, an der g:ringen Kenntniß, seiner Leöensgewohnhciten und seiner natürlichen Feinde, und leine Baumwollpflanzcngattung hat sich, ntg:gen den Anpreisungen verschiedener Samenhändler, gegen das Insekt als immun erwiesen.
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Des Papstes Kanzler. ?in panier I neuer Lei der auswärtige Angelkgenkieiten dS Vatikans. Der neue päpstliche Staatssekretär, Monsignore Raphael Merry del Val, erfreute sich schon seit längerer Zeit der besonderen Gunst Pius X. Beim letzten Konklave fungirte der nunmehrige Leiter der auswärtigen Angelegenhei-
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Monfigiiork Mcrry del Val. ten des Vatikans als Sekretär. Als nach der Erwählung des Patriarchen Sarto von Venedig zum Papste der Sekretär des Konklaves dem Erwählten die päpstliche weiße Mütze überreichte, senkte Pius X. seine rothe Kardinalsmütze auf das Haupt des vor ihm Knieenden. Dies wurde allgemein als Anzeichen dafür betrachtet, daß Monsignore Merry del Val in nächster Zeit zum Kardinal ernannt werden würde. Ter neue Staatssekretär ist von Geburt Spanier. Er wurde am 10. Oktober 1865 in London geboren, woselbst sein Vater, Graf Rafaele del Val, später Botschafter am päpstlichen Stuhl, spanischer Gesandter war. In einem Jesuitenkolleg erzogen, erhielt er 1888 die Priesterweihe, nachdem er bereits 1837 zum Geheimen Kammerherrn d?s Papstes ernannt worden war. Im Jahre 1892 folgte die Ernennung zum Geheimen Wirklichen Kammerherrn und 1897 die zum päpstlichen HausPrälaten. Im gleichen Jahre noch wrde Monsignore Merry del Val in einer besonderen Misston nach Kanada geschickt. Auch war er beigeordneter Sekretär der Kommisston, welche die Aufgabe hat. alle Fragen betreffend dcr Wiedervereinigung der getrennten Kirchen, namentlich des Orients, zu berathen. ttlachbinrti dcs Bundcofchahcs." Repräsentant I. ?l. Hemcnway uns seine Qirksakikeit im Kongresse. Unter den Veränderungen, welche in dem in Bälde zusammentretenden 58. Kongreß Platz greifen werden, bildet das Aufrücken des Repräsentanten James A. Hemenway von Jndiana zum Wachhund des Bundesschatzes" (watcli(lo;r of the treasury ), d. h. zum Vorsitzenden des Komites für Bewilligungen im Nepräsentantenhause eine der wichtigsten. Hemenway wird damit der Nachfolger des Repräsentanten Joseph G. Eannon, der zum Sprecher des Hauses auserschen ist. James A. Hemenway, der 1860 in Voonville, Ind., geboren wurde und dort die öffentlichen Schulen besuchte, begann seine Karriere als Arbeiter in einer Tabakfabrik mit einem Tagelohn von 75 Cents. Er studirte später die Rechte, wurde Advokat und war von 1837 bis 1891 Anklageanwalt für das Bundesgericht des zweiten Distrikts von Jndiana. Als Repräsentant zum ersten Male in den 54. Kongreß gewählt, wurde Hemenway für alle folgenden Kongresse wiedererwählt. Schon im 54. Kongreß wurde Hemenway von dem damaligen Sprecher Reed als Mitglied für das Komite für Bewilligungen ernannt, eine Auszeich4 J sT- ;'x U V'W frm'7rS7 WMMi Repräsentant James A. Hemeuroay. nun, die nur selten einem neuen Koilgreßmitgliede zu Theil wird. Diesem Komite hat Hemenway seitdem ohne Unterbrechung angehört, so daß er hinsichtlich der Zahl der Dienstjahre in diesem Ausschusse unter den republikanischen Mitgliedern desselben gleich nach dem Repräsentanten Bingham von Pennsylvanien rangirt. Kutschen und andere zu Vergnügungszwecken dienende Wagen werden in den Ver. Staaten jährlich 950,. 000 gebaut und verkauft.
