Indiana Tribüne, Volume 27, Number 24, Indianapolis, Marion County, 19 September 1903 — Page 6
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Der Doktor mit den drei Lampen Wie eine englische Zeitschrift mitzutheilen weiß, joll in China ein etwas unbequemes besetz jeden practicirenden Arzt zwingen, bei Anbruch der Dunlelyeit an der Vorderseite seines Hauses ebensoviele brennende Heine Lampen anzubringen, als cr Patienten in das Jenseits befördert hat. Eines Nachts befand sich ein Europäer, der sich mit seiner Frau in Peking aufhält und die Bedeutung der Doktorlampen" kennt, auf der Suche nach ärztlichcr Hülfe. Seine Gattin war plötzlich erkrankt, und in seiner Besorgniß eilte der ärztliche Ehemann nach der Wohnung eines ihm im Hotel empfohlenen bezopften Medizinmannes. Erschrocken blieb er jedoch vor der Thür des ihm bezeichneten Hauses stehen. Dort prangten nicht weniger als 40 bis 50 winzige Laternen. Schnell kehrte er den warnenden Lämpchen den Rücken und spähte nach der Behausung eines anderen Jüngers Aeskulaps aus. Doch wo er auch seine von der Angst beflügelten Schritte hinwandte, überall blinkte ihm eine beträchtliche Anzahl Lampen entgegen. Nachdem er fast eine Stunde lang umhergerannt war, entdeckte er ganz am Ende einer schmalen Gasse ein bescheidenes Haus, an dessen ??ront nur drei trübe alimmende Flämmchen eine schwache Helle verbreiteten. Erfreut stürmte der Äuländer m das Tuskulum dieses ausaeeicbneten Mannes. Er weckte ihn aus dem ersten Schlummer und beschwor ihn, sofort mit ihm zu gehen. ?ck, nebme an. daft Sie der gesuchteste Arzt in der ganzen Stadt sind," sagte der Europäer unterwegs zu seinem egleiter. Weshalb glauben Sre das'" fraate der Sohn tes himmlischen Rei ches. Nun, weil Sie nur drei Lampen über Ihrer Thüre haben, wahrend ?5bre Colleaen mit vielen Dutzenden aufwarten können." Hm so" erwiderte der Bezopfte gedehnt;, das hat auch seinen guten Grund. Ich vm erst seit weniaen Wochen praktisch thätiz und habe kaum mehr als drei Patienten gehabt." Nach dieser Erossnuna hätte der enttäuschte fremde den Doktor mit den drei Lampen am liebsten wieder heimgeschickt. jum Gluck fühlte sich seine kleine ??rau bei der Ankunft des ckinefmen Arztes bedeutend besser, und so wurde die Mixtur, die dieser verschrieb, einfach fortgegossen. WeißeFuKböden erhält man dadurch, daß man einen Theil frisch gelöschten Kalk und 3 Theile gewöhnlichen weißen Sand vermengt. In diese Mischung wird die nasse Putzbürste getaucht und wie beim gewöhnlichen Putzen oder Scheuern verfahren. Diese Manipulation erspart völlig die Seife, entfernt allen Schmutz, tödiet alle Insekten und macht die Boden welßer. Der Boden soll mit reinem Wasser nachgespült werden. ii alter Kraut aiat. fern geschnittenes Kraut salzt man tüchtig ein, läßt es zugedeckt einige Zeit stehen, w.inach es wie Gurkensalat ausgedrückt, mit Essig, Oel. Kümmel, Pfeffer und gehackten Zwiebeln angemacht wird. Noch einfacher t folgender Vorgang: Eine Schüssel voll Sauerkraut wird mit gutem Essig Übergossen, eine Stunde stehen gelassen. Vor dem Anrichten wird es mit Oel, Zwiebeln rnifc Pfeffer vermischt. Glanzstärke. Die Stärkemi schung zum Glanzplätten wird in der Weise hergestellt, daß man 1 Unze des besten weißen Stearins in einer im kochenden Wasser stehenden Porzellan schale schmilzt. Man nimmt diese aus dem kochenden Wasser