Indiana Tribüne, Volume 27, Number 58, Indianapolis, Marion County, 29 October 1903 — Page 4

Jndlana Tribüne, 29. Oktober 1903

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ndiana Tribüne. HerauSgegebr von Itt Utedrg E Indianapolis, Ind.

$arrg O. Thudinm Präsident. Geschäftslocal: No. 31 Süd Delaware Straße. TELEPHONE SL. r.ierei at the Post Office of Indianapolis a tecond dass matter. Arme reiche Kinder. Der Prozeß gegen den früheren Hauslehrer Dippold, der in Beyreuth mit der Verurtheilung des Angeklagten zu 8-jähriger Zuchthausstrafe endete, hat vielfach zu der Meinungs-Aeußerung angeregt, daß die Millionärseltern Commerzienrath Koch und Frau eigentlich mit dem Scheusal Dippold auf oie Anllagebank gehörten. Auch wir glauben, daß die Eltern nicht ihre Pflicht ihren Kindern gegenüber erfüllt hatten und daZ Flehen ihrer so schänd. lich mißhandelten Kinder erhört oder die näheren Umstünde selbst untersucht haben sollten. Für unsere Leser welche die früheren gedrängten Nachrichten über den Fall nicht aufmerksam der. folgt haben, bringen wir eine kurze Darstellung der entsetzlichen Methode der Erziehung ode? besser gesagt Hinmor. dung wie sie den Kindern des Reichs bank-Direktors Koch wurde. Dem Hauslehrer Dippold einem früheren Studenten der Rechte der die Universität verlassen mußte, weil er die dem Vater seiner Braut abgeborgten Gelder, mit feilen Dirnen verpraßte, vertraute Eommercienrath Koch aus Berlin die Erziehung seiner zwei Söhne den 14 jährigen Heinz und den 11'jährigen Joachim an. Der erstere wurde von der Bestie Dippold nach längeren entsetzlichen Mißhandlungen, buchstäblich zu Tode geprügelt, der jüngere ist durch die fortgesetzten Mißhand lungen beinahe blödsinnig geworden. Nach dem eidlichen Zeugniß früherer Lehrer waren beide Jungen willig und von guten Sitten aber nicht lernbegierig. Damit die Knaben sich körperlich entwickelten, wurde Dippold mit ihnen auf das Koch'sche Familiengut nach Ziegenberg im Harz geschickt. Frau Koch reiste mit ihnen. Da Dippold die Frau zu überzeugen wußte, daß dieKinder bei ihm in den besten Händen wä ren. reiste sie lnach Berlin zurück und nun begann eine Zeit der entsetzlichsten Folterung für die unglücklichen Kinder. Einige empörte Dienstboten berichte ten die gräßlichen Thatsachen an die Eltern; die Mutter reist: nach Ziegen berg, um Dippold Vorhaltungen zu machen. Dippold wußte die Mutter zu beschwichtigen, indem er ihr erklärte, daß vom Standpunkt der Pädagogik diese erste Züchtigung nöthig sei und nicht wiederholt werden würde. Die Körper ihrerKleinen, die von Wunden bedeckt waren, zu besichtigen, versäumte die Mutter und reiste nach Berlin zurück, die Kinder dem entsetzlichen Schi der überlassend. Nun erst begannen die rohesten Miß Handlungen. Wieder wurden die El tern benachrichtigt. Sie fanden es aber nicht nöthig, sich durch eigenen Augenschein zu überzeugen, sondern sandten ihre Freunde Rittmeister Bugge und Prof. Dr. Vogt nach Ziegenberg, um die Sache zu untersuchen. Diese Herren wußte Dippold derart zu täuschen, daß sie für unnöthig hielten, die Kinder zu befragen, und auch die buchstäblich zerfleischten Körper nicht besichtigten, sondern nach Berlin zurückkehrten und den Eltern berichteten, daß Dippold das Ideal eines Hauslehrers sei. Dic Mutter sandte darauf dem Henker ihrer Kinder ein DankeSschrei ben und 500 Mark Extrahonorar. Dippold aber befürchtete, die Fa milie Koch könnte doch schließlich von seiner grausamen Handlungsweise Kenntniß erhalten. Deshalb spielte er den Gekränkten und erklärte: Er werde nur dann seine Stellung weiter behalten, wenn er mit den Knaben nach seinem Heimathsort Drosendorf überfiedeln könne. Die besorgten El tern willigten ein, um diesen idealen Menschen- für ihre Kinder zu er halten. In Drosendorf setzte der Angeklagte seine Mißhandlungen fort. Er zwang den kleinen Heinz, an dessen schon zermartertem Körper er an dem selben Tage 7 fingerdicke Stöcke zerschlagen hatte, ein Bekenntniß angeblich geheimer Jugendsünden zu 'im terzeichnen, um schlimmsten Falls eine Entschuldigung sür seine Brutalitäten zu haben. Da trat in Folge weiterer

