Indiana Tribüne, Volume 27, Number 32, Indianapolis, Marion County, 29 September 1903 — Page 6

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Jlldiema Tribünc, 29. September 1903

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Europaische Nackrichtn.

&xov'.n$ Sachsen. Magdeburg. Der Sudel juu ger Landwehrverein beging die Feier seines 40jährigen Bestehens und in Beibindung damit die Weihe seiner neuen Rechne in den Räumen des Eis kellers". Kontorbote Wilhelm Schulze konnte auf eine LZjährize ThätigZeit bei der Firma Gustav Hubbe zurückblicken. Geheimer Commerzienrath Otto Hubbe hielt eine Ansprache an den Jubilar und dankte ihm für seine langjährigen treuen Dienste; er überreichte ihm bei dieser Gelegenheit ein Sparkassenbuch und eine goldene Ubr. Augsdorf. Auf dem Paulschachte stürzte der 28 Jahre alte Bergmann Wilhelm Lauch infolge eines Fehltrittes 30 Meter tief in den Schacht; er war sofort todt. Egeln. Einen tödtlichen Sturz erlitt' der in der hiesigen Dampf- und Wassermühle als Wächter beschäftigte rnvcmoe Heinncy ekurz von vur; derselben fiel aus einer Bodenluke fünf Meter hoch herab und erlitt hierdurch einen Bruch desNückgrats, welcher den sofortigen Tod des 71j.'chrigen Mannes veranlaßte. G e n t h i n. Ein Opfer ihrer eigenen Unvorsichtigkeit wurde die Ehefrau des Schiffers Jlenk Hierselbst, die bei der Bedienung der Dreschmaschine auf dem Grundstück eines Bäckermeisters thätig war. Sie gerieth in das Getriebe, wobei der linke Arm zersplittert und aus dem Schultergelenk gerissen wurde, so daß sich seine Abnehmung nöthig machte. Halber st adt. Mit durchschnittenen Pulsadern wurde der Gärtner August Müller in seiner Wohnung aufgefunden. Ein schnell herbeigeholter Sanitätsunterofficier legte dem Selbstmordcandidaten einen Nothverband an und ließ ihn durch Soldaten nach dem Krankenhause schaffen. Als man ihn hier aus dem Krankenkorbe heben wollte, stellte, sich heraus, daß er bereits gestorben war. Halle. Die hiesige Tischlerinnung feierte im Wintergarten ihr 50jähriges Bestehen. K oßd orf. Der Sohn der Gutsbesitzerwittwe Hentschel fiel beim Einholen von Getreide vom Wagen herab, wurde mitgeschleift und schwer verletzt. Die 22jährige Tochter wurde bei diesem Anblick ohnmächtig, stürzte ebenfalls vom Wagen und wurde derart überfahren, daß sie bald daraus ihren Geist aufgab. Martinfeld. Der Dachdecker Heinrich Spitzenberg von hier stürzte in Sangerhausen so unglücklich vom Dache eines mehrstöckigen Gebäudes herab, daß er alsbald verschied. Es ist dies seit zwei Jahren der fünfte Fall, wo Familien-Bäter aus der hiesigen Pfarrei plötzlich den Ihrigen entrissen wurden. Nordhausen. Die 21jährige Christine Lange aus Windeberg (Kreis Mühlhausen) war im hiesigen Stadtparke todt aufgefunden worden. Dem Anscheine nach liegt eine Mordthat vor. Der Pflegevater der Christine Lange, der Oekouom Pfluz in Windeberg, wurde verhaftet. Die Ehefrau des Pflug verschloß, als die Beamten auch sie verhaften wollten, die Thüre des Gehöfts. Als die Criminalbeamten vom