heraus, setzt 2 Unzen stärksten, sogenannten absoluten Spiritus und gleich darauf 2 Unzen feinpulverisirte Weizen- oder Reisstärke hinzu. Die Masse wird fortgesetzt stark durchgerührt, nach dem Erkalten wieder in seines Pulver gebracht und verwendet. Die Glanzstärke dient zum Appretiren der Wäsche und ertheilt derselben beim Bügeln eine schöne weiße Farbe und schonen Glanz. Auch wird das Bügeln bei Verwendung der Glanzstärke, die im Uebrigen ebenso wie bei gewohnlicher Starke erfolgt, be deutend erleichtert. Plüsch- und Sammetgarderobengegenstände reinige man vor dem Verpacken für die Sommermonate auf folgende Art. Von der linken Seite laßt man sie, auf dem Kleiderbügel frei aufgehängt, tüchtig klopfen, zieht sie dann über ein Plättbrett und feuchtet ein reines Tuch mit Benzin an. Nun. reibt man Strich für Strich den Staub aus dem Gegenstand heraus. Die gedrückten Stellen, Hauptsächlich die Aermel, drehe man nach der linken Seite um und ziehe sie, recht straff gehalten, vorsichtig über brausend kochendem Wasser hin und her. Zum Abreiben nimmt man alte, aus rangirte Tücher, da die Schmutzflecke nicht wieder herausgehen. Sind die Sachen ganz rern, werden die Fasern und Flocken, welche die Tücher etwa hinterlassen, mit einer weichen Bürste abgerieben. Auf dem Bügel hängend, werden die Sachen dann in einen großen alten Bezug gethan und so geschützt im Schrank verwahrt. Dasselbe Verfahren gilt beim FrühjahrsHausputz für die Plüschmöbel. Nachdem sie gründlich geklopft und gebürstet sind, reibe man sie auch mit Benzin ab, sie erhalten nach Anwendung dieses einfachen Mittels ein sehr frisches Ansehen. Der unangenehme Geruch ist ja beim Lüften des Raumes sehr bald entfernt.
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von keiner Medizin auf Erden. alZ Regulator der Perioden und Nervenstiller übertroffen werden. Nervosität und Hysterie sind Warnungen herannahenden Wahnsinnes, und wenn nicht gleich Hilfe verschafft wird, so kann das Leiden nur sein Ende im Irrenhause oder im Grabe sinden. Mit einer solchen Prospektive vor ihren Augen, kann keine leidende Frau vernünftigerweise sich weigern, den !n os Cardui zu pro biren. Er bewirkt eine Kur, die Tausende von Frauen vergebens gesucht haben. Wollt Ihr Euch eine Flasche des TVinc ot Cardui heute
noch verschaffen, und t-,.ir i. " , wU -t '- ... i 4-:'tJ' ''' . .' 'r;.y . i . ,4 ,;l'lr. ... (viub gc,,!6iti,aiewcfattgcnt:a!z:nc. So eben ist zu Falls City in Nebraska ein braver ehemaliger Soldat Namens I. M. Wheeler gestorben, dessen Name vor achtunddreißig Jahren in Aller Mund war. Am zehnten Mai 186? befand sich ein Streifcorps von Bundes-KavallerZe unter Oberstleutnant Pritchard bei JrwinZville im Staate Georgia auf der Suche nach dem Rebellenpräsidentcn Jefferson Davis, der nach einem Hafenplatze und von da nach Europa zu entkommen suchte. Wäre nicht kurz zuvor Präsident Lincoln ern:oriet worden, so hätte DaviS naÄ dem Zusammenbruch der großen Rebellion ungehindert fliehen können; dies wünschte Lincoln offenkundig aus Großherzigkeit wie aus Klugheit: denn er war nicht nur übcr alle Rach?gzfiihle erhaben, sondern sah auch ein, daß die Gefangennahme des Davis der Negierung nur Verlegenheiten ö?ig?n "xzilt. Und so geschah es ja später. Die Begleitung des großen Flüchtlins wurde von Pritchard in einem großen Zelte überrascht; der Reiters'mann