Indiana Tribüne, Volume 27, Number 51, Indianapolis, Marion County, 21 October 1903 — Page 6

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Europäische Nachrichten.

Vrovittz Ostpreußen. Königsberg. Das 25jährige Jubiläum als Mitarbeiter der Firma Gebr. Löwenstein beging Herr Max Reddig. Der Jubilar hat bei genannter Firma seine Lehrzeit zurückgelegt. Die in Stadt und Provinz wohlbekannte Gamm'sche Seifenfabrik (A. Gamm, Nachf.), Löbenicht'sche Langgasse 15, blickt auf ein 50jähriges Bestehen zurück. Ober - Regierungsrath Dr. Schmidt - Bornagius in Königsberg ist als Ober - Regierungsrath an die Provinzial - Steuerdirektion in Hannover versetzt worden. Anger bürg. Als Hilfslehrer bei der Provinzial - Taubstummenanstalt Angerburg ist der Volksschullehrer Fritz Saunus aus Gertlauken einberufen. Gerdauen. Während der Frühstückkpause machten Schulkinder in Kielendorf an einem Roßwerk sich zu schaffen. Der dreizehnjährige Sohn des Besitzers Morgenroth - Petrinensag war auf dasselbe hinaufgeklettert. Plötzlich gerieth der M. zwischen Statt der und Deichsel, wobei ihm von einem Fuß das Fleisch heruntergerissen wurde.

Groß-Degesen. Selbstmord verübte der Gutsstellmacher Schmidt.

Er hatte im Kruge einige Gläser über

den Durst aetrunken und kam mit tu

nem Rausch nach Hause. Seine Frau machte ihm deshalb Vorwürfe, er ging

fort und erhanate sich.

Hammer st ein. Ein erhebliches Schadenfeuer bat in dem Bauern-

dorfe Falkenwalde gewüthet. Die Wirthschaftsgebäude derBesitzer Manke

und Werner, oenebeno aus le einem

Stalle und je einer großen Scheune,

brannten vollständig nieder.

Lyck. In Neu-Jucha hat der Fischereiaufseher Kark Till seinem Lebcn durch Erschießen ein Ende gemacht.

Jahre lang andauernde Krankheit hat

den alten, pfllchtgetreuen Beamten in

den Tod Getrieben.

M i e tz c l ch e n. Auf dem hiesigen Gute entstand Großfeuer, das

sämmtliche Wirtschaftsgebäude m Asche legte. Sechs Pferde und der aroße Theil der Roaaenernte wurden

ein Raub der Flammen.

O st e rode. Ein schreckliches Unglück hat sich beim Rittergutspächter Bowin in Falkenstein bei Gr. Gemmenr zugetragen. Die Meierin des

Gutes, eine Försterstochter im Alter

von 22 Jahren, hatte sich wegen Zahnschmerzen einen Shawl um Kopf und

Hals aebunden. Wahrend des Hantl

rens an den in Thätigkeit befindlichen Maschinen blieb die Unglückliche mit einem Ende des Shawls hängen, der

Kopf wurde in das Getriebe der Ma schine hineingezogen und völlig zer malmt. Provinz Mestpreußen.

D a n z i a. An Stelle deü Ober-

ingenieurs Frischeisen ist zum Ge schwadcr - Ingenieur des Danziger Küstenpanzergeschwaders des Oberingenieur Ballauf ernannt worden. Carthaus. Die Stelle des Rendanten der hiesigen Gemeindekasse ist dem Buchhalter Kordelle aus Neustadt a. d. Dosse übertragen. F l a t o w. Käthner Fenske fuhr in einem Kahn über den Borownosee bei Kujan. Als er das andere Ufer fast erreicht hatte, fiel ihm das Ruder aus der Hand, und bei den Bemühungen. es wieder zu erlangen, fiel er in's Wasser. Herbeiegeeilte Männer fan-

den ihn mit dem Kopfe aus dem Wasser ragend, doch war es ihm nicht möglich gewesen, den Mund über Wasser zu halten. Er wurde für todt aus dem Wasser gezogen und nach Hause gebrach!. In der Nacht lebte er wieder auf und erzählte den Unglücksfall in seinen Einzelheiten. Einige Zeit darauf befiel ihn plötzlich ein Schwindel, so daß er zu Boden fiel. Ein starker Wasserstrom entquoll seinem Munde, gleichzeitig trat Blutsturz ein, und Fenske starb. Der herbeigeholte Arzt stellte fest, daß der Tod infolge des Falles eingetreten sei. Dies wäre nicht geschehen, wenn rechtzeitig die geeigneten Maßnahmen zur Entleerung

