Indiana Tribüne, Volume 27, Number 34, Indianapolis, Marion County, 1 October 1903 — Page 5

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! Skizze von Alice ?crcnd. H?rr Rampe! war Schulmeister, nicht nur in der Schule, sondern überall und immer. Er lehrte und belehrte in jeder Minute seines Lebens. Wenn er zu Hause war, so tönte ferne einförmige Stimme wie in ewiger Predigt durch die kleinen Naume. Im Sommer, wenn die Fenster geöffnet waren, konnte man sie im ganM Hause vernehmen und die spielenden Kinder auf dem Hofe vergnügten sich oft stundenlang damit, den blechernen Klang seiner Stimme nachzuäffen und dazu die Bewegung des Leierkastendrehens zu machen. Auch seine eigenen Sprößlinge schlössen sich dabei nicht aus. Herr Rampel war nämlich glücklicher Vater von vier Jungen, die ihm und sich auf's Haar glichen, alle mit gleich großen, abstehenden Ohren, als hätte die allwissende Natur auch hier vorausgesehen, daß diese Ohren viel zuhören mußteil. Frau Rampel war eine zarte, blasse Frau, die immer in Bewegung war, kochte, nähte oder wusch und dabei stillschweigend die belehrenden Reden ihres Mannes ertrug. Sie hatte niemals gewagt, zu widersprechen, oder zu bitten, daß er schweigen möge, denn sie war in einer kleinen Stadt noch in dem Bewußtsein erzogen worden: (5? soll Dein Herr sein" und hatte sehr jung geheirathet. So war sie stets geduldig und freundlich, wenn ihr auch oft der Kopf zu platzen drohte, vor all der Weisheit, die er mit anhören mußte. Wenn sie spät Abends, wenn die wilden Jungen glücklich im B?tt waren, todtmüde noch ihre abgelegten Anzüge nachsah, um die abgerissenen Knopfe anzunähen, so mußte sie sich dabei erklären lassen, wie die Knöpfe fabrizirt werden, die Perlmutterknöpfe wie die Hornknöpfe. Von diesen kam der Herr Oberlehrer erst auf das Büffelhorn, dann auf die Büffel, dann auf Indien und schließlich auf das ganze Asien zu sprechen. Seinen am Abend unterbroebenen Vortrag nahm er des Morgens gleich beim Frühstück, während Frau Rampel hastig die vielen Butterschnitten für das Schulfrühstück der Jungen schnitt, wieder auf, bis er dann selbst zur Schule ging. Die Wochenvormittage waren Frau Rampels schönste Zeit, trotzdem sie wahrlich mit Arbeit überhäuft war. Aber die Stille in den Zimmern that ihr gut, obgleich ihr ein leiser Klang von ihres Mannes Stimme immer im Ohre war. Die dicke Schlächtersfrau, die mit Rampels Wand an Wand auf demselben Treppenflur wohnte, hielt sich immer auffällig beide Ohren zu, wenn sie Herrn Rampel auf der Treppe traf. Herr Rampel nahm deshalb an, daß sie ohrenleidend sei und hielt jedesmal, wenn er ihr begegnet war, seiner Frau und seinen Kindern einen kleinen Vortrag über die Verhütung von Ohrenkrankheiten. In diesem Jahr hatte nun Herr Rampel beschlossen, mit seiner ganzen Familie zu verreisen. Die erste Reise in ihrer fünfzehnjährigen Ehe. Im Februar hatte Herr Rampel diesen Entschluß gefaßt, und jetzt Anfang Juni kannte sich Frau Rampel in ganz Europa so gut aus, wie in ihrer eignen kleinen Wohnung; denn Herr Rampel hatte jede Woche einen andern Reiseplan, den er dann auf der Karte mit Zuhilfenahme vieler Geographiebücher seiner Gattin erklärte. So war man auf der Karte schon im Harz, im Riesengebirge, an der Nord- und Ostsee, in Oberitalien, in der Nermandie, im