Indiana Tribüne, Volume 27, Number 24, Indianapolis, Marion County, 19 September 1903 — Page 4
Jndiana Tribünv, 10, SepteZnber 1903
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Zndiana Tribüne. HerauZgegeden von der Suttnderg Es. Indianapolis, Ind. Harry O. Thudium .... Präsident. GeschäftSlocal: No. 31 Süd Delaware Straße. TELEPHONE
-iierei at the Post Office of Indianapolis as second class matter. Vebcl's Nede. (31. Z). Coifijtg.) Es ist nicht nöthig, auf den aus sührlichen Bericht über die große und offenbar mächtig wirkungsvolle Rede zu warten, durch welche Bebel vor gestern auf dem Dresdener Parteitag den Streit der Marxisten" wenn man es doch schon einmal so haben will mit den Revisionisten" zu Gunsten der ersteren entschied. Denn obgleich wir in dem Augenblick, da wir diese schreiben, noch nicht wissen, od die Frage, welche den äußeren An laß zu der großen Debatte gegeben, nämlich ob die sociademokratische Irak tion im Reichstag die Viceprästdentschaft in demselben unter allen Umständen oder aber nur dann annehmen solle, wenn ihr dabei die Aufwartung beim Kaiser erspart bleibe, durch Annähme einer entsprechenden Resolution entschieden würde oder nicht, so unterliegt es doch nicht dem mindesten Zweifel, daß eine darauf bezügliche Delega-ten-Abstimmung Bebel mit überwälti gender Majorität Recht geben würde. Aber wenn eine solche Abstimmung auch nicht erfolgen sollte, so würde das offenbar nur deshalb unterlassen werden, weil die Debatte genügt hat, um den Standpunkt Vebel's und seiner speciellen Gesinnungsgenossen gegen jeden Widerspruch als vollauf gerechtfertigt zu etablircn. Mit einiger Genugthuung können wir constatiren, daß Bebel offenbar mit demjenigen Argumente durchschlagend gewirkt hat, welches wir selbst in einem, am 3. September veröffentlichten Artikel: Taktik contra Taktik", als das maßgebende in diesem Streite bezeichnet hatten. Damals schrieben wir wörtlich: Es giebt in dem Verkehre von Menschen zu Menschen und von öffentlichen Persönlichkeiten zu eben solchen gewisse Dinge, deren Bedeutung man viel mehr mit dem Gefühle als mit dem kühlen Verstände messen muß, obgleich, wenn das Gefühl ein richtiges ist, auch der Verstand schließlich gezwungen wird. seine Zustimmung zu geben. Ein socialdemokratischer Vice-Präsi-dent, welche? beim Kaiser, noch dazu bei dem Kaiser, antichambrirt und scharwenzelt-, würde dem socialdemokratischen Volksbewußtsein als etwas so ungeheuerliche erscheinen, daß dasselbe an sich und seiner Sache vollständig irre werden würde. Wohl gemerkt: wir behaupten nicht, daß der eventuelle socialdemokratischeVice-Präsidentanti chambriren und scharwenzeln" würde, im Gegentheile wissen wir bestimmt, daß nichts geschehen würde, was jenen Bezeichnungen entsprechen könnte; aber daß die einschlägige Action des socialdemokratischen Vertreters im Denken der überwältigenden Majorität unserer deutschen Parteigenossen jenes Bild des Antichambrirens und Scharwenzeln" annehmen würde, steht unserer Ueberzeugung nach fest. Und das verhin' dern, ist mehr werth, als zehn socialdemokratische Vice - Präsidenten Aemter, deren Bedeutung ohnedies überschätzt wird." Und genau diesen Standpunkt hat nach den Kabeldepeschen Bebel in Dresden eingenommen. Wir können uns recht gut denken, wie Vollmar in seiner überlegenen'.Art nachwies, daß ein ofncieller Besuch des socialdemokratischen