Indiana Tribüne, Volume 27, Number 48, Indianapolis, Marion County, 17 October 1903 — Page 5

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Die Toileitenaußrüstnng einer Pariserin.

Eine ganz erstaunliche Liste von dem Inhalt der durch Zahl und Umfang erschreckenden Koffer, in denen eine elegante Pariserin das Nothwendigste" an Toiletten für die Sommerfrische mitnimmt es handelt sich um eine der reizendsten Herzoginnen in Paris" stellt der Figaro" auf: In dem veilchenduftenden Kofserschran!" hängen bequem einige zwanzig Kleider, ohne daß man zu befürchten braucht, daß sie sich gegenseitig drücken. Unter den Morgenkleidern ist eins aus weißem Piqu6, ganz ungemustertz runder und fast kurzer Rock, ein Bolero ohne Aufschläge mit großen Harmonikafalten, die Aermel ungebauscht, fast knapp anliegend. Dann ein Kleid, dessen Rock aus kleinen abgesteppten Breiten sich nach unten erweitert; dazu eine Saöjacke mit großen Knöpfen in art moderne". Ferner ein Kleid aus grobem marineblauem Leinen mit kleinen weißen Säumchen; eine etwas bauschige Taille, die durch einen weißen Gürtel zusammengehalten wird; die Knöpfe, die kleinen Aermelaufschlüge und der Matrosenkragen, der den Hals frei läßt, sind auch weiß. Ein rothes Leinenkleid, Einsatz, Kragen, Aermelaufschläge aus weißer h Mir"-Spitze. Um zum Dejeuner zum Speisesaal zu kommen, Kleider in weißer englischer Stickerei; der Gürtel ist dem durchscheinenden Stoffe angepaßt, dessen Farbe nach Laune oder Witterung geändert wird. Für Ausflüge in die'Berge ein Kleid aus leichtem mausgrauem Tuch, mit sehr kurzem Rock, der Gamaschen und Stiefel von derselben Farbe sehen läßt; eine Bluse mit großen Falten, mit einem Ledergürtel zusammengehalten; Kragen und Cravatte in weißer Leinenstickerei. Für Wagenfahrten ein Schneiderkleid in dunkler Farbe mit anliegendem Bolero; der. Mantel in derselben Farbe, durch eine große serbische Altsilberschnalle geschlossen; der Mantel ist lang und weit, mit weiten Aermeln und einer Kapuze mit Quasien. Ein Tenniscostüm in Rohseide; sehr kurzer Rock mit abgenähten Harmonikafalten und Vlusentaille, weit und durch einen rothen Ledergürtel zusammengehalten. Der Matrosenkragen zeigt in seinen Ecken gestickte Racketts. Die Dinertoiletten sind leicht gehalten, in Seidenmusselin oder selbst in Linon, mit großen SpitzenVolants; die Taille ist ziemlich weit ausgeschnitten, die Aermel gehen bis zum Ellbogen; dazu ein hoher Gürtel. Zwei Ballkleider, das eine in schwarzem Tüll mit langen türkisfarbenem Gürtel, das andere aus vollständig mit Stahlpailletten bedecktem Tüll und wie ein Panzer aussehend. Ein schöner Schalkragen aus schwarzen Chantillyspitzen auf durchscheinendem, plissirtem weißen Musselin. Ein schwarzer Tuchmantel. Faon Fledermaus", mit weißem Satin gefüttert. Ma-non"-Kragen in Ehangeantseide mit großer Kapuze. Großer Soldaten mantel in blauem Uniformtuch mit Stahlknöpsen. Koffer für TeaGowns", die alle leicht und duftig sind; Morgenkleider ans Seide, Herrenchemisettes und solche aus gesticktem Linon in allen Farben. Dann die Koffer für Wäsche und Unterröcke, die alle zu waschen sind, von ausgesuchter Eleganz mit .ihren großen Volants, mit Valenciennespitzen besetzt und mit durchscheinender farbiger Seide. Ein kleiner Koffer für Stiefel aller Arten, in gelbem Leder, in Hirschleder, weißem Chevreau, feste Stiefel, Halbschuhe, Lackschuhe, kleine Brokatschuhe, in Gold. Silber, in Satin von allen Farben, kleine Hausschuhe in alterthümlicher Seide; im oberen Theil eine Abtheilung für Strümpfe, die schwarz und in der Farbe der Schuhe sin' . Ein Kasten für Fächer, Sonnenschirme, Blumen, Handschuhe und Kleinigkeiten; einer für Parfüms und die kleine Apotheke. Monumental" ist der Hutkoffer; Matrosenhut, Panama. weicher grauer Filzhut, Hut aus englischer Stickerei, aus Stroh mit Blumenkranz, aus Roßhaar mit gro ßen Federn, aus Tüll, Seidenmusselin; fast alle sind sehr groß... Die geschickte Kammerfrau versteht es, gleich nach der Ankunft den Hotelzimmern ein geschmücktes und für die reizende Herzogin charakteristisches Aussehen zu geben, indem sie auf Tische. Lehnstühle. Divan und Bett Genovastoffe und viele kleine Kissen breitet. Einige lebende Pflanzen, deren Kübel mit Stoffen drapirt werden, Basen mit Blumen, 'einige Photographien und Nippes geben der Herrin die Illusion, sich im eigenen Heim zu befinden. Herausgeplatzt. Eine Kartenlegerin hat mir neulich gesagt, daß ich nicht alt werde." Nanu Sie sind es ja schon." Summarisch. Fräulein: Was hat denn der Briefträger gebracht, Anna?" Dienstmädchen (die Ansichtskarten überfliegend): Zusaminen achttausend Küsse, Fräulein davon sind aber zweitausend für mich!" Fatal. Autor (wahrend be? Premiere seines Stückes): Ich höre da im Publikum immerfort laut sprechen!" Director: Das kann ich nicht hindern die sprechen aus dem Gcbltfl ' - - '

