Indiana Tribüne, Volume 27, Number 40, Indianapolis, Marion County, 8 October 1903 — Page 5
Jndiana Tribüne, 8. Oktober 1903
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In dcr Ardctt Itcrt ticr Srgcn!
Von Susanna Zxcxt. In der Arbrit liegt der Srgen, Eck ZI! nicht vorwärts, Iliait uÄief I 3u d'N vorze'chriebneil egrn. In ien Michkcn liegt das Cliicf. Jage icht in weite Ferne Nach manch eitlem, schnödem 3iitl Ta sind Teineö 'lücleosterne, ih.'o der innre Frieden ruht! In des Hanse? schlichtem Kreise Schüsse Tn mit liebem Blick, Sirfe 2u mit frommem gleiste. In dem Hanse liegt das Elückl Wirf icincu ötrin auf fteincu 3tacöllcn. Erzählung cen Edcishrim.INcla. Draußen klingelte es. Gleich darauf brachte mir der Diener einen ExpreßBrief, der soeben gekommen war. Auf den ersten Blick erkannte ich die Handschrift Hamilkar Kruczinskys. Diese runden, regelmäßigen und sympathischen Buchstaben haben mich schon zu dielen heiteren Familienmahlen geladen. Der Brief kam aus Laibach. Hamilkar war vor einer Woche nach Nizza gereist, um sein: Nerven in Ordnung zu bringen. In der letzten Zeit kam er mir wirklich etwas nervös vor. Wie mag es ihm jetzt wohl gehen? Der Brief lautete folgendermaßen: Lieber Ludwig! Uebermorgen wird alle Welt icijjen, daß ich defraudirt habe. Ich kann mein Verbrechen nicht mehr gut machen. Ich weiß nicht, ob ich meine Schande überlebe, so viel jedoch ist sicher, daß Ihr mich lebend nicht wiedersehen werdet. Im Namen unserer alten Freundschaft bitte ich Dich, bereite meine arme, gute Aniela auf den entsetzlichen Schlag vor. Sie ahnt nichts, und ich will nicht, daß sie die Sache aus den Zeitungen erfahre. Ich versuchte es. war aber nicht im Stande, ihr zu schreiben. Du Pflegst oft mit großer Nachsicht von Leuten zu sprechen, die der Sünde anheimfallen. Vielleicht kannst Du Dir auch denken, daß ich kein schlechter Mensch bin, auch wenn ich Schlechtes gethan. Sage Aniela, sie möge mir verzeihen, wenn sie kann, und küsse statt meiner meine armen Kinder. Gott lohne Deine Güte! Es grüßt Dich Dein Unglücklicher Freund Hamilkar Kruczinsky. 1 L. Dich will ich keineswegs in mein Verderben verwickeln, Du kannst deshalb ohne Weiteres diesen Brief der Polizei übergeben. Hamilkar." Kruczinsky gehörte zu jenen meiner Bekannten, denen ich meine Ehre und mein Vermögen anvertraut hätte. Ich gestehe mit einer gewissen Scham, daß er schon der 'zweite von meinen Vekannten ist, der defraudirt hat. Auch der erste war ein so feinsinniger, sympathischer und ordentlicher Mensch wie Kruczinsky, auch er war ein musterhafter Familienvater und auch er war bei feinen Vorgesetzten sehr beliebt. Vormittags zehn Uhr betrat ich die Wohnung der Kruczinskys. Sie wohnten am Ende der Stadt, ihre Fenster gingen auf die Weichsel hinaus. Ich hatte damals noch keine Ahnung, was ich der Frau sagen werde. Wie soll man der liebenden Frau mittheilen, daß ihr Gatte ein Schurke ist? Hierüber fehlt es im Knigge an Rathschlagen. Frau Kruczinsky befand sich im großen Familienzimmer und verabreichte ihren Kindern gerade das Gabelfrühstück. Man empfing mich freundlich, wie man eben einen alten Freund