Vicepräsidenten beim Kaiser an sich weder den ersteren noch die Partei kompromittiren, noch etwa gar, so zu sagzn beschwichtigenden Einfluß auf deren Gesinnungen haben würde ; und Vollmar würde darin vollständig Recht haben wir können uns auch vorstellen, wie Braun den Delegaten vordemonstratirte, daß die Partei früher auch nichts von den Landtagswahlen und ähnlichen Aktionen, die in d?r Taktik zu gewissen Eompromissen mit anderen Parteien Veranlassung geben könnten, wissen wollte und heute doch in Anspruch nehme, waS sie damals als unzulässig erklärte und auch Braun würde, soweit das Thatsächliche in Be tracht kommt, damit Recht haben aber alledem gegenüber ruft Bebel den Revisionisten" zu : Ihr habt die Füh-
lung mit den proletarischen Massen ver loren, Ihr wißt nicht was die wollen, und Wir, die wir an der Spitze stehen, sind keine Generäle, die commandiren dürfen, was die Massen thun sollen, sondern umgekehrt nur Beauftragte derselben, um deren Willen auszuführen. Und diese Massen wollen wie die Abstimmungen der einzelnen ParteiVersammlungen ergeben haben keine Vice-Präfioentschaft mit der Verpflich tung des am Hofe Scharwenzelns". Und dabei ist sehr wohl zu bemerken, daß man den Standpunkt der Marxisten" nicht etwa dahin desiniren kann, daß die Parteivertreter im Reichstag oder sonstwo auch die größten Dummheiten, welche ihre Konstituenten vielleicht als Forderungen aufstellen, durch' zudrücken versuchen müssen, oder umgekehrt auch ein, im Interesse der Partei durchaus vernünftiges Vergangen unberücksichtigt lassen müssen, weil die große Majorität der Partei nichts davon wissen will, ine solche Annahm? ist bei einer Part.i wie die deutsche Socialdemokratie überhaupt unzulässig. Außerdem ist es noch lange kein Wider spruch, wenn die Massen heute fordern, was sie vor zehn oir zwanzig Jahren verworfen haben, wie gerade das Beispiel der Betheiligung an den Land tagswahlen eklatant beweist. In Fragen der Taktik müssen nothwendiger Weise veränderte Umstände auch deränderte. Maßnahmen nach sich ziehen. Und auf der anderen Seite wird der Werth oder Unwerth einer Maßregel sehr oft geradezu und ausschließlich durch die Thatsache bestimmt, ob die socialdemokratischen Massen sie befürWorten oder verwerfen. Und wenn irgend eine, ist diese VicepräsidentenForderung eine solche Maßregel. Das eben giebt Bebel, auch Männern wie Vollmar gegenüber, seine unbesieg liche Stellung, daß er, wie nach der alten Sage der Riese Antäus Alle im Ringkampf überwand, weil bei jeder Berührung mit der Mutter Erde neue Kräfte in ihn überfloß mit all' seinem
Denken und Fühlen mitten im Volksleben, in steter inniger Berührung mit den Wünschen und Wollen der Parteigenossenschaft lebt. Und wenn nach den Kabeldepeschen Bebel als die Ursache seiner Macht über die Gemüther seine Moral", die Thatsache, daß kein Flecken auf seinem Ehrenschild zu sinden sei, bezeichnet, so kann er damit nur die unentwegte Treue gemeint haben, mit der er sein Leben lang zu dem Proletariat gestanden und den Willen der socialdemokratischen Massen zur Geltung gebracht hat. Diese Parteitreue ist ihm die höchste Ehre und die höchste Moral, und jede Verletzung derselben, sei es aus Eigendünkel oder Besscrwissen, Verrath". Wenn also Bebel die Revisionisten" Verräther nennt, so ist das durchaus objektiv zunehmen. Vollmar, Braun, Bernstein