Indiana Tribüne, Volume 27, Number 26, Indianapolis, Marion County, 22 September 1903 — Page 6

Jndiana Tribüne, 22. September 1903,

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Europäische Nachrichten.

rc'vlnz T'ommerTr. Stettin. Ein schwerer Fahrstuhlunfall hat sich auf dem Gute Daber zugetragen. Bei der Familie v. Dewitz - Meso weilte eine Tochter des Grafen Königsmark - Nedem auf Besuch. Die jungen Damen vergnügten sich damit, mit dem in der Mühle angebrachten Fahrstuhl auf und nieder zu fahren. Mochten sie nun mit dem Mechanismus nicht vertraut sein oder spielte ein unglücklicher Zufall mit. genug, der Fahrstuhl schnellte plötzlich mit Vehcmenz in die Höhe, hierauf rissen die tragenden Taue, und der Fahrstuhl stürzte mit den Insassen vier Stockwerke hinab. Die 19jährige Comtek Königsmark hat außer einem Mnnvaclenvruch schwere innerliche Verletzungen davongetragen. Greiffenberg. Gutsbesitzer Böder - Friedrichswill, sowie mehrere Familienmitglieder und andere Personen des Haushalts erkrankten unter Vergiftungserscheinungen. Sauce und fette Speisen, die in kupfernen Gefaßen zubereitet und wahrscheinlich längere Zeit nach dem Kochen darin aufbewahrt wurden, sollen eine GrünspanVergiftung herbeigeführt haben. Während die übrigen Erkrankten nach ärztlicher Hilfe außer Gefahr sind, ist Böder, Vater von acht Kindern, im kräftigsten Mannesalter dahingerafft worden. Groß-Moitzow. Auf dem hiesigen, Paul Klug gehörigen Rittergut brach in einem Stalle Feuer aus, das in kurzer Zeit sämmtlicheWirthschaftsgebaude und die Scheune in Asche lege. Kaseburg. Als hiesige Markteute im Boote vom Markte zurückkehren, wurden sie von einem Gewitter überrascht. Der Blitz erschlug hierbei den mit im Boote befindlichen 14jährigen Richard Krüger. Lauenburg. Dem Kreisspar-assen-und Kreiscommunal - Kassenrendanten Albert Brettschneider ist der Rothe Adlerorden vierter Klasse derlehen worden. S t 0 l p. DasStallgebäude desKosc äthen Albert Kutschke zu Lojow ist infolge Blitzschlages niedergebrannt. Zwei Pferde kamen in den Flammen um. Die Taaelohner Iaschol und Kromp erlitten gefährliche Vrandwunden und mußten rn das hiesige Kranenhaus aufgenommen werden. T r e p t 0 w a. T. Beim Bootfahren auf der Rega ertrank der 13jährige Sohn des Fischers Wilhelm OUHoff in Ostdeen. Woste witz a.N. Das zwei Iahre alte Kind des Arbeiters Carl Tredup, das dem vor dem Katen vorbeiließenden Bache, der durch Aufstauung vertieft worden ist, zu nahe kam und kopfüber hineinfiel, ertrank. Alle Wiederbelebungsversuche der herbeieienden Eltern waren vergebens. Provinz Schteswig'S.olstein, S ch l e s w i q. In der Sitzunq der städtischen Collegien theilte Bürgermeister Helberg mit, daß der Stadtverordnete Rechtsanwalt Hein ihm von einem Herrn, der nicht genannt sein wolle, ein Kapital von 5000 Mar! überreicht habe, dessen Zinsen zur Unterhaltung des städtischen Krankenhauses verwendet werden sollen. A l t 0 n a. Eine in Handwerkerkreisen der Provinz Schleswig - Holstein sehr bekannte Persönlichkeit, der Schneidermeister D. H. Kruse in Altona, ist nach längeren Leiden im Alter von 70 Jahren gestorben. Flensburg. Dem Rathsdiener a. D. Heinrich Marien wurde das Kreuz des Allgemeinen Ehrenzeichens verliehen. Grundhof. Maurergeselle Hans Christophersen erhielt das Allgemeine Cyrenzeichen. H a d e r s l e b e n. Ueber das Vermögen des Pastors Jacobson m Scherrebcck ist nunmehr das