Indiana Tribüne, Volume 27, Number 61, Indianapolis, Marion County, 2 November 1903 — Page 5

Indianer Tribüne, 2. November 190S.

Vrändc in ertlt$tcn. SJIan kann sagen, daß im Verlaufe fccn 50 Zähren alle galizischen Stadt? periodisch abbrennen, rnanche sogar wci- cfccr dreimal in diesem Zeitrann:e, um dann irner in alter Form, in alier Schlaraperci und Planlosiglcit anS der Asche neu ?n erstehen. Wa' anders.? zur Sicherung gegen seuersgefahr und gesundheitsschädliche Einflute ausgedacht und gesetzlich kodifizirt wird, scheint hier gar nicht zu cxistiren, und das Unglück kommt immer unverhofft. Die Geschichte des großen Brandes von Zloczow erzählt die Zeit" wie folgt: Am 17. Scptcmber brach zufällig in einem Hause im Centrum der Stadt Feuer aus. Obwohl es kaum 6 Uhr Abends war und das Feuer sofort bemerkt und die Feuerwehr alarmirt wurde, griff der Brand Koch bei heftigem, in südwestlicher Richtung wehendem Winde, welchcr sich alsbald zu einem förmlichen Orkan entwickelte, so rapide um sich, daß nach wenigen Minuten eine ganze Häuserreihe in Flammen stand, die Löschapparate gleich bei der ersten Prob? beschädigt wurden und an eine ausgiebige Rettung überhaupt nicht mehr zu denken war. Alles, was in der Windrickitung lag, die am dichtesten bevölkerte Hälfte der Stadt, ein Theil des Ringplatzes, der sogenannte alte Markt und zwei Vorstädte brannten gänzlich nieder. Das Feuer wüthete die ganze Nacht hindurch. Von den öffentlichen Gebäuden sind em Theil des Ecrichtsgebäudes, das christliche und das jüdische Hospital, das jüdische Greisenhaus, das griechisch-katholische Pfarrhaus sowie die Wohnung des griechisch - katholischen Vikars Opfer der Flammen geworden. Im Ganzen sind nach der Schätzung des BürgerMeisters nahezu 700 Wohnaebäude und an 500 Wirthschafts - Gebäude verbrannt. Der materielle Verlust läßt sich auch annähernd nicht einschätzen, doch dürfte er im Vergleich zu der Summe der verbrannten Gebäude nicht sehr hoch sein, da die meisten Gebäude ziemlich elende Hütten, kleine, dicht aneinander gedrängte Häuschen, meistens aus Holz un.d Lehm ausgeführt, mit Holzschindeln oder Vlech, manchmal auch mit Strob gedeckt, waren. Viel' leicht das Wunderbarste ist, wenn man die ungeheuere, rauchende, an die vier Quadratkilometer umfassende Brandstatte betrachtet und sich die engen Gaß chen inmitten der Trümmer hindurchwindet, daß bei der ungeheuren Heftig Zeit und Plötzlichkeit der Feucrsbrunst nicht mehr Leute umkamen, als es thatsächlich der Fall war. Im Ganzen sind bei dem Brande drei, respektive vier Menschenopfer zu beklagen. Eine Patientin im Hospital, welche seit zwei Tagen bereits in Agonie lag, verschied, ills man sie aus dem brennenden Gebände ins Freie heraustrug. Ein Jude starb auf offener Straße an Herzschlag. Eine alte Jüdin warf sich in ihr brennendes Haus, um irgend einen alten Fetzen zu retten, und kam nich mehr zurück. Außerdem verbrannte im Hosvital die Leiche eines am Vormittaa Verstorbenen. Natürlich wird es jahrelang dauern und Millioncn beanspruchen, bis die Stadt aus dem Schutthaufen neu ersteht. Es wäre nur zu wünschen, daß sie durch den unsanften Stoß des Schicksals doch .?tt neuem Leben aufaerüttelt würd?. Der abaebrannte Theil war dcr schmutzigste und ungesundeste, und die verschiedensten Vazillen sind es, welche beim Brande die meisten Verluste davonaetragen baben. Die Jrandkatasiropbe war eigentlich eine unfreiwillige. aber lanae schon notwendige und ziemlich gründlick Desinfektion. Tie'Besat;uug moderner Niesen dampfer. Der Schnelldampfer .Kaiserin Maria Theresia", welcher vom Norddeutschen Lloyd Anfang nächsten Jahres jür eine Reihe ten Sonderfahrten nach dem Mittelmcer in Fahrt gestellt werden wird, gehört nicht nur zu den arößten und schönsten, sondern auch zu den schlnellzten Schiffen der Flotte des Llcyd. Trotzdem auf den großen modernen Dampfern in gleicher Weise wie in den industriellen Betrieben am Lande die menschliche Arbeit soweit als möglich durch maschinelle Einrichtngen etjcjjt ftorben ist, wie sich aus der großen Anzahl Hilfsmaschznen ergieöt, w:lche namentlich aus einem SchnellKampfer zu finden sind, so ist doch selbst heute noch ein außerordentlich umfangreicher Stab von Offizieren. Ingenieuren u. s. w., sowie eine oft nach Hunderten zählende Mannschaft erforderlich, um einen dieser Niesendampfer in Bewegung zu setzen. Die Besatzungsziffer der einzelnen Schiffe ist natürlich wiederum von der Größe und der Geschwindigkeit, bezw. der Maschinenstärke abhängig. Es dürfte für unsere Leser nicht uninteressant sein, einen Ueberblick über die Besatzungsstärke der mcdernen Ozeandampfer zu erhalten. So führen die großen Schnelldampfer des Norddeutscken Lloyd folgende Besatzungen: Kaiserin Maria Theresia" 332 Personen. Kaiser Wilhelm der Große" 500 Personen, Kronprinz Wilhelm"" 530 Personen, Kaiser Wilhelm II." 060 Personen. Die wesentliche Steigerung der Mannschaftsstärke, bei. den letzteren Dampfern hängt vornehmlich mit der enormen Maschinenkraft dieser Schisse

