Indiana Tribüne, Volume 27, Number 45, Indianapolis, Marion County, 14 October 1903 — Page 6

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Europäische Nachrichten.

yrrpfarz. Dietschweiler. Ein Blitz schlug in das Oekonomiegebäude von Landwirth Weißmger und tödtete ein Pferd und vier Stück Rindvieh. Ins heim. Der Ackerer Georg Lurg hat' sich hier rhängt. I m p f l i n g e n. In den Scheunen von I. Kummler itxd F. Kummler Wwe. brach ein Schadenfeuer aus, das vermuthlich durch ein schwachsinniges Hütemädchen, das schon früher einmal :inen leichten Brand verursachte, hervorgerufen wurde. Da wegen der Ernte alles im Felde war, konnte das Feuer um sich greifen und die Scheunen und Stallungm von I. und F. Kummler, Schaurer, Zittel und VonGerichten einäschern. nurserslautern. Rangner Ludwig Kellelring aus Ellerstadt sollte auf dem hiesigen Bahnhofe 3 Wagen anhängen, welche sich langsam gegen den Vortrain bewegten. Entgegen der Vorschrift schlüpfte er zwischen die Puffer hindurch, wurde von diesen erfaßt und gequetscht. Nach kurzer Zeit erlag Kellelring den Verletzungen. Ludwigshafen. Mit einem Revolver erschoß sich in der elterlichen Wohnung der 30 Jahre alte Kaufmann Martin Reffert, Sohn der Bahnspediteurin Wittwe Reffert. Otterstadt. In der Scheuer des Ackerers und Fischers Friedrich Reyland kam ein größeres Feuer zum Ausbruch. Abgebrannt ist die Scheuer von Reyland und zwei Schuppen. Das Vieh konnte gerettet werden. Virmaiens. Em sckreclllcdes Unalück vassirte auf dem Horeb. Das 4 Jahre alte Söhnchen des Fabrikarf 'i rx, r . r er. e.Tk C. . 00 oeners 0e ?eim, orevrllize 00 wohnhast, spielte im Hofe des Hauses Sorebstrane 40: dabei kletterte es auf eine im Hofe stehende Bank, um dem Sckwelnefüttern im benachbarten Hofe zuzusehen. Das Kind legte sich hierbei zu weit über den zur Abgrenzung angebrachten Stacketenzaun, so daß die Bank umfiel und es Mit oem Halse in den eisernen Stacketen hängen blieb. rlK.Lctlrngen. S t r a st b u r q. Der bisherige außerordentliche Professor an der biesigen Universität Dr. med. Dietrich Gerhardt ist als Nachfolger des in den Ruhestand getretenen Professors Dr. Richard Fleischer zum aunerordeutlichen Professor der klinischen Propä dcutik sowie der Geschichte der Medizin IN Erlangen ernannt worden. Bertrlnqen. Wahrend eines beftiaen Gewitters schlua der Blik in denThurm unserer Kirche. Der Thurm wurde durch das Feuer vollständig zerstört. Dledenbofen. Mehrere Knaben, darunter der 12 Jahre alte Emil Hentschel, amusirten sich mit Kahnsayren auf der Mosel. Letzterer befand sich am Steuer, benahm sich dabei aber so ungeschickt, daß er kopfüber tVs Wasser fiel. Zum Glück gelang eö dem ältesten Sohne des Liquidators Peter Müller, den Knaben noch lebend aus dem nassen Element herauszuziehen. Kneuttrnaen. Der aucd m Metz und Mörchingen wohlbekannte frübere Wirtb G. ?ranz Joseph Cordes ist im Alter von nur 53 Jahren nach längerem Leiden hier verstorben. M e n. Der Schuhmacher Johann Michel August Nassoy, 68 Jahre alt. aus Remilly, wurde in semer iU5oy nuna. Tuchstraße 7. an einer Leiter er hängt vorgefunden. Nassoy soll seit dem vor ca. drei Monaten erfolgten Tode seiner Frau nicht mehr normal UaIM siM Mecklenburg. Schwerin. Beim Baden im Lankower See ertrank der LokomotivHeizerlehrling Burmeister, Sohn des hiesigen Bahnwärters Jurmeister. Die Leicke wurde funden. Den gleichen Tod fand im Cambser See der 17jährige Sohn des Webers Kapplng. Boizenburg. Ihr 50jähriges Dienstjubiläum als Handarbeitslehrerm an der hiesigen Stadtschule konnte Fräulein Rinkel feiern. Aus diesem Grunde fand in der Aula eine Feier statt, an der der Schulvorstand und Vertreter der Stadt theilnahmen. Hierbei wurden der allerseits beliebten und verehrten Jubilarin von ihren Schülerinnen, von dem Lehrercollegium und von der Stadtverwaltung derschiedene Ehrengaben überreicht. - Fried land. Von einem jähen Todesfall wurde der Heizer Lerchenstein, welcher bei der Dampfstraßenwalze des hiesigen Steinsetzmeisters Vurmeister beschäftigt war, ereilt. Gedachte Dampfstraßenwalze befand sich auf dem Transport von Stettin nach Möhringen. Auf unerklärliche Weise stürzte Lerchenstein Plötzlich von dem Tender der Maschine hinab und fiel so unglücklich, daß ibm die Räder des Wohn- und Schlafwagens über die Brust gingen. Der Verunglückte und Schwerverletzte starb auf dem Wege zum Krankenhause nach Stettin. Grabow. Auf dem Rittergut Werke fiel der 40jährige Knecht Jhwe vom Pferde, das Pferd trat auf ihn. Jhwe litt so schwer Verletzungen, daß er verstarb. W i s m a r. Sandböter Johann Heinrich Siegfried Rüter feierte sein 50jähriges Bürgerjubiläum. 'Aus diesem Anlaß ließ ihm der Rath der Stadt durch Senator Witte seine Glückwünsche nebst einem ansehenlichen Geldgeschenk überreichen.