Concursverfahren eröffnet worden. Kiel. Beim Baden ertrunken ist der Matrose Franz Harrmann vom großen Kreuzer Freya". Von dem in der Kaiserlichen Werft mit Kohlenladung liegenden Dampfer Emma" fiel der Schiffsjunge Mellmann über Bord und ertrank, und an einem Reubau stürzte der Klempner Reimer vom Dach auf die Erde. Reimer erlitt einen Schädelbruch und starb alsbald. Marne. Bei der Wahl eines Bürgermeisters wurde der bisherige Inhaber des Postens, Bürgermeister Plambeck, wiedergewählt und zwar einem Beschlusse der städtischen Collegien entsprechend auf Lebenszeit. P r e e tz. Kürzlich starb im 63. Lebensjahre der Rentier Christian Ohrt zu Preetz, früher zu Schellhorn. Von 1875 bis 18O7 gehörte er dem Kreistage und seit 1889 dem Kreisausschusse, seit 1882 dem Provinziallandtage an. Schierensee. Auf schreckliche Weise ums Leben gekommen ist der zwölfjährige Sohn des Hufners Langbehn. Beim Holen der Pferde von der Weide hatte sich der Knabe die Zügel um den Arm geschlugen, die er, als eines der Pferde, ein noch junges feuriges Thier, scheute und davonraste, nicht wieder lösen konnte. Als .das Thier über das Einfriedigungstho? einer Koppel hinwegsetzte, wurde der Knabe mit voller Wucht gegen das Thor geschleudert. Er erlitt Rippen- und Armbrüche und starb bald darauf.

Provinz Schrcsien.

Büschen. Stellenbesitzer Ernst Hampel wurde durch einen Blitz in der Wohnung getödtet, seine Ehefrau und ein Kind wurden betäubt; die Frau wird voraussichtlich gelähmt bleiben. Zehn Kinder werden durch das Schicksal ibrer Eltern schwer getroffen. Der .öiin. zersiorie aunervem oie Wände ver Wohnstube, ohne zu zünden. Brockau. Lokomotivheizer Koschny stürzte auf Station Arnsdorf vom Tender, zog sich dabei eine Zertrümmerung der Hirnschale zu und ist, ohne die Besinnung wiedererlangt zu haben, seinen schweren Verletzungen erlegen. Er hinterläßt seine Gattin und fünf Kinder. Gebhardsdorf. Auf der Dorfstraße wurde die Ehefrau des Tischlermeisters Pätzold von einem Bierwagen, dessen Pferde scheu geworden waren unv durchgingen, umgerissen und überfahren und dabei innerlich so schwer verletzt, daß sie kurze Zeit darauf verstarb. G ö r l i tz. Dem Strafanstaltsgeistlichen und Kreisschulinspektor Braune wurde der Kronenorden 3. Klasse verliehen. Auf der Strecke GörlitzZittau wurde der Bahnwärter Neumann von einem Personenzug überfahren und getödtet. H 0 ck e n a u. Hier brannten Wohnhaus und Stall des Häuslers Müller nieder. Vermuthet wird böswillige Brandstiftung. Löwenberg. Auf entsetzliche Weise ums Leben gekommen ist die 14 Jahre alte Pflegetochter und Nichte Clara des Stellenbesitzers Gustav Walter in Tschischdorf. Diefe war mit einer achtzehn Jahre alten Freundin in den Wald gegangen, um Reiser zu holen zur Ausschmückung für das Bürgervereins - Schießen. Durch irgend einen unglücklichen Umstand legte sich die Schnur des zum Einsammeln verwendeten Korbes fest um den Hals des Mädchens und brachte dies dem Ersticken nahe. Die durch das verweifelte Umsichschlagen des in Todesnoth befindlichen Mädchens aufmerksam werdende Begleiterin unterließ leider, in Angst gerathen, sofortige Hilfe und holte erst Nachbarn herzu. Als diese eintrafen, war das Kind bereits todt und alle Wiedcrbelebungsversuche leider ohne Erfolg. Vogtsdorf. In der Nähe von Chmiellowitz wurde der hiesige Eisenbahn - Streckenarbeiter Kasparek im Felde ermordet aufgefunden. Derselbe hatte sich zu einem