zusammen, da sich allein das Malcbinenpersonal auf dem Kai! er Wilhelm II." auf 295 Mann, darunter 112 Heizer und 119 Kohlenzieher, beläuft.

Wenn auch dje Besatzung der Kaijerm Maria Theresia" hinter derjenigen der neuen Sck?ielldampfer des Norddeutscheu Llcyd zurücksteht, so ist dieselbe doch immerhin noch sehr respektabel. Nach den einzelnen Chargen vertheil: sich die Mannschaft wie folgt: 1 Kapitän, 5 Offiziere, 2 Aerzte, 2 Proviant- und Zahlmeister, 2 Bootsleute. 2 Zimmerleute, 4 Steurer. 1 Segelmacher, 17 Matrosen, 8 Leichtmatrosen. 5 Schiffsiungen. 1 Gepäckmeister, 1 Heilgehilfe. 1 Ingenieur, 12 Maschinisten. 7 Assistenten. 1 Elektriker, 1 Kesselschmied, 7 Schmierer, 1 Lagermeister, 9 Oberheizer, 66 Heizer, 54 Kohlenzieher, 1 Oberkoch, 6 zweite Köche, 1 Konditor, 1 Konditorgehilfe. 2 Dampfköche. 3 Bäcker, 1 Proviantund Lagermeister. 2 Schlachter. 1 Lampenwärter, 1 Barbier, 12 AufWäscher, 1 Oöersteward, 2 zweite Stewards. 3 Pantrylcutc, 5 Pantrygehilfen. 6 AufWärterinnen (Stewardessen). 70 AufWärter (Stewards), 4 ZwischendecksWärter. (Leuchtthurm.)