Geölte Wcgc. Veährte eigenartige Nctkioke zur Werbeffe rung ver LandstraKen. Eine eigenartige Methode zur Berbesserung der Landstraßen ist mehr und mehr im südlichen Kalifornien in Aufnähme gekommen. Es ist dies das Äesprenaen und Tränken der Straßen mit Mineralöl. Durch das Verfahren wird nicht nur der Staub auf der Straße festgehalten und das lästige Aufsteigen dcelben verhindert; man bemerkte auch bald, daß sich die losen Partikelchcn der Straßenoberfläche, gleichviel cb sie aus Thon, sandigem Lehm, Sand, Kies oder dem von makadamisirten Wegen sich absondernden feinen Material bestanden, zu einer festen Schicht, ähnlich einem Asphalttrottoir. verbanden. Straßen auf Treibsand oder lehmigem Staub, wo Buggyfahrten unmöglich waren und das Ziehen einer Last von einer Tonne für ein Paar Pferde eine schwere Arbcit bedeutete, wurden hart, glatt und widerstandsfähig, einerlei welche Tiefe jene Sad- oder Staublagen auch verzeichneten. Nach der Bespr?ngung mit Del vermochten zwci Pferde eine Laiing von 2h Tonnen leichter und be.ue..cr fortzubewegen, als früher eine .onne. Für die Besprcngung benützt man .-inen auf vier Rädern ruhenden Tank, ähnlich dem Tank der Wagen, wie sie zur Lcsprinlelung der Straßen mit Wasser in den Städten dienen. Vier Pferde vermögen ohne große Anstrcngung ein solches Fahrzeug mit 800 bis 1000 Gallonen Oel zu ziehen. Am Hintertheile des Wagens ist eine Vorrichtung angebracht, durch welche das

