Indiana Tribüne, Volume 27, Number 39, Indianapolis, Marion County, 7 October 1903 — Page 6
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Die Körner als Kneippiancr. Cine Kaltwasserkur rettete dem Kaiser Nugu, stn das Lebe. In Folge der Anstrengungen während des Krieges gegen die Asturier und Kantabrier in Spanien hatte sich Kaiser Augustus eine schwere Leberfrankheit zugezogen, die all ärztlichen Kunst spottete. Tie Aerzte wandten, als er nach Noin zurückgekehrt, warme Väder an. jedoch ohne jeden Erfolg. Niemand glaubte an sein Aufkommen. Er selbst traf in der Erwartung seines Todes alle nöthigen Verfügungen. Er war schon ganz von Kräften, als ihm geratben wurde, sich der Behandlung des Arztes Antenius Musa anzurertrauen. Mus.-, wandte, an Stelle der warmen, kalte Waschungen an und ließ ihn kaltes Wasser trinken; außerdem verordnete er ihm den Genuß von srisckem Salat, den ihm sein früherer Arzt ausdrücklich untersagt hatte. T?r Erfolg dieser ungewöhnlichen Kur. die als äußerst gefährlich angefcben wurde, war überraschend. Augustus wurde gesund im Jahre 23 v. Ehr. Tem Musa crricötete man aus freiwilligen Beiträgen ein Standbild neben der Bildsäule des Aesculap. Bon Auguftus und dem Senat erhielt er große Geldgeschenke und die Erlaubniß, golcer.e Ringe zu tragen. Dadurch wurde er in den Ritterstand aufgenommen, obwohl er ein Freigelassener war. lß:rdem erbielt er für sich und seine
tandesanoisen Steuerfrecheit für z'.vige Zeiten. Fortan war Musa ein berühmter Mann, seine Kur wurde Iodesache. Auch Horaz nahm den TJjluc zum Hausärzte und wandte nach iner Anordnung kalte Bäder an, die auÄ im Ainte? gebrauch! werden mußen. während er sich vorher nur der ',-arme:: Läder in Bajä bedient hatte. vach der Naturgeschichte des Punius : jede aufkommende Geistesrichtung ursprünglich berechtigt, sie Zerstört sich aler selbst, indem sie übertreibt, und macht dadurch der entgegengesetzten Dichtung Platz. Dieselbe Erfahrung machte man im alten Rom mit der Kaltwasserkur. Wir können annehnen, daß sie bald übertrieben und auch in solchen Fällen angewandt wurde, in denen sie schädlich wirken mußte. Bald nach der Genesung des Auguftus erkrankte sein Neffe Mareellus an einer Krankheit, deren besondere Art uns nicht mitgetheilt ist. Musa nahm an ihm dieselbe Heilmethode vor, aber Mareellus starb in kurzer Frist. Der Philosoph Seneea erzählt, er sei früher ein so großer Freund des kalten Bades gewesen, daß er jedesmal am 1. Januar den Kanal begrüßte, der um die Rennbahn herlief, und das neue Jahr durch einen Sprung in die Aqua Virgo, die berühmte Wasserleitung rn Rom, einweihte. Spater aber badete er im Tiber, weil das Wasser weniger kalt war als im Kanal oder in der Wasserleituna. bald aber kehrte er zur Badewanne zurück und badete im Wasfer, das von der Sonne erwärmt war. DaS Jnfcktenauge. Ueber das Sehvermögen der Jnfekten gehen die Meinungen so weit auseinander, daß einerseits behaupte! wird, das Jnfcktenauge sei zum Erkennen der Formen ebenso geeignet wie das menschliche, anderseits dies durch aus in Abrede gestellt wird. Für beide Ansichten lauen sich Beobachtungsergebnine anführen, nur ist gerade in diesem Falle die Teutung der Beobacht tungen sehr schwierig. Neuerdings kommt E. Heycke zu dem Ergebnisse, daß das Jnsettenauge nur zum Erkennen der Farben und der Bewegung, nicht aber der Formen geeignet sei. Er läßt es dabei unentschieden, ob die Inselten die Farbe als solche oder nur als Hellizkeits unterschied