ZU (5erct!c:c,! vom Llrniral Gucuson." Ueber den Untergang des Dampfers Amiral (ueydon und die Zttung seiner Atannschast und der Reisenden wird dem Figaro" aus Aden gemeldet: Am 30. Juli gegen Mitternacht explodierte ein Dampfkessel auf dem Schiffe, als es sich in der Nähe der Insel Sokotra befand. Ein Matrose wurde dabei ins Meer geschleudert; die Bemühungen, ihn zu retten, waren umsonst. Da die Ezplosion einen Brand im Innern des Schiffes verursacht hatte, versuchte der Kapitän eine Landung auf der Insel. Das stürmische Wetter verhinderte sie. Das Schiff trieb auf die arabische Küpe zu. Nach drei angstvollen Tagen beschloß der Kapitän, das Schiff zu verlassen und preiszugeben. Die Mannschaften und die Reisenden stiegen in 2 Boote und gelangten ohne Unfall in der Nähe der kleinen Kuria-Muria-Jnseln an die Küste. Hier wurden Zelte errichtet, und von dem Amiral Gueydon" schaffte man Lebensmittel herüber. Hier lebten die Schiffbrüchigen 46 Tage und litten schwer unter der drückenden Hitze. Zum Glück konnten sie von den umwohnenden Arabern Wasser bekommen. Der Sultan von Mirbat lieferte ihnen drei kleine Fahrzeuge und Lcbensmittel, und sie fuhren schließlich die Küste entlang nach W!askat zu. Unterwegs begegnete ihnen der englische Dampfer Afghanistan", dessen Kapitän sich aber weigerte, sie auszunehmen. Drei Tage später trafen sie den russischen Dampfer Truwor", dcr bercitwillig die siebenNoiscndcn.da runter eine Frau mit zwei Kindern, und die 43 Mann Besatzung cmfnahm und am 24. September nach Aden brachte. In Havre verbreitete sich die Nachricht von der Rettung der verloren geglaubtennsassen dcs..Admiral Gueydon" mit Blitzesschnelle. Die Gesellschaft der Ehargeurs Ncunics hatte eine Depesche in großen Buchstaben mit den Namen aller Geretteten anschlagen lassen, und nun strömten ganze Familien herbei, manche in Trauerkleidern, die sie bereits angelegt hatten, um sich mit eigenen Augen von dem unv?rbofften Glück der(5rhaltung ihrer Angehörigen zu überzeugen. Man weinte vor Freude und beglückwünschte einander zu der frohen Wendüng der Dinge: denn auch die Optimisten batten die letzte Hoffnung bereits aufgegeben. Die Neu'Wieörr Nationalliymnc. Zur Feier des 250jährigen Bestehens der Stadt Neu-Wied fand eine öffeniliche Festsitzung der Stadtverordneten statt, die mit einer dem Wiedischen Fürstenhause widmeten und nach Heil Dir im Siegerkranz" gesungenen Jubelhymne" ausklang, aus der wir die folgenden Verse wiedergeben: Heil Dir. Du Fürstenhaus. Das uns in Kampf und Graus Freistatt bescheert ! . Weltkampf und Sturmgebraus Löscht hier im Hafen aus, Heilkraft bewährt. Laß fest zu Dir uns steh'n. Friedvoll Dein Banner, weh'n, Freiheit im Schild! Daß fern die Bangen seh' (?? Ewig einher uns h'n, Wahr, treu und mild. Freistatt das alt' Neu-Wied, Freistatt das neue Lied, All' .Herz hab Ruh'! Rhein. Zeit und Leben flieht, Doch die Geschichte sieht, Heil Wied! ' Dir zu! Weshalb man von fern mit Bangen sehen soll, wie die Neu-Wieder wahr, treu und mild einherg:hen, wird jedem ein Räthsel bleiben. Das ist doch etroas sehr Erfreuliches. Oder sollte es bedenklich sein, daß die Freistatt, von der so viel Rühmens gemacht wird, auch solche neuen Lieder zeitigt, vor denen Rhein, Zeit und Leben" fliehen? Dann fliehe der Hörer eben auch! . . . Heilkraft bewährt!" Manche Pariser G a stWirthe mischen ihrer Butter eine Kleinigkeit Honig zu; guter Butter gibt dieser einen köstlichen Geschmack und' Duft, und selbst schlechte Butte? wird dadurch um Vieles eßbarer. Der Kölner Stadtbi b lio t h ek hat der frühere Theaterdirektor Julius Hofmann 63 Sammelbände mit Theaterzetteln der Kölner Bühne seit 1881 und der Bonner Bühne seit 1882 zum Geschenk gemacht.

