Indiana Tribüne, Volume 27, Number 57, Indianapolis, Marion County, 28 October 1903 — Page 6
Jüdinn a Tribüne, 28. Oktober 1903
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Europäische Nachrichten. Provinz Sachsen. Magdeburg. Seinen 70. Geburtstag begingStadtverordneter Friedrich Brinck. Seit 23 Jahren ist er Mitglied des Stadtverordneten - (ZoU legiums. Comptoirbote Wilhelm Schulze konnte auf eine 25jährigeThätigkeit bei der Firma Gustav Hubbe zurückblicken. Das Leinen- und Wäschegeschäft von Max Frank, Vreiteweg 11, Inhaber Max Frank, feierte das Jubiläum seines 25jährigen Bestehens. A s ch e r s l e b e n. Der hier seit 1856 im Lehramt mit reichem Segen thätig gewesene Nettor Helling von der gehobenen Mädchenschule ist gestorben. Fermersleben. Dem pensionirten WerkmeisterEduard Schultz von hier wurde für langjährige Thätigkeit in der Buckauer Maschinenfabrik das Allgemeine Ehrenzeichen durch den Amtsvorsteher Major a. D. von Landwüst, im Beisein eines Vertreters der Fabrik sowie Angehöriger seiner Familie, mit einer warmen Ansprache überreicht. Halberst a-dt. Mit durchschnittenen Pulsadern wurde der Gärtner August Müller in seinerWohnunz aufgefunden. Ein schnell herbeigeholter Sanitäts - Unterofficier legte dem Selbstmordcandidaien einen Nothverband an und ließ ihn durch Soldaten nach dem Krankenhause schaffen. Als man ihn hier aus dem Krankenkorbe heben wollte, stellte es sich heraus, daß er bereits gestorben war. Heyrothsberge. Dem Ziegelmeiste? Heinrich Fehmer, der nach fast fünfzigjähriger treuer Dienstleistung im Ziegeleibetriebe von Wihlelm Heinrich in den wohlverdienten Ruhestand getreten ist, wurde das Allgemeine Ehrenzeichen verliehen. H o r n b u r g. Der in landwirthschaftlichen Kreisen bestens bekannte Pflug- und Wagenfabrikant Heinrich Bäthmann hier beging die Feier seiner goldenen Hochzeit und zugleich das Jubiläum seiner 50jährigen Geschäftsthätigkeit. Nordhausen. Als der 38jährige Eisenbahnschaffner Wilhelm Peters aus dem Nachbardorfe Niedersachswersen zum Dienst hierher ging, wurde er bei der Haltestelle Crimöerode (der Harzquerbahn) von einem Gewitter überrascht. Peters eilte nach der nahen Zorge und suchte vor dem Regen unter einem Erlenbaum Schutz. Eben war er unter den Baum getreten, als ein Blitzstrahl an diesem herniederfuhr, auf den Mann übersprang und ihn sofort tödtete. S a ch s a. Ein Opfer seines Berufes ist der im 3. Jahre in der Lehre siehende Schlosserlehrling August Jörn aus Wieda geworden. Derselbe war mit anderen Arbeitern und seinem Meister hier beim Ausschachten beschäftigt, um einen neuen Strang an die Wasserleitung zu schließen. Plötzlich gab das Eidreich nach und J'örn wurde verschüttet. Demselben wurde der Brustkorb eingedrückt, so daß er sofort verstarb, während die übrigen Arbeiter mit geringeren Schäden davonkamen. Arovinz KTnnor?er. Hannover. Das bisher dem Bankier Oppenheimer gehörige Eckgrundstück des Lärchenberges und der Hohenzollernstraße ist von dem Direktor Seligmann käuflich erworben. Arbeiter' Fritz Körte, List. Krautstraße 8 wohnhast, feierte sein 25jähriges Arbeits - Jubiläum bei der Firma Hannover'sche Knopffabrik Gompertz & Meinrath, nachdem 7 Angestellte bezw. Arbeiter dieser Firma in den letzten 2 Jahren bereits daselbst ihr 25jähriges Arbeits - Jubiläum feiern konnten und daselbst auch jetzt noch in Beschäftigung stehen. Eine Feuersbrunst äscherte im benachbarten GroßFreden das zweistöckige Hachfeld'sche Wohngebäude ein. A u r i ch. In Schirumerleegmoor wurde das Wohnhaus des Landgebräuchers Apel vom Blitz getroffen und eingeäschert. B l e ck