ctd MiSf3SS3 ZMMMWMMM Telspriiikclwagen. Dtl auf die Straße gelassen wird. Versuche, für di: Besprengung gewöhnliche Wasserbesprinkelungswagen zu verwenden, baben ungenügende Erfolg: gehabt. ES stellte sich hierbei die UnMöglichkeit heraus, den Ausfluß zu reguliren. War der Tank voll, so ging der Ausfluß rascher von statten, als wenn er nur teilweise gefüllt war. Außerdem war die Neigung vorhanden, daß der Mitte der sireifenförmigen Ausflußöffnung zu viel Oel zudrängte und den beiden Enden zu wenig. Bei dem Gebrauch von heißem Oel machte man endlich die Beobachtung, daß es erkaltete, bevor es den Erdboden erreichte. Dao ,MchMnnskraut." (?ins istpflanze in Montana nv ihre schäv liScu TZirknucn für Lieh. Die Viehzüchter und Ranchbesitzcr in Montana sind zur Zeit in einem Feldzuge gegen die Loco-Pflanze (oxytropis lambcrii) und andere giftige Unkrautarten begriffen. Die Kampagne ist für sie zur Nothwendigkeit geworden; wird doch der Verlust an Vieh, das ihnen in Folge des Genusses dieser Pflanzn eingeht, auf über $100,000 'm Jahre geschätzt. Orytropis ist der botanisch? Name für eine staudenartige Pflanzengattung aus der Vohnenfamilie. Sie hat seltsame gefiederte Blätter und ährenoder traubenförmige Blüthen von viofetter oder purpurrother Farbe. Die Pflanzen werden in verschiedenen Eegenden des Westens und Südwesiens der Ver. Staaten gefunden; besonders zahlreich trifft man sie in den Rocky Mountains. Eine der am. häufigsten vorkommenden und am jährlichsten wirkenden Spezies der Guäung ist die Loco-Pflanze. Sie wird an manchen WM M w-a. mm hm AVXJ VVV . 4. ( t-f 1. --ryztxxf 9 s C't v m M. srsr Loco Pflanze. Orten auch Wahnsinnskraut" genannt, sintemalen ihr Genuß für die Thiere Irrsinn zur Folge hat. Das Gift der Pflanze affizirt das Gehirn, und die Wirkung ist ähnlich der des übermäßigen Alkoholgenusses; grotcske Wahnsinnsäußerungcn wechseln mit stumpfsinnigem Dahmtrotten; das Thier verschmäht, sobald es LccoPflanzen gefressen, jedes andere Futter.

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und das Ende ist der Hungertod. Nicht nur Rinder, sondern auch Pferde und Schafe fallen dem Leiden, Loco-Krank-heit genannt, zum Opfer. Die Hauptsächlichste Loccgift-Zone liegt nahe der Mitte des Stubtoe"-Staates, auf den Abhängen der Bergzüg? des Eontincntal Divide und den Hochcbencn im Osten. Seltener kommt die Pflanze im äußersien Osten und in den westlichen Theilen des Staates vor. Eine erbfenartige Oxytropis mit weißen oder sahnefarbigen Blüthen und dicken holzigen Wurzeln reroreitet sich nahezu über die ganzen Ebenen von Alberta und Assiniboia südlich bis Meriko und von Minnesota und Kansas westlich bis zum Felsengebirge. Ihrem Genusse erliegen besonders zahlreiche Nutzthiere in New Mexiko und Colorado. . Die Loco-Pflanze ist ein festes, z'äh?s Gewächs und augenscheinlich noch schwerer auszurotten, als die Bull"Distel. Sie kann nur vernichtet werden. indem man sie mit der Wurzel ausgräbt und verbrennt, eine schwierige und kostspielige Arbeit, der sich die Viehhalter und Farmer in Montana nichtsdestoweniger unterzogen haben. Gegen das Loco-Gift ist noch kein Mittel bekannt; dem Entdecker eines solchen würde ein großes Vermögen winken.

