Indiana Tribüne, Volume 27, Number 39, Indianapolis, Marion County, 7 October 1903 — Page 4

Jttdtana Tribüne, ?. Oktober 1903.

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Indiana Tribüne. HtrauZzezeben von der utenb,rg E. Indianapolis, Ind.

Karr) O. Thudmm Präsident. GeschaftSlocal: No. 31 Süd Delaware Straße. TELEPHONE nterei at the Post Office of Indianapolis as second dass matter. Vom Negierungs-Titz ! Die PostamtZ-Untersuchung endigt, wie vorauszusehen war, mit der Be strafung einiger kleinen Beamten und und dem Durchschlüpfen der großen und in der republikanischen Partei einflußreichen Spitzbuben. Aus dem Munde verschiedener der Großgeschworenen vernimmt man von ehrlichem Abscheu eingeben, scharfe Verurtheilung der Verschleppungsmethoden. durch welche die Fälle gegen die hauptsächlichen Spitzbuben verjährt nnd hinfällig wurden. Daß diese Ver schleppungen unter einem Präsidenten so strenouos wie Roosevelt, durchge führt wurden, ist eine schwere Anklage gegen seine Administration. Hätte Roosevelt den ehrlichen Willen gehabt, die Schurken, welche die Stellungen, die er ihnen gab, für ihre Betrügereien ausnutzten zu bestrafen, so hätte er dies leicht bethätigen können. Wenn der Präsiöent einer großen industriellen oder Finanz-Corporation, der sich auf einer Vergnügungsreise in Europa befindet, telegraphisch benach' richtigt wird, daß seine Superinlendenten das Geschäft bestehlen und die Aktionäre betrügen, so kann man mit Sicherheit darauf rechnen, daß er so sort Anstalten für seine Heimkehr trifft, um selbst an Ort und Stelle eine gründliche Untersuchung anzustellen. Befindet er sich auf einer Geschäfts reise, so mag er aber vielleicht erst in Erwägung ziehen, ob die Prosite, die ihm in Europa entgehen, wenn er heimreist, größer sind als die Verluste die er zu Hause erleiden würde, wenn er fernbleibt. Das letztere Argument war es jlden falls, welches Präsident Roosevelt veranlaßte seine Stimmenfangreise im Westen nicht zu unterbrechen. Denn bei dieser handelte es sich um seinen persönlichen Gewinn. Aber es lag auch in seinem Interesse, die Unter' suchung. welche hochstehende Männer im Parteirathe implicirte, dadurch hinZuziehen, daß er ferne blieb und den treuen politischen Freunden Gelegen heit zum Durchschlüpfen zu geben. Im nassesten Gegensatz zu der VerschleppungZmethode, welche die politischen Günstlinge schützen sollte, war die Eile mit der Postmeisterin Todd aus dem Amte gejagt wurde, nicht etwa wegen Unehrlichkeit, sondern weil ihre politische Aktivität dem General - Postmeister mißliebig war. Immer und immer wieder wird die Veröffentlichung des Schlußberichtes über die Untersuchung verschleppt. Man hofft an maßgebender Stelle, daß irgend ein welterschütterndes Ereigniß, welches das ganze Interesse des Volkes in An spruch nehmen würde, eintreten könnte und daß dann derjUntersuchungsbericht gefahrlos veröffentlicht werden könnte. Aber die Vorsehung läßt sich leider selbst von der republikanischen Clique nicht beeinflussen. Das überwältigende Ereigniß tritt nicht ein, man kann nicht einmal Kriegslärm gegen Deutschland inspiriren und !das größte Ereigniß muß in den Augen des Volkes die Cnt hüllung über die Eorruption in Washington bleiben..Nicht nur unter der Krone wird einem der Kopf manchmal schwer, sondern jauch unter dem Cylin derhute. Dazu kommt noch, daß die organi sirten Arbeiter sich über die Entschel dung in dem Falle des Buchbinder-Vor rnannes Miller nicht beruhigen wollen und nicht einsehen können, daß eZ doch ganz etwas Anderes ist, wenn die repu blikanischePartei durch hohe EinfuhrZölle die Interessen der Trust-Magna-ten und großen Fabrikherren schützt. die Schutzvorkehrungen zu Gunsten der Arbeiter dagegen nicht gutheißen will. Würde man dies thun, so wäre ja der Schutzzoll nicht mehr allein zu Gunsten der Trusts, die reichliche Beiträge zum republikanischen Cam pagnefond geben, da, sondern auch zu Gunsten der Arbeiter, und das wäre doch ganz gegen jedes imperialistische Prinzip. Daß der Präsident sich nicht berufen fühlt, zwischen Anstellung von UnionZ oder Nicht-UnionZ-Leuten einen Unter

