Indiana Tribüne, Volume 27, Number 44, Indianapolis, Marion County, 13 October 1903 — Page 5
Jndiana Tribüne, IS. Oktober 190.
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Geohrter Mister Editor! Mei schreckliches Tuhsehs sm ich los. awwer mei Fiehlmg in Schenerell is ratten un das is auch gar nit zu derwunnern. Tenke Se emol, was ich hen siende müne! Wei, das kann ja noch fei Hohrs stende. Ich kann Jhne sage, wie ich emol ganz kehrsull nach mein Backezahn hen fühle wolle, do hen ich t Hohl diskowwert, das Hot einiges geböte; ich sin fascht davor verschrocke. Un weh Hot mich mei ganze Jnseit gedahn, das glauwe Se mich gar nit, alles is sohr gewese un so war ich. Muß awwer auch nit alles an mich komme? Wann ich da so e Kameel angucke wie den Christ Baldrian, dann muß ich mich immer ärgere. Den duht nie nicks weh un er Hot immer en feine öppeteit; er duht sich iwwer &icf3 eckseite un is gesund un munterche. Un ich trauriger Seckel muß immer ebbes zu komplehne hawwe. Do is es 'doch nur nehtscherell, daß ich mähd sin un wann ich nit immer .noch eckspeckte deht, daß es auch Widder emol tschehnsche deht, dann hätt ich mich schon längst e Rohp um mein Hals gemacht; was duht mer dann uff so e traurige Welt? Die Selma Hot sich als en arig guter Freund zu mich gezeigt. Ich hen off Kohrs nur ganz sahfte Stoff esse könne un se Hot mich immer ebbes gu tes gefickst, wo ich nit zu tschuhe hen brauche. Off Kohrs sin ich von den Behbiefuhd.bald sick un teiert gewese, awwer das Hot die Selma all nicks ausgemacht; se Hot gesagt. Du ißt es, un wann Du nit duhst. dann kannst Du Dich e annere Nöhrs suche, dann duhn ich noch nit mehr so viel for Dich. Well, was hen ich mache könne? Mitaus die Selma hätt ich doch gar nit zurecht könne komme un do hen ich dann ruhig den Brabbes weiter gesse. Ein Trost is es nor for mich gewese, daß ich mit die Drinks nit so pertickeler zu sein hen brauche. Als e Ruhl braucht mer die Drinks nit zu tschuhe un biseids hen ich doch auch Widder mei Strengs rikowwere müsse un do hen ich denn, weil ich gemußt, henimmer feine Drinks gehabt. Das fonnige war, daß ich instett strong un kräftig zu wer'n, nich die Drinks immer wiek gefühlt hen. Ich denk, das is von die gemickste Drinks herkomme, wo ich nit juhst zu gewese sin. Wie ich noch in gute Hels gewese sin, do hen ich immer nor ganz plehne Stoff gedrunke so wie Bierche un Wein un wann un dann en Witzkie. Das Hot mich gut gedahn, awwer der Dackter Hot mich gesagt, do wär all nit genug Strengs drin un er Hot for den Niesen die Drinks in den Saluhn for mich geordert. Ich hen alles in Battele kriegt. Die Bill hen ich noch nit, awwer ich sin schuhr, wann ich die sehn, dann krieg ich e Rieläps. Ich hen in meine Sickneß e ganze Latt Kahlersch gehabt, wo mich all ihre Simpettie gewwe hen, un das is auch all was se mich gewwe hen. Am mehrschte hen ich's gegliche, wie der Mister Mehr an mich gekahlt Hot. Er Hot Händs mit mich geschehkt un Hot Tschohks gekrackt, wo ich arig driwwer hen lache müsse. Ich hen e arig armes Memmorie so: Tschohks, awwer e paar hen ich doch in mein Meind behalte. Eins davon war den Weg: Warum brennt die Lämp am Dag nit? Do hen ich gesagt: Bikahs