Indiana Tribüne, Volume 27, Number 35, Indianapolis, Marion County, 2 October 1903 — Page 7

L'instsfjaiifnQftctt. (?t:i Vckenntniß des Altmeisters der deutschen Malkunst.

Causicere Vorkommen der VigenthümliSzkcit bei Bindern und Frauen Sie vorurtheils freien Za?ane? Linkshändigkeit bei Na, turrülfrnt uns Jsiotcn. 23: es nicht schon aus Beispielen in feiner Familie oder der nächsten Umgebung genicht hat, wird aus der Thatsach?. daß Adolph v. Menzel, der Altmeiner der deutschen j'tunsi, eigentlich linkshändig ist, die richtige Folgerung ziehen, daß die bis vor Kurzem, besonders von französischen Forschern, gehegte Meinung, daß Linkshändigkeit iin Allgemeinen ein Kennzeichen niederer Nanen sei, wie so viele andere auf rnangelhafter Beobachtung beruht. Dagegen darf man mit Recht annehmen daß ursprünglich eine völlige Gleichmäßigkeit in der Anlage der beiden vorderen Gliedmaßen bestand und (wie bei 2lfsen) auch besteht, bei der weiteren EntWicklung aber durch gewisse auztretende Wachsthumsverhältnisse eine Vcrschiedenheit der beiden Hälften entsteht. In der That kommt Linkshändigkeit bei den Kindern vorzugsweise vor. In der Regel scheint aber beim weiteren Wachsthum das Gleichgewicht beider Extremitäten sich wieder herzustellen und alsdann, durch Angewöhnung im tersiüht, zur ausgesprochenen Rechtshändigkeit und damit auch zu einem materiellen Uebergewicht des rechten Armes überzugehen. Mit Recht führen aber viele Linkshände? lebhafte Klage darüber, daß ihnen die Folgen ihrer jugendlichen Veranlagung manche unverdiente Verunglimpfungen eingetragen haben. Erst in der neueren Zeit scheint sich die Einsicht Bahn zu brechen, wie unpassend und unklug es wäre, mit aller Konsequenz und Strenge gegen jene Eigenthümlichkeit anzugeben, und in wie vielen Berufen die Fä?ig!:it der linken Hand dem Eigenthümer zum Vortheil gereicht. Offenbar würde z. B. ein Llrbeiter weniger rasch ermüden, wenn er beide Hände abwechselnd zu derselben Th'atigkeit brauchen könnte. Mit Rücksicht 'darauf werden denn auch in manchen deutschen Handwerkerschulen neuerdings die Zöglinge angehalten, das Sägen, Hobeln und Hämmern ebensowchl mit der linken Hand zu lernen wie mit der rechten, und den jungen Männern und Frauen wird die Wichtigkeit der gleichen Geschicklichkeit beider Hände besonders eingeprägt. Jr. Japan lernen die Kinder vom frühesten Alter mit der Rechten wie mit der Linken schreiben und zeichnen, und diesem Umstand wird von vielen Seiten die Ueberlegenbeit der japanischen Kunst auf gewissen Gerieten zugeschrieben. Aber auch in Schulen des deutschen Reich:s fängt man an, die Schüler Kreise und andere Figuren zuerst mit der einen, dann mit der anderen Hand, ohne jede Unterstützung des Armes an der Tafel malen zu lassen, um auch die Muskeln d?s linken Armes uach diefe? Richtung hin auszubilden. Im Schreiben sollen ebenso beide Hände geübt sein, da man andernfalls schon durch eine leichte Verletzung an der rechten Hand zur zeitweisen ArbeitsUnfähigkeit verurtheilt werden kann. Das Gleiche ist mit dem Nähen und anderen häuslichen Handarbeiten der Fall. Eigenthümlich ist das häufigere Vorkommen der Linkshändigkeit beim weiblichen Geschlecht. Im Allgemeinen sind die Frauen mit der linken Hand fast ebenso geschickt wie mit der rechten, und auch Gewicht und Kraft scheinen sich dabei die Waage zu halten. Allerdings bleibt die fernere Thatsache bestehen, daß nicht nur bei Regern und anderen Naturvölkern, sondern auch bei Idioten, Schwachsinnigen und Epi leptikern Linkshändigkeit vorherrschend bleibt, wie denn auch die Beobachtung gezeigt hat, daß die gesammte EntWicklung bei ausschließlich Linkshäntern in der Regel weniger rasch und günstig fortschreitet und zelebens eine gewisse