Indiana Tribüne, Volume 27, Number 39, Indianapolis, Marion County, 7 October 1903 — Page 5
Jüdinn Tribüne, 7. Oktober 190,
Das Eiscttlni'.ungluck.
Von G. .Zscod. 5?!t ihren letzten Strahlen vergoldet die untergchende Sonne das kleine Stationsgebäude, spiegelt sich flarnrcenD in den niedrigen Fensterscheiben und zaubert noch einmal leuchtende Resie je auf die sich in schnurgerader Linie hinziehenden blanken Schienen. In dem dunklen Eingang des Felsentunnels ist soeben der Abendschnellzug verschwunden ,und leichte Tampfwölkchen kräuseln sich hinter ihm empor. In den tannengeschinückten Bergen, welche das Städtchen, zu dein der Bahnhos gehört, von allen Seiten umgeben, gibt das Echo den Pfiff der Lokomotive wieder, schwäckicr, immer schwächer, bis er ganz verhallt. Die Nachtigall ummt den unterbrochenen Gesang wieder auf, und hoch in den Lüften trillert die Lerche in jubelnden. Tönen ihr Abcndlled. Schmetterlinge gaukeln von Blüthe zu Blüthe und setzen sich nach Vollendung ihres Nachtmahles still auf einem Blatt zur Ruhe nieder. Leise plätschernd gleiten die Wellen des Baches in ihrem steinigen Bett vorwärts und umspielen kosend die Murzeln der Weide, welche ihre Zweige wie durstig tief in das Waner hinabhängen läßt. Von der Stadt her schimmern bercits die ersten Lichter. Tie Thurmuhr am Stadthause verkündet mit dumpfen Schlägen die siebente Stunde. In den Werkstätten des Bahnhofes verstummen die dröhnenden Hammerschlage. Tie Nangirlokomotive stößt mit kurzem Nuck den letzten Wagen ab, welcher sich mit dumpfem Krach an den Gütertrain, der morgen fortgezogen werden soll, anlegt und von fleißigen Händen festg:!ettet wird, und saust dampfend und pfeifend dem Schuppen zu zur nächtlichen Rast. Auf dem Bahnsteige geht in Gedanken versunken der Stationsassistent Zimmermann einher. Bisweilen legt sich sein Gesicht in schmerzdeutende Falt?n. er lüftet die Mütze und fährt sich stöhnend mit der schlanken Hand durch das wollige Haar. Man könnte die Wände raufklettern," flüsterte er vor sich hin. Stimmt, Schulze!" er Assistent wendet sich erstaunt nach dem Sprecher um. der eben quer über die Geleise gekommen ist: Ach, Tu bist es, Werner. Mensch, weißt Du. wie mir zu Muthe ist?" Kann mir's lebhaft denken," erwidert der Andere, indem er den Kollegen mi! übermüthig aus dem frischen runden Gesicht herausblitzenden Augen anschaut. Wenn man den StammHalter so kräftig begießt, wie Ihr es gestern, gethan-habt, danw sieht's mit der Lust und Liebe zum Dienst windig aus. Gelt?" Ich hab' überhaupt noch nicht $eschlagen. Willst Du mir 'nen Gefallen thun?". Zimmermann legt dem jüngeren Kollegen vertraulich die Hand auf die Schulter. Nil, was?" Vertritt mich 'ne Stunde." Ach nee!" erwidert Werne?. Du weißt, mit dem Alten ist in solchen Dingen nicht zu spaßen. Aber ich werde Dir 'n bischen Gesellschaft leisten; wenn Tu dabei einnickst, ist ja die Sache nicht weiter schlimm." Zimmermann ist einverstanden und Beiöe begeben sich in das Dienstzimmer. Dort unterhalten sie sich ziemlich lebhaft über die gestrige Taufe und andere Ereignisse, sie unterhalten sich so eifrig, daß sie gar nicht merken, wie draußen die finsteren Schatten der Nacht sich über Berg und Thal herabsenken und im Westen sich die Wolken zu unheildrohenden Gebilden schichten. Natürlich sitzen die Freunde auch nicht trocken, sondern manches , Glas Wein rinnt durch die durstige Kehle. Gegen zehn Uhr trennten sie sich. Was sagst Du übrigens zu dem letzten Unglück, Zimmermann?" fragt Werner, indem er dem Diensthabenden" die Hand zum Abschied reicht. Es ist geradezu schrecklich, daß man sich auf keinen Menschen mehr verlassen kann." Tie Schuld trägt einzig und allein der Diensthabende. Wenn er die Beernten gehörig kontrollirt hätte, hätte er die Unzuverlässigkeit des Weichenstellers sofort erkennen müssen," erwidert Zimmermann. Aber man kann doch wahrhaftig nicht Jedem auf die Finger sehen. Was dort passirt ist, kann auch uns trotz der größten Gewissenhaftigkeit zustoßen. Gute Nacht." Werner schlägt den Mantelkragen in die Höhe und eilt mit schnellen Schritten der Stadt zu. Der Diensthabende überblickt noch einmal prüfend die Strecke. Die Stel lung der Signale und die Lage der Weichen ist, wie die Lichte? anzeigen. in Ordnung; die Geleise sind frei für die Durchfahrt des um elf Uhr salligen Ezpreßzuges. Im Telegraphenzimmer, von dem aus auch die Weichen bedient werden, sind die beiden Beamten auf ihren Posten. Es gibt heute noch ein Wetterchen, Herr Vorsteher!" meint der eine von ihnen, auf die sich mit 5inem verdächtigcn gelblichen Rande umgebenden Wolkenmassen deutend. Ein unangenehmer, feuchtkalter Windstoß bestätigt diese Vermuthung, und Zimmcrmann zieh? es in Folge dessen vor, sich in sein Bureau zu be-eben.
