Indiana Tribüne, Volume 27, Number 46, Indianapolis, Marion County, 15 October 1903 — Page 5

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per Sctücr,

Von Anton Tschccho. Teutsch von Tv. Jofephsohn. wnabir Herr! Drei Tage hab: ich nichts gegessen . . . habe nicht 'mal fünf Kopeken für die Schlafstelle . . . so wahr Gott lebt! Ich war echt Jahre Lehrer auf dem Dorf, verlor die Stelle ganz unverschuldet, wahrhastig! Als Opfer einer Denunziation . . . Schon ein Jahr, daß ich außer Stellung bin." Der Rechtsanwalt Skworzow betrachtete den schwarzblauen, abgetragenen Paletot des Bettlers, seine trüben, trunkenen Aeuglein, die rothen Flecken auf den Wangen, und er gewann die Ueberzeugung, daß er diesen Menschen schon früher einmal irgendwo gesehen haben müsse. Und gerade jetzt könnte ich 'ne Stelle im Kalugaer Gouvernement bekommen," fuhr der Bettler fort. Aber mir fehlt das nöthige Reisegeld. Helfen Sie um Christi willen, gnädiger Herr! Ich schäme mich, zu betteln, aber was soll ich thun? Die bittere Noth . . ." Skworzow musterte gerade die Gummischuhe des Bettlers, von denen der eine hoch, der andere niedrig war, als ihm plötzlich die Erinnerung kam. Hören Sie 'mal, Verehrtester, mir scheint, Sie haben mich vorgestern auf der Sadowaja angesprochen? Aber da waren Sie kein Dorfschullehrer, sondern ein relegirter Student. Stimmt's?" N n ein, das ist wohl nicht möglich!" murmelte der Bettler befangen. Ich bin Dorfschullehr:r, ich kann Ihnen meine Papiere zeigen, wenn Sie es wünschen." Ach lassen Sie doch die dummen Lügen! Sie nannten sich Student und erzählten mir sogar, warum Sie relegirt seien. Erinnern Sie sich nicht?" Der andere schüttelte den Kopf. Skworzow wurde roth und wandte sich mit einer Gebärde des Ekels von dem Zerlumpten ab. Das ist aber geradezu niederträchiig!" schrie er böse. Pfui, schämen Sie sich! Am besten wär's, ich ließe Sie arretiren. Zum Henker, wenn Sie auch arm und hungrig sind, aber deshalb dürfen Sie doch nicht so frech, so schamlos lügen!" Der Zerlumpte zog sich langsam, verwirrt zurück und griff nach der Thürklinke. Ich ich habe nicht gelogen . . ." murmelte er. Ich kann Ihnen meine Papiere zeigen ..." Wer Ihnen das alaubt!" fuhr Skworzow fort, sich aufzuregen. Auf die Sympathie des Publikums für einen Dorfschullehrer oder - Studenten zu spekuliren das ist niedrig, gemein, ekelhaft! Pfui' "f v Vr naoif in Qrtrrt !trV iiliuuijviy yinnt; in yJ ' machte den Bettler in der unbarmherzigsten Weise herunter. Durch feine freche Lüge hatte der Zerlumpte Ekel und Abscheu in ihm erweckt, hatte er ihn in seinem Glauben an die Menschheit verletzt und gekränkt, durch seine niedrige Spekulation auf das menschliche Mitgefühl hatte dieses Subjekt" die Almosen, welche er aus reinem Herzen zu geben pflegte, geradezu besudelt. Der Zerlumpte suchte sich noch eine Weile zu rechtfertigen, schwor und betheuerte, schließlich aber schwieg er und senkte beschämt den Kopf. Ja, gnädiger Herr!" sagte er, die Hand aufs Herz legend. ' In der That, ich . . . habe gelogen! Ich bin weder Student noch Dorfschullehrer. Das ist alles nicht wahr! Ich sang im Kirchenchor und wurde wegen