des Magens vom Wasser getroffen worden seien. K o n i tz. Der Landgerichtsrath Bohm ist als Amtsgerichtsrath an das Amtsgericht in Hannover versetzt worden. N e u t e i ch. Bei dem kürzlich hier tobenden Unwetter fuhr der Blitz in eine der Wittwe Claaßen-Mierauer-felde gehörige, mit Getreide gefüllte Scheune und äscherte dieselbe ein. S ch w e tz. In Liedtkesfelde schlug der Blitz, ohne zu zünden, in das Haus des Besitzers Julius Löhrke ein, beschädigte das Gebäude erheblich und erschlug den erwachsenen 17 Jahre alten Sohn. T h o r n. Einen Selbstmord beging der Hausbesitzer und Händler Rudolf Schulz. Gegen zehn Uhr am Abend wurde er erhängt auf dem Dachboden aufgefunden. Zeyer. In dem Wohnhause des Eigenthümers Barwig brach Feuer aus, das bei dem heftigen Westwinde auch in der Nähe stehende Instkate des

Gemeindevorstehers Peters ergriff und

beide Gebäude in Asche legte. Z o p p o t. Nach kurzem Kranken

lager an einer heftigen Lungenentzündung starb der hier seit zwei Jahren, vordem eine längere Reihe von Jahren

in Danzig als Arzt wirkende Dr. med

Eugen Kresin im rüstigsten Mannes-

alter.

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New flork Citk. N. F.. den 3. April. 1903. No. 185 West 8S. Ctrake. et TAnet0f Ct1 ift cin fff ßcn föc mellt Heim gewesen. Ich babe oft gefunden, daß er mir arof:e Linderung der schaffte, als ist abgemattet und in schmerzen war. aber ich bin besonders dankbar für das. was er für unsre Tochter und ein ziflcs Kind bewirkte. Ich beobachtete, dafz ihre monatlichen Perioden sich verzögerten, und das; sie an iZopfweh und Echwindelan füllen. Schwere im Unterl.eib und in den Lenden litt. Ties hinderte sie bedenklich in ihren Studien, und sie mukte mehrere der selben auigcben.

Eine Desucherin. die bei mir verweilt und die Anaelegenbeit mit mir besprach, schlua vor. daß ich ihr cincn llursuS JhrcS

im ui vamui Hiue, vu lute .oajiti. uuiu) ivii w ii iimm uyiuiuitu iieiocn QCQeut wurde. Nachdem meine Tochter thn fünf ?gochen lang gebraucht hatte, fand ich ihr Aussehen bedeutend ebessert. ebenso ihre Gesundheit und ihr Benehmen, kurz, sie war ein ganz anderes Mädchen aeworden. Tie Pertoden wurden reaelmäbiger. und wir firiHen mit ihr seither loina TOs.-vvinScr mefr

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In diesem Falle waren die MenstruationZ-Funktionen nicht regelmäßig, und dieser unnatürliche Zustand machte das 'junge Mädchen zu einer Jnvalidin. Die Kopfschmerzen und Schwindclanfälle deuteten auf etwas mehr, als nur ein temporäres Leiden. Dieselben waren Symptome einer funktionellen Schwäche, welche im Laufe der Jahre sich verschlimmert hätte. Aber Frau Thompson war bereit, Rathschläge für das Wohl ihrer Tochter anzunehmen, und sie gab der kleinen Patientin den Vine os Cardui, und ist diese jetzt ein gesundes, junges Fräulein. Wenn Ihre Tochter kränklich ist und häufig leidet, dann enthält der Brief dieser guten Mutter den besten zu befolgenden Rath.

