Indiana Tribüne, Volume 27, Number 55, Indianapolis, Marion County, 26 October 1903 — Page 6
Jttdiana Tribüne, 2S. Oktober 1903.
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Europäische Nachrichten.
RIecürsnburg. Gadebusch. Arbeiter und' Büdner Oldach in Jarmstorf fiel beim Theeren eines Daches auf den gepflasterten Hof und starb nach kurzer Zeit. G n o i e n. Büchsenschmied Hingpcter hierselbst beging den Tag, an dem er vor 50 Jahren Zunftmeister und Bürger unserer Stadt wurde. Die hiesige Musikkapelle brachte dem Jubilar ein Ständchen und im Laufe des Jubiläumstages gretulirte der Magistrat. L ü b t h e e n. Die 61 Jahre alte geisteskranke Arbeiterfrau Stöhlmaeher aus Probst - Jfar wurde auf einem Feldwege von einem jungen Schnitter überfallen und arg mißhandelt. N e u h a u s. Der 16jährige Lehrling Paul Boldt aus Haar ertrank beim Baden in der hiesigen Badeanstalt. R o st o es. Bor Kurzem endete ein sanfter Tod die langen Leiden des Majors & l.i suite des Mecklenburgischen Contingents Paul von Holstein. Schönberg. Ein schwerer Unglllckssall ereignete sich auf der Frohnerei hierselbst. Daselbst war der Maschinist Behrens mit der Bereitung von Futterstoffen beschäftigt. Er kam hierbei dem Getriebe der Maschine zu nahe, so daß der eine Arm des Unglücklichen von dem Räderwerk gefaßt wurde. S o l z o w. Hier erhängte sich b'i Tagelöhnerfrau Hackbusch. Schwermuth hat die Frau veranlaßt, sich selbst den Tod zu geben. Oldenburg. Oldenburg. Kaufmann Helmerichs hierselbst verkaufte sein Hausgrundstück Langest?. 25 an den Kürschner Bensel. Der Kaufpreis beträgt 58,000 Mk. Abbehausergroden. Die Landstelle des Landmanns W. Gerte hier, die reichlich 14 Hektar groß ist, wurde an Fritz Lampe - Enjebuhr für den enormen Preis von 53,750 Ms. verkauft. Burgerfelde. Der Burgerfelder Kriegerverein hielt auf dem neuen Kirchhof am Grabe des im Frühjahr verstorbenen Combattanten Hobbie, welcher Inhaber des eisernen Kreuzes war, eine Gedächtnißfeier ab. E l s f l e t h. Die Leiche des vermißten Matrosen W. Grote aus Münchenhagen von dem Logger Lienen" wurde bei Lienen in der Weser treibend gefunden und gelandet. Jeder. Der Gastwirth Ortmann hierselbst verkaufte sein Gasthaus Zur Post" (früher Birnbaum genannt) an den Kaufmann Reuemann für 20.400 Mark. Freie Städte. Hamburg. Schlosser Mickels und der Arbeiter Willhöft wollten bei der Reiherstieg-Drehbrllcke auf den Dampfer Salomon Heine" springen, als dieser sich bereits in Bewegung gesetzt hatte. Beide sprangen zu kurz und während es Willhöft gelang, sich am Geländer des Schiffes festzuhalten, bis er an Bord gezogen wurde, ist Mickels trotz aller Rettungsversuche ertrunken. Lotteriecollekteur Levi wurde in seiner Wohnung, Fruchtallee iöö, ermordet aufgesunden. ES lieg. em Raubmord vor. Nach Ansicht des Arztes muß der Mord bereits mehrere Tage vor Auffindung der Leiche geschehen sein. Die Polizeibehörde setzte auf die Ergreifung des Thäters eine Belohnung von 500 Mark aus. Der 9jährige Knabe Carl Christiansen spielte beim Kleinen Grasbrook auf den dort liegenden Schuten und fiel dabei in die Elbe. Trotzdem der in der Nähe befindliche Vater dem Kleinen sofort nachsprang, konnte das Kind doch nur als Leiche geborgen werde?. Bremen. Der Baurath Hermann Vücking, der vor einigen Wochen vom Senat commissarisch mit der Wahrnehmung der Geschäfte des Oberbaudirectors beauftragt wurde, ist jetzt endgiltig als Nachfolger Franzius' ernannt worden. Lübeck. In Krusendorf traf ein Blitzstrahl die mit Strohdach