Trunkenheit fortgejagt. Aber was soll ich thun? Ohne Lüge geht's doch nun einmal nicht! Wirklich nicht! Wenn ich die Wahrheit sage, giebt mir niemand auch nur eine Kopeke. Mit der Wahrheit kann ich vor Hunger krepiren! Ihr Urtheil über mich ist gerecht . . . selbstverständlich, aber . . . was soll ich thun?" Was Sie thun sollen? Und das fragen Sie noch. Mann?" rief Skworzow, dicht an ihn herantretend. Arbeiten sollen Sie, arbeiten!" Arbeiten . . . sehr schön! Aber wo Arbeit bekommen? Man giebt mir keine Arbeit." Dummes Zeug! Sie sind jung, stark, gesund Sie finden schon Arbeit, wenn Sie nur den guten Willen haben. Aber Sie sind faul, verwöhnt ... ein Trunkenbold sind Sie! Sie riechen ja auf zehn Schritte nach Schnaps! Die Lüge ist Ihnen schon so in Fleisch und Blut übergegangen, daß Sie nur noch betteln und lügen können! Und wenn Sie wirklich 'mal ausnahmsweise geruhen, zu arbeiten, dann soll die Arbeit klein, aber der Lohn groß sein, wie? Wollen Sie denn überhaupt körperlich arbeiten? Hausknecht oder Fabrikarbeiter 5,?s paßt Ihnen wohl nicht? Naturlich, man hat ja seine Prätensionen!" Wie Sie nur so reden können..." sagte der Zerlumpte und lächelte bitter. Wo soll ich Arbeit bekommen? Zum Commis bin ich doch zu alt; so was muß man ja schon als Knabe anfangen, nicht wahr? Als Hausknecht nimmt mich niemand, weil man mir nickt aut Du saaen kann . . . und in der Fabrik ebensowenig da muß - f- i . , n. i man ein zganoiveri vernein, uno reg versiebe keins." Um eme Entschuldigung werden . r je : je i . i r. ' cvr pic i'ju liii vcucgcn jcin . . . uozx

sagen Sie 'mal, wie war's denn zum Beispiel mit Holz klein machen?" Sehr gerne! Aber momentan haben ja sogar die Holzhacker von Beruf keine Arbeit!" So urtheilen alle Tagediebe; wenn ick Ihnen aber jetzt Arbeit anbieten wollte, würden Sie natürlich nein sagen. Oder möchten Sie bei mir Holz klein machen?" Ja, sehr gern . . . " Ausgezeichnet! Ganz ausgezeichnct!" Skworzow rieb sich nicht ohne Schadenfreude die Hände und rief die Köchin. Olga, führe diesen Herrn in den Stall da soll er Holz klein machen." Der Zerlumpte zuckte die Achseln, als wenn er nicht wüßte, was zu thun, und folgte unentschlossen der Köchin. Es war klar, daß. wenn er wirklich das Angebot annahm, er das nicht aus Lust zur Arbeit oder aus Hunger that, sondern lediglich aus Eigenliebe, um nicht von neuem einer Lüge überführt zu' werden. Außerdem war er augenscheinlich vom Älkohol derart entnervt, daß er nicht die geringste Neigung zur Arbeit fühlen konnte. Skworzow lief ins Wohnzimmer. Dort konnte er durch ein Fenster den Holzstall und alles, was im Hofe vorging, beobachten. Er sah, wie die Köchin und der Zerlumpte auf den Hof traten und über den schmutzigenSchnee zum Stall gingen. Olga blickte ihren Begleiter böse an und spuckte verachtlich aus. Dann öffnete sie den Stall und schlug die Thür heftig zurück. Wahrscheinlich haben wir das Frauenzimmer beim Kaffee gestört, dachte Skworzow. Solch' ein böses Geschöpf! Weiter sah er, wie der Pseudo-Leh-rer und -Student sich auf den Hackklotz setzte, seinen rothen Kopf in die Fäuste stützte und über etwas nachzudenken begann. Die Köchin schleuderte ihm das Beil vor die Füße und spuckte wieder böse aus. Dann zog der Zerlumpte unentschlossen ein Holzscheit zu sich heran, klemmte es zwischen seine Füße und versetzte ihm mit dem Beil einen schüchternen Hieb. Das Holzscheit schwankte und fiel um. Der Zerlumpte zog es wieder zu sich heran, hauchte in seine erfrorenen Hände und versetzte ihm einen zweiten Hieb mit dem Beil. wieder mit der größten Vorficht, als wenn er fürchtete, sich die