Kaukasus gewesen; überall, wo Kollegen dem Herrn Oberlehrer billige Orte empfohlen hatten. Kurz ehe die Reise beginnen mußte, hatte sich endlich Herr Rampel für die Insel Bornholm entschlossen. Es wurden fünf gleiche Strandmützen gekauft, die zwischen fünf gleiche Ohrenpaare gesetzt wurden, als die Reise losging. Herr Rampel hatte gehört und gelesen, daß es auf der See immer kühl war. folglich mußte die ganze Familie für die Seefahrt ihre Wintergarderobe anlegen. Frau Rampel ihr schweres Pelzcape, das sie von der Tante geerbt, Herr Rampel und die Söhne trugen dicke wollene Sbawls um den Hals und pelzgefütterte Joppen. Es war eine glühende Hitze, echte Juli-Mittagshitze, als sie in Saßnitz den Dampfer nach Vornholm bestiegen, und die Mitreisenden raunten sich beim Anblick der Familie zu: Russen, anscheinend Russen." Das Schiff ging ab, die Sonn? brannte auf das Deck, und den Russen" wurde heißer und heißer, auch das ungewohnte Schaukeln des Schiffes that ihnen nicht gut. Ein Primaner, der mit dieser Fahrt seine erste größere Reise machte und von internationalen Bekanntschaften träumte, schlanaelte sich wie von unge fähr an Herrn Rampel heran, um ein Gesprach mit dem Russen anzuknüpfen Ja, heißer bei uns, als bei Ihnen begann er endlich. Ist es eigentlich wahr, daß es m Rußland so viele N:h: listen git?" Herr Rampel wundcrie sich zwar et was über diese Frage, aber nichtsdeitoweniger beantwortete er sie gründlich und ausführlich. Sie sprechen wohl viel Deutsch? sagte der Primaner bewundernd. (Frau Rampel seufzte, die Jungen kicherten.) Für einen Russen!" Herr Rampel wollte gerade sagen,

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baß er kein Russe, sondern ein Berliner sei, als ihn höhere Gewalten zwangen, das Deck schnellstens zu verlassen. Auch die Mutter und die Söhne folgten ihm bald, und die ganze Russenfamilie blieb bis zur Ankunft in Bornholm verschwunden. troizdem Herr Rampel vor der Abreise viele' Stunden über die Verhütung der Seekrankheit gesprochen hatte. Bei der Zollrevision wurden Rampels Koffer genau durchstöbcrt, um und um geschüttelt, während die übrigen Reisenden bald Passiren konnten. Herr Rampel hatte nämlich sämmtliche Shawls und das Pelzcape seiner Frau über dem Arm, deshalb hielt man sie nicht für Vergnügungsreisende, sondern für Handelsleute. Nun war man schon einige Tage in Allinge auf Bornholm, kletterte über die Klippen, machte Ausflüge, badete, aß viele Stunden Table d'hote, bewunderte Sonnen-Auf und -Untergänge, kurz, that alles, was zu einer richtigen Badereise gehört. Herrn Rampels Organ tönte gleichmäßig wie das Rauschen der Wellen über die Insel hin) In dieser Hinsicht hatte Herr Rampe! es gut getroffen. Nicht an vielen Orten hatte man so viel zu erklären, wie hier. Da gab es Hünengräber, Bantasteine, Ruinen, Leuchtthürme, Räuchereien. Merkwürdig war, daß Rampels trotz der vielen Badegäste keinen Verkehr finden konnten. An wen sie sich auf anschlössen, die liebenswürdigsten Famitten flohen sie nach wenigen Stunden. Sie hätten nicht ängstlicher gemieden werden können, wenn alle vier Jungen Keuchhusten gehabt hätten. Bei der Table d'hote aber wurde Herr