versehene Scheune des Hofbesitzers Mariens und zündete. Durch Funkenflug 'wurden dann auch die Gehöfte von Laue. Fischer und Wiechmann vernichtet. Von dem todten Inventar verbrannte Allcs. während das Vich zum Theil gerettet werden konnte. Es kamen u. A. km werthvolles Pferd und sechs fette Kälber in den Flammen um. ScYwetz. Genf. Fräulein Dr. med. Sophie dc Patton, eine Russin, ist zur Assistentin an der Universitäts - Frauenklinik ernannt worden. Sie studirte und promovirte hier. Herliberg. Am Tage der Hochzeit seiner Enkelin und der gleichzeitigen silbernen seines Sohnes feierte n - i v ri r t ezirrsraly a. jü. ;j. jgocniuaßer otc goldene Hochzeit. W i n t e r t h u r. Ein tragischer Unglücksfall hat sich bei dem Walkeweiher, den idyllischen Anlagen in der Nähe unserer Stadt, ereignet. Die Frau des in hiesigen Kreisen wohlbekannten und beliebten Kaufmanns Naef zur Weinrebe", deren Knäblein in's Wasser aefallen war. ist beim versuchten Rettungswerk ein Opfer ihrer Mutterliebe geworden. Beinahe hätte das Unglück noch ein weiteres Opfer erfordert. Die Theilnahme an dem er witternden Ereigniß ist allgemein.
Zürich. Der städtischeKreiskassirer
Bär hat sich, als die Controllbehörde bei ihm Cassasturz vornahm, im Amtsgebäude vergiftet. Es zeigte sich ein Caffenmanko von 7000 Francs. Man vermuthet, Bär habe sich zu Spekulationen verleiten lassen. Der Berner Bürstenmacher E. Martin, ein 43jäh?iger. der schon 27 Mal aerichtlich bestraft wurde, stahl in einem Pfarrhaus hier eine goldene Uhr. um wieder ins Zuchthaus zu kommen. Er habe, meinte er, seine schönsten Jahre im Zuchthaus zugebracht, nun möge man ihn da auch behalten. Das hiesige Gericht entsprach seinem Wunsche nach Möglichkeit, indem es ihn zu zwei Jahren Arbeitshaus verurteilte. HGstcrreich'Angarn. Wien. Reichsfreiherr A. v. Veltheim feierte dasJubiläum seiner 40jährigenThätigkeit als Oberbeamter u. Agentien - Inspektor der DonauDampfschifffahrts - Gesellschaft, bei welcher Gelegenheit ihm von Seiten seiner Collegen und Freunde zahlreiche Ehrunaen zutheu wurden. n ei nem Sanatorium in der Vorderbrühl ist der Professor der Anatomie und Physiologie der Hausthiere an der Hochschule für Bodencultur Dr. Sigmund Fuchs gestorben. Der im Mai d. I. nach Verllbung mehrfacher Be trüaereien in der Höhe von 100,000 Kronen nach New Jork flüchtig gewordene und wieder nach England zurückspedirte ehemalige Hof- und Gerichts - Advokat Dr. Theodor Zinner ist dem hiesigen Landesgericht eingeliefert worden. Zrnner war von London nach Hamburg und von dort nach Oderberg gebracht worden. In der Grenzstation wurde Zinner von einem Gendarmerie - Postenführer übernommen und hierher gebracht. Frank st ad t. Der einhändige ledige Arbeiter Anton Wrba aus Tichau, der ber der Firma I. C. Cohn zur vollsien Zufriedenheit seit längerer Zeit bedienstet war. stürzte beim Reisigpflücken auf einen Lattenzaun und spießte sich dabei auf. Durch das schwere Auffallen riß er sich den Unterleib auf und er erlag seinen furchtbaren Verlctzungen. Hall. Der als Kurgast hier im Bade weilende Hauptmann des Landwehr - Regiments No. 19 Nikolaus Dankiewicz wurde erhängt im Hotelzimmer aufgefunden. In hinterlassenen Briefen wird ein unheilbares Leiden als Selbstmordmotiv bezeichnet. Der Unglückliche bittet darin, die gewählte Todesart ihm nicht zum VorWurfe zu machen, da er befürchtet, in der Aufregung mit der Schußwaffe schlecht zu treffen. Graz. Generalmajor und ComMandant der 3. Artilleriebrigade Hermann de Verrette ist hier im 