sr Gw Brief cm Süd-Afrika. ' . No. 2 Cemeterh Road, Transdaal Road. ' Kimberley, SüdAfri!a. den 23. April 1902.

DerVIlls t Okräni Vat meiner Frau geholfen und ihr Etärke verliehen. Ich. don tu Hause fort gewesen, und war bei meiner Rückkehr überrascht, sie so guten LllS ich wegging, war ihr Besicht abgemagert.

Sie war wet Jahre lang

aengrube. Die emzlge Milderung, die sie erfuhr, war don dem Gebrauch heißer Salzbeutel, aber Ihre Schwester gab ihr eines Ihrer Win ot Cardni Bücher und sie sagte mir. sie wünschte, sie hatte vorher genbt, wie viel weniger Schmerzen sie in Folge dessen hätte ausstehen müssen. Sie sagt, sie kann auf Eld hin bclrüftigen. dab dies wahr ist. Meine !xrau hat Ihre Bücher an ihre Freundinnen ausgetheilt, und dieselben finden große Erleia zerung. indem lie den V in ot Cardul und Thedford' Black-Draoeht aeörmidilen Wenn Ihnen dies etwas hilft, so mögen Cie es veröffentlichen, so daß andere Frauen nicht länger leiden müssen. Hier kaust man ihn S? tjZSLß - . um 5 Shillings die fflasche. aber meine Frau Cfr A T-rC sagte, würde er 10 Shillings per Flasche kosten. LS SS sie würde nicht ohne ihn sein. Meine Frau, ihre AS Schwester und ihre Freundinnen ersuchten mich, diesen Brief zu schreiben.

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Vor wenigen Jahren war derlns ot Cardu elne Medizin, die in südlichen Häusern ausschliebllch veiannt war. Derselbe wurde allmälig im Norden. Osten und Westen beliebt. Bestellungen für den Vins ok Cdn1 kamen von Europa. Asien und Süd . Afrika, wo diele Kuren bewirkt worden sind. Der Wineof Cardul ist eine beliebte Medizin in Honolulu und sein Ruf hai sich fhotlü&Xltü fificr hi nrmxe WleX horfiroof

Herrn Jamieson's Brief ist nur einer aus dielen dankbaren Botschaften, die wir empfangen haben, und die bekunden, was der leidende Frauen auf der anderen Seite der Erde bewirkt. Bedeutende Bestellungen von Tae k Cardul werden nach Süd.Afrika ben finden dort schnellen NSsatz. Der Grund, daß der TCiae of Cardul über die ganze Weltbekannt geworden ist. ist darin zu finden, daß derselbe-nicht eine ltchen Verdienste ist. Derselbe ist ein Erfola. weil nickt einlartt den Schmer, besZiwichtiat ohne hniiprnh R-s,,t

