Indiana Tribüne, Volume 27, Number 60, Indianapolis, Marion County, 31 October 1903 — Page 3
Jndiana Tribüne, 31. Oktober 1903.
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Böses Omen.
D. M. Parry Saupt der neuen Arbeitgeber-Organisation. Kampf gegen die Gewerkschaftcn in ihrer jetzigen Form. Geschäftsdclegat Parks der Erpressung überführt. Abermals ein geisteskranker Besucher im Weißen Hause. Amer. Gcsundheits'Vcrbanl) befür' wortet Cantine. Vahten Krekorizn, der armenische Führer. Carnegie über Schiffstrust und Schwab's Untergang. Parry der Erkorene. Chicago, 30. Okt. Mit der Erwählung von D. M. Parry aus Indianapolis zum Präsidenten wurde heute Abend die Bildung oer Citizens Jndustrial Association of America" vollendet. Die Organisation ist national ihrem Wesen nach und umfaßt Fabrikanten, Händler, andere Arbeitgeber, allgemeine örtliche Verbände und BürgerBünde. Unter anderen ffraaen setzt sich die Organisation die Behandlung des Arbeiter-Problems in all' seinen Phasen zum Ziel. Auf der Convention waren Delegaten aus 57 Städten von San Iran-ci-co bis New Jork, einschlieblich derschieden aus Canada, erschienen und am Schlüsse der Tagung war der Plan zur Ausführung und Ausdehnung des Organisatlonswerks fertig. Andere Beamte sind wie folgt gewählt : I. C. Craig, Denver, Vorstand des Colorado und Denver Bürger-Bundes, 1. Vice-Präsident. I. T. Hoile vom Fabrikanten-Ver-band in New Aork, 2. Vice.Präsident. A. C. Rosencranz vom Bürger-Bund in Evansville, Ind., Schatzm. Der Secretär und ein 15 Mitglieder starkes Executiv-Comite, dem der Präsident, die Vice-Präfidenten und Schatzmeiste? angehören, wird später ernannt. Eine Convention des Verbands ist auf nächsten Februar nach Indianapolis einberufen. Die Art der Beiträge und Aufnahme der zahlreichen Einzel-Verbände beanspruchte heute den größten Theil der Sitzungszeit. Es wurde beschlossen, daß jedes Mitglied eine Eintrittsgebühr von $25 his 8100 erlegt; je nach der Zahl seiner Arbeiter zahlt jedes Mitglied Jahresbeiträge nach der Rate von 50 Cents, so daß der Betrag in keinem Falle unter $10, in keinem über $200 per Jahr zu stehen kommt. Eine Verwirrung drohte durch die Haltung einiger New Forker Delegaten, da diese der Citizens Alliance", welche Arbeitgeber, Arbeiter und Andere zuläßt, keine Sympathie entgegen brach ten. Sie verlangten Vertagung der Angelegenheit, fügten sich aber nachher der Vürgerbunds'Mehrheit. Die Beschlüsse verweisen auf die ge spannten Beziehungen zwischen Arbeitgeber und Arbeiter und die schädliche Wirkung auf die geschäftlichen Verhältnisse, ' verlangen ausreichenden Schutz für alle, die sich ihr Brot verdienen wollen und sagen dann theilweise : Zu festem, unnachgiebigem Kampfe gegen die Mißbräuche der Eewerkschas ten, wie sie derzeit organisirt und gebil det sind, entschlossen, erkennen wir zu gleicher Zeit das freie Recht deZ Ar beiters zur Vereinigung an und geben zu, daß eine solche Vereinigung, falls richtig organisirt und geleitet, sich in hohem Grade nutzbringend zu erweisen vermag. Wir wünschen ernstlich und wir glauben, daß wir dies thun gemäß den wirklichen Interessen der Arbeiter selbst zu handeln." Sodann wurde Herr Parry, der Präsident des Fabrikanten-Verbandes, gleich den anderen Beamten ohne OpPosition, zum Haupte der Organisation erwählt. In einer kurzen Dankrede betonte er seine Ergebenheit für die . Bewegung und sein Bestreben, Mittel und Wege für die Beobachtung des Gesetzes zu finden. Der Landschwindel. Portland. Oregon, 30. Oktbr. Die heute entlassene Grandjury erhob anläßlich der Landschwindeleien in die sem Staate 6 Anklagen; falsche Einträge über etwa eine Million Acker Landes sollen gemacht worden sein.