Tanzvergnügen nach Chmiellowitz begeben und ist dann auf dem Nachhausewege erschlagen worden. , Z a b r z e. Einem schrecklichen Unglücksfall fiel ein blühendes Menschenleben zum Opfer. Der zwölf Jahre alte Sohn des Häuslers Mirwa fiel aus dem zweiten Stock zum Fenster herunter auf einen in nächster Nähe siehenden Zaun. Durch und durchgespießt wand er, sich in Zuckungen und verschied, ehe er herabgenommen werden konnte. Frovinz Hessen. Posen. Landgerichtspräside::t Gisevius hier hat den Uebrrtritt in den Ruhestand beantragt. Er ist neben dem Präsidenten Zweigel in Glatz der einzige Landgerichtspräsideni, der seit Einführung der bestehenden GerichtsOrganisation, seit dem 1. Oktober 1879, als solcher fungirt. Bromberg. Der unvorsichtige Gebrauch einer Schußwaffe hat einen schweren Unglücksfall herbeigeführt. Der Lehrer Heinze, der bei der Ö.Compagnie des Füsclier - Regiments Nr. 34 seiner Dienstzeit genügt, hat das Vier Jahre alte Söhnchen Herbert des Feldwebels Lange erschossen. Krotoschin. Als Rittmeister a. D. Selle mit seinem Gefährt von Grögersruh hierher zurückkehrte, scheute das Pferd und ging durch. Das Ehepaar Selle rettete sich durch rechtzeitiges Abspringen, während Frau Bürgermeister Sponnagel und Fräulein Sudau mit großer Heftigkeit aus dem Wagen geschleudert wurden. Fräulein Sudan erlitt eine schwere Gehirnerschütterung, Frau Bürgermeister Sponnagel ist ebenfalls schwer, doch nicht lebensgefährlich verletzt. Fräulein Sudau ist ihren Verletzunacn erleaen Oblaczkowo. Bei dem Wirthe umil (-chur war der Arbeiter Nowitzki beschäftigt, eine Lehmwand der Scheune, die erneuert werden sollte, einwlegen, als plötzlich die Wand einstürzte uno ven 'cowltzll bis an den Leib ver schüttete. Er wurde bald hervorgezo aen und in das kziessae Lazaretb at bracht, wo er infolge der Verletzungen starb. Der Verungkückte war 26 Jahre alt und hinterläßt eine Wittwe und zwei Binder. O st r 0 w 0. Ein Unalücksfall ereia nete sich auf dem Biedermann'scken Neubau in der Zdunyer Straße. Der 16 Jayre alte Maurerlehrling Hüb scher aus Gr.-Wartenberg war im Be griff, seinem auf dem zweiten Stock werk beschäftigten Vater einen Eimer Kalk hinauszutragen. Plötzlich verlor er auf dem Gerüst das Gleichgewicht und siel vor den Augen des Vaters s, unglücklich auf das Straßenpflaster daß er auf der Stelle starb. ch n e l d e m u h l. In der Bromberger Straße ereignete sich ein schweitt Unfall. Hinter dem städtischen Sprengwagen lief eine Anzahl Kinder her und ließ sich vollsprengen. Ein Herr untersagte dies den Kindern. Sämmtliche Kinder stoben auseinanW nnd die noch nicht fünslährie Her-

tha Bohm gerieth hierbei zwischen die Pferde und das Vorderrad eines schwer beladenen Kohlenwagens. Das Vorderrad und Hinterrad des Wagens gingen dem Kinde über den Kopf und zermalmten diesen vollständig. Z d u n g. Der Obermeister der hiesigen Schuhmacherinnung. Schuhmachermcister Wilhelm Scholz, feierte sein 50jähriges Mcisterjubiläum. Vrovirrz SacHlen. Magdeburg. Dem Oberpostsekretär Flemming ist das Ritterzeichen zweiter Klasse des anhaltischen HausOrdens Albrechts des Bären vergehen worden. A r n e b e r g. In der Elbe ertrank der zwölfjährige Sohn des Cigarrenfabrikantcn Tuckenbrodt, welcher mit Mutter und Geschwistern die Ferien verbrachte. V e e s e n. Auf der Dorfstraße wurde Arbeiter GutZahn, der im benachKarten Ammendorf einer Kneiperei beigewohnt hatte, todt aufgefunden.