des Hauses empfängt. Setzen Sie sich," sagte die Frau, auch Sie bekommen von den warmen Pogatschen!" Woran ich in zehn Jahren nicht gedacht habe, ward mir jetzt auf einmal klar: dieser elende Mensch mußte zum Tefraudanten werden! Sein Unglück war, daß er eine vornehme Seele war und vor allem Gewöhnlichen eine Scheu hatte; er war der Märtyrer seines künstlerischen Geschmackes. Er haßte die Papiertapeten, die Oeldrucke, die wohlfeilen Zierate der Krakauer Tapezirer und den knickerhaften Prunk. Seine Wohnung war mit der prächtigen Einfachheit eingerichtet. welche die Privatappartements der Fürsten charakterisirt. Stuckplafonds, Seidentapeten, auserlesene Kunstoo jekte. Das Zimmer lag nach Süden: es war sehr hell, obgleich es draußen stark schneite. Ueber dem auf Glas eingerichteten venezianischen Kamin htnq em prachttaes Gemälde. Das Gas brannte im Kamin und das Zim 'mer war mit einem angenehmen.Tan nenduft erfüllt. Die Kruczinskys wohnten in vornehmer, reiner und wohliger Atmosphäre. Die Frau macht stets einen so blühenden und frischen Eindruck, als ob sie eben erst aus kaltem Wasser gekommen wäre. Ihr Haar ist braun und wellm, der Teint ihres energ: schen Gesichtes bräunlich-roth, ihr Blick fest und heiter, der Mund zwar groß, aber schön geschnitten und die Zähne herrlich. Wendet sie ihr Antlitz dem Lichte zu. dann sieht man. daß ein feiner Flaum ihre Haut sammtartig macht. ?ie ist etwas starkknochig, oa für aber seh?-zZerllch. Sie kleidet sich immer einfach, aber mit Sorgfalt und Geschmack. Auch jetzt hat sie eme heil blaue Bluse und einen weißen Flanell rock an. Ihr Fuß ist nicht klein, ab wohlaeformt. und ior Sazud eleaaiu.
Die beiden kleinen Mädchen sind
weiß gekleidet, über dem Ohre hat man ihnen eine blaue Seidenmasche in's Haar gebunden. Die blonden Pllppchen sind fast unheimlich schön, sie sind rosig, rund, fein, wie ich bitte um Vergebung mit Milch gefütterte Ferkelazen. Aucn aus lbrem (timDmennf steht lächelt ständig vie heitere Ruye ihrer Mutter. Ich habe von Hamilkar einen Bnes bekommen." begann ich. Mi? hat er gestern schrieben, oemerkte die Frau. Uebermorgen wird er schon hier sein." Und mit scherzhafter Bitterkeit fügte sie hinzu: Man sollte es nicht glauben, was so eine arme Strohwittwe auszustehen hat! Auch heute ist mir eine Unannehmlichkeit widerfahren: es hat sief herausgestellt, daß die Bonne stiehlt." Die kleine Sonja? .Ja." Hamilkar'. hat mir einen Auftrag ertheilt, ich bin auch deshalb gekommen," begann ich von Neuem. Ich wem schon, was es ist. Er will durchaus, daß wir meinem Bruder die Zinsen erlassen; darüber haben wir schon viel gestritten. Dieser Mensch hat ein fabelhaft gutes Herz, und wenn ich nicht wäre, er hatte sich gewiß schon ruinirt " Das Antlitz der Frau Kruczinsky hellte sich plötzlich auf. Sie sprach vom guten Herzen ihres Gatten, und da siel ihr etwas ein. Kommen Sie. ich zeige Ihnen etwas. Aber wehe Ihnen, wenn Sie plaudern!" Sie führte mich in's Nachbarzimmer. Auf dem Ebenholzklavier stand ein Marmorbildwerk: die Doppelbüsie der kleinen Mädchen. Die beiden Steinköpfchcn waren aneinander gelehnt und lächelten. Es war ein