Unbeholfenheit oder Schwerfällizkeit im Gegensatz zu den Rechtshändern zurückzubleiben Pflegt, wie c3 noch der Sprachgebrauch im Wort tin lisch" ausdrückt. Jedenfalls ist die Forschung über diese Frage noch im Anfangsstadium begriffen, immerhin aber so wichtig, daß Eltern und Erzieher eingehender als bisher ihr Augcnmerk darauf richten sollten. Zum Trost, oder vielmehr zur Anspornung der Betroffenen möge ein Selbstbekenntniß Adolph v. Menzels dienen, von welchem übrigens über 100 Gemälde einen eigens dafür bestimmten Saal der deutschen Kunstabtheilung auf der St. Louiser Weltausstellung füllen werden. Das Bekenntniß lautet folgendermaßen: Mit der Linken zeichne ich immer und aquarellire. Als ich noch als Kind in Breslau cuf fcern Boden herumkroch und mit Kreide Figuren auf ihn zeichnete, da war es mit dieser (linken) Hand. Als ich 19 Jahre alt war. fing ich erst an ZU malen; dann schon gleich mit der rechten Hand. Das erste Bild macht: Viele Mühe, sehr viel, das zweite wurde schon besser und dann ging's. Und so ist's noch heute. Wenn ich in Oel male, immer mit der Rechten; Zeichnen und Aquarell und Gouache immer mit der Linken." E i c Korinthenernte Griechenlands belief sich im Jahre 1902 auf circa 143.000 Tonnen geg?n 133.000 Tonnen im Vorjahre.

wasscrflosssupcroxiiÄ.

Eine chemische Verbindung, mit der neu Hilrsolge erzielt worden. Ein wichtiges Mittel der Heilkund-e, dessen Leistungsfähigkeit noch niemals o klar zu Tage getreten ist, wird von dem russischen Arzt Dr. Nowikoff in der Medizinischen Woche" in seinen Wirkungen eingehend beschrieben. EZ handelt sich nicht um einen neuen Stoff, sondern um eine chemische Vervindung, deren ausgezeichnete Eigenschaftcn nach anderer Richtung sehr wohl bekannt sind und auch die Aufmerksamkit der Aerzte hin und wieder erregt haben. Jedenfalls dürfte bisher Niemand so vielseitige Ersahrungen daMit gemacht haben wie Dr. Nowikoff. Es ist das Wasserstoffsuperoxyd, das. vie schon der Name sagt, aus denselben Grundstoffen zusammengesetzt ist wie das gewöhnliche Wasser, nämlich aus Wasserstoff und Sauerstoff, nur mit dem Unterschied, daß darin ein Theil Sauerstoff mehr enthalten ist. Dadurch wird das Wasserstoffsuperoxyd zu' einer eignen Verbindung, deren Eigenschaften mit denen des Wassers nichts zu thun haben. Es ist einer der stärksten Oxydatoren, die man kennt. d. h. es gibt seinen Sauerstoff leicht an andere Körper ab, und darin besteht seine desinfiv.rende und belebende Wirkung mit Rücksicht auf die menschlichen Gewebe. Zuerst hat man das Wasserstoffsupercxyd in den Fällen anzuwenden versucht, wo man schon bisher von reinem Sauerstoff Gebrauch machte, nämlich zur schnelleren und besseren Heilung von Wunden. Um die Klarstellung dieser Frage hat der ausgezeichnete Tübinger Ehirurq, Professor Bruns. ein erhebliches Verdienst, indem er den überraschend günstigen Einfluß des Wasserstoifsuperoxyd auf bösartige und in Brand übergehende Wunden nachgewiesen hat. Nowikoff erzielte entsprechende Ergebnisse in der Behandlung von Wunden und Geschwüren, und zwar bei solchen, die auf anderem Wege keine Neigung zur Heilung gezeigt hatten. Die Auswaschung der Geschwüre mit einer Losung von Wasserstoffsuperoxyd und Anwendung eines Verband! mit in dieser Lösnug getränkter Watte führte schon in acht Tagen eine theilweise Heilung herbei, die dann ihren schnelle Fortgang nahm. Weit auffallender ist ein Erfolg, den Nowikoff bei einem mit Hauttuberkulose im Gesicht behafteten Vauernmadchen erreicht hat, das auf einer Seite des Gesichts bereits in hohem Grad durch entsetzliche Geschwüre entstellt war, ohne daß irgendwo ein Ansatz zur Heilung bcmerkbar war. Wegen der großen Schmerzhaftlgkeit mußte die BeHandlung mit Wasserstoffsuperoxyd