I. M. Wh:eler und der Corporal Munyer aber griffen außerhalb des Zeltes eine Gestalt in langem Eewande auf; und diese entpuppte sich als Jefferson Davis- Nach den mcisten Berichten wäre Davis, um womöglich seine Flucht noch bewerkstellig gen zu können, als alte Frau, aber mit Manncsstiefeln. verkleidet gewesen: I. M. Wheeler dagegen behauptete stets. Davis habe einen langen Negenmanel getragen. Mit ihm wurden seine Familie, einige mehr oder minder hoch stehende Mitrebellen und weiße und schwarz: Dienerschaft gefangen genonimen. Daß Davis. nachdem sein erster Schrecken verflogen war, sich äußerst hochfahrend undpatzig gegen seine Gefangennehmer benahm, darüber stim men alle Berichte überein. Die Kunde von dieser Gefangennahme erregte im Norden großen Jubel; denn während im Norden die größte Theilnahme sür den Nebellenfeldherrn Lce herrschte, der würdig die Waffen gestreckt hatte .war der kalte und starrsinnige Ncbellenpräsident um so mehr verhaßt, als zu jener Zeit vielfach geglaubt wurde, er fei der Ermordung Lincoln's nicht fremd gewesen ein Verdacht, der sich jedoch in keiner Weise bestätigt hat. L:r.erlei Nordvol'SSimerzen. Lrutnani und jetzt Eommander Nobert Edwin Peary, der am 6. Mai in sein achtundvierzigstes Lebensjahr einrückte, muß vom Nordpol ganz verzaubert sein; einer der geschicktesten Ingenieure unserer Kriegsflotte, unterbricht er seine Laufban in dieser immer wieder durch Nordpolfahrtcn. Seit 1886 hat er nun drei solche unter ungeheuren Strapatzen unternommen, ohne je an's Ziel zu gelangen. Und jetzt hat er vom Präsidenten Noosevelt einen neuen, gleich dreijährigcn Urlaub für eine im nächst: Sommer anzutretende vierte Fahrt erbeten und erhalten, im EinVerständniß mit dem Hülfsflottenminister Darling. Der Flottenminister Moody hält von Nordpolfahrten nicht mehr viel und glaubte, es wäre besser, wenn ein so tüchtiger Fachmann wie Peary, welcher besonders bei Vermessung einer Nicaragua - Kanal - Route und durch scharfsinnige Erfindung von Thoren für Kanalschleußen sich nützlich gemacht Hai, ohne Unterbrechung im Flottendienst bliebe. Darum soll t r den Urlaub Pearv's verweigert haben. Und er soll sich bitter gekränkt darob fühlen, daß dann der Präsident den Urlaub dennoch, und dazu noch mit ermunternden Worten, bewilligt hat. Politische Horcher undKluaschmecker auf Long Island und am Potomac sagten bereits ganz bestimmt voraus. Moody werde demnächst gehen. Gleich zur Einleitung des neuen arktischen Abenteuers ein solches Opser! Das wäre traurig und heillos! Denn Moody ist ja ein trefflicher Flottenmi-
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Wahnsinn, Hod oder Hesundöeit?
No. 2807 Locuft Strafe. St. Louis, Mo., den 20. März. 1903. Ich trat ein Opfer don Schlaflosigkeit und Lukerster Nervosität, achtzehn Monate lang nicht im Etande. eine gute Nachtruhe zu genickcn, und toax beständig müde und auf's Acucrste erschöpft. Ich acricth leicht in Zorn und wurde bei der geringsten Veranlassung hysterisch, aber der os Cardul verschaffte mir erstaun liche Erleichterung. Innerhalb einer Woche, nachdem ich dessen Gebrauch begann, erlebte ich die erste wirklich gute Nachtruhe seit Monaten. Mein Appetit lehrte wieder zurück, mein System war eestärtt. und don Ner
dosität war keine Spur mehr Es macht mir das größte Gesundheit gebenden Medizin dieselbe don aanem Serben.