53. Lebensjahre gestorben. Luxemburg. Luxemburg. Durch Großh. Beschluß ist Herr I. P. Kintgen, Advokat zu Luxemburg, zum 2. Ergänzungsrichter beim Friedensgericht des Kantors Luxemburg ernannt worden. Esch. Dem Schlosser Heinrich Erfkämper wurden auf dem Hüttenwerke von einem fallenden Maschinentheil beide Hände zerschmettert. Der Verunglückte mußte jns Spital geqat werden. Frovinz Brandenburg. Berlin. Der ordentliche Honorar - Professor in der philosophischen Fakultät der hiesigen Universität, Geheimer Regierungsrath Dr. Friedrich Dieterici, ein hervorragender Forscher auf dem Gebiete der arabischen Sprache und Geschichte, ist gestorben. Der neuernannte Staatssekretär des Reichsschatzamtes Freiherr v. Stengel ist zum Bevollmächtigten zum Bundesrath ernannt worden. Der 26lährige hiesige Reisende Arthur Jänsch ist mit seinem Seegelboot auf dem Müggelsee gekentert und ertrunken; ein Herr, der ihn begleitete, wurde gerettet. Eine über 500 Jahre bestehende hiesige Organisation, die Con-ditoren-und Pfeferküchler - Innung, hat ihre Auflösung beschlossen. Ein Theil der Mitglieder ist damit nicht einverstanden und will die Rechtsgültigkeit des Beschlusses unter Hinweis auf verschiedene Formfehler anfechten. Sanitätsrath Dr. med. Wilhelm Wiener, Massen Straße 15 wohnhaft, feierte sein goldenes Doktor - Juliläum. Ein Todtschlag wurde an der Ecke der Frankfurter Allee und der Jung Straße verübt. Dort stieß der Tischler Carl Rieger, der in Lichtenberg wohnt, nach einem Streit, der sich in einer Gastwirthschaft abgespielt hatte, dem Möbelpolirer Rudolf Ziehlke ein Messer in die Brust. Der Verwundete starb bald darauf. Der Thäter flüchtete, wurde aber eingeholt und verhaftet. In der Teltower Straße 57 lebte der 82 Jahre alte Kanzleirath a. D. C. Reinhardt mit seiner 79jährigen Gattin und seiner Tochter seit langen Jahren in stiller Zurückgezogenheit. Vor Kurzem machten sich bei dem alten Herrn verschiedene Krankheitserscheinungen bemerkbar, die seine Uebersiedelung in eine Anstalt nothwendig machten. Vor Gram darüber erkrankte nun auch die Gattin, die sich bisher einer steten Gesundheit erfreute. Kanzleirath Reinhardt starb in der Anstalt. Wenige Stunden darauf folgte ihm seine Lebensgefährtin auch im Tode nach. In der Akkumulatorenfabrik und den Elektrizitätswerken, vormals Böse u. Co., in der Köpenicker Straße, ereia-
neie sich eine Explosion imMäschraum, wahrscheinlich infolge Selbstentzünduna von Celluloid oder Säuren, wo-
durch die innere Einrichtung zerstört wurde. Es wurde ein großer Sach, schaden angerichtet, aber niemand verletzt. Burg (Sprcewald). Bei dem Häusler Matthes Kaina traf dessen Schwager, der 35 Jahre alte Arbeiter Friedrich Sergun aus Burghof bei Lieberose ein. In seiner Begleitung, befand sich die 20 Jahre alte Marie Lück aus Neuwedell. Kr. Arnswalde. Kaina. der in sehr dürftigen VerhältNijjen lebt, konnte die beiden, die fast mittellos waren, nicht bei sich behalten. Jetzt fand nun der Förster Edelhoff beide erschossen im Walde vor. Jedenfalls liegt Mord und Selbstmord vor. Falkenhagen. Es brannte !n unserem Nachbardorf- Döbberitz das Familienhaus des Gutsbesitzers Henschel nieder. ' Der Boden war mit Heu und Stroh gefüllt. Das Feuer soll durch Kinder, die mit Streichhölzern spielten, entstanden sein. Göritz a. O. Kürzlich feierte der Gesangverein Germania" in dem schön geschmückten Garten des Kaufmanns Carl Leonhardt sein Sommervergnügen durch Vokal- und Jnstrumentalconzert. L ü b b e n. Hier feierte das Heinrich Grieger'sch- Ehepaar