sehr vorsichtig und allmälig unternommen werden, jedoch begann die Heilung schon nach drei Wochen, und nach Ablauf von etwa drei Monaten war sie eine vollstandige geworden, ohne daß em Ruckfall eintrat. Bei Hautcrkrankungen hat Nowikoff das Mittel noch in vielen Fällen bewährt gefunden. Ferner betrachtet er das Wasserstoffsuperoxyd als ein werthvolles Mittel zur Behandlung der Diphtheritis. namentlich gleichzeitig mit dem Heilserum, da die niederschlagende Wirkung des letzteren durch den belebenden Einfluß des ersteren aufgehoben wird. Auch für sich allein angewandt heilte die Diphtherie wohl in ebensoviel Fällen wie das Heilserum, nur etwas langsamer. Die Hauptfachlichcn Eigenschaften des Wasserstoffsuperoxyd, sämmtliche 'Bakterien rasch zu tödten, die lebenden Zellen des Körpers unbeschädigt zu lassen und durch den ausgeschiedenen Sauerstoff die Lebensk?aft zu heben, machen es auch gegen andere Krankheiten werthvoll. Nowikoff zählt eine bedeutende Reibe von Fällen auf, in denen der betrefsende Kranke sich bereits in einem Zustand des letzten Kräfteverfalls zu befinden schien, aber unter dem Einfluß von Wasserstoffsuperoxyd merklich auflebte, wenn auch der Verlauf der örtlichen Erkrankung nicht zum Stillstand gebracht werden konnte. Sehr wichtig ist nach seiner Anaabe die Wirkung des Mittels auf die Cholera nostras, und daraus ergibt sich, daß es auch gegen die eigentliche Cholera versuckt werden sollte; ferner die Wirkung auf schwere Influenza in Verbindung mit allgemeinem Kräfteoerfall oder mit Lungenentzündung. Die Veröffentlichung von Nowikoff wird vermuthlich eine eingehende Prüfung des Mittels in mögjichst umfassender Form herbeiführen. Ein neuer Enoch Arden. Während des Feldzuges auf Madagaskar von 1SO5 wurde ein Leutnant schwer verwundet. Da er glaubte, daß er sterben müsse, übergab er seinem Diener seine Privatpapiere und seine letzten Grüße für seine Frau und Familie in Algier. Nach dem Gefecht suchte der Diener die Leiche des Offiziers, konnte sie aber nicht finden. Vei seiner Rückkehr führte er die ihm anvertraute Botschaft aus. Alle Vemühungen der Frau des Offiziers, die Leiche ihres Mannes zu finden, waren gleichfalls erfolglos. Schließlich wurde sein Tod. eingetragen, und im Jahre 1900 verheirathete sich die Dame zum zweiten Male mit einem Leutnant in Algier. Dieser Tage hat nun der Vater des ersten Leutnants vom KriegsMinisterium einen Brief erhalten, daß sein Sohn in Madagaskar lebend aufgefunden wurde. Er wurde acht Jahre bei einem Stamme im Inneren als Eefangene? festgehalten.

Städte als Causpathcn.

kla'men bekannter Städte in der deutschen Handelsmarine. Fast 4000 deutsche Seeschiffe durchqueren heute die Meere aller Erdtheile. Alle Schiffe tragen einen Namen und endlos ist die Schaar ihrer Taufpathen. Die einfachsten und trivialsten Vezeichnungen wechseln ab mit Namen besten Klanges. Regellos ist der Phantape und dem Geschmack der Rheder der weiteste Spielraum gegeben. Ein Blick in die Schiffsregister zeigt denn auch eine solche Fülle der verschiedenartigsten Benennungen, daß es unendlich schwie rig ist. hier durchzufinden, zumal der Namengeber in sehr vielen Fällen sich der Bedeutuna des Namens offenbar gar nicht bewußt ist. so tragen zahlreiche Fahrzeuge veruandnißlose BeZeichnungen nur, um überhaupt einen Namen zu haben. Von den 750 deutschen Dampfern, die einen Raumgehalt von mehr als 1000 Registertonnen brutto besitzen, also alle mittelgroßen Frachtdampfcr bis zu den größten SchnellDampsern umfassen, traaen 60 die Namen deutfcher Städte. Das ist, wenn man die Mannigfaltigkeit der Schiffsnamen in Betracht zieht, ein verhältnißmäßig großer Theil. Diese Zahl wurde auch nicht so groß sein, wenn nicht eine große Hamburger