u. A. sind keine Verräther; aber , ihre Handlungsweise wirkt wie Verrath. Giebt eS einen schlagenderen Beweis dafür, als gerade die Art, und Weise, wie diese dicepräsidentschaftsFrage seitens Bernstein's in die Oeffentlichkeit lancirt und von seinen speciellen Partisanen behandelt worden ist? Nach einem Wahl-Feldzuge von so revolutionärer Sturmgewalt, wie der diesjährige sie entwickelte, nach einem Siege, dessen Bedeutung in dem Bewußtsein der Weli noch täglich wächst und der denn auch den Parteiführern die Verpflichtung auferlegt, an Aufgaben da? unter diesen Umständen denkbar Höchste in Angriff zu nehmen und zu leisten, setzt sich so ein Revisionist" hin und bezeichnet die Forderung der Vicepräsidentschaft für die Partei, selbst auf Kosten der Seldstentwürdigung derselben nach der Anschauung der überwältigenden Mehrheit der socialdemokratischen Massen, als das große zuNächst zu erreichende Ziel. Welcher Gegner der Partei hätte etwas ersinnen können, das geeignet gewesen wäre, in diesem Augendlick und unter diesen Umständen einen stärkeren Zwist innerhalb der führenden Elemente der Partei hervorzurufen ?! Glücklicherweise sind die sozialdemokratischen Massen in so überwältigender Zahl nur in dem Sinne an dem Zwist betheiligt, daß ihre Entrüstung helllodernd sich fast ganz einseitig gegen die Revisionisten" wendet. Und so wird das Donnerwetter, welches jetzt da in Dresden niedergeht, ganz sicherlich eine gründlich reinigende Wirwng haden. Und von ferneren revisionistischen" Aktionen wird dann zunächst nicht mehr viel zu merken sein. , m i m-m i John Weber's Wirtklaft, No. 74 West North tr.
Behörde für öffentliche Werke. Endgültige st ätigt wurden von der Behörde für öffentl. Werke in der gestrigen Sitzung die Asseßment-Umlagcn für folgende Ver besserungen: Kiespfl. der Fahrstraße, Backsteinpfl. der Gossen, Setzen von Rinnsteinen und Eementirung der Sw. an der Cottage Ave., von East bis Wright Str.; Cementirung der Sw. und Rinnsteine an der Senate Ave., von 25. bis 29. Str.; Eementirung der Sw. an der Lambert Str., von Lee bis Reisner Str., und an der 10. Str.. von Holmes bis Tibbs Ave.; Bau von Abzugscanälen in der Gray Str., von Wafhington bis New Jork Str., und in der Harrison Str., von einem Punkte 70 Fuß westl. der Shclby Str. bis 120 Fuß westlich der Pine Str.; Kiespfl. der 1. Alley östlich der St. Peter Str., von der Woodlawn Ave. bis zur 1. Alley südlich derselben; Oeffnung und Verlängerung der Iowa Str.. von der Chestnut bis zur Madi son Ave. Mehrere erstweilige Asjeß-ment-Umlagen wurden gutgeheißen. An den Ingenieur verwiesen wurden die Petitionen um: Asphaltirung drr Fahrstraße, Ce ment-Rinnsteine und 5 Fuß CementSw. an der Pennsylvania Str., von der 25. Str. bis zu dem geplanten Fall Creek-Boulevard; Backsteinpfl. der Alley zwischen Senate und Capitol Ave., von der 11. bis zur 12. Str. Angenommen wurden die Resolutionen betr. Kiespfl. der Nelson Str., von Lexington bis Spann Ave., und Cementirung der Sw. an der Downing Str., von Michigan bis Vermont. Verlängerung der College Ave. -Linie angeordnet. Die Jndpls. Terminal & Traction Co. wurde von der Behörde aufgefordert, die College Ave. - Linie von der 27. Str. bis zur 30. Str. auszudebnen. Diesbezügliche Petititionen sind bei der Behörde während der letzten 2 bis 3 Jahre eingereicht worden. Die jetzige Ordre der Behörde an die Co.
