Indiana Tribüne, Volume 27, Number 23, Indianapolis, Marion County, 18 September 1903 — Page 6
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Indianer Tribüne, 18. September 1903. o
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Europäische Nachrichten.
J-rete Stüdte. Hamburg. Ein schwerer Eisenbahnunfall ereignete sich auf dem Ran girbahnhof in Ncthenburgsort. Der dort beschäftigte 23jährige Arbeiter Christian Voß gebieth beim Rangiren zwischen die Puffer zweier Waggons und wurde todtgequetscht. Sein 25jährige Dienstjubiläum feierte der Geoineter und Bureauvorsteher am Vermessungsbureau Otto Heylmann. Beim Rudern ertrunken ist der in der Wendenstraße 2 bei seinen Eltern wohnende Ewerführerlehrling Richard Schoop, der mit zwei Freunden eine Nuderpartie auf dem Oberhafenkanal unternahm. Ein Raub schlimmster Art hat in der hiesigen Geschäftswelt großes Aufsehen hervorgerufen. In den Geschäftsstunden betrat ein anständig gekleideter Herr die Dresdener Bank, beobachtete die Leute, die Gelder einzahlten oder abhoben, scharf ud genau, verfolgte eine ältere Dame, die 1400 Mark erhoben hatte und entriß ihr, auf der Straße angelangt, die Handtasche, in der sich das Geld befand. Der Straßenräuber entfloh dann über den Jungfernstieg nach dem NeuenwaN, verfolgt von einem Radsahrer, der den Raub beobachtet hatte. Gerade, als der sich schon in Sicherheit wiegende Straßenräuber in die Schol ns - Nassaae flüchten wollte, wurde er von dem yfctojciincr gcjieut. irr setzte seiner Festnahme nur schwachen Widerstand entgegen, wurde nach dem Stadthause gebracht und erklärte dort weinend, er sei der Fahrradhändler Hermann aus Bernbura und habe aus Noth den Straßenraub begangen. Die Angaben des Verhafteten haben sich in vollem Umfange bestätigt. Beim Baden ertrunken ist der 10Zährige 5Znabe Ernst Günther aus der MittelNraße, der mn seinem Vater beim Horner Moor gebadet hat. Bremen. Der 18 Jahre alte Tischlergeselle Auqust Lüderßen von hier, der in einem Neubau an der Hildesheimer Straße mit einem College ein Treppengerüst aufstellen wollte, kam dabei mit einer auf dem glatten Fußboden aufgestellten Leiter in's Rutschen, wollte sich durch Abspringen retten, sprang aber m das Treppenloch und stürzte aus einer Höhe von neun Metern nach unten auf den Terrazzofußboden, wo er besinnungslos. aus Mund und Ohren blutend, liegen blieb. Er wurde in einem Sanitätswagen nach dem Krankenhause gebracht, wo er starb. Der 15 Jahre alte Schiffsjunge Robert Ewert, vom Hamburger Lichter Rundschau", hier im Holzhafen liegend, war an Land gegangen und wurde seitdem vermißt. Nunmehr wurde die Leiche des Vermißten im Hafenkanal gefunden, wo sie angetrieben war. Der Verstorbene scheint auf dem Heimwege die Steinböschung hinunter in's Wasser gefallen zu sein. Schweiz. Bern. Ein junger Mann, Namens Rudolf Herzog von Guggisberg, geb. 1861, Handlanger, der in der hiesigen Kaserne einen Arrest abgesessen hatte, wurde von einem Polizisten in Civil wieder in Empfang genommen. Auf der Mitte der Kornhausbrücke angelangt, sprang Herzog über die Brüstung in die hochgeschwollene Aare und fand den gesuchten Tod. Wegen Unterschlagung von etwa 17,000 Francs ist Joh. Jmobersteg, Angestellter der Bundesbahnverwaltung, verhaftet worden. Basel. Auf der Rheinbrücke ereignete sich ein schwerer AutomobilUnfall. Ein mit Dr. Laroche und dem Gipshändler Ruof besetztes Automobil fuhr, da es die Steuerung verloren hatte, gegen das gußeiserne Geländer, zerschlug dasselbe und stürzte in den Rhein. Glücklicherweise gelang es einem Pontonnierverein, der gerade Fahrübungen abhielt, die Verunglückten lebend, aber schwer verletzt zu bergen, während das Automobil in den Wellen verschwand. Dr. Laroche erhielt die erste Hilfe im Hospital, Ruof auf dem Polizeiposten. Schaffhausen. Auf dem Bahnhofe hier verunglückte beim Rangiren eines Zuges der Rangirmeister Leu von Hemmenthal. Es wurde ihm ein Bein abgefahren. Ferner erlitt er mehrere Rippenbrüche und Contusionen am Kopf und wahrscheinlich auch innere Verletzungen. Wild Haus. Auf der Kaialp wurde ein Tourist todt aufgefunden. In demselben wurde der Sticker Sonderegger aus Sax (Rheinthal) festgestellt. Derselbe ist beim Abstieg vom Säntis abgestürzt. Zürich. Professor der Botanik an der hiesigen Universität. Dr. Arnold Dodel. hat aus Gesundheitsrücksichten seine Entlassung genommen. Hesterveich Flrrgarn. Wien. Sicherheitswachmann Kiesauer fand unterhalb der Stephaniebrücke die Leiche eines jungen Mädchens in der Donau. In den Taschen der Kleidungsstücke fand man ein auf den Namen Marie Kruncik, zu Lomnitz in Böhmen geboren, lautendes Dienstbotenbuch. Von der Kaiser Franz Josephbrücke sprang ein Mann in den Donaustrom und ertrank. Auf der Brücke hat er einen Zettel zurückgelassen, auf dem die Adresse stand: Alois Knörzinqer, Wiener - Neustadt, Herzog Leopoldstraße 35." A k t e n m a r k t. In Vornschloß kam ein großer Brand zum Ausbrum.
