Indiana Tribüne, Volume 27, Number 50, Indianapolis, Marion County, 20 October 1903 — Page 3

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f ff Jndiana Tribüne, 2. Oktober 1903.

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Schurkisch.

Anlockung fremdländischer Arbeiter unter Täuschungen. Zugleich schnöde Verletzung des Gesetzes gegen Con-trakt-ölrbeit. Präsident dementirt Zerwürfnisse im Cabinet. Zusammenbruch einer Ncihe bedeu tender Bank-Firmen. Fast 12 Leben bei einem Brücken Einsturz verloren. Amer. Jurist erhält eine Berufung nach Siam. Herzog d. Abruzzen mit einem chiff in New Orleans. Detention von Contrakt Arbeitern. W a s h i n g t o n, 19. Okt. Das Emwanderunas Bureau. Wandelsdepartement, hat Beweise für eine f $ I stematische und ausgedehnte Verletzung des Contrakt - Arbeiter - Gesekes aesammelt Generalcommissär Saraent hat das Material dem Justiz-Departement überj I. mHÜ und hm lwneralanwalt um Voraeben aeaen die Eesekes-Veräckter -rr,1(jf, ' ' " " ' I Es bandelt sick um 1.200 Leute, von denen schon viel in diesem Lande sind. Andere sind unterwegs und werden in den nächsten Tagen erwartet. 40, die gestern in Philadelphia ankamen, werden daselbst als ContraktArbeiter zurückgehalten; viele andere treffen mit einem Dampfer der White Star Linie in einem oder 2 Tagen ein. Es sind Kohlengräber aus Wales, die unter einem angeblichen Vertrage yieryer kommen, um sur oie usworly M , . , i I Coal Co. in Ellsworth. Pa., zu arbeiten. Aus dem Beweismateriale eraiebt sich, daß Viele unter bereits festgesetzten v i Löhnen kommen. Manche sind m M . I stummer Lage uns yaoen oas m-wanderungs-Bureau um Rücksendung gebeten, da das Abkommen mcht gehalten wurde. In emer Geltung von Wales, die das Angebot brachte, war der ageioyn aus 10 vlS 0 ymmgs m -fe tf- W I angegeben. Philadelphia, 19. Okt. 23 Leute aus Wales werden hier als Contrakt . Arbeiter festgehalten. Die Information an die Regierung ist, wie man hört, durch Beamte der 33. Grubenarbeiter erfolgt. Alle die Festgehaltenen sagen, sie seien duplrt und roh, zurückkehren zu können. Völlige Harmonie. Washington. 19. Okt. Der Präsident gab heute Abend Ermächtigung zu der Erklärung, daß die Ge nichte über Meinungsverschiedenheiten zwischen ihm und dem ?chatzsekretär Shaw oder anderen Cabinetsmitgliedern, auf Grund der ihm über die Post' Untersuchung von Chas. I. Bonaparte und H. Conrad erstatteten Berichte, völlig unbegründet sind. Zu unrecht entlassen. W a s b i n a t 0 n. 19. Okt. Die Civildienst-Commission hat das Schatzamt ersucht, 5 Unterbeamte in der Bundesmünze zu Philadelphia wieder anzustellen. Die Commission fand, daß die Entlassung aus politischen Gründen erfolgt war. Nochmals untersucht. Washington, 19. Okt. Präsident Roosevelt beschloß auf Ersuchen enntnr 9Rrnctnr den ftflH des HunhrtmnrfAns Ni', KN Ne-mcnt nochmals zu unlersuchen. E. wurde des Amtes entsetzt, weil 2 seiner Auf. sich, anvertraute Chinesen entmischten. rr v . w - - . i r 1 1 - v a u n u n 0 a n 0 z r e u n t a 1 1 e. R i ch m o n d, Va., 19. Oktober, Zwischen Keysville und Beherrie, Va., ereignete sich heute auf der Südbahn em Zusammenstoß von 2 Passagler. zügen, bei dem 4 Zug-Bedienstete auf for (des! hm K hrTfet nur w.w ii " den. V o u n g s t o w n, O., 19. Okt. Aus den Linien der Mahoneh Valley Straßenbahn wurden gestern acyt 4 Personen getödtet. TraurigesEnde. Chicago, 19. Okt. H. S. Canfield, Schriftsteller und Journalist, endete gestern Nacht in einem Zustande vorübergehender Geistesstörung im West Chicago Sanitarium sein Leben, indem er sich die Kehle durchschnitt.