wahrnehmen. Nach seiner Meinung gibt es im Leben der Insekten keinen Borgang, für den Erkennen der Form unbedingt nothwendig sei. Nur an der Bewegung würde hiernach das Insekt seinen Feind erkennen, und gerade die zusammengesetzten Augen dieser Thiere sind in hohem Grade geeignet. Bewegungen sehr deutlich wahrnehmbar zu machen. Für die Erkennung der Formen sind aber die Facettenaugen der Infekten auch wegen ihrer Unbeweglichst seh? wenig geeignet. Ueber das Vorkommen von Arsenik in der Natur machte Armand Gautier jüngst in einer Sitzung der Pariser Akademie der Wis' senschaften interessante Angaben auf Grund eingehender Untersuchungen. Es ist ihm gelungen, seine analytisclic Metbode so zu vervollkommnen, daß er selbst den 1000. Theil eines Mili gramms Arsenik nachweisen kann. So fand er im Wasser des Aermelkanals in eine? Tiefe von 30 Meter und in einer Menge von einem Liter 0.CC9 Milligramm Arsenik. Im Kochsalz fand er auf 100 Gramm 0.003 Milligramm. Auch in verschiedenen Mine ralwassern und Gasen hat er minimale Mengen von Arsenik nachweisen können. Man hat den Einwurf erhoben, daß sich in den Gefäßen, in welchen er diese Analysen vornahm, bereits Arsenik befunden hätte. Gautier behauptet aber, er habe sich vor einem solchen Fehler geschützt. Seltsamer Fund. Bei Vor nähme einer Dachreparatur im Rentamtsgebäude. früherem Kapuzinerklo ster in Vurglengenfeld. Bayern, wurde neulich, gut versteckt, ein Packet Beichtzettel aus dem Jahre 1759 gefunden.
233 Deecher Straße. Atlanta. (Sa. Fiele Leute denken, das; Patentmcdlzinen wertblos sind, aber wenn alle Frauen, die leidend und krank sind, wie tA eS roar. meine Erfahrung mit dem Winc of Cardul haben könnten, dann würden sie ihre Ansicht ändern. Ich hatte in der That keinen einzigen gesunden Tag seit meinem fünfzehnten Lebensjahr, da ich während der Periode manchmal an zu starker und dann wieder an zu spärlicher Menstruation litt, die sehr unregelmäbig und schmerzhast war. Ich hatte solche Schmerzen in meinem Rücken, dab ich nicht liegen, und keine bequeme Stclluna beim Sitzen finden konnte, und auf diese Weise mußte ich jahrelang, jeden Monat eine Woche leiden.
Natürlich hatte ich verschiedene
dachte, ich wäre geheilt, aber in kurzer Zeit kam das Leiden wieder, und I innr mit im Stande hnnprrho Minderung durch den Gebrauch don
wine or caraui u erlangen, der mich tn vret Zonalen lurwie. jcq ein vuy j nun seit einem Jahre gesund, und habe dekhalö allen Grund zu glauben. 17 ff dab ich es bleiben ronde. "
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Tcr Wlne of Cardul ist cinc Mcdizn, die privatim zu Hause mit denselben wohlthätigen Folgen genommcn werden kann, als wenn sie von den besten Aerzten in der Welt verschrieben worden wäre. Diese einfache Behandlung verfehlt nie. gehörige Menstruation zu veranlassen, und erlaubt der Kranken, in ruhiger Weise die Würde der Weiblichkeit, ohne irgend welchen Schaden zu erlangen. Fräulein Dockcndorf hätte all' ihr Leiden vermeiden können, wenn sie sofort den Wine of Cardui eingenommen hätte, und jede Mutter sollte .. . nvi , e.r. .t. i!. f.. . !.. c. r. . ..... .
ihre Tochter mit dieser vcruyrnten 2'ccotzm ocr,eyen, ege meieioc in oas raucnaircr eintritt. Xic guten Wirkungen der Medizin werden sich durch ihr ganzes Leben fühlbar machen. Der Wlne of Cardul ist eine Medizin, die sowohl alte, wie junge Frauen heilt. Er ist ein sicheres Linderungsmittel für unregelmäßige und
sckmerzbafte
sckwacke und nervöse Frauen heimsuchen.
