Indiana Tribüne, Volume 27, Number 50, Indianapolis, Marion County, 20 October 1903 — Page 6

Jndiana Tribüne, 20. Oktober 1903.

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Europäische Nachrichten. tZrlah'Lothrtngcn. Straßburg. Dem Hülfsarbe! ter im Ministerium für Elsaß-Loth-ringen, Regierungsrath Lichtenberg zu Straßburg, ist der Charakter als Kaiserlicher Geheimer Regierungsrath derliehen worden. Epsig. Notariatscandidat Emil Greiner in Epstz ist zum Notar in Wolmünster ernannt worden. H a t t m a t t. Als ein von Zäbern kommendes Automobil, in welchem Dr. Ruch, praktischer Arzt in Buchsweiler und dessen Frau nebst Schwager und Frau saßen, bei einer sehr starken Curve nach einem steilen Abhang in rascher Fahrt in unser Dorf einbiegen wollte, stürzte es um und wurde in den Graben geschleudert. Leider kam Frau Dr. Ruch unter das Gefährt zu liegen, wobei sie einen complicirten Beinbruch oberhalb des Knöchels davontrug. M e tz. Dem Gutsbesitzer und Bürgermeister Louis Pierson zu Ay, Landkr. Metz, wurde der Rothe AdlerOrden 4. Klasse verliehen. Freiwillig stellte sich der Droguist Karl Magnus aus Naumburg a. S. unter dem Vorgeben, von dem dortigen Gericht wegen Urkundenfälschung verfälscht zu werden. M ü l h a u s e n. In einer Conditorei erplodirte hier ein Kessel, in dem Obst gkocht wurde. Der Conditor Namens Walliser erlitt schwere Brandwunden im Gesicht, an den Armen und auf der Brust. Man fürchtet besonders für sein Augenlicht. O r s ch w e i l e r. Unter der Beschuldigung. ihrem Ehemann mit einem Topfe den Schädel eingeschlagen zu haben, wurde die Gastwirthin Führer von hier verhaftet. Der Ehemann war unlängst gestorben und begraben worden. Alccttkenburg. Grevesmühlen. Im Wege der Zwangsversteigerung wurde das Erbpachtgehöft No. 6 zu Börzow für 50.450 Mark, einschließlich Gerichtskosten und Inventar, an den Rentier Looft zu Grevesmühlen verkauft. M a l ch i n. Ein seltenes Jubiläum beging die in der Kalenschen Straße befindliche Bäckerei Rademacher. Sie wurde vor 100 Jahren, also am 16. August 1803 von dem Bäckermeister Joh. Joachim Rademacher aus Röbel gegründet und ist bis heute stets im Besitze der Familie Rademacher geblieben. P a r ch i m. Tischlermeister G. Boß von hier, welchn auf einem Möbeltransport verunglückte, ist im Stift Bethlehem seinen Verletzungen erlegen. P e n z l i n. In später Abendstunde brannten die Scheunen der Ackerbürger Prötz und Nutenberg an der Stavenhagener Landstraße mit den in ihnen lagernden Korn- und Futtervorräthen nieder. HldenSurg. Oldenburg. An Stelle des nach Braunschweig versetzten Postinspektors Herrn John ist Herr Postinspektor Ehlers, bisher in Dresden, zum Hülfsreferenten bei der kaiserlichen Oberpostdirektion in Oldenburg ernannt worden. Das Logengebäude an der Huntestraße ist für 50,000 Mark in den Besitz des Herrn Landrichters Haake übergegangen. Elsfleth. Der Zimmermeister Hellmerich Bargmann und Frau konnten das Fest der diamantenen Hochzeit begehen. Jade. Die irdische Hülle des so jung verstorbenen Lehrers Harbers, Sohnes des Müllers Harbers hierselbst, wurde auf dem hiesigen FriedHofe zur letzten Ruhestätte gebettet. Osternburg. Der Arbeiter Karnau wurde im Scherz von einem seiner Collegen auf der Kegelbahn des Herrn H. umgeworfen, wodurch er sich einen Beinbruch zuzog. Rüstersiel. H. Haaren zu Fedderwarden verkaufte seine Besitzung an Herrn Lübken zu Sanderhörn für die Summe von 4000 Mark. S w a r t a u. Es wurde die schönste Villa Swartaus. die des Herrn Weber in der Bahnhofstraße. durch' ein Feuer schwer beschädigt. Ireie Städte. Hamburg. Tapezier und Dekorateur Robert Harnisch feierte sein 25jähriges Geschäfts-Jubiläum; seit 10 Jahren ist er Mitglied der Genossenschaft freiwilliger Krankenpfleger im Krieg. 1897 wurde Harnisch vom Senator Dr. Lappenberg die Vestallung als Zugführer überreicht. Beim Flottenmanöver 1902 wurde dem Jubilar vom Kaiser die Rothe KreuzMedaille verliehen. Bremen. Schieferdecker Heinrich Dietrich aus der Abbentorswallstraße. der in einem Packhause an der Bredenstraße arbeitete, verunglückte tödtlich. Er ging, um an seine Arbeitsstelle zu gelangen, an einer offenen Kellerluke vorbei, trat auf den Rand einer schräg hochstehenden Luke, rutschte ab und stürzte in den Keller, wo er bewußtlos liegen blieb. Im Sanitätswagen wurde Dietrich nach dem Krankenhause gebracht, dort ist er bald nach der Aufnahme an den Folgen des Sturzes, er hatle einen Schädelbruch erlitten, gestorben. Dietrich war verheirathet. Lübeck. Hier ist bei herrlichem Wetter das von Professor Hundrieser modellirte Bismarck-Denkmal unter großer Betheiligung der Bevölkerung

enthüllt worden. Die Weiherede hielt Dr. Vermehren. Bürgermeister Dr. Klug übernahm das Denkmal in die Obhut der Stadt. Es wüthete in der Dachpappenfabrik Hans Christen in Lübeck ein Großfeuer, das in der Pechsiederei aufgegangen war; das ganze Fabrikgebäude ist ausgebrannt. Scyn?eZ. C o u v e t. Der neuenburgische Staatsrath hat August Brasey. Angestellten am hiesigen Elektricitätswerk, ein Silberservice mit dem CantonsWappen überreichen lassen. Derselbe rettete am 21. März ein in die Reuse gefallenes Knäblein vom Tode. F r e i b u r g. Der dieser Tage verstorbene Staatsbankdirektor L. Grivel hat der hiesigen Universität den Betrag von 30,000 Francs vermacht. Genf. Beim Bau der katholischen St. Frariois - Kirche zu Plainpalais stürzte ein 25 Meter hoher und 22.000 Kilogramm schwerer Dampfkrahn zusammen, wobei ein Theil der Trümmer auf ein benachbartes Haus siel, dessen Dach durchschlug und zwei Mansardenwohnungen vollständig zerstörte. Unter den Trümmern wurde eine bejährte Frau Olivet schwer verletzt hervorgezogen. Sie wurde nach dem Cantonsspital verbracht. Lugano. Der eidgenössische Postwagen von Agra wurde hier von einem Unfall betroffen. Infolge Umstürzens eines Pferdes kippte der Wagen um. Der 30jährige Postillon. Giovanni Liberini sprang vom Wagen, fiel aber dabei mit dem Kopf gegen das Wagenrad. erlitt einen Schädelbruch und blieb todt auf dem Platze. Die beiden Passagiere. Musikprofessor Fratti und ein siebenjähriges Mädchen kamen unversehrt davon. St. Gallen. Beim Bankier Ja. cob Brunner hier wurden für 30.000 Francs Werthpapiere gestohlen. Serriöres. Bei einem LandWirth Abrey. in dessen Haus zwölf Landarbeiter schliefen, brach Feuer aus und verbreitete sich so schnell, daß das den Leuten als Lager dienende Stroh in Brand gerieth und ihrer drei verbrannten. Ein vierter Mann wurde durch einen stürzende Balken schwer verletzt. Heslerreich''ZIngclrn. W i e n. In Mödling ist der ehemalige Gesandte Oesterreich - Ungarns in Washington und seinerzeitige Generaldirektor der Weltausstellung vom Iah re 1873. Dr. Wilhelm Freiherr von Schwarz Senborn, nach langem Leiden im Alter von 87 Jahren gestorben. Sieben Priester der hiesigen Erzdiözese feierten ihr goldenes Priesterjubiläum: Die pensionirten Pfarrer von Schrick, Kronberg und Oberwaltersdorf Anton Lang, Anton Schroll und Michael Tretler. die Patres Jarontir Keil (Piarist) und Julius Ärat. ke (Benediktiner des Stiftes Melk), der Kapuziner - Ordenspriester Placidus Ruckiich und der emeritirte Kuratbenesiziat des Bürgerversorgungshauses Carl Mosetig. Die sieben Jubelpriester waren Gegenstand vieler und herzlicher Sympathiekundgebungen. A u st e r l i tz. Tagelöhner Michael Zajicze hier erhielt von einem Pferde einen so wuchtigen Hufschlag, daß er einen complicirten Bruch des linken Unterschenkels erlitt. Der Schwerverletzte wurde mit der Bahn in die Landeskrankenanstalt nach Brünn gebracht. Baden. Hier verstarb der Hausbesitzer und Klavierhändler Anton Karlhofer im 67. Lebensjahre. Karlhofer war auch als Componist thätig und viele seiner Compositionen, Märsche, Lieder und Tanzstücke haben groJea Beifall gefunden Brünn. Statthalterei - Viceprasident a. D. Josef Ritter von Januschka feierte feinen 80. Geburtstag. Bei einem Neubaue auf dem Großen Platze stürzte der Taglöhner Franz Dostal aus der Höhe des zweiten Stockwerkes herab und erlitt schwere Verletzungen. Mitglieder der Freiwilligen Rettungöabthcilung brachten den Verunglückten mit dem Ambulanzwagen in die Landeskrankenanstalt. Luxemburg. Luxemburg. Das aus der Erb schaft des kürzlich verstorbenen Direk. tors der luxemburgischen Trambahnea Herrn Bolly herrührende Wohnhaus, gelegen Bourbon Straße (Bahnhofsviertel), wurde Herrn Witlgen, Bäcker zu Niederkorn, für die Summe von 23.000 Fr. zugeschlagen. E ch t e r n a ch. Die Leiche der vermißten standeslosen Marg. Jans wurde unweit Echternach in der Sauer aufgefunden. Die Unglückliche litt in letzter Zeit an Schwermuth und war ungefähr 50 Jahre alt. rovrnz Wrandenvurg. Berlin. Die durch ihr Glockenspiel bekannte evangelische Parochialkirche in der Klosterstraße, die in den Jahren 16951703 nach I. A. Nerings Entwurf von M. Grünberg errichtet wurde, blictte auf ein 200jähriges Bestehen zurück; die Einweihung dieser Kirche, die erst später, 1713 1714, nach I. de Bodts Plänen ihren Thurm erhielt, erfolgte 1703 in Gegenwart des königlichen Hofes. Gegenwärtig erfährt die alte Orgel dieses Gotteshauses eine Umgestaltung. AlsLeiche wiedergefunden wurde der 5 Jahre alte Karl Kabelitz aus der Potsdamerstr. 79. der seitKurzem verschwunden war. Kabelitz, der verheirathet unk Vater einer erwachsenen Tochter war, litt seit zwei Jahren an einer inneren Krankheit und war zu-

letzt in einem Krankenhause. Wacvoem er dieses verlassen hatte, blieb er einige Zeit zu Hause, ging dann heimlich weg und ließ nichts mehr von sich hören. An der Unierschleufe fand man Kabelitz als Leiche im Landwehrkanal wieder. Durch einen Sturz vom Laufbrett ist der 43 Jahre alte Arbeiter Karl Voigt aus der Kuvrystraße 4, der auf der Viktoriamühle in der Schlesischen Straße als Sackträgcr beschäftigt war, tödtlich verunglückt. Ter im Jahre 1880 verstorbene Rentner Köster hat das Grundstück Köpenickerstraße 47a der Stadt zur Errichtung einer Versorgungsanstalt für hülfsbedürftige. über 60 Jahre alte, alleinstehende Männer vermacht. Da ein Umbau des Hauses nicht rathsam war. auch große Kosten verursacht hätte, so wurde von den Gemeindebehörden beschlossen, als Stiftshaus ein besonderes Gebäude auf dem Hinterlande zu errichten. Dies ist inzwischen geschehen; nunmehr fand die Bauabnahme des neuen Stiftshauses statt. Der 16jährige Bäckerlehrling Fritz Kleinert, der in der Alexandrinenstraße bei demBäckermeister Schulz in der Lehre war, wurde von einem dort beschäftigten Gesellen verdächtigt, eine kleine Summe Geld gestohlen zu haben. Kleinert nahm sich die Beschuldigung so zu