Aus dem Sofa negeno, venn er an seinen dicken, schreienden Buben, an sein herziges Weibchen und von Müdigkeit übermannt schlummert er ein. Schöne Träume umgaukeln ihn.
. Doch horch! Schrillte nicht soeben die Sianalalocke? Noch einmal! Um diese Zeit passirt doch sonst kein Zug die Strecke. Erschreckt springt er auf und eilt zum Telegraphcnzimmer. - Es ist leer. Auch der Weichensteller ist nicht da. Dort ganz hinten funkeln wie zwei feurige Augen die Lichter des herankommenden Zuges. Hinaus auf den Bahnsteig! Abwinken! Doch nein, lieber sehen, ob Signale und Weichen in Ordnung sind. Um Gotteswillen! Vor dem Tunnel zeigt die Weiche falsches Licht, dort geht's auf ein todtes Geleis. Näher, immer näher rollt der Zug heran, schon hört man das Schnaufen der Lokomotive. Der Assistent will hineilen, die Weiche richtig zu stellen, aber die Füße versagen den Dienst. Die Kniee schwanken. O, diese. Lumpen, Verbrecher. Das Rasseln der Räder wird deutlicher und jetzt jetzt saust der Zug heran, Wagen auf Wagen rollt vorüber. Ein blutiger Nebel legt sich vor des Assistenten Augen. Nun kommt es das Unglück. Er weiß es und kann nicht helfen. Mit verhaltenem Athem horcht er anastvoll. Ein dumpfer Krach. Heftiges Zweyen un:e?miicyl mn herzzerreißenden Jammerlauten tönt zu ihm herüber. Der Zug ist über den Prellblock des todten Geleises hinausgefahren und die Böschung hinabgestürzt in den Fluß. Dichte Dampfwolken entweichen den zerrissenen Ventilen der Lokomotive. Die Personenwagen haben sich ineinander geschoben. Ihre Trümmer bilden ein wüstes Chaos, in welchem die blutigen Körper der Getödteten und die zitternden Leiber der Verwundeten umherliegen. . Blitz auf Blitz zuckt aus den am Himmel dahinsausenden Wolken hernieder. Dumpf grollt der Donner in den Bergen und vom Sturme gepeitscht prasselt der Regen gegen die Fenster des Stationsgebäudes. Schrill tönt die Sianalglocke im Stationsgebäude. Der Telegraphist arbeitet emsig an seinem Morseapparat. Er nimmt die Anmeldung des Nachtschnellzuges entgegen. In der Ferne sieht man bereits die Lichter der Lokomotive. Kling-klang-ttung. tönt das Läutewerk zum zweiten Male. Zimmermann ist auf dem Bahnsteig noch nicht zu sehen. Beunruhigt eilt der Telegraphist in'sVureau und findet ihn dort aus dem Teppich liegend schnarchend vor. Auf dem Tisch stehen die geleerten Weinflaschen. Herr Vorsteher!" Der Beamte rüttelt den Schlafer wach. Herr Vorsteher, der Schnellzug ist gemeldet." Welcher Schnellzug?" Zimmermann fährt sich aufspringend mit der Hand über das Gesicht. Der 11-Uhr-Schnellzug!" erwidert kopfschüttelnd der Telegraphist. Aber der ist doch" Er kann jeden Augenblick hier sein. Herr Vorsteher. Ein gellender, langgezogener Pfiff hallt durch die Nacht und bestätigt diese Meldung. Zimmermann wankt auf den Perron, der Regen peitscht ihm das Gesicht. Die Stationsuhr schlägt eben 11. Donnernd und rasselnd fährt der Zug vorüber und verschwindet :m Tun nel, vor dessen Eingang sich dichte Dampfwolken lagern. Der Stationsassistent reibt sich die Augen. Es ist also kein Unglück geschehen? Er athmet erleichtert auf, es war nur ein schrecklicher Traum. Ihn . fröstelt. Wäre doch erst der Dienst zu Ende. Starrköpfiger Bäcker. Wie es einer nie recht machen konnte, erzählt eine alte Chronik der Stadt Windsheim aus dem Jahr 1540. Ein Bäcker Namens Gumprecht Steinmetz hatte 1640 das Brod zu klem qebacken und wurde des halb um