Indiana Tribüne, Volume 27, Number 52, Indianapolis, Marion County, 22 October 1903 — Page 3
Jndiana Tribüne, 22. Oktober 1903.
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Kleine Sünder.
Generalpostmeister verfügt einige weitere Entlassungen. Die Gestürzten find die ersten Opfer von Bristow's Bericht. Schwindel mit öffentlichen Sande reien in großem Stil. Lewis Niron über Herrn Schwab's Machinationen. Entscheidung des Bundes-Apellhofes im Fowler'Procesz. Vater des Jungen als gesetzlicher Vormund bestätigt. Weber-Convention beschlietzt Beitritt zur A F. L. Entlassung von Postb e a m t e n. Washington, 21. Okt. Ge-neral-Postmcister Payne entsetzte heute Micheel W. LouiZ, Superintendenten der VorrätheAbtheilung, LouiZ Kemper, Chef der Registrirungs - Abtheilung im Bureau des 3. Hilfs-General-Postmeisters, und den Clerk C. V. Terry ihrer Aemter. Der New Jorker Postmc..r ist zur Entlassung des Clerks Otto Weis angewiesen. Diese Enthebungen sind das erste Re sultat von Bristow's Bericht über die Unregelmäßigkeiten im Postamte. Herr Payne, der eine Erklärung über sein Vorgehen abgab, sagt, es stehen vielleicht weitere Entlassungen, jedoch nicht iu großem Maßstabe, bevor. Weis, der New Yorker Elerk, soll in vertrauten Beziehungen zu S. W. Beavers, dem früheren Ehef der Ge haltsabtheilung, gestanden haben. Terry stammt aus Jndiana. Er war früher temporär angestellt und erhob die Beschuldigung gegen den damaliqen Haupt-Elerk Masten, dieser habe ihn entlassen, weil er stch geweigert habe, ihm Geld für sein Verbleiben zu bezahlen. Der Präsident verfügte darauf seine Wiederanstellung. Die Untersuchung ergab keine Unterlage für Terry's Beschuldigung und die Folge ist seine dauernde Entlassung. Louis und Kemper waren seit Jahren m Postdienst. Kemper ist wegen ungenügender und nachlässiger Geschäftsführung entlassen. LouiZ wegen Durchstechereien bei Ver gebung von Eontralten. Neuer Skandal. Port land, Ore., 21. Okt. Nach dem heutigen Oregonian" ist die Regierung einem ausgedehnten LandGrast" Ringe auf die Spur gekommen. Der Ring verschaffte sich nicht blos Landstrecken durch Betrug aller Art, sondern bestach auch Beamte u. machte sie dadurch zu Miethlingen der Geschäftstheilhaber. In Washington bestand ein Gene-ral-Burrau, dessen Agenten für Jnformation über vorgeschlagene Reserven und andere gewinnbringende Geschäfte sorgen mußten. Die Haupt-Figuren der Verschwörung sollen in San Francisco ansässig sein. Ein Beamter des Geheimdienstes und Hilfsanwalt Hugh vom Departement des Innern waren letzte Woche in Portland zur Sammlung von Be weismaterial, um eine Strafverfolgung zu ermöglichen. Washington, 21. Okt. Die Beamten des Departements des Innern geben zu, daß verschiedene Spe-cial-Agenten in den Staaten der Paci fic-Küste damit beschäftigt sind, eine Untersuchung über Machinationen anzustellen, um große Areale öffentlichen Landes zu Speculations-Zwecken zu erwerben. DerDichterdesGhetto. Chicago, 21. Okt. Jsaac Reingold, dessen Gedichte und Lieder über das Leiden der Juden in Rußland ihm den Titel Der Poet des Ghetto" verschafften, ist heute gestorben. Vor 30 Jahren in Rußland geboren, lebte er in den 13 letzten Jahren in Chicago und arbeitete als Schneider im Ghetto. Die in seinen Mußestunden verfaßten Gedichte erschienen in $rt disch" in Buchform. Einige der Gedichte hat der N. Y. Componist Mendelsohn in Musik geseht. Sie sind weit verbreitet unter
den Juden Amerikas.
