Indiana Tribüne, Volume 27, Number 29, Indianapolis, Marion County, 25 September 1903 — Page 5

Jnbiana Tribüne, 23. September 1903

Unsere 'JHcnflbclcn ini Cljcntcr. Plauderei von ö. I., Frankfurt a. M. Da meine Frau und ich nicht selten ins Thäter zu gckn pflegen, so hielt ich es von Anbeginn unserer Ehe für angemessen, unseren Dienstboten auch dann und wann einmal den Genuß eines Theaterbesuchs zu ermöglichen; sie sollten unsere Freuden nicht mit Neid betrachten und sich auch an dem erfreuen können, was uns erfreut. Alle vier bis sechs Wochen erhielten sie ein Billet von mir geschenkt, nicht gerade zum ersten Platz, aber auch nicht zum letzten. Ich will einige Erfahrungen, die ich bei diesem Theaterbesuch unserer Dienstboten gesammelt habe, wie- , dergeben. Zunächst möchte ich eines Mädchens hier erwähnen, bei dem unsere Vemühungert für ihre Weiterbildung durch das Theater auf absolut unfruchtbaren Voden fielen. Das Mädchen tu schien uns vom Beginn ihres DienstVerhältnisses an als ein psychologisches Räthsel. Sie stammte aus Schlesien und war im Allgemeinen eine tüchtige Arbeiterin, wennglexch sie außerordentlich nachlässig war. Merkwürdig war nun, daß sie absolut nicht das Bedllrfniß hatte, auszugehen, obwohl sie direkt von Schlesien zu uns nach Dresden kam, also in einen völlig neuen Ort, den kennen zu lernen sie doch hätte reizen und locken müssen. Aber außer ihren Gängen zum Kaufmann oder Schlechter oder ähnlichen kleinen Wirthschaftlichen Besorgungen hat sie während ihrer ganzen mehrmonatlichen Dienstzeit in unserem Hause nichts von der ihr völlig unbekannten Stadt gesehen. Weder ging sie während dieser ganzen Zeit zur Kirche, noch war sie sonst zum Ausgehen und zum Ansehen der Stadt zu bewegen. Da versuchten wir es denn mit einem Theaterbillet. Anna sagte meine Frau zu ihr, morgen können Sie in's Theater gehen! Mein Mann wird Ihnen ein Billet schenken!" Ach, ich danke, gnädige Frau, ich geh' nicht!" war die Antwort. Na, warum denn nicht? Waren Sie denn schon einmal im Theater?" ' Nein, noch niemals. Einmal war ich im Circus mit meiner vorigen Herrschaft. Aber das war langweilig!" Na Theater ist auch viel schöner, als Circus, da werden Sie sich schon amllsiren!" Ach nein, ich bleib lieber zu Hause!" Als meine Frau mir von dem Gespräch erzählte, meinte ich, es wäre wohl nur falsche Bescheidenheit des Mädchens, welche sie das Billet ausschlagen ließ. Meine Frau meinte, sie fürchte sich vielleicht,' allein zu