schied zu machen, ist ja löblich und verfassungsgemäß; aber dann sollte die Regierung es auch den großen Corporationen nicht ermöglichen, durch die ihnen gewährten Vergünstigungen den kleinen Geschäftsmann aus dem Felde zu treiben. Man kann es drehen und wenden tei man will, was der Schutzzoll sttr die großen Judustrien bedeutet, ist die Union für den Arbeiter. Wenn für die Arbeiterklasse offene Werkstatt sein soll, so sollten auch offene Häfen für die Geschäftsconcurrenz sein..

In demselben Augenblick, da Wayne McVeagh in rührenden Worten das venezolanische Lamm schildert, wie es von den verbündeten Wölfen in schnödester Weise überfallen wird, schickt sich sein Freund Castro zu einem neuen Räuberstückchen gegen die auswärtigen Kaufleute an. Er will sie jetzt nicht blos wie früher um die Steuern, sondern auch um die Zölle, welche die Insurgenten bereits eingesackt, brand schätzen. Wenn alle diese niedlichen Vorfälle schiedsgerichtliche Erledigung finden sollen, so ist den Herren Richtern und Anwälten eine lebenslängliche lukrative Beschäftigung an dem Tribunale im Haag gesichert. Maximilian Harden hat die An griffe des socialdemokratischen Parteitag auf die von ihm herausgegebene ..Zukunft" und sich selbst in ungewöhnlich scharfer Weise abgefertigt. Jeder Vernünftige indessen, dem die Freiheit des Gedankens am Herzen liegt, kann sich dem vernichtenden Urtheil über den Despotismus gewisser socialistischer Parteigenossen nur anschließen. Die Zukunft" ist eine Zeitschrift von unleugbarer Bedeutung und Einfluß, einmal wegen der Persönlichkeit ihres Leiters und dann in erster Linie als neutraler Boden, auf dem hervorragende Stimmen des In- und Auslandes jedweder Partelrichtuna. zu Worte kommen. Harden selbst ist heutzutage, wenn auch seine Bedeutung vor allem in einer seltenen Beherrschung der Form liegt, der glänzendste Publicist deutscher Zunge. Die von den verschiedentlichen Mitarbeitern gelieferten Artikel übertreffen an Gediegenheit das von den meisten der deutschen und ausländischen Zeitschriften Gebotene. Aber die Zukunft glaubt nicht an die alleinseligmachende Kraft der Marx'schen Heilslehre, sie ist Geschäftsunternehmen" genau wie andere kürzerliche Blätter ! darum ist ein Genosse, der für dieses Organ schreibt, ein Verräther an der heiligen Sache. Eine größere Geistesknechtschaft, eine engherzigere Auffassung von den Rechten eines Schriftstellers, als der eben gezeichnete Standpunkt der alten" Führer, läßt sich überhaupt nicht ausdenken. Im Vergleich zu solchen Anschauungen war die Censurkuechtung selbst der Mettcrnich'schen Periode noch harmlos. Mann kann es verstehen, wenn die radikalsten Elemente eine parlamentarische Thätigkeit verdammen, die, soll sie überhaupt einen Zweck haben, ein Zusammenwirken mit der einen oder andern bürgerlichen Partei nothwendig macht. Bekanntlich sträuben sich indeß Bebel und seine nächsten Anhänger aufs äußerste, diese logische Consequenz ihrer Denkmeise zu ziehen. Die Gelegenheit dagegen, die socialdemokratischen Ziele in einer von den gebildetsten Schichten der Nation gelesenste Zeitschrift zur Darstellung zu bringen, kann nur fördernd, niemals hemmend auf Vit Parteiinteressen einwirken. Es wird nicht ausbleiben, daß sich immer mehr denkende Köpfe innerhalb der Socialdemokratie fragen, ob die wirthschastliche Freiheit im Zukuftsstaat mit völliger Aufgabe der Jndivi dualität nicht allzu theuer erkauft wäre. Richtete sich selbst. In New Orleans hat sich am Sonntag, wie gestern hier bekannt wurde. der hier wegen Unterschlagung von $500 und wegen anderer Streiche verlangte Jack Stewart O'Neill erschossen. Derselbe hatte derzeit hier seinen Arbeitgebern, den Juwelieren Smith & Gray an Kentucky Ave. und Washington Str., 8500 unterschlagen, nachdem er vorher hier gezwungen gewesen war, ein Mädchen zu heirathen, trotzdem er in New Bork schon eine Frau besaß. Von hier war er damals nach St. L ouis geflüchtet, wo er in die reguläre Armee eintrat, jedoch wegen Untauglichkeit bald wieder entlassen werden mußte. Zuletzt war er GeschästS-Manager einer Zeitung in TexaS.

