Indiana Tribüne, Volume 27, Number 46, Indianapolis, Marion County, 15 October 1903 — Page 3

Jlldiana Tribune, 13. Oktober 1903.

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Stahl -Trust Durch Concnrrenz ein:s anderen Niesen bedroht.

Weitere Enthüllungen über Schwab's unlautere Ge-schafts-Führung. Zeugen der Regierung im Post'Betrugs'Processe. Erover Cleveland bei einem Bankett in Chicago. Towie's Anhänger zur Rettung von 5od0in" unterwegs. Teutsche ehren den erkrankten Pro' sesjor v. Holst. Senator Platt über seine angebliche Liebes'Episode. E i n Wettdewerber des S t a h l t r u st s. PittSburg, 14. Okt. Nach, dem die U. St. Steel Corp. es abge lehnt hat, ein halbes Interesse an der jetzt der Crucible Steel Company gehörigen Clairton Steel Company zu übernehmen, kündigen die Beamten die Crucible Co. an, sie würden nunmehr die früheren Concurrenz-Pläne mit ihrem großen Unternehmen gegen die Combination ausführen und die nöthigen Fonds aufbringen. Die Gesellschaft befindet sich, da sie ihre eigenen Erzgruben, Kohlengruben etc. besitzt, hinsichtlich des Rohmaterials in unabhängiger Lage. P ostbetrug-Prozeß. Cincinnati, 14. Okt. Bei der heutigen Fortsetzung des Verschwö-rungs-und Bestechung? - Processes anläßlich der Post-Untersuchung gegen Miller und Johns wurden 9 Zeugen vernommen. Tie Regierung bringt noch 4 weitere und der Proceß dürfte kaum vor Ende der Woche an die Jury kommen. Die Hauptzeugen waren Ryan und Beamte aus Washington. Der Vertheidigung wurde erst Nachmittags eine Ueberraschung bereitet, als die stenographischen Berichte der Privat - Sekretäre des Hilfspostmeisters Bristow und des Generalanwalts Robb über Interviews mit Miller als Be Weismaterial unterbreitet wurden. Der Sekretär Bristows' bezeugte, er sei im Bureau seines Chefs versteckt geWesen, während Robb und Ober-Jn-spektor Cochran ihr erstes Interview mit Miller über die Berichte der In spektoren rücksichtlich des Ryan-Falls und seiner Beziehungen zu John hatten. Er Verlas dann sämmtliche Fragen, welche damals an Miller gerichtet worden waren. Es folgte dann Zilfs-General-An-walt Robb, der eine Abschrift steno graphischer Noten seines Sekretärs über ein anderes Interview mit Miller producirte. Bon dieser Deteltiv-Arbeit" der Regierung soll noch Weiteres morgen enthüllt werden. Zwecklose Mühe. Washington, 14. Oktober. Bischof Soradjian von Worchester, Mass.. Haupt der armenischen Kirche Amerikas, traf heute mit 2 Begleitern ein. um mit den Beamten der russischen Botschaft über eine Petition an den Zaren zu berathen, die kürzlich von Armeniern in Providence, R. I., beschlössen wurde. Es wird darin um Widerruf der Verfügung geborn, welche das armenische Kirchen-Eigenthum in der Provinz des Kaukasus mit Beschlagnahme belegt. Das Eigenthum ist sehr werthvoll und auch die hiesigen Armenier haben ihre Beiträge geliefert. General Chase. Denver, Co!., 14. Okt. Brigade General Chase, den der Gouverneur vor 10 Tagen vom Commando der National-Garde in Cripple Creek ent hob,wurde heute formell angeklagt und er i x n . crnjt.. . -i rr . . lornmi utyuc xuotc vor cm Kriegsgericht. Der General wird seiner Freiheit nicht beraubt. Aehnliches Verfahren steht gegen die übrigen beschuldigten Ofsiziere in Aussicht. NetteZustände. T o p c ! a , Kan., 14. Okt. Amtlicher Angabe nach giebt es hier 5000 schulpflichtige Kinder, welche die städti scheu Schulen nicht besuchen. Die Eltern der Kinder werden gesetzlicher Bestimmung gemäß um einen kleinen Betrag gestraft.

