Indiana Tribüne, Volume 27, Number 46, Indianapolis, Marion County, 15 October 1903 — Page 4

Jndtana Tribüne, IS. Oktober 1903. ' fi

ndiana Tribüne. HerauSgegedrn von de, Guteuberg So. Indianapolis, Ind.

Sang O. Thuöiam , , , Präsident. Geschäfts local: No. 31 Süd Delaware Straße. TELEPHONE 2. ..ere 1 j.i the Post Office of Indianapolis as second class matter. Die Wahl Tie verflossene Stadtwahl zeigt deutlich, daß das Bürgerthum unserer Stadt nicht mehr geneigt ist sich bei städtischen Wahlen am Parteiseile leiten zu lassen. Viele Republikaner stimmten demokratisch und umgekehrt. Den Ausschlag gaben eigentlich die )i Stimmen, welche zumeist aus den publikanischen Reihen rekrutirt waren. Dieser Umstand sollte nicht leicht ge nommen, sondern wohl überdacht werden. Das Muckerelement verdoppelte seine Stimmen seit der letzten Wahl. Die News" hat Unrecht wenn sie be hauptet, daß es die Moralfräge war, welche den Sieg des Herrn Holtzmann herbeiführte, wäre dies der Fall, so wären auch demokratische Stadtverordnete erwählt worden. Wir können die Niederlage Bookwalters wohl am besten damit erklären, daß die Elliott und Logsdon Angele genheit nicht wirkungslos am Bürgerthum vorbeigegangen ist sondern tiefe Mißstimmung hinterlassen hatte. Ein im Volke einmal erwachte Mißtrauen ist schwer zu beseitigen,' möge eS gerechz oder ungerecht sein. Dies muß wohl als Hauptgrund des Wahlresultats gelten. Dann aber flößlte der demokratische Candidat Herr Holtzman den Wählern durch sein makellosesVorleben und seine sympathische Persönlichkeit den Bürgern Vertrauen ein. Er versuchte nicht in seinen Eampagncreden zu lästern oder zu beschimpfen. sondern hielt sich an Thatsachen und deckte wirkliche Mängel auf. Er führte seine Campagne in würdigster Weise und wird deshalb auch das Mayorsamt mit Würde zu verwalten wissen. Es war der Wille des Volkes, daß ein Wechsel stattfinden sollte und man kann erfreut sein, daß gerade ein Mann wie Herr Holtzmann Eandidat war als der Wechsel vollzogen war. mm . Man muß auf viele Jahre zurück blicken, um einen gleich bedeutenden Ersolg der französischen Politik zu finden wie gestern. An dem gleichen Tage, der den Abschluß des SchiedsVertrag? mit England bringt, die officielle Erklärung über das erneuerte Band mit Italien, das find 2 Ereignisse von weitgehender Bedeutung. Die Trinksprüche Loubets und des Königs gehen über das sonst übliche Maß der HöflichleitsBezeugungen hin aus und der König gebrauchte ausdrücklich die Wendung von der nunmehr er reichten Annäherung- der beiden Länder. Im Interesse der Kultur wäre ein Bündniß der 2 bedeutendsten romani schen Völker, unter denen der Geist des Jndustrialismus noch nicht so verheerend gewirkt hat wie in der angelsächfischen und theilweise auch germanischen Welt, nur freudig zu begrüßen. Daß Dreibund durch die jetzigen Ereignisse einen weiteren Stoß erlitt, wird man trotz offizieller Dementis als sicher annehmen dürfen. Es wird sich bald zeigen, ob der gegenwärtigeReichskanzler bei Zeiten Vorsorge gegen die Möglichkeit einer Jsolirung. getroffen hat. Bei der Staatscampagne in Qbio glaubt Marc Hanna einen HauptTrumpf auszuspielen, indem er ängst liche Seelen vor dem angeblichen socialistischcn Plane des demokratischen Gou verneurs-Candidaten und Clevelander Bürgermeisters T. Johnson warnt. Nr hier, wo die Begriffe über diese ganze Frage noch so verworren sind, kann eine derartigeBehauptung!gewissen Eindruck machen, denn die Uebernahme gewisser Verkehrsmittel, wie Straßen bahnen, in städtischen oder wie Eisenbahnen in staatlichen bezw. Bundesbe trieb kann man noch nicht einmal als eigentlichen Staats-SocialismuS, geschweige denn als kommunistisches Vorgehen bezeichnen. Allerdings haben die Gegner Recht, wenn sie, wie die Dinge einmal liegen, von Verstaatlichung nur eine Erhöhsung der Corruption befürchten. Wenn aber eine republikanische Zeitung be-