Mißhandlungen, der Knabe starb thatsächlich unter den Stockschlägen, der Tod des Heinz ein und die Gerichte nahmen die Angelegenheit in die Hand. In seinem Playdoyer sagte der Staatsanwalt Dröber, als er den Tod von Heinz schilderte : Ich habe der Section der Leiche bei gewohnt und kann Ihnen die Versicherung geben: ich habe etwas so Furchtbares noch niemals in meinem Leben

gesehen. Das Aussehen des Körpers war einfach unbeschreiblich. Es war ein geradezu fürchterlicher Anblick. Der Erste Staatsanwalt erwähnt im Weite ren, daß der Angeklagte dem Knaben die Betreibung sittlicher Verfehlungen angedichtet habe, um einen Beweggrund für seine Mißhandlungen zu haben und sich bei den Eltern als ein guter Erzieher zu' zeigen. Der Angeklagt', so etwa schließt der Erste Staatsanwalt, habe seine Gemeinheit so weit getrieben. daß er, während Heinz als Leiche dalag, dem Joachim das Selbstbekenntniß seines verstorbenen Bruders vorlegte. Er hat die Ehre des ihm anvertrauten ZozlingS noch nach dessen Tode beschimpft. Es unterliegt keinem Zwei fel, daß das ganze Selbstbekenntniß eine Infamie ist. Der Angeklagte hat das Selbstbekenntniß dem Heinz mit dem Stocke in der Hand dictirt. Der Angeklagte verstand es, schon lange vorher den Heinz in den Augen der Mut ter als Dieb hinzustellen." Die Frage, ist der Hauslehrer der allein Schuldige, muß nach der obigen Darlegung unbedingt verneint werden. Die reichen Eltern haben in gröblichster Weise ihre Pflichten verletzt. Der Vater, Commerzienrath Koch, scheint neben dem Zählen seiner Millionen keine Zeit gehabt zu haben, sich um seine Kinder zu kümmern oder deren Hilferufe zu berücksichtigen. Frau Commerzienrath Koch zeigte zwar ein flüchtiges Interesse für ihre Sprößlinge, dachte aber niemals daran, die Härte der Mißhandlungen, die den armen Kindern zu Theil wurden, durch Besichtigung der Körper der Kleinen zu ermessen. Sie gab sich mit den scheinheiligen Versicherungen der Bestie Dip pold zufrieden weil es unbequem ge wesen wäre genau zu untersuchen und dann man sich viellleicht auch die Mühe auf den Hals geladen hätte, entweder einen neuen Hauslehrer zu suchen oder schrecklicher Gedanke, die 'Erziehung der Kleinen selbst zu leiten, wo es doch so viele gesellschaftliche Pflichten giebt. Der Staatsanwalt nahm trotzdem die Familie Koch mit folgenden Worten in Schutz: Kaum war Dippold verhaftet, da erhielt ich eine Fluth von Briefen, in denen ich angefragt wurde, weshalb ich nicht gleich gegen die Eltern des ge tödteten Knaben vorgehe, da diese doch Mitschuldige seien. Ja, der Vater des Angeklagten hatte die Dreistigkeit, an Herrn Kommerzienrath Koch zu schreiben, er solle alles ausbieten, damit sein Sohn so schnell als möglich aus der Untersuchungshaft entlassen und das Verfahren gegen denselben niederge schlagen werde. Andernfalls werde er die Presse in Bewegung setzen und Enthüllungen machen, die zu einem großen öffentlichen Skandal führen würden. Ich erkläre, eine größere Infamie ist noch nicht dagewesen. Man versuchte mittelst schamloser Lügen noch die Ehre der armen Familie Koch, über die dieser Mann, der dort auf der Anklagebank sitzt, so großes Herzeleid, so vielen Gram und Kummer gebracht hat, öffentlich in den Schmutz zu ziehen. Ja, bis zum Beginn dieses Prozesses hat sich im großen Publikum der Glaube erhalten: die Familie Koch fei an dem Tode ihres Kindes zum mindesten moralisch mitschuldig. Die öffentliche Verhandlung hat diesen Glauben gründlich zerstört. Die Ver Handlung hat ergeben, daß noch niemalS mit solchen schamlosen Lügen gearbeitet worden ist. , Der Angeklagte hatte die Stirn, während sein Opfer, der von ihm getödtete Heinz, auf der Todtendahre lag, - Herrn Dr. Sevrin gegenüber Frau Koch in der gemeinsten Weise zu verleumden und zu beschimpfen. Er hatte die Frechheit, zu sagen, die Eltern kümmerten sich überhaupt nicht um ihre Kinder. Die Verhandlung hat ergeben, daß die Eltern auch nicht die mindeste Schuld trifft. Der Angeklagte wußte ganz besonders die Mutter, ja selbst einen Psychiater wie Professor Dr. Vogt, zu täuschen, sodaß ihm unbegrenztes Vertrauen geschenkt wurde." Der Staatsanwalt sollte doch wissen, daß eine wirklich besorgte Mutter keines PsychiatorS bedarf, um sich von Spuren körperlicher Mißhandlung an ihren Kindern zu überzeugen, ein liebendes Mutterauge sieht scharf, besonders wenn der Verdacht einmal rege gewor den ist.