Es fehlten die Uhr und das Portemonnaie mit dem Wochenlohn. waS auf einen Raubmord schließen lassen konnte, doch war an der Leiche keine äußere Verletzung zu entdecken. Von der Staatsanwaltschaft wurde gerichtsärztliche Obduktion angeordnet. Gutiahn, der ein vielfach bestrafter Raufbold war, hatte manchen Feind. Buraorner. Der dreiianrlae Otto Dornemann wurde von einem Ackergefchirr so schwer überfahren, daß dem Kleinen im aewerlschaftlichen Krankenhause das rechte Bein abgenommen werden mußte. Infolge des großen Blutverlustes ist das Kind gestorben. D ü b e n. Obwohl er des Schwimmens nicht kundia war. versackte der 20jährige Otto Krüger hier beim Baden die Mulde zu durchschreiten. Plötzlich gerieth er in tiefes Wasser, so daß er den Boden unter den Füßen verlor. Vor den Augen seiner Freunde, die mit hm badeten, aber ebenfalls mcrn schwimmen und daher auch keine Hilft bringen konnten, versank der iunae Mann in den Fluthen und ertrank. Erfurt. Am Bismarckthurm wurde die Leiche des in der größten Schuhfabrik anaestellten Maschinisten M. Jundersleben aufgefunden. Er hat seit kurzer Zeit an hochgradiger Nervosität und zuletzt an VerfolgungsWahnsinn gelitten. Wie sich mit Betimmtyeit ergab, hat er sich selbst das Leben genommen. Halle. Oberpostsekretär Rechnungsrath Heim vom Hauptpostamt feierte in voller geistiger und korperllcher Frische das Jubiläum seiner 50jährigen Dienstthätigkeit. Hasserode. Unsere Feuerwehr konnte den Tag ihres 25jährigen Bestehens feiern. Nach einer Ansprache des Branddirektors Ahrens - Wernigerode wurde 14 Feuerwehrleuten ein silbernes Elchenreis mit der Zahl 2? überreicht. K r 0 m b a ch. Ein bedauernswerther llnalllcksfall ereignete sich in unse rem Orte. Der Landwirtb und Einnehmer Georg Wedig fiel so unglücklich von der Heuoooentrevpe herab, daß er einen Schädelbruch erlitt und starb. ohne das Bewußtsein wieder erlangt zu haben. Der so jäh aus dem Leben Geschiedene stand im 60. Lebensiahre und erfreute sich eines ausgezeichneten 'uses. ' S ch l a d i tz. Die Schuhmachermci ster Thiemschen Eheleute feierten das Fest der goldenen Hochzeit. Nach der kirchlichen Feier konnte Pastor Weick-sel-Podelwitz dem Jubelpaar das kaiserliche Gnadengeschenk von 30 Mark überreichen. m Am 10. November wird John Richmond sen., der auf French Island in derNähe vonLaCrosse,Wis., wohnt, seinen 103. Geburtstag feiern. Es soll dann zugleich eine FamilienUnion abgehalten werden. Der Greis wird 162 Kinder und Kindeskinder um sich versammelt sehen. Im Lagerschuppen der Northwestern Bahn in Green Bay, Wis., machte man kürzlich eine Entdeckung, die keinen geringen Schrecken verursachte. In einer Flaschenkiste, die von Leone an die Brauerei von Henry Rahr Sons geschickt war, befanden sich vier mit Petroleum getränkte Stangen Dynamit und ein Zünder. Wie der Sprengstoff in die Kiste gelangte, konnte nicht aufgeklärt werden. Der Geschäftsführer der Frau Carrie Nation in New York kündigte kürzlich an, daß das ganze Geld, das sie mit ihrem Schauspiel: Zehn Wochen in einem Barroom" über ihre Ausgaben verdient, Wohlthätigkeitsanstalten zufließen wird. Da Frau Nation nichts weniger als extravagant lebt und das Stück vermuthlich ziehen wird, so wird der Unterschied zwischen ihren Einnahmen und ihren Auslagen ein erheblicher sein, und etliche der erwähnten Institute werden den Vortheil davon haben. Das Stück Ten Nights in a Varroom", das extra für diese energische Dame arrangirt ward, wird als ein Schlager" geschildert, und es kommen darin nicht weniger als acht Bilder vor, in welcher Frau Carrie Nation die Axt schwingt. Es ist daher sehr wahrscheinlich, daß Wirthschaftseinrichtungen und Aexte im Preise steigen werden. Der Thätigkeit der Radau - Dame auf der Bühne, die vermuthlich als komische Alteauftreten wird, werden keine Schranken aezooen.