E h r u rXg H o l fl's. Chicago, 14 . Oktober. Carl Marr's Portrait des Professors H. E. v. Holst, des früheren Vorstandes der historischen Abtheilung bei der Chicago Universität, wurde heute eingeweiht. Das Bild ist ein Geschenk hiesiger deutscher Bewunderer. An der Feier nahm der Botschafter beim Deutschen Reiche,, Charlemagne Tower, nebst Gattin, theil und sprach über die freundschaftlichen Beziehungen zwischen deutschen und amerikanischen Gelehrten und Denkern."

Prof. Holst weilt in Deutschland. Er mußte schlechter Gesundheit wegen seine Thätigkeit vor 6 Jahren aufgeben. Sein Zustand ist derzeit ernst. Platt's Liebes. Abenteuer. New York, 14. Okt. Frl. Mae Wood aus Washington, die gestern hierher gekommen sein soll, um den Senator Th. C. Platt wegen Bruchs eines Heirathsversprcchens zu verklagen, konnte heute nicht gefunden werden. Auch über die Einreichung einer solchen Klage ist nichts bekannt. Senator Platt erklärte die KlageAngelegenheit für absurd." Vom Schiffsbau. Trust. N e w Y o r k , 14. Okt. Die Untersuchung in der Angelegenheit der gestrandeten Schisssbau - Combination wurde heute fortgesetzt. Wie sich herausstellte, wollte sich gestern D. L. Dresser, der letzte Woche Enthüllungen über die Bildung des Trusts gemacht, , mit Charles M. Schwab in Verbindung setzen, um gewisse Concessionen für die BethlehemStahlwerke zu erzielen und den Plan einer Wiederaufrichtung der theilweise zusammengebrochenen Gesellschaft leichter durchführen zu können. Schwab lehnte aber den Empfang Dresser's ab. Dresser versicherte, die Schissbau gesellschaft sei zusammen gebrochen, weil Schwab die Gewinne der Bethlehem Co. zurückgehalten habe. Er wiederholte diese Erklärung zweimal mit erregter Stimme. Im Namen der Aktionäre brachte Herr Untermyer 2 Direktoren aus New Jersey als Zeugen, die ber Formsache halber mit den Geschäften der Geschaft betcaut worden. Er behauptet, es seien nur Schein - Direktoren, die über Millionen von Dollars der Gesellschaftspapiere abstimmten, ohne andere Kenntniß als jene durch die Be fehle der Corporationsanwälte. Ener dieser Direktoren wußte z. B. nicht, wo die Bath-Eisenwerke liegen. Jagd auf Räuber. Norridgewock, Me., 14. Okt. 4 Räuber, die heute zu früber Morgenstunde im Geschäftstheile thätig waren, brachten das ganze Dorf auf die Beine und mehrere Stunden verfolgten 200 Bürger die Einbrecher. 2 wurden gefangen und die beiden andern sind in einem Walde umzingelt. . Die Räuber erbeuteten nur wenig. Der D o w i e-S ch w i n d e l. Chicago, 14. Okt. Ueber 3000 Kreuzzügler" John A. DowieS wurden heute in acht Zügen nach New York befördert, um dort für die zionistische Bewegung zu wirken. Unter den Leuten sind so ziemlich alle caucasischen Rassen vertreten, aber auch Asien durch Syrier und Japaner. Dowie selbst fährt mit Frau und Ge. folge in luxuriösen Salonwagen, die dem letzten Zug angehängt sind. Green verhaftet. Bing hampton, N. Y. 14. Okt. Senator I. E. Green wurde heute verhaftet und auf Grund der Verschwörung Anklage mit Beavers u. A, dem Bundescommissär Hall vor geführt. Die Verhandlung wurde auf 9. Nov. angesetzt, die Bürgschaft, die gestellt wurde, beträgt S5.000. C l e v e l a n d's Besuch. Chicago, 14. Okt. Der ehemalige Präsident Grover Cleveland sprach beute Abend vor den Mitgliedern des Commercial Clib auf ihem Jahresbankett im Auditorium - Hotel. Ec hatte sich als Thema Amer. gutes Bürgerthum" gewählt und behandelte des Längeren die Nothwendigkeit für jeden Bürger, nach seinen Kräften das politische Leben so zu gestalten, wie es in Wirklichkeit beschaffen sein sollte. Es ist der erste Besuch seit 3 Jahren, den Herr Cleveland Chicago abstattete und die 200 Bankett-Theilnehmer bereiteten ihm bei seinem Erscheinen am Sprechertische einen begeisterten Willkomm. Herr Cleveland war Vorm. angekommen, frühstückte im Chicago Club und besuchte später mit I. H. Eckels, dem Comptroller of the Currency unter seiner 2. Verwaltung, ein Theater.