Nachbarqehöft aus sich Zutritt zum Pflug'schen Gehöft verschafft hatten, hatte die Frau Pflug sich in den Brunnen gestürzt und war nM Provinz gbannover:Hannover. Bei der Arbeit getödtet wurde uf dem Nathhausbauplatze der 1856 geborene Arbeiter Honig, in der Nicklingerstraße in Linden wohnhaft. Verhaftet wurde der Kaufmann Luters, der sich an einigen Stellen als Criminalbeamter ausgegeben hatte, an anderen Stellen als Arzt, um sich Geld zu erschwindeln. A h l e r st e d t. Bei einem schweren Gewitter schlug der Blitz in den Stall des Schmiedemeisters Kalms; das rasch um sich greifende Feuer äscherte diesen und auch das Wohnhaus und die Scheune ein. D u d e r st'a d t. Seit dem 3. Mai d. I. wird der aus Wilbich im Kreise Heiligenstadt stammende, zuletzt in Hollenbach (Kreis Mllhlhausen) ansässige Schafhändler Bust, der wie alljährlich auf dem Unterreichsfelde Schafe aufkaufen wollte und zu diesem Zwecke 36000 Mark Baargeld bei sich führte, vermißt. Nunmehr wurde die Leiche des Schafhändlers Bust bei Esplingerode von Schnittern im Noggenfelde gefunden. Der Hund lag todt daneben. Das Geld fehlte. Es handelte sich also zweifellos um einen Raubmord. Emmerthal. Der auf der Domäne Hagenohsen beschäftigte Arbeiter Waltemate stürzte beim Abwerfen von Stroh so unglücklich aus der Bodenluke, daß er an den erlittenen inneren Verletzungen verstarb. G i e r s w a l d e. Der etwa 20jährige Müllergeselle Bill, der hier in Diensten steht, wurde auf dem Bahnlörper todt aufgefunden. Er war von einer Lokomotive überfahren, wurde jedoch erst späterhin von einer anderen Maschine aus bemerkt. Der Verschiedene hatte mehrere Unterschlagungen begangen, so daß man annimmt, er habe den Tod auf den Schienen freiwillig gesucht und oefunden.

Lüneburg. Auf entsetzliche Art ist der in der R?ichenbach'schen Faßfabrik arbeitende Böttcher Karl Kratje zu Tode gekommen. Eben aus einer Nerven-Heilanstalt entlassen, nahm er seine Thätigkeit in der Faßfabrik, der er schon seit ca. 20 Jahren angehörte, wieder auf. Als nxn der hier eintrefsende Zug das Geleise der Anschlußstrecke pa'ssirte, stürzte Kratje, jedenfalls infolge plötzlich auftretender geistiger Umnachtung, den kleinen Bahndämm hinauf und warf sich vor den herankommenden Zug, der ihn zermalmte, so daß der Tod auf der Stelle eintrat. Nordstemmen. Unter lebhafter Betheiligung von nah und fern fand das 25jährige Stiftungsfest unserer freiwilligen Feuerwehr statt. Salzderhelden. Durch unvorsichtiges Umgehen mit Petroleum ist die zwanzigjährige Tochter desAuktionators Brüning schwer verbrannt. Nach qualvollen Leiden erlöste sie der Tod von ihren gräßlichen Schmerzen. Das junge Mädchen hatte Torf mit Petroleum getränkt und dann auf daZ Feuer gelegt. Durch eine plötzliche Explosion geriethen die Kleider in Brand. Vheinprovinz. Köln. In der Waisenhausgasse wurde der Kanalarbeitcr Ernst Korsch vom Filzengraben von einem Zuge der Borgebirgsbahn so schwer verletzt, daß er auf dem Transport zum Bürgerhofpital starb. Das'Personal der Vorgebirgsbahn schsint an