zu Trebnitz sein goldenes Ehejubiläum. Beim Beginn des Gottesdienstes segnete Pfarrer Zierach das Jubelpaar in Gegenwart der Gemeindeglieder ein und übergab dem Paare ein Gnadengeschenk des Kaisers. Neetz. In der Nacht brannten !N dem benachbarten Dorfe Altenwedel eine Scheune und zwei Ställe des Schmiedes Wohlfeil nieder. Ziebingen. Der an der Kreissäge beschäftigte Arbeiter Johann Franke gerieth mit der rechten Hand in die Kreissäge, die ihm vier Finger glatt abschnitt, so daß nur der Daumen an der Hand stehen blieb. altes Hühnerfleisch mit R a h m s a u c e. Man zerlegt ein gekochtes Huhn, nachdem dasselbe erkaltet ist, in ansehnliche Stücke, ordnet dieselben auf derFleischplatte und garmrt den Rand derselben mit Petersilie oder in ganz feine Streifen geschnittenen Salatblättern. Zu dem Fleisch gibt man folgende Sauce: 2 Eßlöfsei Butter werden in einer sauberen Pfanne erhitzt. 2 Eßlöffel Mehl darin verrührt und eben aufgekocht. dann 1 Tasse Rahm, Salz und Psesfer nach Geschmack hinzugethan, und nachdem die Sauce 2 Minuten gekocht hat, 3 Eßlöffel Wein oder Sherry hinzugefügt. Fisch a laCreme. 2 Pfund frischer Codfisch werden gar gekocht und in kleine Stücke zerpflückt. Von 1 Pint Milch. 2 Eßlöffel voll Butter (geschmolzen) und 2 Eßlöffel Mehl macht man eine weiße Sauce, die man fleißig rühren muß, damit sie seimig wird. Dazu fügt man 2 gut zerklepperteEier, 1 Theelöffel gehackte Petersilie, 1 Theelöffel gehackte Zwiebeln, Salz und Pfeffer nach Belieben. Eine Auflaufform streicht man mit Butter aus und füllt die Masse hinein, obenauf giebt man eine Lage Vrodkrumen mit etwas geriebenem Käse vermischt, und backt den fttfcb in einem Ofen bübsch braun. AusdemneuestenJahresbericht der Amerikanischen Bibelgesellschaft ist ersichtlich, daß dieselbe im Verlaufe des Jahres 2,058,289 Bibeln drucken ließ oder ankaufte, von denen 1.993,358 auswärts zur Herstellung gelangten. Seit ihrer Gründüng hat die Gesellschaft im Ganzen 72,000.000 Bibeln ausgegeben. Während des letzten Jahres vertheilte sie in den Ver. Staaten 745,423 Bibeln, und zwar entfallen davon allein auf New Jork 225.735, auf Pennsylvania 135.933, auf Illinois 62.878, auf Wyoming und Arizona nur 56 resp. 87. Nach den Philippinen wanderten 11,774 Exemplare, aber auch Cuba wurde mit deren 20.398 nicht vergessen, wahrend Afrika 6725, China 1425 und Canada 218 erhielt. Vor einigenWochen ließ sich eine Firma in der Stadt Mexiko einen Geldschrank -Experten aus New Fork kommen, um einen mit Zeitschloß versehenen Sicherheitsschrank zu öffnen, dessen. Mechanismus außer Ordnung gerathen war. Der Mann hatte sechs Tage zu reisen, ehe er seinen Einzug in Mexiko hielt. Dort angekommen entledigte, er sich sofort der von ihm verlangten Arbeit, d. h. wenn man es Arbeit nennen kann, einmal um einen Geldschrank herumzugehen und ihn ein bischen zu rütteln, wodurch das Werk wieder in Ordnung kam. Dann strich der Experte sein Honorar nebst Vergütung der Reisekosten ein, beguckte die Sehenswürdigkeiten der mexikanischen Hauptstadt und reiste vergnüglich wieder nach New Aork zurück. DieewigeNeueOrthographie. Haben Herr Professor zur Zeit wieder ein wissenschaftliches Werk unter der Feder? GymnasialProfessor: Nein, augenblicklich bin ich wieder mal dabei, orthographisch schreiben zu lernen. Darüberhinaus. Stellenvermittler: Es thut mir leid, Frau Müller, daß ich Ihnen keine Köchin verschaffen kann, die Ihnen paßt." Die Herrschaft: O, darüber ,bin ich hinaus. Schicken Sie mir nur eine, der ich passe."