gehen, ud ich besorgte daher auch für meinen Schreiber, dem ich auch gern einmal eine Freude machen wollte, ein Billet zur Begleitung. Aber der Schreiber ging sehr vergnügt, das Mädchen blieb zu Hause, sie war nicht zum Ausgehen zu bewegen. Wir haben niemals eine Erklärung für dieses seltsame Thun gefunden, das Mädchen blieb uns in dieser Hinsicht ein Räthsel. Mangel an Lebensfreude war nicht die Ursache, da sie sonst im Allgemeinen heiter und guter Dinge war. Auch die Annahme, daß sie etwa Dinge zu verbergen, vielleicht Furcht habe, daß wir in ihrer Abwesenheit ihre Sachen nachsehen könnten, war ziemlich ausgeschlossen. Außer bei diesem Mädchen war unsere Ankündigung bei unseren Mädchen, daß sie ein Theaterbillet erhalten, stets von großer Freude begleitet. Ich habe es mir stets angelegen sein lassen, möglichst ein gutes leicht verständliches Bolksstllck für die Mädchen auszusuchen, auch wohl einmal ein Stück von Schiller, wie Wilhelm Tell" und Maria Stuart". Ganz besonders das letztere erregte die größte. Begeisterung unserer Mädchen, und eins derselben konnte mir auch so ziemlich den Inhalt des Stückes wievergeben, was bei anderen Stücken niemals recht gelingen wollte. Doch darf dies wohl mehr auf die besondere Intelligenz des Mädchens zurückgeführt werden, denn in der Wiedererzählung des Gesehenen waren die Mädchen fast alle schwach. Am meisten vergnügte die Mädchen ein Schwank oder ein Lustspiel, eines jener Schablonenstücke, wie sie die Bühnen noch vor wenigen Jahren beherrschten. Indessen machte ich eine Erfahrung dabei; wenn wir die Mädchen fragten: Was hat Ihnen denn nun so dabei gefallen?" oder: Na, was kommt denn so hübsches in dem Stück vor?" Dann hieß es: Ach, der Eine hat - immer solche Faxen gemacht!" oder etwa: Da war einer, der ging so komisch und dann kletterte er hinauf!" Und es ergab sich, daß das, was den Mädchen gefiel, weiter nichts als der Komiker war, der modernisirte Hanswurst früherer JahrHunderte, der heute noch wie ehedem auf das einfältige Gemüth des Volkslindes wirkt. Eine Thatsache, war aber für mich entschieden sehr erfreulich, die nämlich, daß die Afterkunst, welche in den.Variete - Theatern und Spezialii wbühnen gepflegt wird, den Mc chen wenig zusagte und keineswegs den Erfolg und Beifall bei ihnen fand, wie das Theater. Ich habe verschiedene Male den Versuch gemacht, den Eindruck zu beobachten. Wir hatten eine beinahe allzuredselige Kinderfrau und ein sehr lebhaftes Dienstmädchen. Bei-