hauptet, daß diese sich nirgends bewährt

habe, so ist dies völlig verfehlt. Be sonders der Hinweis aus Deutschland ist nicht zutreffend, da die Bahnen durch zweckmäßige Reformen bedeutend rentabler gemacht werden könnten und hierdurch auch eine anständige Entlöhnung der niederen Angestellten herbeizuführen wäre. An den Hungergehältern trägt nicht die Verstaatlichung schuld; die privaten Straßenbahnen im Reiche zahlen um nichts besser. Und was die australischen Versuche Mit dem wirklichen Staatssocialismus betrifft, so ist hierüber noch nicht das letzte Wort gesprochen. Wohl aber darüber, daß sich Millionen-Trusts auf dem Wege der gegenwärtigen Gesetzgebung einfach nicht beikommen läßt Selbst bei gutem Willen gibt es da nur harmlose Palliativ-Mittelchcn. Das Handels-Departement vcröffentlicht eine Aufstellung, die aus den neuesten Consularberichten geschöpft ist und sich mit den in den verschiedenen Ländern gezahlten Löhnen und den damit in Verbindung stehenden größeren oder kleineren Nachfrage nach Arbeit sparenden Maschinen beschäftigt. Der Ausstellung ist Folgendes zu entnehmen: In Brasilien ist der Arbeitslohn ein verhältnißmäßig hoher. Es ist daher dort ein gutes Absatzgebiet für Arbeiter - sparende Maschinen der verschiedensten Art. In Syrien ist die Arbeitskraft infolge der Auswanderung sehr knapp, die Löhne äußerst hoch oder doch wenigstens viel höher als früher, obgleich nach amerikanischem Gelde der Tagelohn von 25 Cents gering erscheint. In Eolombia ist der Arbeite lohn so niedrig, baß man für Maschinen keine Verwendung hat. Dort erhalten Eisenbahn Streckenarbeiter 50 Cents, Molkerei-Arbeiter 40, Ziegelmacher 30, Straßenbahnkutscher 60, Mühlenarbeiter 30 Cents, Dampfschiff'Maschinisten S1, Eifenbahnbrem ser 50 Cents, gewöhnliche Tagelöhner 30 Cents. In Nicaragua, wo der Arbeiter 10 bis 12 Cents per Tag erhält, finden Maschinen überhaupt keinen Markt, so lange sie durch Menschen ersetzt werden können. In Neu-Seeland ist der Lohn hoch, daher Maschinen verkäuflich. Canada hat Verwendung für unsere landwirtschaftlichen Maschinen und auch solche, die der Industrie von Nutzen sind. Guatemala zahlt niedrigen Arbeitslohn, aber ein amerikanischer Arbeiter leistet so viel wie 10 bis 15 Faullenzer in jenem Lande. Da das letztere gebirgig ist und Ackerbau dort nur wenig betrieben werden kann, so haben die Maschinenhändler nichts zu erhalten. Frankreich braucht zeitsparende Ackerbaumaschinen, ausgenommen natürlich in gebirgigen Gegenden. Ungarn hat feit den letzten Jahrzehnten ungeheuren Fortschritt in der Landwirthschaft gemacht. Noch im Jahre 1870 war dort die Hälfte aller Pflüge aus Holz hergestellt. Jetzt sind in Ungarn und Kroatien und Slavonien 179 Dampfpflüge im Betrieb, dazu kommen 46,000 Apparate zum Säen, 13.000 Erntemaschinen, 49.000 Dreschapparate ohne Dampfbetrieb. Streiks haben nicht wenig in Ungarn dazu beigetragen, daß dort die Maschinen eingeführt wurden. ,, Männerchor Damenberein. Alles bereit für den Gast-Euchre am Freitag Nachmittag. Alle Vorbereitungeu für den großen Gast-Euchre" am morgigen, Freitag, Nachmittage um 2 Uhr sind vollendet und steht allen Besucherinnen er Unterhaltung ein prächtiger Nachmittag in Aussicht. Die Hallen- etc.-Decora-tionen werden von Frau Jul. Burkhart, assistirt von Frl. Irma Vertermann ausgeführt und wie üblich reizend sein. Die Gaste werden von den Beamtinnen des Vereins empfangen, nämlich den Damen: Präsident Frau A. Scherrer. 1. Vice.Präs.-Frau I. P. Frenzel. 2. Vice-Präf.-Frau Julius Keller, Sr. Corr. Secr. Frau H. Adam. HülfZ-Sccr. Frl. A. Schäfer. Fin.-Secr. Frau Chas. Adam. Schatzm. Frau W. Rhodehamel. Vors. des VergnügungsComites Frau P. H. Krauß. Vors. des RevisionsComites Frau LouiZ Murr. Jedes Mitglied darf zwei Gäste einladen; für Damen, welche nicht Euchre spielen, ist ein Lotto-Spiel arrangirt, unter Leitung von Frau O.N. Frenzel. Das HauZ.Comite des Vereins servirt die Erfrischungen.