Ausgang des Parks Prozesses. N e w Y o r k. 30. Okt. Zum zweitenmale innerhalb zweier Monate mur de heute Samuels Parks, der GeschäftsDelegat der Hausschmiede u. Brücken Arbeitergewerkfchast, wegen Erpressung verurtheilt. Die Jury fand Parks schuldig, von
der Tiffany Studios Co., einer Con traktor-Firma unter Drohungen, ihnen die Fortsetzung von Bau-Arbeiten im Januar zu unterbinden, $500 erpreßt zu haben. Im Processe stellte es sich heraus. daß Parks von der Firma S500 als Anfangszahlung erhielt, als die Ge werkschaftler bei drei Tiffany-Contrac-ten hier am Streik waren. Später erhellte, daß Parks illoyal gegen seine Gemerkschaft gehandelt, in dem er nach Empfang des Geldes der Tiffany-Co. erlaubte, bei gewissen Ar beiten Nicht - Gewerkschaftler zu verwenden. Diese Beschuldigung stellte der Angeklagte oder sein Anwalt nicht in Abrede, aber Letzterer behauptete, Parks habe das Geld dem Schatzmeister seines VerbandeS aegeben, und es habe sich nicht um ein Verbrechen, sondern um eine geschäftliche Transaction gehandelt. Richter Newberger sagte, die Art der Verwendung des Geldes durch Parks sei ohne Bedeutung für das Delict der Erpressung, falls die Jury glaube, das Geld sei unter Drohungen erlangt. Irrsinniger im Weißen Hause. Washington, 30. Okt. Cdward Tanner, 33, aus der Schweiz und gestört, suchte heute den Präsiden ten zu sehen, wurde aber schon vor dem Eingang zu den Regierungs-Bureaus abgefaßt, nach der Polizei und später nach dem St. Elizabeth Jrren-Asyl ge bracht. Er bildet sich ein, stets von Luftbal lons verfolgt ZU sein und wollte den Präsidenten zum Eingreifen gegen diese Belästigung veranlassen. Er hat seiner Aussage nach eine Frau in Memphis, Tenn.. kam aber am Montag direkt aus Montana. Die Saison im Weißen Hause. Washington, 30. Okt. Das Programm der Empfänge und Diners im Weißen Hause für die Saison 1904 ist, wie folgt: 17. Dezember, CabinetsDiner; 1. Januar, Neujahrs-Empfang; 7. Jan., Diplomatischer Empfang; 14. Jan., Diplomatisches Diner; 21. Januar, Richter-Empfang; 23. Januar, Diner für das Ober-Bundesgericht; 4. Febr., Congreß'Empfang; 11. Februar, Ar-mec-und Macine-Empfang. Cabinets-Sitzung. Washington, 30. Okt. In der heutigen Cabinet-Sitzung waren der Präsident und fünf Cabinets-Mit glieder gegen zwei Stunden in Berathung. Einen beträchtlichen Theil der Zeit nahm die Besprechung' über die Jahresbotschaft des Prästdenten an den Congreß in Anspruch. Sekretär Hitch. cock berichtete dem Präsidenten über die jüngsten Vorkommnisse bei den Landschwindeleien im Nordwesten. Er will in einigen Tagen eine Erklärung über die Angelegenheit abgeben. Am. Public H e a l t h A s s 'n. Washington, 30. Okt. Der amer. Verband für öffentliche Gesund heitspflege vertagte sich heute, um sich das nächstemal in Havanna. Cuba, zu versammln. Ein Antrag, der den Congreß zur Wiedereinführung der Cantine im gesundheitlichen Interesse der Soldaten auffordert, wurde angenommen. Schlichtung s-V ersuche. Butte, Mont., 30. Okt. James I. Hill, Präsident der Great Northern Bahn, Bundessenator Gibson und Gouverneur Toole von Montana trafen heute zu einer Couserenz mit Senator Clark ein. Sie bilden im Verein mit dem Congreß.Abgeordneten Dixon die Schiedsgerichts-Behörde, um die Differenzen zwischen der Amalg. Copper Co. und der Heinze Faltion zu schlichten. Man nimmt an, daß der Gou verneur eine Special-Session der Legislatur für nächsten Freitag einberuft. Verlockend für Piraten. San Francisco, 30. Okt. Der morgen nach Honolulu, Guam und Manila abgehende Transportdampfer Sheridan" nimmt in '.seinem Schatzräume $2, 000,000 in Silber und Gold mit. Außer dem 22. JnfanterieRegiment, das befördert wird, ist auch die Passa gier-Liste gefüllt.