schönes und gutes Konterfei. Die Weihnachtsuberraschung Hamilkars. Er ahnt gar nicht, daß die Kleinen zum Bildhauer gingen. Ich fürchtete immer, daß die Eine oder Andere sich bei Tisch verplappert, aber sie haben das Geheimniß treu bewahrt! Gefällt Ihnen die Büste?" Sehr!" Wie soll ich nun dieser Frau erzählen, daß ihr Mann defraudirt hat? Onkel," sagte das größere Madchen, wir wissen einen Weihnachtsvers. Wl? haben ihn für Papa gelernt!" Sagt ihn auf!" redete ihnen die Mutter zu. Sie sagten das Gedicht zusammen auf. Es war darin von Hirten, Schäfchen und Engeln die Rede, und vom Klang ihrer leise hallenden Mollftimmchen begannen die Augen der Mutter feucht zu werden. Dann schämte sie sich aber ihrer Empfindsamkeit und lachte sich selbst aus. Als die Kinder geendet hatten, küßte ich sie Beide. Ihr Vater hatte mir ja ohnehin aufgetragen, sie in seinem Namen zu küssen. Den angenehmeren Tbeil meiner Mission hätte ich also erledigt. Und dieser Frau sollte idi da jetzt mittheilen, daß ihr Mann sich an fremdem Gelde vergriffen habe! Man brachte Likör herein, die Hausfrau selbst trank auch ein halbes Gläschen, und mich überkam mit einem Male ein wohliger und leichtsinniger Fatalismus. Mir war, als lohne es gar nicht der Mühe, sich jetzt mit Hamilkars Dingen abzuquälen. Irgendwie wird sich die Sache schon machen. Freuen wir uns an dem, was da ist. An der schönen Wohnung, der lieben Frau, den reizenden Kindern. (Wahrscheinlich hat einst eine ähnliche seelische Ermattung Kruczinsky zum Diebstahl getrieben.) Die Hausfrau sah nach der Uhr und drückte dann auf die Klingel. Die Mädchen werden jetzt angekleidet. Sie gehen vor dem Speisen eine Stunde spazieren. Unterdeß erzählen Sie mir. was mir mein Mann sagen läßt." Gut." J::tka, das Stubenmädchen, trat in'z Zimmer. Gnädige Frau," sagte sie mit gehkimniMller Stimme, aber freudestrab kndem Gesicht, man ist von der Polizei da Beim Klänge dieses Wortes lief es mir kalt über den Rücken, als ob man m i ch holen gekommen wäre. Eine schwarze Gestalt trat ein. Es war eine Art salopper Herrenerscheinung mit gelbem Teint und gefärbtem Schnurrbart. Ich erkannte auf den ersten Blick den Geheimpolizisten. Sie kommen vom Herrn Polizeidirektor?" fragte die Hausfrau. Ja, gnädig? Frau." FrauKruczinsky wandte sich mir zu. Ich schrieb wegen der Sonja an die Polizei. Wer hätte das von dieser Scheinheiligen gedacht? Sie hat mein Armband mit den Smaragden gestohlen. Es war nicht sehr werthvoll, aber ein liebes Andenken. Mein Mann schenkte es mir, als Elly zur Welt kam. Jutka fand den Pfandschein davon unter den Sachen der Bonne. Dabei kam heraus, daß die Duckmäuserin auch einen Geliebten hat, irgend einen Kommis, dem sie das Geld gab. Dabei stammt sie aus anständiger bürgerlicher Familie." Erleichtert athmete ich auf! Gott sei Dank, daß es nur das ist. Bis zum Mittag habe ich noch Zeit, die Frau auf alles vorzubereiten. Gleich darauf wurde ich Zeuge einer sehr peinlichen Szene. Man rief die nichts ähnende Bonne in's Zimmer