Ter Roman ver ffamilie Truce

beschäftigt wieder einmal die Oeffentlichkeir. Vor einigen Jahren trat eine Frau Druck mit der Behauptung aus, . r 1 1 , ihr toohn habe Anspruch aus den Liiei und das Vermögen des Herzogs von Portland, denn sein Großvater, der 1864 ar;)b!ich verstorbene Londoner Mobelhai'dler Druce. sei mit dem fünften Herzon von Portland identisch gewesen und habe alö Herzog von Portland noch bis 1879 weiter gelebt. Der Sorg, in welchem Druce 1864 beerdigt worden sein sollte, habe thatsächlich keine Leiche, sondern nur Bleiplatten enthalten. Frau Druce bemühte sich htx den kirchlichen BeHorden um eine Erlaubniß zur Oeffnung des Sarges, erhielt sie aber nicht. Und die Art, wie sie ihre Sache betrieb, wie sie zur Finanzirung des Unternehmens Antheilscheine ausgab, brachte die ohnehin sehr romanhaft klingende Geschichte vollends in Mißkredit. Inzwischen ist aber weiteres Veweismaterial zu Tage gefördert worden, das einige Beachtung verdient. Druce war der Begründer eines noch bestehenden großen Möbelgeschäftes in Baker Street, welches der Baker Street Bazar" heißt. Nicht weit davon ist der Platz Cavendish Square. an dessen Westseite sich das Palais der Herzöge von Portland erhebt. Der 1879 verstorbene fünfte Herzog soll nun ein Doppelleben geführt haben, indem er nur Nachts, Morgens und Abends als Herzog in seinem Palais lebte, während er tags über als Möbelhändler Druce sein Geschäft in Baker Street leitete. Ein unterirdischer Gang soll das Portland sehe Palais mit dem Vazaar verbunden haben. Diese Behauptung wird dadurch wahrscheinlicher gemacht, daß der Herzog von Portland auf seinem Landsch Welbeck Abbey thatsächlich unterirdische Gemacher hatte. Ferner wird von frü heren Angestellten des verstorbenen Druce mitgetheilt, daß er immer vermieden habe, sich Kunden persönlich zu zeigen, und sie immer nur von Angestellten abfertigen ließ. Was man sonst noch von den Lebensgewohnheiten des Druce und des Herzogs von Port land weiß, scheint zu bestätigen, daß die beiden Existenzen einander zu einer Existenz und einer Person ergänzten. Nun veröffentlicht der Daily Expreß" die eidliche Erklärung einer Wittwe Margaret Hamilton. die sowohl Druce wie den Herzog als eine und dieselbe Person gekannt haben will und beide Personen in der Photographie wiedererkennt, die Frau Druce bei der kirchlichen Behörde deponirt hat. Sie sagt aus, ihr Vater, ein wohlhabender Mann Namens Robert LennoxStuart, sei von Jugend auf intim mit dem Herzog von Portland bekannt gewesen und habe ihn sowohl :m Baker Street Bazar wie auch in Welbeck Abbey besucht. Ende 1864 habe der Herzog seine Eristenz als Druce beendigen wollen und die Scheinbeerdigung als Mittel dazu ersonnen. Stuart war bei dieser Beerdigung zugegen und sagte nachher zu seiner Tochter: Es ist besser abgelaufen, als ich erwartet hatte, doch ich weiß nicht, wie der Sarg ohne Todtenschein angenommen werden konnte. Es wird eines Tages eine furchtbare Enthüllung geben. Jedenfalls bin ich froh, verhindert zu haben, daß eme andere Leiche ,n den Sra aethan wurde. Es war besser, Blei oder sonst etwas hinein zu thun, als eine Leiche." Wäre diese eidliche Erklärung echt, so wäre dcr Druce-Roman unzwel felhaft wahr. Aber es fehlen noch An gaben darüber, wo die Wittwe Hamil ton lebt, und vor wem sie diese Erklä rung abgegeben