Indiana Tribüne, Volume 27, Number 37, Indianapolis, Marion County, 5 October 1903 — Page 4

Jndtana Tribüne, 5, Oktober 1903 11

Jndiana Tribüne. HerauSgegeörn von der Gutenderg C. Indianapolis, Ind. Harry O. Thudium ... Präsident. Geschäftslocal: No. 31 Süd Delaware Straße. Telephone

nterei at the Post Office of Indianapolis a second class matter. Deutsche Bestrebungen. Aus dem Sumpfe Häßlichen politischen Streite?, der jetzt die Gemüther der Partei-Partisanen beschäftigt, leuchtet versöhnend die ideale deutsche Beftcebung des Theater-Vereins hervor. Mögen die Amerikaner die Bühne, auf der sich der häßliche Kampf, der sich immer mehr darauf hinspitzt. Personen anstatt Systeme zu bekämpfen, abspielt, als politische Arena bezeichnen, in den Augen des ideal veranlagten Deutschen bleibt sie ein gewöhnliches Affentheater, dessen Kosten die Bürgerschaft'zu tragen hat. Tie höheren Anforderungen, welche an MunicipalVerwaltungen in erster Linie gestellt werden sollten, werden gänzlich außer Acht gelassen. Die Bierfrage scheint die einzige zu sein, welche zum Kampf, geschrei gemacht wird. Personen wer den angegriffen, nicht weil sie politische Gegner, fondern weil sie Brauer sind. Es ist ein Affentheater, für den objek tiven Beobachter possirlich, aber in der Moral anekelnd, weil keine versöhnende Charaktere beigegebcn sind, die leitenden Rollen sind Heuchler, Jntriguanten oder Streber. Wohl diesem Grunde in erster Linie ist es zuzuschreiben daß inmitten der Wahlbewegung der Teutsche sich mit überwältigendem Enthusiasmus der idealen Phase des Lebens zuwendete und seinen Theater-Verein schuf. Derselbe trat nicht als schwaches Kind ms Leben sondern steht kaum geboren in strotzender Kraft da. Von allen Schichten der deutschen Bevölkerung angeregt war es kein Wunder, daß das Interesse an dem Erblühen des TheaterVereins ein Allgemeines, überwältigendes war. Der Teutsche verlangt bessere MoralPrediger als die Reverend der Prohibitionisten, die der News" und der Nätivisten und er findet sie in idealster Vertretung unter den deutschen Bühnenschriftstern. Tie gesammte deutsch: Bevölkerung der Stadt ist an dem Erfolge des Thea. ter-Vercins interessirt, denn er allcin kann es ermöglichen, daß die beste geistige Nahrung allen Klassen zugänglich gemacht wird. Es ist nicht die Absicht, irgend einem bestimmten Theater-Un-ternehmer ein glänzendes Geschäft durch Hilfe des neuen Vereins zu sichern, sondern die besten Kräfte, wo sie auch immer zu finden sein mögen, für die besten Vorstellungen zu sichern. Ter veredelnde Einfluß solcher trefflichen Bühneaufführungen zu populären Preisen auf die Vereinsunterhaltungen ist besonders zu berücksichtigen. Da jetzt unsere talentirten Amateure, die in ihren Vereinskreisen so geschätzte Mitwirker bei Unterhaltungen sind, Gelegenheit haben die Darstellungen guter deutscher Schauspieler zu studiren, so werden ihre Leistungen für ihre Vereine einen höheren sittlichen Werth gewinnen. Die Lust und Liebe zur deutschen Sprache wird durch die deutsche Bühne gehegt und gepflegt, hört man sie doch dort in vollster Reinheit Verständniß voll vorgetragen. Ten Mitbürgern deren Wiege im alten Vaterlande stand, werden die theuersten Jugenderinnerungen leben diz und ihre Kinder werden der hohen Morallehren theilhaftig, welche das Leben der Eltern schon durchgeistigt haben. Nie war eine Bewegung des Teutsch thums der vollsten Unterstützung wür diger wie diese. Durch dieselbe wird es dem Minderbegüterten ermöglicht sich denselben Genuß, dieselbe geistige Anregung zu verschaffen, wie dem Rei chen, der auf seinen Reisen deutsche Vorstellungen besuchen kann. So ist der!TheaterVerein der beste Förderer des deutschen Vereinswesens. Er ist der gemeinsame Boden auf dem ohne Schädigung irgend welcher Son derinteressen die deutsche Cultursaa gepflanzt und als allgemeines geistiges Eigenthum geerntet werden kann. Jeder deutsche Mann, jede deutsche Frau sollte es als Ehrenpflicht betrach ten auf der Mitgliederliste des deutschen Theater-Vereins zu stehen und den