Der flüchtige Armenier. Boston, 30. Okt. Peter Kura gyian, Redakteur von Jung'Armenien und Peter Kazazomas theilten beute der Polizei mit, daß der gestern bei seiner Ankunft aus England bier verhaftete Armenier Vahten Krikorian Vorstand eines armenischen Central-Comite's in London sei. Kuraghian behauptet auch, der Verhaftete habe ihm nach dem Leben getrachtet. Krikorian wurde als Justiz-Flücht ling aus England verhaftet. Er ist eines politischen Mordes beschuldigt und kam nach seiner Vernehmung ohne Zulassung von Bürgschaft in Haft. Carnegie's Rückkehr. New York, 30. Okt. Andrew Carnegie, der heute mit Frau und Tochter aus Europa zurückkehrte, glaubt, der Zusammenbruch der U. S. Ship Builöing Co. werde seine guten Resultate um das Wasser aus gewissen Aktien-Unternehmungen zu entfernen" haben. Auf die Frage, ob die Schwab'schen Methoden stark in England verurtheilt worden seien, bemerkte Carnegie: Dies war unvermeidlich. Liegt einmal Jemand am Boden, so ist Jeder zum Fußtritt bereit".
Der Miliz-Scandal. Denver, 30. Okt. Der gegen wärtig hier vor einem ' Kriegsgericht prozessirte Miliz-Commandeur General Chase wird von der Meineids-Anklage entlastet. Der Gerichtshof kündigte heute an. es sei kein weiteres Beweismaterial in dieser Anklage nöthig und vertagte sich dann, um dem Angeklagten Zeit zur Vorbereitung auf die Jnsubordina tions-Anklage zu geben. Ein Mitglied des Gerichtshofes äußerte sich, daß das Vorgehen einem Freispruch gleich komme. Maßregelung vonKohlengrübern. T a m a q u a, Pa.. 30. Okt. Da 4.000 Arbeiter der Lehigh Coal & Navig. Co. dem Gebot, am MitchellTag zu arbeiten, nicht gefolgt waren, so wurden sie für 2 Tage suspendirt. Es herrscht nun Erbitterung und Ge rede von Streik. Man hat Präsident Dettrey vom Distr. 7 berufen. Verbrannt. Philadelphia, 30. Okt. Bei einem Brande, der den großen GetreideElevator der Balt. & Ohio Bahn so wie ein Gebäude zerstörte, fand ein Mann den Tod; 5 andere wurden schwer verletzt. Der Schaden dürfte über $200,000 betragen. Bekannter Deutscher. Minneapolis, Minn., 30.Ott. George Huhn, Präsident der Deutschamerikanischen Bank, starb heute in Dr. Abbott's Hospital an den Folgen einer Operation. Er hinterläßt eine Wittwe und einen Sohn. R e p. Versammlung. Worcester, Mass., 30. Okt. Die Republikaner veranstalten heute Abend eine Massenversammlung in Mechanics Hall mit Schatzsekretär Shaw als Hauptredner. Auch Senator Hoar hielt u. A. eine längere Anspräche. Demokratische Campagne. Baltimore, Md., 30. Okt. Auf einer demokratischen Müssendersammlung, die heute Abend zum Schlüsse der Campagne stattfand, hiel ten Gouverneurs-Candidat Warsiel) und kdemokr. Führer, darunter Bundessenator A. P. Gorman, Ansprachen. Gorman beschäftigte sich eingehend mit Präsident Roosevelt und der Rassenfrage. B a h n u n f ä l l e. Pueblo, Col., 30. Okt. Infolge der Entfernung von 3 Schienen, wahrscheinlich die Thätigkeit von Zugräubern, entgleiste heute ein ColoradoChicago Spccialzug der Santa Fe Bahn an einer