Indiana Tribüne, Volume 27, Number 51, Indianapolis, Marion County, 21 October 1903 — Page 5
Jndiana Tribüno, 21. Oktober
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Eine Heldenthat. Militär Humoreske von Crwin v. Eged. Es dürfte in der Mitte der fünfzigcr Jahre aewesen sein, als eines Tage das Xte Jnsanterie - Regiment den Befehl erhielt, seine vielgeliebte Garnison, Verona, zu verlassen, und ein Regiment, welches in Arcole lag, abzulösen. Das war ein harter Schlag, denn in Verona hatten es unsere Truppen gut, und wenn auch die Italiener mit der österreichischen Herrschaft nicht ganz einverstanden waren, die Italicnerinnen hatten sich an das Militär schon gewöhnt und waren sich darüber klar geworden, daß ein k. k. Soldat gerade so küssen könne, wie ein schwarzhaariger Landsmann. Darum füllten sich, nach Verlautbarung des Marschbefehles, manche schöne dunklen Augen mit Thränen, und auch manch junger Leutnant dürfte verstohlene heiße Zährcn an dem Halse seines Liebchens vergossen haben. Doch was nützte Heulen und Zähneklappern geschieden mußte sein, und so finden wir einige Wochen später das Regiment auf der staubigen Landstraße seinem Bestimmungsorte mit Sing und Sang entgegenziehen. Arcole war dazumal ein elendes Rest und sollte nach dem gewissenhaften Bericht des vorausgeschickten Proviantoffiziers, sammt den ebenfalls mitgeschickten zwei alten Menageköchinnen nur etwa fünfzig weibliche Einwohner haben. Als die Regimenter sich trafen, wurde Rast gehalten und die Offiziere standen plaudernd inGruppen beisammen, tauschten Erfahrungen aus und gaben sich kleine Direktiven. Nun, ihr werden Euch auch bald in Arcole einleben," meinte der Oberst zum anderen Regiments - Commandanten. Wir waren ja drei volle Jahre dort und sind nicht gestorben. Haltet Euch nur an den Platzoffizier, Rittmeister Berger oder Stationstender", wie wir ihn nannten; der wird Euch in die Vergnügungen des Städtchens schon einweihen. Ich habe ihn sehr lieb gewonnen, er ist eine brave gute Haut, nur einen Fehler hat er: er schneidet furchtbar auf! Wenn man ihm den zehnten Theil von allem, was er erzählt, glaubt, sitzt man noch immer gehörig auf. Aber dabei ist er amüsant und, wie gesagt, ein guter Kamerad." Da wird er bei meinem Regiment einen Concurrenten finden," meinte der andere Oberst. Mein Hauptmanu Pavliczek ist auch ein kleiner Münchhausen wenn die zwei aneinandergerathen, dürfte es ja recht lustig werden. Doch da kommt er sicher wird er wieder etwas zu erzählen haben.
'HerrHauptmann Pavliczek, was brin--gen Sie denn neues?" Herr Oberst, einen interessanten, wunderbaren Fund!" Das ist doch nur ein Stückchen Holz!" Ja, aber was für eines, und von wo!" Einige Offiziere waren unterdessen näher getreten. Es ist bekannt," fuhr Hauptmann Pavliczek fort, daß im Jahre 1796 die Franzosen den Alpon aus Faschlnen überschreiten wollten, welcherVersuch aber mißglückte. Dieses Holz scheint noch von einer derartigen Faschine berzusiammen, denn hier und hier sieht man noch Eindrücke wie von Schnüren, und ich habe es amUfer ge funden." ..Pavliczek, Sie wollen uns einen tüchtigen Bären aufbinden?!" Rein Herr Oberst ist allerdings nur eine Vermuthung . . . Herr Hauptmann, es ist nicht möglich," rief ein naseweiser Kadett, ?s sind doch schon so viele Jahre vorder ... und das Holz ist noch grün und voll Saft!" Doch Pavliczek ließ sich durch das allgemeine Gelächter nicht verblüffen: Kadetten sind immer klüger als die Hennen das ist eben das Wundt.rbare ! Rittmeister Berger erwartete das .einrückende Regiment und meldete sich als S:ali0nsofslzier. Fr:ue mich, Sie kennen zu lernen, habe schon von Ihnen gehört also was qibi es denn hier?" erwiderte der Oberst. Herr Oberst, ich melde gehorsamst: Falener, Massier, Lacrimae Christi, Marsala, Chianti, Montifiacone, auch ,.Est Erst, Est" genannt, Aleatico, Mont' - Pulciano, Orvieto, Wermutwein von Turin, Muskatwein von Svrakus ..." Aufhören, Herr Rittmeister Sie zählen ja die ganze Weinkarte auf ich meinte in dienstlicher Beziehung den Wein lassen wir uns für den Abend. Hoffentlich führen Sie uns dann ein bißchen in den Osterias herum?" Zu Befehl, Herr Oberst! Ich steh: den Herren zu Diensten!" Abend. Nacht. Der sprichwortliege wunderbare italienische Himmel wölbte sich allgemein über den blühenden Gefilden und speziell über dem Garten der Osteria, in welcher sich die Offiziere zu? Feier des Einrückens vollzählig versammelt hatten. Der Wein trieb das Blut in den p. t. Adern schon rascher umher, und selbst die alten Stabsoffiziere machten nicht minder feurige Augen, als die jungen Kadetten. Rittmeister Berger war glücklich, etnen neuen Zuhörerkreis für seine Erzählungen gesunden zu haben.