Dollar Beitrag pro Jahr, der zu allerlei Vergünstigungen berechtigt, mit Freuden für die gute Sache opfern. Die folgenden Herren vom AgitationsComite sind stets bereit Neuanmeldungen (die vorläufige Mitgliedschaft beträgt über 300) entgegenzunehmen: Fred I. Mack. Vors.; Louis Bauer, Eust. Dongus, Paul Turczewicz, John Emhacdt, M. Eschenbach, Paul Janke, Paul Kurth, Wm. Kiemeyer, Chris. Heinrich, John Hildebrand, Joseph Lauler, Wm. Muecke, David Pfaff, P. Psisterer, Charles I. Schmidt, F. Schäfer, Fred Schröder, Ignatz Strack, Curt Toll und Wm. Weiland, sowie der Secretär August Wörner in der Geschästsossice dieses Blattes. Jedes Mitglied des Theater-Vereins ist zu einem Rabatt von 15 Cents beim Kauf eines Theater-Billets berechtigt. Der Mitgliedt-Beitrag fließt also zum größten Theil, wenn man auf 6 Vorstellungen während der Saison rechnet, wieder in die Tasche des Mitglieds zurück..

Chamberlain's berühmtes Man! fest, das am heutigen Tage in England veröffentlicht wird, enthält nichts, was der kampfmuthize verflossene Co-lonial-Sekretär nicht schon früher mitgetheilt hätte. Die Beoeutung des Schriftstückes liezt in der Ablehnung jeden ComproMisses, vor allem in der Richtung der Lebensmittel - Zölle. Dies ist die Achilles-Ferse am ganzen Programm Chamberlain's. Ter Widerstand gegen seinen Schutzzoll-Plan an sich, der ja unleugbar eine Kräftigung des ReichsVerbands bezweckt, wird bei der gegen wärtig herrschenden imperialistischen Tendenz sicherlich ollmählich erlahmen; ob ihm aber der Nachweis gelingen kann, daß der Zoll auf Nahrungsmittel nicht von dem englischen Arbeiter, sondern vom Auslande getragen werden, steht wieder auf einem andern Blatte. Wie es in Wahrheit mit dieem Argument bestellt ist, erfährt der amerikanische und deutsche kleine Mann" ja tagtäglich am eigenen Leibe und Geldbeutel. Auf jeden Fall jedoch berührt Chamberlain's muth- und kraftvolle Haltung mgleich sympathischer als die jammer bare Seiltänzerpolitik des englischen Premier. Tie neueste Frau, die wie ein Mann einen hochsalarirten geschäft ichen Posten bekleidet, die wie ein Mann an der Wall Str. spekulirt und verliert, wie et dann an fremdem Gut bis hoch in die Tausende sich vergreift und schließlich wie er eingesperrt wird eine derartige moderne Erscheinung ist nach Angabe von Polizei-Jnspektor McClusky Frau Marie Layton Johnson von Larcbrronk, bis vor Kurzem Buchhalterin der United States Playing Card Co., in deren Office, No. 682 Broadway in New Vork. Die Festnahme von Frau Johnson erfolgte vor einigen Abenden an der 5. Ave. und 41. Str. durch Detektivs der Central-Station auf einen von den Beamten der Spielkarten-Fabrik erwirkten Haftbefehl hin. Die Summe, die die Frau veruntreut hat, dürfte, wie behauptet wird, sich auf 350,000 belaufen. Der Haftbefehl zeigt sie vorerst nur direkt des Diebstahls von $2000 an. .Der Chef ver Detektives behauptet, daß diese 29-jährige Frau, die ge wandt und liebenswürdig ist und dabei das unschuldvollste Gesichtchen hat. durchschnittlich etwa $3000 per Monat stahl. Angeblich ging sie bei den Defrauda tionen eiu folgender Weise zu Werke. Die Firma hatte ihre Depositen in der Hanooer National-Bank, und zwar auf zwei separaten Eintragungen, eine für die Haupt-Ofsice hier, die andere für die in Cincinnati befindliche Fa brik. Schickte nun die Fabrik in Ein cinnati einen Waarenposten, der hier für $3000 v-rkauft wurde, dann hätte dieser Betrag dem Cincinnatier Konto kreditirt werden sollen. Es wird nun geltend gemacht, daß die gewitzigte Buchhalterin statt dessen, der New Yorker Ofsice $5000 in Anrechnung brachte und die Differenz von $2000 in die eigene Tasche steckte. Um eine Bi lanz der Bücher zu erzwingen, nahm sie znr Fälschung irgeud einer kleinen Rechnung sür aus Cincinnati über mitteile Waaren von z. B. $9 zu $2000 Zuflucht. (N. Y. Morgen-Journal.) Gottlied L eukhardt, .Die gemüthliche Ecke," Ecke Noble und Market Str