de schicken wir einmal zusammen ins Theater, und sie waren ich weiß nicht mehr, was es damals gab am anderen Tage voll von dem Gesehenen. Bald sprach die eine, bald die andere von der Borstellung am Tage vorder: beide konnren' mä)t genug plappern, nicht nur zu meiner Frau, sondern

auch unter sich hörten wir sie noch nach Tagen von dem Gesehenen und Ge, hörten plaudern. Einige Woch:n dar- j auf schickten wir sie ins Variey-Thea-tcr und sie erzählten absolut nichts davon, wenn wir sie nicht fragten. Und auch dann waren ihre Antworten fehl knapp. Wir glaubten im ersten Augenblick, die beiden Leute hätten uns belogen, hätten vielleicht die Billets verkauft und wä-ren zum Tanz gegangen. Aber eine genaue Prüfung ergab, daß sie wirklich im Variete-Thea-ter waren. Alles gesehen und gehört hatten. Und wenn sie auch auf die Frage, ob sie sich amüsirt hätten, ein Ja, sehr gut!" antworteten, so war doch leicht erkennbar, daß diese Antwort mehr der höflichen Dankbarkeit entsprang, als der Ueberzeugung. Am meisten Eindruck schien noch aus Beide ein Hundedrcsseur gemacht zu haben. Als Wir einig? Wochen später beide fragten, ob sie-lieber in's Schauspielhaus gehen wollten, oder in's Varietetheaier. wählten sie beide das erstere und kamen wieder sehr redselig und erfüllt von dem Geschauten heim. Ein Versuch mit der Oper mißlanz bei allen Mädchen; wir schickten wohl drei oder vier Mädchen ins OpernHaus, und keines derselben nahm augenscheinlich irgend welchen Eindruck heim aus der Borstellung. Ach, ich hab' nicht viel verstanden, sie sangen immer zu!" sagte die eine, und ähnlich lautete das Urtheil der anderen. Ach. es war langweilig!" antwortete die eine direkt, obwohl sie Humperdinck's Hänsel und Grethel" gesehen, dessen stosslicher Inhalt ihr wohl nicht fremd war. Selbst bei einem schon etwas gebildeteren Mädchen,' das bei uns eine Zeit lang h'it Stellung eines Kinderfräuleins versah, fand ich den Eindruck einer Opernvorsiellung sehr gering gegenüber dem, den ein Schauspiel auf das Mädchen machte, und obwohl sie selbst hübsch sang und die Tochter eines musikalisch begabten Mannes war, hatte das Musikalische an -dem Theatergenuß kaum irgend welches Interesse erregt. Sie faßte ihr Urtheil über das Gehörte und Gesehene etwa in die Worte zusammen: Es war sehr hübsch, aber ich kannte schon die Geschichte!" Die Fabel des Stückes also war ihr die Hauptsache, und bei den meisten der Dienstmädchen, die wir in's, Theater schickten, war dies der Fall.- ' Ich will meine Mittheilungen mit einem Erlebniß schließen, ' das nicht wir, aber eine befreundete Hamburger Familie hatte und da" " mitgetheilt wurde. In dieser . ..-ger Kaufmanns familie diente erst kurze Zeit ein braves Mädchen aus Mecklenburg, mit dem die Herrschaft vollkommen zufrieden war und welches deshalb man nigfache Beweise der Güte der Herrfchaft erhielt. Eint,s Tages schenkte denn auch die Hausfrau dem Mädchen, das frisch vom Lande nach Hamburg gekommen war, ein Theaterbillet. Geputzt und freudestrahlend verließ das glückliche Fielen das Haus, kehrte aber nach Verlauf einer guten halben Stunde wieder zurück. Allgemeines Erstaunen. , Nun, Fielen, schon wieder da?" sagt die Hausfrau. O Madame," sagt noch ganz aufgeregt von den ihr zu Theil gewordenen Genüssen das Mädchen: O Madame, et war wunnerschön." So, es hat Dir also gefallen, aber warum denn " O Madame, de veelen feinen Lür un de Musik. Un dann das grote, schöne Bild! So wat heww' ick min all Dag nich seihn!" Ja, aber wenn es Dir so gut gefallen, warum bist Du nicht länger dageblieben, Fielen?" Je Madam, as wi dor nu setten un Musik hörten, würd dat grote Bild tau Höcht treckt un dorachter stunner Twei un fingen an tou snacken un sick wat tau vertellen. Dor heww' ick mi dacht: Dat geiht di ja nu wedder nicks an un bünn na Hus gangen."

Nutzanwendung. Frau des Mesmeristen: Carlos!" Mesmerist: Was wünschest du, meine Liebe?" Frau: Ich möchte, daß du herkommst und dem Baby sagst, daß es schläft." Dannschmeckt'sbesser. Stolze Mutter: Du hast ja das Baby gar nicht geküßt, das süße, kleine Mädchen!" Oukel Junggeselle: Na, das will ich's nächste Mal doppelt nachzuholen versuchen, wenn ich aus China zurückkehre." Mutter: Wann wird denn das sein?" Onkel: So ungefähr in 16 Jahren." Durchschaut. A. (junger Bräutigam): Vierzigtausend Mark zu dreieinhalb Procent, wie viel macht das eigentlich an Zinsen?" B.: Zum Kuckuck, lassen Sie mich doch enblich in Ruhe mit Ihren ... Herzensangelegenheiten!" TrcffendesBild. Freund (einen Schriftsteller besuchend, .der Manuskripte in die Ofenröhre stellt): Was machst du denn da?" Schriftsteller: Ich lege meine Musenkinder

' trocken."

rDie uosinuönsjn. VcrkchrScröffnung der neuen Strecke bis Cigrrwand.