fünf Gulden gestraft. Nun hat er solches aus Hochmuth" zu groß qebacken und ward um zehn Gulden ge straft. Als er die Gerichtsstube hinausging, schlug er die Stubenthüre etwas hart m. Er wurde wieder hereingefordert und um fünf Gulden gestraft. Beim Hinausaehen machte er die Thüre ganz leise und sanfte" zu. Nun wurde er wieder hereingeneißen und ihm voraehalten. daß er dieses zum Affront qetban habe und er mußte wieder fünf Gulden Strafe geben. Darauf ging er hinaus und machte die Thür zu, wie sich's gebühret und durfte heimgehen. Gedankensplitter. Auch der Humor ist Konig eines Reich:, in dem die Sonne nie untergeht. In der Welt kommt's nicht darauf an, wie viel man genieß, sondern ttne viel man ver tragen kann. Tie werthvollsten Gäste für ein Kaffee kranzchen sind dle Abwesenden. Oft nennen wir den fcenM. der mehr Ver stand hat, als totr-
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Ringkampf auf einem Gletscher. Zwei Innsbruck Turner hatten gewettet, auf einem Gletscher einen Ringkampf aufzuführen. und sie thaten dies neulich drei Stunden oberhalb der Berliner Hütte am ftufte des Mösele (11.500 Fuß) im Zillerthal. Trotz der schneidenden Kälte traten die Beiden in Athletenkostllm an und rangen 20 Minuten lang vor Touristenzuschauern miteinander. Kecker Schwindel. In München wurden dieser Tage zwei Ungarn verhaftet, welche eine Anzahl Personen prellten, die auf eine Annonce. es fei ein zweijähriges Kind zu adop tuen, hineingefallen waren. Erst war von den sich Meldenden fünf Mari Schreibgebühr erhoben worden, dann stellten die Ungarn als Oberbeamte" der in Budapest domizilirenden vermittelnden Firma das Ansinnen, ihnen die Reisekosten von Budapest nacy München zu vergüten, da sie die VerHältnisse des Adoptirenden kontrolliren mußten. 5 n Wahnsinns Nacht. Eine trauriae That führte jüngst in Flittard, Rheinprovinz, eine geistesgestörte Frau aus. In Abwesenheit ihres Ehemannes verließ ste mit ihren beiden Kindern, einem sieben Jahre alten Sohne und einer neunjährigen Tochter, ihre m Holweide gelegene Wohnung. begab sich nach Flittard und stürzte sich mit den Kindern in den Rhein. Em junger Mann, der Augenzeuge war, sprang sofort in den Strom; es gelang ihm, das Mädchen zu retten, während Frau und Sohn in den Wellen verschwanden. Durch einen Jagdhund verunglückt. In Stuhlweißenbürg, Ungarn, ging kürzlich der Besitzer eines dortigen Vergnüungs-Etablisse-ments. Namens Schramer, mit seinem Schwager Hirt und einem Freunde aus die Entemagv. Ploßlicr, horten die Jagdgefährten Schramers aus dem Röhricht Hilferufe. Rasch eilten sie an die Stelle und fanden Schramer blutüberströmt. Er hatte noch die Kraft. fernen Jagdgenossen zu. erzählen, daß sein Jagdhund ihn umspielt und dabei mit der Pfote den Hahn der Flinte berührt habe, so daß das Gewehr sich entlud. Die Schrotladung drang dem Unglücklichen m die Brust. Schramer wurde in's Spital gebracht, wo er starb. Verderblicher Jähzorn. In einer jähzornigen Aufwallung hat sich vor Kurzem in Kiel der Hener Wagner von der 1. Werftdivision unglucklich gemacht. Wenige Tage vor der Entlassung befahl ihm der WachtPosten, die Kaserne nicht zu verlassen. Wagner gab erregt dem Manne einen Schlag in's Gesicht und entriß einem anderen Wachtposten das Scitengewehr. In der Arrestzelle fiel er tn Tobsucht und zertrümmerte die Pritsche. Das Kriegsgericht gewann die Ueberzeugung, daß Wagner Herr seines