hat. Plünderung von Postpaketen in Spanien. Auf den spanischen Eisenbahnen werden schon feit langer Zeit viele Postpakete während des Transports beraubt. Es handelt sich meistensum hochwerthige Waaren, namentlich Seidcnzeuge. Die Pakete kamen gewöhnlick ohne sichtbares äußeres Zeichen einer Plünderung an; das fehlende Gewicht war durch werthlose Beilagen, wie Pappe oder Papier, ersetzt worden. Der Empfänger kann sich nun zwar, wenn er die Beraubung rechtzeitig merkt, eine Beschciniggung der betreffenden Eisenbahnbehörde ausstellen lassen, auf Grund deren er die Aufgabe-Postvcrhaltung für den erlittenen Schaden haftbar machen kann, da auf Grund der Uebereinkunft betreffend den Austausch von Postpaketen vom 15. Juni 1897 diejenige Postverwaltung, in deren Gebiet die Versandtstation ' gelegen ist. ersaßpflichtig ist. Die betreffende Post zieht dann ihrerseits wieder die spanischen Behörden zum Eersotz heran. Nach dem, SchlußProtokoll zu der erwähnten Uebereinkunft ist jedoch der Meistbetrag der Entschädigung im Fall der Beraubung oder Beschädigung eines Pakets im Verkehr mit Spanien auf 15 Francs festgesetzt worden. Da die Sendungen vielfach einen bedeutend höheren Werth haben, ist der Verlust fast stets erheblich größer. Die Beraubungen finden regelmäßig, in SUbspanien statt. Die Handelskammer in Cöln hat jetzt das deutsche Generalkonsulat in Barcelona ersucht, geeignete Schritte zur Abstellung der Uebelstände zu unternehmen. GrÄankmMttr. Je hoher einer den Kopf trägt, desto leichter oft kann mau ihn an der Nase führen. Singe, wem Gesang gegeben aber auch nur derjenige. Der Frauen vornehmste Trachten geht nach varikimeu Trachten.

2Linkc für Gcflügelbcsitzcr. Im Herbst tritt unter dem Geflüg?'

eine Art von Ruhepause ein, d. h. da: Eierlegen ist beendigt, die Hühner ver.mausern sich und beginnen sofort wi?" der, wi: auch die Gänse und Enten nach dem letzten Rupf" die für die komwende Saison zum Legen nothwen- , digen Stoffe aufzusuchen und aufzuchmen. Sie werden täglich wieder schwerer an Gewicht, bis sie legfähig ' geworden. Diese Ruhezeit, die vor Eintritt der kälteren Jahreszeit beginnt, ti für den Bentzer von Geflügel der günstigste und willkommenste Zeitpunkt, seine Gelasse einer gründlichen Instandsetzung zu unterwerfen, wird aber leider nur von wenigen strikte eingehalten zum größten Nachtheile der Thiere und unausbleiblichen Schaden dcr Ernährer derselben. Zweifelsohne sind größte Reinlichkeit in Stall und Hof, sowie Lüftung des ersteren, die wichtigsten Bedingungen für ein erfolgreiches Gedeihen der Bewohncr desselben. In Stallungen müssen alle beweglichen Holztheile: Stangen, Legekästeu, Futtertröglein u. s. w. herausgehoben und mit heißem Wasser ausgewaschen werden, um jeden noch vorhandenen Schmutz, der ofl Ungeziefer in sich birgt, zu bcseitigen. Die Wände und die Decke des Stalles werden geweißt und in die Fugen wird Karbolsäure gespritzt, um jeglichem Ungeziefer zu Leibe zu rüclen. Nachdem der Boden sorgfältig aüsgekehrt ist, wird er mit Sand, Asche oder besser mit Torfmull oder Abfällen und einer Unterlage Stroh (diese des leichten Reinigens wegen) eingestreut. Die Neste? werden ebenfalls zurecht gemacht und je mit einem Porzellanei versehen; diese sind insbesondere darum den eigentlichen Eiern vorzuziehen, da die gelegten dann täglich weggenommen werden