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!-M-H-H-!-l"!":"H Haus, Hos und Mnd -S-M-X-H M-M-I-I-i-l-M-M-I-Hummer-Mayonnaise. Einen frischen Hummer schneidet man in der Mitte durch und richtet ihn. die beiden Seiten des Fleisches nach oben gekehrt, an; derselbe wird mit Petersilie, Essiggurken. Kapern, harten Eiern garnirt und eine MayonnaiseSauce dazu servirt. Ente mit Zwiebeln gedämpft. Die Ente wird mit Wasser und Salz aufgesetzt, abgeschäumt und dann mit einem halben Teller voll geschnittenen Zwiebeln, etwas geriebenem Weißbrod, Nelken und Muskatmiß, sowie etwas Butter weich gekocht und angerichtet; die Sauce wird durch ein Sieb gestrichen, mit Citronensaft eingekocht und über die Ente gegossen. G.c f ü l l t e r Kohl (Wirsing). Man sucht sich nicht zu große, aber recht feste Köpfe aus, schneidet sie in zwei Hälften voneinander, höhlt aus jeder inneren Seite etwas aus, fo groß wie ein halbes Ei, und gibt in diese Höhlung eine Fülle von gehacktem Fleisch, mit etwas Gewürz, geriebenem Brod und Schnittlauch vermischt, legt die andere Hälfte des Kohlkopfes darauf, bindet einen Faden darum, setzt die Köpfe dicht nebeneinander in eine Kasserolle und kocht sie mit kräftiger Fleischbrühe weich. Von der Brühe, in der sie gesotten worden, macht man eine wohlschmeckende, etwas sämige (nicht allzu dünne) Buttersauce und gibt diese über die Kohlköpfe, welche man vorher sorgfältig vom Bindfaden befreit und auf einer Schüssel angerichtet hat. Mit Kartoffeln reinigt man alles; wenigstens gibt es für vieles kein besseres Putz- und Säubermittel als dies gute Knollengewächs. Zum Beispiel ergibt der Abgang und die Schale der rohen Kartoffel, in Stückchen geschnitten, mit etwas Wasser ein vorzügliches Putzmittel für gelbe, fleckige Karaffen und andere Glasgegenstände; ebenso zur Reinigung von Blech- und Zimmergeräthen ist die in Wasser gelaugte Schale vorzllglich; zum Putzen von Messern und Gabeln wendet man eine durchgeschnittene Kartoffel mit bestem Erfolg an. Tann lassen sich damit auch farbige Wollsachen, Stickereien und anderes waschen. Man reibt gereinigte, jedoch ungeschälte Kartoffeln, wäscht den Gegenstand dann zweimal in lauem Was ser durch und spült ihn in Wasser, dem etwas Essig zugesetzt ist, aus. Suppen. Im Allgemeinen haben Suppen überhaupt keinen besonderen Nährwerth, sie sollen mehr anregend als kräftigend wirken, und es war da her in früheren Jahrhunderten bei üppigen Festmählern der Gebrauch, nicht nur am Eingänge des Mahles eme Suppe zu nehmen, sondern zwischendurch wieder eine, eine Sitte, die das Trinken beim Mahle beschränken sollte. Selbst diejenige Suppe, welche als am meisten -,'ahrhaft angesehen zu werden pflegt, die Fleischbrühe oder Bouillon, ist in ihrer reinen Form nur als ein Genußmittel zu betrachten. Warm ge nossen steht sie dem Kaffee oder Thee, weiterhin dem Schnaps. Wein oder Bier nahe; sie erregt die Nerven. Vor jenen anderen Genußmitteln hat sie den Vorzug, daß sie keine giftige Substanz enthält, daß sie ungleich milder ist, daß sie sich daher für schwächliche Personen sehr viel mehr eignet. Da man aber die Fleischbrühe zumeist auch noch mit Nährstoffen vermengt, , mit Mehlwerk und dergleichen, so ist die Suppe immerhin em bemerkenswerther Bestandtheil unseres