Contracte für'S Postamt.

V a s b i n g t o n , 19. Okt. Nach kiner Gonferenz zwischen Generalpost. rneiuer Payne, seinem eriien uumuuui Wynne und .dem Hilfs-Generalanwatt Robb wurde der Contract auf Lieserung der Formulare für die Geldan weisungsbeförderung an 14 Bieter für Die nächsten vier Jahre vergeben. Der Betrag, um den es sich handelt, ist etwa $200,000. Angebote wurden zuerst im Juni geöffnet, da aber Anzeichen einer Cnmbination vorlagen, wurden neue ausge schrieben und am 5. September geöffnet. Zusammenbruch derMaryland Trust Co. Baltimore. 19. Okt. Die Thüren der Maryland Trust Co. blieben heute früh zur großen Ueber raschung des allgemeinen Publikums geschlossen, nicht aber zu der von Fi nanz-Kreisen. Letzte Woche hatte die Gesellschaft die Arrangements zum Aufnehmen einer Anleihe in London beinahe abgeschlossen, als die Darlehnsgeber plötzlich die Verhandlungen abbrachen. Dieser Fehlschlag ist es, wel. S . trl X 1 ? 4 & " nun w uimwicymuis gesuyrl yat. Der Zusammenbruch liegt anschei I l W Xrf s nenD allem m großen Änmyen, weicye l cn o er . r: . cn.t . 11 er eracruz cc Racine oaun gemi v n:.r. cwr.:c r-rr wuroen. jliw uniciycn üuui wn 30,000,000 betragen. rrs:. n.-i o..ri rxf.t. Ji;ic union jlwxm uü. iiuiab lllle kurz naaz Mtttag. Zum uon curs - Verwalter wurde Miles White jr. ernannt. Andere fr a 1 1 1 e m t n t S. Seattle, Wn., 19. Okt. Der hiesige Zweig der Internat. Banking & Trust Co. von Amerika, die am Samüag zusammenbrach, ist geschlossen und in Händen eines Concurs-Verwal ters. Activa werden auf $87,000, Passiva auf $95,000 angegeben. New York. 19. Okt. Hilfs-Di strikts-Anwalt Miner begann heute iinfprfnnnn d?r WrtnfUfimhtüm v Itiv v m vy v v m ri nfB der Intern. Bank und Trust Co., im Staate Delaware mit Sw.000.000 in corporirt. Bis jetzt waren S1.800. 999 Atti ausgegeben. Die Gesellscht betrieb vornehmlich in Mexico K,stt? wa versckk?d?ne steine I ' 1 ' ' .-fwyw.-www, - n n Mfte besitzt. Am Samstaa kam der Zusammen , . Ux&. 856.000 von den Noten der Firma wurden hier protestirt und es wurde die Anklage erhoben, die Gesell schaft habe in diesem Staate Bankge schäfte betrieeen, ohne ein Certisica beim staatlichen Banl - Departement eingereicht zu haben. ffastein Dutzend Leben verloren. Pittöburq, 19. Okt. Durch den theilweisen Einsturz des PittZbur ger Endes der neuen Wabash - Brücke über den Monongahela Fluß wurden heute gegen 12 Arbeiter getödtet; 5 sind schlimm verletzt. Das Unglück kam so unerwartet, daß nur wenige, der an jenem Theile der Brücke beschäf tigten Arbeiter Zeit zum Entkommen hatten. Acht der Leichen sind geborgen; ve?fchiedene befinden sich noch unter den Trümmern im Wasser. Gerüchttveise verlautete, der Unfall rühre von einem Experiment bei dem Bau her, um Zeit zu sparen. Die hiesige Gewerkschaft der Brückenund Eisenarbeiter trifft heute Abend in einer peclal-ersammlung Zorleyrangen zum Begräbnisse der Opfer. Die Entfernung der Trümmer und die Auffindung der vermißten Leichen nimmt einige Zeit in Anspruch. P i t t s b u r g. 19. Okt. Ohne vorherigen Plan, einfach aus dem An rj'6e, 6 j?,!enb Menschlich, UM SiMro. unb 6ifffl. " ' . , unaiua un ver xyuoa u ruae yorien. I eic beschlossen Abends bis Donnerstag wegzubleiben. Damit ist die Arbeit an allen Gebäuden. Brücken etc.. wo sie beschäftigt waren, zu einem Stillstand gebracht. Zionisten am Werk. I . M? tn M n r f 10 sf m4. " fc w XJ " f 1 1. JlUiif einem Gottesdienst im Madison Sauare Garten begannen beute ?k. A. Dowie's Zionisten. aeaen 4.000. mit jhem Besuch in jedem Hause der Stadt. Aufruhr Proceß. E v a n S v i l l e, Ind., 19. Okt. LewiS Mayer, farbig, wurde gestern Nacht schuldig gefunden, sich an dem Aufstande im Juli betheiligt zu haben. Sein Proceß begann heute vor Kreisl richter Rasch. Urtheilsfällung morgen.