ein blondeZ, rundliches und ein bischen einfältig aussehendes Mädchen. Der Detektiv trat rasch auf sie zu und schrie sie barsch an: Diebin!" Die kleine Dumme wurde tresdebleich, begann zu ztttern und dann zu schluchzen. Sie leugnete gar nicht. Ja sie habe das Armband gestohlen und verpfändet Das Geld habe sie ihrem Bräutigam gegeben. Ihm sei von den anvertrauten Geldern etwas abhanden gekommen (ich glaube, es handelte sich um zweiundzwanzig Gulden!), und sie wollte die Existenz ihres Bräutigams retten. Sie glaubte, die Gnädige werde nichts merken, weil st: das Umband schon seit mehr als einem Jahre nicht getragen habe. Sie hätten Beide den Plan gehabt, wenn sie den Betrag erspart haben werden, das Armband auszulösen und wieder auf, seinen Platz zu bringen. Die Sache M in Ordnung," meinte der Polizcibcamte. der Bräutigam also ist ihr Mitschuldiger." Damit faßte er das Mädchen am Arm. Du kommst jetzt mit!" Darauf war die Kleine anscheinend nicht vorbereitet. Entsetzt warf sie sich der Hausfrau zu Füßen und flehte um Verzeihung. Sie könne nie wieder ihren Eltern in die Augen blicken, wenn sie eingesperrt weide! Ich glaube, Sie können ihr verzeihen," sprach ich leise zur Hausfrau. Diese schien meine Einmengung augenscheinlich unangenehm zu berühren. Davon kann keine Rede sein! - Dem Einbrecher, der sich in ein fremdes Haus hineinstichlt, kann man eher verzeihen als einem Hausdieb. Der Hausdieb mißbraucht das in ihn gesetzte Vertrauen, und das ist das Abscheulichste auf der Welt!" Ich mußte an Hamilkar Kruczinsky denken, auf den sich seine Vorgesetzten so sehr verließen. Ich an Ihrer Stelle würde ihr jetzt doch verzeihen "
Warum ,an meiner Stelle?' Warum jetzt?" Die Diebin verstand wohl nicht, was wir sprachen, aber sie mußte fühlen, daß, wenn ihr überhaupt Jemand Hilfe bringe, nur ich das sein könne. Händeringend sah sie mich mit verzweifeltem Jammern an. Schließlich spielte ich meine letzte Karte aus. Bedenken Sie. sie hat aus Li:be gefehlt!" Ich würde ihr verzeihen, wenn sie es aus Hunger gethan hätte. Aber sie litt in nichts Noth. Es ging ihr bei mir sehr gut, das wird sie selbst nicht lergnen. Ich behandelte sie so. als ob sie zur Familie gehörte. Auch ein Weihnachtsgeschenk hab' ich schon für sie bereit " (Bei diesem Worte brach das Mädchen ich weiß nicht weshalb in krampfhaftes Schluchzen aus. Heiße Thränen liefen ihr über beide Wangen.) Frau Kruczinsky aber fuhr fort: Ich bin nicht herzlos, das wissen Sie auch. Aber derartige sentimentale Klügeleien kann ich nun einmal nicht leiden. Jeder weiß, was er thut. Und Jeder ist dafür verantwortlich. Führen Sie sie fort!" Diese letzte Aufforderung galt dem Detektiv. Das Mädchen lag auf der Erde und schrie wie ein zur Schlachtbank gczerrtes Thier. Und der Detektiv schleppte sie auch ganz wie ein Thier aus dem Zimmer. Bei der Thür klammerte sich die Unglückliche noch mit beiden Händen fest, und Jutka welcher die ganze Szene allem Anschein nach einemir unerklärliche Freude bereitete mußte ihre Finger einzeln auslösen. Den furchtbar traurigen Blick, den die Bonne mir damals zuwarf, werde ich nie vergessen. Frau Kruczinsky war vor alledem in's Nebenzimmer ceflüchtet. Als es dann draußen ruhig geworden war, kam sie wieder zu mir herein. Eine Zeitlang