Unter anderem kam auck die Rev:
darauf, wieso er zu dieser Lokalanstc:lung m Arcole gekommen. Meine Herren," lächelte der biedere Rittmeister, wenn angenehm, will ich es erzählen. Es giot manchmal xsox kommnisse in der Natur, welche direkt die ganze Physik aus den Kopf stellen. Im Jahre 45 fceftim ich den Befehl, bei M. mit meinem gujarenzug einen Garten, hinter dessen Mauern, gut versteckt, feindliche Schützen unser Detachement belästigten, zu säubern. Die cm ti c . c ; jc iu n . Mauer i meorig uno icn iviu jic im Sprunge nehmen. Vierzig Schritte vor derselben ein tiefer Hohlweg, und mein ganzer Zug bleibt zurück. Mein Fuchs nimmt ihn aber tadellos und in diesem Schwung gehe ich die Mauer an. Mein Roka setzt an läßt die Mauer wenigstens einen Meter unter sich da o Schreck, bemerkte ich, daß auf der anderen Seite es beinahe senkrecht tief hinuntergeht, und unten spitze, enggestellteWeinstangen uns entgegenstarren. .Ich hatte nur emen Moment Zeit zur Ueber!:gung rasch wie der Blitz, nehme ich meine ganze Krast zusammen und wende das Pferd im Strung durch Zllgelriß und Schenkeldruck Erstklassig nehmen wir wieder den Hohlweg, und in Karriere davon. So entging ich zwar 'dem sicheren Tode, hatte mir aber dabei man stelle sich nur die Anstrengung vor daö Hüftbein ausgerenkt! Ganz gut wurde es nicht mehr, und auf diese Art mußte ich einen ruhigeren Dienst nehmen und wurde schließlich doch noch Rittmeister!" Ein allgemeines Bravo" belohnte den Erzähler; und wenn auch manchem die Sache nicht recht glaubwürdig vorkam, so stellten sich doch, alle begeistert und neckten HauptmannPavliczek, daß er solche Dinge noch nicht erlebt habe. Pavliczek trank drei Gläser Wein in stiller Wuth hinunter, dann taute er auf: Oho! Ich kann auch aufwarten. Im Jahre 48 waren wir in Komorn eingeschlossen die Ungarn hatten um die Festung einen weiten Kreis gezogen, da bekam ich den Befehl, mit einer halben Compagnie in einer bestimmten Richtung auf Requisition ins Außenterrain zu marschiren. Die Mission gelang aber beim Rück marsch wurden wir von wenigstens tausend Ungarn überfallen. Ich stellte mich zum Gefecht; unsere requirirten Rinder und Schafe bildeten bald Haufen von Leichen, die wir als Deckung benützten. Die achthundert Ungarn letzten uns immer scharfer zu ... Es waren doch tausend?" ertönten lachende Stimmen in der Runde. Gewiß, aber zwei hundert hatten wir schon erschossen . . . Also, meine Leute fallen wie reifes Korn . . . endlich bin ich allein gegen tausend! ! ' Jetzt waren es doch nur mehr acht hundert!" Ja, waren, aber zweihundert Ungarn und wieder neu dazu gekommen! Ich denke, mein letztes Stündchen hat geschlagen da. in der entscheidenden Sekunde bemerke ichGewühl, höre Geschrei, und sehe, wie einer unserer Husaren sich mit dem Pallasch in der Faust, eine Gasse bis zu mir bahnt. Jetzt ist er dicht bei mir er parrirt, ich springe auf die Croupe seines Rosses Sporn! . . Fort gallopiren wir, den Weg mit blutigen Köpfen zeichnend. Dem ritterlichen Feind imponirte das derart, daß er uns ein donnerndes Elien" nachrief." Hauptmann Pavliczek wischte sich die Stirne und befeuchtete die ausgetrocknete Kehle, dann fuhr er, tief Athem schöpfend, fort: Mein Herz krampst sich bei der Erinnerung, denn meinen Lebensret ter habe ich nie mehr gesehen! Natürlich hatte ich infolge meiner leicht oe greiflichen Erregung nicht Muße ge nug, mir seine Gesichtszüge genau ein zuprägen, und gegen Ende dieses tol len Rittes verlor ich das Gleichgewicht und stürzte vom Pferde, während der Wackere, ohne es zu bemerken, weitersprengte. Wie gerne hatte ich ihm gedankt ihn an meine Brust gedrückt und geküßt!! Bruder!" rief da, roth vor Erregung, Rittmeister Berger, .Bruder! Komm an meine Brust an mein Herz trauere nicht mehr, du hast deinen Lebensretter gefunden. Jener Husas war ich! ! ! Allgemeiner Jubel ertönte bei diesen Worten. Umarmunaen. 5)ändedrücken folgten, und laute Hochrufe er schüttelten die Luft. Die Helden des Abends blieben nun der Mittelpunkt der allgemeinen Aus merksamkeit, und als sie gegen Mor gen beim Aufbruch Gehversuche machten, da stellte es sich heraus, daß ihnen der Wem zu sehr m die Kopse gestie gen war. Einige sattelfestere Leutnants brachten Hauvtmann Pavliczek nach Hause. Aus dem Wege suchte er seine verwirrten Gedanken m Ordnung zu brinaen. Kinder, saat mir. wer war der Mensch, der mich immer geküßt und umarmt hat? Aber, Herr Hauptmann! Das ist ja Rittmeister Berger, der d:r vei Ko morn das Leben rettet hat!" Mir das Leben gerette?" lallte der Hauptmann. Nein, so ein Aufschneider da hört sich doch alles auf! Denn, Kinder. :m Vertrauen gesagt an meiner ganzen Geschichte ist ja nicht ein einziges wahres Wort
In Zürich soll dem-
nächst ein Museum des Weines, aewiß das originellste Museum der Welt. ms Leben gerufen werden. In diem eigenartigen Museum wird man zunächst eine sehr reichhaltige und sehr sorgfältig zusammengestellte Bibttotyek finden, welche alle Werke, Bücher. Schriften und Broschüren enthält, die sich auf Weinbau, Ernte. Behandlung und Krankheit der Trauben beziehen. Eine andere Abtheilung weist Jllustrationen auf aus dem Leben der Winzer und Winzerinnen. Genrebilder von der Ernte und didaktisch lehrhafte Abbildüngen vom Pressen, Keltern und Aufbewahren der köstlichen Fruchte. Damit aber neben der grauen Theorie die goldenePraxis nicht fehle, sind an dritter Stelle Flaschen und Faßchen der edelsten Tropfen und kostbarsten Weine aus aller Herren Ländern aufbewahrt. Nach dieser Stätte dürften sich die meisten Besucher begeben, um hier in andächtigem Schauen zu verharren, und auch der hartgesottenste Abstinenzler dürfte hier in seinem NüchternheitsPrinzip wankend werden. VoneinerNeiseZmEismcer zwischen Norwegen und Grönland, bei der interessante naturwissenschaftliche Forschungen ausgeführt wurden, ist unlängst der dem norwegischen Staate gehörige ForschungsdamPser Michael Sars" zurückgekehrt. Dr. Hjort. der Leiter der Expedition, hat an einem Pottwal, den man währcnd der Reise erlegte, merkwürdige Beobachtungen gemacht. Der etwa 25 Fuß lange Kopf des gewaltigen Thieres war von zahlreichen, mehrere Fuß langen Schrammen durchfurcht, die von den Fangarmen eines Riesentintenfisches herrührten. Rings um die Leber befanden sich ringförmige Abdrücke der Saugnä'pfe, im Rachen hatte der Pottwal einen 20 Fuß langen Fangarm und imMagen große Schnäbcl, Alles von dem