Dampfschifffahrtsgesellschaft fast allen ihren Schiffen mehr als 20 deutsche Städtenamen gegeben hätte. Dabei ist bemerkenswerth, daß außer der Küste der Westen und der Süden des Reiches die meisten Namen stellen. Das ist nicht allein auf die stärkere Bevölkerung zurückzuführen, sondern beruht jurn großen Theile auch auf den mannigfachen Beziehungen geschäftlicher Art, die zwischen den Seestädten und den industriell hoch entwickelten Landestheilen des Westens und den gewerblich auf hoher Stufe stehenden Bezirken des Südens bestehen. Dabei mag hervorgehoben werden, daß der Name der Hauptstadt des Reiches, Berlin, in den Schiffslisten fehlt. Auch München ist gegenwärtig nicht vertreten, nachdem ein sogenannter stattlicher Dampfer kürzlich in Ostasien Schiffbruch erlitten hat. Unter den Seestädten der Ostsee finden wir Königsberg. Elbing, Stettin. Rostock. Lübeck. Kiel und Flensburg, vermissen aber Danzig. Von den Nordseestädten sind Hamburg. Bremen (zweimal), Altona, Geestemünde und Brake vorhanden. Die Umgegend Hamburgs ist ferner durch Harbürg, Vergedorf und Jtzehoe vertreten. Von sächsischen Städten finden wir Dresden, Leipzig. Chemnitz und Meißen. von thüringischen Weimar. Apolda, Gera. Von süddeutschen Städten stellt Bayern: Nürnberg (zweimal), Augsburg, Würzburg. Bamberg und Erlangen; Württemberg ist nur durch Stuttgart, Baden aber durch Karlsruhe, Heidelberg, Mannheim und Freibürg vertreten. Hessen stellt Darmstadt, Mainz, Offenbach und Bingen, Elsaß nur Ctraßburg. Das an der Seeschifsfahrt in hohem Maße interes sirte Rheinland ist durch seine großen Städte Köln (und Cöln), Bonn (zweimal). Duisburg. Aachen. Krefeld. Koblenz, Essen und Solingen würdig vertreten. Aus dem Gebiete zwischen Rhein und Weser sind vorhanden: Frankfurt, Kassel, Marburg, Vielefeld, Dortmund und Oldenburg, aus dem Gebiete zwischen Weser und Elbe: Hannover, Magdeburg, Halle, Staßfurt, Harzöurg und Wittenberg. Der ganze Osten Preußens stellt, wenn von drei schon genannten Seestädten abgesehen wird, nur vier Namen, nämlich Brandenburg, Breslau (zweimal) und Posen, gewiß ein Zeichen, daß die direkten Beziehungen dieser Bezirke zur Rhederei, im Ganzen genommen, nur sehr bescheidenen Umfanges sind. Selbstverständlich befinden sich unter den Schiffen, die kleiner als 1000 Registertonnen sind, noch recht viele mit Namen anderer Städte. Eisenbahnzug nnd Elephant. Ueber den Zusammenstoß eines Eisenbahnzuges mit einem Elephanten vermeldet man aus Malakka. Als neulich ein Eisenbahn-Gllterzug nahe Chikus stch befand, kam ein Elephant in Sicht, der gemächlich die Schienen entlang gerade vor dem Zuge dahintrabte. Da das Thier keine Anstalten machte, das Geleise zu verlassen, so mußte der Lokomotivführer nothgedrungen den Zug zum Stehen bringen. Er ließ nun feine Pfeife möglichst stark ertönen, um den Elephanten fortzuscheuchen; der Erfolg war aber der, daß das Thier sich umwandte und auf den Zug losging, gleichsam um mit ihm um den Weg zu kämpfen. Der Zug wurde nun etwas zurückgezogen und fuhr dann in voller Fahrt auf den Elephanten zu. Durch den Anprall wurde das Thier vom Bahndamm hinabgestoßen; unten blieb es mit eingedrücktem Schädel und zersplitterten Fangzahnen halbtodt liegen. Eine Kugel aus der Büchse eines Sikh. der in dem dem Güterzuge anae hängten Personenwagen reiste, machte oem eoen oes lepyanten ein Ende. Werthvoller Kaufs o n traft. Die St. Louis & Ban Francisco - Eisenbahngesellschaft hat zungst m Austin, Ter.. einen Kauf kontrakt für die Beschaffung von neuem Betriebsmaterial urkundlich hinterlegt. Dem Kontrakt gemäß sollen 100 Loko Motiven, 27 Personenwagen, 6 Post wagen und 1 Speisewagen für die Ge sammtsumme von Z2.104.000 angeZautt werden.

cu-Fnndlands tttale.