Cruppcnmanövcr in Kansas. ?aS NcbungSgelänse bei Fort Nile uns Ve? Lber.-Leiter Ver Manöver. Mit welchem Eifer Onkel Sam es sich angelegen fein läßt, feine Armee und Flotte den neuesten strategischen Erfordernissen gemäß auszubilden und kriegstüchtig zu machen, erhellt mnter Anderem daraus, daß den kombinirten Marine- und Armeemanövern an der atlantischen Küste, sowie der größeren Heeresübung in Kentucky im heurigen Jahre in der zweiten Hälfte des Oktobers noch Armeemanöver bei Fort Riley, Kas.. folgen. An diesen Uebungen betheiligen sich, außer einer starken Force regulärer'Truppen noch Regimente? der Nationalgarden von Arkansas. Colorado, Kansas.' 'Missouri. Iowa und Ncbraska. im Ganzen mehr denn 11.000 Mann. Die Oberleitung befindet sich in den Händen. des Generalmajors John C. Bates. Fort Riley liegt am Kansas und am Nepublican River. an der Union Paci-fic-Eisenbahn. Es umfaßt etwa 20.000 Acker Landes. B:i den im vorigen Jahre dort abgehaltenen militärischen Uebungen ergab sich, daß diese Fläche zur Ausführung der einem größeren Truppenthcile gestellten taktischen Aufgaben nicht genügt. Das Kriegs-Te-GeNeralNizjor John C. BateS. partement sicherte sich deshalb die schriftliche Einwilligung von 140 dortigen Grundbesitzern zur Betretung ihres Landes durch Manövertruppen, wenn immer diese Benützung als nothwendig erscheint. Durch diese Konzession sind dem ursprünglichen Uebung--terrain von 20.000 Ackern weitere 44.239 Acler oder ungefähr 70 Quadratweilen hinzugefügt worden. Als Entgelt erhalten jene Eigenthümer für die Dauer der diesjährigen Manöver fünf Cents per Acker. Das dergestalt erwciterte Manövergelände enthält Ebenen, Höhenzüge. Flüsse, Eisenbahnlinien, Gehölz, Schluchten und HohlWege, kurz alle die Terrainformationen und -Verhältnisse, wie sie im Kriegsfalle in Frage kommen und bei militärischen Uebungen in Betracht gezogen werden müssen. Dazu kommen FarmWege, einzelne Häuser-und kleine Dörfer. Die diesmaligen Manövertruppen bestehen aus vier Jnfanteriebrigaden, einer Kavalleriebrigade, einer Artil-lerie-und einer Proviantdivision. Als Kommandeure dieser einzelnen Abtheilungen fungiren die Vrigadegeneräle Grant. Bell. Barry, Carr. sowie der Major Coffin von der Bundesarmce und der Brigadegeneral Hughes von der Kansas-Nationalgarde. Generalmajor John C. Bates, der als Sohn des späteren Generalanwalts unter der Administration Lincolns. Edwin Bates, 1842 in Missouri geboren ward und 1861 als Erster Leu!nant in die Bundesarmee eintrat, ist Veteran des Bürgerkrieges, des kubanischen Feldzuges und des Krieges auf den Philippinen. Er war nach dem spänischen Kriege eine Zeitlang Gouverneur der .Provinz Santa Clara und schloß nach seiner Abkommandirung nach den Philippinen 1899 mit dem Sultan von Sulu einen Vertrag ab. in dem jener exotische Monarch die Oberhoheit der Amerikaner anerkannte. Generalmajor ist Bates seit vorigem Jahre.

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- Vom Inlaute.