Brücke 33 Meilen östlich von hier. 30 Personen, darunter 4 ernstlich, wurden verletzt. Kansas City, 30. Okt. In Howell, Kans., stieß ein Passagier mit einem Frachtzuge zusammen. Ein Tramp wurde getödtet, ein anderer sowie einige Zug Bedienstete sind verletzt. Der Bechtel-Mord. Allentown, Pa., 30. Okt. Charles und John Bechtel, die nach dem Coroners-Jnquest über den Tod ihrer Schwester Mabel in Haft kamen, wurde der Selbstmord ihres Bruders erst heute mitgetheilt. Eckstein wurde heute zur Bürgschaft zugelassen.
flicke! 5ain im Ucchl ! Tle tLnlscheisnna seS laS?a renzregnll, ruugö-Trivunals in Lonsou. Die Entscheidung des Alaska-Grenz-regulirungI-Tribunals in London involviri im Wesentlichen die Befried:gung der sämmtlichen Ansprüche der Amerikaner, und sie bildet eine Rechtsertigung des von den amerikanischen Mitgliedern der vereinigten HochkomMission 1893 in Quebec eingenomme-
ßwntans cbinaf Ij Cäfiatfa in,.,,,. ßcbM&y datiaed by VoitaJStatzs LM'i. k äfMh - "w? :- X-Xr. ' V -Cl i" V. ?. 5 mmBämm o c '-tM'fi' '.'':' T::4 '.7tr'-v YS-TW&- ! -' ' -;r .r,, SST" ?.--frz . :A XGhHTer in Frage gewesene Küstenstreifen. n?n Standpunktes. Onkel Sam wird also ras 1867 von Rußland gekaufte Territorium hinfür in unbestrittenem Bestie behalten. Die beiden, in komn:erzieller Hinsicht wenig wichtigen Insein Wales Island und Pearse Island an der Mündung des Portland-Kanals wurden Kanada überlassen. Ein Triumph drulschrr Trchui!:. TZs erzielten Zahrtresnltate auf der S:rel?e S!arikttselve:Joksen. Der Siemens'sche Motor-Schnell-bahnwagen, mit dem auf der 23 Kilometer (1 Kilometer gleich 1000 Meter gleich 0.62 englische Meilen) langen Versüchsstrecke Marienfelde-Zossen bei Berlin eine Höchstgeschwindigkeit von 201 Kilometer und eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 175 Kilometer in der Stunde erreicht wurde, darf nicht mit der ebenfalls von Siemens & Halske erbauten Schnellbahn-Lokomotive verwechselt werden. Letztere ist um 56 Tonnen leichter als der 80 Tonnen schwere Schnellbahnwagen. Mit der erwähnten Durchschnittsgeschwindigkeit würde man die 517 Kilometer lange Fahrt von Berlin nach Köln in 3j Stunden zurücklegen können, während die schnellsten Züge jetzt neun Stunden brauchen. Der elegant ausgestattete 22 Meter lange Schnellbahnwagen besitzt an jedem Ende einen Führerstand. Er ruht auf Drehgestellen, die durch vier Elektromotoren von zusammen 3000 Pferdekräften Höchstleistung angetriebcn werden. Der Jnnenraum des Wag?ns ist für die Aufnahme von 50 Personen bestimmt. Der Wagenführer hat an seinem Stande zur Ausführung MotorSchnellbahnwagen. aller Maßnahmen nur ein Handrad zu bedienen. Die Stromzuführung ge schicht durch drei oberirdische, senkrecht übereinander befestigte Kupferleitunccn. die an starken Masten montirt sind. In Folge dessen sind auch die Jiigelkontakte zur Abnahme des StromeZ senkrecht übereinander angeordnet worden. Die Masten bestehen aus zwei fernrohartig ineinander gesteckten ManneZmann-Röhren von etwa 0.2 Meter