. k UriaCf ihre Erscheine, ihre 3ül !?5rm,'r!?im,g Moderner Fang. Amerikanische Walfischjäger von der Küste des atlantischen Me?reö haben es heute nid;,: mehr nöthig, monate- oder vielleicht gar jahrelange Fahrten in die arktischen Regionen zu unternehmen, sondern das Gute liegt ihnen jetzt viel näher. Die Gewässer von Neu-Fund-land verzeichnen Ueöerfluß an Walen. Dieselben sind in ihrer Verfolgung der Zwerglachse, einem der Sardine ahnlichen kleinen Fische, der für jene Niesen des Ozeans ein: Lieölingsspeise bildet, in die Gewässer von Neu-Fundland gelangt. So zahlreich haben sich diese Gäste dort einqesiellt, daß der Werth der Walprodukte in Neu-Fundland innerhalb sechs Jahren von $175 auf $125,000 im Jahre gestiegen ist. Man hat an fünf Plätzen an der Neu-Fund-land-Küstc Thranfabrikcn errichtet und schätzt den heurigen Walfang auf wenigstens 700 Stück. Die betreffende Industrie untersteht den Regulativen der kanadischen Regierung, die von jedem professionellen Waljäger eine Iahrcsabgabe von 51500 erhebt, wofür ihm das Recht zusteht, innerhalb einer Entfernung von 50 Meilen von der Küste seinem Gewerbe nachzugehen. In früheren Zelten pflegte der Waljäger von der Östküste des amerikanischen Kontinents seine Fahrten von New Bedford. Mass.. anzutreten. Er kreuzte mit seinem Fahrzeuge, einem steilbugigen altenSegelschiffe,alle nördlichen Meere und pries sich glücklich, wenn er in zwei oder drei Jahren den heimathlichen Strand wieder erreicht hatte. Beim Erblicken eines Wales wurden Ruderboote ausgesetzt, und das Thier erlegte man mittelst Harpunen, wobei sich nicht selten tragische Szenen ereigneten. Der moderne Waljäger von Neu-Fundland fährt am Morgen nach dem Frühstück in einem kleinen schnellen Dampfer aus und macht auf die Wale innerhalb der inneren Bänke Jagd. Mit Eintritt der Dämmerung ist er wieder im sicheren Hafen. Er hat einen oder zwei Wale durch Bomben, die aus einer kleinen Kanone vom Bug des Dampfers abgefeuert wurden, zur Strecke gebracht. Diese Bomben haben die Form einer Harpune; sie durchdringen die 5törperseite des Thieres, erplodiren im Inneren desselben und zerreißen die Eingeweide, so daß der Wal im Augenblick seinen Tod findet. Das bei diesem Vorgange erzeugte Gas hilft dazu, daß der Wal an der WasserOberfläche bleibt. Das getödtete Thier wird von Tauen nach dem Fabriksschiff" einer schrägen Werft gezogen, die unter Wasser liegt und allmälig über die Fluthhöhe erhoben wird. Arbeiter entfernen nunmehr von dem Walkörper den Speck, der mehrere Zoll dick zwischen der Haut und dem Fleisch eingebettet liegt. Diese Spcckgewinnung mußte früher auf See vorgenommen werden, wobei ein großer Theil des Artikels verloren ging. Vei der neuen Methode vermag man sich jedes Pfund desselben zu sichern. Ter Speck wird dann in kleinere Stücke zerschnitten und in Eimern auf Fahrstühlen nach dem oberen Stockwerke der Fabrik befördert, wo die Eimer ihren Inhalt automatisch in sogenannte Mincer" entladen, die den Speck zermahlen. Derselbe fällt hierauf in mit Dampf geheizte Tanks, in denen der Thran entsteht. Man unterscheidet von den in NeuFundland angetroffenen Walen vier Arten: den Sulphu? Bottom." den Höckerwal. Finnwal und den GcietV Srieh" ist der norwegische Name für einen kleinen Wal. der in den hierländi, schen naturhistorischen Werken noch nicht klassifizirt ist. Der Sulphur Bottom ist unter diesen Walen der größte. Er erreicht zuweilen eine Länge von 90 Fuß und hat einen Werth von $1200. Ter Seich, das kleinste dieser Thiere. wird 25 bis 35 Fuß lang; sein Marktwert!) stellt sich auf ungefähr $200. Das Walfleisch, besonders das des Scieh, ist saftig und zart.wie Beefsteak. Es wird von den Fabrikarbeitern und Anderen häufig gegen en. In dem Jahre, als die Industrie entstand, war der Codfischfang ein ärmlicher, und die Walfischiäaer erlaubten den fast ausschließlich von (5odfisch lebenden dortigen Bewohnern, von dem Walfischfleisch so viel sich anzueignen, als sie wollten; waren die Jäger doch dadurch der Mühe enthoben, die ausgenützten Walkörper wieder auf die See zu schleppen. Man salzte das Walfleisch sogar für den Winter ein und so entstand ein nees gastronomisches Gericht. Promotion eines Taubstummen. Ein Taubstummer, Walter Kuntze in Lentzsch bei Leipzig, ein Schüler des Oberlehrers Dange? zu Emden, hat dieser Tage an der Leipziger Universität promovirt. Oberlehrer Danger. damals Lehrer der Taubstummenanstalt in Braunschweig, unterrichtcte ihn privatim nach dem LehrPlan des Gymnasiums, bewahrte ihn aber vor jedem Verkehr mit anderen Taubstummen und rieth entschieden zu weiterer Ausbildung. Als Danger Nach Emden versetzt wurde, übernahmen der Direktor und zwei Lehrer der Taubstummenanstalt in Hildesheim die weitere Ausbildung. Dr. Kuntze ist der erste Taubstumme, der an einer deutschen Universität promovirte. - .m Kaninchen uerden in Paris wöchentlich etwa 200.000 Stück, in London gar in Höhe von 500.000 Stück während desselben Zeitraums verzehrt.