Folgen ves VörsensPielcS. Der Preissturz der Actien und Bonds, welchen wir in den letzten Moraten erlebten, war zu erwarten; d:nn fast alle diese Papiere standen viel höfcr, als ihr Nutzwerth das rechtfertigt'. Antheilscheine. die nur vier Procent abwerfen, stiegen auf weit über hundert; obschcn angesichts der in den Vereinigten Staaten vorhandenen ' Geldmenge eine sichere Kapitalanlage immerhin fünf Prccent bringen sollte. Es gieb: viele erfahrene Leute, welch? im Hinblick auf den Geldmarkt ein weiteres Fallen der Kurse für wahrscheinlich halten. Wer seme Wertpapiere wegen des Nutzens gekauft hat, den sie abwerfen, und sie k ehalten kann, der wird ja wohl im Laufe der Zeit ihr abermaliges Steigen erleben und er ist deshalb nicht so schwer geschädigt, wie Diejenigen, welche nur auf das Steigen der Kurse gewettet haben und am Ende die Marginö" nicht mehr auflegen" konnten. Diefe Wettenden haben allerdings schwere und wohl meist unwiderbringliche Verluste erlitten. Das legitime Geschäft sollte dadurch nicht berührt werden; denn welche Partei bei den Wetten auf der Börse gewinnt, welche verliert, geht das große Publikum eigentlich sehr wenig an. Nur wenn der Verlust einen Freund betrifft, kann da Jemand Mitgefühl haben; aber marisoll es in diesem Falle unterlassen, dem Freunde wegen der Spekulation an der Börse Vorwürfe Iju machen. Der Aermste ist ohnehin schwer genug heimgesucht worden. Bedenklich ist bei dieser Lage der Dinge nur. daß solche Banken in Mitleidenschaft gezogen werden, welche die Spekulanten unterstützt haben. Die Börsenspieler müssen ja für die ihnen gewährten Darlehen allerdings Papiere hinterlegen, deren Werth weit über den Betrag der empfangenen Anleihe hinaus geht, und diese wird als Gau" Loan" bezeichnet, d. h. der Borger muß sich verpflichten, das empfangene Geld zurück zu zahlen, sobald die Bank das verlangt. Bei der jetzt herrschenden Geldknappheit waren aber die Spekulanten mitunter nicht in der Lage, die Sichtdarlehen gut zu machen" und die Vanken verkauften alsdann die als Sicherheit hinterlegten Papiere. Das bedeutete natürlich riesige Verluste für die Geldborger und mitunter fanden sogar die Spekulanten-Banken bei dem gewaltigen Preissturz bei dem Verkaufe der Actien und Bonds nicht ihre Rechnung und verloren Geld. Das erklärt wohl die Zahlungsein' stellung einiger Institute im Osten Hier in Chicago scheinen sämmtliche Banken sich an dem Börsenspiele durch sogenannte Eall Loans" gar nicht betheiligt zu haben. Alle unlängst ver-, öffentlichten Ausweise der Chicaaoer Geldinstitute wiesen außerordentlich starke Vaarreserven auf; woraus geschlössen werden muß, daß sie weniger Geld als sonst ausborgten, um auf alle Fälle gerüstet 'zu sein. Es ist das im höchsten Grade erfreulich und da selbst die im Zentrum der Spekulation stehenden New Forker Banken bisher keine besonderen Zeichen von Schwäche gezeigt haben, so ist zu hoffen, daß die vereinzelten Zahlungseinstellungen sich auf solche Geldinstitute im Osten beschränken werden, welche sich allzu tief in Spekulationen eingelassen haben.