e d e. Bei dem Gewitter, das über unsere Gegend zog, brannten in Krusendorf in Folge Blitzschlages sechs Wohn- und Nebengebäude nieder. Celle. Der Lehrer Winkelmann in Belsen bei Bergen tritt in den Ruhestand. Als die hochbetagte Frau Wittwe Künnecke aus der Speicherstraße Hierselbst die Nachricht von dem Ableben ihrer Tochter in Dortmund erhielt, wurde sie von einem Schlaganfall betroffen, der ihrem Leben ein Ende machte. E m m e r k e. Landwirth Joachim Klöpper aus Groß - Escherde wurde zwischen hier und Himmelsthür als Leiche aufgefunden. Er war von einem Eisenbahnzuge überfahren worden. Klöpper hatte das Haus verlassen, ohne ein Wort zu sagen. Es ist zweifelhaft, ob hier ein Unglücksfall oder Selbstmord vorliegt. Goslar. Ihren 108. Geburtstag beging die Mutter des Lehrers emer. Becker, der in dem hier nahe gelegenen Kölln - Reisig wohnhaft ist. Die hochbetagte Frau, aus der Gegend von Rendsburg stammend, wohnt jetzt in unserer Stadt. I b u r g. Eine uralte Relique, die auch kultur-historischen Werth hat, wird Hierselbst aufbewahrt. Es ist das Gewand des Stifters hiesiger Gemeinde, des Bischofs Benno. Der Seidenstoff dieses Gewandes wurde vom brizantinischen Kaiser Heinrich IV. ae-
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mm za7 vr.jn " WJM FLORIDA i SkA i TOlV schenkt, dessen Zeitgenosse und Freund Benno war. In dieses Gewand gehüllt, wurde der Bischof zu Jburg begraben. Als man 320 Jahre später das Grab öffnete, fand man es unversehrt und nahm es heraus. 7?.isburo. Der auf der Norddeutschen Portland - Cementfabrik b:schäftigte 17jährigeStiefsohn des Böttchers Krebs Hierselbst verunglückte tödtlich. Derselbe ward todt umer dem Fahrstuhl im Pressenhaus vorgefunden. Auf welche Weise er um's Leben gekommen ist, hat niemand gesehen, obgleich in unmittelbarer Nähe mehrere Arbeiter beschäftigt waren, welche fortwährend an der Unfallstelle zu thun hatten. Es wird angenommen, daß der Verunglückte beim Schmieren des Fahrstuhlantriebes, wobei ihn einige Arbeiter kurz vor dem Auffinden gesehen haben, aus unbeträchtlicher Höhe in die Fahrbahn des Fahrstuhles gestürzt ist. 'Fil?etnproi?mz. Köln. Das hiesige Kriegsgericht der 15. Division verurtheilte den Unteroffizier Schott wegen Jahre lang fortgesetzter Mißhandlung Untergebener durch Faustschläge in's Gesicht, Fußtritte gegen den Leib, Schläge mit Peitschen, Pferdezeug etc. zu 1 Jahr 6 Tagen Gefängniß und Degradation, von 12 Mitangeklagten Kanonieren, die Schott zu ähnlichen Mißhandlungen angestiftet hatte, wurden 9 zu Gefängnißstrafen von 3 Tagen bis 4 Wochen verurtheilt. Düsseldorf. In einer Stadtverordnetensitzung theilte Oberbürgermeister Marx mit, daß der jüngst verstorbene Assessor a. D. August Courth Hierselbst der Stadt testamentarisch 20,000 Mark vermacht habe, deren Zinsen jährlich an verschämte Arme vertheilt werden sollen. Die Versammlung nahm das Geschenk mit Dank an. Essen. Eine große Rohh:it ließen sich im Vorort Borbeck drei junge Burschen zu Schulden kommen. Der Zechenmaurer Jehle auf der Niederstraße wurde von den Stuckateuren Julius Vollmer und Wilhelm Meisters und dem Schuhmacher Krones, mit denen er zuvor friedlich in einer Wirthschaft gesessen hatte, ohne jede Veranlassung überfallen und mit Stöcken schwer mißhandelt. Zuletzt zog einer der Burschen noch ein Messer und brachte Jehle einen derartigen Stich in den Leib bci, daß die Eingeweide heraustraten. Jehle wurde nach dem Krankenhause gebracht und ist dort unter schrecklichen Schmerzen verschieden. Die Thäter sind verhaftet. G r ä f r a t h. Das seltene Fest der goldenen Hochzeit