er ist eine Medizin, die leidenden StnTrtfsfrn ITTI ? .v.vn.vni, uua Flasche erhältlich. Sldenourg. Oldenburg. Das Cigarrengeschäft des vor Kurzem verstorbenen Cigarrenfabrikanten Brader ist durch Kauf in den Besitz des Herrn Möller, der bislang im Richter'schen Cigarrengeschäft thätig war, übergegangen. Metjendorf. Es brannte die vor einigen Jahren neuerbaute Scheune der Wirthschaft Metjengeroes, Jnh. Herr Bruns, nieder; das Vieh konnte gerettet werden, die aanzen Erntevor. rathe an Heu und Roggen fielen den Flammen zum Opfer. Ritzenbüttel. Von einem bedauerlichen Unfall wurde der auf der neuen Werft des Bremer Vulkan beschäftigte 52jährige Schiffszimmermann Bernhard Schmelzkopf von hier betroffen. Er wurde von einem fallenden Balken erfaßt und erlitt einen Bruch des rechten Unterschenkels. Zwischenahn. Ein Knecht aus Meyerhausen, Jaspers, mußte am Tage der Generalmusterung in's Hospital gebracht werden. Er hatte von einem anderen Rekruten, Gallo, einen Messerstich in die Brust bekommen. Freie Städte. Hamburg. Auf dem hiesigen Bahnhofe wurde der 37 Jahre alte Rangirer Friedrich Knappe von hier durch einen Güterwagen überfahren und getödtet. Im Beisein von Mitgliedern des Senats und der Bürgerschaft, sowie Schützendeputationen aus etwa fünfzig Orten wurde gleichzeitig mit der Eröffnung des 3. Hamburger Schützenfestes, der neue, an der Braunfelderstraße belegene Schützenhof der Hamburger Schützengesellschaft eingeweiht. Senator a. D. Dr. jur. Oktavio Hermann Schröder ist im 80. Lebensjahre sanft entschlafen. Bremen. Kürzlich wurde vor einer Wirthscht in der Neuenstraße die 30 Jahre alte polnische Arbeiterin Anna Majunke in einer Blutlache bewußtlos aufgefunden. Sie starb gleich darauf. Es wurde ermittelt, dak die Majunke in der Neuenstraße mit einem Manne in Wortwechsel gerathen sei. der sie geschlagen und, als sie vor ihm geflohen, getreten habe, worauf sie zusammengebrochen sei. Der Thäter ist der 24 Jahre alte MatroseAugust Liebenau aus Graudenz. Der frühere Oberlehrer am Gymnasium zu Bremerhaven, Dr. Phil. Karl Scheele, langjähriger Liedervater des Bremerhavener Männergesangvereins, ist, 63 Jahre alt, gestorben. Lübeck. Der Wortführer der hiesigen Bürgerschaft, Kaufmann I. H. Evers, wurde zum Mitgliede des Senats gewählt. Das vielen Touristen bekannte Fick'sche Gasthaus auf Parinerberg in Schwartau ist durch Blitzschlag eingeäschert worden. Schweiz. E n g e l b e r g. Der 19jährige Kuster ist beim Edelweißsuchen über einen senkrechten Felsen abgestürzt. Man fand den zerschmetterten Leichnam am Fuße des Felsens. Freiburg. Am Gros -Morlas ist der 27jährige Ernert aus Westfalen beim Edelweißsuchen über eine 130 Meter hohe Felswand abgestürzt; er war sofort todt. Genf. Hugues Bovy, der bekannte Bildhauer und Medailleur, geboren 1841, seit dreißig Jahren Lehrer an der Kunstschule, ist hier gestorbenenläßlich der Papstwahl von 1878 hatte er auch eine Medaille hergestellt, was ihm, obschon er Protestant war, den päpstlichen Segen Leos des Dreizehnten durch Vermittlung des Cardinals Mermillod eintrug. Großhöchstetten. Herr Stalder, Chef der hiesigen Station der Vurgdorf - Thuner - Bahn, wurde in Ausübung seines Dienstes von einem ?.uae ergriffen und zermalmt. ' zgermniswil. Am Geißriicken (Kanton Bern) ist der sechszigjährige Kcntonsrath Luedi von hier über eine 30 Meter hohe Felsenwand abgestürzt. Er war sofort todt. Mitlödi. Zwei hiesige zwolfjär rige Knaben fielen in die reißende Linth und konnten erst bei Glarus

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unter ürztllcber Vebandluna aewesen. und litt an