Behörde für öffentliche Werke.

Die temporäre Brückewird wieder hergestellt. In ihrer MittwochS-Sitzung beauf tragte die Behörde für öff. Werke den Straßen-Supt. Herpick die temporäre Brücke über den Canal an der West Washington Str. wieder herzurichten, die im letzten Monat unbefugter Weise entfernt worden war. Erst im Früh jähr soll bekanntlich der Bau einer substantiellen neuen Brücke in Angriff genommen werden. Kein Geld mehr fürStraß e n r e i n i g u n g. Da der Fonds für Straßenreinigung sehr zusammengeschrumpft ist (von 875,000 sind nur noch $9244 übrig, wovon noch $8250 abzuziehen sind!), so hat die Behörde die Marion County Construction Co. angewiesen, die Reinigung der Straßen auf ein Minimum zu beschränken, d. h. auf die Reinigung der Straßen im Stadt centrum wenn nothwendig. Mehr Beschwerden. Außerdem hatte die Behörde auch ge stern wieder eine Anzahl von Beschwer den über die frühere Behörde anzu hören, und verwies sie die meisten die ser Beschwerden an den Ingenieur zur Untersuchung. Die Resolution betrefsend Oeffnung der Parker Ave., von Michigan bis North Str., die neulich passirt worden war, wurde annullirt. 3 neue Inspektoren. Nicholas Stewart, Lee McWhorter und GuS Giuffre wurden zu Jnspec toren im Jngenieurs-Departement ernannt. Nahrungsmittel-Ansftellung. Die in der Tomlinson Halle von der hiesigen Retail Grocer's Vereinigung veranstalteten NahrungSmittel-Ausstel-lung wir) von Tag zu Tag populärer. Vorgestern Nachmittag sowohl, als auch am Abend war der Besuch ein solch ausgezeichneter, daß der finanzeller Erfolg jetzt schon gesichert erscheint. Frau Helen Armstrong, die berühmte Kochkünstlerin, übt mit ihren interessanten, die edle Kochkunst betreffenden Vortrag nach wie vor große Anziehungskraft auf die Damenwelt aus. ,r;Heute Nachmittag wird sie ' über Suppen" im Allgemeinen und über Zubereitung derselben" im Besonderen sprechen. Conzerte finden sowohl am Nachmittag als wie am Abend statt. Indianapolis Batallkon Ärmory Association. Inder Office des Staats-Secre tärs wurde vorgestern unter dem odigen Namen die aus den Mitgliedern der Compagnien des 1. Bataillons, 2. Infanterie Regiments, gebildete Vereinigung incorporirt, die bestrebt ist, für die hier stehenden Milizsoldaten (ausgenommen Leichte Artillerie) ein eigenes Heim zu erbauen. Die Jncor poratoren sind: Henry T. Conde. Taylor C. Power, Charles C. Garrard, Harry M. Franklin und Wm. G. Comly. M i t e i n e m C a p i t a l e von $75,000 wurde ferner die Modern Burglar & Fire Alarm Co.", Elkhart, von Reuben L. Lockmood, John W. Culp und Wm. H. H. Shelby incorporirt. Bon Vielen ersehnt Wird Mr. Ziegler, der Zauberer und Schwindler. Die Polizei ist ersucht worden, nach einem gewissen Mr. F. O. Ziegler Umschau zu halten, einem jungen Manne, der hier nicht nur häufig bei Unterhaltungen als Zauberkünstler" alias Magiker" auftrat, fondern auch zahlreiche Lotterien behufs Ausloofung von L25 Anzügen arrangirte. Die betr. Loose kosteten von $1 bis $25 und organisirte Ziegler 13 solcher Clubs. Dabei soll er nun nicht allein die Kahn Tailoring lö'o. um mehrere Hundert Dollars beschummelt haben, sondern auch die leichtgläubigen Club Mitglied?r (450 im Ganzen), die mehr oder weniger einbüßten und immer noch auf ihre Anzüge warten. Ueber Ziegler's Herkunst etc. ist nichts bekannt. Martha Loge No. 236, K. & L. of H., giebt heute, Donnerstag, 29. October, ihren jährlichen großen Ball in der Germania Halle.