Neue Inkorporationen.

Gestern wurden in der Office des StaatssecretärS die folgenden neuen Firmen etc. incorporirt : Die Lagrange State Bank", Lagrange, Capital 850,000, Jncorporatoren Charles S. Nichols, Wm. H. Short, Jos. D. Ferrall, John W. Bollman, Chas. E. Seaß u. A. Die Jndiana Land Co.", Hammond, Lake County, Capital 375,000, Directoren F. E. Lee von Chkago, I. 0. Becrast und F. E. Becraft von Dowagiac, Mich.; E. T. Davis von Park Ridge, Jll., und James Miles von Riverside, Jll. The Crows", ein socialer Club in Porter County, Directoren John B. Bartholomew, Frank E. Burk, Omen Crumpacker und Burton Sheffield. Ferner als auswärtige Corporation die Louisville & Jeffersonville Ferry Co.", organisirt in Kentucky, Capital 5200,000, wovon ein Drittel in Indiana repräsentirt ist. Die Attica Bldg. & Loan Ass'n." erhöhte ihr Actien-Capital von $250, 000 auf $750,000. I. O. K. P. Excursion Evansville $3.00 Rundfahrt, Samstag, 17. Octo der. Abends 11 Uhr. Ein Unverbesserlicher. Unter b:r Anklage des RaubAngriffe wurde gestern Abend von den Radlerpolizisten Trimpe und Löwe der 23-jährige John Mountain von der Graceland Ave. verhaftet, der bereits vor Jahresfrist wegen ähnlicher Streiche von der Polizei eingesteckt, jedoch auf Verwendung von Freunden" unbestraft entlassen worden war. Diesmal ist Mountain beschuldigt, am Dienstag versucht zu haben, die an der Meikel Straße wohnhafte Maggie Bacon auf dem Wege zur Grocery um ihr Portemonnaie zu berauben, ebenso gestern Morgen zu früher Stunde aus der Süd Senate Avenue die Negerin Lillie Täte, die Pförtnerin eines dortigen lüderlichen Hauses als dieselbe sich in einen benachbarten Laden begeben wollte. Jchn's Vater ist ein alter, ehrbarer Feuerwehrmann. ' Gottlied L e u t h a r d t, Die gemüthliche Ecke." Ecke Noble und Market Str Aus dem Staatshause. Dr. I. N. Hurty, Secretär der Staats-Gesundheits-BchörJe, hat von dem RegierungS Departement des Innern ein Schreiben erhalten, in welchem er um Informationen betrefsend der Sterblichkeitsrate und das Auftreten des Nervensiebers in folgenden Städten und Ortschaften, welche sämmtlich an Flüssen liegen, ersucht wird: Albany, Anderson, Bluffton, Brazil, Columbia City, ColumbuS, Crawfordsville, Delphi, Gas City, Geneva, Goshen, Frankfort, Hartford City, Kokomo, LoganSport, Marion, Monticello, Montpellier, Muncie, Noblesville, Peru, Ridgeville, Röchester, Rockville, Sullivan, Terre Haute, Vincennis, Wabafh, Warsaw und Winamac. Govverneur Durbin wird am 24. Oct. in Ost Chicago durch den Druck auf einen electrischen Knopf die Arbeiten an dem Ost Chicago SchiffS-Canal eröffnen. W. H.' Whittaker, der unternehmende Superintendent des Reformatoriums in Jeffersonville, hielt sich gestern hier aus. Er sagt, daß er mit dem Plane umgehe, der nächsten Legislatur eine Bill vorzulegen, krast welcher in Zukunst sämmtliche Schulbücher, welche im Staate gebraucht werden, in der Anstalt gesetzt, gedruckt und gebunden werden sollen. Er ist der Ansicht, daß der Staat Hunderttausende von Dollars ersparen würde. Der gute Mann wird jedensalls von allen Seiten aus heftigen Widerstand stoßen. Der Theater - Verein. Der Vorstand des Theater-VereinS versammelt sich Donnerstag Abend, den 15. Oct., in der Ofsice der Gutenberg Co., 31 Süd Delaware Str. Zahl reicher Besuch ist erwünscht, da wichtige Berichte vorliegen. John Weber's Wirthschaft, No. 74 WeftiNorth