dem Unfälle keine Schuld zu treffen. Der Verunglückte war mit der Beaufsichtigung von Baustelleu beauftragt worden und scheint dem Zuge zu nahe gekommen zu sein, infolgedessen dann das Unglück entstanden ist. Aachen. Anläßlich seiner silbernen Hochzeit überwies Geheimer Commerzienrath Karl Delhis der Preußischen Höheren Fachschule für Textilindustrie Hierselbst 40.000 Mark und dem Louisenhospital 25.000 Mark. E l b e r f e l d. Bei dem Fabrikanten photographischer Bedarfsartikel Hugo L?eutye erfolgte eine xplovn von Blitzlichtpulver, die große Zcrstörungen anrichtete. Arbeiter Lübbert wurde hierbei getödtet. Aus Lebensüberdruß hat der 79 Jahre alte gewerblose Georg Seidlein in seiner Wohnung an der Kluserhöhe seinem Leben durch Erschießen ein Ende gemacht. Seidlein hatte sich in den Kopf geschossen und dadurch den Tod augenblicklich herbeigeführt. Herzogenrath. Unter allgemeiner Theilnahme feierte Rentner und Beigeordneter Schönen mit seiner Gemahlin das seltene 'Fest der diamantenen Hochzeit. Unser qanzes Städtchen prangte aus dem Grunde in reichem Flaggenschmuck. Hülsdonk. Tödtlich verunglückt ist der 17 Jahre alte Sohn des Landwirths Benedens. Er gerieth unter eine schwer beladene Karre, die ihm quer über die Brust ging. Infolge schwerer innerer Verletzungen verstarb der junge Mann nach kurzer Zeit. K l e v e. Vor kurzem sind im hiesigen Thiergarten Spuren eines neuen Römerwegs entdeckt worden, in deen Nähe der Erdboden vermuthlich noch manche Schätze an Alterthümern birgt. Der hiesige Alterthumsverein hat beschlössen, auf dem in Betracht kommenden Gelände, das fiskalisches Eigenthum ist.fachmännisch geleiteteAus grabungen vorzunehmen, falls die Genehmigung dazu ertheilt wird. M a r x l o q. Ein Unglücksfall eritgnete sich beim Neubau der hiesigen katholischen Kirche. Der 27jährige VerPutzer Evers stürzte aus einer Höhe von 15 Metern herab und blieb mit zerschmetterten Gliedern liegen. O t t w e i l e r. Der in musikalischen Kreisen bekannte Seminarmusiklehrer Zeh von hier wurde im Walde todt aufgefunden. Ob ein Verbrechen vorliegt, muß erst die eingeleitete Untersuchung feststellen. Rem scheid. Die Firma Korff & Honsberg feierte ihr 50jähriges Bestehen. - Rotthausen. Metzgermeister Löwenthal verwundete seine Schwägerin durch Revolverschüsse schwer. Er durckscbnitt sick bierauf den mtf dem 'Schlachtmesser und war sofort todt. St. Johann. Die jungverheirathete Frau des Bahnarbeiters Jäckel erlitt beim Feueranmachen mit Petroleum schwere Brandwunden und verstarb. W i p p e r f ü r t h. Nach längerem Leiden starb hier der Senior der rheinländischen Bürgermeister. Bürgermeister Leo Leonhardt, Hauptmann d. L., im 79. Lebensjahre. Zülpich. Erne hiesige Schützen-gesellschaft.-die St. Sebastians Bruderschaft. feierte das Fest ihres 500jährigen Bestehens. Im Festzuge waren 40 fremde Gesellschaften vertreten. Frovinz Ldcffen'rnssau. . Kassel. Vollziehungs - Beamter Siebert feierte sein 25jahriges Dienstjubiläum als städtischer Beamter. E s ch w e g e. Von einem bedauerlichen Unfall wurde der Einwohner Georg Muth auZ Silbel betroffen. Er machte mit seinem Schwager einen Spaziergang in den Tannenwald, um dort nach Vogelnestern zu sehen. Beim Absteigen von einem Tannenbaum fiel er so unglücklich zur Erde, daß er das Genick brach und kurze Zeit darauf

