Indiana Tribüne, Volume 27, Number 24, Indianapolis, Marion County, 19 September 1903 — Page 3

Jndiana Tribüne, 19. September 1903.

3

kmm lalle.

li 9 n na Anu.i2ii 0 4 Ua ÜI7 UO (IHIVitK V Der beliebteste und beftansgestattete Tanzsaal in der Stadt. Hauptquartier für alle deut scheu Vereine. Sind nnd VersammlnugSzi mer zu maßigen Preisen zu vermicthen. V. 2. 9 . SigvrSm. Dennis J. O'Brien's Sample Room 150 Kentucky Zltocnue TitvLti Telephon 1631. Lunch von 9 Uhr Vorm. bis 1 Uhr Nachm. Chris. W. Brehob's . Wirthschaft, 4156 Süd Meridian Str. Älter Phone, Roth 7382. Guter Lunch Morgens und Nachmittag? in so tiäm aioon. 202 . Nord Noble Str. encö Telephon 2001. Etwas Neues. Wir haben beschlossen, Me velche künstl: 3 GaZ gebrauchen, mit VorauszahlunZö. etern zu verseben, obne ein Deposit zu oer lLNzen. Wi? ftellm oie Verbindung mit bei Zdauslleitungsröhre her, ebenso setzen wir eine Meter aus und liesern das Gas Mr einen Dol !ar ver Tausend. Die einzige Berechnung die mir machen, ift für die Verbindungsröhre von der Grundeigenthumsgrmze bis ur Stelle teö VeterZ. 22ir garantiren ba& dieselben Zufrie denheit geben. spitzt ta da Office s2r nityrt IwitQttttn rn, INDIANAPOLIS QA3 COi Tbeodore F. Smither, geschickte? und zuverlässiger ...Dschdceöcr... Pech und Kie5dächer, Dächer von Aspöalt und GllsWit. Engros'Dändler in allen Arten vo a'hmatmalien. Telephon 861. 501 Weft Maryland. Str. Rdroeftl. Hit vou Senate Vve. und Maryland tit &toüt Suswaht von U u 4 ct c M w 2 Ä Aug. Diener, öo. 149 Ost Washington Str. Telephon 2525. Deutsche Buchhandlungi arl Ptngpank, Zt Virginia ve.. 2. lPembroke Srcade.) LAKE ERIE & VESTERN R. R ....Fahrzeit der Züge... Abfahrt Ankunft loledo. Chicago und Vlichigan Expreß...- 7.15 H0.2I Toltbo, Detroit und Chicago Lim 12.20 f S.S5 Vichtaan ity, Muncie .LafayetteSplr 7.2 tio.so tözlich t ausgenommen EonntzS. lZohlen. lonn SnUzracite $ 7.50 Naucblole 8 M Cannell Blobura . 5.50 Jackson lOhioZ, . . 5.C0 Kcmaivha 45 5?iils&ur et. ........ ....... 4.75 Rekmond City 4.76 Winifrede 4.75 ?ckin. Ballet, ... 4.B0 Luöri 4 2 Brazil Block 4.00 Greene und Sullivan . .. 3 60 Slack rauchlos - 8 00 Jackson, Pittsburg, W. 35üa , je 3.00 Jndiana 2.60 ConneLsville 6o!c 7.50 Ooen Coke! 7.60 lumpen 'Coke lc per Bushel, $3.75 per 25 Bushel ; Zerkleinerter Coke 16c per Bushel,

ml

Stoeff er

V"fl fc-I

jjLjr

9 ftn faK4 flad HL;.; iM) "

over ?4 per 25 Bushel.

Allkttttft Des deutschen Kaisers in der österreichischen Hauptstadt.