Sie n?a senden Japaner. Die Japaner stehen in dem Ruf, die begabtejle Naiion nichteuropäischer Abkunft zu sein, und die -großen Fortschritte, die sie während der letzten Jahrzehnte auf dem Gebiete moderner 5lultur gemackt haben, sind unbestreitbar. Sie brauchen sich aber mit diesem Ruhm nicht zu begnügen; vielmehr hat einer ihrer Divisions - Aerzte, Nakamura, auf Grund eines zuverlässigen Materials nachgewiesen, daß die Japaner auch hinsichtlich ihres körper-lkch-n Wachsthums in einer Bcrvollkommnung begriffen sind. Was aus dem östlichen Reich Asiens zu uns nach Europa kommt, ist für unsere Beariffe von kleiner, höchstens mittelgroßer ,Figur, und wir schließen daraus selbstverständlich auf das ganze Volk. Nun hat aber Nakamura feststellen können, daß &ie Körpergröße der Japaner sich in einer Zunahme befindet. Seit 11 Jahren hat der Arzt die Ergebnisse der Musterungen für den Militärdienst gesammelt, und während dieser Zeit hat sich die Körpergröße der Nekruten durchschnittlich immer erhöht. Die Zahl derjenig-n. die 5 .Fuß und 4 Zoll und darüber maßen, demnach zu der ersten Größenklasse gerechnet wurden, war 1902 größer als 1892. und auch von der zweiten Größenklasse kamen weit mehr junge Leute zur Gestellung, während die der unteren Klasse in der qlcichen Zeit heruntergingen. Falls dieser Fortschritt nicht gleichfalls einen Verlust an Körpergewicht und Muskelkraft bedeutet, so könnten die Japaner mit diesen Thatsachen sehr zufrieden sein. U n b e st e llbare Briefe wurden während des letzten Fiskaljahres mehr als 10,000,000 der Dead Letter Office in Washington eingeliefert. Davon wurden 8.895.205 Poststücke geöffnet und an Baargeld $48, 634 darin gefunden und Checks. Postanweisungcn und Wechsel zum Betrage von $1,493,563. - Von Packetstücken waren 254.580 nicht bestellbar und wurden den Absendern zurückgeschickt.