JndianapolZP Capitel

Des Amerikanischen Bank.Cler!S Instituts. Von 23 Angestellten von Banken und Trust-Compagnien ist am WahltagAbende, wie geplant, ein Jndianapolis Capitel des Amerikanischen InstituteS von Bank-Clerks" gegründet worden, über dessen Bestrebungen etc. schon neulich berichtet worden ist. Die neue Organisation, die sich alle 2 Wochen versammeln wird, hat die folgenden Beamten erwählt : Präsident, B. C. Downey, American National Bank; Vice-Präsident, W. E. Balch, Capital National Bank; Secretär. C. M. KuhnS, Jletcher National Bank; Schatzmeister, I. S. McCain, Jndiana National Bank; Executiv-Comite, die Beamten und C. Z. Coffin, Jndiana National Bank; Gus. Mueller. Merchants' National Bank, und Ralph Norwood, Jndiana Trust Company. Freisinnige Sonntagsschule Des Socialen Turnvereins. Der erste po puläre Vortraz. Am nächsten Sonntag, Vormittags 11 Uhr, wird Herr Adolf Falbisaner, welcher dem Lehrpersonale der Freisin nigen Sonntagsschule des Socialen Turnvereins angehört, im Auditorium des Deutschen Hauses einen Vortrag für die Eltern der älteren Zöglinge, die Mitglieder des Vereins und alle Freunde der Turnerei über das Thema Die biblische Schöpfungsgeschichte vom rationalistisch - critischen Standpunkte aus" halten. Dieser Vortrag wird durchaus populär gehalten sein, und ist das gesammte Deutschthum. dazu eingeladen. Der Eintritt ist selbstredend frei. GrundeigenthumS - Übertragungen Minnie Terry an Louise Cook, Theil von Lot 19, Block 1, Hubbard u. A. Südost Add. $2500. Louise Cook an Minnie Terry, dieselbe Lot. S2500. Maude G. Black an Effie O. Hinkle, Lots 27 und 28, Gooolet & Scott'S Haughville Add. S'700. . Elizabeth R. Hockersmith an Sarah A. Cropper, Lot 18, Block 33, Nord Jndpls. $1100. Addison W. Cox an William C. Rehling. Lot 175, Stout's Haughville Add. S1250. Bauerlaubnißscheine William Trefz. Villa Ave., nahe Pro. spect, Wohnhaus, $1400.-2. Truckseß. 2111 Orleans, Cottage, $500. Mary Jones. 2713 Jackson, Reparaturen, H310. Rufus Eming, Helen, nahe Michigan, Cottage, $400. Otto Delp, 1812 N. Senate Ave., Reparaturen, S100. Louis und Alma Stel' Horn, Commerce Ave., nahe 12., Cottage. $500. Emil Dietz. 921 High, Reparaturen, S100. E. E. Hosfield, Ehester Ave., nahe New York, 2 Cottages, S1000. tXT Masken und Kostüme bei N. inklin, No. 20 Pembroke Areade. 3- Die beste 5 Cent Cigarre in der Stadt, Mucho'S Longfellow". C., H. & D. Bahn. $7.20 Detroit und zurück $7.20 Tickets werden am 15.. 16., 17. und 19. Oktober verkauft ; Retourfahrt beschränkt auf den 23. Oktober mit Verlängerungs - Privilegium bis 26. Oktober. Hotel -Raten für die St. Lomser Weltausstellung. Für eine Copie des offiziellen Pamphlets der St. Louiser Weltaus stellung. das die Hotel-Bequemlichkeiten und Raten während der Weltausstellung von 1901 enthält, schreibe man an E. A. Ford. General Passenger Agent, Pennsylvania-Vandalia Lines, Pittsburg, Pa. incinnati und zurück. 81.25 - Nundfahrt - 81.25 via C. H. & D. Bahn. Sonntag, 18. Oktober. Zwei Spezial Schnellzüge ; der erste fährt um 6:30 Uhr Morgen? ab und hält nirgends an. Der zweite fährt um 7:15 Uhr Morgens ab und hält in Rushville. Connersville und Hamilton an. Rückfahrt von Cincinnati um 6:20 Uhr Abends. Passagiere, welche den Zug ohne Fahrkarten besteigen, müssen den vollen localen Fahrpreis bezahlen.