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Wir möchten Ihre Aufmerksamkeit auf die vollständige und augenblickliche Heilung lenken, die Frau Best erlangte, indem sie den Wine os Cardui nahm. Innerhalb einer Woche, nachdem sie dessen Gebrauch begonnen, schlief Frau Best zl'm ersten Male gut und fest in acküzehn Monaten. Ihre Rastlosigkeit war durch Nervosität verursacht, und kann der Wina ot Cardui
mit der Behandlung beginnen? Alle Apotheker verkaufen Z1.00-Flaschen des Wine
r ' r r V-v- - . - -': .- nister. der viele der schlechten Handlungen seines Vorgängers Long wieder gut gemacht hat. Und gerade jetzt, da er sich in das Amt eingearbeitet hat. soll er gehen? Nein, er muß bleiben bis zum Ende der ersten Amtszeit des Präsidenten Noosevelt, und falls dieser wiedergewählt wird, bis zum Ende der zweiten Roosevelt'schen Amtszeit! Kühn sind übrigens die Pläne Pearc's, wie er diesmal vordringen will. Aber wir fürchten sehr, daß er, gleich allen anderen Nordpolfahrern, auch diesmal seinen Zweck nicht erreichen wird. Nach dem NavigationsBureau wurden 535 Fahrzeuge im Gesammtumfange von 456,076 Brutto-Tonnen während des abgelaufenen Fiskaljahres in den Ver. Staaten gebaut, gegen 1657 Fahrzeuge mit 473.931 Brutto-Tonnen im Vorjahr. Eigenartiger Unglücksfall. Der zwölfjährigen Agnes Douglas in Richmond, Mich., wurde unlängst Nachts, während sie neben ihrem Vater schlief, die Kehle durchschnitten. Die Mutter befand sich zur Zeit im Hause einer Nachbarsfamilie und der Vater fand, als er aus dem Schlafe erwachte, Agnes blutüberströmt auf dem Boden. Seiner Ansicht nach fiel sie im Schlafe aus dem Bette und durchschnitt sich die Kehle an einer im Schlafzimmer stehenden Glasplatte. Flecke auf farbigem Seiden st off beseitigt man, indem man einige Tropfen Eitr.?nenöl auf ein Bäuschchen Watte gießt, damit die betreffende Stelle reinigt und sie dann mit einem trockenen Wattebäuschchen so lange sorgfältig nachreibt, bis der Stoff trocken ist. Der Geruch des verdünsteten Oels macht sich durchaus nicht unangenehm bemerkbar, selbst wenn man den Stoff respektive das daraus gefertigte Kleidungsstück schnell gebrauchen muß. Gefährlteyer Beruf.' Der in einer Berliner Fabriksanlage seit Jahren beschäftigte, als zuverlässig bekannte 35 Jahre alte Maschinist Schulz batte sich letzthin aus dem oberen Maschinensaal nach dem im Erdgeschoß belegenen Betriebssaal begeben, um einen Treibriemen anzulegen und gleichzeitig die Wellen zu revidiren. Als Schulz nach einer halben Stunde nicht zurückgekehrt war, ging ein Kollege hinunter nach dem Betriebssaal, um Schulz zu rasen. Beim Betreten des Raumes bot sich ihm ein furchtbarer Anblick. Der Gesuchte war vom Treibriemen erfaßt worden und wurde um die Welle hsrumgeschleudert. Erst nachdem die Maschinen ausgeschaltet waren, konnte der Körper aus seiner Lage befreit werden. Abgesehen von zahlreichen Verstümmelungen am Körper war dem Maschinisten das Rückgrat gebrochen und so sein augenblicklicher Tod herbeigeführt worden. Strafe muß sein. Weil er sein Abendessen nicht bekommen konnte, drehte der Maschinist Owen Eurran letzthin Abends im Seymour Hotel zu New Jork einfach das elekirische Licht ab. In den Hotelräumlichkeiten. im Speisesaal und den Parlors waren Hunderte von Personen, die durch die plötzlich eintretende Dunkelhei! in nicht geringe Aufregung versetzt wurden. Rufe wurden laut und im ganzen Hotel ertönte das Läuten der aufgeregten Leute, doch Niemand konnte sich die Ursache der Finsterniß erklären. Schließlich begab sich der Geschäftsführer des Gasthauses mit mehreren Angestellten in das Erdgeschoß und fand daselbst den Maschinisten in einer Ecke sitzend. Er fragte den Mann, was die Dunkelheit zu bedeuten habe 'und erhielt darauf die Antwort, daß der Hunger ihn zu der That getrieben habe. Als der Geschäftsführer ihn deshalb zornig anfuhr, ergriff Eurran eine Stange und ging damit auf ihn los. Der ungeberdige Maschinist wurde verhaftet und trotzdem er vor dem Richter seine Er klarung betreffs des Abendessens wiederholte, mit $5 Geldbuße bestraft.