können in unserer Gemeinde demnächst die zu Unten zum Holz" wohnenden Eheleute SpezereiHändler Johann Wilhelm Herbertz und Anna Katharina geb. Kayser, feiern. H o l t h a u s e n. Landwirth Behrenbeck von hier, der einen Ausflug gemacht hatte, war bei der Rückfahrt, statt in Steele auszusteigen, im Eisenbahnabtheil sitzen geblieben und in der Richtung nach Bochum weitergefahren. Als er bei der Station Höntrop seinen Irrthum bemerkte, sprang er aus dem mit voller Geschwindigkeit fahrenden Zuge, stürzte zu Boden und zog sich so schwere Verletzungen zu, daß er nach wenigen Augenblicken starb. L e n n e p. Ein höchst bedauerlicher Unglücksfall ereignete sich auf der Nrovinzialstraße nach Born in der Nähe der Lehmkuhle. Der Ackerer und Wirth Hugo Scharwächter kam aus einer Wirthschaft und wollte seine Pferde, die vor einem schweren, mit Sand beladenen Wagen gespannt waren, wieder ankoppeln. Hierbei soll er, als die Pferde wieder anzogen, von einem der Thiere einen Schlag erhalten haben, wodurch er zu Fall kam. Dem Unglücklichen ging nun ein Rad über die linke Körperhälfte und verletzte ihn so schwer, daß er sofort starb. Radevormwald. BrauerGottlieb Friedrich wurde am Bahndamm Hierselbst auf dem Gebiet der Gemeinde Fünfzehnhöfe schwer verletzt aufgefunden. Er wurde nach dem hkjl
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Dingend eine 7vau kann gesund sein!
S t. A u c u st i N e, F l den 21. März. 1903. 0 George Strafte. Im letzten Herbst latte ich mir während der Menstruation eine Erkältung zugezogen, die Zne Entzündung der Gebär Mutter verursachte, die sich als sehr ernsthaft erwies. Ich fühlte einn beständigen, brennenden Schmerz, hestiges Kovf weh. und mein Magen weigerte sich häufig. Nahrung aufzunehmen. Mein frohes Gemüth und meine Gesundheit versagten mir gleichzeitig, und da mir die Rezepte des Arztes nichts halsen, so beschloß ich. den Wine k Cardui au rrobiren. Ich fand, daft innerbalö einer Woche mein Maaen aestärkt war. und dak ich wieder Nabnina aenieken konnte. Meine Kovs
schmerzen nahmen allmälig ab, und die Schmerzen, die ich ausgestanden, linderten sich. Ich nahm sieben Flaschen davon ein. ehe ich vollständig kuriert war. Der VVine of Carrtui ist ein Segen für kranke Frauen und ich rathe mei nen leidenden Schwestern an, ihn zu gebrauchen, wenn sie schnell gesund werden wollen.
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Daß der Vlne ot Cardui menstruelle Störungen und ni ederdrückende Schmerzen, Schmerzen im Eierstock, Entzündung und alle die Leiden heilt, die aus weiblichen Schwächezuständen entstehen, haben diele Tausende von Frauen bekräftigt. Aber der V!ne ot Cardui ist gleichfalls ein sicheres Verhütungsmittel derjenigen Krankheiten, für die er eine positive Heilung ist, und auch der schrecklichen Krankheiten, die mit der Zeit chronisch und organisch werden, und die außer dem Bereiche der Heilkunde sind. Hätte Frau Gottlieb den Wne of Cardui zeitiger genommen, so hätte ihre Erkältung nicht ihre Hauptorgane angegriffen, und würde sie kein schwereres Leiden sich zugezogen haben. Mer neun von je zehn Frauen sind Opfer weiblicher Schwäche. Oft ist das Leiden verborgen und entwickelt sich nur durch Erkältung oder irgendwelche außergewöhnliche Anstrengung. Wenn Ihr Gebärmutterleiden habt, dann solltet Ihr keinen Tag länger :iit dem Beginne der Vins of Cardui Behandlung warten. Weibliche Schwäche ist eine beständige Gefahr für Eure Gesundheit. Der Wine of Cardui wird alle Spuren menstrueller Störungen vertreiben. Geht heute zu Euerm Apotheker und kauft eine PI.VO-Flasche Wine of Cardui.