ging sie wortlos auf und ab, dann blieb sie vor mir stehen. Es war eigentlich schade, wegen dieser Nichtigkeit zu streiten. Glauben Sie nicht?" Ich konnte ihr nicht antworten. Meine Seele war voll bitteren Zornes. Frau Kruczinsky war sichtlich bestrebt, dem Gespräch eine andere Wendung zu geben. Richtig," meinte sie, was läßt mir denn mein Mann sagen?" Er läßt Ihnen sagen, Sie mögen ihm verzeihen, wenn Sie können. Er kommt nicht wieder nach Hause, weil er defraudirt hat." Ich hatte es gesagt. Im nächsten Augenblick schon wäre es mir lieber gewesen, stumm geboren zu sein. Jetzt blickte mich diese Frau verzweifelt, mit kreidebleichem Gesicht und gerungenen Händen an. Leo XIII. und St. Martial. Papst Leo XIII. war ein eifriger Sammler von Reliquien. Er besaß davon eine große Anzahl und hatte sich manche mit großer Mühe erkämpfen müssen. Vor einigen Jahren wünschte er eine Reliqui? vom authentischen Skelett des heiligen Martial, welches in der Kathedrale der französischen Stadt Limoges aufbewahrt wird. Dasselbe ist vollstandig und die Domherren weigerten sich, irgend etwas davon herauszugeben. Nun wurde aus dem Wunsche des Papstes ein formeller Befehl, aber die DomHerren blieben hart. Um den Zwist zu schlichten, schlug der Bischof von Limoges vor, man solle dem Skelette einen Zahn ausziehen. Das that denn auch der erste Chirurg von Limoges und so bekam Leo XIII. seinen Zahn des heiliaen Martial.
imlm i :!-:!-!- -- I-I-I-H-i Haus, Hof und Knd 4 H"i"M i"!-:-:-:-!-!!'':":":..:":":. !. ,:..!..!"!"!. U m Ameisen aus Küchenschränken oder Plätzen, an denen Honig aufgestellt ist, zu vertreiben, wird ungelöschter, zu Staub verfallener Kalk an diesem Orte herumgestreut, die Plätze wieder aufgewaschen, dann wieder Kalk gestreut. Ansteckung bei Kindern. Die Kinder sind für Giftstoffe der Grippe, des Schnupfens, der Halsentzündung überaus empfänglich und man kann sicher sein, daß, wenn ein Erwachsener in der Umgebung des Kindes mit einem dieserLeiden behaftet ist, sich dasselbe auch' auf die Kinder überträgt. Man thut also gut daran, sich von jedem unnöthigen Verkehr mit den Kindern fernzuhalten. Konservirung des Holzes durch Rauch. Das Verfahren besteht darin, das Holz vier bis sechs Wochen der Einwirkung kühlen Rauches auszusetzen, wodurch sich die festen Bestandtheile des ersteren dicht zusammenziehen, ohne Risse zu veranlassen. 4 Hierauf wird dasselbe mit einem konservirenden Anstrich, nämlich Oel, Theer u. s. w., versehen. Bei Feuerung durch Tag und Nacht wird in der halben Zeit der gleiche Erfolg erzielt. Da es sich -nur um Erzeugung von Rauch handelt, so würde sich zur Feuerung grünes Astholz, vorzüglich harziges, eignen. Nippessachen zu reinigen. Nippesgegenstände aus Porzellan, Muscheln, Glas etc. reinigt man mit lauem Seifenwasser mittelst eines weichen Pinsels oder sehr weicher Zahnbürste, dann wird gut nachgespült und getrocknet, ebenso reinigt man die Figuren aus Biskuitporzellan. Nippes aus Elfenbeinmasse werden sauber und verlieren ihr gutes Aussehen nicht, wenn man sie in lauwarmem SalmiakWasser und weicher Bürste oder Pinsel abwäscht und sofort spült, doch dürfen