verlangt, daß dieselbe unverzüglich die Linie verlängere, indem sie in der Sutherland Ave., von der 23. bis zur29., und in der Verlängerung der Sutherland Ave., von der 29. bis zur 30., Straße ein weiteres Geleise lege. - Eine Batterie für die Manöver. Die Artillerie Compagnien der Indiana National Garde werden für die bevorstehenden Manöver gemäß' er Ordre vom Kriegs Departement in eine Batterie verschmolzen werden. Dieselbe wird den Namen: Erste Batterie. Jndiana National Garde, führen. Sie wird 145 Mann stark sein und 6 Kanonen haben. Die Ofsiciere sind: Major F. E. Stevenson von Rockoille, Captain, Capt. W. C. Cleary von Ft. Wayne, Senior 1. Lieutenant, Capt. Glascock von Lafayette, Junior 1. Lieutenant und Capt. W. W. Heiskell von Indianapolis, 2. Lieutenant. Aus Schul-Kreisen. . 700 und mehr städt. Lehrer und Lehrerinnen waren gestern Abend die Gäste des Principals' Club bei einem im Propylaeum veranstalteten prächtigen Empfange. Schulsupt. Kendall, die Mitglieder der Schulbehöröe und verschiedene Künstler,die in sehr freundschaftlichen Beziehungen zu dem Club Üehen, nahmen gleichfalls an der Festlichkeit Theil, die mit einem fröhlichen Tänzchen schloß. Bis zum nächsten Sonntag ver schoben Ist die Deutsche Kirmes. Die gesammte deutsche Bevölkerung der Stadt wird hierdurch nochmals daran erinnert, daß die für morgen ge Plante Feier der Deutschen Kirmes im Germania Part der unangenehmen Witterungsverhältniste der letzten Tage wegen bis zum n ä ch st e n S o n n t a g, 27. S e p t., verschoben worden ist. I- Die beste 5 Cent Cigarre in der Stadt, Mucho's Longfellow". Wer ist der Todte? Die auf den Panhandle Geleisen in Jrvington in der Donnerstag Nacht aufgefundene Leiche eines Unbekannten ist bis jeIt noch nicht identisicirt worden. Coroner Tutewiler hat dieselbe einstweilen in Obhut genommen. ' '
Ein Traum.
Ariminal-Novellette nach dem Englischen ron Wilhelm Thal. Vor einem Gerichtshofe in Pennsylvanien stand ein Mordprozeß zur VerHandlung. Der Angeklagte war ein gewisser Richard Jreton, ein junger Mann, dem von allen Seiten das beste Zeugniß ausgestellt wurde. Er hatte die Universität besucht, hatte aber schwer mit dem Leben zu kämpfen und ernährte sich schlecht und recht als Schulmeister eines kleinen Dorfes. Er liebte ein hübsches, aber kokettes junges Mädchen, Netty Hinnes, die Tochter eines reichen Farmers. Zu fernem Unglück war es bekannt. daß der Ermordete, ein gewisser Harry Sloane, sich ebenfalls um die hübsche Farmerstochter bewarb. In der Nacht, in welcher der Mord stattfand, waren die beiden Liebhaber im Hause des Farmers zusammengetroffen, und Netty hatte sich den Spaß gemacht, Jreton's Eifersucht zu reizen. der den auch kurze Zeit vor Harry das Haus ärgerlich verließ. Jreton wohnte auf dem Pachthofe von Caleb Sivash. Die Entfernung vonHinnes' Hause betrug vielleicht eine Meile, und der Weg führte durch einen dichten Fichtenwald. Harry Sloane war ein reicher Farmer. dessen große Besitzung etwa eine halbe Meile von Sivash's Farm entfernt lag. Sivash selbst stand in keinem guten Ruf, und es war ziemlich offenes Geheimniß, daß er Harry viel Geld schuldig war. Der Ausgang des Prozesses hing mehr oder weniger von Sivash's Aussage ab, der der Hauptbelastungszeuge gegen Jreton war. Der Mord war in einer abgelegenen Gegend begangen worden, und der Prozeß wurde in der Bezirksstadt verhandelt, unter dem Vorsitz des