Das neue Naturalisations-Ccrtisicat.

Bekanntlich erschien vor einigen Monaten in der hiesigen County-Clerks-Office ein Inspektor des Staatsdepartements, welcher erklärte, daß die bisher!gen Formulare sür Bürgerpapiere nicht mehr benutzt werden können, da sie nicht in Uebereinstimmung mit dem im März d. I. vom Bundes'Congreß Passirten Gesetz wären. Unter dem früheren Gesetz war es nöthig, daß ein Applikant die Erklärung abgab, daß er dem Herrscher des Landes, aus welchem er ausgewandert war, jede weitere Treue und Anhänglichkeit abschwören und die Constitution der Ver. Staaten unterstützen wolle. Es genügte auch, daß er dabei einen Zeugen mitbracht?, der beschwören konnte, daß er, der Applikant, fünf Jahre im Lande und ein Jahr im Staate gelebt hätte. Jetzt aber muß der Applikant außer Obigem auch beschwören, daß er keinen anarchistischen Ideen huldigt, und auch keiner an archistischen Verbindung angehört; ferner muß er zwei Zeugen mitbringen, welche diese Thatsachen ebenfalls beschwören können und zwar muß dies in Form eines Afsidavits geschehen, das der Application beigefügt und in den Acten eingetragen wird. Das neue Formular lautet folgendermaßen : Naturalisations'Certi fikat. Ver. Staaten von Amerika, Staat Jndiana, s Marion County. j Am heutigen Tage erschien N. N., ein Ausländer, von Nationalität ein , in öffentlicher Gerichtssitzung, machte ein Gesuch, als Bürger der Ver. Staaten zugelassen zu werden, und wies zur Genugthuung dieses Gerichts' Hofes nach, daß er am vor dem Gerichtshöfe des County seine Absicht erklärt hat, ein Bürger der Ver. Staaten werden zu wollen; er unterbreitete auch ein Certificat dieser Absichts-Erklärung. Ferner wies beagter Applikant zur Genugthung diees Gerichtshofes nach, daß er fünf Jahre in den Ver. Staaten und ein Jahr im Staate Jndiana gelebt hat; ferner, daß er sich während dieser Zeit als ein Mann v:n gutem moralischen Charakter und im EinVerständniß mit den Grundsätzen der Constitution der Ver. Staaten betragen hat und ihm die gute Ordnung in denselben am Herzen liegt. ..Und ferner, daß er kein Gegner einer organisirten Regierung und kein Mitglied einer Organisation ist, die selbst an keine organisirte Regierung glaubt, oder gegen eine solche eingenommen ist, oder solche Prinzipien lehrt. Daß er die Pflicht oder Nothwendigkeit der ungesetzlichen Mißhandlung oder Ermordung irgend eines oder aller Beamten der Vereinigten i c Staaten oder irgend einer anderen organisirten Regierung weder befürwortet noch anstrebt, und ferner, daß er keinen der Paragraphen des vom BundesKongreß der Ver. Staaten erlassenen Gesetzes, betitelt Gin Gesetz behufs Regulirung der Einwanderung von Ausländern in die Ver. Staaten", das am 3. März 1903 bestätigt wurde. verletzt hat." Und daraufhin legte der besagte N. N. einen feierlichen Eid ab, daß erdie Constitution der Ver. Staaten unterstützen wolle und jedwede Treue und Anhänglichkeit an jeden ausländischen Fürsten, Potentaten oder Souverain absolut und vollständig abschwöre und insbesondere an den , dessen Unterthan er bisher gewesen ist. Nachdem der Gerichtshof sich überzeugt hatt?, daß besagter N. N. in jeder Hinsicht dem Gesetze der Ver. Staaten betreffs der Naturalisation von Ausländern Genüge geleistet hat, ist es angeordnet, daß er hierdurch als Bürger der Ver. Staaten zugelassen und ihm ein diesbezügliches Certifikat ausgestellt werde. Es wird ferner angeordnet daß dieses Certifikat, sowie die dazu ae hörenden Afsidavits in den Akten deö Gerichts eingetragen werden. ,i 81.25-Dccatur und zurück-81.H via C., H & D. Bahn, Sonntag, 11. Oktober. Special-Zug verläßt Jndianapo um ' uyr Morgens. Rückfahrt i Decatur um 6.20 Abends. Verson die den 3ua obne Kabrkarte . best? müssen den localen Fahrpreis bezahle