Seltsame Schgszthicre. Immer eigenartiger werden dieLaunen der englischen Damen in Beziehung auf ihre Schooßthiere. Die Mode in Schooßthieren, schreibt eins der verbreitetsten Londoner Blätter, ist seit langem auf kleine oder ungewohnliche Thiere gerichtet. Die Hun. dezüchter versuchen seit Jahren, kleine Arten zu erzielen; aber ihre Arbeit scheint vergebens, denn jetzt, da kleine Hunde leicht zu beschaffen sind, haben die launischen Frauen Ratten und Ceidenäffchen zu Schooßthieren gemacht. Der Bausch einer Morgenbluse ist z. B. ein ideales Heim für eine zahme weiße Ratte, und Mädchen, die früher beim Anblick einer Maus laut um Hilfe schrieen, befassen sich jetzt mit Ratten, Eidechsen und Schlangen. Diese Mode stammt ursprünglich aus Paris, wo noch kleine Schildkröten, die oft mit Gold und Juwelen besetzt sind, als Anhängsel an den Armbändern befestigt werden. Um nicht überboten zu werden, sind die Engländerinnen einenSchritt weitergegangen, und das neueste Handgelenk" - Thier ist das Chamäleon; es wird an einem dünnen Goldkettchen am Armband befestigt und klammert sich mit dem Schwanz und den Füßen an den Arm. Die Frau, die zuerst an dieses seltsame Lieblingsthier dachte, hatte Farbensinn; denn sie machte ausfindig, daß das Chamäleon die Farbe ihres Kleides annahm, wenn es in einem Käfig gehalten wurde, der mit Stoff von derselben Farbe ausgeschlagen war. Die Wirkung war na türlich sehr groß. Diese plumpen Thiere sind seit anderthalb Jahren Mode und können bei jedem ThierHändler für $2.50 gekauft werden, aber sie leben nicht lange. Die Schaufenster, in denen sie ausgestellt sind, werden gewöhnlich von einer großen Menge belagert, und manche Damen betrachten sie zunächst noch aus der sicheren Entfernung. Ein viel umgänglicheres Lieblingsthier ist das aus Indien stammend? Ceidenäffchen. Die Thiere werden bald sehr zahm und sind am glücklichsten, wenn sie auf dem Schooß ihrer Herrin spielen oder eine Mahlzeit von Gerstenzucker zu sich nehmen. Die Töchter der Herzogin von Connaught halten sich mehrere Seidenäffchen und haben diese Schooßthiere in Mode gebracht. Seidenäffchen kosten 510 bis $12 und können bei großer Sorgfalt den Winter über am Leben gehalten werden, aber gewöhnlich sterben sie an Schwindsucht oder Lähmung. Der Mungos, eine Jchneumonart. ist ein Thierchen, das ebenfalls sehr zahm