Indiana Tribüne, Volume 27, Number 25, Indianapolis, Marion County, 21 September 1903 — Page 3

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Gestärkt

An EinsluK geht Bebel aus dem Partettag hervor. Sein Sieg der die Gemäkigten mit erdrückender Mehrheit. Abreise des deutschen Naisers nach der Heimath. Fürst v. Bulgarien toastet auf Präs. Noosevelt. Versprechungen des Sultans an zwei Botschafter. Weitkrer britischer Minister scheidet aus dem (Sabines. Palma richtet Maljnworte an seine ?audIleutc. Teutschland. B e b e l ' s Sieg. Dresden, 20.' Sept. Herr Bebel hat seine Autorität in der socialdemokratischen Partei wiederhergestellt. indem sein Antrag gegen die Revision!' sten mit mehreren Hundert Stimmen gegen nur elf dissidentirende durchging. Ferner ist da- Executiv-Comite nach seinem Willen gewählt. Es scheint jetzt, als habe Bebel die Agitation gegen ihn vor Zusammen tritt des Parteitages ermuthigt, um seine unbeschränkte Führerschaft in der Partei über alle Zweifel feststellen zn lassen und die kleine gegnerische Fraction dem Spotte der Genossen pleiszugeben. Oesterreich'Unzarn. Abreise Wilhelm's II. Wien, 20. Sept. Der deutsche Kaiser wohnte heute Abend einem Hof. Diner zu seinen Ehren an und besuchte später eine Theater Vorstellung im Schönbrunner Schlosse. Um 10 Uhr reiste der Kaiser von Schönbrunn nach Danzig ab, nach herzlichem Abschiede von Kaiser Franz Josef, der ihm zum Bahnhofe das Geleite gegeben hatte. Die ungarische Krise. Wien, 20. Sept. Graf Heder. Vary, der vor einiger Zeit dem Kaiser sein Rücktritts Gesuch einreichte, hatte gestern und heute Audienzen bei dem Kaiser, die zu einer Lösung der ungarischcn Cadinetskrise geführt haben sollen. Ein Ministerium wird entweder von Graf Julius Andrassy oder Herrn Koloman Szell gebildet. Hochwasser in Gastein. Berlin, 20. Sept. Schreckens botichaft kommt aus Gastein. Das ganze Gastein hat nicht allein unter tosenden Fluthen gelitten, die sich von den Bergen in die Gasteiner Ache stürzten und ste zum reißenden Strom machten, sondern fast noch mehr Schaden haben Erdsenkungen und Erdrutschungen angerichtet. Vom GasteinerHof bis St. Nikolaus ist der ganze Erdboden sammt den Hotels und Häufern eingesunken. Die Villa Oveller, die Hotels zum Goldenen Hirsch" und das Hotel Jmperial" sind eingestürzt und spurlos in den Wellen verschwunden, und vielen anderen Gebäuden droht noch dasselbe Schicksal. Daß die Meldungen über das Unglück so spät bekannt wurden, war eine Folge davon, daß der Verkehr im Thal durch das Anschwellen der Gasteiner Ache und der kleinsten Ninnsäle im Thal unmöglich gemacht wurde. Das Thal war lange Zeit von jedem Telegraphenund anderen Verkehr abgeschnitten. Bei dem Unwetter im Gebirge konnten auch Hilfsexpeditionen nicht eher abgehen, als bis die Nachbarschaft von dem Unglück unterrichtet war, was geraume Zeit in Ansprach nahm. Gastein ist auch jetzt noch thatsächlich von aller Welt abgeschlossen. Die Kurgäste, die sich noch dort befinden, sind eingesperrt und können nicht fort. Dar unter sind Fürst und Fürstin Herbert Bismarck, Herr Gordon Bennett und andere bekannte Persönlichkeiten. Die Gasteiner Ache ist ein reißender Strom geworden, aus dem immer mehr Leichen herabgeschwemmt werden. Das Herrliche Gasteiner Thal ist nicht mehr wie der zu erkennen. Erdschiebungen und Erdsenkungen dauern an, und der Kurgäste, die nicht Gastein aus irgend wel chen Gründen verlassen konnten, hat sich panikartiger Schrecken bemächtigt. Panama. Senator Obaldia hat sein Amt alö Gouverneur von Panama angetreten.