starb. Er hinterläßt eine Frau und drei Kinder. Frankfurt. Vor 50 Jahren schnitt der Barbiergehülfe Michael Keller aus Burggrumbach demSchlossermeister Johannes Keller hier beim Rasiren den Hals ab. Noch am selben Tage wurde 5eller verhaftet. Nachdem er vier Jahre in Untersuchungshaft gesessen hatte, wurde er zum Tode vcrurtheilt, aber vom Senat zu lcbenslänglicher Zuchthausstrafe begnadigt. Seit dieser Zeit sitzt er im Zuchthaus (jetzt in Diez). Keller sollte schon öfter in Freiheit gesetzt werden, wenn er ein Schuldbekenntniß ablege, dessen weigert er sich aber beharrlich. Schuhmachergeselle WilliFrank sprang von einem Wagen der Straßenbahn so unglücklich ab, daß er einen Schädelbruch erlitt und im Heiliggeistspital seinen Verletzungen erlegen ist. F u l d a. Eheleute Rentner Joseph Hammel und seine Gemahlin feierten das Fest ihrer goldenen Hochzeit. Der Jubelbräutigam zählt 75, die Braut 72 Jahre. K r u m b a ch. Im Neubau des Gutsbesitzers Bretthauer ereignete sich ein schwerer Unglücksfall. Der Schmiedemeister Freudenstein war mit dem Befestigen von Thüren beschäftigt, als er infolge-eines Fehltritts so Unglücklich von der Leiter stürzte, daß er sich einen Schädelbruch zuzog, infolgedessen er starb. Oe strich - Winkel. Der 11jährige Knabe Hilbek wurde, als er den Uebergang unterhalb der Station passirte, von einem aus der Richtung Frankfurt kommenden Zuge übersahren und getödtet. Wiesbaden. Im Walde zwischen der Platterstraße und dem WaldHäuschen wurden die Leichen eines bei Professor Fresenius beschäftigten 24jährigen Chemikers Namens Ontl aus Wien und des 20jähr. Frl. v. Weikhmann gefunden. Die Ziden, die sich im Vorzimmer eines Arztes vor kurzer Zeit kennen lernten, wurden seit Kurzem vermißt. Das Mädchen, das an Schwindsucht litt, schrieb ihrer Mutter, daß sie beschlossen habe, mit Ontl, der von dem gleichen Leiden heimgesucht war, wegen der Uebereinstimmung ihrer Anschauungen" gemeinsam in den Tod zu gehen. Neben den Leichen fand man zwei Papiertrinkbecher, 2 Fläschchen und ein Paket mit Gift, anscheinend Cyankali. m Ein Bürger von Aurora, S. D.. Namens Ford hat dieses Jahr versucht, Tabak zu ziehen, und glaubt beweisen zu können, daß Tabakpslanzen in Süddakota gedeihen können. Seine Pflanzen sind angeblich stark und gesund, die Blätter größer und zahlreicher als die der Pflanzen im Süden. Das bekannte Sprichwort: Alte Liebe rostet nicht," bewahrheitete sich dieser Tage in Westminster, Md. Der 76 Jahre alte Ed. Lynch verheirathete sich daselbst mit der 62 Jahre alten Wittwe Mary Walker von Virginien, die er gerade vor 50 Jahren heirathen wollte, doch war er damals daran verhindert worden. Beide heiratheten anderweitig und wurden durch den Tod von ihren EheHälften geschieden.