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r?XJ '.!? 'r,?-.:. Dcr spanische König. Die Kölnische Zeitung" schreibt: Von mancher Seite wird der junge spanische König noch immer als eine Treibhauspflanze hingestellt, die nur bei sorgsamster Pflege weiter zu vegetiren im Stande sei. Wie falsch und übertrieben diese Lorstellung ist, geht schon aus dem Umstand hervor, daß er einer der ausdauerndsten Reiter und ein leidenschaftlicher Jäger ist. Schon mit sieben Jahren bestreg er zum ersten Male ein Pferd; es war eine reizende kleine, nur 3 Fuß 9 Zoll hohe Jaca, die ihm der Stadtrath von Burgos'verehrt hatte und die er aus Anhänglichkeit noch heute im Marstall stehen hat. In dem Maß wie er wuchs, wechselte er auch seine Pferde, und heute sind gerade die größten die von ihm am meisten bevorzugten, wie die beiden Prachtvollen englischen Reitpferde, die ihm seineMutter im vorigenJahre anläßlich seiner Thronbesteigung schenkte. Das eine trägt den Namen Ali" und wurde bei der großen Parade am 19. Mai v. I. zum ersten Male und seitdem sehr oft geritten; das andere ist ein Hunter (Jagdpferd). Mit neun anderen, ebenfalls Geschenke, wie Argentino." das ihm der Bürgermeister von Buenos Aires mitbrachte, bilden sie einen speziellen Marstall, womit nicht gesagt sein soll, daß er nicht auch andere reitet. Im Gegentheil, er hat auch die der Stallmeister und Kouriere und sogar der Reitknechte bestiegen und probnt. Er kann das ruhig wagen, da er durch langjährige Uebung eine große Geschicklichkeit erlangt hat. wie er mehrfach bei dem sogenannten Schleifenrennen, Voltigiren und anderen Reiterkunststücken bewies. Am liebsten würde er an einer richtigen Steeplechase theilnehmen und mit den jungen Offizieren über Gräben und Hecken um die Wette reiten, wenn dem nicht Etiketterücksichten entgegenständen. Auch die Leibpferde seiner Tantc, der Jnfantin Jsabel. die eine kühne Reiterin ist, hat er oft geritten. Seine körperliche Widerstandsfähigkeit ist so groß, daß er von seinen Alters genossen den Beinamen der Unermüdliche" erhalten hat. Dabei pflegt er bezüglich Sattelung selbst nach dem Rechten zu sehen, gemäß dem alten andalusischen Sprichwort, daß man ein Pferd und eine Guitarre am besten selbst stimmt. Eine ebenso große Vor liebe wie für Pferde hat Don Alfonso für die Jagd, besonders für die Pürfche. Er schießt sehr rasch und ohne lange zu zielen. Manchmal hat er von seinem Jagdreoier, dem Pardo, in den wenigen Nachmittagsstunden, die er sich von den Staatsgeschäften und Studien freimachen kann, ein Dutzend Rebhühner mitgebracht, was heutzutage für den Pardo schon sehr viel ist. Sein jovialer, freundlicher Charakter, der bei diesen kleinen Ausflügen zu Tage- tritt, macht ihm viele Freunde. Obgleich er auch während der Schonzeit auf seinen Vesitzungen seinem Lieblingssport weiter nachgehen könnte, beobachtet er doch streng das Jagdgesetz und geht mit gutem Beispiel voran, was in Spanien, wo jede einflußreiche Persönlichkeit denkt: Erlaubt ist, was gefällt sehr viel wertb ist. U e b e r f a l l während eines Brandes. In einer Fabrik in Fürth, Bayern, wurde letzthin Nachts Großfeuer gemeldet, worauf sich sofort die ganze Stadt auf die Füße machte, um den Brand zu sehen. Diese Gelegenheit benlltzte ein Bursche, um bei einer Arbeiterfamilie einzubrcchen. Er drosselte die krank im Bett liegende Frau und durchstöberte sodann die Kästen, wobei ihm die Sparpfennige der Leute in die Hände fielen. Als die Bewohner des Hauses zurückkehrten, war der Räuber bereits verschwunden. Schönes Deutsch. An einem öffentlichen Brunnen des hannoverischen Soolbades Salzdetfurth konnte man jllngsthin den folgenden Anschlag lesen: Das Beschmutzen und Wasserholen don Kindern unter zehn Jahren ist erboten.-
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gesundheit für Mädchen.