Nachrichten aus Jndiana.

Lafayette-Dayton, O. L a f a y e t t e. In nächster Zeit wird die Jndpls. Northwestern Traction Co." den Betrieb auf der Strecke Lafayette-Dayton, O., eröffnen. Die Geleise sind bereits gelegt worden. WohnungS.Noth in S h e l b y v i l l e. S h e l b y v i l l e. Trotzdem im verflossenen Jahre hier über hundert neue Häuser gebaut wurden, herrscht bier doch zur Zeit Mangel an W?hnungen. Ein Freibrief bewilligt. G r e e n S b u r g. Der Stadtrath hat der ColumbuZ, Grcensburg & Richmond Traction Bahn einen Freibrief auf 35 Jahre bewilligt. Durch denselben erhält die Gesellschaft das Wegerecht über den Broadway in seiner ganzen Länge. Dieselbe hat sich verpflichtet, die Betriebsstation in Greensbürg zu etabliren. Straßenfair in Greensbürg. G r e e n s b u r g. Die Vorbereitungen für die Straßenfair, welche in dieser Woche hier abgehalten wird, sind in bester Weise getroffen worden. Alle Anzeichen deuten darauf hin, daß wenn d:e Witterung nur einigermaßen günstig ist, der Carneval ein Erfolg sein wird. Am Mittwoch, Donnerstag und Freitag finden Base Ballspiele zwischen den Rothen und der Indianapolis Reserve statt. Eines Farmers Mißg e s ch ! ck. C a m d e n. Der 00-jährige Farmer Eli Wise gerieth mit seinem rechten Arm zwischen die Walzen einer Maschine. Derselbe wurde in entsetzlicher Weise zermalmt. Der Schwerverwundete marschirte nach der Osfice eines Arztes, welcher etwa eine Meile von der Farm entfernt wohnte. Hier mußte er noch eine Stunde warten, bis der Doctor erschien. Wise ist einer der reichsten Farmer in Carroll County. Ende des Streikes in Jeff e r s o n v i l l e in Ausficht. Jefferson'ville. In den nächsten Tagen dürfte der Streik der Arbeiter der Car Works" in Jeffersonville endlich beigelegt werden. Der staatliche Arbeiter-Commissär L. P. McCormick aus Indianapolis traf am Samstag in Jeffersonville ein und erklärte, daß er bis zur Erledigung der Differenzen bleiben werde. Der Streik dauert bereits 3 Wochen, und beide Seiten scheinen des langen Haderns müde" zu sein. Die Fair -Angelegenheit in Terre Haute. T e r r e H a u t e. Die Anwälte der Merchant's Carnival Co. erschienen am Samstag Vormittag im SuperiorGerichte und reichten eine Gegenklage gegen W. C, Buntin ein, in welcher alle von Letzterem gemachten Beschuldigungen als unwahr dargestellt wurden. Zur größten Ueberraschung aber ließen sich Herr Buntin und seine Anwalte nicht im Gerichtszimmer sehen und es wurde bekannt gemacht, daß Herr Buntin und seine Genossen den Kampf aufgegeben hätten und die Carneval - Gesellschaft freien Lauf haben würde. Die Fair wird somit vom 12. bis 17. d. M. stattfinden. Die Ohio Stromreg ul i r u n g s-C onvention. E v a n s v i l e. Die Ohio StromRegulirung? Convention, welche nächste Woche hier, stattfindet, wird es sich angelegen sein lassen, den Congreß in besonders eindringlicher Weise auf die Nothwendigkeit der geplanten ArVeiten zur Hebung des Verkehrs auf dem Ohio und s?inen Nebenflüssen hinzuweisen. Wenn, wie man jetzt annehmen kann, mehrere der Mittelstaa ten die Vertreter im nationalen Abgeordnetenhaus und viele andere angesehene Bürger, auch prominente Geschäftsleute, zu der Versammlung schicken, so wird man in Washington einen guien Begriff von der Bedeutung des Unternehmens bekommen und der Sache auch gebührende Aufmerksamkeit schenken. Der Präsident der Stromreguli-rungs-Gesellschaft hat mitgetheilt, daß er sich von dieser Versammlung ganz besonders viel verspricht und auf günstige Resultate rechnet.