;i n der nach st enZeit wird da? Staatsobergericht von Jndiana eine alte Streitfrage zwischen den Staaten Kentucky und Jndiana entscheiden. Wenn ein Strom, wie der Ohio, zwei Staaten trennt, so nimmt man gewöhnlich an. daß die Gerichtsbarkeit eines jcdcn dieser beiden Staaten sich bis zur Mitte des Wasserlaufes erstrecke. Mit Kentucky und Jndiana ist es aber anders, indem die Gerichte entschieden haben, daß die Gericütsbarkeit des Staates Kentucky sich nicht nur bis zur Strommitte, sondern über den ganzen Ohio und bis dahin erstrecke, wo bei niederem Wasserstand daS Jndianaer Ufer beginne. In Indiana will man sich aber mit solcher Entscheidung nicht zufrieden geben, und man hat bei einer sich neulich bietcnden Gelegenheit diese alte Streitfrage wieder aufgeworfen, in der ErWartung, daß in allerhöchster Instanz eine für Jndiana günstigere Entscheidung erfolge. Ein freudiges Mieders eh e n feierte dieser Tage bei Eureka, in der Nähe von Ormo, Wis., ein gewisser George Sprague im Heim seiner Tochter Frau Dolly Apply, nachdem man ihn seit zwanzig Jahren todt geglaubt hatte. Vor zwanzig Jahren reiste er nach Dakota, um einen Landverkauf abzuschließen, aber seitdem hörte man nichts mehr von ihm; die einzige Nachricht, welche die Seinen erhielten, war, daß er verunglückt sei. Es scheint, daß, als er auf einem Floß über einen Fluß setzte, er ins Wasser fiel und von einem Baumstamm getroffen wurde, und man nahm an, daß er ertrank. Der Schlag war ein so starker, daß er geistesgestört wurde und in einem Jrrenafyl untergebracht werden mußte. Vor etwa anderthalb Jahren wurde er einem Farmer zur Verpflegung als unheilbar aber harmlos irrsinnig überlassen. Vor fünf Monaten klärte sich indeß sein Geist, er erinnerte sich an seine Familie und sein früheres Heim und machte sich auf nach Omro. Hier traf er seine drei Töchter, die er als kleine Mädchen verließ und die jetzt alle verheiratet sind. Seine Frau hat inzwischen wieder geheirathet und verzog nach Illinois. Die Freude des Wiedersehens war bcgreiflicherweise eine große, ob der Mann aber seine Gattin wiederbekammen wird, muß vorläufig abgewartet werden, Kommissär Homer Folks vom New Yorker Wohlthätigkeits-De-partement hat im Tuberkulose - Hospital äuf Vlackwell's Island eine werthvolle Verbesserung eingeführt. In dem Hospital befinden sich gewöhnlich 45 mal soviele Männer, wie Frauen, und Herr Folks fand aus, daß viele hingenkranke Frauen durch ihre häuslichen Pflichten verhindert ' werden, sich im Hospital aufzuhalten. Er hat nun ein Behandlungssystem per Tag eingeführt, wonach Frauen den Tag über die Wohlthaten des Hospitals, frische Luft, Medizin und gute Kost, genießen .u'd doch nvjch rechtzeitig nach Hause zurückkehren können, um für ihre Familie das Essen zu bereiten. Frl. Claudia Flint von Bcthany, Kas.. welche ein dortiges Blatt als die liebreizende, jugendliche Tochter des Sheriffs Flint" beschreibt, ist dieMeisterschafts-Jce Cream SodaWürgerin eines Staates, dessen junge Damen fast alle im Jee Cream-Essen einen Stiefel vertragen können. Ein Restaurateur von Bethany setzte eine Uhr als Preis au$ für diejenige Persönlichkeit, welch- während der am 30. September zu Ende gegangenen Saison bei ihm die meisten Jce-Cream-Sodas vertilgt haben würde. Frl. Flint gewann die Uhr, indem sie 2600 Tickets aufzählen konnte, deren jedes ein Glas Jce Cream Soda repräs?5 tirte. Durchschnittlich ließ diese ü reizende, jugendliche Tochter" fünfzehn Sodas per Tag in ihrem Magen verschwinden. In diesem Magen dürfte es jetzt vielleicht weniger liebreizend" aussehen. xion Zwerg . Zwillingen im Jncubator" wird aus dem Bellevue - Hospital in New York gemeldet: Mitten in der Nacht stürmte Dr. Rompert mit einer Hutschachtel herein, öffnete dieselbe behutsam urrt dann ließ sich das Weinen zweier winziger, vor wenigen Stunden geborener menschlicher Lebewesen vernehmen. EZ war ein 'Zwillingspärchen, zwei winzige Knäblein, denen die in der Allen Str. lebende Frau Yetta Goldberg das Leben geschenkt hatte. Aus der Hutschachte! gelangten die Menschlein sofort in den Jncubator, nachdem sie gewogen worden waren. Das eine Miniatur - Baby wog ein Pfund und drei Unzen, das andere ein Pfund und sieben Unzen. In denSeenWisconsins sollten mit dem Karpfen auch der Hornhecht (Gar) und der Hundsfisch (Dogfish) ausgerottet werden. Der Staatswildheger hat mit einem Bürger aus Sandusky, )., einen Contrakt abgeschlossen, die Seen Wisconsins von diesen Fischen z säubern, und der bereit ist, die Arbeit in dem Koshkonong - See zu beginnen. Wenn dies geschehen ist, wird dem See bei Madison Aufmerksamkeit geschenkt werden. Viele Fischer und Jäger sind der Ansicht, daß die Karpfen den Bestand an Enten ruiniren, da sie durch Wühlen etc. die wilde Sellerie zerstören, die den Canvasback - Enten als Nahrung dient, und auch den Laich anderer Fische verschlingen.

tfenbubn

Clevewnd, Cincinnan, Chicago & St. Louis Railwa?. JElZZCSr l?OTJ3ft.

C leveland Abgang New Fork Erpreß tägl. ..... 4 40Vrn

Muncie & FtWayne Ezp p. 7 OOVm.Elkhart Accor.i, nur Sonntgs 9 25Vm N I ö: B Lim täglich s d . . . 8 OOftm Fort Wahne & Elk Zrvrek v 10 302ta