Rampel von allen Seiten geftagt, ob er nicht an Heiserkeit litte, oder man sprach über-die große Zungenbeweglichkeit mancher Menschen. Em hellblonder, frecher Assessor fragte Herrn Rampel, ob er wle. was ein Brechmittel sei, und rettete sich dann mit dem Witz: Die Seekrankheit. " Herr Rampel war nicht duMm. obschon er nicht ein Viertel so klug war, wie er sich dunkte, so merkte er doch, daß man sich über ihn lustig machte. Darum verließen Rampels Allinge und zogen nach Svaneke, einem andern Dorfe. Aber es ging ihnen dort ebenso und auch nicht anders in Rönne, wohin sie sich von dort begaben. Ja, die Reise war in keiner Weise erquicklich. Einer der vier Jungen verübte mindestens irgend einen dummen Streich am Tage; aber das Schlimmste war: Die Reise hatte Frau Rampels Charakter verdorben," wie der Her? Oberlehrer sich ausdrückte. Auch sie ließ sich nämlich nicht mehr die langweiligen Predigten ihres Mannes gefallen. Als sie sah, wie andere Frauen ihren Männern gegenüber auftraten, war sie muthig geworden. Sie wurde von Stunde zu Stunde energischer, und Herr Rampel hörte nun oft des Tages: Ach hör' doch init dem Geschwätz auf oder das Zntcressirt mich wirklich nicht im Geringsten." Als Frau Rampel zum erstenmal eine solche Antwort gab, hatte sie Herr Rampel mit offenem Munde angestarrt, aber er mußte sich daran gewohnen. Denn a'lch. als sie lancrn zu rückgekehrt waren, blieb Frau Rampels Charakter verdorben. Ja, diese Verdorbenheit nahm taglich zu. aber sie bekam der kleinen Frau sehr gut, sie sah wohl und blühend aus und wurde immer energischer. Die Nachbarn meinten zuerst, Herr Rampel sei noch nicht zurück, weil sie ihn gar nicht horten. . Schließlich blieb Herrn Rampel nichts übrig, als taglicher Stammgast am Kollegentisch im Schultheiß" zu weiden. Dort spricht er nach Belieben und dort schimpft er auf das Reisen, das einen mit albernen Menschen zusammcndringt und den Charakter ver dirbt. Frau Rampel aber die jetzt viel schneller mit ihrer Arbeit fertiq wird. sitzt derweil zu Hause behaglich bei der Lampe und liest dabei ein gutes Buch oosr die Zeitung. Pius X. und sein Ualcr. Der ungarische Maler Lippay. der nach Rom berufen wurde, um ein Vortrat des neuen Papstes anzufertigen. wurde bei der ersten Audienz vom Papst mit den Worten empfangen Bitte, sich bequem zu machen, und denken Sie sich, ich wäre noch Ihr alter Patriarch von Venedig, mit dem Sie so oft geplaudert haben. Ich kann nicht sagen, wie es mich freut, daß Sie in diesen heißen Sommertagen die Fahrt hierher nicht geicheut haben. Maler Lippay erinnerte den Papst daran, wie oft er seine Einkünfte für die Armen geopfert hat, worauf Pius X. sagte: Ja, einmal habe ich sogar memen Vischofsring um 230 Lire ver pfändet, um einem armen Teufel damit die Grundsteuer zu zahlen. Drei Jahre war er verpfändet. Ich kam aus den Schulden nicht heraus. Auch die Versicherungspolice derAssecurazioni Generali hatte ich oft genug verpfändet." Der Sekretär Pius' X. warf ein: Ich Wunsche Eurer Heiligkeit eine Mu liarde!" O, die würde auch bald zu Wasser werden," meinte der Papst. Die Noth ist überall sehr groß." Während des Frühstückes bemerkte Pius X. Über das von Lippay angefertigte Portrat: Sie machen mich zu schon. Ver qessen Sie nicht meine weiße Haarwelle über der Stirn, ich bin zu stolz darauf. Das Bild soll mich nicht alt erscheinen lassen, es soll Vertrauen erwecken und von Lebenskraft zeugen."

3ur ZZMansrage.