Aus deutschen Vereinen.

Neberall regeS Interesse für den deutschen TheatcrVercin. Die gestern Nachmittag abgehaltene regelmäßige Versammlung des H a r ugari Sängerchors erfreute sich trotz der schlechten Witterung einer außerordentlich zahlreichen Betheiligung. Nach Erledigung der Routine-Geschäste wurde beschlossen, am 15. November eine musikalisch-humoristische AbendUnterhaltung zu veranstalten, mit deren Vorbereitung ein besonderer Ausschuß betraut wurde. Der Verein beschloß ferner, in jedem Monat eine derartige Unterhaltung zu veranstalten. Dem deutschen Theater-Verein traten gestern wieder mehrere Mitglieder bei. Sonst wurden keine nennenswerthen Geschäfte erledigt. Nach Schluß der Geschäftsversammlung überraschte u. beehrteMayor BookWalter den Verein mit seinem Besuche und zollte den Sängern Anerkennung für die Pflege und Förderung des deutschen Liedes und deutscher Sitten. Präsident Jacob Schmidt erwiderte mit dem Wunsche, daß der nächste Mayor von Indianapolis ein ebenso liberaler Herr sein möge, wie Mayor BookWalter. Der Väcker-Verein, wie anch der Gärtner-Verein erledigten in ihren gestern in der Germania Halle abgehaltenen Versammlungen nur innere Vereinsangelegenheiten. Der Pfälzer Verein hielt gestern in Fr. Bernhard's Clubhalle seine monatliche Versammlung ab. Dieselbe wvr sehr gut besucht., Tie Berichte der Beamten kamen zur Verlelung und es ging aus denselben hervor, daß der Verein sich in blühendstem Zustande befindet. Er verfügt z. B. Über ein Vermögen von über $2.800. ES wurde beschlossen, am 2. Sonntag im November ein Dürkheimer Wurstfest" in der Columbia Halle abzuhalten. Für- dasselbe werden umfassende Vorbereitungen getroffen werden. Dem Deutschen Theater-Verein trat gestern noch eine Anzahl Mitglieder bei. Der Vierbrauer Unter-stützungs-Verein beschloß in seiner gestrigen in der Columbia Halle abgehaltenen . Versammlung sich dem Deutschen Theater-Verein anzuschließen. Zu Telegaten wurden die Herren Albert Kemper.und Carl Schwenzer ernannt. Ein neues Mitglied wurde aufgenommen und ein Candidat für Mitgliedschaft wurde angemeldet. Für denam 24. November in der Südseite Turnhalle stattfindenden Ball wurden weitere Vorbereitungen getroffen. Der Secretär wurde beauftragt, dem Herrn Albert Lieber, welcher kürzlich den Verein im Germania Park zu Gast hatte, den Dank der Mitglieder für seine Gastfreundschaft abzustatten. Der 24e r K r a n k e n U u t e r-stützungs-Verein erledigte in seiner gestrigen in der Columbia Halle abgehaltenen regelmäßigen Versammlung nur Routine-Geschäste. John Weber's Wirthschaft, No. 764 West North Str. Russische Polizeizustaude. Ter Polizeimeister von Shitomir im russischen Gouvernement Wolhynien hat unlängst einen Tagesbefehl erlassen, der die Polizeiordnung in dieser Stadt in wenig günstigem Licht erscheineu läßt. Da. wird zuvörderst konstatirt, daß der Gouverneur wiederholt seine Aufmerksamkeit darauf gerichtet hat. daß die auf Posten stehenden Gorodowois, anstatt die öffentliche Ruhe und Ordnung zu wahren, diese nur zu häufig selber stören. Diese Polizeiorgane achten ' zumeist überhaupt gar nicht darauf, was um sie herum vor sich geht, sondern schlafen irgendwo in einem Winkel, während wieder andere sich derart benehmen, daß sie Erstaunen erregen: Ein Gorodowoi zum Beispiel hielt auf dem Trottoir Cercle ab; umgeben von seinen Bekannten, sperrte er den Verkehr an der Stelle; em anderer entblödete sich nicht, ganz ungenirt einer Köchin den Hof zu machen. Manche Gorodowois rauchen ihre Cigarette. unbekümmert um die passirenden Ge neräle und Offiziere. In allem diesem erblickt der Polizeimeister eine sträfliche Nachsicht der nächsten Vorgesetzten dieser niederen Pollzeichargen. Die Kosten des Krieges :n Afrika belaufen sich für England auf 222,9(4,000 Pfund Sterling. Von Seiten Englands waren 380.577 Mann Truppen mobilisirt. während auf Seiten der Buren nur 89,375 im Felde standen. Die englischen Verlüfte betragen im Ganzen 97.478 Mann, von denen 8590 im Feuer sielen, während 13.352 an Krankheiten starben. 7 '..536 Mann waren krank oder verwundet. ,