Finger abzuhauen. Natürlich fiel das Holzscheit von neuem um. Skworzow's Zorn war schon verraucht, er begann sich jetzt sogar seiner Handlungsw?lse zu schämen. Wie konnte er einen gebildeten, verwöhnten, vielleicht kranken Menschen zwingen, sich in der Kälte mit solch' einer groben Arbeit zu beschäftigen? Na, schadet nichts . . . ! dachte er, in sein Kabinett zurückkehrend. Es geschieht ja nur zu seinem Besten! Nach einer Stunde erschien Olga und meldete, das Holz sei gehackt. Da! . . . Gieb ihm fünfzig Kopeken . . . Und wenn er will, kann er jeden ersten kommen, Holz hacken . . . Arbeit findet sich immer." Am ersten kam der Zerlumpte und verdiente sich wieder fünfzig Kopeken, obwohl er kaum auf den Füßen stehen konte. Von diesem Tage an begann er häufiger auf dem Hofe zu erscheinen, und jedesmal gab es Arbeit für ihn: bald schaufelte er den Schnee zufammen, bald räumte er im Stall auf. bald klopfte er Teppiche und Matratzen. Und jedesmal erhielt er für seine Arbeit vierzig bis fünfzig Kopeken, einmal sogar ein Paar alte Hosen. Als Skworzow nach einem anderen Hause umzog, beschäftigte er ihn beim Verpacken und Transportiren der Möbel. Dieses Mal war der Zerlumpte zwar nüchtern, dafür aber mürrisch und schweigsam; er berührte die Möbel kaum, ging mit gesenktem Kopf hinter der Fuhre her, suchte sich nicht einmal ein geschäftiges Aussehen zu geben, sondern krümmte sich vor Kälte und wurde verlegen, als die Fuhrleute über seine Faulheit, seine Schwäche und seinen abgetragenen, vielfach ausgebesserten Ueberzieher zu spötteln begannen. Nach dem Umzug ließ Skworzow ihn in sein Kabinett kommen. Na, meine Worte scheinen ja gewirkt zu haben! Da ist ein Rubel für Ihre Mühe! Ich fehe, Sie sind nüchtern und nicht abgeneigt, zu arbeiten. Wie heißen Sie eigentlich?" Luschkow." Schön. Ich kann Ihnen also jetzt eine andere, reinlichere Arbeit vorschlagen. Können Sie schreiben?" Jawohl." Dann gehen Sie mit diesem Brief morgen zu meinem Collegen St. Der wird Ihnen Akten zu kopiren geben. Arbeiten Sie! Trinken Sie nicht! Und beherzigen Sie, was ich Ihnen gesagt habe! Adieu!" Zufrieden damit, einen Mensen auf den Weg der Arbeit zurückgeführt zu haben, klopfte Skworzow dem Zerlumpten freundlich auf die Schulter und reichte ihm sogar zum Abschied die Hand. Luschkow nahm den Brief, verabschiedete sich und ließ sich nicht mehr beim Rechtsanwalt sehen. Es vergingen zwei Jahre. Eines Abends stand Skworzow an der Theaterkasse und löste ein Billett, als er neben sich einen Menschen im Pelragen und abgetragener Mütze erblick.?, der schüchtern um einen Galerieplatz bat