Kollision an Delaware Straße und Virginia Avenue. Ein Grocery-Wagen von einer Straßenbahn Car umgerannt.

Auf der Kreuzung der Delaware Str., Virginia Are. und Maryland Str. fand gestern Nachmittag kurz vor 4 Uhr eine Collision statt, die eine etwa H.stündige Verkehrsstauung des Straßenbahn Betriebs zur Folge hatte. Denn etwa 10 Minuten vor 4 Uhr sauste am nördlichen Ende des ViaducteS die Car No. 433 der English Ave.West Washington Str.-Linie, deren Bremsen auf den regenglatten Schienen den Dienst versagten, mit voller Wucht in ein mit den verschiedenartigsten Waaren in Büchsen, Kannen, Kisten etc. beladene.S 2-spännigeS Fuhrwerk der Engros Grocery - Firma Schnull & Co. Das Vestibül der Car wurde mit Kisten aller Art beladen, die Fensterscheiben zertrümmert etc., doch blieb der Motornier unversehrt. Bohnen, Crackers, eingemachte Gurken, Seife, Tabak, Streichhölzer, dazu Syrup und andere Flüssigkeiten wurden über die Straße verschüttet, ein Hinterrad deZ Schnull'schen Fuhrwerks ging in die Brüche und der in No. 1013 Dawson Straße wohnhafte Fuhrmann Wm. D. Shipp, der von dem Dache der Car getroffen und auf das Straßenpflaster geschleudert worden war, erlitt eine schmerzliche, aber anscheinend nicht gefährliche Wunde am Hinterkopfe, die ihm im Dispensarium von Dr. Cunningham verbunden wurde. Die neue Markthallen Gestern ihrer Bestimmung übergeben. Die neuen Markthallen sind gestern endlich ihrer Bestimmung übergeben und von den Markthändlern bezogen worden. Die Halle zwischen der Tomlinson Halle und dem Fleischmarkte, die eigentlich für die Blumenhändler .und Fruchthändler bestimmt sein sollte, wird von Händlern in allerlei Waaren und auch von etlichen Lunchstand-Besitze'rn benutzt, da die Floristen es vorgezogen haben, ihre bisherigen Verkauf.plätze im Nordenve der Tomlinson-Markt-halle beizubehalten. In der östlichen neuen Markthalle, in der Plätze für 219 Verkaufsstände nebst Fahrwegen für Fuhrwerke ausgelegt sind, hinten die Gärtner gestern ihren Einzug; allerding? nicht' alle; denn 46 Gärtner, welche dort Plätze belegt hatten, stellten sich gestern nicht ein. Was die Verkaufsstände anbetrifft, so hat der Marktmeister angeordnet. daß deren Untergestelle sämmtlich aus Eisen (Röhren) angefertigt sein müssen. Dieselben sind etwa 3 Fuß hoch und ermöglichen eine gründliche Reinigung der Markthallen, deren Böden aus Cement bestehen, zu jeder Zeit. Gut Blatt! Die Ferien der Skatspieler sind nun vorüber und die Skat-Sectio.i des Deutschen Hauses begeht ihr erstes Preis-Turnier am Sonntag, den 11. October. beginnend pünktlich um 2 Uhr. Vor Beginn des Spielens werden die Mitglieder ihre jährlichen Beiträge, S3 für die ganze Saison von 7 Turnieren entrichten und neue Veamten für das laufende Jahr wählen. Jedes Mitglied sollte pünktlich erscheinen, damit noch Zeit übrig bleibt, über Neuerungen oder Verbesserungen in der Spielart zu berathen. Hut ab vor den 4Wenzeln! Südseite Turnverein. Unter Leitung der 1. Section des DamenvereinS findet am Sonntag, 11. October, beginnend um 2 Uhr Nachmittags und Abends eine KartenPartie mit darauffolgendem Tanz in der großen Halle statt. Zu gleicher Zeit veranstaltet das HauS-Comite ein Preis'Kegeln in den unteren Räumen. Am Sonntag, 18. October, findet die erste Abend-Unterhaltung und TheaterVorstellung der Saison mit anschließendem Tanzkränzcheu statt. EO- Die größte nnd passendsteAuswahl von Schnittblumen nnd Blumenstücken für alle freudigen und trau rigen Ereignisse. Wir find jederzeit gern bereit bei der Auswahl behülflich zu sein. Vertermann Vros. Co. 241 Mass. Ave. Tel. 840.