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Frauen ihre vollkommene Gesundheit wiedergiebt. Derselbe hat genügend Vorzüge, um den G!WtiW 2 a V m. em . n i rr-i . n , t i.i r i w r .

tuvunuu nie oujuwuien lütunne xuiu zu nach längerem Suchen dem naen Grabe entrissen - werden. Einer der Knaben war der Sohn des Pfarrers Kind, der andere gehörte dem Schlächtermeister Zwicki. Roveredo. Ein Knabe Giulio Rossi wurde im graubündnerischen Misoxerthal von einer Viper gebissen und starb nach kurzer Zeit. Aerztliche Hilfe kam zu spät. Schaffhausen. Der hiesige Stadtpolizist Rubli, der mit eigener Lebensgefahr ein Kind vor dem Ertrinken im Rhein gerettet hat, erhielt die kantonale Rettungsmedaille. St. Gallen. Die Schifflistickfabrik Zuzwil ist mit ihren zahlreichen Maschinen und Waarenvorräthen nied'rgebrannt. Hermine Kläger, eine hiesige Geschäftsangestellte, stürzte bei der Besteigung der Kreuzberge, die sie in Gesellschaft eines Herrn unternommen. zu Tode. Die Dame war 22 Jah:e alt. Zürich. Der ordentliche Professor der allgemeinen und physiologischen Botanik. Direktor des botanischen Laborutoriums an der hiesigen Universtrai. plM. Arnold Booei, mit zu Ende des laufenden Sommersemesters aus Gesundheitsrücksichten in den Ru bestand. ßellcrrercy'Angarn. Wien. In einem Anfall von Verfolgung - Wahnsinn stürzte sich die 50jährige Milchverschleißerin Petronella Schulz, Anschützgasse No. 18 wohnhaft, vor, d?r Magdalenenbrücke aus das Geleise der Wienthallinie, als eben ein Zug der Stadtbahn heranbrauste. Die Unglückliche verfehlte das Ziel und Mrzte auf oik asphaltirte Sohle des Wienflußbettes, wo sie schwer verletzt und hilflos liegen blieb. Nach dem KrankenHause gebracht, verstarb sie. Der Tod hat wiederum eines der hervorragendsten Mitglieder des Professoren - Collegiums der Hochschule für Bodenkultur dahingerafft. Hofrath Professor Franz Schwackhöfer wurde im Gebäude der Hochschule auf der Türkenschanze von einem Herzschlage betroffen. Mit ihm scheidet ein weit über die Grenzen unseres Vaterlandes bekannter Fachmann auf dem Gebiete der chemisch - technischen Wissenschaft, ein ausgezeichneter Lehrer und bedeutender Fachschriftsteller aus dem Leben. Der hiesige Kaufmann Albrecht Landau wurde nächst der Agentur der Donau - DampfschifffahrtsGesellschaft in Semlin todt gefunden. Er hatte sich aus einem Revolver eine Kugel in den Kopf gejagt. Mißglückte Spekulationen und die GeschäftsstagNation der letzten Jahre überhaupt hatten Landau in eine mißliche sinanzielle Situation gebracht. An der evangelisch - theologischen Fakultät hat Hofrath Professor Dr. Gustav Frank nach Absolvirung des Ehrenjahres die akademische Lehrthätigkeit geschlossen, der er sich durch achtundv':rzig Semester gewidmet hat. Die Studirenden bereiteten dem Scheiden den in der Mitte seiner College ine begeisterte Ovation und überreichten ihm eine prächtig ausgestattete Adresse. Budapest. Nach Schluß einer Sitzung hat der Reda.teur des Egyetertes", Alezander Fenyö, auf der Journalistentribüne denRedakteur des Magyar Szo". Dr. Ballyi, durch einen Zuruf beleidigt. Es kam bei dieser Gelegenheit zu Thätlichkeiten zwischen beiden. Dieser Vorfall führte zu einem Duell. Es waren mittelschwers Säbel und Pulsbandagen vereinbart. Das Duell endete mit einer schweren Verletzung Fenhö's am Kopfe und an den Händen. Vallyi blieb unverletzt. Der Großindustrielle und frühere Direktor der Oesterreich - ungarischen Bank Adolf Weiß de Szurda ist nach kurzem Leiden im 71. Lebensjahre der schieden. E g e r. Der vom hiesigen Schwurgerichte wegen Raubmordes zum Tode durch den Strang verurtheilte Steinklopfer Michael Haitel hat sich, als die Runde seine Zelle passirt hatte, an seinem Leibriemen erhängt. Hier ift