Durchmesser. Das Untertheil ist in einem Fußlager am Wagenboden gelagert und durch ein Halslager am Wagendach hindurchgeführt. Mit den erzielten Fart-Resultaten, an denen auch der amerikanische Ingenieur Charles Mudge hervorragend betheiligt ist. hat die seit 1899 bestehende deutsche Siudiengesellschaft für elektrische Hochbahnen einen Triumph gefeiert, der auch von amerikanischer Seite rückhaltlos anerkannt wird. Noch nie zuvor hat ein beweglicher Körper, Geschosse ausgenommen, eine Geschwindigkeit von 201 Kilometer oder 125.8 englische Meilen zu verzeichnen gehabt; es sei denn, daß man die von O. T. Crosby 1891 in Baltimore. Md., mit seiner cigarrenförmigen Weems Cr erreichten Schnelligkeiten gelten läßt. Allein jener Wagen zerstörte das Geleise, bevor seine Schnelligkeit auf der letzten Unglücksfahrt definitiv konstatirt werden konnte. . Es gibt einen einzigen amerikanischen Rekord von 103 Meilen die Stunde, von einer DampfLokomotive errungen; man kennt ferner eine Anzahl 100 Meilen-Rekords. Doch das Zossener Resultat steht einzig und allein da. Es bildet eine großartige Demonstration der TransportWunder, deren das gegenwärtige Jahrbundert fäbia sein dürfte.
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Die Brotfrucht der Alemannen. Stetige und erhebliche Abuayn,, VcS Tinkcl anbaus in Teutschlanv. Im langsamen Abnehmen scheint die spezifische Brotfrucht der Alc-.nannen und Schwaben, der Dinel oder Spelz, begriffen zu sein. In Württemberg liefert diese Weizenart seit altcrsher zum größten Theil das Brot und heißt darum schlechtweg auch Korn oder in Gestalt der gegerbten." d. h. enthül sten Frucht Krxen. In Württemberg betrug die Anbaufläche von Dinkel im Jahre 1901 nur 163.751 Hektar (1 Hektar gleich 2.47 amerikanische Acker), wahrend im Jahre 1851 noch 209.803 Hektar mit Dink angebaut waren. Den Hauptvortheil 'von diesem Rückgang des Dinkel-Anbaus hat die Kartoffel, deren Anbaufläche von 45,022 Hektar im Jahre 1854 auf 97.110 Hektar im Jahre 1901 gestiegen ist, ferner der nächste Verwandte des Tinkels, der eigentliche Weizen und der Hafer gehabt. Weizen wird in Wörttemberg noch immer wenig angebaut; die mit Weizen bestandene Fläche betrug im Jahre 1901 30,161 Hektar, was allerdings gegen 11,493 Hektar im Jahre 1854 einen starken Zuwachs bedeutet. Immerhin wird auch beute noch mehr als Z der für Körnerfrüchte verwendeten Anbaufläche dem Dinkel zugewendet, und von der gesammten im Teutschen Reich auf den Anbau von Dinkel verwendeten Ackerfläche stellt Württemberg allein über die Hälfte. Außerhalb Württembergs wird diese Frucht nur in Baden, einem Theile von Bayern, Hohenzollern, Hessen, Elsaß, der Rheinprovinz oberhalb Koblenz, Thüringen, Tirol, der Schweiz und auf der Insel Sardinien augebaut. Es handelt sich also zum größten Theil um Gebiete, die von Alemannen und Schwaben besiedelt worden sind. Was insbesondere den Anbau des Spelz in Thüringen betrifft, so ist es von Interesse, zu erfahren, daß die Vorsahren der heutigen