Willens geblieben sei, und erkannte wegen Angriffs auf militärische Wachen und Zertrümmerung eines Dienstgegenstandes auf drei Jahre und eine Woche Gefängniß. Heitere Sturmszenen. Während eines heftigen Orkans ereigneten sich jüngst in München einige recht heitere Szenen. So riß der Wind einer Frau mcht nur den Hut vom Kopf, sondern nahm auch noch den falschen Haarzopf mit; einem Herrn widerfuhr das Mißgeschick, daß sein Strohhut in einen Vorgarten entführt wurde. Als er den Ausreißer glucklich wieder in seinen Besitz gebracht und einige Schritte weitergegangen war, raubte ihm ein erneuter Windstoß nochmals die Kopfbedeckung, die nun lustig über den Platz rollte. Hinter ihr drein zwei Foxterriers, von denen der eine den Hut auch erwischte und als Apportel forttragen wollte. Aber der andere Fox war über den Erfolg seines Partners neidisch und bean spruchte auch seinen Theil an der Beute. Deshalb packte auch er den Hut und nun begann ein fröhliches Hin- und Herzerren, wodurch das Streitobjekt alsbald in zwei Theile getrennt wurde. Schwerer AutomobilUnfall. Zwei Automobile, welche bei den letzten deutschen Kalsermanovern in Sachsen verwendet werden sollten und sich auf der Fahrt von Weimar nach Merfeburg befanden, fuhren in eiligem Tempo die steil abfallende Lergstraße von Hassenhausen herab. Das erste kam noch glücklich über den Bahnübergang unterhalb des Kurgar tens hinweg, während das zweite in voller Fahrt gegen die inzwischen we gen des herannahenden D-Zuges aeschlössen? Eisenbahnschranke rannte. Durch die Gewalt des Anpralls wurde die erste Schranke hochgehoben, bei der zweiten blieb das Gesahrt schwer beschädigt liegen. Der herankommende Zug konnte zum Glück durch Haltezeichen verständigt werden und seine Fahrt erst nach Beseitigung des Hindernisses fortsetzen. Dem Lenker des Fahrzeugs, einem Monteur, waren Brust und Hals bei oem Anprall eingedrückt, so daß er binnen wenigen Minuten seinen Geist aufgab. Die übrigen Insassen des Wagens, drei Pioniercffiziere, sind unverletzt davord gekommen.
I-I-M-H M-I ! I-M-M-M-I Inland l
X I H-M-T,n..,..,u....vyTTT,v,t-yJ, i ""4 4 4 4 Jähzorniger Pole. Der Pole Paul Missik in Hartford, Conn.. hatte: rn einem Straßenbahnwagen 36 Cents verloren und fragte den Bremser O'Brien, ob er nichts darüber wisse. Als O'Brien dies verneinte, wurde er von Missik erschossen, der dann entfloh. Schreck als Todesurs a ch e. An einer Straßenecke in New Jork begegnete kürzlich an einem Abende dem auf seinem Wagen sitzenden 65jährigen Fuhrmann Patrick Collms plötzlich em großes weißes Automobil, dessen hellleuchtende Laternen einen mächtigen Lichtkegel auf den Weg warfen. Der alte Mann fiel vor Schreck ucn seinem Sitz unter, die Räder und ward zu Tode gequetscht. Unangenehmer Irrthum. Der 'Dampfer Maria" von der Bayonne Oil Company in Bayonne, N. I., der mit Oel im Werth von $40. 000 beladen war, gerieth vor einiger Zeit in Brand und wurde in die Bai hinausgeschleppt, wo er verbrennen konnte. Die Eigenthümer nahmen an, daß die ganze Ladung verbrannte,, und boten das Wrack zum Verkauf an. Sie erhielten $1800 und machten letzthin die Entdeckung, daß die werthvolle Fracht nicht mitverbrannte. . Beim P.olo-Spiel umgekommen. Nathan Swift, Sohn des Schlachthausbesitzers Louis F. Swift in Chicago, wurde bei einem Polo-Spiel von einem Ball an der Schläfe getroffen. Man hielt die Verletzung erst für unbedeutend. Der junge