Der lürkiscyc Scsanlile.

Ein belieb?? un) viel besaftigte? Tiplomat in 2asiingtou. T. 6. Einer der meist beschäftigten Diplomatcn in der Bundeshauptstadt dürfte zur Zeit der türkische Gesandte Chekib Bey sein.. Gilt es doch für ihn, wenigstens einigermaßen gute Beziehungen zwischen Amerika und der Türkei zu unterhalten und das hierzulande gegen die Hohe Pforte obwaltende V!ißtrauen, das in Folge der gcgenwärtigen Vorgänge im Osmanenrciche und insonderheit durch die Vciruter Affäre neue Nahrung empfing, zu scheuchen. Welche Empfindungen in Onkel Sams Land indeß auch immer gegen' den Sultan und seine Negierung vorHerrschen mögen, so viel ist sicher, daß sif Chekib Bey persönlich in den maßgebenden Kreisen in Washington großer Beliebtheit erfreut; seine Jntelligenz, sein heiteres Wesen und feine gewinnenden Manieren haben ihn besonders für die dortige Gesellschaft zu einer werthvollen Acquisition gemacht. Chekib Bey befindet sich seit etwa Jahren als Gesandter in der BundesHauptstadt. Er trat damals an die Stelle des langjährigen türkischen Gesandten Ferrough Bey, der aus Gesundheitsrücksichten sein Amt niederlegte. Chekib Bey. der 47 Jahre alt und Wittwer ist, bekleidete vor seiner Berufung auf den Washingtoner Posten mehrere hervorragende Posten im Chckib !Ley. türkischen Auswärtigen Amte; verschiedene Male war er mit wichtigen Missionen nach dem Auslande betraut. Es heißt, daß Chekib Bey in außergewöhnlichem Maße das Vertrauen des Sultans genießt. Dem Haushalte Chekib Beys in Washington steht Chekib Veys Mutter, eine hochgebildete Dame, vor. Die beiden elf beziehungsweise acht Jahre alten Söhne Chekib Beys erhalt iea amerikanische Ausbildung. Vcrntortttngsvollcs Amt. Obliegenheiten uns Laufbahn VeS deutschen N:ich'agSdirektorS. In Deutschland tritt in Bälde der neue Reichstag zusammen. Trotzdem in der Zwischenzeit nach Ablauf der verflossenen Legislaturperiode bis zur Eröffnung des, neuen Reichstages ein solcher nicht existirt, fungirt doch eine Reichstagsverwaltung. Es müssen ununterbrochen Geschäfte für den Reichstag und seine späteren Sitzungen erledigt werden, und so lange es keinen Reichstag und kein Präsidium gibt, leitet die Angelegenheiten der Direktor des Reichstags, Geheimer Regierungsrath Knack, der an der Spitze der Reichstagsverwaltung allein während dieser Zeit steht. Der jetzt 64 Jahre alte Reichstagsdirektor ist ein Berliner Kind und im Justizdienst vorgebildet. Er war Bibliothekar des Preußischen JustizMinisteriums, als er im Jahre 1867 in das Bundeskanzler-Amt des Norddeutschen Bundes berufen wurde. Im Jahre 1872 berief der damalige Reichstagspräsident Dr. v. Simson, lm EinVerständniß mit dem Fürsten Bismarck, Knack auf die Stelle des zweiten Par- . 'r- -y. tfäV -AffÄ r.Viiatartj&fci. ," v, : ;. ,. ".'. Ä Geh. NegierungSrctth Kuack. lamentsbeamten. Seit dem Jahre 1879 ist der jetzige Reichstagsdireltor an die erste Stelle der parlamentarichen Verwaltung getreten. Er hat ein Amt, das .oft ein recht schwieriges st, mit ebenso viel Geschicklichkeit wie Energie verwaltet. Knack besitzt ein vermittelndes Wesen und weiß aus schwierigen Situationen den richtigen Ausweg zu finden.