Heilmittel für mein Leiden vrobirt. und befand ich - - - - - sSstnrt
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Menstruation in jedem Stadium, r yeur nieoerorusenoe schmerzen uno au die Lcidcn, die
I rv ? m t . . llcbrr das HäZiUdspicl. Wie S in der alten Republik Venedig b triebe wurde. Das Spiel mit Karten wurde aus dem Orient nach Europa gebracht; die erste Spielkartenfabrik ist in Venedig errichtet worden. Künstler der RenaissanceAsit waren gleich bzi der Hand, den Karten eine künstlerische Ausschmückung zu geben und allerlei Alleßorien hineinzukomponiren. Im 11. Jahrhundert legte die Republik eine Stempelsteuer auf die Karten; sie ist damit England vorausgegangen, das erst seit 1710 die Spielkarten besteuert. Kaum in einer Stadt der Welt gab cs so leidenschaftliche Spieler wie im alten Venedig; das Hazardspiel wurde zwar von der Regierung streng verboten, aber man spielte doch unbehelligt auf offenen Straßen, bei Kirchweihfesten, selbst auf dem Markusplatz, in den Kanälen, sogar in den Kirchm. Dann gab es auch Klubs und Privatkasinos, die nur Spielzwecken dienten, und im 18. Jahrhundert erheischte es der gute Ton. daß Mann und Frau derartige Lokale besuchten, aber Beide nicht ein und dasselbe. Man spielte dort meist sehr hoch, ebenso in Villen und Palästen auf dem Lande; die Zechinen zerrannen nur so unter den Fingern, und stets waren Wucherer, gleich Raben, die Aas witiern, bei der Hand, die dem Mangel an Spielgeld abhalfen. Es kam vor. daß der Spieler, bis auf Hemd und Unterhosen ausgezogen, von seinen Gläubigern nach Hause begleitet wurde, wo man ihm den Rest seiner Habe wegnahm. An Falschspielern fehlte es nicht; es war sogar Ueberfluß an dieser Menschensorte vorhanden; unter ihne waren auch herabgekommene Aristokraten, die fremde Gäste in die Spielhöllen lockten. Viele dieser Falschspieler machten, wenn sie es daheim schon zu arg getrieben hatten. Reisen in Provinzstädte und errangen dort neue Erfolge. Sie zeichneten die Karten mit den Nägeln, krümmten die Figuren leicht an den Rändern oder mischten auch geschickt nach der Art der Prestidigitateurs. Tie Polizei schritt damals in den wenigsten Fällen ein, da ihre Beamten entweder selbst spielten oder für ein paar Zechinen beide Augen zudrückten. Am verbreitetsten war das Tarockspiel, für welches besonders feine Karten gestochen wurden. Das zarte Geschlecht hielt sich beim Tarocken den Männern zur Seite; es wird unter Anderem von einer 18jährigen französischen Prinzessin erzählt, die zu einem Herzog von Modena als Braut fuhr und überall, wo sie von den Reisestrapazen ausruhte, die Spielhöllen besuchte. Die Republik wurde des leidenschaftlichen Hazardspicls niemals Herr. Thatsächlich steht fest, daß die Hazardspiele in der Lagunenstadt zumeist völlig ungestört blieben; nur insolvente Spieler wurden eingekerkert, durften aber eine andere Person die Strafzeit für sich absitzen lassen. Zuweilen beschränkte sich die Strafe darauf, im Wasser untergetaucht zu werden. Die gemeinsten und ärmsten Spieler wurden auf der Piazetta auf den Pranger gestellt, während die Polizei in die Häuser der Patrizier nicht eindrang, so daß dort das Spiel geschützt war D i e Tomaten sind eine südamerikanische Pflanze und wurden von französischen Familien, die anläßlich der Ncgerunrutjen aus San Domingo flüchteten, in den Ver. Staaten eingebürgert. Mordthat eines G r e is e s. Der 88 Jahre alte Farmer Thompson hat seinen 6sjährigen Sohn, Leroy Thompson, hinterrücks erschossen. Dann machte der alte Mann seinem eigenen Dasein ein Ende, indem er sich eine Kugel durch den Kopf schoß. Der Sohn hatte vor zwei Iahren seine Gattin im Stiche gelassen, und der greise Vater hatte ihm häufig darüber bittere Vorwürfe gemacht. Die Mordthat war von dem alten Manne sorgfältig vorbereitet worden. In der Scheune lauerte er mit geladener Doppelflinte auf seinen Sohn.