83 Gebäude sind zerstört. Mehrere
Kmder werden vermißt. Die Schzdenssumme übersteigt 300.000 Kronen. Die Entstehungsursache ist unbekannt. A i n e t. Eine gewaltige Feuersbrunst zerstörte 11 Wohnhäuser, 13 TtvHerhnufev vnb ä. I7?itfisn. B r e g e n z. Der zum Besuch hier weilende Hauptmann Doren von den Landesschützen fuhr mit einem Boot zum Baumle" auf den See hinaus, um zu baden. Kurze Zeit darauf fand man das Fahrzeug leer im See treiben. Im Boote lagen die Kleider des Hauptmanns, von ihm selbst fehlte jede Spur. Wie das Unglück entstand, weiß man nicht. Den Tod des Hauptmanns betrauern eine Wittwe und 4 kleine Kinder. Salzburg. Generalmajor des Ruhestandes Clemens Reichsfreiherr v. Preuschen von und zu Liebenstein ist hier im 62. Lebensiabre verschieden. Luxemburg. Fels. Auf der hier stattgefundenen Generalversammlung der Gemeindeeinnehmer des Landes wurde GindtGerard aus Wormeldingen mit großer Majorität zum Präsidenten des Ge-meinde-Einnehmervereins gewählt. Limpertsberg. Ein dem Unternehmer Mathias Lemmer zugehöriges und in der Baumbuschstraße gelegenes Wohnhaus ging durch Kauf zum Preise von 27.000 Francs in den Besitz der Eheleute Barthel-Merthes über. (5ine Tolstoi.Auckdote. Tolstoi empfängt bekanntlich sehr of Besuch und opfert der Unterhaltung mit allen möglichen Leuten, die zu ihm kommen, einen großen Theil seiner kostbaren Zeit. Als vor einer Reihe von Jahren ein Lustspiel Die Früchte der Aufklärung" seine Uraufführung erlebt hatte, kam ein reicher Moskauer Kaufmann zum Grafen. Dieser Mann spielte gern den Mäcen, seine Mittel erlaubten ihm das. Auch hielt er sich für einen Schriftsteller, obwohl seine literarische Thätigkeit nur darin bestand, daß er kurze Zeit für ein Moskauer BoulevardblattKunst- undBallkritiken schrieb. In Moskau wurde cr allgemein für den Helden des in Rußland viel aufgeführten Dramas aus dem modernen Leben der alten Sieoenhügelstadt Ein Gentlemangehalten, dessen Verfasser der Moskauer Hofschauspieler Jushin (Fürst Ksumbatowl ist. ochor empfing leinen i2)u nni gewohnter Liebenswürdigkeit. Der Besucher sprach eingehend und lange über das Stück. Er fühlte sich als berufener Kritiker, gestikulirte eifrig und sprach wohl eine Stunde lang. Der Graf hörte das lobende Urtheil seines Gastes schweigend an. Endlich machte jener eine Pause in seinem Redefchwall, die Tolstoi sofort benutzte, um ihn sehr höflich zu fragen: Entschul digen Sie, bitte, aber vielleicht nehme ich Ihnen die Zeit weg? Sie sagten ja selbst, Sie seien Schriftsteller. Folglich gehört Ihre Zeit nicht Ihnen allein, sondern auch Ihren Lesern." Ach nein. Lew Nikolajewitsch, ich bin ganz frei. Ich schreibe nur dann, wenn ich will. Ich bin in dieser Beziehung gar nicht gebunden, denn ich arbeite nicht um des Geldes willen." Ja gewiß." erwiderteTolstoi, aber ich beneide Sie doch." Warum können Sie es nicht ebenso machen wie ich?" fragte der Kaufmann. Jetzt eben kann ich es nicht. Schen Sie, wenn Sie z. V. meine UnterHaltung langweilen sollte, so würden Sie Ihre Mütze nehmen und nach Hause gehen. Aber ich kann nirgendshin weggehen." Warum denn nicht?" fragte erstaunt der Kritiker und Mäcen. Einfach deshalb, weil ich zu Hause bin. Ich kann doch nicht gut mein Haus verlassen." Nun erst verstand der redselige Gast den zarten Wink des Grafen und beeilte sich zu verabschieden. Die Probe. Frau: Ja. was schneidest du denn fortwährend Gesichter vor dem Spiegel?" Mann: Hat seinen Grund. Heute Abend wollen mir meine Freunde bei einer Surprise Partys ein Geschenk verehren und da studne ich mir eine überraschte Miene ein." Etwas Aehnliches. Sie wollen in meine Weinhandlung eintreten waren Sie denn schon 'mal in einem ähnlichen Geschäft?" Ja, bei einem Milchhändler." MilchHändler, das ist aber doch kein ähnliches Geschäft?" Ja, ich war dort bei der Pumpe angestellt." r Böser Ausgang eines Streites. Beim Kreuzen de.? Ohio-Flusses von Venwcod nach Bellaire, O.. wurden jüngst drei nicht zur Union g:hö:ige Maschinisen der Riverside TubZ Werke" von Strikcm verfolgt. Sie liefen längs des Ufers und einer der Flüchtlinge, der Engländer Fred. Williams, sprang auf ein Fährboot. das gerade Bellaire verlassen woll!?. Zwei seiner Verfolger, William Praii und Antljor.t) Holland, stürzten auf ihn los. um ihn zurück zu bringen, und in seiner Angst feuert? Williams seinen Revolver auf sie ab. Die Beiden packten den Engländer und unter ihrem Gewicht brach das Gitter zusammen und alle Drei stürzten in's Wasser. Nach einer Stunde entdeckte man Williams auf dem Fährboote, das er schwimmend erreicht hatte. Pratt un) Holland wcrren ertrunken.