Schwab weiter comprom i t t i r t. New York. 21. Okt. Lewis Niro:i, der frühere Präsident tut U. S. Shipduilding Co., war der heutige Haupt;?uge in der Vernehmung vor Examinator Oliphant über die Agelegenheiten der zu Grunde gegangenen Corporation. Er erzählte viel über die Geschichte und die hervorragenden Männer des Trusts. Er bestätigte die Behauptung der Aktionäre, daß der Anmalt Schwab's eine Anzahl Direktoren für die Schiffsbau - Combination in Vorschlag gebracht habe und sagte ferner, die Aufwendung von $2,802, 000 zu Verbesserungen sür die Bethlehem Stahl-Werke sei gegen seinen Protest von den Direktoren gebilligt worden, trotz seiner Meinung, die Haupt - Corporation müsse schließlich aus Mangel an Fonds in die Brüche gehen. Herr Nixon beschwor, nach Billigung dieser Ausgabe habe er mehrfach versucht, eine Direktoren - Versammlung zusammenzubringen. Endlich theilte ihm Schwab mi, er habe die Direktoren angewiesen, von einer solchen Versammlung fernzubleiben. Im Verhöre Nixons kam u. a. auch an's Licht, daß in dem im Juni 1902 erlassenen Prospekt irreführende Angaben über die Personalien der Direkto ren gemacht wurden. Chas. M. Schwab und sein Anwalt Max Paw. die heute vernommen werden sollten, wohnten den Verhandlungen bei. DerKampf um den Mündel. Chicago, 21. Okt. Der Kampf zwischen der Tante und dem Vater des Moses Fowler Chase aus Lafayette um die Obhut über den jungen Mann wurde heute vor dem Appellhof des Bundeskreisgerichts fortgesetzt. Der Fall erregt deshalb so großes Aufsehen, weil das Vermögen des jungen Chase, um das sich die Verwandten streiten, gegen S1,000,000 beträgt. Der gesetzliche Vormund ist derzeit George Hoadley Jr. in Cincinnati,
während dem Vater durch die Gerichte eine ähnliche Autorität verliehen wurde, und unter dessen Obhut ist jetzt Chase. Richter Anderson vom Jndiana-Bun-desgericht lehnte ein Habeas CorpusGesuch zurZFreilassung Chase's aus sei' nes Vaters Obhut ab; hiergegen appellirt jetzt Hoadley. C h i c a g o, 21. Okt. Der AppelHof bestätigte die Entscheidung der In diana Staats - Gerichte und erklärte hierdurch F. C. Chase von Lafayette, Ind., zum gesetzlichen Vormund von Person und Vermögen seines Sohnes Moses F. Chase. George Hoadley Jr. verlor und die Tante Frau Ophelia Duhme, auf deren Gesuch Hoadley zum Vormund ernannt wurde, sah ihren Plan, den jungen Mann nebst seinem werthvollen Besitz in ihre Gewalt zu bringen, abermals vereitelt. Die heutige Entscheidung bringt den Kampf um oie Vormundschaft über Chase thatsächlich zu Ende. Er zog sich schon mehrere Jahre vor den Gerichten Jndianas und Ohios hin. Anschluß an die A. F. of L. Philadelphia. 21. Okt Die Internationalen Textilarbeiter faßten heute den Beschluß, daß alle der hiesigen Central-Textil-Union angehörenden Organisationen sich dem Amerikanischen Arbeiter-Verbande anschließen sollen. Einer der Redner führte zur Begrün dung des Beschlusses an, ' der kürzliche Streik von 90,000 Webern hier wäre erfolgreich gewesen, falls sie die Unter stützung der A. F. of L. gehabt hätten. Staats-Depart ement ungläubig. Washington, 21. Okt. Die Beamten des Staats Departement schenken den Berichten aus dem fernen Osten, daß Rußland den Vertrag zwi schen Amerika und China, besonders hinsichtlich der MandschureiHäfen zu nichte machen wolle, geringen Glauben. Man weist darauf hin, daß die Mel düngen aus Quellen stammen, die wahrscheinlich von dem Wunsche beseelt sind, um Zerwürfniß zwischen Amerika und Rußland hervorzurufen. Jähes Ende. Terre Haute, Ind., 21. Aug. George W. Harris, 57, Grubenbesitzer und einer der reichsten Landeigen thümer der Gegend, wurde heute Abend von einem Vandalia Zug 4 Meilen westlich von hier überfahren und auf
der Stelle getödtet.