mer duht se am Dag nit niede. Rong, Hot der Mister Mehr gesagt: Weil se nit am Dag geleit wird! Do hen ich so lache müsse, daß mich mei Seits gehört hen. Dann Hot er mich gefragt: Warum duht sich en Labbster schehme? Sell hen ich auch nit gewußt, bikahs in die Ortogravieh sin ich nit eckstra gepohstet. Ei giff it obb, hen ich gesagt un do sagt der Mister Mehr, enLaböster geht sich schehme, wann er gekocht werd, bikahs dann deht er alliwwer roth wer'n. Un so is ein Tschohk nach den annern gekrackt worde, un ich hen geröhrt for lache, un die Selma is in mei Ruhm komme, bikahs se Hot gedenkt, es wär mich ebbes gehäppend. Der Mister Mehr is auch arig neis zu die Selma gewese; mer hen so ebaut e Halme Stund lang getahkt un ich hen am End so fein gefühlt, daß ich zu den Mister Mehr gesagt hen: Bei Galle, ich fühle grad, als wann ich aus den Haus fortgehn un en Wahl nemme könnt. Gutt Beu, Hot der Mehr gesagt, ei goh juh. - So schnell, wie ich gekonnt hen, sin ich rettig gewese for zu gehn. Die Selma Hot's nit gegliche, se Hot immer ihren Kopp geschehkt, awwr ich hen nicks drum gewwe; wisse Se, ich sin immer e wenig hatthettet un wann ich emol mein Meind uffgemacht hen, ebbes zu duhn, dann kann mich kein annerer Mensch davon abkriege. Well mer sin fort un alle Leut an die Stritt hen mich gestappt for zu frage, wie 'mei Biefeinding wär un wie ich fühle deht. Ich denke, es .is arig neis, wann mer sieht, wie die Leut all en Jnterest an
eim nemme. Ich sin mit den Mehr in sei Haus gange un die Missus Mehr Hot mich for Supper inweitet. Ich hen mich awwcr ecksjuhst, bikahs ich hen doch nicks sallides esse könne. Der Mehr Hot auch gesagt, er deht nit for Sopver kebre un er dcbt vriffehre. noch en Wahl mit mich zu nemme un zu sehn, daß ich gut heim komme deht, bikahs ich wär doch noch immer an die Solist. Mer sin dann Widder fort UN der Mehr Hot gejagt: Well. M.eik, lcfor daß ich Dich heim nemme, müsse mer doch en Drink zusamme nemme. Ahlrecht, hen ich gesagt un mer sin in den Saluhn, wo der Mehr e Battel Wein geordert Hot. Ich hen dann auch noch emol uffgeseht un mer sin den Weg bald in so e gute Stimmung komme.. daß ich gar nit mehr an mei Sickneß gedenkt hen. Der Saluhnkieper Hot e wenig Tschics un Bretzels for Lonsch hingestellt un ich hen in mein Unverstand gestart an en Bretzel zu tschuhe. Uff cemol is e Stick von die Bretzel in das Loch geschleit, wo früher mei Backezahn gestocke Hot; ich hen bei Mißtehk druff gebisse un jetzt. Hot der Fonn gestart. Schiewiß, was hen ich gesoffert! Ich. sin fafcht krehsiz gange! Mitaus e Wort zu sage, sin ich heim gcronnt un ich hen die ganze Nacht schrecklich ausgehalte. Die Selma Hot gesagt, das wär, was ich verdiene deht un sie hätt gar keine Simpettie mit mich. Ich kann se auch gar nit blehme. Mit beste Niegahrdö, , Juhrs Trulie, Meik Habersack. Sökiveier un Sheriff von Apple J2Z Holie Terrer Kauntie. Die Vertreibung von Hagelwolken durch Böllerschüsse genießt in der wissenschaftlichen B?urtheilung nach den bisherigen Versuchen wenig Vertrauen, obgleich der seit Generationen verbreitet gewesene Glaube an die Wirkung von Schallwellen auf die Auflösung von Hagel in Regen in vielen Kreisen noch