Neue Inkorporationen. Gestern wurden in der Osfice des StaatssecretärS die folgenden neuen Firmen und Gesellschaften incorporirt : Die South Bay Company" ,East Chicago; Capital $30,000. Directo. ren: M. B. Pittman, Arthur J.Mullen, E. W. Everet;, F. A. Hack, E. R. Perry von Chicago. Die' Whitley County Telephone Company", Columbia City; Capital 9100,000. Die Star Brick & Tile Company", Newburg, Warcick County; Capital S10.000. Directoren: Charles Folz, I. E. Abshier und I. W. Folz von Newburg, sowie William HeynS, W. H. Bennigh und Henry Wimberg von EvanSville. Die Novelty Furniture Manufacturing Company", Evansville; Capital $50,000. Directoren: Anton Winstroth, Henry Lutz, Charles Z. Pittman, William H. Keller, W. V. Dixon tioa Evansville. Der Fort Harrison Fishing Club", Vigo County; Capital 81000; Directoren: Peter P. Mischler, Charles A. Hockee. Christian Morlock, Peter Mussel, Michael Jacoby, John C. Keith, Fred. Müllen von Terre Haute. Die Red Croß Medical Association", Henry und Rush Counties; Capital $300; Directoren und Beamte: Prästdent, E. T. Mendenhall; Secretär, I. M. Phelps; Schatzmeister, C. A. Butler, Newcastle.

Grundeigenthums Uebettragungen. Alice. E. Dunnington an Jas. H. Main, Lot 41, Fletcher k Ramsey's Add., Brookside. $3000. Ella R. Lee an Milledge A. Baker, Lot 2, Block 14, Armstrongs 1. Add., N. Indianapolis. $3000. Kate Campbell an 2Ö:n. G. Stump. Theil von Lot 70, Wilcox' 2. Add., westlich vom River. $1300. David C. Anderson an Edson T. Wood, Lots 7180, Vajens Springdale Add. $2500. Louis Frye an Mary C. Harbin, Lot 333, Ozle u. A. Ost Park Add. $3000. , Edson T. Wood an Gregory & Appell, Theil von Lots 7180, Vajens Springdale Add. $1250. Melville R. S. Surface an August Allmeroth, Lot 3, Theodore Meyer's Add. $1500. Wm. F. Laycock an Cora A. Brockway, Lot 6, Taylors Subd., Theil von Rhodes Nord Illinois Str. Add. $2350. Albert Goepper an Jack Hopfon, Lot 3, Sq. 12, Central Park Add. $1000. Aaron H. Miller an Wm. Schifferdecker, Lot 860, Stouts Vermont Str. Add. $1325. Oscar F. Mann an Rich. F. Stone, Lot 13, Block 30, Nord Indianapolis. $1800. Maria F. Hare an Wilhelmina Schoppenhorst. Lots 14 und 15 Arsenal Park. $2500. Walter L. Reible an George W. Shelby, Lot 6, Shelby'Z 1. Subd. $2500. George Keßler an denselben, Lot 17, dieselbe Subd. $1200. Israel H. George an Chas. Kinander, Lot 7 und Theil von Lot 8,. Block 6, Fletchers nordöstl. Add. $1300. Charles M. Irwin an May I. Southworth, Theil von Lots 34 und 35,. Block 11, N. Indianapolis. $1500. Sarah I. Black an - Samuel Mc Dade, Lot 103, Avondale Ad. $3200. Butler Colleges neues (48.) Studienjahr ist gestern unter entsprechenden Feierlichkeiten eröffnet worden. Schiffsnachrichten. Angekommen: New Bork: Deutschland" von Sout haupton und Cherbourg; Käiserin Maria Theresa" von Bremen und Southampton; Anchoria" von Glasgow; Finland" von Antwerpen ; Potsdam" von Rotterdam und Bologne. Bremen: Bremen" von New York Kaiser Wilhelm der Große" von New York. 91.25-Dccatur und zurück-91.25 via C., H & D. Bahn, Sonntag, 11. Oktober. Svecial.Zug verläßt Indianapolis um 7 Uhr Morgens. Rückfahrt von Decatur um 6.20 Abends. Personen, die den Zug ohne Fahrkarte besteigen, müssen den localen Fahrpreis bezahlen.