Polizeiliches Allerlei.

Eifrige Jagd nach Diebesgelichter. Die Polizei, Revierpolizisten und Detektivs, haben von Supt. Kru ger die Anweisung erhalten, alle verdächtigen Personen und die, welche keinen genügenden Ausweis über ihr Thun und Lassen etc. geben können, in Gewahrsam zu nehmen, bis ihre betr. Antecedentien aufgeklärt werden kön ncn etc. Dem Diebesgelichter, welches letzthin hier wieder üppig geworden war. soll so das Handwerk gelegt werden. Im Laufe des gestrigen Morgens wurden mehrere derartige Verhaftun gen vorgenommen, und die Polizei ver sucht, das Vorleben etc. der bctr. Gefangenen aufzuklären. Ein sich Hy. C. Smith nennender Bursche wurde Vormittags auf der Ost Washington Str. von den Nadlern Hull und Griffin verhaftet, nachdem er aus der Auslage des Tröölers I. Bud witzky einen Ueberzieher gestohlen hatte. Mangel an Eisenstructur-?!rbei-tern befürchtet. Charles Weth, Vormann für die Noelke-Richards Co., welche den Con tract für die Cisenstructur-Arbciten an dem neuen Terminal-Bahnhofe an Market, und Jllinois-Straße hat, be fürchtet, daß im Winter Mangel an ge eigneten Arbeitern eintreten wird. Augenblicklich strömt Alles nach St. LouiS. Es ist aber möglich, daß Viele dort die Erfahrung machen, daß nicht genug Arbeit sür sie ist, und daß fe wieder nach hier zurückkehren werden. Das internationale Preisgericht für das Denkmal des WeltpostVereins, das in Bern errichtet werden soll.hat Preise von je 3000 Francs zuerkannt an Sans öundriescr (Charlottenburg). H. Morin (Berlin), de St. Marceau (Paris), Ernst Doubois und Ren6 Patcuillard (Paris). Preise von je 1500 Francs an Chiattone (Lugano), Taschner (Brcslau), Heer (München). Eingegangen sind 122 Entwürfe. Unter dcn preisaekrönten Bewerbern für das Weltpostvereinsdenkmal wird noch ein engerer Wettbewerb statt finden. lrundtigenth ,rus Nedcrtragungen. Albert Brown an Joseph Muench, Lot 132, I. Fletcher's 3. Add. $1,200. William L. Baker an Edward P. Matthems, Lot 137, Morton Place. 82,200: John H. Crall an James H Beacham, Lots 15 und 16, Block 11, Nord Indianapolis. $6,000. Marvilla Barnes an Henry S. Hustd, Theil von Lots 76 und 77, Hanna's Erben Add. S1,600. Martha Gorham an Marion Eaton, Theil von Lot 11, Square 2, North Park Add. S1.200. Wilmer F. Christian Jr. an Mar garet I. Christian. Lot 44, Christians 2. Ost Indianapolis Add. 81,000. Wm. E. Kurtz an Edward H. Rentch, Lots 3 und 12, Cooper's Pleasant Part Add.; Lot 35. Jackson Park; Lots 21 und 22, Yandes Smith's Subd., Theil von Drake'S Addition. 84,500. Derselbe an Minnie E. Wilson, Lots 52, 118 und 119, Cooper's Pleasant Part Add. $1,000. Charles T. Bover an Horace Mc Kay, Lot 240, Martin's 2. New York Add. $6,000. B a u e r l a u b n i ß s ch e ine. Charles Ferger, 936 Nord West, An bau, $700. John Maurer, 911 Fremont Ave.. Anbau, $150. Catherine McCarty. 1620 Spann Ave.. Reparaturen, $250. Flanner & Buchanan 320 Nord Illinois, Crema torium, $6500. Robert Herin, 3071 Graceland Ave., Stall, $200. Frau S. Richardson, 26. und Meridian Str., Wohnhaus. $488. A. A. Weight, 2301 West Morris, Cottage, $725. A. A. Weight, 991 West Maryland Str.. Cottage, $725. Maggie M. Hoper, 217 Geisendorff Str, hölz. Wohnhaus, $1723. S1.25-Cincinnati u. zurück-81.25 Via C. H. & D. Bahn. Sonntag, I.November. Der Spezialzug nur in Rushville, Connersville und Hamilton anhaltend, verläßt den Jndianapoliser Union Bahnhof um 7.15 Morgens. Retour fahrt von Cincinnati um 6.20 Uhr Abends. ' Personen die den Zug ohne Billet besteigen, müssen dcn vollen localen Fahrpreis zahlen.