Riesentintenfisch herrührend. Zwischen beiden Thieren hatte offenbar ein Kampf stattgefunden. Eine der Hauvtaufaaben des Michael Sars" war die Erforschung neuer ijcygeviete und die Unterjuchung der Fischereiverhältnisse in verschiedenen Theilen des Eismeeres, so zwischen Island und Grönland, und auch in dieser Beziehung verlief die Reise sehr ergebnißreich. E i n gewisser ElsenHans aus Straßburg hat ein großes Faß durch Nord- und Mittelfranken hinter sich hergezogen. Er behauptet, daß er in Straßburg eine Wette eingegangen sei, sein Faß, das etwa 90 Centlmeter im Durchmesser Mißt, von Straßbura nach Rom zu ziehen. Er. hat es zu diesem Behufe mit einer, Vorrichtung versehen, die ihm erlaubt,' das Faß wie ein Rad an einem Striöe hinter sich herzuziehen. Elsenhans hat in Italien emen großen Neugierde-Er-folg gehabt. Von weit und breit strömten die Leute aus der Landstraße zusammen, um den verrückten Deutschen" mit seinem Faß vorüberziehen zu sehen. Und em gutes Geschäft hat der wackere Elsenhans mit seiner Faßzieherei auch gemacht. Man hat ihm nachgerechnet, daß er in Italien mindestens 60,000 Postkarten mit semem und seines Fasses werthen Conterfei an die Neugierigen verkauft hat, das Stück zu 10 Centesimi. Das gibt eine Einnahme von 5000 Lire, während ihm die Karten schwerlich mehr als 1000 Lire aekostet haben. Unter diesen Umständen hat der brave Elsen Hans am Faßziehen Geschmack qefunden, und er beabsichtigt, sein Fäßlein nun auch wieder von Rom nach Straß vurg zuruszurouen; aoer aus einem aroken Umweae, über Verona und München. AusdemanderLsterreichischen Grenze liegenden Bade Eudowa wird Folgendes berichtet: Die österreichischen Regimenter No. 93 und 18 manövrirten in der Gegend zwischen Olmutz und Nettitschem-Weißkirchen. Sie kamen Abends in eine Ortschaft unweit Bodenstadt rn's Quartier. konnten aber nicht ganz in dem Orte untergebracht werden. Die obdachlosen Mannschaften suchten daher in den auernyauiern ver umqeqeno eine Schlafstätte. Eine Anzahl Soldaten kam auch zu emem auernyose. wo ihnen jedoch die Aufnahme entschieden verwehrt wurde, sodaß die müden Leute jchilettcy isrniafe erzwängen. Em Theil suchte die Scheune, der Res den Bodenraum aus. Tief m der Nach wacyle emer oer soioalen aus; er glaubte Wimmern und leises Jammern zu hören. Da es nicht aufhörte, weckte er seine Kameraden, und man beschloß nachzusehen, was es gebe. Nach eisn gern Forschen gelang es endlich, die Stelle ausfindig zu machen, von wo die Jammerlaute kamen. Unter eine Traufe, aus der auch das Vieh aetränk wurde, fanden sie einen ausgemauerten t ff C . C r in vte zroe geyenoen ieyr engen Raum, in dem ein menschliches Wesen :c v. rf t i . r. r yerzergreliciivc jiiagciame ausinen Die kleine Oesfnung, die zu dem Raume führte, wurde schnell erweitert, und als nun Soldaten hineinleuchteten sahen sie ein nur mit wenigen Lumpen bekleidetes menschliches Wesen, das so abgemagert war, daß es einem Skelett glich. Sofort schritten die Soldaten dazu, die Bauersleute zu verhaften und erfahren jetzt, daß die glücklich Gerettete deren 21jährige Tochter war, die vor drei Jahren spurlos verschwand. Diese ganze Zeit hat das Mädchen in dem schrecklichen Gefängniß zugebracht.