He leewct noch!

Die Meldung von dem angeblichen Tode John D. Cooney's von No. 1721 Kentucky Ave., der wie am Montag aus Texarkana, Tex.. gemeldet dort vor 3 Wochen erfolgt sein sollte, hat sich alS eine irrige erwiesen. Denn Cooney wurde gestern hier wohl und munter in seiner Wohnung aufgefunden. An der Person eines in Texarkana Verstor denen Unbekannten hatte man eine Steuer-Quittung für I. D. Cooney von Indianapolis gefunden, daher der Wirrwarr. Cooney selbst weiß nicht, wie diese Quittung in den Besitz des Unbekannten gelangt sein könnte. Die Naturgas-Knuden werden rar. Die Zahl der NaturgaSKunden der ConsumerS' GaS Trust Co. ist, wie anders nicht zu erwarten war, in den letzten Wochen erheblich zusammenge schmolzen. Gestern belief die Zahl der Kunden in den Büchern der Compagnie sich nur noch auf 8306 oder etwa 5000 weniger, als ehedem sich des Naturgases der Compagnie bedienten. Vom 15. September bis Montag (einschl.) hatten allein 1575 Patronen die Gaslieferung abbestellt, während sich in der Periode nur 45 neue Kunden meldeten. Von der neuen Compagnie, welche angeblich die C. G. T. Co." und ihr ganzes System aufkaufen und durch Beifügung einer künstlichen GaS-Fabrik verbessern will, hat man in der letzten Zeit Nichts gehört. Doch verlautet, diese Compagnie sei im Stillen eifrig mit der Verwirklichung ihrer Pläne beschäftigt. Masken und Kostüme bei N. Kinklin, No. 20 Pembroke Arcade. in Die Hochzeit im Dusel. Horace Johnson erhielt die Scheidung von seiner Gattin Marie Louise bewilligt. Vor 3 Jahren machte er in Birmingham, Ala., in beduseltem Zustände die Bekanntschaft eines Mädchens, welches ihm so gefiel, daß er ihr den Antrag stellte, sich sofort mit ihr zu veiheirathen. Das geschah denn auch, aber in seinem angeheiterten Zustande war er too rnuch Johnson" für sie und schon nach einer Stunde ließ sie ihn mit seinem Affen allein. Seitdem tatte er sie nicht mehr gesehen. Ehen, welche nicht im Himmel geschlossen wurden. Aus nachstehenden Gründen reichten folgende Eheleute, welche Nieten in der Ehestandslotterie gezogen haben, Scheidungsklagen ein: Lna Alberstad gegen August Alberstad, Untreue und Pflichtvernachlässigung; Esfie Pattie gegen Elbert Pattie, böswilliges Verlassen; Kate Davis ge gen Joseph Davis. grausame Behandlung und Ehebruch; Mary Roß gegen Charles Roß, brutale Behandlung und NichtVersorgung (er soll dem Opium Genusse fröhnen); Lee Gillum gegen Anna Gillum, lieblose Behandlung. LS- Die beste 5 Cent Cigarre in ver Stadt, Mucho's Longfellow". Im Löwenkäfig. Während in einer Menaqerie in East St. Louis. Jll.. die üblichen Vorführungen stattfanden, griff ein wüthender Löwe den Wärter Ricardo an. der sich zu ihm in den Käfig begeben hatte, und riß ihm die rechte Hand' ab. Nur durch daä prompte Eingreifen von Angestellten der Menagerie, welche- mit eisernen Stangen auf den Löwen losschlugen und Ricardo aus dem Käfig zogen, wurde das Leben des Mannes gerettet. Der Löwe hat schon drei Wärter getödtet. Unerwartet eHuldi gung. Als während der letzten deutschen Manöver eine Schwadron der Brandenburger Kürassiere gen Noßlau in Anhalt ritt, um daselbst Quartiere zu beziehen, wurde die Reitertruppe vor der Stadt von der ersten Knabenllasse der dortigen Volksschule in Paradeaufstellung, mit Trommeln und Pfeifen empfangen und begrüßt. Diese Huldigung beantwortete der kommandirende Offizier Rittmeister v. Restorff damit, daß er die Knaben vor die Schwadron einschwenken ließ und nun unter wechselndem klingenden Spiel Trommelschlag der Schüler einerseits und Musik der Trompeter andererseits in die Hauptstraße Roßlaus ein rückte. Durch diese kleine Manöverepisode wurde in der Stadt eine so patriotische Stimmung hervorgerufen, daß die ganze Bürgerschaft von der Liebenswürdigkeit des Herrn v. Restorff erzählte und seinen Kürassieren die herzlichste Gesinnung entgegenbrachte. . .

