Indiana Tribüne, Volume 27, Number 56, Indianapolis, Marion County, 27 October 1903 — Page 4
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Jnd,ana Tribüne, 27. Oktober 1903.
)ndiana Tribüne. HtrauSzeAebrn von dtt Suttndtrg . Indianapolis, Ind. Harry O. Thudinm ... Präsident. Geschäftslocal: No. 31 Süd Delaware Straße. TELEPHONE 269.
nerei ut the Post Office of Indianapolis as second class matter. Triumphe der Gerechtigkeit. Die Auslieferung des ErzbudlerS Kratz durch die mexikanische Regierung ist der Schlußtriumvh den der Kreisanwalt Jos. Folk von St. Louis errungen hat. Kratz war vor etwa einem Jahrzehnt ein ehrlicher" Vertreter der Klaffe mit der schmicligm Hand, ein einfacher Tagelöhner. Er übernahm dann später selbst kleine Kontrakte, wurde ein eifriger Politiker in seiner Ward und baute sich im südlichen Stadttheil von St. Louis ein kleines Heim sür welches er als er zum ersten Male in den Stadtrath erwählt wurde, noch tief in Schulden steckte. Gleich nach Organisirung des Stadtrathes be gann Kratz wie sich leider erst nach Jahren herausstellte, seine ersprießliche Budlerthätigkeit. Er schloß sich nicht nur dem sofort gebildeten Kombine" an, sondern wurde dessen Führer oder Geschäftsträger in allen Unterhandlungen mit den Corporationen und Privaten, welche vortheilhafte Privilegien erlangen und dafür erkleckliche Veftechungsgelder zahlen wollten. Der Mann der gewohnt war, während seiner früheren Existenz mit Pfennigen zu rechnen konnte plötzlich in Tausenden wühlen. Er verkaufte mit seinen Genossen vom Kombine" die "Interessen der Stadt an den Meistbieteten und ergatterte sich in zwei aufeinander fol genden Amtsterminen ein Vermögen so bedeutend, daß er unabhängig davon hätte leben können. Da wurde der kleine Joseph Folk, ein bis dahin unbekannter, junger Rechtsgelehrter zum Kreisanwalt gewählt. Wie er die Budeleien aufdeckte, ohne Rücksicht aus Partei, ist unseren Lesern bekannt. ES gelang ihm auch. Kratz in Anklagestand zu versetzen. " Kratz wurde vom Richter Ryan unter $20. 000 Bürgschaft gestellt. Er und andere angeklagte Budler machten sich anscheinend keine Sorge um ihr Schick sal. Frech und unverschämt, wie sie waren, hielten sie es für unmöglich, daß sie je verurtheilt werden könnten und freuten sich schon bübisü auf die politische Rache b;e sie dann an Folk nehmen würden. Es kam anders. Wie ein Keulenschlag traf die Budler die Verurtheilung des ersten ihrer Genossen, der processirt wurde. Wer irgend wie konnte, ergriff die Flucht. Kratz ließ seine Bürgschaft in Stich und flüchtete nach Guadalajara,' Mex. Durch seine Flucht verlor der Staat seinen wichtigsten Zeugen, denn Kratz war die Seele der Budeleien gewesen. Sich in Mexico in wohlige Sicherheit wiegend, gab Kratz! seinen ebenfalls flüchtigen Genossen dort ein Asyl und eine echt ansehnliche Budler - Eolonie fand sich dort zusamrren. Die in St. Louis zurückgebliebenen Mitschuldigen, zumeist hochangesehene Leute, athmeten freier auf, als sie den ihnen als Zeugen gefährlichen Kratz jenseits des Bereiches des gefürchteten KreisanwalteZ wußten. Kratz machte sich die Situation zu Nutze, die' Kum pane in St. LouiS wurden regelmäßig und tüchtig geschröpft. Er schrieb reguläre Asseßments aus und wenn dieselben verzögert wurden, drohte er mit Rückkehr. Er kaufte eine ergiebige Silbermine, und schrieb der Staatsanwaltschaft höhnende Briefe, an Freunde und Zeitungsleute in St. Louis. Er war das Prototyp des triumphirenden Verbrechers und der Ohnmacht der Gerechtigkeit. Ein Mann wie Folk bleibt nicht auf halbem Wege stehen.. Der Gerechtig keit, die er über alles schätzt, sollte ein Kratz keine Ohrfeigen versetzen dürfen. Monate hindurch verhandelte er ver geblich mit Staatssekretär Hay. Dann wußte er den Präsidenten, der durch die Aufdeckung der Postbudeleien selbst auf bie Lücken in unseren Verträgen aufmerksam gemacht wurde, zu inte ressiren. Bundes-Generalanwalt Knox gab seine Entscheidung dahin ab, daß die kürzlich den Verträgen eingeschaltete Klausel bezüglich Auslieferung von der Bestechung Angeschuldigter rückwirkende Kraft habe. Diese Bestimmungen blieben Amtsgeheimniß bis Folk mit
Hülfe der Bundesregierung das Ver sprechen Mexico's, Kratz auszuliefern, erlangt hatte. Kratz ist bereits in Haft und auf der Reise nach St. Louis. Viele der bisher noch unbekannten Mit-
glieder der Budlerschaft werden feiner Ankunft mit Entsetzen entgegensehen, oder in Flucht Sicherheit suchen. Aber es steht, wie es jetzt den An schein hat, der Justltia ein noch höherer Triumph in Aussicht, wie selbst die Bestrafung, des sie verhöhnenden Spitz buben Kratz. Der Träger eines berühmten Na mens, der GeneralAnwalt der Welt ausstellungsBehörds von St. Louis, James L. Blair, wird sich wegen an geblich schon seit Jahren und zumeist verjährter, begangenen riesigen Unter schlagungen zu verantworten haben. Blairs Gattin ist die Präsidentin der Rational'Frauenbehörde der Weitaus stellung. Er galt als ein Mann, der das reinste Familienleben führe, Gattin und Kinder liebe, Verbrechen und deren Auswüchse in der Oeffentlichkeit be kämpfe und für Reinheit im Heim, im Geschäft und in der Politik aufgetreten sei. Zeit und Geld für öffentliche und private Wohlthätigkeits-Bestrebungen aufgewendet und alle Eigenschaften eines Muster-Bürgers besessen habe. Sicherlich, die Gestalten des Dr. Jckyl und Mr. Hyde mit seinen schlauen, kla ren, kalt überlegten Verbrechen sind, wenn die Anschuldigungen in diesem Falle wahr, übertroffen worden. Nur wer mit den Verhältnissen der St. Louiser Gesellschaft vertraut ist, kann ermessen, von wie ungeheurem Aussehen die Entlarvung Blair's be gleitet war. De? Mann, dessen Name mit dem Begriffe Ehre gleichbedeutend war, soll sich seit mehr als zehn Jahren als gemeiner Dieb, Fälscher und Betrü ger erwiesen und die vornehmsten Ge sellschaftskreise, die sich besonders aus. gezeichnet fühlten, wenn Herr Blair in ihrer Mitte weilte, genasführt haben. Fast könnte man glauben, daß die ausgleichende Gerechtigkeit es sich vor nommen hat, einmal tüchtig aufzuräu men und St. Louis zum speciellen Wirkungskreise zu machen. Jedenfalls dürfte sie dort, wenn