Erklärung. Wie komm: es, Anna, daß ich, ss oft ich in die Küche trete, einen Liebhaver bei Ihnen finde?" Ja, weil Gnädige immer in so leisen Hausschuhen daherkommen!" DerschlaueBauer. Du. Alte, da les' ich g'rad im Blattl: Bei der nun gerichtlich ausgetragenen Ehescheidung des Metzgers Hiesel wurde ihm die Summe von 40.000 Mack und'' seiner bisherigen Frau 20,000 Mark zugesprochen. Was meinst, um den Preis könnten wir uns ja hat auch amal scheiden lassen V Kennzeichen. Wie, um's Himmelswillen, kennen Sie Ihre Zwillinge auseinander, Frau O'Hare?" Ohne Schwierigkeit. Ich stecke meinen Finger in Jim's Mund, und wenn er beißt, weiß ich. daß es Mike ist." UnbegrenzteLiebe. Und liebst du mich wirklich nur meinetwegen, Alfred, und nicht wegen meiner Mitgift?" O Mabel, du könntest noch doppelt soviel Mitgift haben und ich würde dich nicht weniger lieben!" Niederträchtig. Hausfrau (für sich): Hat meine Köchin wieder einen entsetzlich geschmacklosen Hut. Die Adresse der Modistin muß ich mir doch mal aufschreiben, damit ich sie gelegentlich meinen Freundinnen emvfeblen kann! Mildernd. Pfarrer (zu einem Ehepaar): Ist es wahr, daß Sie Ihrer Frau die Stiefel an den Kopf werfen, und daß Sie Ihrem Manne mit dem Besen zu Leibe gehen? Mann: Na, Herr Pfarrer, manchmal wechseln wir auch ab! Kasernenhofblüthen. Unteroffizier (zum Rekruten bei den Gewehrgriffen): ... Donnerwetter, hineingreifen sollst Du in's Eisen! Wie 'ne zimperliche Jungfer stellt er sich an. und dabei hat er Hände wie Karl d:r Große! Sommersprossen. May: Man hat mir gesagt, Doktor, daß durch Essen von Gurken die Sommersprossen verschwinden." Doktor: Unter einer Bedingung, ja." May: Und die ist?" Doktor: Daß sich die Sommersprossen an den Gurken befinden."

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Geöhrter Miste? Edi!5?r! Bei selle Buggyfahrt, wo ich mit die Selma gemacht hen, do hen ich, wie Se immätschinne könne, immer in den Dräft gesosse un dabei sin ich in mei Jnseit so eckseitet gewese, daß ich fascht gebeult hen. Unner die Kandischen is cs nehtscherell, daß ich e schreckliches Kalt geketscht hen un als e Ruhl werd auch immer der Part am härtste gestrocke, wo am wiekste is un bei mich is das der Kopp. Ich will domit nit sage, daß meinKopp viehsickelie schwach is, nosser, nat bei en lange Schatt, ich hen en Kopp, do kann mer iesig zwei draus mache. Wie ich noch e Kid gewese sin, do hen die alte Leut immer Angst gehabt, ich hätt en Wasserkopp, weil er so unmenschlich dick gewese is. Off Kohrs sin se in den Riegahrd mißtehken gewese, bikahs dieDacktersch hen ausgefunne, daß es nicks wie Brehn gcwesc is un das Hot mich weiter nit gebattert. Well, ich hen Jhne von mei Kalt verzähle wolle, wo ich geketscht hen un nit von mein Brehn, wo doch kein Juhs is, daß mer driwwer tahke duht. Also wie ich selle Nacht heim sin komme, do sin ich so naß gewese, wie e Waschräck; ich hen dieselwe Zeit en ferchterliche Dorscht gehabt un do hen ich gedenkt, en Drink Bier kann mich ennihau kein Demmetsch duhn un weil kein annerer Bub do war, wo ich hätt schicke könne, do sin ich in den Seller, for mich e Battel odder zwei zu kriege. Wie ich in den Seller komme sin, do hen ich uf eemol die Schills kriegt un do hen ich gewußt, daß ebbes mit mich die Matter fein müßt. Ich hen mich awwer doch zwei Battel Bier getackelt un sin obstehrs. Ich hen das Bier gedrunke un sin dann in mei Bett gekroche, un do hätte Se emol ebbes erlcwe solle. Wei, das ganze Bett Hot gewackelt, so hen ich das Fiewer kriegt un ich hen schuhr gedenkt, ich deht mein Finnisch sehn. Ich hen als emol for e Minnit odder zwei geschlofe un dann hen ich immer sogenannte Halunkenatione kriegt. Do hen ich die schrecklichste Sache gesehn un