Vollmar's Erwidernngs rede auf die 2lngriffe von Bcbcl. Zahlreiche Spitzel in ganz Dresden vertheilt. Eindruck der britischen Krise ans Preffe und Publikum. Falsche Gerüchte über Peter von Ser biens Ermoronng. Türkische Truppen belagern ein rus' sisches Consulat. Präsident Palma's Neise nimmt guten Verlauf. Oesterreich-ttngarn. Wilhelm II. in Wien. Wien, 13. Sept. Kaiser Wilhelm raf heute aus Belleye, Ungarn, ein, n dessen Umgebung er mit Erzherzog Friedrich auf der Jagd war. Er wurde durch Kaiser Franz Josef, der deutsche Feldmarschalls Uniform trug, am Bahnhof empfangen. In Begleitung des deutschen Kaisers befand sich Reichanzler v. Bülow. Die Fürsten küßten ich 3 mal und wechselten Händedrücke. Nach Abschreiten der Ehrenwache fuhren die Kaiser, lebhaft begrüßt, durch eine dichtgedrängte Menge und reichdekorirte Straßen nach der Hofburg. Abends fand ein Staatsdiner statt. bei dem die beiden Kaiser Toaste ausbrachten. Kaiser Wilhelm sagte, die Heere der beiden Länder stärken die Allianz der Nationen zur Wohlfahrt und zum Frieden Europas. Teutschland. Vollmar'S Erwiderung. Dresden, 18. Sept. In der heutigen Sitzung des socialdemokratisehen Parteitags erwiderte v. Vollmar in vierstündiger Rede aus Bebel's An griffe. Der Inhalt seiner Darlegungen be stand darin, das; keine, höchstens eine persönliche Krise in der Partei existire, indem Vebel zu seinem Leidwesen seine Führung im Parlament bedroht sehe. Bebel habe zu dem Parteitag gesprochen wie Eromwell zum Parlament" und sich das Recht angemaßt, über Beweggrüude zu richten und sie zu verurthei len. Er wünsche die Partei in eine Kirche, mit sich als Hohepriester, umzuwandeln. Da sich 55 Delegaten zum Wort gemeldet haben, so wird der Parteitag wahrscheinlich noch die ganze nächste Woche fortdauern. Gegen Abend kam es bei Wahl des Executiv'Comites zu heftigen persön lichen Auseinandersetzungen. Vor dcr Vertg.mg erklärte der Vorsitzende Singer, an dessen Tisch während der ganzen Verhandlung drei Polizei'Beamte saßen, er habe ersahren, daß die zahlreichen Detektivs in der Halle die Delegaten und Andere in compromitirrnder Unterhaltungen zu ziehen suchen. Er warne deßhalb die Genossen zu äußerster Vorsicht. In allen Theilen der Stadt sind Detektivs postirt, die den fremden Journalisten ihr besonderes Interesse zuwenden. Ueberschuß der Städte Ausstellung. Berlin, 18. Sept. Der Ueber schuß der deutschen Städte-Ausstellung in Dresden, an welcher sich alle öedeu tenden Städte des Reiches betheiligten. wird wahrscheinlich für die Vertretung deutscher Städte in St. Louis verwandt werden. Die verschiedenen Eemeinwe sen berathen jetzt über die Frage. Witte's Pläne. Berlin, 18. Sept. Herr Witte, Präsident des russischen Ministerraths, besuchte während seines dreitägigen Aufenthalts keine amtlichen Persönlich leiten, conferirte aber mit verschiedenen Bankiers über Handels-Unternehmun gen in Süd.Rußland. Auch kam wohl das Flüssigmachen einer neuen Anleihe zur Besprechung: von hier au geht Witte nach Paris und London Nach der Magdeburger Zeitung" trifft er in London einen amerikanischen Senator, um mit ihm über die ErHebung von Geld für Rußland's Han delZpläne im fernen Osten zu berathen.

Trofzbritannien. Keine so fortigen Wahlen. London, 13. Septbr. In allen Elassm der Bevölkerung herrscht über den gestern erfolgten Rücktritt Cham berlain's und feiner beiden College Bestürzung. Die Meisten erfuhren das Ereigniß erst aus den Morgenblättern. Die Pall Mall Gazette meint, Baifour werde die Vakanzen füllen und die Regierung bis zum Zusammentritt des Parlaments 1904 weiterführen. Auch Chamberlain liege n'chts an sofortigen allgemeinen Wahlen, indem er mindestens eine zwölfmonatliche Propaganda erwarte, bis die Wählerschaft über seine Vorschläge entscheiden könne. Die liberalen Organe, obwohl sie den Zusammenbruch der Tory Partei ankündigen, stimmen doch fast alle darin überein, daß Chamberlain's Rücktritt keinen Sieg des Freihandels bedeute. Der Mann ist gegangen", sagt der Star', aber seine Politik bleibt. Dies ist Herrn Chamberlain's Elba. Sein Waterloo ist noch nicht gekommen." Die Hartnäckigkeit, mit welcher erzählt wird, Generalpostmcister Austin Chamberlain solle Herrn Ritchie als Schatzkanzler folgen, zeigt die außergewöhnliche Natur des Verhältnisses, in welchem Balfour noch immer zu seinen Eollegen steht. Die liberale Presse weist darauf hin, daß jede Aenderung in der Regierung, die Chamberlain's Sohn einschließe, nur scheinbarer Art sein könne. Der Sohn sei fast so thätig gewesen wie der Vater bei Organisation der Schutzzoll Agitation. Auch Balfour's offene Erklärung in dem Schreiben an Chamberlain, daß er dessen Ansichten bezüglich einer engeren Fiscal-Union mit den Colonien theile, regt Zweifel an, ob selbst gemäßigte Freihändler, gleich dem Herzog von Devonshire, unter Balfour's Leitung bleiben können. AlaSla-Commission. London, 18. Sept. In der heutigen Sitzung der AlaZka-Grenze-Commission wurden Generalanwalt Finlay vom Kriegsselretür Root sowie den Senatoren Lodge und Turner zahlreiche Fragen vorgelegt anläßlich des von ihm versuchten Nachweises, daß