nicht Alles trügt. noch so Manchen, der sich in ergaunerter Stellung sicher glaubt, plönlich in den Staub werfen. Japan und Nüßland singen immer noch Friedenslieder, leider ertönt der Refrain etwas knurrend. Bristow's Bericht über die Postbudeleien läßt lange auf sich warten, das Publlum verlangt die ungeschminkte Wahrheit zu hören. Ter Bericht der Woblthatigleits Behörde über den schmachvollen Zustand, in welchem sich das städtische Hospital befindet, sollte von der Administration sofort Aufmerksamkeit er halten. Die - Vorkehrungen für die Pflege der mittellosen Erkrankten sind die erste Pflicht eines Gemeinwesens. Ohne Zögern sollten die Mißstände im Hospital beseitigt werden. Kein Spiel für Mädchen! Anna Hignight von No. 1216 Naomi Str., eine Schülerin der Liucoln Schule" ' an Palmer Str. und Eottage Ave., wurde gestern beim Fußball'Spiele während der Pause auf dem Schulhofe sehr bedenklich zugerichtet. Bei dem wilden Spiele wurde Anna nämlich niedergeworfen, eine Menge Knaben und Mädchen stürzten auf sie, und Anna erlitt derartige Verletzungen am Rücken, daß sie von Dr Mackey per Ambulanz heimgebracht werden mußte. Sie wird jedenfalls längere Zeit an's Haus gefesselt sein. Die beste 5 Cent Cigarre in der Stadt. Mucho's Longfellow". ,, . Preisrichter für die BlumenAusstellung. Die Herren Theodore BoZ von Ha milton, O., und Emil Buettner von Chicago find zu Preisrichtern für die bevorstehende BlumenAuSstellung er nannt worden. Der Erstere ist als Ex pert'Züchter von Chrysanthemen be kannt. Vor etwa 20 Jahren war er in hiesiger Stadt ansässig und an der Ost Washington Str., besaß er mehrere Treibhäuser. Beide Herren haben als Züchter verschiedener Varietäten von Chrysanthemen einen bedeutenden Ruf. Um eine Erkältung ü einem Tage zu knrircn nehme Laxative Bromo Quini.'e ablets. Alle Druggisten erstatten das Geld zurück, wenn sie nicht kuriren. E. W. Grove's Unter sehnst ist auf jeder Schachtel. 25 Cents.
Spitzbuben-Streiche.
Allerlei Schandthaten von Langfingern. A. B u s ch m a n n's Grocery an College Ave. und 11. Straße erhielt in der Sonntag Nacht den Besuch von Einbrechern, die den Tomaten-Jnhalt eines Bushelkorbes aus den Boden schütteten und den Korb dann mit Cigarren, Tabak und Taschenmessern etc. im Werthe von $70 füllten. Korb und Inhalt wurden gestern Morgen in der Alley hinter der Wohnung des Polin sten Jordan an der 11. Straße wieder gefunden, und nimmt man an, daß die wahrscheinlich jugendlichen Diebe ln's Bockshorn gejagt, ihre Beute dort sah ren ließen. Mehrere Kisten Cigarren wurden ferner aus A. W. Nash'S Apo theke an 23. Straße und Talbott Ave., und aus John Trenk's Grocerv an der West 30. Straße von Einbrechern gemaust. Die Wohnung Louis W. Krieg's in No. 1235 College Ave. er. hielt am Sonntag, während der Abwesenheit der Familie, den Besuch von Gaunern, die Alles um und um kehrten, jedoch offenbar verscheucht wurden, ehe sie Beute gemacht hatten. Die in No. 1150 Evison Str. wohnhafte Frau Jda PerkinS wurde am Sonntag Abend, wie sie gestern der Polizei meldete, auf der Veranda ihre