Awlau. Ursprung uns Wauvlunz Itl Brauches dn subsZlligett Verehrung. Bei den Medern und Persern bereits ist yis fußfällig? Verehrung Sitte gewesen. 2)en Griechen blieb dieser Brauch immer in hohem Grade widerwärtig, und dies änderte sich auch nicht, als Alerander der Große ihn an seinem Hofe einführte. Die Sitte hat wahrscheinlich ihren Weg von Westen nach Osten hin genommen und ist schließlich nach China gekommen. Es ist indessen ebenso gut möglich, daß die Chinesen die Ceremonie, wie so manches andere, selbst erdacht haben. Als sie dann bei ihnen Wurzel gefaßt hatte, haen sie mit gewohnter Zähigkeit an ihr festgehalten, so lange es irgend möglich war. Mehrere von den stolzen europäischen Mächten, die jetzt mit Geringschätzung auf das alte Reich der Mitte Hinabfehen, verstanden sich dazu, hierin den Forderungen der Chinesen nachzugeben, so die Franzosen unter Ludwig dem Heiligen im 13. Jahrhundert, später allerdings nicht wieder, dann im 17. und 18. Jahrhundert mit besonderer Vereitwilligkeit die Holländer, die dadurch Handelsvorthcile zu erlangen hofften, ferner die Portugiesen und auch die Russen, die jetzt in ihrem unersättlichen Landhunger am liebsten ganz China verspeisen möchtcn. Von dem ersten englischen Gesandten, Lord Macartney, der im Jahre 1793 nach Peking kam, sagen europäische Berichte übereinstimmend, er habe es durchgesetzt, gemäß der Sitte seines eigenen Landes vor dem Sohne des Himmels nur ein Knie beugen zu müssen. Die Chinesen behaupteten aber nachher, er hätte doch den Kotau gemacht. Als Lord Amherst dies 1816 nicht thun wollte, mußte er unverrichteter Sache wieder abziehen. Napoleon erklärte damals auf St. Helena, wenn er einen Gesandten nach China geschickt hätte, so würde er ihm befohlen haben, sich nach der Landessitte zu richten, falls man es gefordert hätte. Napoleon war ja in solchen Sachen durchaus Opportunist, wie sein Verhalten in Egypten zeigt. Gleichwohl ist es zweifelhast, ob er bei seiner Auffassung geblieben wäre, wenn er gewußt hätte, daß der Kotau seines Gesandten ihn unbedingt als den Vasallen des Kaisers von China hingestellt haben würde. Heute vollzieht kein abendländischer Gesandter den Kotau mehr. Dem chinesischen Gesandten in Petersburg muß eher danach zu Muthe sein, ihn vor dem Zaren zu machen. So ändern sich die Zeiten. Ozon im Vallsaale. Für das Londoner Oxygen-Hospital in Fitzroy Square wurde vor einiger Zeit in den Empreß Rooms in South Kensington ein mildthätiger Ball veranstaltet, und die Leiter des Tanzvergnügens und des Krankenhauses waren dabei auf den eigenartigen Gedanken verfallen, den leitenden Gedanken ihrer Anstalt auch zur Erfrischung der Ballgäste nutzbar zu machen. So fuhrwerkte denn Dr. Stoker, der Oberarzt des Oxygen-Hospital, nach jedem Tanz einen Apparat im Ballsaale herum, durch den auf elektrischem Wege der Atmosphäre reines Oxygen zugeführt wurde. Tänzer und Tänzerinnen, die dadurch in Stand gesetzt wurden, eine Luft zu athmen, wie sie sonst nur im Hochgebirge und an weltvergessenen Küstenpunkten zu haben ist, waren entzückt und priesen die wohlthätige Neuerung mit wahrer Begeisterung. Der Ball soll denn auch ganz besonderen Erfolg gehabt haben. Das OxygenHospital, das unter dem Patronat der Prinzessin Christian von SchleswigHolstein sieht, verwerthet diesen Gcdanken, wie schon bemerkt, bei der Vehandlung seiner Kranken, besonders auch Schwindsüchtiger. Möglicherweise wird die Qzonbehandlung bei Bällen auch allgemein in Aufnahme kommen. Jedenfalls wird die Sache dazu beitragen, für die Anstalt in Fitzroy Square Propaganda zu machen.