c gen Krankenhause geschafft, wo er g storben ist. Man nimmt an, daß der Unglückliche in derDunkelheit vom Wege gerathen und die Böschung hinabgestürzt ist. Der auf so traurige Weise um's Leben Gekommene stand im Alter von 29 Jahren. Saarbrücken. Soldat Schäfer zus Brackel bei Dortmund ist an der Hilbrllcker Brücke hier beim Baden an :ine? Stelle ertrunken, deren Beirete: Nichtschwimmern verboten war. Trier. In der Bäderstraße stieß man gelegentlich der Kanalisationsarbetten auf einen bisher unbekannten Flügel der berühmten römischen T5?rmen. Nunmehr läßt sich die ursprüngliche Größe des Baues erkennen, die zanze Brene beträgt 172, die Tiefe des Hauptbaues 94VL Meter. Weiterbin fand man in der Banthusstraße in einer Tiefe von 34 Meter einen gut erhaltenen Mosaikboden. Werden. Auf der Zeche Pauline" wurde dem Bergarbeiter Potschuweit der Brustkasten eingedrückt, was den sofortigen Tod des Mannes herbeiführte. Wichlinghausen. Der Hilfsbremser Jung aus Hattlingen wurde auf dem hiesigen Bahnhofe vom Zuge erfaßt und derart verletzt, daß er an den Folgen und Verletzungen später im städtischen Krankenhaus, wohin er überführt wurde, verstarb. Jung war erst kurze Zeit verheirathet. Provinz Kcflen-Z?afsu. F r a n k f u r t a. M. Den Kronen, orden vierter Klasse erhielten: Bausekretär a. D. Friedrich Schmitz un! Eisenbahnbetriebssekretär a. D. Christian Weber, das allgemeine Ehrenzeichen: die früheren Bahnbediensteten Ludwig Fendt, Heinrich Lohrey und Philipp Steyer. Zwei Lebensmüde sind hier in den Main gesprungen. Die Friseuse Maria Nomjuweit aus Berlin und der Friseur Georg Majunke aus Leipzig gingen bei Oberrad in den Main. Die Nomjuweit ertrank, während Majunke gerettet wurde. Der Ueberlebende gibt an, daß beide durch Erwerbslosigkeit und Krankheit zu dem Entschlüsse kamen, gemeinsam den Tod zu suchen. Der erste Faktor der Osterrieth'schen Druckerei, Lorenz Löw, beging sein fünfzigjähriges Berufsjubiläum. Oberhalb des Eisernen Stegs wurde die Leiche des Lohndieners und Fremdenführers Johann Emerich Oberländer aus dem Main' gelandet. S ch l i e r b a ch. Das Allgemeine Ehrenzeichen ist dem Magazinarbeiter Adam Schultheiß verliehen worden. T a n n v. d. R h. Hier verschied der langjährige Bürgermeister unserer Gemeinde, Wilhelm Wagner, Mitglied des Provinzial- und Communallandtages und der Landwirthschaftskammcr. Wiesbaden. Ter frühere In tendant des hiesigen königlichen Hoftheaters, Geheimer Hofrath Adelon, ist im Alter von 81 Jahren hier gestorben. Kaufmann Lewalter, der hiesige Vertreter der Annoncen - Erpedition von Hasenstein & Vogler, ist von hier verschwunden, nachdem er im Laufe der Jahre etwa 30.000 Mark unterschlagen hat. Auch der Vorgänger Lewalters ging seinerzeit flüchtig, und Lewalter übernahm für diesen etwa 6000 Mark Verbindlichkeiten. Der Prinzessin Elisabeth zu Schaum-burg-Lippe, hier wohnhaft, wurde die Rothe Kreuzmedaille 1. Klasse verliehen. Adam Müller, der Theilhaber der Champagnerfabrik Mathäus Mllller in Eltville, ist hier im Alter von 64 Jahren gestorben. Weiterode. Kantor Thomas und Frau feierten das Fest der goldenen Hochzeit. Beide Ehegatten sind noch körperlich und geistig ziemlich rüstig. Um eine allzugroße Aufregung zu vermeiden, haben es die beiden Ehegatten vorgezogen, von einer öffentlichen Feier abzusehen, und sie sind deshalb in ihre frühere Heimath Knickhagen verreist. Durch Pfarrer Angersbach wurde dem Jubelpaar die ihm vom Kaiser verliehene Ehejubiläumsmedaille überreicht.