Nach Siam berufen. Washington, 19. Okt. Cd-

ward H. Strobel wurde zum Rathgeder des Königs von Siam ernannt und begiebt sich in etwa einer Woche nach einem neuen Wirkungskreise. Er war früher 3. Hilfs-Staatssekre-är. sowie Gesandter in Cquador und Chile, nachher Professor des Völkerrechts in Harvard. Der Schah von Persien hat Henry C. Finkelstein, dem Sekretär des Generals Jsaac Khan, des persischen Gesandten in Amerika, den Löwen- und Son-nen-Orden verliehen. Ankunft des Herzogs der Abruzzen. New O r l e a n S, 19. Okt. Unter dem Commando des Prinzen Luigi Amadeus v. Sovoyen, Herzogs der Abruzzen, kam heute der ital. Kreuzer III. Classe Ligueny hier ein. Die Besucher erhielten einen warmen Empfang. DaS Schiff kreuzte einige Zeit in tropischen Gewässern und legt hier zu Besuchszwecken an. Es ist das erste italienische Kriegsschiff, das seit vielen Jahren nach New Orleans kommt. Der Herzog ist als Forscher weit be kannt. MerkwürdigerEinbrecher. Clinton, Ind., 19. Okt. Nick Volsah, der in Newport seines Processes wegen Hauseinbruchs harrt, besitzt $10,000 und erbt ein großes Vermögen in Deutschland. Er soll vor 2 Monaten verschiedene Häuser ausgeraubt haben und wurde in Paris, Jll., verhaftet. Heute erschien ein Freund von ihm und sagte, B. sel das Opfer eines Schwindlers geworden. Entwichen. Philadelphhia, 19. Oktbr. A. E. Bell, der geständige Post-Räuber undCheck-Fälscher, in Denver verhaftet. entkam heute unmittelbar bevor sein Zug hier emUes. Er sprang zum Fenster des Toilette-Zimmers hinaus und entfloh. Miliz. Skandal. Denver, Col., 19. Okt. Das vom Gouverneur eingesetzte Kriegsgericht zur Untersuchung der Anklagen ge gen Mitglieder der Miliz trat heute zu sammen. Die Einreden des Anwalts von General Chase gegen die Zustän digkeit des Gerichts wurden abgelehnt. Morgen beginnt die Beweisaufnahme. Vom Wahlkampf. New York, 19. Okt. Die Fusion- und Tammany-Organisationen begannen heute Abend die Rede-Cam pagne in zahlreichen Versammlungen, wo die Haupt - Candidaten sprachen. Bürgermeister Low sprach auf der Ost Seite. McClellan in Manhattan und Broollyn. Nachrichten über den Ca-nal-Vertrag. New V o r k , 19. Okt. I. E. ArciniegaS vom diplomatischen Dienste C:lombias ist hier auf der Durchreise nach Washington angelangt. Er bringt Instruktionen an den colombischen Gesandten Dr. Herran über den Panama-Canal-Vertrag. Seiner Aussage nach will die colombische Regierung jetzt nur unter der Bedingung abschließen, daß die Vereinigten Staaten 825,000.000 für die ihnen gewährten Vortheile bezahlen und daß dasZGebiet Colombia verbleibt. Bekannter Balletmeister gestorben. New York, 19. Okt. Aime Charles Bertrand, ein bekannter Balletmeister, der in Paris, London und Chicago thätig gewesen, starb in der psychopathischen Abtheilung des Belle-vue-Hospitals. Sein Geist wurde geschwächt und er spielte so unablässig auf seiner Violine, daß die Nachbarn sich beschwerten und man ihn am Dienstag nach dem Hospitale brachte. Vieh. und Pferde-Aus-st e l l u n g. K a n s a s City, Ks., 19. Okt. Die Jahres - Ausstellung der Amer. Royal Fine Stock Show" wurde' heute Abend in den Viehhöfen eröffnet. Es sind über 4000 Stück Vieh. 250 Schafe u. a., ferner 150 Pferde vertreten. Die verschiedenen Abtheilungen haben namhafte Preise ausgesetzt; unter den Ausstellern desinden sich Züchter