Herzen, daß er versuchte, sich durch einenSchuß in den Kopf zu tödten. Er wurde schwer verletzt nach der Unfallstation und von dort nach dem Krankenhaus am Urban gebracht. Cottbus. Tödtlich verletzt Wurde auf dem hiesigen Güterbahnhofe der Rangirer Liebick. Er war damit beschäftigt, die vom Rangirzuge abgestoßenen Güterwagen durch einen Hemmschuh zum Stehen zu bringen. Hierbei fiel er über einen dicht am Geleise liegenden Kieshaufen so Unglücklich, daß ein abgestoßener Wagen über seine beiden Beine fuhr und ihn auch am Arme verletzte. C ll st r i n. Ueber das Vermögen des Brauereibesitzers Otto Koscky, welcher außer der Brauerei eine große Malzfabrik am linken Oderufer besitzt, wurde der Concurs eröffnet. Der hiesige Kaufmann Paul Mllhler ist zum Concursverwalter ernannt. D r o s s e n. Der Landwirth K. Glo aus Lübeck hat das dem Hotelbesitzer Majenz gehörende Hotel Zur goldenen Sonne" für 80,000 Mark käuflich erworben. I ü t e r b o g. Abgebrannt ist das städtische Krankenhaus in der Schützenstraße. Das Haus hatte theils Stein-, theils Lehmfachwerk und bot den Flammen reichliche Nahrung.

(ischönflietz. In der Nacht starb im städtischen Krankenhause zu Stettin, wohin er nach mehrtägigen schweren Leiden von hier aus gebracht worden war, der frühere Bürgermeister Melz. Züllicheu. In dem benachbarten Mosau brach in der dem Büdner Pohle gehörigen Besitzung Feuer aus, wodurch das mit Stroh gedeckte Wohnhaus, die Stallungen und die Scheune einaeäschert wurden. Die Southern PacificLahn läßt eine Car ausrüsten, von der aus Scenerien entlang ihrer Linie in Texas und California photographisch aufgenommen werden sollen. Die Bilder sollen dann im Osten und Norden bei Vorlesungen benutzt werden, die über die Hilfsquellen des Landes gehalten werden. Einige Meilen von Malone, N. Y., im Town Westville, ist kürzlich wieder von einem Sonntagsjäger in Folge einer Verwechslung mit einem Hirsch ein Elch abgeschossen worden, welcher sich augenscheinlich aus den Adirondacks verirrt hatte. Viele alte erfahrene Führer sind überzeugt, daß die Aussetzung von Elchen in den Adirondacks zu keinem Erfolg führen wird. In letzter Zeit sind eine Anzahl von Personen in verschiedenen Theilen des Landes verhaftet worden, welche eine untergeordnete Sorte Cigarren zu verkaufen suchten, welche in New Jork fabrizirt, aber etlkettirt und markirt waren, als seien sie in Key West aus Havana - Tabak hergestellt. In einem solchen Verfahren liegt eine Verletzung der Jnlandsteuergesetze und die Cigarren werden beschlagnahmt, wo die Beamten sie finden. Als sein eigener Wundarzt fungirte, wie ausSpring Valley, Wis., berichtet wird, George Waite von Rock Elm. Er hatte ein Geschwür am Halse, welches so groß war, daß er keinen Kragen tragen konnte. Ein Arzt bot ihm an, dasselbe für $10 zu entfernen. Waite aber machte sein Messer scharf, pahm Cocain und einen Spiegel und schnitt 'sich das Geschwür selbst aus. Die Operation ist ihm gelungen, und ein Arzt hätte dieselbe nicht besser ausführen können. Ein sehr bewegtes Leben ist dieser Tage durch den Tod des Deutschen Henry Miller in Patchogue, auf Long Island, N.Y., zum Abschluß gekommen, wo. er 25 Jahre das Amt eines Nachtwächters bekleidet hatte. Miller war im Jahre 1836 in Ulm. Württemberg, geboren und kam 1855 in dieses Land. Er hatte ausgedehnte Reisen in der ganzen Welt gemacht und alle Welttheile, außer Australien, besucht. Auch in sämmtlichen Staaten der Union war er zeitweise gewesen. Im Bürgerkrieg diente er unter General Sheridan.