Zum Lastentragen werden an der Wolga :n Rußland vielfach Weiber verwendet. Sie arbeiten von vier Uhr Morgens bis zum Abend und tragen 140pfündige Lasten hohe Leitern hmauf. Sie verdienen 18 Cents im Tag, während Männer 22 Cents bekommen. Röntgen-Schwesiern. " Die Anwendung der Röntgen-Strah-len in den Krankenhäusern hat einen neuen Frauenberuf geschaffen. Der Berliner Lette-Verein" kündigt eine Serie von Kursen zur Ausbildung von Röntgen-Schwesiern an. Die Schwestern sollen ausschließlich als Pflegerinnen bei Personen, die mittelst Röntgen-Strahlen behandelt werden, zur Verwendung kommen und auch bei Durchleuchtungen hilfreiche Hand leisten. Der Dienst setzt gewissenhafte und geschickte Arbeit voraus. Viel verlanat. Vater (der seinen Sohn im ersten Semester aufsucht): Professor Dabbler sagte mir, Du habest erst einmal sein Kolleg besucht?" S t u d e n t : Nun erwarte ich natürlich erst seinen Gegenbesuch!" Enttriusrizuttg. Sie scheinen heute merkwürdig zerstreut. Herr Doktor?" Ich bewundere das seelenvolle Spiel Ihrer Fräulein Tochter im Musiksalon." O, die ist zetzt gar nicht hier es wird nur das Klavier gestimmt."

Tie noderue NontlzcnTrchnik.

Als Wilhelm Röntgen gegen Ende des Jahres 1895 die nach ihm benannten Strahlen entdeckte, knüpften sich an dieses Ereigniß, namentlich für die medizinische Wissenschaft, die ausschwelsendsten Hoffnungen. Äavon bat sich vieles nicht erfüllt. Immerhin hat die Röntgen -Technik einen bedeutenden Raum m Wissenschaft und Industrie erobert. Zu dem gewaltigem Aufschwung, der sich an die Entdeckung der Nönt-gen-Strahlen anschließenden Jndustrie haben nicht wenig die Kriege der lenten Tiahxt beigetragen. Sie haben den hohen Werth der Röntgenschen Errungenschaft für die Pflege der erwundeten aufs deutlichste erwiesen.und das fortgesehte Bestreben, denselben die Vortheile der Röntgen-Behandlunz "V" l'r 1. Röntgen -Instrumentarium. möglichst frühzeitig zutheil werden zu lassen, hat das Instrumentarium technisch einer Vervollkommnung entgegengeführt, die eine Verwendung der Apparate bei den Feldsanitätsformationen auf dem Kriegsschauplatz selbst ermöglicht. Die ersten Versuche der Engländer in Indien und im Sudan ließen die großen Schwierigkeiten des Transports der im Frieden gebräuchlichen und kriegerischen Verhältnissen wenig angepaßten Apparate erkennen, und in allen übrigen Feldzügen beschränkte man sich auf die Verwendung einzelner stationärer Apparate, die zuweilen weit hinter der Front zurückgelassen werden mußten, so daß nicht Zelten die Verwundeten erst spät einer Röntgen - Untersuchung unterzogen werden konnten. Im Griechisch-Tür-kischen sowie im Südafrikanischen Kriege haben sich von deutscher Seite die Vereine vom Rothen Kreuz durch Ausstattung der Lazarathe von Con2. Funkeninduktor in dem Röntgen - Laboratorium der Berliner C h a r i t e. siantinopel und von Jacobsdal mit je einem solchen Apparat Verdienste erproben, und bei der Unternehmung !n China wurden seitens der deutschen Militärsanitätsbehörden die Lazarethschifse wie auch sämmtliche Feldlazarethe mit Röntgen-Jnstrumentarien versehen, die Siemens u. Halske gebaut hatten. Die für letztere Formationen bestimmten Apparate waren bei dieser Gelegenheit zum erstenmal als fahrbare Stationen eingerichtet. In einer besonderen Abtheilung des Wagens befindet sich ein als Stromquelle dienender Dynamo, als Kunstquelle dient ein Benzinmotor. Die Leistungsfähigkeit entspricht den in Laboratorien gebräuchlichen großen Apparaten. Auch was wir an neueren Apparaien unseren Lesern vorführen, stammt aus dem Hause Siemens u. Halske. Da ist ein vollständiges 7iöntgen-Jn-strumentarium (Abbild. 1) für Anschluß an ein Gleichstromnetz von 110 bis 220 Volt Spannung mit Funken3. Funkeninduktor für 1 Meter Funkenlänge inThätigkeit. induktor für 50 Centimeter (etwa 20 Zoll) Funkenlänge und Schalttisch. Dazu gehört noch ein Unterbrecher, der sog. Wehnelt-Unterbrecher, der am besten in einem anderen Raum aufgestellt wird. Auch Apparate für Wechselström sind mit den nothwendigen Umformern gebaut worden. Eine besoniers schwierige Frage war die der Induktorenherstellung. Das Jnstrumentarium unserer Abbildung hat einen Funkeninduktor für 50 Centimeter (20 Zoll) Funkenlänge,d.h. dieFunken oder bei stärkerer Ladung ganz gewaltige Funkenbündel mit herrlich blauem Licht springen auf 50 Centimeter Länge von dem einen Pol des Apparats zu dem anderen. Man hat sie aber auch auf viel größere Entfernungen in Tbä-