aus verschiedenen Staaten, darunter Vanatta & Sohn, Fowler, Ind. In der Conventions-Halle wurde Abends die Pferde-Ausstellung eröffnet. Alle 12,000 Sitze der großen Halle waren besetzt.

Stahlim Großen. Qa k l an d, Cal., 19. Okt. Wm.

Carthew wurde heute in Maywards un er der Beschulöigung verhaftet, als Vetrauensclerk einer Bank in New Vork 8100.000 gestohlen und das Geld mit einem ffrauenzimmer durchaebrackt zu haben. Er soll dann nach Calisornien geflohen sein. Die Verhaftung erfolgte aus BeweisMaterial, das H. B. Erickson aus San Francisco unterbreitet hatte. Er stand n Geschäftsverkehr mit demVerhafteten. Mitarbeiter Lincoln's f. Denver, Col., 19. Okt. Oberst Rosmell Eaton Goodell, 1829' geboren, ist heute Nachmittag gestorben. Er wurde schon mit 15 Jahren Postmeister in Ottawa, Jll. Später kam er mit Abraham Lincoln in Berührung und obwohl Goodell Demokrat war. orderte er ihn auf, auf der republik. Wahlliste als Staatssekretär zu candidiren. Er handelte demgemäß und wurde erwählt. Nachher wurde er Bank-Direltor in Chicago. Frau Laumann's Er m o r d u n g. St. Louis, Mo., 19. Okt. Die Polizei glaubt das Geheimniß der Ermordung von Frau Kate Lasmann theilweise gelöst durch den Selbstmord eines als verdächtig verhafteten Negers Williams. Der Neger hatte Andeutungen eines Geständnisses gemacht, als ein kleines Feuer nahe dem Gefängnisse ausbrach. Offenbar meinte er, der Lärm bedeute eine nahende Lyncherschaar, und hing sich in aller tille an einem Leinentuche auf. Der Streik bei der Pa cific Expreß Co. D a l l a s , Tex., 19. Okt. Der Streik der Pacific-Expreß.Boten tritt in eine ernstere Phase. Die Gepäckträger lehnten heute die Beförderung der Expreßstücke ab und andere Bahnbedienstete sollen zum Sympathiestreik bereit sein. BetrügerischerCas s i e r e r. P r i n c e t o n, Wis., 19. Okt. I, E. Leimer, Cassierer der hiesigen Staatsbank, wurde gestern wegen Fälschung von Bank Papieren ver haftet und in Dartford internirt. Seinem Geständnisse nach betragen die Fälschungen S69,000. Die Princeton-Staatsbank ist ge schlössen. Kurze Depeschen. 