Zeniur uqer Heller Tunnel Vinrich tun itt Ttatio,, Sigervand Lchte Strecke im Vau begriNcn Kolonie für Tunnelbau. Finan;ielleS Netultst. Der Bau einer Eisenbahn auf den 13.748 Fuß hohen Gipfel der Jungfrau ist ein Werk von so außerordentlicher Bedeutung, daß es begreiflich ist. wenn die ganze civilistrte Welt ihm das höchste Interesse entgegenbringt. Kein Wunder daher, daß man allseitig mit hohem Interesse der Entwicklung des Unternehmens folgt und die vor Kurzem erfolgte Eröffnung der dritten und vorletzten Station der Jungfraubahn Eigerwand" die allgemeine Aufmerksamkeit der Touristenwelt auf sich gezogen hat. Der geistige und materielle Begründer der Jungfraubahn ist der am 3. April 1893 verstorbene Ingenieur Adolf Guyer-Zeller von Zürich. Von ihm rührt in erster Linie die geniale Feststellung der Bahnlinie her. Die. selbe beginnt bei der 6810 Fuß über dem Meere gelegenen Kulmstation der Wengcralpbahn Kleine Scheidcgz" und führt zunächst bis zum Eigergletscher. Diese Strecke geht, mit Ausnähme eines kleinen Tunnels von 290 Fuß Länge, in offener Linie die Pahhöhe entlang. Sie bietet eine sehr schöne Nundstcht. Nach Süden hin steht man die Nordseite der herrlichen, gletscherreichen Gruppe Eiger, Mönch und Jungfrau; dann westlich die schneebedeckten Bergriesen Blümlisalp, BreitHorn. Tschingelhorn, Gspaltenhorn. Sildhorn, nördlich die Lobhörner.

f.yx

(t-ry srjZs.--9 '&mmsmm ssfMSWMVM ' m Mm&H WZÄ k äSWVOP'TWAv -,',.- .5

Station Eizerglerscher. das Lauberhorn, den Tschuggen, den Männlichen, das Faulhorn und Schwarzhorn, und östlich, über die große Scheidegg hinweg, in weiter Ferne die Engelhörner und den Titlis, während der Mettenberg und das Wetterhorn die Hauptgruppe östlich flanlircn. Uebcrwältigend ist der Anblick der in unmittelbarer Nähe liegenden, ausgedehnten Gletscher, wenn der Zug zum oberen Portal des kleinen Tunnels heraus kommt. An der Station Eigergletschcr erreicht die Bahn schon eine Höhe von 7747 Fuß über dem Meer, hat also auf eme Länge von 1 englische Meilen bereits eine Höhendifferenz von 777 Fuß überwunden. Hier kann der Tourist die Lawinen in nachsier Nähe sehen und hören, die vom Eiger und Mönch, vom Guggigletscher und Gießengletscher herabstürzen, um im Trümmletenthal den Trümmelbach zu bilden, der in den weltbekannten, dröhnenden Trümmelbachsällen in das Lauterbrunnenthal herabstürzt. Bei der Station Eigergletschcr tritt die Bahn in den großen Tunnel ein. Der Tunnel verzeichnet eine Länge von G englische Meilen, eine Breite von 14 Fuß und eine Höhe von 17 Fuß. Oben ist das Tunnelprofil halbkreisförmig abgerundet. Die bisherige erste Tunnelstation, die jedoch nur provisorischen Charakter trug und bald nach Eröffnung der Station Eigerwand wieder einging, ist die Station Rothstock, die am 2. August 1899 dem Betrieb übergeben wurde. Die nunmehr eingeweihte Station Eigerwand ist, wie alle übrigen nach ihr, eine Felsen station, ein großer im Berge selbst ausgehauener Raum, desscn Decke stehengelassene Felssäulen stützen. Die Stationsräume haben eine Bodenfläche von circa 220 Quadratyards und sollen im Nothfall auf das Doppelte erweitert werden. Ihre Decken werden von stehengelassenen