nicht erschüttert ist. Ein deutscher Gelehrter, Dr. Vidal, der sich schon seit längerer Zeit eifrig mit dieser Frage beschäftigt hat, ist jetzt zu dem Schluß gekommen, daß das Fehlschlagen derfrüheren Versuche in der unzurelazcnden Tragweite der benutzten Geschütze begründet gewesen seien. Diese Böller seien nicht im Stande gewesen, ihre Gas- oder Rauchwirbel höher als 500 Fuß zu werfen, während die Höhe der HagelWolken etwa 1300 Fuß über dem Erdbvden beträgt. Mit Rücksicht darauf hat Vidal jetzt besondere Mörser construirt, die ihre Rauchringe - bis zur Höhe von 1600 Fuß hinaufsenden, so daß sie jeduifalls die Höhe der HagelWolken erreichen. Dr. Vidal hofft die schwebende Frage durch neue Versuche zur Entscheidung bringen zu können. Ueber-eine vlersacye Hinrichtung wird aus Athen berichtet: Vier zum Tode verurteilte und in den furchtbaren Gefängnissen des Palamidi schmachtende Verbrecher wurden unlängst in Rauplia hingerichtet. Sie hatten sich in die Hoffnung hineinge. lcbt, die Todesstrafe wäre ihnen erlajsen. da wegen des Todes des früheren Henkers und anderer Hindernisse der Termin der Execution immer wieder knausgeschoben worden war. Um so schrecklicher war die Ueberraschung der Sträflinge, als sie in einer Nacht plötzlich aufgefordert wurden, sich zum letzten Gange zu rüsten. Während der Gefängnißpriester die Todtenmesse sang, schritten die Verbrecher langsam nach der Richtstätte. Die Menge sprach ihnen' Muth zu mit den Worten: Wir müssen ja alle sterben. Kinder!" auch wurden ihnen noch Cigar ren zugesteckt. Ein Delinquent wendete sich zu den Umstehenden mit den Worten: Ich habe Durst Man brachte ihm Wasser. Dann wurde einer nach atm anderen den Henkern übergeben. Die vier Männer umarmten sich zum letzten Mal. Ein jede? rief auf der Richtstätte: ..Verzeihet mir Kinder, und Gott wird verzeihen!Als die Sonne aufging, sauste zum ersten Mal das Messer der Guillotine blitzend in den zitternden Strahlen des ersten Tageslichts nieder. Einer der Verurtheilten wurde von - einem Freunde bis zur Guillotine begleitet; es war jetzt ein von Lumpen umhüllter. weißhaariger Mann, der- einst ein reicher Kaufmann . gewesen war und nun einen Brudermord büßte. Der letzte Hingerichtete schien gestorben zu sein, bevrr ihn das Richtbeil traf. Dem entsetzlichen Schauspiel wohnten auch zahlreiche Frauen bei. die in der frühen Morgenstunde zur Ricbtstätte aewandert waren. wxt neue Staorversas sung von Denver in Colorado ist von den dortigen Siimmgebern mit einer Mehrheit von fünftaufend verworfen; sie bestinimte, daß alle städtischen Aem ter der Parteipolitik entzogen würden und daß öffentliche Privilegien nur mit Zustimmung des Volkes vergebe werden d-'irf, Die Eröffnung einer neuen Spielhölle auf französischem Boden sieht nach einer Pariser Nach richt bevor. Wie der Matm" erzählt, bestände die Absicht, in Schloß Malsons Laffitte bei Paris ein großartigts internationales Kasino mit Spiel sälen zu errichten, dessen Leitung ein Herr Canfield aus Saratoga üb:rneymen soll. Dem Gründungscomite so l len angehören Fürst Bariatinsky,Lord Marcus Beresford, Prinz Murat sowie zwei Mitglieder, des deutschen Hochadels und ein . amerikanischer Millionär.