Bulgarien. Diner zu Ehren Jackson's. Sofia, 20. Sept. Fürst Ferdinand gab gestern Abend im Palaste ein Diner zu Ehren von I. B. Jackson, der Nachmittags als der amerikanische diplomatischer Agent bei Bulgarien seine Beglaubigung überreicht hatte. Unter den Gästen befanden sich der britische Agent, die Minister und hohe Beamte. Der Fürst brachte in Englisch einen Toast auf Präsident Roosevclt aus und die Hof-Kapelle spielte eine Reihe amerikanischer Weisen. Nicht blos amtliche, sondern auch Handelskreise drücken große Befried!gung darüber aus, daß Amerika in diplomatische Beziehungen zu Bulgarien eintrat. Man sieht eine große Gelegenheit zur Entwickelung eines nutzbringenden Aussuhr- und EinsuhrHandels mit den Ver. Staaten. Türkei. Sultan zuversichtlich. o n st a n t i n o p e l , 20. Sept. Der Sultan äußerte am Freitag in einer Audienz dem russischen Botschafter, Herrn Zinowieff, gegenüber sein Bedauern über die von den türkischen Truppen in den Vilayets Monastir und Adrianopel begangenen Ausschreitungen. Er bemerkte, die Behörden seien angewiesen, eine Wiederholung zu verhindern, und gab dem Botschafter zu verstehen, daß die Schuldigen bestraft werden würden. Auch der deutsche Botschafter, FreiHerr Marschall v. Biederstem, batte eine

Audienz beim Sultan, der sich sehr optimistisch zeigte. Er erklärte, der Ausstand neige sich dem Ende zu. Thatsächlich sei er schon in einigen Distrikten unterdrückt und die Pforte würde daher sofortige Proklamationen erlassen, welche die Wiederaufnahme des Reformplanes ankündigen. Nach diesen beiden Audienzen fand ein außerordentlicher Ministerrath im Yildiz Kiosk statt, dessen Berathungen am Samstag fortgesetzt wurden. Wie man hört, entwarf der Ministerrath neue Instruktionen an die Statthalter im Sinne der Erklärung des Herrschers. Amtliche Nachrichten der Valis von Salonichi, Monastir und Adrianopel melden von zahlreichen Zusammenstößen, die zu Gunsten der Türken aussielen.

Die Lage der bulgar. Regierung. Sofia, 20. Sept. Da ein MißVerständniß über die Absichten der letzten Note Bulgarien's an die Mächte anscheinend eine gewisse Verstimmung erzeugte, so wurden einigen der diplomatischen Agenten Aufklärungen gegeben. Hiernach war die Denkschrift nicht als ein Ultimatum gedacht, sondern vielmehr als ein Appell an die Jnterven tion dir Großmächte, bevor diese Jntervention zu spät wäre. Das bulgarische Ministerium sei entschlossen, bi? zum letzten Augenblick seine neutrale Hal tung zu bewahren, aber es könne unmöglich endlose Zeit thatenlos zuschauen, während die Türken die bul garische Bevölkerung Macedonien's ausrotten. Die Lage der Regierung gestaltet sich stetig schwieriger, indem die macedonische Bevölkerung Bulgarien's, energisch unterstützt durch das Revolutions Comite, beständig versucht, die Regierung in Feindseligkeiten mit der Türkei hineinzuzwingen. Nach einer Depesche vom Kloster Mila, Bulgarien, ist die Lage der türtischen Garnison in Melnik, 65 Meilen von Salonichi, in hohem Grade gefährdet. Die Garnison, aus nur einem Bataillon bestehend, wird durch 1500 Insurgenten belagert. Melnik ist ein wichtiger strategischer Punkt im Gebirge. Die Türken haben alle Truppen aus 2 Distrikten in der Nähe zurückgezogen, um Melnik Entsatz zu bringen. In einem der Distrikte, Raßlock, herrscht deßhalb ungewöhnliche Ruhe, indem die der Truppen-Unterstützung beraubten Behörden ihre Versolgungspolitik eingestellt haben. Die Beys liefern so gar den Banden Nahrungsmittel. Un ter der türkischen Bevölkerung soll große Bestürzung herrschen. Türkische Soldaten und Baschi-Bo-zuks fanden kürzlich das Versteck von 100 flüchtigen Familien aus zwei Dör fern in der Nähe von Resan. Sie nahmen alle gefangen, schändeten die Frauen und begingen andere Greuel, i Die vereinigten Banden von Monassieff und Michailoff hatten einen Zusammenstoß mit den Truppen bei De-