SwMZW fif'$? LÄMMWWM "iß xMSm tÄkSpiw MKMMFW-JG MMSSWLMM !(i'4f VriibifX ,, WMMKMVM 'WM ' r i f Whrf jj ' ! zEtjr? i 1 1 ' MI ' ' I T'f I

Ankunft des Zuges in Station Eigerwand. Felssäulen von 10 bis 16 Fuß Dicke getragen. Auf der Nordseite der Stationsräume sind drei mächtige, 17 Fuß weite Fensteröffnungen angebracht, die tinen Weitblick auf die Berge des Mit:ellandes bis zum Jura und SchwarzWald hin gewähren. Von der Station Eigerwand aus

ttnb pcy der Tunnel nx einer Kurve nach der Südseile des Eiger wenden und in einer Höhe von 10,520 Fuß alsdann die Station Eismeer erreichen. Die Aussicht von der Station Eismeer wird einen scharfen Kontrast zu der der Station Elgerwand bilden. Bei dieser führt der Charakter des Mittelgebirges beijener der Schnee- und Eisregion die absolute Herrschaft, jeder von den beiden aber in seiner ganzen, übermaltigenden Schönheit. Der Tunnelbau wird von der Station Eigergletschcr aus betrieben. Hier ist eine förmliche Kolonie entstanden: ein großes Stationsgebäude mit Restaurant, ein Lebensmittelmagazin, vier große WohnHäuser für die Beamten und Arbeiter, verschiedene Werkstätten, ein Lokomo-

.yrwv,,,,

!?.

fr

WHiiZXl'ji

.tr-.S&

iWfuViff r.i-'yvr

1kWZFZ

- 1

rtBJ:''K1.

ViyrAr-4r-

.räC r

WIWmpW iil Y i- 'l 4&& jßMdMßm WNMW si ' ' "V & ttfJffi MMAiOZM W KchWM r',Kii i iiL-ZZ , .d ?&r$m&tl

"mmmm

y WmtMwMx

kMkiWM

:-i - jt'v ii fc ; w 9.

- t"'i'a Jywli Pd 'AWÄW

' t j iiiiiiiifiMi

i II

i iia

fi H.-v:

(ih'''?"' "1 lt. Vhmii JT m

prfr'&z.' mm&r

P?r?f?W ',( i UC fc7;1 Ug

I Vt IfA-'.Sy&r

vyttlW'':

MiVi

Ausblick von der Eigerwand. tivschuppen. ein Transformatorenhaus, Sprengstoffmagazine u. f. w. Hier hausen Sommer und Winter die Ingenieure und Arbeiter, denen die Ausfllhrung des Tunnelbaus übertragen ist. Die Häuser sind unter Berückstchtigung der Witterungsverhältnisse des Hochgebirges gebaut und werden elekirisch geheizt und beleuchtet. Das Lebensmittelmagazin enthält die Wintervorräthe (für sieben bis acht Monate) für eine Mannschaft von 180 bis 200 Mann. Abgesehen davon, daß die Jungfraubahn ein technisch hochinteressantes Werk ist und den Touristen unvergleichliche Naturschönheiten erschließen wird, kann man sie mit Zuversicht ein Unternehmen nennen, dem man auch für die finanzielle Entwicklung ein günstiges Prognostikon stellen darf. Schon in den ersten Betriebsjahren, in denen die Bahn doch nur bis zu der interimistisckien Station Rotbstock befabren

1 i I i ' ' i ' mc i i i r t rftw

weroen tonnte, yatle t rne anieynlicye Frequenz von 23,000 bis 26,000 Passagieren. Eine Zierde dcs Anmaltsstandes.