Vom Auöiauve. Beim internationalen Wettschwimmen, in Abazzia, das am 7. und 8. September unter reger Veiheiligung seitens erstklassigerSchwimmer aus Oesterreich. Ungarn, Italien und Deutschland im Angiolina Seebade stattfand, gewann Bruno Schwarz vom Berliner SchwimmClub Borussia" die Meisterschaft von Europa sowohl im Brust- als auch im Rückenschwimmen. Eine Statue Ernst Renans ist dieser Taoe in Treguier in der Bretagne, dem Geburtsort des berühmten Schriftstellers, enthüllt wo?den. Jean Vouchcr. der Bildhauer, der das Denkmal schuf, stellt Renan sitzend dar und zu seinen Füßen Pallas Athene, die ihm den Siegerkranz reicht. Diese Darstellung knüpft an den mächtigen Eindruck an, den die Akropolis in Athen auf Renan gemacht hatte. Die deutsche Kaukasus - Forschungsfahrt, die am 1. Juli unter Führung Willy Rickmers' (Radolfzell) abgegangen ist, war bisher vom Wetter sehr begünstigt; sie brach von Vatum über Kutais und Betscho ins kaukasische Hochgebirge ein. Dr. Oscar Schuster, der bekannte Dresdener Alpinist, bestieg mit John Wigner die drei Gipfel der Teila Gora (über 14.000 Fuß); sie bestieg auch den 12.800 Fuß hohen jungfräulichen Ledcescht Tau. Einer anderen Fahrt, bei der sich Rickmers und Sicker (Innsbruck) befanden, gelang es, den höchsten Uschbagipfel (über 16.000 Fuß) zu ersteigen, was bisher noch keinem Kaukasus - Fahrer auch Purtscheler nicht geglückt war. Ein fideles Gesangn i ß" scheint dasjenige in Fresnes zu sein, in welches die Familie Humbert nach ihrer Verurtheilung überführt wurde. Man schreibt darüber: Im Gegensatze zu dem baufälligen alten Gefängnisse vonMazas ist die moderne Strafanstalt von Fresnes . ein mit allem modernen Comfort eingerichtetes Etablissement, das in seinen drei Riescngebäuden 3000 Einzelzellen birgt, die in ihrer Einrichtung bei aller Einfachheit nichts zu wünschen übrig lassen. Viele Handlungsgehilfen und Arbeiter in Paris haben weitaus bescheidenere Zimmer, und sehr viele wohlhabende Pariser haben in ihren Zimmern nicht soviel Luft und Licht wie die Insassen dieser Gefängnißzellen. Die Brüder Daurignac, die auf die Revision verzichteten, sollten als Strafgefangene das Sträflingskleid tragen und Sträflingskost genießen. Indessen wurde ihnen erlaubt, ihre Kleider zu behalten, und sie dürfen sich aus derKantine ihr vollständigesDiner kommen lassen, in dem auch das' Dessert und die Flasche Wein nicht fehlen. Dicse offenkundige Begünstigung erifint fslft nbeareiklick atatnnher einer Gesellschaft notorischer Betrüger. A us Neidenburg in OstPreußen wird berichtet: Seit mehreren Jahren wohnt in dem benachbarten Grenzdorfe Zdzenti eine Wittwe, die sich durch Schmuggeln von Waaren und Spiritus ernährt. Um dieses Gewerbe ungestört betreiben zu können, hatte sie sich mit mehreren Soldaten der Grenzwache verbunden und wurde von diesen in der Nacht aus dem Dorfe Sablotschen geholt und über die Grenze gebracht. So ging das Geschäft seit Jahren ungestört bis zu einem der letzten Samstage. . Auch in dieser Nacht war ein Grenzsoldat in's Dorf gegangen, um seinen Schützling abzuholen, als unverhofft die Posten revidirt wurden; statt des Soldaten wurden Mantel und Gewehr gefunden, und deshalb wurden die benachbarten Uebergänge durch neue Posten bezogen. Als