mich manchmal bedeutend bell er. und
na) ciuncginui ucutuituu utiiti. uuo u.-Y i ßt rj MV. i.k m . raulein oenoors gethan hat. Gefährliche Passaqo. Während der letzten deutschen Flottenmanöver wurde unter Anderem auch eine Uebungsfahrt des Geschwaders durch den Großen Belt vorgenommen. Die Schisse fuhren zum Theil einzeln, zum Theil in kleine Verbände aufgelöst, durch das 5Zattegat südwärts. Dieser Mecrestheil. dessen Längsachse die Verbindungslinie zwischen den Kaps Skagen und Kullen bildet, ist voller Untiefen, die vorsichtige Schifffahrt fordern. Auf den Schiffen standen der Kommandant und der Navigationscffizicr neben den beiden WachOffizieren die ganze Nacht hindurch auf der Brücke, um die schwierige Küstenfahr! persönlich zu leiten und zu überwachen. Für die großen Schiffe der Kaiser-Klasse mit mehr als 25 Fuß Tiefgang hat der Große Bclt verschiedene recht schwierige Stellen, die namentlich Nachts nur bei großer Ortskenntniß mit Hilfe der Karten und Leuchtfeuerverzeichnisse vermieden werden können. Stc.ldig muß der Schiffsort durch Peilungen der Feuer bestimmt und in die Karte eingetragen werden, damit man rechtzeitig jede Kursänderung anordnen kann. Aber auch der Kompaß muß schon vorher sehr sorgfältig berichtigt sein, weil sonst der Einfluß der Stahlmassen des Schiffskörpers gefährliche Kursfehler verursachen würde. Anti-?)!oSkitopflaN5c. Die Teutsche Kolonialzeitung" weiß von der Auffindung einer Pflanze (Ocimura virid) im nördlichen Rigcria zu berichten, welche die Eigenschaft besitzt, daß zwei oder drei Exemplare davon in einem Zimmer aufgestellt, alle Moskitos fernhalten und zwar durch den Geruch, welchen sie ausströmen. Die Pflanze hat Ähnlichkeit mit Thymian und Eucalyptus. Die Eingeborenen benutzen einen Extrakt davon an Stelle von Ehinin, dessen gute Wirkung er haben soll ohne die unangenehmen Eigenschaften. Die Teutsche Ost-afrika-Zeitung" berichtet ferner, sehr vielen Eingeborenen sei eine Antimos-kito-Pflanze bekannt, welche sie Rumbasi nennen, und welcher sie ähnliche Wirkungen zuschreiben, wie der obenerwähnten Ungewöhnliches B e r -m ä ch t n i ß. Der jüngst verstorbene Verlagsbuchhändler Lapi in Citta di Castello, Italien, hinterließ sein ganzes großes Druckereigeschäft seinen Arbeitern, die sich als Kooperativgesellschaft zu organisiren hatten. Die Besitztitel waren nach dem Dienstalter geregelt. In dem ursprünglichen Testament hatte Lapi diejenigen Arbeiter ausgeschlössen, die vor einigen Jahren an einem Ausstand theilgenommen hatten, aber in einer Zusatzverfügung erklärte er später, daß er ihnen den Schmerz, den sie ihm bereitet hatten, verzeihe, und sie gleich den Andern als Erben einsetze. Allzu gemüthlich. Fünf Engländer, die in Königsfeld, Baden, zur Kur weilten, machten einen Radausflug nach Tennenbronn, badeten dort in einem Weiher, banden ihre Kleider auf die Räder und fuhren in Adams Kostüm durch Tennenbronn. Die Gendarmerie in Tennenbronn machte telegraphisch Anzeige nach St. Georgen und unterwegs wurden die leichten Ausflügler von der St. Georgener Gendarmerie, zu der sich alsbald .die Tennenbronner gesellte, angehalten. Nachdem die Fünf zum Anziehen ihrer Kleidung veranlaßt waren, wurden sie in das Amtsgefängniß Triberg abgeführt. Scylagserttger Bot. s ch a f t s a r z t. In der türkischen Botschaft in Wien griff dieser Tage Djewed Abdullah Bei. der Arzt der Botschaft, in Gegenwart des Sekretärs und eines Besuchers den Botschafter Nen im Bei an und prügelte ihn; er beschuldigte den Botschafter, daß dieser ungünstige Berichte über ihn, Djewed, an die Pforte schicke und ihm so hinderlich sei, eine bessere Stellung zu erlangen. Die Affäre hat große Sensation hervorgerufen. Djewed ist entlassen worden.