Neue Feuerwehr-Nettungs-Maschine.

Die Gefahren, welche die riesigen modernen Mieths- und Warenhäuser C.: :t. svr.rr. o . ut iqie njajien oci nusoruuz eines euers bieten und die erst kurzlich wie der bei dem großen Brande in Buda Pest in so furchtbarer Weise zur Gel tung kamen, haben sowobl bier in Amerika, wie in England, wo infolge der hohen Bvdenprezse die Erbauung von Rieseng-däuden besonders im Schwange ist, den Brandingenieuren längst zu denken gegeben und die Construktion einer Reihe eigenartiger und ganz moderner Rettungsmaschinen deraniatz:. Äus der diesjährigen Aus stellung für Feuerlöschwesen in Carls Court, dem bekannten Ausstellunaslokal von London, befand sich eine besonDieMaschineinThätigkeit. ders auffällige Vorrichtung. Es ist ein ungeheurer Motorwagen, der eine Anzahl übereinander ruhender, underbrennbarer Platsormen trägt. Durch maschinelle Vorrichtungen können diese Platformen eine über der anderen hochgeschraubt werden, so daß sich ie eine auf der gleichen Höhe der Fenster emes Stockwerkes befindet. Diese Platformen dienen nun einem doppelten Zwecke. Die bei einem Brande in den Jnnenräumen eines Hauses Eingeschlossenen können durch die Fenster auf die Nlatformen hinaustreten, während gleichzeitig die FeuerwehrMannschaften von den Platformen aus die Wasserschläuche viel näher an die Brandstellen der oberen Stockwerke heranbringen und die Strahlen viel DieMaschineaufderFahrt. sicherer und wirksamer dirigiren können. Der Verkehr mit den Platformen findet natürlich durch Schraubleitern statt. Die Erfindung ist ohne Zweifel sehr geistreich, aber auch der ihr dürfte sich in der Prazis dasselbe herausstellen wie bei dem Budapester Sprungtuch: die schönsten Vorrichtungen sind werthlos, wenn dieBedienung nicht richtig und geschickt mit ihnen umzugehen versteht. Vonafri konischen Sechslingen berichtet Dr. H. Vortisch. Arzt der Basler Mission, aus Alburi (Goldküste): Die Mutter ist ein Negerweib. wohnhaft in Christiansborg, wohin ich ein paar Tage nach der Geburt auf Reisen kam: ein Missionar hatte davon gehört und sich beeilt, die Thatfache zum Beweise zu photoqraprnren: ein anderes Bild (die sechse friedlich nebeneinander liegend) nahm ein schwarzer Photograph auf. Als der Missionar anrückte, fand er die LehmHütte des sechsfachen Glückes umlagert von einer großen Menschenmenge, die gratuliren oder das Wunder begucken oder Geschenke bringen wollte; der Auflauf und das Gedränge war so arg, daß sich die Regierung genöthigt sah, sechs Wächter, für jedes Baby einen, im Hause zu poshren. Fünf Neugebo rene, kräftige Kinder, strampelten auf ihrem primitiven Lager. Wo ist das sechste?" fragte mein Freund. Schon begraben!" entgegnete ihm ein Weib. Doch mein Freund kennt die Leute und ihre Lügenmäuler. Du bekommst einen Sixpence, wenn du das Kind herbeibringst!" Das half; das Weib trat an ein Blechoecken, in dem ihr Schmuck und die Instrumente zum Frisiren lagen, kramte aus und siehe, auf dem Boden des Gefäßes lag der kleine Leichnam. So waren die Sechslinge beieinander und konnten Photographirt werden. Die Säuglinge starben infolge mangelhafter Pflege einer nach dem andern in der nächsten Zeit; es waren fünf Buben und ein Mädchen gewesen. Dieselbe Frau hatte früber schon Zwillingen. Drillingen und Vierlingen das Leben gegeben.

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