Vor einigen Ta gensaen Polizisten Zeitungsausschnitte im
Jardin des Plantes in Paris auf dem Boden herumliegen, während auf der Bank daneben ein Mann fest schlief. D:e Polizisten sammelten und laen die Ausschnitte, die alleren Mordan fall auf den Zimmermeisser Lemöt, in der Rue Samt-Martln erzählten. Sie weckten nun den Schläfer mit der Frage: Kennen Sie wohl einen gewissen Lemot?" Oh, den suchen Sie gewiß nicht, wohl aber Jules Dappe, der bin ich. Meine Sammlung ha: mich verrathen; ich wollte alle Ausschnitte aufbewahlen, die meinen Fall betrafen. Damit bin ich nun schief anaelaufen. Dappe hatte Anfang August denMordansall begangen, aber der Polizei war eine Spur aanzlich entaanqen. Ohne die Zeitungsausschnitte, die ihm aus der Tasche fielen, hätte er wohl noch ange Schonzeit genießen können ein Seitenstück zu den Kranichen des Jbykus . Wegen Verübunq a r o - b e n Unfugs hatte sich kürzlich der Naturmensch" Gustav Naqel vor dem Schöffengericht in Arendsee bei Berlin zu verantworten. Er hatte einen Strafbefehl erhalten, weil er, nur mit einer Badehose bekleidet, auf den Stcaßen und Promenaden der Stadt lustwandelte. Dagegen hatte er gerichtliche Entscheidung beantragt. Im Termin erschien er in einem Leinwandmantel, der frei über den Schultern hing; Arme und Füße waren nackt. Er erklärte, er werde sich nicht einschüchtern lassen und trotz Bestrafungen m der Badehose öffentlich erscheinen. Sein nackter Lebenswandel" sei die Erfüllung der Naturgesetze. Es bestehe kein Gesetz, wie man sich zu kleiden habe, und er werde sich darüber keine Vorschriften machen lassen. Er werde die Sache bis zum Reichsgericht verfechten. Er, führe ein gottgefälliges Leben, rern und gut. wie ihn Gott schuf, zu wandeln. Der Richter geißelte Nagels Anschauungen mit scharfen Worten und ertheilte ihm den Rath, zu den Hottentotten auszuwandern. Der Gerichtshof verurtheilte den Angeklagt ten zu 150 Mark Geldstrafe ev. 30 Tagen Haft. Der Naturmensch erklärte. daß er Berufung gegen das Urlheil einlege. Ein Einbruchsdieb stahl bei einem Pariser Maler hat gelegentlich der Verhandlung gegen die Spitzbuben viel zu lachen gegeben, öines Tages erhielt der Polizeiinspektor Georges Tolivet durch seine Leute die Mittheilung, daß in der Weinkneipe des Preisringers Celestin Moret ein Einbruchsdiebstahl geplant wurde. Man wollte das Atelier des Malers D.agean-Bouveret besuchen und dort ein überaus, kostbares Gemälde, entwenden. Am nächsten Morgen besuchte der Polneiinspektor den Maler und veranlaßte diesen, zuerst das kost bare, für 300.000 Francs versicherte Gemälde, sowie alle sonstigen im Ate lier befindlichen Werthgegenstände in Sicherheit zu bringen und ferner fünf Polizeiagenten zur Abfassung der Diebe Nachtquartier in seiner Wohnung zu geben. Als nun Nachts die Einbrecher, geführt von Lorenzo Fortecci. einem ehemaliaen Modell des Künstlers, im Atelier erscheinen, wur den sie in aller Stille und Gemüthsruhe verhaftet. , Dem Aufpasser auf der Straße gelang es zwar zu entkommen, doch war leicht festzustellen, daß der Kneipwnth Moret diese Rolle ge spielt hatte. Die also geprellten Diebe wurden auf zwei Jahre in's Zuchthaus geschickt. Die BürgermeisterWahl in Athen, die einen für das frühere Stadtoberhaupt Merkouris günstigen Ausgang nahm, hatte seit einiger Zeit zu allerlei wüsten Scenen in der griechischen Hauptstadt geführt. Dem Volkscandidaten" Merkouris stand der Erwählte der Delyannisten Angelopoulos gegenüber. Die Parole der Anhänger ves ertteren war Merkouraros", die der Gefolgschaft seines Gegners der Greis sagte es", nämlich Delyannis, daß Angelopoulos gewählt werden sollte. Nicht müde werdend, diese geistvollen Wechselrufe auszu tauschen, durchzogen Abends die Schaaren der Wahler mit Lampions die Straßen. Einmal kam es aber zu einem blutigen Zusammenstoß zwischen den beiden Parteien. Infolge der Unachtsamkeit des aufgebotenen Militärs begegneten sich die gegnerischen Züge in der Stadionstrane. Die Folge dieses Rencontres war, daß sofort die Messer und Revolver blitzten und mehr als 150 Schüsse fielen. Als es einer jetzt rasch heransprengenden Cavallerieabtheilung gelungen war, durch Hiebe mit der flachen Klinge die Kämpfenden zu trennen, sah man 17 Verwundete auf den: Schlachtfeld liegen, die den Eifer bei den Gemeindewahlen mit ihrer Gesundheit büßen mußten. Eine aute Seele. Enu Frau beklagte sich bitter über ihren tyr . rr-C rnl e rauniujen vjrjeinanu. viuc tficuuuin netl) ihr. ihn dennoch freundlich und aufmerksam zu behandeln und sozusagen glühende Kohlen auf seinem Sauvte au sammeln. Sie aber erwiderte: Ach wo, das nützt auch nichts bei seinem Dickschädel, denn ich habe es schon mit zwei Kesseln kochendem Wasser versucht, und es hat gar mchtö ccblien! Ein Spekulant. Der Maier scheint auf den Tod seiner. Erbtante zu stx-kuliren." Ganz gewiß. Er bebt sie ient schon in alle Himmel.
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