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bezahlte. Luschkow? ih&k'$r fragte der Rechtsanwalt, als er in dem Menschen seinen ehemaligen Holzhacker erkannte. Na, was machen Sie denn? Was treiben Sie? Wie geht's Ihnen?" Ich danke, es geht ich bin jetzt bei einem Notar angestellt und bekomme fünfunddreißig Rubel monatlich." So so . . . Na, das freut mich! Das ist ja ausgezeichnet! Wirklich! Ich bin sehr, sehr froh darüber, Luschkow! In gewisser Beziehung sind Sie ja mein Patbe. Ich habe Sie ja auf den Weg der Arbelt geführt. Erinnern Sie sich noch, wie ich Sie damals ausgeschölten habe, he? Beinahe wären Sie vor Scham in die Erde versunken. Na, Gott sei Dank, mein Lieber, daß Sie meine Worte beherzigt haben!" Ich danke Ihnen auch sehr ... " sagte Luschkow. Wäre' ich damals nicht zu Ihnen gekommen, ich würde mich vielleicht noch jetzt Lehrer oder Student nennen. Ja, durch Sie wurde ich bekehrt." Ich freue mich sehr, sehr!" Nochmals besten Dank für Ihre guten Worte und Thaten. Ausgezeichnet haben Sie damals gesprochen. Ich bin Ihnen sehr dankb, aber Ihrer Köchin noch mehr. Gott schenke diesem guten, ehrlichen Weibe alles mögliche Glück! Sie sprachen damals ausgezeichnet. Ich bin Ihnen natürlich bis an mein Lebensende verpflichtet, aber gerettet hat mich eigentlich Ihre Köchin Olga." Meine Köchin Olga? Wieso denn?" Sehr einfach! Wenn ich zu Ihnen Holz hacken kam, fing sie an: Acki, Du Trunkenbold! Du elender Mensch! Bist Du noch immer nicht krepirt?" Und dann setzt sie sich mir gegenüber, sieht mir traurig ins Gesicht und weint. Du unglücklicher Mensch! Keine Freude in dieser Welt, und in jener Welt mußt Du, Trunkenbold, in der Hölle brennen! Du armer Sünder! Und immer in dieser Art, wissen Sie. Was sie sich, über mich geärgert, wie viele Thränen sie meinetwegen vergossen hat, kann ich Ihnen gar nicht beschreiben! Aber die Hauptsache sie hat statt meiner das Holz gehackt! Wissen Sie, Herr, nicht ein einziges Holzscheit habe ich bei Ihnen gehackt, alles sie! Warum sie das gethan hat, warum ich mich unter ihrem Einfluß geändert, zu trinken aufgehört habe, das kann ich Ihnen nicht erklären. Ich weiß nur: infolge ihrer Worte, ihrer edlen Handlungsweise vollzog sich in meiner Seele eine Veränderung. Sie hat mich gebessert das werde ich ihr niemals vergessen! . . Aber, entschuldign Sie . . . es ist Zeit! Man hat schon geläutet!" ' Und Luschkow grüßte und Ling auf die Galeriel In London wird demnächst unter dem Titel The Daily Mirror" eine Tageszeitung für Damen erscheinen, (sie tezweclt m erster Linie in lesbarer Form die neuesten Telegramme und andere Tagesneuigleiten, sowie von dem reichen Nachrichtenstoff alles das, wofür Damen sich interessiren, zu geben. In der EntWickelung des englischen Zeitungswesens während der letzten zehn Jahre ijt das Anwachsen der Zeitungen, die den Interessen des weiblichen Geschlechts gewidmet sind, besonders charakteristisch. Seit dem Lady's Magazine" von vor hundert Jahren hat man in England eine Reihe von Mo-nats-und dann von Wochenschriften, bis man zu der illustrirten SixpennyFrauenzeitung der Jetztzeit gelangte. Daily Mirror" will diese Entwickelung um einen weiteren Schritt fördern. Die wesentlichen Merkmale des Daily Mirror" werden seine