19. Oktober. Ausland. Rom. Die Ernennung von Mgr. Merry Del Val als päpstlicher Staatssekretär wird amtlich bestätigt. Inland. Winchester, Tenn. Der frühere Gouverneur Peter Turnay ist Nachmittags gestorben. C h a r l e st o n. S. C. Der fran zösische Kreuzer Fronde" ist auf dem Wege nach New Orleans hier eingetroffen. Lexington, Ky. SchatzSekretär Shaw sprach hier vor einer zahlreichen Menge über den Tariff und kurz über Trusts. Fall R i v e r, Mass. Nach 3 Monaten der Unthätigkeit nahmen die Stafford Baumwoll-Spinnereien die Thätigkeit wieder auf. Die Gesellschaft beschäftigt g?gen 1000 Leute. Mahony City, Pa. Die William Penn Grube, der SusqueHanna Coal Co. gehörig, nahm nach 10-tägiger Suspension die Thätigkeit wieder auf. 1,000 Arbeiter erhielten Beschäftigung. Schisssnachrichten. Angekommen: New Vork: Cymric" von Liverpool. Plymouth: Deutschland" von New York. Bremen: ffrledrlch der Große" von New York. Cherbourg: Kaiserin Maria Theresa von New Vork. Noch s ch lim m e r. Ich muß meinem Dienstmädchen kündigen, Frau Registrator; sie versteht gar nichts!" Ich meinem auch; die versieht alles besser!" - Spitz. Frl. A.: Ich lasse mich alle drei Jahre photographiren, das ist sehr interessant. Frl. B.: Ja, was machst Du denn mit den fürchterlich vielen Bildern? Von der Schmiere. Was haben Sie denn eigentlich alles aus Jh rem Repertoire?" Schmierendirektor (zu seiner Frau): Emilie, wie heißt

doch gleich das Stuck?

Allerlei für's Hans. Lackiren von bereits aufgeklebten Tapeten. Wenn die Tapete, gut angelegt und ganz trocken ist, nehme man zu einem gewöhnlichen Zimmer von ungefähr 16 Fuß Länge, 14 Fuß Breite und 10 bis 12 Fuß Höhe etwa zwei Pfund Kristalleim (Gelatine), koche ihn in soviel Wasser, daß das Ganze dann für das ganze Zimmer reichen kann, streiche mit einem weichen Pinsel aus und lasse es dann 24 Stunden trocknen, bis der Ueberzug hart ist. Allerdings muß derselbe überall gleichmäßig gemacht ' sein, da der Lack auf schlecht gesättigten Stellen einschlägt und dadurch dunkle Flecken entstehen. Man lackirt mit entsprechend verdünntem Damarlack ebenfalls gleichmäßig; zu empfehlen ist, ehe man das Ganze lackirt, vorher an verschiedenen Stellen eine Probe zu machen, um zu sehen, ob der Leimüberzug nicht zu schwach war; in diesem Falle müßte nochmals geleimt werden. Die Tapeten lassen sich nach Jahr und Tag abwaschen wie Holz, mit weichen Bürsten, sogar Wurzelbürsten. Tintenflecke in Dielen. Tintenflecke entfernt man aus Dielen durch Betupfen mit verdünnter Schwefelsäure; doch spüle man sofort mit klarem Wasser nach, da sonst der Anstrich darunter leidet. Bei ungestrichenen Dielen, in die die Flecke mehr einziehen, nehme man reine Säure, die