die Grenze von der Mündung des Port-land-Canals direkt westlich bis zu dem Punkte sich erstrecke, wo die von Canada als Greaze beanspruchten Berge den 56. Breitegrad schneiden. Nach Ansicht der Ver. Staaten geht die Grenze dem Vear River Thal entlang vom Hafen des Portland CanalS an bis zum 56. Grad. Aus eine Widerleauna Lodge'Z des kanadischen Standpunktes gab der Generalanwalt eine auswei chende Antwort. P a l a t i a" beschädigt. London, 18. Sept. Der britische Dampfer North Point", von Philadelphia, siznalisirte heute bei der Borbeifahrt von Lizard, er habe den am 4. Sept. aus Hamburg nach New Jork abgegangenen Dampfer Pala tia" getroffen. Eine der Maschinen war beschädigt und das Schiff fuhr nur mit einer Maschine, verlangte aber keinen Beistand. Serbien. Gerüchte über Peter's Ermordung. Paris, 18. Sept. An der Börse war heute ein unbestätigtes Gerücht in Umlauf, König Peter von Serbien sei ermordet worden. Serbische Papiere fielen um 1 Franc 70 Centimes. Das auswärtige Amt hat keine nähere Kenntniß von dem aus Antwerpen stammenden Gerüchte. Paris, 13. Sept. Eine Depesche aus Belgrad constatirt, daß die Meldung von der Ermordung des Königs ohne Begründung ist. London, 18. Sept. Hier wird das Ermordungs-Gerücht für eine Bör-fen-Ente betrachtet. Berlin, 18. Sept. Eine telegraphische Anfrage in Wien ergab, daß auch dort ein Gerücht über Peter's Ermordung, aber gleichfalls unbestätigt, in Umlauf war. Türkei. Zeichen von Besserung. Sofia, 18. Septbr. Es heißt, Großbritannien, Frankreich und Jtalien feien übereingekommen, um eine Fortdauer der Massacres zu verhindern. Die Lage wird als hoffnungsvoller denn seit Wochen betrachtet. Die Botschafter der 3 Mächte drückten dem Sultan gestern ihre Mißbilligung über die türkischen Unterdrückungsmethoden aus.

Russisches Consulat be.