SharlcA I. BonapartkS neueste Ausgabe und -.. t J seine illustre Herkunst. Charles I. Bonaparte von Baltimore, Md., dem bereits vor einiger Zeit mit Holmes Conrad zusammen von Präsident Nooscvelt die Untersuchung über die Beschuldigungen hinsichtlich der Uebergriffe und Ungehörigkeiten im Post-Departement übertragen wurde, ist letzter Tage mit einer neuen derartigen zwar heiklen und schwierigen. jedoch ehrenvollen Aufgabe betraut worden. Der Sekretär des Inneren, Hitchcock, hat ihm die Untersuchung der Anklagen gegen Beamten der Land-

Wk hm hil A'L ,", .v" . " m$$ 'i m IsM Wf Vrn Cw x UMS .v'k&4fr"'59(jfSf HPMWWM iWfeL 1 fert II

wmmk ml ßmm

WMMnfmm

mmmtz

ai

Zy ' .

Xilir'frh f JJivv'i? jr i)!?.Ulv-te

XlESm&t

wl-W Wmm

imr

Charles I. Bonaparte. officc im Indianer-Territorium, die finanzielle Uebervortheilung von Indianern betreffend, übergeben. Bei der Auswahl einer Persönlichkeit für die Mission war es Hitchcock darum zu thun, einen Mann zu finden, welcher das Vertrauen des Landes besitzt und welcher kein Bedenken trägt, der Unrechttichkeit und Unehrenhaftigkeit zu Leibe zu gehen, wo er ihr begegnet. Bonaparte, welcher gegenwärtig 52 Jahre alt ist. hat sich in seiner Laufbahn als Civildienst-Reformer als ein Mann erwtesen. welcher absolut moralische und physische Furchtlosigkeit besitzt. Er ist ein Mitglied der Jndian Nights Association, der IndianerKommission und des Exckutivkomites der National Civil Service Reform League, und er gilt als eine Zierde des Anwaltsstandes des Staates Maryland. Charles I. Bonaparte ist ein Eilkel Jerome Bonapartes, eines Bruds Napoleons I., und der ersten Gattin Jeromes, einer geborenen Patterson von Baltimore. Der später annullirten Ehe war ein Sohn, Jerome Napoleon Bonaparte, entsprossen, welcher nach Amerika kam und sich mit einer Miß Williams aus Massachusetts verheirathete. Bon den. beiden Söhnen des Paares ist der eine der oben erwähnte Advokat Charles I. Bonaparte. -v '

Wnimim 5 MtzMiun.

Cleveland, incinnari, Chicago & St. onis Roilns,.

bio i;,oun. Cleveland Dioisiia

Abgang New Aork Erpreß tag! 4 Muncie & FtWayne Ejp p. 7 0033m N S k B Lirn täglich s d. . . 8 OdNm Clev Sc Benton Harbor Exp.11 10Bm n 9 & 93 Lim, tägl äs.... 2 SSVm Union City Acc tägl 4 4?m SnickerboSer Sp täglich d&s 6 25rn

Union City Accom tägl Elkhart Accom, nur SonntgS Fort Wayne & Elk Expreß p Southwestern Ztb tgl äs St Louis Ltd tgl äs.. V H'ö'r Expreß p s Union City & Clev Acc New Jork Expreß täglich.... New Jork Ltd tägl s

Antuujk 9 26BM 9 25Bm 10 3023m 11 20Vm 3 lONrn 3 ION 8 löNrn 6 45Nrn 11 4bNm

t LouiS Division.