N'eik Zjabersack's Zälreivcbries. No. 810.

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Geehrter Mister Editor! Wenn ich noch e Kidd war, do hen ich so arig gegliche Notts zu esse un wann ich eine in mei Jnseit gehabt hen, do hen ich nit ehnder gestoppt, als bis keine mehr da war. Ich denke es is ganz dieselwe Geschicht mit den Dentist. Wann mer emol angesange zu ihn zu gehn, dann kann mer nit mehr eweg stehn; un da is kein Daut in mein Meind, die Fellersch sinne immer noch ebbes was zu fickse is un ich denke, die glauwe, daß mer es sich zur allerhöchste Ehr anrechne muß. wann se eim mit ihre Tuhls in den Mund erum fuhrwerke. Well ennihau is es mich den Weg gange. Ich hen bei mein erste Kahl bei den Dentist so schrecklich gesoffert, daß ich mein Meind fest uffgemacht hen, daß ich in mein ganzes Lewe nit mehr hin deht ghn. Awwer es is wie mit die Notts gewese. Mei Sohrneß war hardlie iwwergeheilt, do Hot die Selma gesagt: Meik, du besser gehst widderemol zu den Dentist, bikahs der muß dich doch noch diesent uffickse. Was duht mer nit alles for die Wimmenfohks zu pliese un so sin ich also auch zu den Dentist gange. Der Hot arig supreist geäckt, wie er mich gesehn Hot, bikahs er Hot gesagt, er hätt nit eckspecktet, daß ich sellen Schack iwwerlewe deht. Er Hot gesagt, sell wär e Gailskur gewese un ich müßt e ziemlich toffe Kanstituhschen hen, wann ich das hätt stende könne. Dann Hot er mich mein Mund uffmache losse un Hot enei gegckt, als wann er ausfinne wollt, wie alt ich wär. Er Hot gesagt: Mister Habersack Jhne Ihre Tuhtses sin in Schenerrell in e ganz gute Kandischen, awwer ich denke e paar sin e wenig ratten un mir besser duhn die fülle, sonst hawwe Se befor lang denselwe Trubel. Sell is off Kohrs nur e kleine Apperehschen un ich sin schuhr Se duhns gar nit spüre. Well, hen ich gesagt, wenn ich's nit spüre duhn dann go ehett. Do Hot er mich dann Widder uff die Schlachtbank sitze mache un er Hot mit e Niedel an mei Tuhtses erumgepohkt. Das Hot nit gut gefühlt, awwer ich hen zu mich gedenkt, wann's nit schlimmer komme duht dann kann mer'sch ja noch stende. Es Hot awwer nit lang gcnomme, do Hot er in ein von meine Tuhtses e Hohl gepohkt gehabt un er sagt, sell is einer. Dann Hot er e Meschiehn herbeigeholt un Hot angefange an mein Zahn zu worke. Denke Se nor emol, er Hot mich ebbes in das Hohl eneigebohrt un dann Hot ersch so schnell erum gedreht, daß mich's fast schlecht geworde is. Er Hot gesagt, wie er gesehn Hot, daß ich die Koller getschehnscht hen, in e Minnit wär alles vorbei, er wollt nor schnell emol den Nöhrf kille. Do hen ich ahlmost gefehntet un wie er mit die Killerei gestart Hot, do hen ich doch so schreckliche Schmerze gehabt, daß ich ihn mit mein rechte Vorderfuß eine gege den Stommeck gekickt hen, das