Trauer-Feier. St. Louis. 21. Okt. Für den letzte Woche zu Baltimore verstorbenen Erzbischof Kam fanden beute Trauerfeierlichkeiten statt. Cardinal Gibbons celebrirte bei der Seelenmesse und Erz bischof Keene, Dubuque, Iowa, hielt die Leichenrede. Ein zahlreiches Publikum wohnte den Feierlichkeiten bei. Die Beisetzung fand auf dem CalvarieN'Friedhofe statt, neen dem Grabe des Erzbischofs Kenrick, dessen Coadjutor sowie späterer Nachfolger der Verstorbenc war. Die alte Cathedrale, wo die Trauerfeier stattfand, war angemessen decorirt. Verschiedene Crzbischöfe und Bischöfe waren zugegen. BankierVerband. San Francisco, 21. Okt. Präsident Hardy eröffnete heute die 29. Jahresconvention des amerikanischen Bankier Verbandes im CaliforniaTheater unter gute? Betheiligung. Der Comite-Bericht über Treue-Ver-Versicherung, wonach der.Verband für seine eigenen Angestellten Bürgschaft stellen solle, rief eine lebhafte Debatte hervor. Der Antrag, das betreffende Amendement dem Executiv - Comite zu überweisen, wurde abgelehnt. Wie Dowie seinGeld m a ch t." Gil ford, N. H., 21. Okt. Eine zu Alexander Dowie's LehrenZBekehrte, Frau Angeline Jewett von hier, hat ihre Farm um $1500 verkaust und $1400 davon an Dowie gesandt. Sie erklärt, sie glaube an Dowie, ..Gott zeigte mir, es sei das Beste, die Farm zu verkaufen und ihm' das Geld zu schicken." Von derMutter erkannt. Danville, Jll., 21. Okt. Frau Wm. Eastel erkannte heute im Gefängniß Elmer Mayden als den Mann, der im Juli einen unsittlichen Angriff auf ihre 13-jährige Tochter verübte. Das Kind starb einige Tage später an den Folgen des Schreckens. Hayden saß früher in der Jndiana Reform-Anstalt wegen Juwelen-Dieb-stahls und ist hier wegen eines Raubanfalls in Haft. Field's Nachfolger.