praktischen und künstlerischen Gesichtspunkte sein. V ordcmMainzerAmtsgericht spielte sich kürzlich ein interessanier Prozeß ab. Ein Haus in der Neustadt ging in einen anderen Besitz über, der neue Eigenthümer war ein Freund des Federviehes und schaffte sich Hühner und einen Hahn an, der schon des Morgens um 3 Uhr die Nachbarn aus dem Schlummer krähte. Ein Einwohner des Hauses ersuchte darum den Eigenthümer des Hauses und der Hühner, den Hahn zu entfernen. Der Hauseigenthümer lehnte aber das Ersuchen rundweg ab. Darauf drohte der Miether, daß er trotz seines Vertrages ausziehen werde, wenn ihn das Mistvieh" noch weiter im Schlafe störe. Diese Drohung führte er auch aus, wurde aber von dem Vermiether wegen rückständiger Miethe, da er seinen Vertrag nicht ausgehalten hatte, verklagt. Es kamen dadurch zwei Rechtsanwälte, Zeugen und Sachverständige in Thätigkeit, aber der Richter war klug genug, eine Versöhnung der Parteien herbeizuführen. Das kostete zwar große Mühe, aber schließlich kam doch eine Einigung zu Stande. Der Miether, der des Hahnes wegen die Wohnung zu früh verlassen hatte, mußte einen Theil der Miethe nachzahlen, die Kosten des Verfahrens wurden unter den Parteien getheilt und fo stellte sich der Hahnen Prozeß auf 850 Mark! NachderRauferei. Arzt: Soll ich Ihnen das Stückchen vom Ohrläppchen wieder annähen?" Bauer: Das is net nöthig; aber die Stell', wo's abgerissen ist, könnten S' ? wen'g säumen!"

Fortschritt in der Stahlindustrie.

5aS Formen ganze? Ltahlkctten mittelst Ssirfifr' o?er HclrzmgSelle. Bei den schmiedeeisernen Ketten, deren einzee Glieder aus Stabeisen gebogen und an den Enden zusammengeswe:p,t werden, bestebt die Gefahr des Reißens, wenn die Schweißstelle nicht untadelig ausgeführt wird. Die fehlerhaften Stellen und aber schwer oder gar nicht zu erkennen. Man strebt daher danach, schwere Lastketten, z. V. Schiffs- und Krahnketten aus zuverlässigerem Material herzustellen. ncnuicn aus Stahl, der in passende lyvii.iiu ijtu,LMtu iuuu. uujiucii cu;u i urtTar r sT i v itV T . nf ? i reichen solche Erzeugnisse eine höhere Festigkeit als Ketten von Schmiedeeisen, und da die einzelnen Glieder keine Schweißstellen mehr aufweisen, ist man vor Bruch sicher. Indessen waren die bisherigen Gießverfahren mit Schwierigkeiten verbunden.. Das bekannteste bestand darin, daß man zunächst ein einzelnes Kettenglied goß und dann das nächste durch Guß anfügte. Eine neue Arbeitsweise crmögllcht es, gleich ganze Ketten einzuformen. Das Kettenmodell wird aus Wachs oder Harz geformt und in einen oder mehrere Formkasten so eingelegt, daß sich die einzelnen Glieder nicht berühren. Jedes Kettenglied muß daher eme eigene Eingußstelle besitzen. Der Einguß wird so geformt, daß sich der in ihm entstehende Zapfen leicht vom Kettengliede abbrechen oder abhauen laßt. Er ist daher dort, wo er am Gliede ansitzt, stark zusammengeschnürt. Die zurückbleibende Narbe läßt sich mit Hilfe mechanischer Mittel leicht entfernen. Nach erfolgter Einformung stellt man die Formkästen in beheizte Trockenkammern ein und neigt sie so, daß sämmtliche Eingußlöcher nach unten gerichtet und. Dadurch wird die