die Sachen nicht abgetrocknet werden, sondern müssen an der Luft (nicht Sonne) trocknen. Gegenstände aus cuivre poli und Kupfer werden mit einem weichen Läppchen und Oel abgerieben. Kleine Holzschnitzereien werden wie neu, wenn man sie nach dem Abstäuben mit eine: Schellackauflösung (farblosem Lack) überstreicht. Schinkenklöße (märkisch). Tags vorher abgekochte Kartoffeln werden durch die Maschine getrieben, oder wenn keine solche vorhanden ist, fein gerieben es dürfen aber keine Stücke dabei bleiben. Dann werden sie mit einigen Eiern vermischt, und wenn sie nicht mehlhaltig genug sind, aüch etwas Mehl daran gewirkt, so daßes in Kloßteig wird, der sich von der Schüssel ablöst. Man nimmt so Diel Eier, daß man seiner Flüssigkeit zum Kloßteige bedarf. Hat man aber nicht so viel, so nimmt man Milch oder Sahne daran. Unter diesen Teig mengt man nun in Würfel geschnitienen mageren Schinken, den man circa eine Minute in kochend heißer Butter, irroer eine Zwiebel gebraten ist, gedünstet hat (zugedeckt, damit das Aroma nicht entweicht). Nun formt man Klöße aus der Masse und kocht sie in Fleischbrühe oder in kochendem SalzWasser. Zu den Schinkenklößen schmecken am besten Kalbskoteletts und frisch gedünstete Birnen, doch kann man auch gekochten oder rohen Schinken und Backobst dazu geben. Goldfische in Aquar i e n. Das Gedeihen der hübschen, schimmernden Bewohner im Aquarium hängt wesentlich von der Pflege derselben ab. Das erste Erforderniß ist häufiges Wechseln des Wassers, was aber so zu geschehen hat, daß die Thierchen nicht gestört werden. Anfassen mit der Hand oder Fangen im Netz ängstigt sie unn'öthig. Man bedient sich deshalb eines Behälters, der unten mit einem Ablaßrohr versehen ist. Auch auf die Ernährung kommt viel an. Man füttert mit Fliegen und Ameiseneiern, auch ab und zu mit Eidotter, Weizenbrod und Oblaten; doch muß man dabei vorsichtig sein, letztere versäuern leicht das Wasser. Im Ganzen hüte man sich vor dem Zuviel, an dem die meisten Goldfische zu Grunde gehen. Auch füttere man im Winter weniger als im Sommer. Ueberhaupt behandle man die Thier chen möglichst so, wie sie in der Freiheit leben. So ist es sehr gut, wrnn man in die Aquarien Wasserpflanzen bringt. wie Teichllnsen, Entengrütze, Schuf pflänzchen etc., weil diese das Wasser vor Fäulniß bewahren, andererseits dem Wasser Nahrungsstoffe zuführen, die wesentlich zu: naturgemäßen Er nährung der Aquarienbewohner und damit zu deren Gedeihen beitragen. Gegen Moos auf Rasen und Wiesen. Zuerst wird mit einem scharfen eisernen Rechen das Moos so viel als möglich ausgerissen und entfernt, dann der Boden mit einer Mischung von Holzasche und zerfallenem Kalk überstreut, wodurch das noch vorhandene Moos vernichtet und der Graswuchs befördert wird. Noch besser erreicht man den Zweck, wenn man die Asche und den Kalk mit einer hinlänglichen Menge guter Erde vermischt und vor Aufbringen dieser Mischung etwas frischen Grassamen aufstreut. Auf moosigen Wiesen ist auch Steinkohlenasche anwendbar, wenn sie im Spätherbst oder sehr zeitig im Frühjahr aufgebracht wird.
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