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Feuer - Signale.

i Pmnsylv und Market 5 l?nglish's Opern-Hau Eastund Ntt Fork 7 Noble und Michigan 3 31. Jerley u. STafl Ave 3 Pine und NoNh " Narket und Pine i Lmnont nhe Ezft u 9i5. 8 CpritzexbauZ Naff. Ave nahe SKofcle 13 Tet?areund 2?alnt ii F. Jersey u Centtäl A. 6 la und ConiU Cit 8 3ff ü b 11. nue .7 ?ark 2e und 12 Gtt .6 Gobuntia ndiCnbe .9 Highland Ave u. Pratt m IllinoiS und St. Joe 5'ennivlo. und ratt 4 Meridian und 11. Str 5 TrO. 5 TpnznHauS 15. ne SUinci c Senate Ave u. EtCla 2? IllinciZ und Tkchigan P hlvania und 14. Senate Ave. und 13. u 9Io. 1 Txritzenb.au JnvAvencheMchiga 2 Meridian und LZalznlt California u Lmont 5 Blake und Ne Fort - Ind. Av. u. St. Clair 17 eity Hospital :s Slake und Norty 9 Mchigan und Lgnc 1 No. SpritzenhauA Washington nahe Weft 42 vAsendorf u Wasy. Missouri u New Fort 5 Meridian u Wash JlllnoiS und Ohio 7 Capitol v. u Wast 18 Kmgan'K Porkd.au 19 Straßenbahn Ställe 23. Washington Str 51 No. 10 Spritzenhaus JllinoiZ u Werriii 52 JUinoiS u Louistana 53 West und South 54 West und Vccarry 5 Senate Lve. u Henry 57 Meridian und Ray 8 No. 4 SpriZmhauS MadisonAv.uMor.-iS ii Madison Av. u Dunlop 61 No 2 Haken Leiterhau South nahe Telaware 2 Penn, u Merrill 53 Telaware u. McCarttz M ast und MrSar? 5 New Jersey u. Merrill 7 Lirg. Av. u Lradsha S East und Prospekt IS Bicking und High 71 No. 11 Spritzenhaus Oir Ave. nahe Huron 72 East und Seorgia 73 Eeda, und Elm 74 Davidson u G"orgi, 75 Lmglish A. u Pine 75 Shciby und Bäte 79 No. Z Spritzenhaus Prospect nahe Shelb? -0 Fletcher Av. u Ebelby Si Market u. New Zcrsey 2 Telaware und Wash. 33 Easi u Washington 4 New Aork u. Tavidfor 85 Taubstummen Anstalt L Vcr. Staaten Arsenal 87 Or:ental und Wash. 55 Frauen-Neformat. S1 No. 13 Spritzcnbuk Maryland nahe Mer. 2 Meridian u. Gcorqia. ZZ Meridian und South 4 Pennsylv u. Louisiana S5 Viraini Ave u. Llab. 36 Hauptquartier. 97 rand Hotel. S3 Capital Ave und Ollh 23 No. 16 Spritzenhaus 16. und Aly. 124 Alabame un5 18. 125 Central Hat und lt. 128 Dsnde und 15. 127 Vrookside und Jupiter &23 Centra! Ave und 17. 129 Delaware und IS. 131 Alabama und 11. 132 BeNl'fontaine und U. 134 College Ave und 29. 135 Delaware und 13. 136 Alabama und Norlh 127 Newmann und IS. I3S College Ave und 14. 139 Corncll Ave und 13. 141 JandeS 13. 142 Hi.lZnd Ave und IS. '.43 Tecumseh und 1. 145 Nciv Jersey und 22. 46 Aloord und 17. U7 No. 2 Spritzenhaus Hilisice Ave und 16. .3 College Ave und 22. 149 College Ave und 27. '.52 Park Ave und 22. t53 S u. 23 Bahn u. 22. 154 Namse Ar und 10. l56 Stoughton u Newnc '.27 Atlas und Pike. i?3 Blohd und Patrpaw. 159 No. 21 SprigenhauZ Brightwood 'Jk Arden und Depot 163 Vrightwood Und 25. 164 Rural und Bloyd i5 St, Clair u. Kcystone i7 Arsenal Ave 23. 163 Bellefontaine und 28. 189 Park Lve und lt. 212 Capital Av und 17. 213 Pcnnsyls. u. Aichiacm 21 JllinolZ und 25. 