der Soldat mit der Frau zurückkam, wurde er ergriffen und gefesselt, die Frau jedoch auf deutscher Seite, etwa 20 Schritte von der Grenze, durch zwei Schüsse in den Hals und in den Unterleib erschossen. Bei der Untersuchung des Spiritus gelang es dem gefesselten Soldaten, sich zu befreien und über die Grenze zu gelangen, obwohl hinter ihm her geschössen wurde. Eine pangermanische Vereinigung im Sinne Vjörnsons, an der sich Skandinavier und Deutsche betheiligten. hat sich unlängst, in Bezug auf die Frage der Volksbäder abgefpielt. Gelegentlich feines diesjährigen Congresses, welcher auf der, BadeInsel Hankö id Christianiafjord abgehalten wurde, beschäftigte sich der Landes - Verein norwegischer Aerzte mit dieser Angelegenheit. Als Gäste waren Vertreter aus Dänemark und Schweden, sowie der Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Volksbäder, Professor O. Lassar, eingeladen worden. Dieser gab ein ausführliches Resume über den Stand der deutschen Volksbäder und die im Deutschen Reiche erfolgreichen Bestrebungen für deren Verbreitung. In Skandinavien interessirt man sich vornehmlich für Einführung der finnländischen Wasserdampf - Badestuben, welche in der That wegen der Einfachheit ihrer Einrichtung auf dem flachen Lande besonders angebracht erscheinen. Alle größeren norwegischen Städte dagegen haben seit lange die Volksbrausebäder eingeführt. Hierüber berichtete Dr. Lyder Borthen aus Dröntheim, wo jenseits des Polarkreises diese Art von Bädern große Volksthümlichkeit bei allen Klassen der Bevölkerung gefunden bat
Mit einem merkwürdigen Erfinder" hatte sich dieser Tag: die Pariser Polizei zu beschäftigen. Auf den Gclciscn einer Straßenbahnlinie sahen Passanten einen schon ergrauten Mann unbeweglich sitzen, die Augen fest auf einen heransausenden Straßenbahnwagen gerichtet. D:r Führer des Wagens gab wiederholt das Warnungsstgnal, doch der Fremde rührte sich nicht vom Fleck. Erst als der Wagen unmittelbar vor ihm zum Stehen gebracht worden war, erhob sich der Alte, indem er murmelte: Ja, ja, so geht es," nahm hinter dem abfahrenden Wagen sofort wieder seinen alten Platz auf den Schienen ein und wiederholte bei derAnkunft eines neuen Trains das Schauspiel von vorhin. Natürlich beobachtete, durch dieses on derbare Gebühren angelockt, bald eine größere Menschenmenge den Mann, und so wurde auch die Polizei auf ihn aufmerksam gemacht. Ein Schutzmann brachte ihn nach der nächsten Polizeiwache, und hier erzählte er dem Commissär, daß er, veranlaßt durch die vielen Straßenbahnunfälle, eine wichtige Erfindung gemacht habe, welchc es ermögliche, all: Vetriebsstörungen und Unglücksfälle bei der Elekirischen" aus der Welt zu schaffen. Im Falle einer Gefahr sei es nur nothrenbig, daß Derjenige, welcher befürchten müsse, von einem Straßenbahnwagen überfahren zu werden, ruhig liegen bleibe und das herankommende G:fährt fest in's Auge fasse. Die Ma. schine werde dadurch hypnotisirt, steh? still, und die Gefahr sei beseitigt. Um seine Erfindung nun auf ihre Brauchbarkeit hin zu prüfen, habe er selbst die Probe auf das Exempel gemacht und sei sehr befriedigt von dim Ausfall des Versuches. Gleichzeitig bat er, zum Polizeipräfekten geführt zu werden, damit er diesen von seiner Erfindung in Kenntniß setzen 5önne. Der Beamte versprach, den Wunsch zu erfüllen, und ließ den bedauernswertben Mann in eine Irrenanstalt schaffen. E i n merkwürdiges Erlebniß hatten unlängst die Besucher des Ealing - Theaters in London. 