lagert. S a l o n i ch i , 18. Sept. 300 Bulgaren fielen in einem Kampfe zwischen Insurgenten und Türken zwischen Okrida und Dibra, darunter viele Ossiziere. In Mitrovitza griff ein Bataillon Rediffs die christlichen Gendarmen an und tödtete mehrere. Der Rest flüchtete in's russische Consulat, das belagert wird. Die Lage dort ist sehr kritisch. Furchtbare Greuel. Sofia, 13. Sept. Weitere Meldüngen aus Kastoria besagen, daß die Abschlachtung der auf 10,000 Personen geschätzten Bevölkerung von entsetzlichen Greueln begleitet war. Die Türken mordeten unterschiedslos Bulgaren und Griechen, Männer, Frauen und Kinder. Ein türkischer Kriezsballon wurde in den letzten 3 Tagen dicht bei der bulgarischen Grenze in der Nähe von Hoskovo beobachtet. Bei Sulavitza, in den Bergen von Kratova, fand ein scharfer Kamps zwischen 2000 Türken und Insurgenten statt, bei dem 100 Türken gefallen sein sollen. Auch noch andere Kämpfe sind berichtet. Maced. Gefangene. C o n st a n t i n o p e l, 18. Sept. Reisende, die heute aus Bulgarien eintrafen, melden, daß die bulgar.Rcservisten überall mit der größtenBegeisterung ausgenommen werden und daß große Kriegslust in Bulgarien herrscht. Heute wurden macedonische Gefangene eingebracht, darunter ein Adjutant des Jnsurgentenführers Sarasoff. Die Gefangenen, zu je drei aneinandergekettet, wurden alle zum Verhör nach dem Yildiz-Kiosk geführt. Die bulgarische Armee. Paris, 18. Septbr. Wie das auswärtige Amt erfährt, wird die bul garische Armee durch die jetzt ausgehobenen 13,000 Mann auf eine Stärke von 50,000 gebracht. Euba. Palma'S Reife. Santiago, 18. Sept. Präsident Palma kam heute aus Puerto Principe an. Die Reise führte durch eine wilde, malerische Gegend des Landes, deren Bewohner im Rufe stehen, die unruhigsten in Cuba zu sein. Aus allen Bahnhöfen versammelten sie sich und zeigten große Begeisterung. 3te Victoria de las Tunas. dem Schauplatze aufregender rebolutionäler Scenen, hatten sich viele berittene Veteranen beim Bahnhofe versammelt, die theilweise über die Gitter stiegen und ihren alten Kameraden, den Präsidenten Palma, umarmten. Der Gouverneur von Santiago bestieg den Ju,i in Alta del Cedro und meldete, er habe keine weiteren Nachrichten über den versuchten Aufstand. Nach dem Eintreffen in hiesiger Stadt folgte eine große Volksmenge dem Prä sidentenzuge auf d.'m Wege zum Gou-verneurs-Palast. Rußland. Excesse gegen Juden. St. Petersburg, 18. Sept. Amtliche Nachrichten aus Comel, Reg.Bezirk Moghilest, wo ein Kampf zwischen Christen und Juden stattfand, erhöhen die Todtenliste der Juden auf 5. Etwa 200 Häuser wurden zerstört und 66 Verhaftungen vorgenommen. Nach dem Regierungsboten entstanden die Unruhen durch die herausfordernde Haltung der Juden. Schiffsnachrichtcn. Angekommen. New York: Hecla" von Copenhagen. Liverpool: Germanic" von New York. Hamburg: Fürst Bismarck" von New Aork. Copenhagen: Norge" von New York. Liverpool: Peruvian" von Halifax. Sydney: Previously" von San Fran cisco. Queenstown: Cedric" von New York nach Liverpool. New York: Auguste Victoria" von Hamburg, Southampton und Cherbourg. Abgefahren : Moville: Lonian" nach Montreal. Southampton: Moltle" nach New York. Moville: Ethiopia" nach New York. Queenstown: New England" nach Boston. New York: Celtic' nach Liverpool. Liverpool: Arabic" nach New York via Queenstown.