Hauses hinterrücks von einem Unbe kannten, der sie wahrscheinlich berauben wollte, am Arme ergrissen und zu Boden geschleudert. Ihre Hülferufe ver scheuchten aber den Gauner, ehe derselbe seine Absicht ausführen konnte. Verwegener Nanbanfall. Maschinist A. L. Ramsey von einem Farbigen übeafallen und verwundet. Der in den Wasserwerken angestellte Maschinist A. L. Ramsey befand sich gestern Abend gegen 3 Uhr aus dem Wege nach Hause, als er in derNähe der Jndiana Ave. und d?s Fall Uxttt von einem Forbigen, welcher jedenfalls wußte, daß . Ramsey Zahltag gehabt hatte, überfallen wurde. ' Derselbe hielt ihm einen Revolver vor das Gesicht und befahl ihm die Hände aufzuhalten. Der Ueberfallene aber ließ sich nicht verblüffen,' solzdern versuchte dem Banditen die Waffe zu entreißen. Derselbe feuerte dieselbe jedoch zweimal auf Ramsey ab, worauf er entfloh. Die eine Kugel drang in die linke Hüste ein, während die .andere das Gesicht streifte. Der Verwundete bestieg eine Car und fuhr naaz dem Dispenfarium, wo Dr. Jones ihm ärztliche Hülfe leistete. Von dem Doctor begleitet, brachte die Ambulanz Ramsey nach seiner Wohnung, No. 34 S. Stste Ave. Die Wunde ist nicht gefährlich. Ausstellung von Frau D. W. Coffin'S Aquarellen. In der GemäldeGallerie der H. Lieber Co. veranstaltet An dieser Woche Frau W. D. Coffin eine Ausstellung von Aquarellen, welche sehr interes sant ist. Die Künstlerin hat die Stoffe zu ihren Bildern aus allen Theilen dieses weiten Landes, aus Californien, dem Staate Washington, Colorado und Pennsylvanien und sogar aus dem fernen British-Columbia entnommen. Aber auch die engere Heimath hat vor ihren Augen Gnade gefunden und, ihre Ausstellung weisen Bilder auf, die den Beschauern Scenen vom FallCreek, die alte gleicher Heimstätte und Glen Ethel", den Landsitz von W. I. Rich. ards vor Augen führen. Das einzige Oelgemälde in der Sammlung ist ein Portrait von John T. Morrison, dem Vater der Künstlerin. Nach Tipton geholt. Jesse McClure, der Unhold, der wie berichtet am Sonntag seine beiden Knaben erschoß und, um vot der Wuth des ihm nachstellenden Mobs geschützt zu werden, in der hiesigen County-Jail untergebracht worden war, ist gestern vom Sheriff Geo. Schulenburg von Tipton County aus dem hiesigen Ge fängniß geholt worden. Der Thatort besindet sich nämlich in Tipton County, und dort soll McClure binnen 2 Wochen der Prozeß gemacht werden.
Cisternen die lecken, gereinigt und cementirt. 81.50. Frank C. Buttz, Jndiana und Capital AvenueS Beid.' Telephons 1791.
Der Ausflug des Thalia-Clnbs in's Freie.
Auf Walker's Farm bei Columbus verlebten die Mitglieder frohe Stunden. Die Damen des Thalia Club unternahmen gestern einen Ausflug nach der einige Meilen von Columbus, Ind., belegenen ausgedehnten Farm des Herrn John Walker, dessen GaUin die Mitglieder des Clubs, mit welchen ste eng befreundet ist, eingeladen hatte. Früh am Morgen wurde der Aus flug vermittelst Jnterurban Car nach Columbus angetreten. An derselben betheiligten sich die Frauen Schmidt, Farrow, Miller, Frank Randall, Charles Baden. Oscar