Hervorragende Persönlichkeiten und das mazedonische Komite. Selbstherrlicher Premierminister Unterstütz ung der mazeSonische Insurgenten Bul gariend Nr:nee Gescheiterter Nevvlutionß versuch uns die Folgen. Einer der verantwortungsvollsten Männer in der Balkanmisere ist der gegenwärtige bulgarische Premierminister General Petrosf. Unter seinem Regime haben sich die Beziehungen Bulgariens zur Türkei, die 1901 noch leidlich gute waren, entschieden verschlechter!. Petrosf lenkt die bulgarische Staatsmaschinerie nach seinem Kopfe, und feine Ideen sind es auch, die der Politik Bulgariens ihre aggressive Richtung gegeben haben. Den Widerstand, der ihm entgegengesetzt wird, pfleat er einfach durch Gewaltmaßnahmen zu brechen. Die Lieferung von Waffen und Munition an die mazedonlichen Insurgenten, wegen weleher der sonst sehr tüchtige Kriegsminister Paprikow unter einem von Rußland ausgeübten Drucke im Frühjahre d. I. abdanken mußte, wurde trotzdem mehr oder minder geheim fortgesetzt; ebenso die Förderung des mazedonischen Komites. Man ging sogar so weit, für die Mazedonier Kriegsvorräthe aus den bulgarisch-fiskalischen Depots zu stehlen, wobei von Seiten der Behörden ein oder auch beide Augen zugedrückt wurden. Diesen Umständen war auch die verhältnißmäßig gute Ausrüstung der mazedonischen Revolutionäre vorwiegend zu danken. Das bulgarische Heer selbst ist nach dem rumänischen zweifellos das beste ii ,.'iri .v. tti-VW Premierminister Petroff. der Balkanstaaten. Es, ist gerade in Folge der eifrigen Thätigkeit Paprikows weit kriegstüchtiger und schlagfertiger, als die serbische oder griechische Armee. Die bulgarische Armee besteht aus sechs Divisionen und einer selbstständiaen Reiterdivision. Der Friedensstand wird auf 24.000 Mann geschätzt; tm Kriege durfte die Starke einschließlich der Reservetruppen und Volkswehr auf circa 186.000 Mann gebracht werden können. Für die äußere Erscheinung der bulgarischcn Truppen ist das russische Vorbild maßgebend gewesen. Die Röcke sind vorn zum Zuhaken eingerichtet und bei der Infanterie von ruf sisch grüner Grundfarbe. Die Beinkleider sind bei der Infanterie von der Farbe des Rockes. Als Kopfbedeckung dient eine schwarze Lammfellmütze. Im Sommer werden nach russischem Vorbilde weiße Leinwanduniformen und Tellermutzen aus gleichem Stoffe getragen. Die Reiterei hat dunkelblaue Rocke und Beinkleider, die Artillerie dunkelgrüne Röcke und dunkelblaue Beinkleider; die Uniform der Pioniere gleicht der der Infanterie. Das mazedonische Komite ist aus allerlei Gesindel entstanden, das seit dem Bestehen des bulgarischen Fürstenthums von Sofia aus bandenweife über die Grenze geschickt wurde und unter dem Deckmantel nationaler Gesinnung und patriotischen Strebens auf türkischem Gebiete raubte, mordete und sengte und sich dann mit der gemachten Beute in's Fürstenthum zurückzog. Alle diese Gruppen, die unBulgarische Armee Kavallerist; B Jnfan. ' terist; C Jnsanterist in Sommeruuiform; D Pionier; E Kavallerist in Sommeruni. fcrni. v. abhängig von einander in Aktion traten. nannten sich Komites.- Run fehlte es nicht an nationalen Mannern, die bestrebt waren, diesen Bandenumtrieben eine thatsächlich nationale Richtung zu geben und die zerstreuten Kräfte im nationalen Dienste zusammenzufassen. 'Der Erste, dem

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. s dies einigermsßen gelang, war Traiko Kitantsch:w. Er darf als der eigentliche Begründer des Sofiaer Mazedonischen Eentralkomites gelten. linier seiner Leitung wurde von Sofia aus