vorhanden. Vergnügen, die Heilkraft Ihrer anzuerkennen, und empfehle ich
Kaplan, Die Schauspielerin Serasine Detschy, aus deren Feder kürzlich ein Roman Dunkelrothe Rosen" erschienen ist. hat ein Volksschauspiel vollendet. das den Titel führt In zwölfter Stunde"; es wurde vom Neuen Deutschen Volkstheater in München zur Aufführung anaenommen. Die Graudenzer Handelskammer hat der Geschäftsführerin und Procuristin Fräulein Olga Eckhardt als besondere Anerkennung für dreißigjährige treue Dienste bei derselben Firma die silberne Ehrendenkmünze verliehen. Es ist das erste Mal. daß die Graudenzer Handelskammer einerFrau eine Auszeichnung gegeben hat, die einer weiblichen kaufmännischen Kraft wohl überhaupt sehr selten zu theil wird. Der Großherzog von SachsenWeimar hat dem Fräulein Wilhelmine Seebach die Medaille zweiter Klasse für Kunst und Wissenschaft verliehen. Wilhelmine Seebach, die früher gleichfalls der Bühne angehörte, dann aber ihrer berühmten Schwester Marie bis zu deren Tode als Pflegerin zur Seite stand, sieht es seither als schönte Pflicht an, deren große humanitäre Werke in ihrem Sinne we?ter zu fördern. Sie ist auch die Vorsitzende der Marie Seebach-Schule des Königlichen Schauspielhauses. Fräulein Suzanne Paquelin hat bei Lemerre in Paris eine neue Uebersehung von Goethe's Faust" erscheinen lassen. Die Uebersetzerin hat nicht ohne Erfolg versucht, Wort und Satz des Originaltextes. und vor allem den Gedankeninhalt, treu wiederzugeben. Fräulein Paquelin, die die deutsche Sprache offenbar sehr gut beherrscht, ist bestrebt, durch klare und vernünftige Anmerkungen ihrenLandsleuten das Verständniß des Goethe'schen Meisterwerkes zu erleichtern. Außerdem bringt das Buch kurze Mittheilungen über Goethe's Leben und über die hervorragendsten Persönlichleiten seiner Zeit. In Wiener Kunst- und TheaterKreisen erregt es bedeutendes Aiisse ben, daß ein Mitglied der Hof-Oper, Frau Laura Hilgermann, den Entschluß gefaßt hat. neben ibrer Thätigseit als Sängerin sich dem ärztlichen Studium zuzuwenden, um später ihren kranken Eolleginnen und anderen Frauen als weiblicher Arzt zur Seite stehen zu können. Seit mehreren Monaten ist Frau Hilgermann als Hospitantin in der chirurgischn Abtheilung des Wiener Allgemeinen Krankenhauses thätig. Nach Beendigung ihrer Hospital-Studien beabsichtigt Frau Hilgermann, die eine Mittelschule absolvirt hat, die Wiener Universität als außerordentliche Hörerin zu besuchen. Das jahrelange Leiden ihres inzwischen verstorbenen Gatten soll die anfangs der 30er Jahre stehendeDame zum medizinischen Studium angeregt haben. 15 t n c Anzahl A u t o m o - bil-Omnibuss e hat die Road Ear Company," das hervorragendste Straßenverkehrs - Konzern Londons, bei einer Bielefelder Firma bestellt. Die Gesellschaft wird eventuell das Automobil für ihren Londoner Passagierverkebr adoptiren. I n Missouri gehen jährlich Tausende von Bushels schmackhafter Pilze zu Grunde, die acht Monate im Jahr in den Wäldern, auf Pferde- und Viehweiden und in Gärten und Kellern wachsen. Ein junges" Ehepaar, das zusammen 143 Jahre zählt, gibt es jetzt in Mercer. W!o. Ein dortiger Pastor, der im Alter von 82 Jahren steht, heirathete ein 66jähriges Fräulein aus St. Paul.