"Tli Worlda Fair ZEtoixto" et LouiS Mail 7 20Vm New Sork Expreß täglich S.. i 20V?fl Southwestern Lim tgl ä & s 11 45Vm Ct. Louis Expreß tag! 8.. . . 7 40Vm St Louiö Lira täglich pd s, 3 25Nm Mat'n & T Haute Acc 10 3ö?ni Terre Haute & Mat'n Acc.. 5 OONm N I k Boston Lim tsgl pd s 2 öONm 9t 3 & St. LouiS Exp tägl.. 7 okNm St Louiö Mail 5 35?lm St Louis Expreß tägl ..12 OöVrn Knickerbocker Sp täglich s&d 6 lOArn Cineinnati Division. Ein & LouS Nachtexpreß tgl s 2 4533m Cineinnati Acc tägjausg SonIO 25B St Louö öc Cin Nachte;p tg s 4 30Vm Chic & t Ö Erpreß tg d s & pll 40Vm Cineinnati Exp Sonnt auög. 7 45Vm Chicago Louö & St L Expreßll 40Lu Cineinnati Acc 4 OONm White City Spezial p 3 2öN Cineinnati F Expreß, tagl p 2 öONm Cinc & 3nd Ace ausg San.. 6 55Nm Louis F Expreß 2 öONm Cinc 3nb KSrL Expr tgs..ll SON Cinc & Wash F Ltg äsp 6 20Nm Chic k Lou Nacktexpreß tg g 11 40Nm Chicago Division. Kankakee Accom 7 OOVm Cinc Nachxpreß, tägl s.... 3 30Bm Chicago Fast Expreß tgl d p 11 öOVm Kankakee Äccom 10 30Vm White City Special sd&p. 3 30Nm Eine Fast Expreß tägl pd.. 2 40Nr? LaFayette Accom 6 155ta La Fayttte Accom. ........ s oorn Chicago Nachtexpreß tägl s.. 12 05Bm Cinc &, Wash F L., d p.. 6 10Nm j. Michigan Division. Venton Harbor Expreß. .. .. 7 00Vm Elkhart Accom nur SonntagS 9 22Vm Michigan Mail Expreß p...ll lvVm Elkhart Expreß 10 3 053 in Elkhart Acc täglich 4 4LNm Benton Harbor Expreß p . . . . 3 10Nm .. . , Michigan Ex.::?ö 8 ISNa, P e o r i a D i v i s i o n w e st l i chZ Peoria Expreß Mail 7 25Vm ColumbuS & ;nc Exp tgl s 3 30Vm Western Expreß täglich pd.. 11 SOBm Champaign Accom 10 35Vm Champaign Accom 4 lONrn N 9 & Ohio Special 2 45Nro Peoria Expreß täglich s .. ..11 SONm Peoria Expreß täglich p & d 6 08N Peoria D i oisi o n o S li ch. ColumbuS Expreß tägl 4 30Vm Lynn Accom 10 1SBn-. Ohio Special tägl dp 3 00Nm ColumbuS Expreß tägl äp. .11 40V Lynn Accom 6 15Nm ColumbuS Expreß tägl s . . . . 11 40N pittsburgh, olincinnati, Chicago & 5t Louis R'f. Indianapolis Division. Abgang Ankunft Eastern Expreß täglich 3 3053m Indianavolis Accom d s 12 0553in ColumbuS Accom 7 3053m Schnellzug täglich s &d... 6 30rp nast Expreß täglich g d.... 8 10Vm Limited Mai! täglich 6 40Vru Bradford Accom 1 25Nm Nichmond Accom 8 40Vm Atlantic Expreß täglich 8&d3 OöNm St Louiö Expr täglich d & e 12 lONru Day Expreß täglich. . . .... 5. OONm Bradfsrd Accom 2 OONm St L k N A Lim täglich s d-6 ßOin Western Expreß täglich g.... 3 20Nu Nichmond Accom 8 OONm Nimmt keine Passagiere tgl- 8 ZJNm Chicago D i vZi s i o n. Louiöville & Chic Exp tgl pd 113593m Chic & Lou F Expr täglich g 3 20Vm Lou & Chi F Expr täglich g 12 ObVrn Chic & Lou Expr täglich pb 3 40Nrs Louiöville Division.