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mittleren Alter finden dieses Stärkungsmittel unentbehrlich. Alle Apotheker verkaufen Z1.00-Flaschen des VTine ot Cardui

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Frovtnz 'gommextu Stettin. Dem Lehrer Ferdinand Lange wurde der Adler der InHaber des Hausordens von Hohenzollern verliehen. Grosz - Benz. Dem Bauern

Gartzke wurden Wohnhaus und Stall, !

dem Händler Köhler Wohnhaus, Stall und Scheune, dem Schneider Genz ein Stall und dem Bauern Genz Wohnhaus. Stall und Scheune eingeäschert. Kröslin. Das Joh. Osterrei'sche Ehepaar aus Groß-Ernsthof feierte das Fest der goldenen Hochzeit. Lauenburg. Arbeiter Karl Gockert aus Rosgars fiel beim Holzabladen vom Wagen; dieser ging ihm über Leib und Rücken. Infolge der Verletzungen ist Golchert rm hiesigen Krankenhause gestorben. Körlin. Der Vorknecht Dettmann des Rittergutes Lestin bei Roman war beauftragt, einen Dämpfer und Dreschkasten von der hiesigen Genossenschaftsfabrik abzuholen. Dettmann fuhr mit vier Pferden den Dreschkasten. Die vorderen Pferde zogen scharf an und rissen ihn dabei mit der Leine herunter, sodaß er vom Pferde fiel und von dem schweren Dreschkasten überfahren und getödtet wurde. K o l b e r g. Als ein hiesiger Kaufmann die Sachen seines DienstMädchens Anna Maaß revidirte, da die Maaß ihm verschiedener Diebstähle verdächtig erschien, fand er in ihrer Kammer in einem bis dahin verschlossenen großen Holzkasten die Leiche eines männlichen Kindes. Anscheinend hat das Kind bereits mehrere Monate in dem Kasten gelegen, da die Maaß am 5. Juni ihren Dienst angetreten und das Kind in dieser Aeit be-

stimmt nickt aeboren bat. Als du

Maaß erfuhr, daß die Polizei benachrichtigt sei, entfernte sie sich heimlich und ertränkte sich in dem Holzgraben.

P o l l n o w. Der noch nicht 16 Jahre alte Kaufmannslehrling Karl Kühl bat seinem Leben durch einen

Revolverschuß ein Ende gemacht.

Rüqenswalde. Der Born-

holmer Eapitän Larsen feierte sein 25

jähriges Jubiläum als Schiffsführer

des hier im Binnenhafen liegenden, in

Rönne beheimathetenSchooners Nest-

ved". In dieser Zeit hat Eapitän Larsen außer anderen 320 Fahrten

von Rönne nach hier zurückgelegt.

S ch l a w e. In Lautow wurden Wohnhaus, Scheune und Stallungen

des Eigenthümers Karl Vandreyer in

Asche gelegt; ein Kalb, vier Schweine und landwirtschaftliche Maschinen verbrannten. Dem Arbeiter Völzle sind gleichfalls drei Ziegen, ein Schwein und verschiedenes Futter mit-

verbrannt. Provinz Schresn?tg'Kcrlroin..

Schleswig. Der Schleswiger

Kreisausschuß hat beschlossen, rneBauausführung der projektirten vollspuri-

gen Kleinbahn Süderbrarup-Kappeln

im ganzen Umfange (einschließlich Lle

ferung sämmtlicher Materialien) der Firma Lenz & Co. - Berlin zu über-

tragen. Einer der angesehensten hie

sigen Einwohner, das Mitglied des Magistrats, der Chef der Armenv:r waltung, Senator I. D.Schütt, feiert? mit seiner Gattin, Frau Louise, geb. Döring, das goldene Ehejubiläum. Selbstmord beging der in der Amalienstraße wohnende Wagenschmiere? Rehder, indem er sich in der Werkstatt auf dem Posthof erhing. E l m s h o r n. Der hier verstörtene Rentier Feldberg hatte in einem zweiten Testament die GemeindenHorst und Husum zu Erben eingesetzt. Dieses Testament ist von den Erben angefochten worden. Während sich nun die Gemeinde Horst mit den Erben geeinigt hat, dahingehend, daß ihr 2500 Mark ausbezahlt werden, wovon 1000 Mark für ein Denkmal für den Erblasser bestimmt sind, beabsichtigt die Gemeinde Husum, ihre Rechte geltend zu machen und hat bereits zu diesem Zwecke den Rechtsweg beschritten. F l e n s b u r g. Die DiamantHockzeit feierte das hochbetagte Ehepaar F. Witt in Flensbura. Der