Washington, 21. Okt. Der Präsident hat Horace W. Baily zum Bundesmarschall für Vermont als Nachfolger des entlassenen Fred Field ernannt. Baily war von den Vermonter Congreß-Delegaten empfohlen. Der Generalanwalt hatte dem Präsidentcn heute gerathen, den Fall Field nicht nochmals untersuchen zu lassen. Field war wegen Pflichtverletzung abgesetzt worden, weil er drei zur Deporation verurtheilte Chinesen entschlüpfen ließ. Kurze Depeschen. 21. Oktober. N e w I o r k. Howard Elliott wurde zum Präsidenten der Northern Pacific Bahn erwählt. Cincinnati. Nichter Thomp son setzte den neuen Proceß gegen Miller und Johns auf 10. Nov. an. S u p e r i r , Wis. Das Postamt wurde ausgeraubt. Ueber 810,000 in Marken und Geld sollen gestoblen sein. Joliet, Jlls. Die Wechselbank, das einzige derartige Institut hier, ist geschlossen. Zahlreiche kleine Deposito ren sind berührt. L o u i s v i l l e , Ky. Sekretär Shaw hielt seine letzte Campagne-Rede in 5?entucky mit besonderer Berücksich tigung der Geldfrage. S t. L o u i s. Präsident Francis ernannte I. A. Seddon zum Generalanmalt der Ausstellungsgesellschaft. Ge halt 818,000 per Jahr. Centra l i a, Jll. Major S. P. Tufts, Präsident des Jll. Mexikan. Veteranen - Vereins, Mitkämpfer im Bürgerkriege, ist gestorben. Washington. Leopold I. Stern aus Baltimore, einer der im Post.Skandal Angeklagten, kam unter Bürgschaft von S5000 auf freien Fuß. Denver, Colo. Arbeits-Com missär W. H. Montgomery, eben von Indianapolis zurückgekommen, ist der Meinung, daß vorerst in Colorado, Utah und Wyoming kein Kohlenstrei ausbricht. Ausland. Berlin. In Voelklingen wurde bei der Vorstellung in einer Menagerie eine junge Frau von einer Boa Con-
strictor erwürgt.
5ine verhängnihvolle Gastfreund
schaft aben die Bewuhner der Insel Barbapi feinern TtKr gewährt, das sie sich zc.o'.t aus Indien verschrieben hatten, or einem Lierteliahrhundert litt der Anbau von Zuckerroh? auf der Insel aufs Aeuß.'rste unter den Verwüstunzen durch satten, und man hielt es dort für einen ausgezeichneten Einfall, sich aus Indien Exemplare des Mungo kommen zu lassen, einer kleinen Raubihierart. die als eifrigster Rattenfeind r. . "t... i in rr : crr . vcrugmi in. ie Mungos machten ihrem Ruf alle Ehre und räumten furchtbar unter den Ratten auf, aber gleichzeitig machten sie sich auch über alle möglichen friedlichen Thierbewohner des glücklichen Eilandes her. Sie verschmähten z. V, nicht, den Eidechsen ...ri.iv- v c?r. i nacgjuueueii, uno oa dzz wiener als Vertilger schädlicher Raupen sehr geschätzt werden, so sah man bald ein. daß man den Teufe! mü Beelzebub ausgetrieben hatte. Gerade die von den Eidechsen n großen Mengen ver zehrten Raupen bohren nämlich ebenfalls das Zuckerrohr an und geben so den Keimen schädlicher Pilze Einlaß. Da nun die Raupen nack, der Vernichtung der Eidechsen unbehindert zunahmen. so traten neue große. Verluste m den Zuckerrohrernten ein, die jetzt den Bewohnern Barbados' die Veranlassunq qeqebcn haben, bei ihrem Gouverneur wegen Ausrottung der Mungos zu petitioniren, wie sie vor 25 Jahren um deren Einführung gebeten hatten. Diese Geschichte ist wieder einmal ein Beweis dafür, wie bedenklich es ist. in das Gleichgewicht der Natur störend eingreifen zu wollen. Viel