Richters Keene. Der Richter war kein junger Mann mehr, und es war nicht der erste Mordprozeß, dem er in seinem Leben prästdirte. Für die Verhandlungen waren mehrere Tage angesetzt, und die Ergebnisse des ersten Tages beschrankten sich auf eine Reihe von Umständen, die allerdings zur Belastung des Angeklagten beitrugen, ohne seine Schuld jedoch deutlich zu erweisen. Der Richter war an diesem Tage von der Verhandlung so abgespannt und müde, daß er schnell speiste, sich nach dem Essen in seine Bibliothek zurückzog und seiner Frau erklärte, er wünsche nicht gestört zu werden. Das Schmuckstück der Bibliothek bestand in einem großen, antiken, hohlgeschliffenen Spiegel von drei Fuß Durchines-. ser, ein Werk des berühmten Magini, das er bei einer Reise durch Italien in einem Antiquitätcngeschäft erständen' hatte. Dieser seltsame Spiegel stand in einer Ecke des Zimmers dergestalt, daß die Sonne mit ihrem vollen Glänze darauf fiel. Dem Spiegel gegenüber erblickte man eine kleine, etwa zwölf Zoll hohe Figur des indischen Goites Kali, der Verkörperung des Bösen, auf einem Piedestal von schwarzem Marmor. Der Richter lehnte sich in seinem ledergepolsterten Lehnstuhl zurück und starrte, während er der Figur den Rücken drehte, in den Spiegel. Es ist seltsam, wie mir heute zu Muthe ist, murmelte er vor sich hin, es ist doch nicht das erste Mal, daß ich ein Todesurtheil zu fällen habe, doch bei diesem Prozeß beschleichen mich ganz eigenthümliche Gefühle. Ich halte den Angeklagten für unschuldig, doch es umschließt ihn eine solche Kette verhängnißvoller Umstände, daß ich nicht weiß, wie ich ihn vor der Strafe retten soll." Mit diesen Worten lehnte er den Kopf an die gepolsterte Lehne des Stuhles zurück und starrte mit müden Blicken in den Spiegel. In demselben Augenblick brach die Sonne aus einer Wolke, die sie bis dahin verschleiert hatte, und der Richter schloß die Augen, denn er war nicht im Stands, das blendende Licht zu ertragen. Auch der böse Kali stand jetzt in einem wahren Feuermeer, und als der Richter nunmehr in den Spiegel sah, spielte sich vor seinen Augen folgende Scene ab: Auf einem vom Mondlicht übergossenen Pfade kam ein Mann daher geschritten. Langsam wandelte er seines Weges und pfiff fröhlich ein Liedchen, da er glaubte, an dem Abend denRivalen ausgestochen zu haben. Da plötzlich sprang hinter einer großen, JahrHunderte alten Eiche ein Mann mit dunklem Haar und langem Bart hervor, der ihm mit heiserer Stimme: Halt!" zurief. Als der Pächter erschrocken stehen blieb, versetzte ihm der andere mit einem derben Knotenstock einen heftigen Schlag über den Kopf, so daß er besinnungslos zu Boden stürzte. Dann holte der Schurke, der auf dem an der Erde Liegenden kniete, ein Federmesser hervor, schnitt seinem Opfer eineAder auf und ließ ihn langsam zu Tode bluten. Der Unglückliche hatte keine Kraft mehr, den Mörder von sich abzuschütteln, doch in der Todesangst erhob er unwillkürlich den Kopf und bohrte seine Zähne in den Arm des Mörders, gerade über dem Handgelenk. Dann, war alles vorüber. Der Richter stöhnte im Schlafe tief auf, und in demselben Augenblick ließ sich die zischende Stimme Kalis öernehmen, die die Worte svracb: ,