man erne Zeltlang auf sie einwirken läßt; jedoch achte man darauf, daß sie nicht eintrocknet. Dann gieße man Salmiakgeist auf die feuchten Stellen, damit der Scheuerlappen bei der nunmehr mit Seife, Sand und Soda vorzunehmenden Reinigung nicht zerfressen wird. GegenKellerasseln. Man schüttet in eine Flasche eine kleine Menge Weingeist, schwenkt die Flasche so herum, daß die inneren Wände und der Hals befeuchtet sind und legt sie derart auf den Kellerboden, daß die Oeffnung den Erdboden berührt. Die lästigen Thiere scheinen eine besondere Vorliebe für Spiritussen zu haben und ziehen sich in Folge dessen in die Flasche, wo sie in Folge der Betäubung verbleiben, und wo man sie nach einigen Tagen zu Hunderten vorfindet. Wiederholt man dies einige Male, so ist der Keller von Asseln beinahe ganzlich befreit. Die Benützung der Lederläppen. Lederlappen sind zum Abreiben feiner Möbel, sowie von Silberund Goldsachen selbst den weichsten Staubtüchern vorzuziehen, zumal die Erfahrung lehrt, daß sie trog der höheren Anschaffungskosten durch ihre Unverwüstlichkeit nicht theurer als Staubtucher sind, da sie sich nach dem Schmutzigwerden einfach und Vorzuglich reinigen lassen. Man löst ein Stückchen Soda in heißem Wasser auf und fügt so viel kaltes Wasser hinzu, bis die Lösung lauwarm ist. Dann seift man die Leder an den besonders schmutzigen Stellen mit wenig weißer Seife, wascht sie in der Losung so lange tüchtig, bis sie rein sind, und drückt sie fest aus. Man trocknet sie. ohne sie zu spulen (Spulen macht hart) an einem warmen Ort und zieht sie nsch dem Trocknen tüchtig hin und her, bis sie wieder weich sind wie beim Einkauf. Schutz der Finger beim Ob st einmachen. Hierdurch sei eine kleine praktische Maßnahme allen Damen zur Kenntniß gebracht, die gewohnt sind, eigenhändig ihre feinen Früchte einzulegen. Gewiß leiden sie auch darunter, daß der Obstsaft in erster Linie die Fingernägel für Wochen in hohem Grade schädigt. Citro nen- und Salzsäure genügen kaum, sie völlig zu säubern. Man ist nun darauf verfallen, in einer ChemikalienHandlung Gummifingerhüte (etwas knapp sitzend, da sie sonst abrutschen würden) zu kaufen, die sich sehr gut bewährt haben. An jeder Hand drei Finger zu schützen genügt, und man behält vollkommen feines Gekübl. inrvadewll'.lnenzu schonen. Man gieße stets das kalte Wasser zum Bad zuerst in die-Wanne und dann erst das heiße. Durch das allzuheiße Wasser wird das Zink weich und schließlich mürbe, so daß es leicht bricht, wenn daran gestoßen wird. Die nämlicheRegel gilt auch für Zinkwaschfasser. Gegen das Beschlagen der Fenster, besonders der Schaufenster, hilft folgendes Mittel: Zwei Unzen Glycerin werden in einem Quart 63procentigen Spiritus aufgelöst, dem man, um einen angenehmen Geruch zu erzielen, etwas Lavendelöl zufügt. Sobald die Mischung wasserklar erscheint, wird die innere Fläche des Schaufensters mit dieser Flüssigkeit mittels eines Fensterleders oder eines Leinwandlappens abgerieben, wodurch nicht nur das Gefrieren, sondern auch das Beschlagen und Schwitzen der Fenster verhindert werden kann. Fliegenschmutz bedarf zur Entfernung eines wässerigen Lösungsmittels. Bei Seide muß man einen Auszug von Quillayarinde (auch Panamaspähne" genannt) in lauwarmem Zustande anwenden. Man betupft damit die Flecken mehrere Male, damit sie weich werden, und reibt sie dann mit einem reinen Leinentuch aus, indem man jedesmal zum Ueöerfahren eine neue Stelle des Tuches wählt. Sodann wird noch ein wenig mit Benzin nach-geholfen.