mir Kapu. nordwestlich von Salonichi; viele Türken, darunter zwei Offiziere, fielen. Großbritannien. Ein weiterer Minister gebt. London, 20. Sept. Lord Balfour von Burleigb, Sekretär für Schottland, und Arthur Ralph Douglaß CHiot, Finanzsekretär im Schatz. amt, haben ihr Abschiedsgesuch eingereicht, da vom König angenommen wurde. Herr Elliot gehört- nicht dem Eabinet an. (5$ stehen jetzt 4 CabinetsPosten und ein Sekretärsposten zur Verfügung des Ministerpräsidenten. Erinnerung an Victoria. London, 20. Sept. In der Gemeindekirche von Erathie, Meilen vom Schlosse Balmoral entfernt, welche Königin Victoria zu besuchen Pflegte, enthüllte heute König Edward eine von dem Bildhauer Emil Fuchs ausgeführte Büste der Königin, sowie 2 Gedächtnißtaseln an den Herzog von Edingburgh und die Kaiserin Friedrich. Prinz und Prinzessin von Wales, Prinz und Prinzessin Karl von Däne, mark, Premier Balfour, Lord Lansdozine und sonstige argesehene Personen waren zugegen. E u da. Mahnende Worte. Santiago, 20. Sept. Präsident Palma hielt heute im Dorfe El Caney, dicht bei dem Schlachtfelde zwischen den Amerikanern und Spaniern, eine Rede, worin er das cubanische Volk ermähnte, eifersüchtig über die Ideale zu wachen, die ihnen durch die Intervention zugefallen seien. Ter Präsident und seine Gesellschaft wurden in El Caney begeistert em pfangen. Nachdem der Alcalde darauf hingewiesen, daß die Versammlung größten theils aus Veteranen bestehe, versicherte Palma, ihm liege so dringend als Je dermann an der Bezahlung der Armee, da dies nicht bloß ein Akt der Gerechtigkeit, sondern zum Wiederaufbau des Landes nothwendig sei. Niemand,' fuhr der Präsident fort, liebe Cuba's Unabhängigkeit mehr als er selbst. Der einzige Weg. die Republit zu zerstören, sei die Jnscenirung einer Bürgerkrieges. Seiner Ansicht, gebe es unter tausend Veteranen nicht einen Einzigen, der einem solchen nicht dieEhre Cuba's vorzöge, selbst um den Preis seines Soldes. Die Cubaner hätten, nachdem sie zur Beendigung ihrer Leiden amerikan. Intervention angenommen, die Verpflichtung, sich als friedliebendes Volk zu zeigen. Ueber die Jnsurgenten-Bande bei Santiago sprechend, verurtheilte der Präsident die verborgenen Anstifter des Aufruhrs. Der Alcalde erklärte, im Umkreis von 2 Meilen El Caney's habe sich Niemand der Bande angeschlössen. Die Finanz Lage. Washington, 20. Sept. Nach den Angaben des Generalconsuls der Ver. Staaten in Havana. F. Steinhardt, kann Cuba aus einen recht günstigen Stand seiner Finanzen während des ersten Jahres seiner Unabhängigseit zurückblicken. Die BundessteuerEinkünfte in dem Zeitraum vom 20. Mai 1902, dem Geburtstag der Republik, bis zum 31. Dezember 1902 beliefen sich auf $9,729,440, die Ausgaben auf 88, 102,567, einen Ueberschuß von S1.656.873 ergebend. Der Import bis zum 31. Dezember re. präsentirte einen Werth von S62.135,. 464, die Zolleinkünfte davon betrugen S13.854.144; der Export hatte einen Werth von S64.943.804. Die Handelsbilanz zu Gu isten der Insel betrug daher über S3,000,000. Von den im Jahre 1902 exportirten Waaren ging der weitaus größere Theil (im Werthe von S35,000.000) nach den Ver. Staaten; England folgte mit S5.L07.247, Deutschland mit S3.963, 789. Die Zuckerernte des gegenwärtigen Jahres stellt sich auf 940.000 Tonnen, welche nach dem in den Monaten Januar, Februar, März. April und Mai 1903 bezahlten Preise von 1.776 per Pfund einen Gesammtwerth von S37.395.456 snach spanischem Gold berechnet ergiebt. Die Tabaksernte von 1902 war nur eine mittelmäßige; sie bezifferte sich auf 77.846 Ballen weniger als im Jahre 1901. Wie der Generalconsul sagt, hat der Baumwollebau auf Cuba eine große Zukunft. Man glaubt, Sea Island Baumwolle, die feinste Sorte Baumwolle, auf Cuba produziren zu können. Der Generalconsul befürwor tet die Errichtung einer amerikanischen Kausmannsdörse in Havana.