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BuÄihisiischc Prirstcrlvcihk. Echmerzhaste Prozedur bei der Ordinatta angehender Priester. Zwei Ausländern in Nanking war es. wie die North China Daily News" schreibt, kürzlich vergönnt, der Ordination von buddhistischen Priestern beizuwohncn. Da dies eine große Seltenheit ist und selbst Chinesen nur ungern erlaubt wird, so seien die Angaben der genannten Zeitung hier im Auszuge wiedergegeben. Eine solche Ordination findet nicht regelmäßig, sondern nur dann und wann statt, weil nur ein reicher Tempel gelegentlich in der Lage ist, die bedeutenden Kosten dasür zu tragen. Denn 100 oder noch mehr Priester und Nonnen sind dabei während sechs Wochen die Gäste des Tempels, wo die Feier stattfinden soll. In dieser Zeit werden die Kandidaten vorbereitet. Zu den hierzu nöthigen Uebungen läßt man Besucher ohne Weiteres zu, aber die Zeit der Ordination selbst wird nur den Mandarinen mitgetheilt, sonst jedoch durchaus geheim gehalten. Die beiden Fremden, die dabei zugelassen wurden, hatten dies ihrer Bekanntschaft mit dan Oberpriester des betreffenden buddhistischen Tempels zu verdanken. Als sie sich i dort um neun Uhr Abends einfanden, bemerkten sie. daß sie die einzigen 4 Gäste waren. Zunächst gab es bis gegen Mitternacht eine Reihe von einleitenden Uebungen, darauf trat für drei Stunden vollständige Ruh: ein, während welcher Zeit die beiden Fremden es sich auf ihrem mitgebrachten Bettzeug bequem machten. Bald nach drei Uhr früh begann es sich wieder zu regen. Der Abt des Tempels kam herein, legte seine Robe an und las den Kandidaten eine Anrede über die Ordination vor, was etwa 20 Minuten dauerte. Darauf entfernte er sich und die anderen Priester traten hervor. Sie hatten Stücke Holzkohle in der Hand, einen Zoll lang und von einem Viertel Zoll Durchmesser. Von diesen befestigten sie auf dem Kopfe jedes Kandidaten zwölf in drei Reihen. Als alles bereit war, zündeten die Priester sämmtliche Stücke Holzkohle mit einer Kerze an. Es dauerte zwei Minuten, bis sie bis auf den Kopf heruntergebrannt und weitere zwei Minuten, bis sie völlig erloschen waren. Während die Kohle brannte, hielt ein Priester den Kopf des Kandidaten, der dabei Gebete verrichtete, in seiner Hand, und zuletzt blies er ihm die Ueberbleibsel der Kohle von dem Haupte herunter, das nun zwölf Brandmale zeigte. Alle Kandidaten außer einem, der weglaufen wollte und mit Gewalt zu den Ceremonien gezwungen werden mußte, ertrugen die empfindlichen Schmerzen mit großer Sündhaftigkeit. Einer von ihnen war erst 14 Jahre alt, zuckte aber trotzdem kaum. Das Ende der Feier bestand darin, daß sich alle vor jedem in dem Tempel aufgestellten Götzenbilde niederwarfen, worauf man sie als ordinirte Priester ansah. . Deutsche Ttndcntcn. . Die meisten Studenten auf deutschen Universitäten liefert im Verhältniß zur Einwohnerzahl seit Jahren das Großherzogthum Hessen. Im Durchschnitt kommen auf 100,000 Bewohner des Deutschen Reiches 62.2 Studenten, denn unter den im heurigen Sommersemcster an jenen Universitäten eingeschriebenen 37.813 Studenten waren 35,082 Angehörige deutscher Staaten. Bedeutend über diesen Durchschnittssatz von 62.2 erhoben sich Anhalt mit 72.4, Baden mit 74.1, Braunschweig mit 79.7. Hessen aber überragte auch diesmal wieder alle andern Staaten weit mit 103 Studenten auf 100.000 seiner Bewohner. Bayern ist dasjenige unter den größer deutschen Ländern, von dessen Studenten die wenigsten außerhalb des eigenen Landes studiren. nämlich nur 12.6 Prozent, während für Preußen der entsprechende Prozentsatz 27.7, für Sachsen 25.2, für Baden 30.7, für Württemberg 32.7, für Mecklenburg sogar 54.9 betrug.