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Vice.Präsdentkn des Jewtsh Womau's WW sv'- ' "-' V. Üi ! ,vt. r - ' II. illii.n . i3 Zllitterdeutfctie Skaaten Braunschweig. Oberlandesgerichtsrath a. D. Wilhelm Seidel ist hier im Alter von 77 Jahren Verstorben. Bückeburg. Nach schwerem Leiden starb Frau Franziska von Alten, geborene Freiin Knigge. E i s e n b e r g. Die Etuisfabrikation in dem Städtchen hier feierte ihr fünfzigjähriges Bestehen zugleich mit dem 50jährigen Geschäfts-Jubi-läum der Spahn'schen Etuisfabrik. Gera. Inder Kammgarnspinnerei Liebschitz sind sämmtliche Arbeiter ausgesperrt worden. Den Arbeiterinnen in der Garnvorbereitung war eine Lohnreduktion angekündigt worden. Diese weigerten sich jedoch zu den neuen Bedingungen zu arbeiten. G e r st u n g e n. Durch einen hier einlaufenden Personenzug wurde der Streckenarbeiter Johann Schrau aus Großensee überfahren und total verstümmelt. um Flecken vonAn st reichfärben aus Kleidern zu entfernen, verwendet man gleiche Theile von Ammoniak und Terpentin. Selbst trockene und harte Flecken können noch beseitigt werden, wenn sie damit gehörig getränkt und dann in Seisenbrühe ausaewascken werden. ' Feine Instrumente, Messers Scheeren, Nadeln etc. schützt man durch Einsetten mit Paraffinöl vor demVerrosten. Dieses Mineralöl kann nie ranzig Werder; eine Spur davon genügt, um den roststcheren Ueberzug zu geben. Wenn das Oel zum Schutz kleiner Sachen angewendet wird, empfiehlt es sich, um das Zuviel zu vermeiden, eine zehnprocentige Benzinlösung herzustellen und in diese Flüssigkeit die betreffenden Gegenstände einzutauchen. Das Benzin verflüchtigt sich sofort, es bleibt die dünne, schützende Paraffinölschicht. Größere Stahl, und Eisen gegenstände bestreicht man natürlis mit einer stärkeren Paraffinöllösunz. I n der Nheinprovinz ist dieser Tage eine ganze Familie von einem Eisenbahnzug überfahren worden. Auf dem Bahnübergange der Cleve Calcarer Landstraße wurde das Gefährt eines Weinhändlers Namens Obhaus aus Cleve von einem Personenzuge erfaßt. Frau Obhaus und ihre beiden Töchter blieben sofort todt, Obhaus selbst wurde tödtlich verletzt und starb bald darauf in dem städtischen Krankenhause zu Cleve. Das Unglück soll dadurch entstanden sein, daß ein Bahnwärter vergessen hatte, die Schranke zu schließen. Der Wärter wurde verhaftet. Wie scyttmm es im?taate Texas, besonders im östlichen Theil desselben, mit der Wälderverwllstung getrieben wird, beweist die Anzeige einer Holzgesellschaft der Stadt Houston, wonach das Produkt von Fichtenholz, vom Holz der Long Leaf Fellow Pine in gesägtem Bauholz und in Brettern 400 Millionen Fuß jährlich beträgt. Dieses Holz wird in den großen Fichtenwäldern von OstTeras geschlagen und gesägt. Nach einigen Jahren wird kein Fichtenbau in Ost-Texas mehr zu sehen sein, denn eine andere Gesellschaft, welche ebenfalls die Wäldervernichtung geschäftlich als Industrie" betreibt und ebenfalls ihre Geschäftsstuben in Houston hat, zeigt an, daß sie in einem Monate 353 Carladungen Bauholz verschifft hat. Außer diesen zwei größeren Gesellschaften sind noch eine ganze Anzahl kleinerer äußerst thätig, mit dem gesammten Waldstande in Texas aufzuräumen, und es wird keine zwanzig Jahre dauern, bis der ganze Osten des Staates in eine unfruchtbare Sandwüste verwandelt sein yird. Ein Gemüthsmensch. Ich habe meineFrau mit 10,000 Dollars in die Lebensversicherung eingekauft." Dein Frau? Wozu denn? Das hat doch gar keinen Sinn?" O dach! Wenn sie stirbt, ho! man dann gleich die doppelte Freude."