Porto Nico. Pläne der C a f e e-P f l a n z e r. San Juan. 20. Septbr. Die Cafee-Jnteressenten Vorto Ricos traten heute hier zusammen und gründeten eine Organisation zu Handelszwecken. Zu dieser ersten CafeeConvention in der Geschichte der Insel hatten sich 200 Interessenten eingefunden, mit der Absicht, bessere Verhältnisse in der Casce Industrie herbeizuführen. Ter stellvertretende GouverneurHartzell kündigte an, er habe eine Depesche des Gouverneurs Hunt erhalten, worin dieser versichert, eine sofortige Discussion des Reciprocität - Handelsvertrags mit Spanien herbeizuführen zu wollen. Hierdurch würde der jetzt durch den Tariff verschlossene spanische Markt geöffnet. Die Pflanzer fühlen sich durch die unter Berathung befindlichen Pläne ermuthigt. die darauf ausgehen, ihnen den Kleinhandel in den Ver. Staaten zu erschließen. Hawaii. Gesetzwidrige E i n w a nd e r u n g. H o n o l u l u, 20. Sept. Edward O. Jsenburg, reisender Agent der American Föderation of Labor für die Philippinnen, China und Japan, hat die Arbeiterverhältnisse in Hawaii untersucht. Er ist zu der Ueberzeugung gelangt, daß 99 Procent der hierher kommenden Japaner auf gesetzwidrige Weise einwandern und daß ihnen dabei Vorschub geleistet wird. Jeden Monat treffen Hunderte von Japanern hier ein. Jsenburg erklärt, er werde die Sache der Föderation melden, damit diese Schritte thue, um dieser Art Einwanderung Einhalt zu thun. Franlreich. Bekannter Journalist gestorben. Paris, 20. Sept. James L. Ferriere, ein bekannter Journalist aus New Jork, starb heute an einem Schlaganfall. Bald darauf nahm sich seine Frau in augenblicklicher Geistesverwirrung das Leben. Ferriere war früher mehrere Jahre einer der Redakteure der Pariser Ausgäbe des New Yorker Herald. 1897 trat er in den Dienst der Assoc. Presse und war bis zu seinem Tode in deren Pariser Bureau angestellt. Raubmord. Paris, 20. Sept. Eugenie Fongere, eine bekannte Sängerin der Musühallen, wurde Freitag Nacht in iher Villa zu Aix-Les Bains ermordet. Auch eine Dienerin wurde getödtet und eine andere derart mißhandelt, daß sie den Verstand verlor. Es handelte sich um einen Raubmord. Neufundland. Gestrandet. St. Johns, 20. Sept. Das französische Fischerboot Aiglon" lief gestern am Cap Ray auf, ganz in der Nähe, wo der britische Dampfer To paz" unterging. Die Mannschaft entkam, rettete aber nichts von ihren Effek ten. Das Schin ist verloren. In dem nl immer andauernden Nebel strandete heute früh in Masquelon ein anderes französisches Fischerboot, die Alliance. Die Mannschaft ist gerettet. Dies macht innerhalb zwei Tagen vier Schiffbrüche. Nukland. Schurkischer Offizier. London, 21. Sept. Nach der Daily Mail" hat Zn Jrkutsk ein russischer Offizier einen Juden erschossen, der ihm kein Streichbolz zum Anzünden seiner Cigarette gab. Der Offizier hatte das Verlangen in beleidigendem Tone gestellt.

Kurze Depeschen. St. Paul. W. W. Kelly wurde bei einem Base Ball'-Spiel Voraussicht lich lebensgefährlich verletzt. New York. Das Schlachtschiff Jndiana", Kreuzer Chicago" und Hilfskreuzer Vankee" trafen hier ein. Brownsville, Pa. Bei der Entgleisung eines Frachtzuges in Bridgeport wurden zwei Zug-Bedien' stete getödtet. Kansas City. Verzweifelt über erlittene Verluste bei der Juni Fluth hat sich der frühere Besitzer einer Großschlächterei, H. Mockley, erschossen. OysterBay. Präsident Rosse velt Verbrachte mit Präsident Butler von der Columbia Universität einen ruhigen Tag. Es kamen keine Be sucher.'

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