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MtJü E5g3ggBI iHniiTft. " i ki in i ii n MT l im. i Wäsche abgeholt und abgelielert.Du magst den Mörder an diesem Zeichen erkennen. Sein linkes Handgelenk ist von den Zähnen des Ermordeten verletzt, und außerdem ist er linkshändig." Be: diesen Worten erwachte der Richter, sah stch erstaunt um und ging. oa er q von oem leujamen raum noch abgespannter fühlte, als vorher, gleich zu Bett, wo er diesmal in einen gesunden, kräftigen Schlaf verfiel. Bei der Verhandlung des anderen Tages machte der Verhaftete fast einen noch günstigeren Eindruck auf ihn, als am vorigen. Er konnte stch des Gedankens nicht erwehren, daß dieser Mann mit dem geistreichen bleichen Gesicht, das durch die tiefen Ringe unter den Augen noch vergeistigter erschien, an dem Verbrechen,, dessen man ihn anklagte, unschuldig war. An diesem Tage wurde die Beweisaufnähme weiter fortgesetzt. Es wurde bewiesen, daß Jreton Netty Hinnes vor Sloane verlassen hatte, daß er der Nebenbuhler des Ermordeten war, daß er dem jungen Mädchen den Hof gemacht, ste mit ihm kokettirt, und er in sehr ärgerlicher Stimmung fortgegangen war. Man stellte ebenso fest, daß zwischen den Männern einige böse Worte gefallen waren . lauter Umstände, die gegen den Angeklagten sprachen. Jetzt wurde der. Hauptbelastungszeuge vorgerufen, und Sivash erschien. Er hatte schwarze Haare, trug einen langen Bart und machte den Eindruck, als wenn er nur widerwillig sein Zeugniß ablegte. Man nahm ihm den Eid ab, und als der Zeuge die Eidesforme! hersagte, verbarg Jreton sein leichenblasses Gesicht in den bänden. Er fühlte, er wußte, daß fein Schicksal besiegelt war; keine Mach: der Erde konnte das Verhängniß von ihm wenden. Sivash sagte aus, er wäre Nachts um ein Uhr durch das heftige Bellen feinesHundes aufgeweckt worden, wäre an die Außenthür getreten und hätte dort Jreton erblickt, der eilig und verstört, an ihm vorllbergeschritten wäre; bei dieser Gelegenheit hätte der Angeklagte sein Federmesser fallen lassen, das der Zeuge vorzeigte. Jreton stöhnte tief auf. Wie sollte er beweisen, daß der Zeuge log, und daß jedes Wort, das er aussprach, eine Unwahrheit war? Die Beweisaufnahme wurde geschlössen. Es herrschte ein tiefes Schweigen, und die Schuld des Angeklagten schien erwiesen. Zeuge Sivash," rief der Richter, zeigen Sie mir einmal Ihren linken Arm!" Sivash wurde leichenblaß, gehorchte aber. Auf seinem Arm zeigten sich tiefe Fleischeindrücke. Der Zeuge ist sofort zu verhaften," fuhr derRichter fort, ich habe begründete Annahme, daß der Mord von einem Linkshändigen begangen ist, und glaube, dieser Linkshändig: war Niemand anders, als Sivash. Ich werde den Ermordeten exhumiren und die Fleischwunden mit den Vorderzähnen vergleichen lassen." In diesem Augenblick wankte Sivash und fiel, wie vom Schlage getroffen, zu Boden. Man brachte ihn fort, dann zog sich der Gerichtshof zur Berathung zurück, um schon nach wenigen Minuten mit einem Freispruch für Jreton zurückzukehren. Sivash wurde wegen Mordes verurtheilt und gestand seine Schuld in der Nacht vor der Hinrichtung. Cincinnati und zurück. $1.25 Rundfahrt 91.25 via C. H. & D. Bahn. Sonntag, 20. September. Läse Ball Cinclnnati vs. Philadelphia. Zwei Svezial Schnellzüge ; der erste fährt um 6:30 Uhr Morgens ab und hält nirqends an. Der zweite fährt um 7:15 Uhr Morgens ab und hält in Rushville. Connersville und Hamilton an. Rückfahrt von Cincinnati um 6:20 Uhr Abends. Passagiere, welche den Zug ohne Fahrkarten besteigen, müssen den vollen localen Fahrpreis bezahlen.
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