Grundeigenthnms Uebertragungen. Nettie M. Pentecost, Guardian, an Marguerite V. Kühn, Theil von S'c. 22, Tp. 15, R. 3. $1200. Elizabeth H. Thompson an Eva F. Holloway, Lot 2, Block 8, Graham'S Subd., Southeast Add. $1550. Walter A. Tyler an Lindsey Gossett, Lot 5, McWhirter's Subd., Theil der 4. Broolside Add. $1200. William Ward an Rose S. Colcman, Lots 2 und 3, Ward's Subd., Outlots 195 und 190. $4000. Jas. S. Hoß an Fred Brommer, Jr. Lot 23, Mullaneys Brightwood Add , $1350. Greenly V. Woollen an Oscar F.

Mann, Lots 26 und 27, Allen u. A. Subd., OutlotS 75 und 76. $4600. Louis Kaminsky an Charles T. Boyer, Lot 19, Russells Erben Subd., Outlot 123. $6500. Marvin C. Crist u. A. an denselben, Marlette Park. $3500. Levi P. Harlan an George Keßler, Theil von Lots 16, 813, 1622, Northern Hights Add. $4000. John H. Unverzagt an Thomas I. Coridan, Lot 3 und Theil von Lot 2, Unverzagt's Subd., Henderson's Add. $2000. Martin M. Hugg an Alice Newett, Lot 5, Matzkes Ost Ohio Straße Add. $1600. William E. Walling an Lew Nicoli, Lots 14, 15, 19, 20, 21, 22, Sq. 1, Wrights Nordseite Add. $1350. William Hardie an Harry B. Hardie u. A., Lots 4, 5 und Theil von 6, Ridenours 2. Add. $1500. Flora M. Chartain an Maggie M. Williams, Lots 24 und 33, Town of Augusta. $35. Emma B. Allen an dieselbe, Theil derselben Lot. $1310. Wm. Ward an John W. Smith, Lot 4, Wards Subd. $6000. Caroline V. L aRue an Samuel S. Rhodes,' Lot 34, Murpyy & Tinkers Add. $7000. Joshua Doty an Central Trust Co., Trustee, Lot 4, Brownleys Subd.. Theil von Carsons Farm. $1. Central Trust Co., Trustee, an Joshua Doty, dieselbe Subd. $1375. Dieselbe an Lizzie Ervin, Lot 6, dieselbe Subd. $1360. Lizzie Ervin an Central Trust Co., Trustee, dieselbe Subd. $1. Emma Wolsieffer an dieselbe, Lot 3, dieselbe Subd. $1. Central Trust Co., Trustee, an Emma Wolsieffer, dieselbe Sub. $1375. Dieselbe an Vincent B. Coffin, Lot 5, dieselbe Subd. $1400. Vincent V. Cofsin an Central Trust Co., Trustee, dieselbe Subd. $1. renze No. 1 W. Washington Str (Merchanrs National Bank.) Em europäisches Department. Wechsel, Creditbriefe und Postanweisungen auf alle Städte Eurovaö. Schiffsscheine "T An- und verkauf auslündischcn Geldes. Was eine Person an ihrem Einkommen erspart, vergrößert ihr Vermögen Wie viel sparen Sie ? wissen Sie, daß die Indiana Trust Co. Ihnen 3 Prozent Zinsen bezahlt an Spar Depositen bon 25 Cts. und aufwärts. Office: Jndiana Trust Gebäude, Ecke Washington Str. und Virginia Ave.

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