Den Deutschen Tag" zur Erinnerung an die erste Ansiedlunz von deutschen Familien zu Germantown in Pennsylvanien haben heuer auch die Deutschen in Seward County, Neb., begangen. Die Feier fand im Park des Fäirplatzes bei Seward statt, wo vom Tagesprästdenten John Zimmerer eine Ansprache gehalten wurde, auch eine Willkommenrede von Mayor Mulfinger, sowie eine Festrede von Prof. Lorenz Foßler von der StaatsUniversität in deutscher Sprache. Es waren ein großartiges Picnic und allerlei Spiele und Vergnügungen arrangirt. Alle .Geschäftshäuser von Seward hatten mit deutschen und amerikanischen Flaggen dekorirt und an dem Feste betheiligten sich die Bewohner aus allen Theilen des Countys recht zahlreich. In der Ortschaft Dresden bei Coshocton, O.. passirten die StadtVäter in ihrer Weisheit neulich eine Ordinanz des Inhalts, daß die Wirthschaften jeder Zeit einer freien und unbehinderten Okular - Inspektion von der Straße aus nichts in den Weg legen dürfen. Fenster so groß wie Schaufenster mußten in den vierWirthschaften des Ortes angebracht werden. Das liebe Publikum, namentlich die holde Weiblichkeit, konnte also sehen, wer seinen Durst mit stärkerem als reinem Brunnenwasser zu löschen pflegte. Diese Neuerung, welche auf Betreiben - der Temperenznarren getroffen worden, sollte natürlich bezwecken, möglichst viele Leute von dem Betreten der Schankräume abzuhalten, aber die Abschreckungstheorie machte glänzend Fiasko. Die Wirthschaften haben seit Jnkrafttretung der Ordinanz bessere Geschäfte gemacht als zuvor. Viele der Kunden, die sich salviren wollen, tragen einfach Masken und alte Hüte. EinMenschenlebenistden Scherereien auf Ellis Island zum Opfer gefallen... Frau Marie Acorsi, 62 Jahre alt, kam auf dem Dampfer Kroonland" in der zweiten Kajüte an, um sich zu zwei'Kindern nach Pittsbürg zu begeben. 'Die Kinder hatten die Reise über den Ocean und die Bahnkarte bis zum Bestimmungsorte bezahlt. Die Frau wurde dennoch nach Ellis Island gebracht, dort unter der ganz unbegründeten Phrase, daß' sie diesem Lande zur Last fallen könnte, unter hundert andere Einwanderer in den Jnquisitionsraum gesperrt, dann von der Inquisition verhört und zurückgehalten, bis von den Kindern die nöthigen Garantien eintreffen würden. Drei Tage nach ihrer Ankunft wurde die Erkrankung der FruU gemeldet,. worauf sie nach dem Hospital gebracht wurde, wo sie starb. Aufregung über ihre Behandlung führte ihr Erkranken herbei. Hätte man sie ziehen lassen, so wäre sie jetzt wahrscheinlich gesund und munter in Pittsburg. 'Mch 90stündiaer Todesangst gerettet wurde ein Verschütteter in Treviso. N. Y. Der Maurer John Citron war in einenBrunnen gestiegen, um zu arbeiten, und wurde dabei von dem plötzlich einstürzenden Erdreich begraben. Er gerieth aber zwischen einige Balken, die ihn schützten, und da seitwärts eine Oeffnung blieb, so vermochte der Mann-, auch zu athmen. Sein Gehilfe holte sofort andere Arbciter herbei, da aber diese nicht ausreichten, wurde 'eine Abtheilung Pioniere an Ort und Stelle beordert.- Zu ihnen stießen später noch 20 FeuerWehrleute. Aber das Rettungswerk gestaltete sich überaus schwierig. Die Erde drohte beständig nachzustürzen, und so mußte man seitwärts einen Stollen anlegen.- Nach fünfzig Stunden gab der Verschüttete, mit dem man Anfangs reden konnte, keine Antworten mehr. Man blies nun Sauerstoffgas zu ihm hinab, worauf er sich erholte. Endlich nach 90 Stunden vermochte ein Feuerwehrmann den Verschütteten unter eigener Lebensgefahr an ein Seil zu binden, worauf die Rettung gelang. Tolle Studentenstreiche werden wieder einmal aus Madison, Wis., gemeldet. Nachdem die Mitglieder der Freshmen" - Klasse einem Vortrag über Gymnastik beigewohnt hatten, wurden sie beim Austritt aus dem Gymnasium von etwa zwei- bis dreihundert Sophomores angegriffen und es folgte ' ein wildes Getümmel. Man wollte die neuen Studenten im Mendota - See taufen, und der Vorsatz wurde denn auch in weitestem Maße ausgeführt. Die Freshmen wehrten sich natürlich auf's äußerste, und' nicht sie allein, sonderrr auch Mitglieder der angreifenden Partei machten nähere Bekanntschaft mit den nassen Fluthen. Der Sieg bei der Gelegenheit wird den Sophomores zugesprachen, sie mußten denselben aber hart erkämpfen. Es schien weder Mitleid noch Vernunft zu walten, und außir der Durchnässung trugen manche der 'Betheiligten Schrammen und Quetschungen davon, als sie über- die Felsstücke am Ufer in's Wasser gezerrt wurden, und einigen wurden auch die Kleider zu Fetzen zerrissen. Es wird veranschlagt, daß gegen zweihundert Studenten der zwei genannten Klassen im Mendota - See ein unfreiwilliges Vad erhielten. Nachdem die Kampflust befriedigt war, wurde eine Parade durch die Straßen inscenirt.

EiwndM - UWtzMSKN. . C!eve!and, Cwcinnati, Chicago & 5t. outs Railway. liszo- somn.

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