Pflumm, Brown, Coulon, Spann, Zimmermann, Habich, Sindlinger, Kraß, Kinklin und Mode. In Colun-. bus gesellte sich noch Frau Schumacher und Frau Hez Grisfith jr. zu ihnen. Der Letzteren, welche eine Schwester der Frau Randall ist, wurde zunächst ein Besuch abgestattet. Sie wurden dort in freundlicher Weise ausgenommen. Sodann fand die Fahrt per Leiterwagen nach Walker's Farm statt. Waren auch die Sitze nicht gerade mit Pluschsitzen zu vergleichen, so störte die seS die heitere Laune der Damen nicht weiter. In dem gastfreundschastlichen Hause der Frau Walker wurde ihnen sodann die denkbar liebenswürdigste Aufnahine und nobelste Bemirthung zu Theil. Die Gastgeberin, sowie ihr jovialer Gatte, boten Alles, was in ihren Kräften stand, auf, um den Besuchern den Aufenthalt in ihrem Hause so angenehm als möglich zu gestalten. Und das ist ihnen in vollstem Maaße gelungen. Die Stunden vergingen wie im Fluge und nur zu bald hieß es, Abschied zu nehmen. Den Mitgliedern des ThaliaClubs aber wird der Herbst-Ausflug nach Walkers Farm noch lange in freundlicher Erinnerung bleiben. Henry Lee, der schlitzäugige Wäscherei-Besstzer von 108 W. Mary laud Str.. wurde gestern unter der Anklage des Diebstahls verhaftet. W. E. S t a r k e y wurde unter der Anklage festgenommen, die Ver sammlung . der Heils-Armee in der Barracke gestört zuhaben. George I. Langsdale. seit Jahren Buchhalter in der hiesigen Post Ossice. hat seine Resignation einge reicht. Er ist schon seit längerer Zeit kränklich. Bauerlaubn ißfchein f. vi 'Hohl, Morris und McLain, doppl. holz. Wohnhaus, S2610. Jda L. Cooney, 5732 Beechwood, Schuppen, 8100. Deutscher L e s e . C i r k e l. Der deutsche LeseCirkel hält seine erste Zusammenkunst der Saison, mor gen, Mittwoch, 23. Oct.. bei Frau John Vordermark, No. 2105 S. Me ridian Str., ab. Gottlied Leutbardt, Die gemüthliche Ecke," Ecke Noble und Market Str Grundeigenthums Uebertragungen. Archibald A. Stubbins an Wm. Ward, Theil von Lot 8. Pratt's Sub., Außenlot si72. $12,000. Gottlieb Kilchenmann an Anna Willmann, Lot 53, Wacker's Subd., Haughville. 81,100. Frank M. Page an Martha I. Sul livan, Lot 15, King's Sub., Theil von Highland Park Add. $2,000. Daniel Burton an Lynn B. Millikan, Lo, 19, Dansorth & Knox's Sub. Theil von Außenlo! 173. 86,000. Jesse E. Hitz an JameS W. Cottle, Lot 8, Marlette Park. 82.000. Jndiana Mutual Building aud Loan Association an William A. Scott Lot 13, Kothe & Lieber'S Add. 81,400 William Ward an Archibald A. Stubbin, Theil von Lots 10 und 11, Square 2, Drake's Add. 810,000. ! Raucht die B0NANZA. tm ni .In Berliner Blättern befindet sich die Nachricht, die Einfuhr rung der Rchrrücklaufgeschühc? sei beschlössen und eZ würden 12 bis 15 Millionen dafür gefordert werden. Man muß. schreibt die Kölnische Zeitung". um falsche Auffassungen zu vermcieen, darauf hinweisen, daß es sich nicht um die Einführung eines neuen Geschützes handelt. Rohr und Muniticn bleiben, es müssen dagegeir. die Lafetten umgebaut werden. Für die Ncubewaffnung der Feldartillerie würden ganz andere Summen erforderlich sein.