Mann ist noch rüstig, während die Frau kränkelt. Husum. Bauinspektor Heßler aus Emden hat die Leitung der Geschäfte der hiesigen Wasserbauinspektion übernommen. Der RezierungsBaumeister Tadsen aus Flensburg ist an die hiesige Wasserbauinspektion versetzt. Das hiesige Kriegsgericht ver-

urtheilte den Bootsmannsmaat Weißel vom Linienschiff Zähringen" wegen Bedrohung eines Wachtpostens zu

sieben Monaten Gefängniß und Degradirung. Neumünster. Am 31. Januar stierte der Rentier Möller hier, wohnhaft in der Kielerstraße, seinen 99. Geburtstag. Nach seinem körperlichen Befinden konnte man wohl annehmen, daß es ihm vergönnt sein werde, die 100 Jahre voll zu machen. Das ist nicht erfüllt worden, denn der Greis ist kürzlich verstorben. Die ihn überlebende Frau ist fast 90 Jahre alt. Sühlen. Die Eheleute Fritz Drews und Frau feierten ihre goldene Hochzeit. Beide Eheleute erfreuen sich bei einem Alter von 81 bezw. 76 Iah?:n noch der besten Gesundheit. U e t e r s e n. Die Eheleute Kaufmann Peter Meyn und Frau (letztere in zweiter Ehe) begingen das Ftst der goldenen Hochzeit. Viele Gratulanten bezeugten ihre Theilnahme an dem freudigen Ereigniß; zahlreiche Häuser hatten Flaagenschmuck angklegt. W e s s el b u r e n. Bei einer SeeHundsjagd im Wattenmehr bei Hillgroven passirte ein schwerer Unglücksfall. Beim Ueberreichen des Gewehres an einen Theilnehmer entlud sich der Schuß. Die Schrotladung ging dem Arbeiter Joh. Frcese aus Hillgrooen durch die Hand und den Kopf und tödtete Freese auf der Stelle.

Ueber einen raffinirten Miethsschwindler wird aus Werlin berichtet: Ein junger Mann, der sich Bruno Hofmann aus Posen nennt, hat eine ganze Anzahl Vermietbar in empfindlicher Weise geschädigt. Wenn er eingezogen ist, erzählt er, daß er in wenigen Tagen eine Erbschaft in Höhe von mehreren tausend Mark aulreten werde. Kurze Zeit vor dem Ablauf des Zahlungstermins erhält er dann ein dringendes Telegramm, worin der Tod der Mutter angezeigt wird. Unter Vorweis dieses Telegramms fällt es ihm nicht schwer, sich für die Reise Geld von der Wirthsfrau zu borgen. Mit Trauerflor um den Hut kehrt er in die Wohnung zurück, aus der cr sich dann nach wenigen Tagen unter Mitnähme fremder Garderobenstücke entfernt. Ein höch st merkwürd iger Unfall ereignete sich zu Schloß Ressau bei Marienwerder auf dem Grundstück des Besitzers Krüger. Als dessen Sohn ein Stück Ackerland neben dem alten Weichseldeich pflügte, senkte sich plötzlich der Erdboden, und beide Pferde, Pflug und Rossclenker stürzten in einen Abgrund von zehn Metern Tiefe. Krüger vermochte sich mit großer Anstrengung aus den Erd-

massen herauszuarbeiten, wahrend die Pferde, vollständig verschüttet, erstickten. Die Ursache dieser eigenthümlichen Erdsenkung ist bisher noch nicht aufgeklärt. Es kann sich wohl nur um eine Aushöhlung durch Wasser handeln; wahrscheinlich fand an jener

Stelle der Grund- oder Sickerwasser-

ström einen Ausweg nach unten und schlemmte die lockeren Erdschichten fester zusammen, so daß eine Höhlung

entstehen konnte. o s y a s r. A.: Meine Frau habe ich gelegenlich eines EisenbahnUnfalles kennen gelernt!" 23.: Können Sie da nicht Schadenersatz von der Eisenbahnverwaltung beansprucken?" Unverfroren. Dame (entrüstet, im Krankenzimmer): Was, bei mir erbetteln Sie sich das Essen für Ihren kranken Mann, und hier steht ein großer Krug Bier vor seinem Bett?" Frau: Bier l,at ihm der Arzt nicht verboten, gnädige Frau!"