der große mazedonische Aufsiandsversuch vom Sommer 1895 in's Werk ge jetzt. Der Versuch scheiterte zum nicht geringsten Theile an dem Widerstande, den die zu Befreienden selbst den Lockungen ihrer Konnationalen aus beir. Fürstenthume entgegensetzten. Das Eentralkomite blieb seitdem zur Unthätigkeit verurtheilt. Selbst als der .'V wmmm VAlWJ'hKXA&XFt. mmmm r.r--.. Vffrgr fjiu'-i ltiJll! l,nlt'ZL fi'.'rl'l"tf ; K V ji r'7vvfc''V fähitmiim fv'";:-,-a1 mm mmk fi-m,,;. WH General Zontcheff. Generaladjutant des Fürsten Ferdi nand. General Rikolajew, und dann der spätere Justizminister Dr. Radew an die Spitze traten, war der Niedergang nicht aufzuhalten, und als dann ganz unbekannte Leute zu Vorsitzenden gewählt wurden, verfiel die Organisation fast gänzlich. Erst seit dem Jahre 1899 trat wieder ein Aufschwung ein. Ursache daran war der türkisch-griechische Krieg mit seinen Folgen. Das Komite konstituirte sich in dem gedachten Jahre von. Neuem, und es hat seit der Zeit die mazedonische Propaganda geleitet. Junge Mazedonier, die in der bulgarischen Armee Offiziersstellen innehatten, verließen den aktiven Dienst und stellten sich ihren Landsleuten zur Verfügung. Einer der Vorsteher des Komites war der Reserve-Oberleutnant Sarafoff, ein Mann von 31 Jahren. Der gegenwärtige Präsident des Komites ist General Zontcheff. der bei dem Ausbruch der jüngsten Revolution zugleich die Führung einer Division mazedonischer Insurgenten übernahm. rrdicntcr Marinrosslzicr. ZU Ernennung Kapitän Benjamin P. Lam bertonö zum Viear-Admiral. - Benjamin P. Lamberton, der Kornmandeur des südatlantischen Geschwaders, der, als Erster auf der Kapitänsliste, an Stelle des in den Ruhestand tretenden Rear-Admirals Kempff zum Rear-Admiral aufrückt, war einer der Mitkämpfer Deweys in der Seeschlacht von Manila. Er befehligte damals das Flaggschiff Deweys, die Olympa," und war Stabschef des Admirals; auch ging er an Land, um mit dem spanischen Kommandanten des Arsenals von Eavite zu unterhandeln. Als Befehlshaber des südatlantischen 2 0 C c Benjamin P. Lamberton. Geschwaders löste Lamberton den Rear-Admiral Sumner ab. der die gesetzliche Altersgrenze im Dezember d. I. erreicht, aber schon vor einiger Zeit das Gesuch gestellt hatte, ihn von seinem Posten zu entbinden. Benjamin P. Lamberton, der in Pennsylvanien geboren- wurde und 1865 an der Marineakademie graduirte, hat in der Bundesmarine die unterschiedlichsten Dienste verrichtet. Er gehörte von 1863 bis 1867 der europäischen Station, von 1870 bis 1871 der South Pacific-Station an und weilte von 1877 bis 1879 in Alaska. Lamberton bethätigte sich des Ferneren im Ausrüstungs-Bureau, sowie im Bureau für Schiffsbauhöfe und Dockanlagen; er kommandirte nach Absolvirung eines Kurses an der Torpedostation zu Newport, R. I., das Torpedoboot Mayflower," fungirte von 1886 bis 1888 als Leuchthausinspektor, war von 1883 bis 1890 Kommandant des Schiffsbauhofes zu Norfolk und befehligte nachdem das Schulschiff Jamestown." Vor seiner Berufung als Befehlshaber des südatlantischen Geschwaders bethätigte er sich im Marine-Departement zu Washington, D. C. - Für eme hervorragend muthige That erhielt Lamberton semer Zeit eine Medäille. Er kreuzte 1870 mit der SDssiptt" an der mexikanischen Küste, als ein Mann über Bord fiel. Lamberton sprang sofort nch und rettete den Gefährdeten vom, '.sicheren Tode durch Ertrinken oder durch Haifische.

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