Swift wollte zuerst das Spiel fortsetzen, wurde jedoch schließlich bewogen, vom Pferd zu steigen und sich nach Hause zu begeben. Dort beschwerte er sich über Schwindel, wurde vom Delirium befallen, und bald darauf war er eine Leiche. Blutthat eines Farm e r s. Dieser Tage erschoß W. H. Price, ein prominenter Farmer von Greer County, O. T.. den jungen Sohn eines Nachbars, Namens Parks, verwundete den Bruder des Letzteren tödtlich und verwundete durch einen fehl gehenden Schuß auch seinen eigenen Sohn. Price behauptet, daß die beiden jungen Parks vor einiger Zeit seine Scheune niedergebrannt 'hätten vund daß er in Selbstvertheidigung gehandelt habe, da die beiden jungen Leute sein Leben bedrohten. SchrecklicheFolgen eines N'a u s ch e s. William Wilkerson in North Vernon, Ind., trieb jüngst im Rausche seine Familie aus seiner Wohnung, und als Stadtmarshall Schovake ihn verhaften wollte, erschoß er denselben. Dann entfloh er in das Land und wurde durch ein rasch organisirtes Bürgeraufgebot verfolgt, welches ihn eine halbe Meile von der Stadtgrenze umringte. Als Wilkerson sah, daß ihm jeder Ausweg zur Flucht abgeschnitten war, entleibte er sich durch einen Schuß. Heirath mit PolizeiHilfe. Joseph Kratkes von Jersey City, N. I.. fuhr jüngst in einer Kutsche nach dem Hause seiner Braut, um sich mit ihr trauen zu lassen. Er wurde jedoch von den jungen Leuten aus der Nachbarschaft, welche ihn als einen Eindrinalina betrachteten und ihm das hübsche Mädchen nicht gönnten, mit einem Steinhagel begrüßt. Der Bräutigam kehrte um, erschien aber bald wieder in Begleitung mehrerer Poli zisten, welche ihn in das Haus der Braut führten und so lange Wacye hielten, bis die Ceremonie vorüber war. Nohheit angesichts des Todes. In der Ortschaft Phoenix, N. Y., stürzte 'kürzlich ein Mann Namens Beers in den Fluß. Der Verunglllckte hatte sich nur 20 Minuten im Wasser befunden, ehe er herausgezogen wurde. Aber der zugezogene Arzt that nichts, was vielleicht dazu hätte dienen können, ihn in'3 Leben zurückzurufen. Der Leickenbestatter von Phoenix, Geo. Withers, wünschte die Leiche nach der anderen Seite des Flusses zu besorbern und tbat dies, indem er dem Todten einen Strick anlegte und ihn daran hinter einem Ruderboot über den Fluß und den Kanal hinunter durch die Schleuse schleppte. Der. Coroner in Svracuse wurde von dem ffalle venacy richtigt und übermittelte den Todtenftfiem nnf brieklickem Welle. Hundert Jahre alt. In Wevo, Mo., feierte Tyomas 15. ?ams seinen 100. Geburtstag. Er ist tn Nord-Carolina geboren, hat drei l . . , , n c c i inriege milgemacyi uno errrcui sieg nocy vorzüglicher Gesundheit. Er behauptet. sämmtliche Präsidenten der Ver. Staaten, mit Ausnahme von Washmgton. gesehen zu baben. Mutbiae SÄwane. Als kürzlich der Wärter der Schwanen- . t. n ... o::.:i icuome vei oer njcuniieiutuuc zu ouiu seines Amtes waltete, siel lym das auf geregte Benehmen der Schwäne in einer Abtheilung auf.' Bei naherm Zuseyen entdeckte er im täuschen, in dem die Schwäne übernachteten, neben vielen Federn der jungen Schwäne eine große Katze mit ganz zerhacktem Ztopf, :ovl, aber noch nicht erstarrt. Offenbar hatte die Katze einen Angriff aus die jungen Sckwäne oewaat und wurde von den Scknäbeln der alten Schwäne bearbeitet, bis sie todt war. Nachdem die Katze entfernt war, beruhigten sich vie
Schn?äne wieder. t
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