ls.elterangrtffe. Ueber die Nützlichkeit der Reiter geben die Ansichten hervorragende: Offiziere heut sehr auseinander. Die Ausbildung der Schußwaffen mackt heut einen .avallerieangriff auf Infanterie in offenem Gelände zu einem fast aussichtslosen Wagmß. Vor Erfindunz der Hinterlader konnte das Fußvolk gewöhnlich nur einen wirksarmn Schuf; auf eine boranstürincnde Reitermasse abgeben und das Heil der Infanterie bestand zu jener Zeit darin, daß es ein Viereck oder einen Knäuel bildete und der Kavallerie die Bajon.nette entgegen hielt. Damals konnte die Reiterei die Schlachten entscheiden, wenn sie todeömuthig in die feindlichen Ouarrcö einzudringen suchte. Als bei Hohenfriedberg am 4. Juni 1745 der General Goßler das Drago-ner-Regiment Vayreuth zum Angriff führte, das damals zwölf Sch:vadronen hatte und dessenOffiziere als starke Zecher verrufen waren, meldete er sich beim Könige zum Angriff kommandirt", worauf der alte Fritz entgegnete. das Champagner- und BurgunderRegiment wird wohl nicht viel ausrichten." Goßler sagte: Dai wull wi sehe." Er ritt viele Jnfanteric-Regi-mcnter über den Haufen und erbeutete CG Fahnen und Standarten. Als Goßler mit dem Rest semer Schaar an dem Könige vorüberzog, nahm dieser feinen Hut ab und bedeckte sein Haupt erst wieder, als der letzte Mann bei ihm vorbeigeritten war. Der tapfere Eeneral. der nur plattdeutsch sprach, konnte aber die Frage nicht unteririicfcit: Wat seggt H rnt to sine 3it pers?" Der alte Fritz zeichnete Geßler und dessen Regiment in seltener Weise aus und der Hohenfriedberg - Marsch wird heute bei allen Reiterregimentern des preußischen Heeres gespielt. Das Geßler'sche Regiment erhielt silberne Pauken und Trompeten und in seiner Standarte prangt die Erinnerung an seine glorreiche Waffenthat. Auch bei Roßbach entschied am 5. November 1757 die preußische Reiterei unter Seidlitz eben so wie bei Zorndorf am 25. August 1758 die Schlachten zu Gunsten der preußischen Heere. Aber während des deutsch-französi-schen Krieges waren alle großen Reiterangriffe, die von den Deutschen wie von den Franzosen unternommen wurden, ohne wesentlichen Erfolg. Sie konnten nur das Vorrücken des Feindes zeitweise aufhalten und kosteten viele Leute. Das Feuer des Fußvolkes mähte o:e tapferen Reiter nieder, ehe diese die Infanteriewaffen erreichen konnten. Deshalb erscheint uns auch die Annähme, daß bei den großen jetzt UNweit Halle stattfindenden Manövern ein vom Kaiser geleiteter Angriff,, an dem 16 Reiterregimenter Theil nah-

men, die Schlacht" entschieden haben soll, als höchst unwahrscheinlich. Es Iicifct ja auch in dem Bericht, es wäre im Ernstfalle die Kavallerie des Kaise.'s durch das Artillerie- und Jnfantmcucr aufgerieben worden. Wich tig be: solchen Angriffen ist nur die Frage, wie die Reiterei eine halbstündige Attacke m gestrecktem Galopp reitet. Bei früheren Gelegenheiten ist kein Sattel leer" geworden und die Kavallerie hat mithin die von ihr erwartete Leistung .glänzend vollbracht. Aber wenn die Entscheidung einer Feldschlacht von einem derartigen Angriff abgehangen Härte, wäre sie Voraussichtlich verloren gewesen. Es erscheint daher der Schiedsspruch, fcajj der Kaiser durch seine großartige Kavallerie-At-tacke den Kampf entschieden hätte, als eine Gefälligkeit der Schiedsrichter; vorausgesetzt natürlich, daß die betrefsende Depesche die dem Scheingefechte ZU Grunde liegenden Vorkommnisse richtig gemeldet hat. Wir glauben übrigens nicht, daß Wilhelm der Zweite im Ernstfalle sechzehn Reiterregimenter dem sicheren Tode aussetzen würde. Es war ihm wohl nur darum zu thun, die Tüchtigkeit der Mannschaften und Pferde zu erproben. Aber wenn auch dieKavallerie gegenüber den modernen Feuerwaffen keine Schlachten mehr durch große Attacken entscheiden kann, so theilen wir doch nicht die Ansicht des bisherigen Obergenerals Miles, daß diese Waffe ganz veraltet fei und deshalb beseitigt werden müsse. Der deutsch-französische Krieg, welcher die Vergeblichkeit großer Reiterai griffe auf die Jnfanteri: erwies, zeigt' auch, daß die Kavalleri: ein sehr werthvoller, ja unentbehrlicher Theil eines Heeres ist. Vor den deutschen Heeren bewegte sich stets ein Reiterschwarm, welcher beständig mit dem Feinde Füblung hatte Die deutsche Kavallerie erkunbete die Stellungen der F-inde und verdeckte die Bewegungen der eignen Heere. Sie war eben besser geführt und vielleicht auch etwas schneidiger, als die französische Reiterei. Diese wichtige Aufklärungsaufgabe wird die Kavallerie auch in künftigen Kriegen zu erfüllen haben und deshalb ist sie durchaus nicht überflüssig; wenn sie auch durch gewaltige Frontangriffe auf das Fußvolk keine Schlachten mehr gewinnen kann Vte Zahl der Indianer Kanadas ist :m Gegensatze zu der all gemeinen Annahme durchaus nicht im Abnehmen, sondern in der Zunahme begriffen. Im Jahre 1901 zählte man rn Kanada 1 ,527 Indianer. Gegen wärtig beträgt ihre Zahl 108.112. was gegen 1901 eine Zunahme von LSLcrelen bedeutet.