Mittagstisches, den man nicht, nach der SuppenkasperTheorie, überschätzen, aber freilich auch nicht gering achten darf. Daß man schon im Alterthum und bei allen Völkern die Suppe kannte, beweist immerhm auch ihre allgemeine Bedeutung. Die Erziehung nervenschwacher Kinder. In einer Zeit, in welcher dank der Hast und der Aufreibung des Erwerbslebens die Nervenschwache -beinahe zur Volks krankheit geworden ist, ist es natürlich nicht zu verwundern, daß auch die Zahl der nervenkranken Kinder in der Zunähme begriffen ist. Denn der Kenn der nervösen Veranlagung ist vererblich, dazu kommt, daß nervenkranke Eltern ihren Kindern naturgemäß auch nicht die richtige Erziehung geben konnen. und verkehrte Erziehung, geistige Überanstrengung, zu frühzeitige Theil nahme am Genußleben, das Ueberstehen gewisser Kinderkrankheiten lassen dann in den meisten Fällen die schlummernde Disposition zum Ausbruch bringen. Solche Kinder brauchen dann gar nicht in körperlicher Hinsicht nervenkrank zu sein, ihre Nervenschwäche äußert sich vielmehr in ihrem ganzen geistigen und gemüthlichen Verhalten. Sie sind leicht reizbar, verlieren schon bei geringen Veranlassungen das seelische Gleichgewicht, in der Schule ermüden sie rasch und vermögen oft nur schwer ihre Gedanken zu konzentriren, erreichen daher oft nur schwer ihr Klassenziel und leiden vielfach an Schlaflosigkeit und Appetitstörungen. Solche Kinder verlangen eine besondere Erziehung, die d'r Eigenart dieser krankhaften Störungen angepaßt sein muß. Die Eltern müssen vor allem das Seelenleben ihrer Kinder zu erkennen suchen, und ihre Erziehungsmethode muß ebenso weit entfernt sein von kalter Strenge '
?on übertriebener Nachsicht. Sie muß vor allem eine glcichmäßige sein, vor gemüthlichen Erschütterungen sind diese Kinder ebenso zu bewahren, wie vor geistiger Ueberanstrengung. Wenn solche Kinder in der Schule schwer fortkcmi7.cn. dann soll man sie ruhig ; ?ifrr hi lasse wiederholen lassen. Alkcdol. Kassee und in vu,cu Kindern sircnge zu resagen. Sehr gut wirken dagegen zur Kräftigung deö Nerrcnsystes öfters kurze, warme Zäder mit kühlen Uebergicß'.'ngen. lauwarme Abwasilung deS Körpers und ausgedehnt!: Ceiährug von Bettruh?. der SinföcnMing körperlicher Strafen sei man vorsichtig, da solche ojt schwere Nervenerschütte?u::gen im Gefolge haben. Verbesserung ungllnst i g e r Bodenarten für den Obstbau. Während feuchter Kaltboden deni Obstbau im Allgemeinen sehr dienlich ist, eignet sich trockener Kalkboden sehr wenig für den Obstbau. Ist nun ein solcher Boden auch noch sehr steinig, so sind vor allem beim Auswerfen der Pflanzengrubcn diese Steine, da sie daZ Eindringen der Wurzeln zur Seite und in die Tiefe verhindern, sorgfältig zu beseitigen, und die Gruben müssen so tief wie nur möglich ausgeworfen werden. Dazu ist es nothwendig, die Erde durch einen Zusatz von Thon und Torfmull zu verbessern. Aehnlich wie beim Kalkboden rerkält eö sich auch beim Sand. Häufig finden wir jedoch unter einem nahrungslosen Sandboden einen Mergel- oder Lchmuntergrund und in diesem ein geeignetes .Mittel, durch tiefes Rigolen den Sandboden ohne großen Kostenaufwand genügend zu verbessern. Auch durch Beimischung von Kompost, welcher aus Straßenlehrricht gewonnen wurde, kann man schlechten Sandboden für