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LadieS of Honor, No. 97. os Cardui. -ir "d Allerlei für's u3Kartoffelwasser, das von den Hausfrauen sonst schnell fortgegössen zu werden pflegt, findet noch eine gute Verwendung, wenn man Geschirr und Gläser damit auswäscht. Auch zum Reinigen wollener Wäsche ist es gut. Dieselbe wird danach wie nen. Um das Knarren der Schuhe zu verhindern, tränke man die Sohlen so lange mit gekochtem Leinöl, als sie noch etwas davon einziehen und wiederhole dies nöthigenfalls einige Mal. Die Sohlen gewinnen dadurch zugleich an Haltbarkeit und Dauer. Blondes Haar sollte wöchentlich ein Mal mit Weizenkleie durchgekämmt werden, damit es die helleFarbe leichter beibehält. Man. bepudert den Kopf damit und kämmt und bürstet dann die Kleie recht sorgfältig ab. Ferner wasche man das Haar alle 45 Wochen ein Mal mit Kamillenthee. Um flüssigen Leim selbst h e r z u st e l l e n, weicht man Tischlerleim mehrere Stunden in Wasser, dann wird dasselbe abgegossen und der Leim mit einem Theil des Wassers geschmolzen. Zu dieser flüssigen Masse kommt noch etwas Holzessig; man rührt den Leim damit tüchtig durch und gießt ihn in Gläser mit weitem Halse. Um einen Gesichtsschwamm zu trocknen, drückt man ihn so gut wie mögliÄ aus, legt ihn auf einen Teller, bestreut ihn mit etwas zuPulver zerstoßenem, geschmolzenem Chlorcalcium und läßt dieses auf dem Schwamm zerfließen. Nach ungefähr einer halben Stunde kann man den Schwamm in Wasser auswaschen und trocknen, wobei er wieder neu wird. Ein angenehmes Näucher u n g s m i t t e l zur Reinigung der Luft in Schlaf- und Krankenzimmern erhält man. wenn man ein paar Tropfen Schwefelsäure auf essicsauren Kalk tröpfelt. Es entsteht dadurch ein weißer Dunst. Essigsäure, welcher in dem Gemache einen lieblichen Duft verbreitet. Essigsauren Kalk kann man leicht bereiten, wenn man gepulverten Kalk so lange mit gewöhnlichem Essig befeuchtet, bis kein Aufbrausen mehr erfolgt. Schwarze Stoffe aufzufrischen. Man kocht in zwei Quart Wasser für fünf Cents guten Leim, für zehn Cents Blauspähne und eine Hand voll Seifenwurzeln, läßt dies bis auf ein Quart einkochen und gießt die Mischung durch ein Sieb. Ist diese Flüssigkeit erkaltet, so bürstet man damit die rechte Seite des Stoffes, alsdann spült man den Stoff, um das Abfärben zu verhüten, in Sodalösung aus. läßt ihn auf der Leine im Schatten halb trocken werden und plättet ihn dann links trocken. Der Leim gibt dem Stoff etwas Appretur; wird diese nicht gewünscht, kann der Leim weggelassen werden. VerfälschteschwarzeSeid e. Man verbrenne ein Müsterchen des Stoffes, von dem man kaufen will, und die etwaige Verfälschung tritt sofort zu Tage: Echte, rein gefärbte Seide kräuselt sofort zusammen, verlöscht bald und hinterläßt wenig Asche von ganz hellbräunlicher Farbe. Verfälschte Seide (die leicht speckig wird und bricht) brennt langsam fort, namentlich glimmen die Schußfäden" weiter( wenn sehr mit Farbestoff beschwert), und hinterläßt eine dunkelbraune Asche, die sich im Gegensatz zur echten Seide nicht kräuselt, sondern krümmt. Zerdrückt man die Asche der echten Seide, so zerstäubt sie, die der verfälschten nicht. Möbel, in denen der Holzwurm ist (besonders gern nistet er sich in hellen Birken- und Vuchenmöbeln ein), muß man auf den drei ungestrichenen Außenseiten mit Terpentinöl bestreichen; ist dies getrocknet, dann mit Fußbodenlack überstreichen.
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