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In St. Paul sind 'diese? Tage fünf bezopfte Söhne des Reiches der Mitte, von denen der eine ein Restaurant hat, während die anderen als Kellner fungiren, in der SUÖincentsKirche zum katholischen Glauben übergetreten. Der Priester Lawrence Cosgrove vollzog den Taufakt und gewährte ihren Eintritt zu der Con-ficmandcn-Klasse, und demnächst werden sie vom Erzbischof Jreland die Communion erkalten. Quam Sam, 60 Jahre alt, he"lßt jetzt Francis; Kce Soon, 45 Jahre, heißt Boniface; Chong Tui, 35 Jahre, heißt Paul; Ho Lip Tang erhielt den Namen John und Ho Fou den Namen Michael. Jeder der Gelbhäutigen war von einem Pathen und einer Pathin begleitet. Der Fall. daßeinBursche von sechzehn Jahren Bigamist ist, war in Brooklyn zu verzeichnen, wo ein gewisser Joseph Lauer vor den Schranken des Gerichts stand. Der Richter entließ ihn mit suspendirtem Urtheil und begründete diese Milde in folgenden an den Angeklagten gerichteten Worten: Sie befinden sich in keiner beneidenswerthen Lage. Sie haben Bigamie begangen, und zwcrc haben Sie in beiden Fällen Mädchen geheirathet, die Ihnen in Tanzhallen begegneten. Seit zwei Monaten sind Sie nun schon im Gefängniß. Und dabei sind Sie kaum dem Knabenalter entwachsen. Ich kann mir nicht denken, daß Sie sich der Folgen Ihrer Handlungsweise in vollem Umfange bewußt gewesen sind, und deshalb suspendire ich das Urtheil." Eineeigenthümliche Krankhcit herrscht seit einiger Zeit unter den Pferden bei Forked River und Tuckerton in New Jersey. Verschiedene Thierärzte sind der Meinung, daß es eine Art Starrkrampf sei. da Kinnbackcnkrampf regelmäßig eines der auftretenden Symptome der Krankheit ist. Ein Pferdehändler in Forked River, welcher das Auftreten der Seuche geuau beobachtet, sagt, daß dieselbe fast ausschließlich auf den District beschränkt ist, der an die Salzwiesen stößt. Die meisten Todesfälle sind in der Nähe von Tuckerton vorgekommen; doch auch südlich von Tuckerton, in Plecsantville, Ocean City und an anderen Pupkttn in Cape May und Atlantic Counties, entweder an der Bucht oder wo das Oberland mit den Salzwiesen in Berührung kommt, sind beträchtliche Verluste zu verzeichnen. Dies führt ihn zu der Ueberzeugung, daß die Verfütterung von Salzheu, welches in irgend einer Weise ins teilt worden sein muß. die Ursache der Seuche ist. Dr. Perry, von Lakewood constatirt, daß die Seuche Symptome von Diphtherie und Starrkrampf zugleich zeigt. Die von ihr befallenen Thiere crepiren innerhalb zwei bis vier Tagen. ZweiHübsche HalbblutIndianer - Mädchen, resp. 17 und 13 Jahre alt, entkamen unlängst von der indianischen Regierungsschule in VerMillion Lake, Minnesota, mit Hülfe eines Seiles, das sie an dem Fenster des Waschzimmers befestigten, und entliefen mit ihren Liebhabern Thomas Gheen und John Gagnon, 21 resp. 18 Jahre alt. die als Steuermänner auf den' Seedampfern angestellt sind. Die Mädchen brachten die Nacht an einer Stelle in dem See, wo einer der schrecklichsten Stürme der Saison wüthete, unter einem Kahn zu, während die Männer nach Tower zurückkehrten, um einen Verdacht abzulenken. Nachdem die Mädchen den folgenden Tag von ihren Liebhabern abgeholt waren, fuhren sie auf einem kleinen Dampfer den Vermillion Lake hinauf, verfolgt von einem Angestellten der Schule und einem indianischen Polizisten. Das Quartett wurde bald eingeholt, doch entkamen die Mädchen in den nahe gelcgenen Wald. Später gesellten sich Gheen und Gagnon den Mädchen wieder zu und alle Vier verbrachten mehrcre Tage in einer Hütte. Später begab sich das Quartett mit einem Dampfer nach Fort Francis, Canada, wo sie aetraut wurden. Au verwirrt. Richter: Haben Sie in eigener Sache etwas vorzubringen?" Angeklagter: Euer Ehren, mein Vertheidiger hat mich so in Verwirrung gebracht, daß ich wirklich nicht weiß, was ich gethan, oder warum ich es gethan habe." G u t e r R a t h. Der alte Schusier (der seinem Sohn das Geschäft übergibt): ... und dann noch eins: wenn Du vom Baron v. Pumpsky Stiefel bestellt kriegst, mach' sie ihm immer so, daß sie ihn recht kräftig drücken; denn je mehr sie ihn drücken, desto eher denkt er ans Bezahlen.
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