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den 23. April 1902. bin mehrere Monate Muthes zu finden. Sckimerxen in der Ma,

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der Sektionschef i. R. Josef Stumme? in Folge Herzlähmung gestorben. Friedek. Der hiesige Gesangverein feierte die 25jährige Angehörigkeit des Bundeschormeisters Joseph Rudel in Teschen durch ein stark besuchtes Concert im Werksgarten zu KarlöHütte. I g l a u. Der 28 Jahre alte ledige Hafnerwaarenerzeuger Josef Stejskal machte durch Erhänqen seinem Leben ein Ende. Das Motiv des Selbstmordes ist unbekannt. Die Mutter des junzen Mannes endete im vergangenen Herbste gleichfalls durch Selbstmord. Olmütz. Beim hiesigen Schwurgerichte wurde der Prozeß gegen die des Mordes angeklagte Christine Ringel verhandelt, ein 25jähriges Bauernmädchen aus Politz in Böhmen, deren Name zu Beginn der neunziger Jahre, als sie sich als Seherin" ausgab, de, dreiundzwanzigmal die Mutter Gottes erschienen war, und als an dem Orte, wo sie die Erscheinungen gehabt hatte, ein Wallfahrtsort gegründet wurde, in aller Munde war. Die Anklage legt ihr zur Last, sie habe ihre 17jährige Freundin Agnes Spacek bei einer Wallfahrt nach Maria Zell mit einem Revolver erschossen. Die Ringel wurde zum Tode verurtheilt. Luzeernvurg. Luxemburg. Ein den Erben des Handelsmannes Bongard gehörendes Wohnhaus mit Hofraum und dreistöckigem Hintergebäude, LouvignyStraße No. 9, wurde Don Frau Witkwe Bongard für 28,000 Fr. angesteigert. Düdelingen. Der auf de, Schlackenmühle in Düdelingen verunglückte Arbeiter Wilhelm Grund ist seinen Verletzungen erlegen. P e t i n g e n. Michel Glodt, Inspector Dienstchef der Prinz Heinrich - Bahnen, Ritter des Ordens der Eichenlaubkrone, ist verstorben, R e m i ch. Der Maurer I. P.Frantzen von hier verunglückte an einem Neubau; er fiel aus beträchtlicher Höhe herunter und erlitt schwere Verletzungen, die seinen Tod zur Folge hatten. Rümelingen. Der ledige Mineur Rugert wurde von den Steinen einer explodirten Mine getroffen; er trug so schwere Verletzungen davon, daß er nach dem Hospital geschafft werden mußte, wo er kurze Zeit darauf verstarb. T Eine sonderbare Heirat hs geschieh te wird auö Paris gemeldet. Eine bekannte dortige Vorsengröße hat sich nunmehr' wieder mit einer Frau verheirathet, nachdem er sich von ihr vor 25 Jahren in aller Form hatte scheiden lassen. Nach dieser Scheidung führte er eine andere Frau zum Altare; als diese starb, hatte der alte Herr, dem das Leben als Wittwer unerträglich schien, nichts Besseres zu thun, als seine erste Ehehälfte wieder aufzusuchen und sich mit ihr trauen zu lassen. Der Mann war somit dreimal verheirathet und hatte doch nur zwei grauen. Durch recht wirkungsvolle Zugmittel wollen augenblicklich einige englische Blätter ihren Leserkreis vergrößern. Eine Wochenschrift versuchte es zuerst damit, daß sie an recht sichtbarer Stelle auf einer Seite bekannt machte, sie habe an irgend einem Punkt des Landes 500 Pfund in Gold versteckt, zu deren Auffindung ein Roman, den sie veröffentlichen werde, die nöthigen Anhaltspunkte gebe. Wer das Versteck danach entdeckt, dem sollten die 500 Pfund gehören. Das Blatt hat naturlich eifrigen Absatz gefunden. Jetzt ist der Daily Expreß" auf den eigenartigen Einfall gekommen, eine Mitarbeiterin verschwinden" zu lassen. Das Blatt gibt von der Verschwundenen eine genaue Beschreibung, eine Art Steckbrief. Wer diese Dame entdeckt, erhält vom Daily Ervreß" eine Findersumme von 100 Pfund' ausbezahlt.