können und auch im Falle des Eindringens von Eierdieöcn diesen leichter auf die Spur zu kommen ist. da Marder. Iltis u. s. w. die Porzellaneier unterwegs fallen lassen, oder aber, an ihren eigentlichen Versteck gebracht, nicht verzehren können und ihn dadurch leichter verrathen. Von großem Vortheil ist es weiter, wenn während der Reinigung der Lokalitäten der Hühner dieselben auf einige Tage a' einem anderen Orte untergebracht werden können, wegen Fernhaltung des Ungeziefers; damit behaftete Thiere müuen von demselben sorgfältig gereinigt werden, um nicht neue Plagegeister in die gereinigte Behausung zu verpflanzen. Einzeln stehende BretterHäuser müssen natürlich gegen Kälte und Zugwinde etwas geschützt werden, insbesondere müssen alle Ein- und Ausgänge. Dach- und Untergrund genau visitirt und nöthigenfalls ausgebessert werden, um Geflügelfeindc möglichst fern zu halten. Bei dieser Gelegenheit sei darauf hingewiesen, daß ein kalter Stall durchaus nicht verhindert, daß die Thiere nicht ebensobald zu legen bcginr.cn. wie in einem warmen, sobald nur die Fütterung die richtige ist; im Gegentheil, in dumpfen Viehställen, wo Hühner, Enten und Gänse oft in einem ganz schmutzigen Winkel untergebracht sind, und oft ganz schlechte Luft vorhanden ist, sind diese viel leichter Krankheiten auZgesetzt, haben darum oft monatelang ein schlechtes Aussehen, erkälten sich leicht, wenn sie in's Freie kommen, und die Hausfrau wartet vergebens auf das erste Ei. Was heißt aber richtige Fütterung? Dahin gehört in erster Linie gutes Trinkwasscr, in der kalten Iahreszeit für Hühner fortwährende Gelegenheit zum Scharren, um die Thiere in einiger Bewegung zu erhalten, vor allem aber sämmtlichem Geflügel einiges Grünfutter. Dieses ist von großtem Einfluß auf das Wohlbefinden desselben, und wer nicht versäumt, seinen Thieren im Winter Kraut, Kohl. Rüben, Salat, Küchenabfälle und dergleichen zu reichen, der wird sicherlich unter den ersten sein, die frühzeitig Eier im Stalle finden. Wie oft hört man nicht, daß in einem Hause die Hühner längst legen, während gleich alte nebenan beim Nachbar lange aus sich warten lassen. Hier darf sicher angenommen werden, daß erstere Gclegenheit hatten, sich Grünfutter zu verschaffen und feien dies auch nur Nüben, die in Scheuer oder Hof als Viehfutter sich vorfinden. Des Weiteren sind von Einfluß auf frühzeitiges Legen: gebröckelte Eierschalen. Sand, zermalmte Knochen und Fleischabfälle. Diese können in Ermangelung ersetzt werden' durch Fleischfuttermchl. mit schwarzem Mehl vermengt, gebacken und zerbröckelt vorgelegt. Wer sich auf diese Weise für den Winter vorsieht. der wird sicherlich für seine kleine Mühe reichlich belohnt werden. Freiwillige Z.lcvcrlrnnörn. Frau Revisor: Sie können sich gar keinen Begriff davon machen, wie gewissenhaft mein Mann in seiner Arbeit ist. Wegen einem Pfennig Differenz sitzt er manchmal bis in die späte Nacht in seinem Bureau." Frau V.: Ach so was ganz umsonst?" F ran Revisor: O nein, die Ueberstunden läßt er sich bezahlen!" Einem Madrider Geruch: zufolge soll das spanische Schulg?schwader aus Mangel an Mitteln zu seinem Unterhalt aufgelöst und in den aktiven Dienst einaestellt werden. Aus der Weitaus st e l - lung in St. Louis werden die nahezu 1000 verschiedenen Sorten Missourier Pilze eine kleine Ausstel, lung für sich bilden.