ObstbaumPflanzungen geeignet machen. Aussaat der Zwetschg e n k c r n e. Die Zwetschge vermehrt man entweder durch Ausläufer oder durch Kerne; zur' Anzucht in großen Mengen ist Saat vorzuziehen. Allein das Aufgehen der Kerne ist mit Schwierigkeiten verbunden und hat man verschiedene Mittel vorgeschlagen, um' das Keimen derselben zu crleichtern. Eines derselben ist folgendes: Um Zwetschgensämlinge zu erziehen, werden die frischen Steine in einen entsprechend großen Kübel gebracht und mit frisch gelöschtem, mit Wasser verdünntem Kalk belegt. Den dünnen Kalkbrei vermischt man gleichmäßig mit den Samen, die man 14 Tage in der Brühe liegen läßt; dann schöpft man sie heraus und legt sie im Spätherbst mit dem anhängenden Kalk in drei Zoll tiefe Furchen. Im Frühjahre haben sämmtliche Kerne gekein:. ' Sobald im Frühjahre der Keim hervortritt, muß man Erd: darauf streuen. Sind die Sämlinge etwa 1 Fuß hoch, so kann man sie versetzen. Laubbedeckung bei späten Herb st Pflanzungen. Bei spätem Pflanzen von Bäumen, Sträuchern und Stauden ist mit dem Froste zu rechnen. Härteren Arten und Gewächsen schadet er gewöhnlich nicht, vielen zarten aber um so mehr. Er verhindert, daß die Wurzeln sich mit dem Boden verbinden und so um so Mehr vom Frost zu leiden haben. Fehlt es im darauffolgenden Winter an einer Schneedee und treten nach dem Frühjähr auch noch Fröste und trockene Witterung hinzu, so kann die so locker eingebettete Pflanze sich kaum am Leben erhalten. Solchem Zustande nun vorzubeuf,en, gibt es nichts Besseres, als nach späterem Verpflanzen den Boden mit einer Schicht Laub zu überziehen. Dieselbe mildert den Frost und schützt den Joden im Frühjahr s.cg:n das Austrocknen. Um Würmer aller Art aus Blumentöpfen zu vertreiben, sei folgendes einfaches aber unbedingt erfolgreiche Mittel mitgetheilt: Man zerkleinere circa zehn reife Früchte de? Roßkastanie, gieße ein Quart Wasser darüber und lasse das Gefäß an warwer Stelle 24 Stunden stehen. Nachdem man die Töpfe so mit gewöhnlichem Wasser begoß, daß die ganze Erde mäßig feucht wurde, gebe man, je nach der Größe der Töpfe, einen bis vier Eßlöffel vom Kastanienwasser. und alles Lebende, was sich in der Erde des Blumentopfes einnistete, erscheint sofort an der Oberfläche der Erde und wird sogleich abgelesen und vernichtet. Das Glattwalzen der Oberfläche nach der Saat wird
vielfach angewendet, um dem Boi'en mehr Zusammenhalt zu verschaffen und das schnelle Verdunsten der Fcuchtigkeit zu verhindern. So große Vortheile dieses Wallen auf leichtem Boden haben kann, so nachteilig kann e'aber auch sein, wenn es auf schweren und feuchten Vö'ttn geschieht, intern dann der Boden eine sehr harte Kruste bekommt, die das Auskommen der Keime sehr erschwert. Blumentopferdc ver Säurebildung zu scüützen. Gewöhn--liches Moos wird aus einem Ofen getrocknet, zu Pulver gestoßen und alsdann mit der Blumenerde in den Töpfen vermischt. Letzter? wird dadurch wieder lockerer; es wird die Säurebildung verhindert und das Wacbstbum der Pflanze befördert. Schweine fressen 'hre Jungen auf in Folge eines durch ungeeignete Nahrung hervorgerufenen fieberbaften Zustandes. In einem solchen Falle gibt man ihnen reichlich ' Wasser und grünes saftiaes Butter.
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