Ein Kochtlub und sein Ende.

Weltkluae Mütter vfleaten in der

grauen Vorzeit, als noch die Töchter

aus gutem Hause in den Elementen der Kochkunst ernstlich unterwiesen wurden, mitunter die Schülerinnen durck

die Versicherung anzufeuern, der Ma-

gen habe oft eine wichtige Stimme,

wenn das Männerherz svrecke. Das

Wort klang schrecklich unpoetisch, hausbacken und materiell, es lag aber

eine tiese Wahrheit dann, die soga'.' neuerdings in England zu Ehren ge-

kommen ist. wo die Kochkunst sonst

nicht durchweg zu den schönen Künste gehört, womit holde Weiblichkeit sich zu

schmucken sur angemessen oder gar nothwendig erachtet.

Es hatte sich vor einiaer 3ett in der

Vorstadt Hampstead, die sich an den nördlichen Londoner Höhenzug anschmiegt, eine Anzahl junaer Damen

zu einem Kochclub zusammengethan.

.tfwea dieser Vereinigung war gegen-

leitlge gesellige Forderung der Mitglieder in den verschiedenen Zweigen der Kochkunst, und um das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden, wur-

den an einem Abend m der Woche praktische Uebungen mit Zusammenkünften vereinigt, wobei die Mitgliedes sich je einen Gast einladen durften, um die bereiteten Kunstwerke verzehren zu helfen. Diese geselligen Abende hatten großen Erfolg. Die jungen Da-

men kochten voll künstlerischer Vegeisterung miteinander um die Wette und leisteten Außerordentliches. Die Gäste

waren entzückt und liebenswürdig,

kurz die geselligen Speiseabende des Kochclubs verliefen in bezaubernder Gemüthlichkeit. Wie aber alles auf Erden, das den Sterblichen emporträgt zu höherer Freude und geläutertem Vergnügen, die Götter zum Neide reizt und dadurch den Keim des Zerfalles in sich trägt, so erging es auch mit dem Kochclub. Als er in seiner höchsten Blüthe stand und alle Welt ihn besang, platzte er plötzlich wie eine schillernde Seifenblase oder löste sich vielmehr in seine Atome auf. Innerhalb achtzehnMonaten wurden sammtliche Künstlerinnen von Freunden der Kochkunst zum Altar geführt. Die Kochkunst hatte einen neuen Triumph gefeiert und die alte Lehre deutscher Mütter, daß der Weg zum Männerherzen nicht selten durch den Magen sllhre. hatte sich auch auf englischem Boden glänzend bewährt. MankönntesichzuderBehauptung hinreißen lassen, daß eher ein Kameel durch ein Nadelöhr geht, als daß ein 160 Psund schwerer Mann ohne Schwierigkeiten einen gewöhnlichenHausschornstein hinabsteigen kann; die Bewohner eines Hauses in Jersey City, N. I., schließen sich dieser Auffassung an. Sie hatten nämlich vor einiger Zeit dem Hauswirth mitgetheilt, daß der Schornstein nicht in Ordnung sei. Der Hauswirth besprach die Angelegenheit mit seinem Bruder, welcher sich erbot, den Schornstein zu untersuchen. Sie stiegen daher den Bewohnern des Hauses auf's Dach,

und der Bruder ließ sich in den Schloth

hinab. Zur Sicherheit hatte er stch ein starkes Tau um den Leib gebunden, das der Hauswirth in den Händen hielt. Die Geschichte ging soweit ganz gut, als der kühne Kletterer jedoch in der Söbe des zweiten Stockwerks sich

befand, kam er in die Enge und ehe

er sich's versah, saß er fest, (seine Bemühungen, wieder loszukommn, hatten das Geaentheil zur Folge. Sein

Bruder erkannte schließlich die Situation, konnte den Festsitzenden aber trotz

best wen Nickens nicht befreien. Dies

gelang erst mit Hülfe einiger anderer Männer. Der Mann war beinahe erstickt, als man ihn aus dem Schorn-

stem zog.

-uiias. Jcy surcyle own, oa das Landhaus zu nahe der Eisenbahn

' liegt." Hausherr: Dafür haben Sie

von der Veranda eme samoje Ausstcht auf die Leut', die den Zug versäu-

men."