215 Senate Ave und tu ?16 Pennsvlvania und 22, 217 Meridian und 16. 218 Capital Av und 2& 219 !'r?adway und 10. ?51 Illinois und McLea 24 3tt. 14 Spritznchau Äcnwoed und 20. iZS Illinois und 33. CiJ Ar.iicita und 30. 237 No. 0. Spritzenhiuö Mcll und Raer 233 Vttd Lasder Jüoili 233 Ilabcl und 27. 241 Meridian und 24. 242' Illinoi u St.Clz. 43 Eldridge und 13. 312 West uud Wainut 513 West und 12. 314 Howard und 1. 315 Torbet iind Paca 316 Capital Ave und 1k, 317 Northwqtern Av uA 313 Gent und 13. 319 Canal und 10. 824. Cerealine WorkS 324 Vermont und Lvnn 325 Bismarck u Erandtek 32 No. 2) Ssritzenhaui Haughville. 527 Michigan u. Holmei, 823 Michigan u. Coneord 341 West und McJntvre 412 Missouri u. Marvland 413 Missouri und khio 415 Capital Ave eorgiö 41 Missouri u KenwSy?. 417 Senate Av u. Wash. 421 P und E RundKauZ W. Washington. 423 Jrren-Hosvital. 424 Mile Av .J DuQ 425 Wasy und Harri 42 No. 13 Spritzenhauj W. Washington 427 Oliver und Birch 423 Oliver und Osgood 429 Nordhke und Fort 4Z1 Hadlcy Ave u. Morrii 433 River Ave u. Morri 4U River Ave und Rah 435 Harding u. Big 4 R ? 43 Harding und Ollva 437 No. 19 CpritzenhaZ Morri und Hardina, 4SS 4xx unOLZ 439 etockvar 451 Rein ud Mir 452 Howard und L 45Z Morns und SUOftii 45 Lambert und ßtbuni 57 Nordyk Ave . V? mo Worki 512 West uud Rah 513 AenwckvAvu.McrrtL 514 Meridian und VlorrU Kl Illinois und ansas 517 Morris und Takota K18 Morri und Church 01? Capital A. u McCar.. 521 Meridian und Palur 623 Pine unii Lord 624 Madisor.Av u Lwcol 526 Meridian und BU RR 527 Carlo und Ratz 523 Meridian und Arizona 5ZS Meridian. Üiahmond bZl Meridian u. McCar. 522 No. 17 Kpritzenhas Morris nah Süeft 12 MeKeraaund Douh. 518 East u. Lincoln im 614 East und Beecher 15 Wright und Sandcr 17 McCart? und Beattz 18 New Jersey u Ltc Av 712 Spruce und Prospec 7U Sgl.sh Ar, u. Laurrl 714 Etat Ave u.Belt R? 715 Eheliy uud eecher 71 Ctate Ave und Orangk 71S Orange und Laurel 719 Ehclby u. ü.age Avt 721 Lcrington A. .wi?t 723 Fletcher Aveu. &rwa 724 Ctate Ave u. Pleasa 75 Prospekt und ?!easar.Z 72 Orange und Havla 728 Liberty und Mea 725 Nole und South S1 No. 15 Spritzcnhintti Ost Washington 813 Market und Nobl: S14 Ohio u. ighland l L15 Wchigan u. Htghlan, 1 Market u Arsenal Ld 817 Ost S. Clair und Union Bahn Gcleise. d2l Pan Handle Chcrl L23 Vermont und WaKo L24 Wash. und CtZte Atz. BtS Madden'Lounge Fad 82 TuSer und Torfty S27 Wash. und BeviSe Av L2? No. 12 Spritzenhaus evile nahe Vichig 631 Eoutheastern A und Woodsidt. tu Wash. und Tearöor, bt Southeastern uns Arsenal Ave. 555 New Dork und Tmchlt 12 Illinois und Wartzl. 918 JllinoiS und Merket, 14 Penn, und f&a 915 Telaware und 9 Spezial.Signale. Ersten 2 Schläge, zweiter Llann, Zweiten 2 Schlag, dritter Alarm, Dritten l Schlage, vierter Alarm. l-2-l, Feuer auZ und Schlauch aufgervlt. 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