Speziell? preise für die

Zair-lvoche! Geld in Ihre Tasche, wenn Sie Ihren Herbst-Anzug oder Ueberzicher -beiW. 0. Schneider, 33 West Monument Platz, bestellen. Anzüge oder Ueberzicher rangirend im Preise von $15, $18, $20 und aufwärts. Hosen, 83, K4, $5 und aufwärts. Passen und Arbeit garantirr. jircmi Sie gute Kohlen für Ihren Kochofen wünschen, so probiren Sie unsere Empire Canncl Kohle , . . . oder. . . . No. 1 Ohio Jackson Kohlen Keine bessere. Empire Coal, Coke & Wood Co., H. RABE, Präsident. Neues Phone 9291. Altes, Main 1150. Die M Etablirt 1863, nimmt jederzeit Engage ments entgegen. Irgendwelche Orchester Musik und irgend eine Anzahl von Musikern wird geliefert. Neue Ausstattung und neue Uniformen, rf. A. Miller, Direktor. Henry Sprengpfeil, Geschäftsführer, 301 Kentucky Ave. Altes Tel. , braun. 1802. n In m CtundkN werd? Gonarrhöa und AuksluauS drn Urin Organen durch Santal-Miv uigrhobrn ohne UndkqikmlchkcltkN. Preis lSIIYf tl.O dei allen Truggisten oder V V. O. ?or 2081. Ne ,ork. Kurze Depeschen. 18. Sevtbr. Ausland. A b e r d e n, Schottland. Prof. Alex. Bain, der frühere Rektor der hiesigen Universität, ist gestorben. Inland. Eric, Pa. Thomas L. Eldrige, ein Sohn des Postmeisters in North Springfield, und Minnie Rutland wurden von einem Lake Shore Zug getödtet. Verhütung der Hundswuth. tii Köter KonstantinovelS und der Hundefeiertag" in Bulgarie. Es ist eine bekannte Thatsache, daß unter den wilden Hunden in Konstan tinopel die Tollwuth nachweislich bisher nicht aufgetreten ist. Um so großer war kürzlich der Schreck, als eZ hieß, in einem der entlegeneren Stadttheile Peras sei ein toller Hund erschlagen worden, nachdem er sich mit ganzen Hundevölkern herumgebissen habe. Als dann aber 14 Tage verflössen waren, ohne daß man etwaS von neuen sollen Hunden gehört hatte, kam man zu der Ansicht, daß einer der Vaterlands- und sippelos umherschweifenden wilden Hunde, deren Erscheinung die organisirten Hundevölker der Straßen immer in Auflegung verseht, einem unbegründeten Verdacht zum Opfer gefallen war. Konstantinope! und die wilden Hunde überhaupt haben also einstweilen ihren guten Ruf, tollwuthlos zu sein, bewährt. Man wird vielleicht nicht irren, wenn man kräftigere Fleifchnahrung als eine de? Borbedingungen für die Möglichkeit des Ausbruches der Tollwuth ansieht. Der Erwähnung werth ist eine eigenthümliche Bauernsitte in Bulgarien und Mazedonien. In der heißesten Sommerzeit gibt es dort nämlich einen Hundefeiertag." Dieser seltsame Feiertag wird dadurch eingeleitet, daß in den Dörfern alt und jung auf die Dorfhunde losprügelt. Die erschreckten Vierfüßler jagen natürlich heulend davon und, da sie überall im Dorfe und wo Menschen weilen, neue Prügel erwarten, so trollen sie still in den Wald. Drei Tage lang währt diese Feier; Futter für die Hunde wird nicht ausgesetzt. Am vierten Tage lockt man die mißtrauisch gewordenen Thiere wieder herbei, und allmälig versehen die Hunde wieder ihren Dienst als Hüter von Haus und Hof. Das ist immer so gewesen," erklärte ein alter Bauer, die Hunde werden dann nicht toll." Und Thatsache ist es, daß in den dortigen Dörfern die Tollwuth nicht vorkommt. Aio kennt Ncir aus. Anna: Nun, Jda, wie geht tl Dir in Deiner jungen Ehe! Habt Ihr Euch auch schon einmal gezankt?" Jda: Gott bewahre, dazu kommt-es gar nie, denn ich weiß nicht wie es kommt, aber ich hab immer recht!"

Bin " Mi.

Hi