Thüringer, die Hermunduren, ein sucvischer Volksstamm waren und daß es am Fuße des Harzes inmitten niedersächsischen Gebiets bis in's 12. Jahrhundert einen Schwabengau gab, dessen Bewohner ihr Volksthum noch bis in die Zeit der Entsiehung des Sachsenspiegels hinein bewahrten. Es ist auch wohl kein bloßer Zufall, daß in Württemberg selbst in den von Franken bewohnten Oberämtern fast durchweg der Anbau des Dinkels erheblich schwächer ist. als in den rein alemannischen und schwäbischen Bezirken. Da auch außerhalb Württembergs der Anbau dieser Ge-treide-Art beständig zurückgeht, so kommt wohl einst die Zeit, in der man diese Frucht als ein für die Geschichte des Ackerbaus interessantes Gewächs nur noch in botanischen Gärten und Ackerbauschulen zeigen wird. Geburtszisscrn. Die vergleichende VevölkerungsStatistik der Großstädte ergibt, daß der Ruhm, dem Storch am meisten Beschäftigung gewährt zu haben, einer deutschen Stadt zukommt, nämlich Essen. Diese Stadt stand bezüglich der Geburtshäufigkeit im Jahre 1901 an der Spitze aller Großstädte. Die Geburtsziffer betrug auf 1000 Einwohner 47.1, am nächsten kommen wiederum zwei deutsche Städte, Mannheim mit 43.9 und Nürnberg mit 41.3, Von nicht-deutschen Großstädten weist nur die argentinische Stadt Rosario da Santa-Fe eine Geburtsziffer von über 40 auf. Bei den Millionenstädten ent.
fallen relativ die meisten Geburten auf Moskau (30.9); es folgen alsdann Wien, London, Berlin, New Fort und Paris (21.3). Die niedrigsten Geburtsziffern zeigen die französischen Städte Lyon, Bordeaux und Toulouse (18 bis 19). Noch niedriger ist die Ziffer in Rio de Janeiro: 17.4. onncnflcckc. Unlängst wurden durch George A. Peters, der dem Photo-Biograph der Seewarte in Washington. D. C.. vorsteht, zwei Aufnahmen der Sonnenflecke gemacht. Die Bilde: weisen ein: große Anzahl von Sonnenflecken auf. mehr als innerhalb der letzten Jahre beobachtet wurden. Die Gruppe der Flecken ist so groß, daß dieselbe mit bloßem Auge, durch rauchgeschwärzte Gläser geschützt, gesehen werden kann. Man taziri, daß die mit Flecken b:deckte Fläche etwa 110.000 Meilen lang und 50.000 Meilen breit ist. In früheren Jahren hatte man beobachtet, daß Sonnenflecke alle zwölf Jahre in größeren Mengen auftreten. Während diese: Periode treten sie in größerer oder kleinerer Anzahl auf. Die letzte Minimumperiode war im Jahre 1901. Das Erscheinen der jetzigen großen Gruppe hält man für den Vorboten des Eintreffens der Maximumperiode. Eine französische Zeits ch r i f t hat eine Statistik aufgestellt über die Anzahl von Notenzeichen, die das Auge des Klavierspielers wahrnehmen muß, und über die Zahl der Bewegungen, die seine Finger ausführen müssen, wenn er eine Minute lang spielt. Darnach muß der Klavierspieler in einer Minute 1500 Zeichen wahrnehmen und 2000 Bewegungen ausführen. In Bombay gibt es ein Haus mit 691. und ein anderes mit 663 Bewohnern. Die Bevölkerung Bombays lebt überhaupt dichter zusammengepfercht als die jeder andern Großstadt t sSV