immer h:n ich gefühlt, als ob mich einer meine Gorz zudricke deht; sell is off Kohrs fierfull gewese, un in meine Verzweiflung un Deßperehschen sin ich aus den Bett getschumpt, hen mich die Wißkiebattel getackelt, wo in so en Kehs arig händig kommt, un hen en gute Drink genomme. Dann sin ich Widder in die Klapp un von do an do hen ich e wenig wärmer gefühlt awwer mit einem Mol hen ich e Tuh?chk kriegt, das Hot einiges geböte. Wisse Se. ich kann ja e ganze Latt stände, awwer das Hot doch einiges geböte. Ich hen ganz an den hinnere Part von mein Mund e paar Vackezähn, die sin schon seit meine frühste Kindheit da. un bei all mein Tschuhe duhn ich die am meiste juhse, weil se so groß sin un ich kann so viel uff einmol damit fertig bringe. Well, der starke Juhs duht off Kohrs telle un se gucke jetzt mehr wie abgebrochene Kallerbottens als wie Tuhses. Sell Hot mich awwer nit schenirt un biseids das sin ich ja auch kein Gaul, wo mer in's Maul gucke duht, wann mer sei Ehtsch ausfinne will. Well, also in die Vackezähn hen ich jetzt die fierfullste Pehns gehabt, wo en Mensch nor kriege kann. Zuerscht Hot's gefühlt, als wann mich einer e Pinn in den Zahn sticke deht un die Pinn deht immer dicker wer'n un deht schließlich e dreieckiges Schehp kriege. Dann deht der Kleimäcks komme, indem die dreieckige Pinn so ebaut hunnertmol in den Tuhs erumgedreht deht werde. Die Sensehschen hen ich in Zeit von e halwe Stund so puttinier siwwe hunnert mol gehabt. . For e Tschehnsch Hot's dann auch Widder emol in den Zahn gekloppt, daß ich's bis in mein kleine Toh gespürt hen. Ei tell juh, ich hen Krisch von mich gewwe, wo ich früher bei e menschliches Wese gar nit für passibel gehalte hen. Ich hen mein Kopp unner mei Piller gelegt un hen gedenkt, die Wärm hätt mehbie en Effekt se Hot auch, es Hot mich nämlich noch viel weher gedahn. Bautz, is das Piller in die Eck von mein Ruhm geflöge. Ich hen dann mei Taul naß gemacht un hen mich das um mei Fehs erum geteid, awwer des Riesolt war schrecklich! Ich hen gefühlt, als wann der verdollte Vackezähn größer wie mein Kopp war un ich sin for e Fäckt mit meim Kopp gege die Wahl gerennt, awwer des Hot meine Kandischen auch nit impruhft. Ich sin in mei Ruhm herumgeronnt, als wie en Monkie in seine Kchtsch, ich hen in einem fort gekrische un wann Jemand gedehrt hätt', in mei Ruhm zu komnie. dann hätt' ich ihn gekillt, jesser. ich hätt. Ich sin schuhr, daß die Piebels an die Stritt zusammegelaufe sin, .awwer do hen ich gar nicks drum gewwe. Es is auch alles bei uns im Haus auf aewele.

awwer es yo: rerns geoeyrr, m wer Ruhm zu komme, bikahs se sin esfrehd gewese, ich wär krehsig geworde. Mit all den Hallern un die fierfulle Pehns sin ich feinellie so ausgeleiert geworde. daß ich fascht zusammegebroche sin un immer noch kein Impruhfment. Do hen ich mit einem Mol mei Wißkiebattel gesehn. Ich hen se getäckelt un hen en diesente Schluck genomme. Wie der Stoff mein Tuhs getotscht Hot o watt en Relief! 5Zor e koppele Minnits sin ich ganz mitaus Pehns gewese un ich hen gefühlt, als wann ich en neuer Mann wär. Dann Hot's Widder gestart un mitin fünf Minnits, do sin ich fascht Widder krehsig for Pehns gewese. Osf Kohrs hen ich Widder mei Meddissin gejuhst un auch diesmol Hot mich der Wißkie Widder gut gedahn, das is for e kurze Weil. Do hen ich mich die Battel mit in's Bett genomme un hen alle kleineWeil en Drink genomme un ich denke, den Weg hen ich en ganz gehörige Jack kriegt un ich hen geschlofe, wie e Rinnozerroß. Was dieGefchicht for e End genomme Hot, des' sag ich Jhne das nächste Mol, for heut deht's meine Nörfs zu arig effekte. Mit beste Niegahrdö, Juhrs Trulie. Meik Haberfack. SSkweier un Sheriff von Apple JaZ, Holie Terrer Kauntie.