10?m

rn

Mad Acc nur Sonnt 7 30Vm Louiöville u. Madison Ace ..ö 40Na

Louisv & Madison Accom.. 8 0533m Louisv k Pittsb F L täglich s 6 352t Chicago Lou H L täglich p d 3 55Nm Madison Accomm Sonntags 9 15Vrs Madison Accom 3 55Nm Lou 5e ChiF Expr. täglich 11.50 Nch! Louiöville Accom . . 6 45Nm Madison Acc, nur Sonntag . 6:45 Nm Vandalia Line. . ! . Abgang Ankunft Nacbt-Expreß, täglich s.. ..12 !5Vm New Sork Expreß täglich g.. 3 20Vm St Louiö im täglich sk&b 6 50Vm St Louiö Expreß täglich s ä 6 50Vm St Lsuiö Expreß tägl.. 7 2533m Schneller Expreß täglich ... 7 5593m Efsingham Acc, nur Sonntag 7 255m Terre Haute Efsing Acc tägl 10 25Vm St Louiö Expreß tägl d s b 12 15Nm Atlantic Expreß täglich d s b 2 50Nm Western Expreß täglich d g.. 3 30Nm St Louis Mail k Exp täglich 4 45N T'Hautek Efsingham Acc ..4 45Nm TheNI Limited täglich sä d 6 30Nm Terre Haute Accom.Sonntag 7 15NnFast Mail, täglich 8 35Nrn Indianapolis & vincennes R. R. Cairo &. Vineen Expr täglich 7 20Vm Spencer u FrenchLickAe, tägl. S 45S Martinöv Accom 12 30Nm Vincenneö Expreß täglich.. 10 35Va Vincenneö Expreß 3 50Nm Martinöville Ace, tägl 3 46Nm SpenceröcFrenchLick Ac, tägl. 4 45Nm Cairo Expreß täglich 6 15Ntr

Chicago Louisv Spl tägl s 3 40Vm Louisv k Madison Ace 10 10S?i Pittsb Lou F Ltzgls.... 7 OOVm Lou Ehie F L tägl p b... .11 30?,

Route.) Ankunft 3 45Vn: 7 50Vkn lOOOVn 4 62N

Ankunst 10 25Lm .3 26N 10 255

Chicago, Indianapolis & iomsvills R'y. (IHonon Abgang Chic Night Expreß täglich s. .12 55Vrn Cineinnati Best täglich s. . . . Fäft Mail täglich s p 7 OOVm Fast Mail täglich s Chi Expreß, täglich....? d.ll 50Vrn Monon Accom, täglich Chi & Mich City Best dp.. 3 35Nm Cineinnati Best täglich d p.. Mono Accom, täglich 4 OONm (ake Erie & Tveftern R. R. Abgang Mail und Expreß 7 15Vm Indianapolis Expreß täglich T Det k M Ex täglich.. 12 20Nrn Mail k Expreß Laporte Accom nurSsnntags.12 20Nrn Toledo Expreß

Evening Expreß 7 25Nm olincinnati, Hamilton & Dayton R. R. Oft. Abgang Ankunst Cineinnati Best täglich s & c 4 OOVrn Cineinnati Vestibüle täglich s 12 45Vm Fast Mail täglich s 8 05Vm Fast Mail täglich 6 40Sn Cineinnati k Det Expr ... .10 40Vrn Cin Chi S: St L Ex tgl p. .11 45Vm Cin . k Dayton Best. Exp p 2 45Nrn Cineinnati Best d k p .. .. 3 25N Cineinnati Best täglich d p 5 OONm Eine k 3nd Accom 7 24N Cin k Detroit Expreß täglich 7 02Nrn Cm 3nd St Lk Peo Ex tg &clO 35Nro Weft. ' Abgang Ankunft Springsield Mail 8 OOVm West Expreß täglich 8&c. 3 6553 Chicago Expreß 115033m Tuöcola Accom 10 30V Tuöcola Accom 3 30Nm Cineinnati Expreß 2 40Nm Weft Expreß täglich s & c.'.ll ION Springsield Mail 4 öON Via E., H. k D. Ry. (W e st) und Noachdale. Chicago Expreß 11 50Vrn Cincinncti Expreß . . . . . . 2 40Nvr 8 leNteI Weeper. P,-Pir!of Cf, C.CbiTr. D. Dinlnir Cr. n -Boffet Cr.