verlangt. Vatl?r (der seinen Sohn im ersten Semester mlfsucht) : Professor Dabb ler sagte mir. du habest erst einmal sein 5?olleg besucht r Student : Nun erwarte ich natur lich erst seinen Gegenbesuch!" Tragisches Ende einer Hochzeit. Der Wirhtschaftsbescher Milivoj Dosie in Zsablya. Ungarn, begab sich neulich mit seiner ihm m Titel eben angetrauten Frau zu Wagen nach Zsablya. Der Zug mußte die Theiß passiren und die Wagen wurden aus eine Plätte verladen. In der Mitte des Flusses begannen die Musikanten zu spielen. Ein Paar Pferde wurde scheu, sprang zur Seite und riß den Wagen in's Wasser. Durch das Geschrer der mit den Wellen Kampsenden wurden auch die anderen Pferde fcheu und sprangen in's Wasser. Es gelang nur, zwei junge Nichten des Braungams zu retten, während er selbst und fünf Gäste in den Wellen verschwunden waren, ehe man ihnen Hilfe bringen konnte. Ehrung eines Dienstboten. ?ln solenner Weise nahm dieser Tage der Bü'germeisier von Baden bei Wien die Ehrung eines Dienstboten vor. Die Betreffende. Maria Kaliwoda. die seit 25 Jahren bei einer Badener Familie als Kochin steht, wurde auf das Bürgermeisteramt vorgeladen. Dort wurde sie vom Bürgermeister öffentlich wegen ihrer musterhaften Treue belobt, erhielt das taxfreie Zustandigkeitsrecht der tadt Baden und ein Ehrengeschenk der Stadt von 40 Kronen. Kostspieliger Hund. Vor mehreren Wochen wurde in Eichstätt, Bayern, die Frau des italienischen Maurers und Spezereiwaarenhändlers Meneghello von einem Hunde gebissen. An den Folgen des Bisses ist die Frau gestorben. Nunmehr hat der Hundebesltzer. um emem Prozesse auszuweichen, im Vergleichswege an die Hinterbliebenen der Frau die Summe von 1800 Mark bezahlt. Der Kaiser Wilhelm hat. wie vom Weltfriedenskongresse in Rouen gemeldet wurde, einen Entwurf für eine Weltsriedenssayne gezeichnei. Der Entwurf zeigt ein weißes Kreuz auf rothem Grunde. Das Ganze ist ubenat mit rothen und wemen ?ter nen. Das Verner Friedensbureau hat diesem Entwürfe zugestimmt und mit Genehmigung des Kaisers noch in der Mitte der Z?akne einen aronen Astern angebracht mit der Inschrift: Par". Der Entwurf sollte in dieser Form dem jetzigen Kongresse zur Genehmigung vorgelegt werden, findet jedoch von Seiten der englischen und oeson ders der amerikanischen Delegirten prinzipiellen Widerspruch und dürfte deshalb vollständig fallen gelassen werden. Von den französifchen Delegirten wurde der Entwurf im Allgemeinen gutgeheißen. DemVariserHeeres- Museum wurde dieser Tage ein Dokument geschenkt, das in seiner Art einzig dasteht, nämlich die Nummer einer Zeituna mit dem Titel Ballon - Poste". die in Paris im Jahre 1870 während der Belagerung gedruckt wurde. Das interessante Blatt liefert bemerkenswerthe Nachrichten über die Ereignisse jener Tage, die wenig bekannt waren. Der Herausgeber. Gabriel Richard. zeigt darin an. oan vas :att. das au den Umfana eines gewöhnlichen Brieses reducirt werden konnte, durch die .V, - . . v c tn .1 Züauons. oie waorcno czx eiagerung von Paris abgelassen wurden, in die Devartements geschickt wurde. Dieier Zeitungsdienst arbeitete in der That lnit emer oemerlenswertyen eschwmdigkeit. Das jetzt bekannt gewordene Exemplar stammte aus einem Ballon,
der in Zours gelandet war.