er die Bällenz verlöre Hot un mit seine Meschienerie hingefalle is. Sell is mich doch en zu en großer Leier gewese; denkt er kann mich so fühle, awwer ich sin nit so iesig. Well, er Hot sich widder uffgepickt, Hot ganz ruhig, mitaus e Wort zu sage, sein Meschien Widder aenomme un Hot Widder an mich gestart, als wann er nit hin- un iwerHaupt nickts vorgefalle wär. Ich hen arig driwwer gewunnerk, awwer später hen ich ausgefunne, daß er mich for den Kick getschartscht Hot. So en Lumpeseckel. Ich will e lange Storie korz mache un will Jhne nor noch sage, daß er mich siwwe Zähn den Weg getriet Hot un dann is noch ebbes feines komme; er Hot gestart in die Löcher wo er gebohrt Hot, Puttie enei zu stoffe un so fest Hot er den Stoff eneigedrickt, daß mich die Thiers in die Auge sin komme un ich so nerfjös geworde sin, daß ich ihn purtinier noch en Kick gewwe hätt, wie er sich grad emol erum gedreht Hot. Wie er an mei Frontzähn is komm, do Hot er gesagt, er deht mich den Ettweis gewwe, mich Gold in die Tuhtses fille zu losse; in die erschte Lein deht das arig dicknifeit gucke un dann noch e anneres Ding, es deht auch besser wehre. Ich hen gesagt, ob er denke deht der Rackefeller wär mein Schwiegervatter un do Hot er gesagt, er deht nicks drum gewwe, wer mein Schwiegervatter wär un deht auch nit kehre wär mei Schwiegermutter wär, er dehts gut mit mich meine un das wär all. Well, do hen ich gesagt, go ehett un ei tell juh der Hot mein Meilche uffgefickst, daß ich, wie ich in den Spiegel geguckt hen, gedenkt hen, ich deht in e Goldmein gucke. Bei Galle das Hot gesparkelt wie alles un ich muß sage ich sin praud uff mein Kau-Tuhls gewese. Ich sin dann heim gange un hen gewunnert was die Selma sage deht. Wie se mich gesehn Hot, do Hot se gesagt: For Guttneß Sehks Meik, was is die Mätter mit dich, du guckst

jo io eienv. als wann vu ang iranr wärst. Ich hen sie dann gesagt, daß ich bei den Dentist gewese wär un do hen ich sie dann alles verzähle müsse un wie der Christ komme is, do hen ichs auch noch emol verzähle müsse un zuletzt hen ich so misserebbel gefühlt, daß ich fascht gefehntet sin. Ich hen wie bei Eckzident emol mein Rache diesent uffgesperrt un do Hot erscht die Selma das viele Gold in mei Tuhtses gesehen. Schie wiß, Hot se gesagt, du mußt awwer Geld zu brenne hen, das duht jo e schmalesFohrtschen koste, o mei o mei, ja wann die alte Mannsleut Duhds wer'n wolle, dann hört sich alles uff. So Hot se noch e Zeitlang getahkt un ich hen schließlich gesagt, wann ich kein Geld for hätt, dann hätt ich mich den Schapp nit mache losse. Am nächste Morgen Hot se mich mei Bohrd um en Dohler un e halb gerehst. Mit beste RiegahrdS, Juhrs Trulie. Meik Habersack. ELkweier un Sheriff von Apple Jack, 5olie Terrer Kauntie.

Die gefundenen Millionen.