Ter Klasscnstaat im Affenkäfig. Allerhand amüsante Sachen auö

dem Affenleben berichtet Doktor Knot-

lerus Meyer in der Zelts chnst Der

Zoologische Garten". Der Gelehrte hat

seine Beooachtungen rm Zoologischen Garten zu Hannover angestellt. Im Affenstall herrscht danach immer der

stärkste, gesundeste und kräftigste Affe. Er ist gewissermaßen der Häuptling, dem sich die andern willig fügen. Te:

Affenhäuptling ist sich denn auch seiner Würde vollbewußt und nimmt sich und

erhält zede Freiheit. Auch die übrige Affenbande" ist in die verschiedensten

Rangstufen geordnet. Der Affenstaat" ist einKlassenstaat par excellence und von Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit ist gar keine Rede darin. Die Makaken z. B. betrachten die Paviane als Parias der Gesellschaft und behandeln sie demgemäß. Aehnlich wie Garner nimmt auch unser deutscher Forscher eine Affensprache an. Er will zwar von Garners Vokalsprache" der Affen nichts wissen, behauptet aber doch, daß jede Affengattung ihre eigene Sprache hat und sich untereinander t leicht verständigt, während die Mitglieder verschiedener Gattungen sich nur schwer verstehen lernen. Irgendwelche höheren Regungen" sind den Affen vollkommen fremd, sie zeigen kein Mitleid mit kranken Genossen, sondern quälen sie im Gegentheil geradezu bestialisch. In schroffem Gegensatz hierzu steht ihre Liebe zu den Jungen. Sie p.'legen nicht nur ihre eigenen Kinder, sie nehmen sich auch verwaister Kleinen liebevoll an, und es kommt gar nicht selten vor, daß ein männlicher Affe, dem selber Vaterfreuden versagt sind, ein mutterloses Waisenkind adoptirt und mit treuester Sorgfalt groß zieht. Im Union-Bahnhofe der Pennsylvania - Bahn in Baltimore langte kürzlich ein fünfjähriger Knabe, Namens Jacob E. Smith von Hertfordshire, England, an, welcher die lange Reise allein zurückgelegt hat. Sein Vater Robert D. Smith ist Ingenieur in Davis' chemischer Fabrik zu Hawkins' Point. Er holte den kleinen Weltreisenden in einem Stationshause ab, wo der Bahncoudukteur ihn abgeliefert hatte. Der Junge hatte 200 Meilen von seiner Heimath nach London, 157 Meilen von London nach Liverpool, 3000 Meilen per Dampfer St. Louis" von Liverpool nach New York und 190 Meilen von New York nach Baltimore zurückgelegt. Das Wieversehen zwischen Vater und Kind war beareiflicherweise ein berzerareilendes. Gegen d i e M o s k i t o - P I age in Texas ertheilt der deutsche Stadtarzt der dortigen Stadt San Antonio, D. S. Burg, den Einwohnern folgende Rathschläge: in ihren Höfen alle Wasserlöcher, Gräben u.s.w. zuzuwerfen, kein Wasser in Gefäßen stehen zu lassen, darauf zu ach!cn, daß die Hähne der Wasserleitung dicht sind, alles Wasser in Fässern oder Cisternen mit einer dünnen Schicht von Petroleum zu überziehen, Closets und Aborte zu reinigen und zu desinficiren, Unkraut zu beseitigen und während der Nacht Moskitonetze zu gebrauchen, um den Stichen der Moskitos nicht ausgesetzt zu sein. Scharsblick. Weibersttmme (in die Wirthsstube hereinrufend): Ob d' herkommst. Tropf, elendiger!" Ein Gast: Sie, Herr Wirth, wem ruft denn Ihre Frau Nachbarin da?" Der Wirth: I' werd' amal zum Fenster 'nausschau'n. Wenn nix kommt war ihr Dackl g'meint, und wenn wer kommt ihr Mann!" Das rechte Wort. Sag mal Cousinchen, ist das wahr, das der junge Lehmann sich bei dir auch einen Korb geholt hat?" Ja ich bin die sechste Dame aus unserem Kreis, in die er verliebt war." Entsetzlich! Der Mensch ist ja der reine Rundbrenner." Zarter Wink. Ich bitte dann bald um die Rechnung, Herr Doktor... Aber bedenken Sie, daß Sie selbst mir jede Aufregung verboten baben."

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