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tVine k Cardul für versandt, und diese! Medizin der gewöhn . s,,., s. Herrn Jamieson zu der - . Luetter Liebö und GuatS !" Aus einer elsässischen Stadt wird der Straßburger Post- geschrieben, und zwar unter Garantie-, was folgt: Zwei dem bessergestellten Bürgerthum angehörige junge und jungverheirathet Damen nennen wir 1 Frau X. und Frau F. , die gerade nicht übermäßig von der Arbeit Bürde geplagt waren, hatten den Einfall, den Schleier der Zukunft etwas zu lüften. Sie bedienten sich hierzu, wie wohl noch manche ihresgleichen, der sögenannten Wahrsagekunst. Sie gingen 'zu einer weiblichen Ausgabe des ollen ehrlichen Seemann" und erfuhren dort nicht gerade das, was sie gern hören wollten. Wehe dem, der zu de: Wahrheit geht durch Schuld: sie wird ihm nimmermehr erfreulich sein." Die Enthüllung für Frau X. ging dahin. daß ihr liebes Männchen es mit der Treue nicht besonders genau nehme; der Orakelspruch für Frau F. klang noch weniger tröstlich, denn das arme Weibchen mußte vernehmen, daß ihr viellieber, sich zur Zeit des bestenWohlseins erfreuender Gatte binnen ganz kurzer Frist nicht mehr unter den Lebenden sein werde. Man wird wohl zugeben müssen, daß dies gerade keine verlockenden Bilder sind, die sich da den beiden gläubigen Seelen zeigten, und man wird tl auch einigermaßen begreiflich finden, daß sie nach der Rückkehr von ihrer Forschungsreise ihren Weltschmerz in einer Sofaecke durch eine wahre Thränenfluth hinwegzuspülen suchten. Man wird es auch weiterhin nicht für unbegreiflich halten, daß Frau X. ihrem lieben Männchen" bei dessen Rückkehr vom Contor eine etwas lebhafte Scene machte, so daß dieser, nachdem ihm der Inhalt der Wahrsagerei mitgetheilt worden war, eö schließlich für das Gerathenste hielt, sich unter Protest in die Oeffentlichkeit zu flüchten". Herr 7L ging also in die Brasserie" und traf dort mit ziemlich gemischten Gefühlen seinen Freund und Leidensgenossen, den Gatten von Frau F. Herr A. sah nun keineswegs so aus, als ob er von bänglichen Todesahnungen erfaßt wäre, er blickte vielmehr ganz lustig und unbefangen in die W:lt. erwiderte auch nichts auf des Freundes vorsichtige Anspielungen auf Wahrsagekunst und ihre Zuverlässigkeit und Nützlichkeit. Ja, er gab auf die theilnahmvolle Frage des Herrn X. sogar die ganz ruhige Antwort, daß seine Frau zu Haus lustig und vergnügt herumhupfte und noch nie so aufgeräumt geWesen sei, wie heute. ' Herr . mußte darob seinem bedrängten Herzen unbe dingt Luft machen und wiederholte die Beichte seines Frauchens mit den bösen Offenbarungen der attn ehrlichen Frau. Herr F. war darüb nicht wenig betroffen. Er lachte zwar anscheinend herzlich über den Jux", aber nur beim ersten Theil der Offenbarung. Beim zweiten, ihn selbst betrefsenden, wurde er zusehends nachdenklicher, trank bald sein Schöppchen aus und ging still ab. Zu Hause stellte er sein Weibchen etwas lebhaft zur Rede und fragte, was die verdammte alte Schachtel" denn nun eigentlich orakelt habe. Sie erklärte ruhig lächelnd: .Luetter Liebs und Guats Unregelmäßigkeiten ve: Prüfungen ist man an der BauhandWerkerschule in Darmstadt dieser Tage auf die Spur gekommen. Die Untersuchung hat ergeben, daß der Schüler Bauer aus Gr.-Gerau sich Nachts Eingang in den Prüfungssaal verschafft und hier die Probearbeiten (Zeichnungen) besserer Schüler an sich genommen hatte, um sie noch in derselben Nacht zu copiren und am andern Morgen wieder an ihren ursprünglichen Aufbewahrungsort zurückzubringen. Die That wurde dadurch entdeckt, daß die von dem Bauer copirte ArbeZ! eines Schülers einen ganz auffallenden Fehler enthielt, der in der Zeichnung Bauers ebenso deutlich zu Taae trat.

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