Big 4 Route
...Ercursion... . Sonntag, 25, Oktober. 81.25 inclunati u. zurück Svenelle Schnellzüge nickt auf Zwischenstationen. weder auf der Hinfahrt ncch auf der Nückfabrt anbaltend. merken vom 5Xn, dianapolis Union Bahnhof um 7 Uhr Mor aens avfayren und verlanen den Ccntral Union Babnbof in Lincinnati um 7 Ubr Abends zur Rückfahrt. H. M. Bronfon, A. G. P. A. Tbcodorc F. Smithcr, Igefchickter und zuverUsfiger ...WachbelSer... ech und Kiesdächcr, Dächer von Asphalt und Gilsonit. 19" EnZrosH2ndler in allen Arten vo Baumaterialien. Telephon 861. 201 West Maryland Str. vödweN. ie vou Gesäte ve. und Mattzland Sir jos. Adams ...Pawter... Spezielle Aufmerksamkeit wird Grainin?, kalcimining, Tinting und Glaser Arbeit ge schenkt werden, No. 611 Hudson Str. OfNce Telephon sNeul 7öl. Wolzunng Teleryon 9ieu 6504 Handels-Verträge v e rlangt. W asbington. 21. Okt. Eharles Hartzell, Sekretär Porto Rico s und Einwanderungs-Eommissär Lindsay erschienen heute vor dem Präsidenten, um ihn zu bitten, den Abschluß von Handelsverträgen zwischen Amerika und fremden Ländern zu befür Worten, um den auswärtigen Markt für Porto Rico Kaffee zu verbessern. Der Präsident versprach ernste Erwägung. Ein Zeuge fürPark. New York. 21. Okt. Bernhard Lynch, einer der Vertheidigung? zeugen im Erpressungsprozesse gegen den Arbeiterführer Sam. Parks, bekannte sich heute des Meineides für schuldig. Parks, der unter der gleichen Anklage vorgeladen, aber nicht erschienen war, wird auf Veranlassung der AnklageBehörde durch Detektivs gesucht. Er befindet sich zur Zeit unter 818,000 Bürgschaft auf freien Füßen. Eine Zauberin ist in Madrid verhaftet worden. Ihr Hauptgeschäft war das Verhexen und Verfluchen, und um Mitternacht, wenn die Sterne günstig standen, durchbohrte sie mit einer feinen Nadel das Herz einer Wachsfigur, die das Jnriduum darstellte, das man verschwinden lassen wollte. Wenn sie dieses ebenso leichte als geheimnißvolle Geschäft nur aus Gefälligkeit betrieben hätte, wäre ihr wahrscheinlich nichts geschehen, aber sie beutete die Leichtgläubigkeit ihrer KunLen aus und zauberte ihnen sehr bedeu tende Summen aus der Tasche. Einige Damen fanden schließlich dasVtthexen ihrer Männer viel zu kostspielig und benachrichtigten die Polizei. Nun erhielt die Frau eines Polizisten den Auftrag, bei der Zauberin ihren Gatten verfluchen zu lassen. Die Zauberin verlangte für den Fluch 1000 Pesetas, wollte sich aber schriftlich dafür verbürgen, daß der Polizeimann einen Monat nach der Verfluchung sterben werde. Das Geschäft wurde gemacht und die Ceremonie begann über einem Kochtopf, in dem das Hemd des Verfluchten nebst Schweins - Kaldaunen und anderen Zuthaten schmorte; in diesem Augenblicke aber erschien die Polizei, warf einen Blick auf das brodelnde Gebräu im Hexenkessel und verhaftete die Hexenmeisterin. 7)a lo sabia, nie lo habia dicto Saturno" ich wußle es ja," jammerte die Zauberin, Saiurn hatte es mir gesagt." In der Voruntersuchung wurde festgestellt, daß viele der vornehmsten Damen der Madriber Aristokratie zu den ständigen Kunden der Zauberin gehörten. Man celebrirte dort schwarze Messen" und rief Satan an, der als schwarzer Zicgcnbock mit leuchtenden Hörnern erschien. Satan" wurde friedlich weidend in einem Garten gefunden. An den Tagen, an denen er aufzutreten hatte, überstrich man seine Hörner mit Phosphor und die Sache war gemacht. Das Schlimmste ist, daß die Zauberin, wie es scheint, auch Engelmacherin" war. Wenn sich das bestätigen sollte, dürfte sie lebendig das Gefängniß nicht mehr verlassen, denn in solchen Dingen lassen die spanischen Gerichte nicht mit sich spaßen.