Die Schweizer Reise mit Hindcrnissen. Ein von einer Schweizer Reise heimgeflüchteter Tourist hat seine unangenehmen Erfahrungen in Bezug aus die Ueberfüllung der Hotels in fol gendem. der Wirklichkeit nacherzählten" poetischen Stoßseufzer wiedergegeben: Die Schweizer Reise. Schön ist, Mutter Natur, deiner Erfindung Pracht, Hättest du nur dazu stets herrliches Wetter gemacht! Petrus, schütte nur zu, ich kenn' deine Tücken bereits, Wetter, fei wie du willst, auf geht's in die bergige Schweiz! Auf nach St. Moritz, die Fahrt fängt zwar mit Regen mir an. Störte mir nicht den Humor, kam so zur Albula - Bahn! War doch die reizendste Fahrt, wild und doch lieblich zugleich; Steigt aus der irdischen Flur auf in der Wolken Bereich. Führt aus der Tunnel Geheg immer zum reizendsten Bild, Schließt sich der Vorhang und dann lachet ein herrlich Gefild. Schließt sich der Vorhang, und bang gähnet ein Abgrund uns an. Schließt sich der Vorhang und wild brausen Gewässer heran. Wohl an die vierzig und mehr wechselnde Bilder wir sah'n, Nimmer vergesse ich dich, einzige Albula - Bahn! Uns begegnet ein Zug, kam von da oben zurück. Und es erstrahlte daraus sichtlich der Reisenden Blick! Doch 's ist ein spöttischer Strahl: Sagt, ist's dort oben auch schön, Wie man's erhofft und erträumt?" Fahrt nur, ihr werdet's ja seh'n. Fahrt nur, wir wünschen euch Glück, bleibe! zu lange nicht aus!" Und es kam über uns all' ahnungsvoll mahnend ein Graus. Oben Samaden, es grüßt Gletscher und Alpe so schön, Auf nach St. Moritz soll schnell unsere Wanderung geh'n! Wie? Nach St. Moritz? Da gibt's nicht mehr ein einziges Bett! Schlafen dort viele auf Heu, finden das immer noch nett!" Nun denn, so führt unser Weg nach Pontresina hinein!" Nach Pontresina? O weh! Was fällt Ihnen, Bester, denn ein?" Schlafen dort viele im Stall und in den Wannen im Bad! Viere zusammengedrückt, daß nur ein Plätzchen man hat!" Nun denn, so bleibe ich hier, ist doch Samaden auch schön!" Das wär' vergebliche Müh', müssen wo anders hingeh'n. Alles ist hier überfüllt, und ich versich're auf Ehr', Kommen können noch viel schlafen kann keiner hier mehr!" Schön ist, Mutter Natur, deiner Erfindung Pracht, Hätte die Häuser man nur oben noch größer gemacht! Nützt keine Klage mir mehr. Alles ist eiteler Wahn, Führe zurück mich in Eil', herrliche Albula - Bahn; Trösten soll mich Luzern! Aber dort wurde ich wild. Denn von Hotel zu Hotel hieß es: 's ist ganz überfüllt!" Traurig fahr' ich nun heim, herrliche Schweiz, lebe wohl, . Fahre im folgenden Jahr bis an den nördlichsten Pol, Finde vielleicht dort ein Nest! Leser, beherz'ge die Lehr': Fahr' ohne eigenes Bett in die Schweiz nimmermehr, Bau dir dazu dort ein Haus, findest dann sicher Quartier, Lade mich dann zu dir ein, denn Obdach dankst du ja mir! NachdemGewittei. Mutter: Ist Dir denn bei dem schrecklichen Wetter keinSchirm angeboten worden? Tochter: O ja, drei Stück. . . aber allt verbeiratbet!

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