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No. 1 W. Washington Str (Merchants National Bank.) Ein europäisches Department. Wechsel, Creditbriefe und Postanweisungen auf alle Städte Europa?. Schiffsscheine nacy und vv' Europa. An und verkauf ausländischen Geldes. Wie Sie Geld verdienen können Viele Leute mit nur kleinen Ueberschüssen lassen dieselben achtlos durch die Finger gleiten oder, durch Unerfahrenheit lassen sie dieselben ohne Zinsen liegen oder auch weil sie vielleicht glauben, mit so kleinen Summen könne doch nicht viel erreicht werden. Diese Trust Company formirte sich zum Zwecke des Geldverdienens und wir verdienen mit kleinen Summen gerade so gut wie mit grcs-cren. Unser Augenmerk ist darauf gerichtet, kleine Summen zusammen zu ziehen zu Anlagen, welche dem Eigenthümer jeder Summe, sei sie auch noch so klein, genau im Verhältniß dasselbe zahlen, wie dem Eigenthümer größerer Kapitalien. Diese Company ladet Personen welche Kapitalien haben, ohne Rücksicht auf die Größe der Summen, zur Besprechung ein. Unser Rath ist frei. Einzahlungeu von 25c und auswärts können zu jeder Zeit gemacht werden. jsndiana Trust Co. Kapital 81,000,000.00 lltberschuk.... 175,000.00 Spezielle preise 1 Geld in Ihre Tasche, wenn Sie Ihren Herbst-Anzug oder Ucberzicher bei W. Q. Schneider, 38 West Monument Platz, bestellen. Anzüge oder NeberzieHer rangirend im Preise von $15, $18, $20 und aufwärts. Hosen, $3, $4, 55 und aufwärts. Passen und Arbeit garantirt. i Sroke vukwayz von Aug. Diener, Z!o. 449 Ost Washington Str. nettes Telephon 2525. Zwei s onderbare Brautpaare, die sich in die Rosenfesseln der Ehe schmieden lassen wollten,' erschienen kürzlich vor dem Friedensrichter Matson in Cincinnati. Der 63jährige Abraham Wimmer kam mit seiner Schwiegertochter Laura Wimmer, der geschiedenen 32jährigen Gattin seines Sohnes, und Truman C. Markley, 40 Jahre alt, verlangte mit seiner Schwiegermutter, der 59jährigen Frau Cordelia Cole, getraut zu werden. Ihre Tochter war erst vor zwei Monatey gestorben, worauf der Mann beschloß fre PffitTtt?rtrmiiff?r an fipirnffterr Beide Paare erreichten lhr Ziel. V V pr www 0 'V Mensch 'nfreundliches.i Unternehmen. Plmaw throp Hazeltine in Syracuse, N. , hat angekündigt, daß er 1000 arme Leute aus Syracuse nach Montana bringen will, um dort eine Kolonie zu errichten. Er hat sich ein Verzeichnis aller wirklich armen Leute der Stadt geben lassen und wählte -daraus die Kolonisten aus. Er hat sich für Montana entschieden, weil vier Syracuser Familien, die vor einem -Jahre dorthin übersiedelten und mit denen er in Verbindung blieb, günstige Berichte einschickten. Die Kolonie wird auf Negierungsland errichtet.

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