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tigkeit. So zeigt Abbildung 2 einen Funkeninduktor für 1 Meter (3 1(3 Fuß) Funkenlänge. Dieser Apparat steht im Röntgen-Laboratorium des Königlichen Instituts zur Untersuchung mit Röntgen-Strahlen in der Berliner Charit6.' Abbildung 3 zeigt einen solchen Funkeninduktor in Thä-

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4. Compresfionsblende. tigkeit. Die vierte Abtheilung veranschaulicht eine Compressionsblende für Aufnahme schwieriger Objekte, wie Strukturen der Wirbelsäule, Nierensieine usw. Dieselbe ist ein technisch vorzüglich gearbeiteter Apparat, der eine Verstellbarkeit sondergleichen besitzt und die Möglichkeit bietet, mit dem Compressionscylinder, einem etwa 12 Zoll hohen Bleicylinder, bei langsamem Druck allmählich fast unmittelbar an die Nierengegend hinanzudringen. Liegt der zu Untersuchende auf einer photographischen Platte, so gelingt es unschwer, die Entfernung zwischen der unteren Nohröffnuna und der Platte um 2 bis 4 Zoll zu verringern. Bei einer so geringen Distanz kann man selbst weichere und contrastreichere, mithin weniger zur Diffusion geeignete Röhren benutzen, und es werden auch solche Concremente, die ein schwächeres Absorptionsvermögen haben,wie Harnsaure Steine, infolge der Weichheit der Röhre darzustellen sein. Die Menschheit hat einen neuen Weg gefunden, ihre Leiden zu entdecken. Und so muß man jeden Fortschritt auf dem Gebiet in der Herstellung der Apparate mit Eifer verfolgen. Derneue Bursche. Jst die Excellenz zu Hause?" Der Ex'lenz is spazier'n ganga, aber die Ex'lenz is scho' drinna, sie thuat grad menaschiren." E i n B u m m l e r. Haben Sie schon gehört, Baron Lauser hat sich aus der Promenade den Fuß verstaucht." Auf der Promenade? Na, dann ist er ia im Beruf verunglückt." Beschönigt. Studiosus A.: Ja, was ist denn das eigentlich, Dein Ueberrock ist ja ganz beschmutzt. Studiosus B.: Ach, der ist mir gestern in die Gosse gefallen. Studiosus A.: Warum hast Du ihn denn nicht besser festgehalten? Studiosus B.: Ich hatte ihn ja an! Mißverständnitz. Da hängen noch Kleiber von mt nem Mann; ich glaube, daß Sie da vorzüglich hineinpassen würden!" Bettler (verlegen): Ich bin ab !eider scbon verbeiratbet."

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