Clev & Benton Harbor Exp.11 10Vm Southwestern Ltd tgl äs 11 3033m NI&B Lim, tägl 6s.... 2 65Vm St Louis Ltd tgl ä s 3 lOftrn Union City Ace tägl 4 B H'b'r Expreß p s 3 lofta KniSerbocker Sp täglich äcks 6 26m Union City & Clev Ace 8 15Nm New Jork Expreß täglich 6 45Nm New Fork Ltd tägl 8 n 46Nm St. Lsui ö Division. "371a Worlda ZPalrr 3E5.oia.to" St Louis Mail 7 20Bm Nett 8ork Expreß täglich 4 20Vrn Southroeftern Lim tgl 6 & s 11 4525m St. LouiZ Expreß tägl s.. . . 7 4023m St Louis Lim täglich pds, 3 2521m Mat'n & T Haute Ace 10 35Vm Tene Haute & maVn Ace..' 5 OONm NAH Boston Lim tägl pds 2 505! NA & St. LouiZ Exp tägl.. 7 05Nm St Louis Mail 5 355lr St Louis Expreß tägl 5 12 05Qrn Knickerbocker Sp täglich && Q loHrn Eincinnati Division. Ein d Louö Nachtexpreß tgl s 3 45Vm Eincinnati Ace tägjausg Sonl0 25Vm St Lous & Ein Nachtexp tg s 4 LOVrn Ehic K St L Expreß tg d s & pll 40Vm Cincinnati Exp Sonnt ausg. 7 45Bm Chicago LsuS & St L Expreßll 40B Cincinnati Acc 4 OONrn White City Spezial p 3 25N Cincinnati F Expreß, tagl p 2 5051m Cinc & 3nd Ac- auSg Son.. 6 55Nm Louis F Expreß 2 50Nm Cinc 2nd K St L Expr tg s . . 11 50Nm Cinc & Wafh gÖtgds&p 6 20Nm Chic k Lou Nachtexpreß tg s 11 40Nm Chicago Division. Kankakee Accom 7 00Vm Cinc Nachxpß, tägl s.... 3 30V Chicago Fast Expreß tgl d p 11 50Bm Kankakee Accom 10 30Bm White City Special s d & p. 3 30Nm Cinc Fast Expreß tägl p d.. 2 40Nv LaFayette Accom 5 15Nm La Fatzette Accom 5 OOm Chicago Nachtexpreß tägl s.. 12 05Vm Cinc & Wash F ., d k p.. 6 lONr? M i ch i g a n Division. Benton Harbor Expreß 7 O0Vm Ellhart Accom nur SonntagS 9 25V Michigan Mail Expreß p...H1vVm Elkhart Expreß 10 S 023m Elkhart Acc täglich 4 45Nm Venton Harbo: Expreß p 3 IdNm Michigan Ex'::eß 8 15Nm Peoria Divisio n v e ft l i ch Peoria Expreß & Mail 7 258m Columbuö & ;nc Exp tg! s 3 SOSa Western Expreß täglich pd..ll 50Brn Champaign Accom 10 35Vm Chamvaign Accom 4 lONm N 8 & Ohio Special ...... 2 4-Ntx. Peoria Expreß täglich g .. ..11 50Nm Peoria Expreß täglich p & d 6 05V Peoria Dirifion östlich. Columbuö Expreß tägl 4 30Vm Lynn Accom 10 1553m Ohio Special tägl dp 3 OONrn Columbus Expreß tägl dp. .11 40V Lünn Accom. . 6 15Nm Columvu Expreß tägl s 11 40N

j)Msburgh, (Eincinncii, Chicago öz St. Coiiis R'y. Indianapolis Division. Abgang Ankunft Eaftern Expreß täglich ...... 3 30Vrn Jndianavolis Accom b 8 .... 1 2 0523m Columbus Accom 7 3053m Schnellzug täglich s fcd... 6 30?vFast Expreß täglich g d.... 8 10Vm Limited Mail täglich 6 4053m Bradford Accom.... 1 25Nm Richmond Accom 8 4053m Atlantic Expreß täglich s&d 3 05Nm St LouiL Expr täglich d k s 12lONm Day Expreß täglich 5 OONm Bradfsrd Accom 2 OONm St L k N S Lim täglich s ä ,6 LONm Western Expreß täglich L. . . . 3 20Nu Richmond Accom. .8 OONm Nimmt keine Passagiere tgl- 8 80N Chicago Division. Louisville öc Chic Exp tgl p ä 11 3523m Chic & Lou F Expr täglich s 3 20Bm Lou & Chi F Expr täglich s 12 0523m Chic & Lou Expr täglich pb 3 40N Louiövtlle Division.