Ueber einen Millionenfund in Straßburg zur Zeit des französischen Krieges theilt ein deutscher Offizier Folgendes mit: Nach heißem Ringen, an dem sich auch das 4. Rheinische Infanterie - Regiment No. 30 redlich betheiligt hatte, war Straßburg gefallen. Am 28. September früh 10 Uhr rückten wir von Nobertsau mit klingendem Spiel durchs Fischerthor in die alte deutsche Stadt ein. Das Regiment setzte auf dem Kleberplatz die Gewehre zusammen. Ich wurde gleich zum Commandanten Generalmajor Mertens abkommandirt. Am 29. September hatte ich die Kasernen auf ihre Belegungsfähigkeit, am 30. September die kaiserlichen Tabaksbestände zu prllfen. Am 1. October erhielt ich vom Commandanten den Auftrag, in der Bank nach fehlenden acht Millionen Franken zu forschen. Buchmäßig sollten dort zehn Millionen Franken vorHanden sein; aber nur zwei Millionen waren abgeliefert worden. Im Begriff, die Commandantur mit dem mir beigegebenen badischen Jntendanturbeamten zu verlassen, sehe ich einen Herrn mit einer schönen, jungen Dame am Arm in den Vorhof treten. Ich bleibe stehen, das Paar auch. Der Herr redet mich an und fragt nach dem Commandanten. Was wollen Sie?" Ich habe einen Brief abzugeben." Wer sind Sie?" ,,ch bin der Sohn des Kassirers der Bank." Ah, da kommen Sie gewiß in der Millionen - Angelegenheit." Nein," erwidert er, davon weiß ich nichts" Darauf antwortete ich: Ich bin eben auf dem Wege zu Ihrem Herrn Vater. Auf Befehl des Commandanten werde ich den Kassirer der Bank, wenn er die fehlenden acht Millionen Franken nicht nachweist, verhaften und sofort nach Deutschland abführen lassen." Die schöne Französin erbleichte, und am ganzen Körper zitternd, lispelte sie: Ich glaube, er ist im Keller." Jetzt wußte ich Bescheid. Sofort ließ ich die Bank, gegenüber der Hauptwache auf dem Vroglieplatze, mit einem Offizier und zwölf Mann der GardeLandwehrdivision besetzen; der Kassirer mußte erscheinen. Das Verfahren mit ihm war nur kurz. Ich sagte ihm auf den Kopf zu, daß die acht Millionen im Keller lägen und daß ich ihn sofort verhafte, wenn er das Versteck nicht zeige. Das wirkt, der Kassirer führt uns in einen hintern Raum, öffnet dort eine Thür; wir steigen etwa 15 steinerne Stufen hinab und befinden uns vor einer frischen Mauer. Diese war von zwei Riesen bald niedergelegt. Dahinter kam eine eiserne Thür mit zwei Schlössern zum Vorschein. Die Schlüssel fehlten. Ter Kassirer behauptete, nicht zu wissen, wo sie seien. Auf meine erneute Drohung mit VerHaftung bringt er sie schließlich hervor. Die Thür wird geöffnet. Wir treten in einen großen Keller, an dessen vier Wänden fein säuberlich die rundlichen Säcke mit dem Mammon etwa 6 Fuß hoch aufgestapelt sind. In der Mitte ein Tisch, darauf eine Kassette mit Werthpapieren und drei Napoleond'or. So hatte ich meinen Auftrag erfüllt. , Vergeblich. Chef: Wenn der Maier morgen nicht zahlt, schreiben Sie ihm einen ganz energischen Mahnbrief." Buchhalter: Ach, das hilft doch nichts, der ist Sammler von Mahnbriefen." , Berechtigtes Verlang e n. Zeitungsbesitzer: Was will die alte Person eigentlich, die da jeden Tag kommt und lärmt?" Vureaudiener: Sie sagt, sie hat ihre ganze Mitgift bei uns verannoncirt, jetzt will sie auch einen Mann haben!" VonderBadereise. Hausarzt: Ich muß Ihnen eine unangenehme Eröffnung machen, gnädige Frau. . Sie haben die Krankheit wirklich, die Sie sich einbilden." Hoffnung. Ist's möglich, den Buchhalter, der mit Ihrer Frau durchgegangen war, haben Sie wieder zu sich ins Geschäft genommen?" Wer weiß. . . vielleicht geht er nochmal mit ihr durch." j s