'Während des 1. Aktes entlud sich ein ungemein heftiges Gewitter über London, ein Abzugskanal, der hinter dem Theater vorbeiführte, konnte die Wassermassen nicht fassen, und der Etrom ergoß sich in das Theater. Parkett und Orchester wurden überschwemmt und mußten geräumt werden. Die Vorstellung wurde aber nicht unterbrechen, und während die Darsteller auf der Bühne ihre Verse deklamirten, war ein halbes Hundert Männer beschäftigt, mit Eimern die trübe Fluth auszuschöpfen. Es war ohne Zweifel eine. Vorstellung, wie Zuschauer und Darsteller .sie noch nicht, crleöt, haben.. ! Ein Radfahrer aus Jraunschweig wurde kürzlich auf einer Tour nach Hildcsheim hinter der Ortschaft Lafferde von Feldarbeitern mit Steinen bombardirt. wobei ein scharfkantiger Stein so heftig den Laufreisen traf, j daß dieser undicht wurd. Der Radfahrer stellte darob die Leute zur Rede, erntete aber nur Spott und Hohn. Er setzte sich nun ruhig neben den Straßengraben und flickte den Laufmantel, wobei die Arbeiter neugierig zusahen... Es entwickelte sich dabei ein Gespräch zwischen den Leuten und dem Radfahrer und bald war die Stimmung eine so freundschaftliche, daß. Letzterer mit seinem Kodak ein Gruppenbild der Fcldarbeiter aufnahm. Die Leute warteten von Tag zu Tag auf das Eintreffen des ihnen versprochenen Bildes. Endlich kam es an. Der Ueberbringer war aber ein Gendarm, der die Photographirtcn einlud, mit ihm zum Herrn Amtsrichtec zu gehen. Schlecht gedankt. Der Kanzlist Kriecherle will sich gerade rasiren lassen, als sein Vorgesetzter in die Barbierstube tritt. Selbstverständlich flieat Kriecherle sofort in die Höhe: Bitte, Herr Director, ich habe Zeit!" . Director (stirnrunzelnd): So, Sie haben Zeit, Kriecherle? Ist's denn gfährlich, wenn Sie mal drei Minuten zu früh auf's Bureau gehen?" DieberühmtenTempelr u i n e n auf Philae, der heiligen Insel der alten Aegypter. sind bekanntlich durch den großen Nildamm in Assuan in Gefahr gebracht, zerstört zu werden, da die Insel zu Zeiten . unter. Wasser steht. Ein englischer Ingenieur hat bereits angeregt, die Bauten auf eine höhere und trockenere Insel zu bringen, aber die Archäologen sind damit nicht einverstanden, da dadurch das geschichtliche Interesse zum großen Theil verloren gehen würde, und außerdem ist es zweifelhaft, ob das Geld für diese Arbeit aufgetrieben werden könnte. Eine überraschende Nachricht wird nun aus Cairo geschrieben: Ein amerikanisches Syndikat hat der ägyptischen Regierung das Anerbieten gemacht, 'hm den gefährdeten Tempel für 1 Million Pfund zu verkaufen, und zwar w der Weise, daß der Tempel abgebro chen und nach Amerika transportirt wird. Im vorigen Jahrhundert sind zwei schöne Obelisken aus Luxor nach Europa gebracht worden, einer, die Nadel der Kleopatra", 1820 auf den Waterlooplatz nach London, der andere 1833 auf den Konkordienplatz nach Paris. Die Wegführung eines ganzen Tempels wäre wohl das Frappanteste, was in dieser Hinsicht je geleistet wor den iÜ.
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