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Club. Für die Köche. Gefüllte Kohlrabi. Man nimmt zu diesem Gericht nur ganz junge Kohlrabi, schält sie glatt, schneidet sie gleichmäßig rund, nimmt oben eine Deckelscheibe' ab und höhlt sie inwendig aus. Dann kocht man die ausgehöhlten Kohlrabi nebst ihren Deckeln etwa zehn Minuten in Salzwas ser, läßt sie abtropfen und füllt sie mit einer Farce aus gewiegtem Kalbsbraten, rohem Schinken, etwas Citronenschale, Salz, Pfeffer, Reibbrod, bindet die Decken oben fest, legt ein Kasserol mit Speckscheiben aus und setzt die Kohlrabi nebeneinander hinein. Man übergießt sie mit kräftiger Bouillon und dämpft sie weich. Nachdem sie gar und herausgenommen sind, seiht" man die Sauce durch, verdickt sie mit Kartoffelmehl und zieht sie mit einigem Eigelb ab, um sie über die von den Fäden befreiten Kohlrabi zu gießen. Geschmorte Fleischrouladen. Man klopft das Fleisch, welches nicht zu frisch sein darf, schneidet es in längliche Scheiben, die man ebenfalls noch etwas mit einem Klopfholz, nicht mit dem Messer, klopft, bestreut dieselben nicht zu reichlich mit Salz, gestoßenen Nelken, etwas Muskatblüthe, und nach G:schmack mit geriebenen Zwiebeln, legt dünne Speckscheiben darüber, wickelt sie zu festen Röllchen, welche man mit einem Faden umbindet. Nun läßt man in einem passend großen Topf reichlich Butter gelb werden, dreht die Rouladen, mit Mehl bestäubt, darin herum und läßt sie dicht neben einan der und fest zugedeckt auf nicht zu starkem Feuer zehn Minuten schmoren, während nach den ersten Minuten die untere Seite nach oben gelegt wird; dann gießt man seitwärts (nicht darüber) soviel kochendes Wasser noch besser Bouillon aus Liebig's Fleischeztrakt , daß die Röllchen stark zu? Hälfte bedeckt werden, deckt den Topf schnell fest zu, beschwert den Deckel und läßt sie bei ganz mäßiger Hitze, chne den Topf zu öffnen, ungefähr eine Stunde schmoren. Zu starkes oder zu langes Braten macht die Rouladen trocken. Alsdann werden die Fäden mit einer Scheere durchgeschnitten, entfernt und die Rouladen in ihrer dicklichen, braunen und kräftigen Sauce angerichtet. 'Schnitt-'oder "'Büchsenspargel in SauceDiplomat i e. 4 Pfund in Stücke geschniitener Spargel wird abgesotten. Man läßt ihn in dem Kochwasser erkalten, und wenn dies geschehen ist, Pfund Butter (auch etwas weniger) mit einer kleinen gewiegten Zwiebel kurze Zeit schwitzen. Die Zwiebel muß durchaus weiß bleiben. Alsdann rührt man 2 Kochlöffel voll Mehl daran und rührt dieses zu einer dicken Sauce, die man vom Feuer nimmt und auch erkälten läßt. Ist sie völliz kalt, so wird etwa 1 Pint SpargelWasser (bei Büchsenspargel das ganze dabei befindliche Kochwasser) kalt an die Einbrenne gerührt. Ist diese gesalzen und alles gut vermischt, so setzt man die ziemlich flache Kasserole auf's Feuer und rührt ununterbrochen, bis die Sauce zu einer dicken Creme geworden ist. Diese schärft man mit dem Saft einer ganzen Citrone ab, läßt die Spargel unter vorsichtigem Umrühren ein- bis zweimal darin aufkochen und servirt sie dann zu rohem oder gekochtem Schinken oder anderen feinen Beilagen, z. B. LachZ oder Spickgans. Dieses Gericht läßt sich mit der nöthigen Vorsicht sehr gut wärmen und schmeckt immer vorzüglich. Will msn sparen, wenn man Büchsenspargel verwenden muß, so nimmt man 2 Pfund Bruchspargel mit, 2 Pfund ohne Köpfe. Die Sauce braucht nicht mit Ei abgezogen zu werden. Zucker wurde im Alterthum mit Gold ausgewogen.
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