wird. Die Damen lassen sie im Hause umherlaufen, und wenn sie verschwinden und gesucht werden, findet man sie gewöhnlich am Ende des Bettes unter dem Bettzeug, wo sie stundenlang zusammengekauert im Warmen liegen. Man kann sie für etwa $10 kaufen. Ein sehr hübsches Thierchen ist die Springmaus. DieSpringmäuse sind in Aegypten heimisch und schwärmen dort zu Hunderten in der Wüste umher. Sie kosten je $2.50 und sind se-hr beliebt, da sie ganz harmlos und leicht zu zähmen sind. Sie sind etwa ..wie ein zierliches Känguruh mit einem Kaninchenkopf"; die Hinterbeine sind acht Zoll lang, die Vorderbeine dagegen nur einen Zoll. Sie haben ein hellbraunes, sehr weiches seidiges Fell und große durchsichtige Augen. Vermöge ihrer mächtigen Hinterbeine können sie über sechs Fuß hohe Hindernisse springen, und ein . Springmausrennen über die Möbel im Wohnzimmer ist sehr aufregend und gibt Anlaß zu Wetten.

Dann erst recht nicht. Ein hübsches Wort vom Geigerköniz Joachim erzählt M. Remy im Temps: Zu der von Commerzienrath Leichner in Scene gesetzten Einweihung des Wagner - Denkmals in Berlin sollte auch Joachim eingeladen werden. Der greise Meister antwortete dem zu ihm Abgesandten: Ich kann doch diesem Feste nicht gut beiwohnen. Erinnern Sie sich, daß ich mit Brahms und Schumann eng befreundet war und daß wir Wagner's Kunst immer bekämpft haben. Ich kann unmöglich neben der Familie dessen erscheinen, den" .... Ab die Familie Wagner wird ja an dem Feste gar nicht theilnehmen," unterbrach ihn der Gesandte. Nun sagte Joachim lächelnd, wenn nicht einmal die Familie Wagner dabei ist, so gehöre ich erst recht nicht dahin." Die leidigen Fremdwörter. Eine Berliner Hausfrau ist damit beschäftigt, zusammen mit der neuen Köchin aus der Provinz den Plan für die nächste Mittagstafel zu machen: Erst Fleischbrühe, dann ja, Marie, was nehmen wir nur morgen?" Ach, Frau Rath," meint die neue Küchenfee, wollen wir nicht mal dies neue Gericht versuchen? Das steht jetzt an allen Delikateß Läden; ich meine englische Spoken". das ist doch gewiß sehr was Schönes." Man kann sich vorstellen, daß Frau Rath- Mühe hatte, ihre würdige Ruhe zu behauvten. Begrenzte Galanterie. Herr Bierhuber: Mein . Fräulein, darf ich mir erlauben, Ihnen bis zur nächsten Kneipe meinen Schirm anzu-bieten?!"

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