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Washington Str 51 No. 10 Spritzenhaus JllinoiS u errill s2 JlliniS u druisiana 63 Welt und Couch 54 West und McEarty 5 Senate Ave. u Henry 67 Meridian und 9in W No. 4 Spritzenhaus MadrsonAv.u MorriS sg Madiion Av.uTunlop I No2Ha!en LcitcrhauS South nahe Telawar 0 Penn, u Merrill 55 Delavare u. McCartd U afi und McEarch New Jersey u. NerriZ 7 Lirz.Av.u Lradsha 8 Last und Prospekt 9 Bicking und High 71 No. 11 Spritzenhaus vir Ave. nahe Huro 7i East und Seorgia 73 Eeda und Elm 74 Davidson u Seorgi 75 önglish Av. u Pme 5 Chelby und BatcS 78 No. 3 Spritzenhaus Prospekt nahe Chelby 79 Fletcher Av. u Ehelby 81 Market u. New Zersey SZ Telaware und Wash. LZ East u Washington 84 New Dorku.Tavidso?' 85 Taubstummen Anstalt SS Lcr. Staaten Arsenal $7 Orient! und Wash. 89 Arauen-Aeformat. 1 No. 13 Spritzenhaus Marhland nah Mer. 2 Meridian u. Gcoraia. 93 Meridian und South 94 Pcnnshl u. Louisiana 95 ZZirgini Ave u. Alab. 06 Hauptquartier. 97 Erand Hotel. 98 Capital Ave und hl ,23 No. 16 Spritzenhaus 16. und Ash. 124 Zläbama und 16. 125 Central Ave und U. 126 Fände und 15. 127 Brookstde und Jupiter 123 Centra! Züt und 17. 129 Delaware und 19. 131 Alabama und 11. 132 Bellefontaine und 134 College Ave und 2. 135 Delaware und 13. 136 Alabama und North 37 Newmann und 19. 133 College Ave und 14. 139 Cornell Ave und 13. 141 DandeS iü 19. 142 Highland Ave und 10. 143 Tecumseh und 10. 145 SU Jersey nd 22. 146 Alvord und 17. 147 No. 2 Spritzenhaus Hiltstde Ave und is. t43 College Ave und 22. 149 College Av und 27. 152 Park Av und 22. 15? L E u. W Bahn u. 22. lk4 Ramsey Ave und 10. 156 Ctoughton u Newman :57 LtlaS und Pike. 15s Blond und Pawpaw. 1SS No. 21 Spritzenhaus Srightwood k Arten und Depot , 163 Brightwood und 55. '64 Rural und Bloyd 165 Ct. Clair u. 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Washington. 423 JrrenHospital. 424 Miley Ave u. I D uW 425 Wash und HarriS 426 No. 13 Cpritzenha W. Washington 427 Oliver und Buch 423 Oliver und OSgood 429 Nordbke und Fork 431 Hadlev Ave u. MorriS 432 Rwrr Sve u. MorriZ 424 Rivcr Av und Ratz 425 Harding u. Big 4 R 5 436 Harding und Clibn 437 No. 1 Spritzend Morris und Hardina, S Hswd Ltid eW 439 toSvsrdS 451 ReiSn id 5Ce 452 Howard und L 453 MorriS und Süäpl 456 Lsmbert und ütjsti 457 Nordhke v u. Xar mon WorkZ 512 West und Rah 613 Kentucky Av u. MerrQ 514 Meridian und Morris 516 JllinoiS nd ansät 517 Morris und Dakota bis MorriS und Church 519 Capital A. u McCav. 621 Meridian und Pal 523 Pine unk, Lord 524 Madisor. Av u Lincoli 526 Meridian und Bei: 627 CarloS und Ray 623 Meridian und Ariern 529 Meridian. Liahmond 631 Meridian u. McC. k22 No. 17 Spritzenhaus MorriS nahe West 61 Mcernaund Douny. 613 East u. Lincoln Lu 614 East und Seecha 615 Wright und Sander 617 McCarty und Leaty 613 New Jersey u vic Av 712 Epruce und Prospekt ra English Ave. u. Laurel 714 Etate Avu.Belt N S 715 Shelby ud Beecha 716 State Ave und Oran 718 Orange und Laurel 719 Shelby u. Ci.az VJ 721 LermgtonA.u ."Jrn. 723 Fletcher Ave u. Sprüht 724 State Ave u. PleasaN' 75 Prospekt und ykafaA 726 Orange und Harlar 728 Liberty und Mea 729 Nole und South ei No. 15 Spritzenhan Oft Washington Biz Market und Ncbl? L14 Ohio . Highland 815 Michigan u. Higble 16 Market u Arsens Ai 17 Ost S. Claik und Union Bahn Eeleisc. , b2l Pan Handle Shop? L25 Vermont und ZlValco 824 Wash. und State 2. 85 Madden'S Lounge Kak L26 TuS und Dorsev 827 Wash. und BeviS Tv 829 No. 12 Spritzenhaus eville nah Michigan 851 Southeaster Tusd Woodside. 832 Wash. und Tearbor, 884 Southeastern und Arsenal AveS. 885 New Dork und Tempi 912 JllinoiS und Mari?!. i? JllinoiS und Market, 14 Penn, und Wash. 15 Telaware nn Satf Spezlal, Signale. krsten 2 SchlZge, zweiter Alarm, Zweite Schlage, dritter Alarm, Dritten 2 Schläge, viert Alarm. l--l, Feuer aus und Schlauch aufgerollt. 8 Schläge, Sbasserdruck ab. 12 Schlage, 12 Uhr Mittag. Die so bezeichneten Signale werte nur vom Thür Wächter angegeben da an den betregend Straß kreujunge keine AlannkZSe? anttbrecht find Chicago und der große Nordweften tu ,'t i I I Rssflü 51 3 II CCifri IXXiUUl )) irjimlsssMTJsom B?!gg (i mt. UlaSka-Sawaii-PHMidine Inseln. Vier tägliche Schnellzüge, nach Chicago. &r Bon der Monon 47. Ctr. Etation, Chicago, sind s nur 5 Minuten mittelst elektrischer Lar na cd den Union Biehdösen French Lick Springr, indem Orange County Hochland. ffamililn-Hotei anter neuer GeschSfttleitung. Pluto, Proserxine ,nd Bowle Quellen. Beste Mineralwasser der Gelt. Zwei Züge täglich via Sreencaftle. Ticket-Officea : Union Station, Massachusetts ve und 25 West Washington Straße. . R. P. 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