Modellmasse, Wachs oder Harz, zum Ausschmelzen gebracht und aroßtentheus wiedergewonnen, um dann wieder verwandt zu werden. Nur ein kleiner Theil ist verloren. Nunmehr geht das i Emgiegen flüssigen Stahls in die Formkästen ohne Schwierigkeiten vor sich. Nach diesem Verfahren kann man Ketten beliebiger Große und Lange m einem Arbeitsgange erzeugen. Frequenz der französischen Universitäten. An der Pariser Universität waren im jüngsten Studienjahr 12,574 Studenten immatrikullrt. die Hörer der Fachakademien nicht eingerechnet. Mit diesen belief sich die Zahl auf ungefähr 25,000. Die anderen französischen Universitäten wiesen folgende Frequenzziffern auf: Lyon 2629. Bordeaux 2204, Toulouse 2040, Montpellier 1686, Rennes 1223, Nan1192, Lille 1063, Air-Marseille 1059, Poitiers 905, Dijon 792, Caen 732, Grenoble 703, Besancon 318 und Elermont-Ferrand 298. Das gibt für die Provinzialuniversttäten zusammen 16.849 Studirende. darunter befanden sich 613 Damen. Ausländische Studenten wurden 1492 an den verschiedenen Universitäten gezählt. Onkel Sams MilitärPensionen. Was die Kriege der Ver. Staaten dem amerikanischen Volk allein an Militärpensionen gekostet haben, zeigt ein neulich veröffentlichter Ausweis des Pensionskommissärs. Die Invaliden, sowie die Rechtsnachfolger der gebliebenen Opfer des Vefreiungs kneges vom englischen Joch erhielten rund 7,000,000, diejeniaen des Krieqes mit England 1812 $8,224,414, der Krieg mit Mexiko 1845 bis 1848 verursachte einen Pensionsaufwand von 833.483.300. der Bürgerkrieg hat bis jetzt Pensionsgelder in Höhe von 52. 878,246,400 erfordert, der Krieg nni Svonien 55.479.203. Neue Riesenbrücke. Die russische Regierung hat kürzlich ihre Zustimmung zu dem Plan ertheilt, die Straße von Jenikale in der Nähe von Kertsch zu überbrücken, so daß also die Halbinsel Krim unmittelbar mit dem kaukasischen Gebiet verbunden werden würde. Die Breite der Meeresstraß: beträgt an den für die Vrllcke am besten geeigneten Punkten 2 Werst (rund 15 Meilen). Die Kosten des Brückenbaus werden auf 7,000.000 Rubel (etwa $3,750,000) veranschlag!. T e l e f u n k e n." Die Deutsche Gesellschaft für drahtlose Telcgraphie. welche Apparate -nach einem Telefunken" bezeichneten System liefert, ha: kürzlich von der amerikanischen Marineverwaltung eine Bestellung zur Einrichtung weiterer 25 Stationen erhalten, so daß nunmehr 50 Stationen von derselben Gesellscbaft ausgerüstet werden. Die Lachpslanze" Itamm: aus Arabien. Sie hat glänzend gelbe Blüthen nd Samen gleich schwarzen Bohnen. Trocken und zu Pulver gerieben, verursachen die letzteren, selbst in kleinen Dosen geaeben, einen Zustand von Mondsüchtigkeit, in welchem man tanzt bi man erschöpft umfällt und einschläft. Beim Erwachen hat man nicht die geringste Erinnerung an sn lächerliches Betragen. Äwei fossile Zwerge l e f a n t e n a r t e n hat der englische Zoologe Forsyth Major neuerdings auf Cypern entdeckt. Die meisten Reste wurden in den Grotten des Keryina im Norden der Insel gefunden. Sie gehören zwei Arten an, wovon die eine kaum eine Aard, die andere so hoch wie ein kleiner Esel war.

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