Chicago & Louisv Sdl tägl s Pi!tsKLouF Ltägls.... Mad Ace nur Sonnt Louisv & Madison Accom.. Chicago & Leu F L täglich p d Madison Accom Louisoille Accom Madison Acc, nur Sonntag. Abgang NaSt-Expreß, täglich.. ..12 1523m St Louis Lim täglich & d b 6 50Vm St LouiS Expreß togl 7 25Vm Efsingham Acc, nur Sonnlag 7 25m St Louis Expreß tägl d s b 12 15Nm Western Expreß täglich ä o.. 3 30Nm T 'Haute & Efsingham Ace .4 45Nm Terre Haute Accom.Sonntag 7 15Nw Fast Mail, täglich 8 35Nm Indianapolis & Cairo & Bincen Expr täglich 7 20Vrn Martins Accom... . 12 30Nm VincenneS Expreß 3 50Nm SpencerkFrenchLickAc, tagl. 4 45Nm

Chicago, Indianapolis & iomsviUe R'f. (Nlonon . Abgang Chic Night Expreß täglich s. .12 55Vm Cincinnati Veft täglich s. . .. Fast Mail täglich s p. 7 OOVm Fast Mail täglich s Chi Expreß, täglich.. 6.11 bOVm Monon Accom, täglich Chi & Mich Cith Best d p.. 3 35Nm Cincinnati BeS täglich dp.. Monon Accom, täglich 4 OONm (a?e Srie & weßern R. R. Abgang Mail und Expreß 7 1523m Indianapolis Expreß täglich T Det & M C Ex täglich.. 12 20Nm Mail & Expreß Peru Accom nurSsnntagS.. . 12 20Nrn Toledo Expreß

Soemng Expreß 7 25Nrn Cincinnati, Hamilton & Dayton R. H. Oft. Abgang Ankunft Cincinnati Veft täglich s & c 4 OOVm Cincinnati Vestibüle täglich s 12 4öB Fast Mail täglich s 8 0533m Fast Mail taglich 6 40V Cincinnati & Det Expr ... .10 4053m Cin Chi 6? St L Ex tgl p. .11 45Vrn Cin . & Dayton Best. Exp p 2 45Nm Cincinnati Best d&p.... 3 25N Cincinnati Best täglich & p 5 OONm Cinc & 3nö Accom 7 24N Cm & Detroit Expreß täglich 7 02Nrn Cm 3nd St &fc Peo Ex tg s&cie 35Nrs West. Abgang Ankunft Springsield Mail 8 0023m West Expreß täglich s&c. 3 6523m Chicago Expreß 11 5023m Tuseola Accom 10 3023 Tuöcola Accom.... 3 30Nm Cincinnati Expreß 2 40N West Expreß taglich tc c.lllONm Springsield Mail 4 50Nrs Via C., H. & D. Rh. (West) und Roachdale. Chicago Expreß . ...11 5023m Cincinnati Expreß .... 2 403?

S ttBttt31eeper. P. Ptrlor Ce. C.

UKtzrpöKN.

Di oific 6 Union City Accom täal . . . AnkuuZ! 9 25Vm

3 40Vm Louiöv & Madlson Acc.... 10 10?m 7 OOVm Lou & Chic g 2 tägl p d....ll 30Vm 7 30Vm Louisdille u. Madison Acc ..5 40Nn. 8 05Vm Louisv & Pittsb F L täglich 8 6 35Nm 3 55Nm Madison Accomm SonntagS 9 15Vm 3 55Nm Lou & Chi F Expr. täglich 11.50 Nchl 6 45Nm 6:45 Nm vandalia kine.

! Ankunft New Fork Expreß täglich . . 3 2023m St Louis Expreß täglich s ä 6 5023m Schneller Expreß täglich ... 7 55Vrn Terre Haute Efsing Acc tägl 10 2523m Atlantic Expreß täglich d s b 2 5021m St Louis Mail & Exp täglich 4 45N TheNS Limited täglich sdb 6 30Nrn vincennes R. R. Spencer ffrenchLickAc, tägl. 9 45Vm VincenneS Expreß täglich.. 10 352? Martinöville Acc, tägl 3 45Nm Cairo Expreß täglich 6 löNn? Route.) Ankunft 3 4523:r 7 5023a j 0 0023a 4L2Ns Ankdas, 10 2523m .3 25N 10 25N CVir r D. Dinlur Cir. - BBoffe'.Cir.