ZlZkvöllunmgzzunahme dcr Knien. tmfang, SersZ,kedngen und Ursa6en der Vermehrung Kinderreiche Polen. Nach einer Statistik des CensusBureaus betrug die Bevölkerungszunähme in den Ber. Staaten, mit Ausnähme Alaskas und der neuen Besitzungen, in dem Jahrzehnt von 1890 bis 1900 13.046.860 Personen oder 20.7 Prozent. Nur ein einziges Land, nämlich Argentinien, zeigte ein schnelleres Wachsthum. Die Bevölkuungszunähme in der Union war drppelt'so stark, als die Durchschnittsziffer von Europa und Kanada, um ein Sechstel größer als die von Meriko und um ein Zehntel größer als die von Australien. Der Unterschied zwischen der Bevölt'erungszunahme in der östlichen und westlichen Hälfte des Landes war weit geringer, als in der vorausgegangenen Dekade. Die größte Zunahme war in dem westlichen Theile, die niedrigste in dem nördlichen Central-Theile. und zwar fiel die größte Zunahme auf die Rockn Mountain-Staatengruppe, die niedrigste auf die nördlichen südatlantischen Staaten. In der Dekade von 1890 bis 1900 zeigten zum ersten Male in der Geschichte der Ber. Staaten die südlichen Staaten ein schnelleres Wachsthum als die nördlichen; wenngleich östlich vom Mississippi die nördlichen Staaten als eine Gruppe ein etwas schnelleres Wachsthum als die südlichen Staaten zeigen, so haben westlich vom Mississippi die südlichen Staaten sich in der Einwohnerzahl 2jj? Mal so schnell als die nördlichen Staa" tcn vermehrt. In der Region westlich vom Mississippi war die Entwicklung noch eine schnellere, als östlich von dem Strom, aber der Unterschied in der Rate der Bevölkerungszunahme zwischen den beiden Regionen in der Dekade 1890 bis 1900 betrug wenig mehr als ein Fünftel von der in den Jahren 1880 bis 1890. Die Region östlich vom Mississippi nahm in der letzten Dekade schneller zu, als in der vorausgegangenen, während die Region westlich von dem Strom in der letzten Dekade sich nur um wenig mehr als halb so schnell entwickelte. Aus dieser zunehmenden Entwicklung des Ostens und abnehmenden Entwicklung dec Westens wird der Schluß gezogen, daß der Zug nach dem Westen in der Abnahme begriffen ist. Die Rate der Bevölkerungszu-
nähme im Norden und Süden blieb sich beinahe während der letzten 20 Jahre gleich. In dem Charakter dieser Zunähme unterscheiden sich die beiden Ncgionen aber bedeutend von einander, indem die Entwicklung verhältnißmäßig im ganzen Süden gleichmäßig war, wahrend im Norden eine schwache Zunähme auf dem Lande durch eine bedeutender? in den Städten aufgewogen wurde. Ausgedehnte, aber spärlich besiedelte Gebiete in den westlichen Tl.eilen von Kansas. Nebraska und South Dakota zeigten eine Abnahme der Bevölkerung während der letzten zehn Jahre, eine Erscheinung, welche mit der Zunahme der Bevölkerung m vielen landwirtschaftlichen Countles von Iowa. Illinois und den anstoßenden Staaten während der letzten Dekade in Verbindung gebracht wird, nachdem die Bevölkerung sich wahrend der vorauf gehenden zehn Jahre verringert battc. In der Zeit von 1890 bis 1900 betrug die prozentuelle Zunahme der Bevolkerung aller Städte von mindestens 2500 Einwohnern nur etwa zwei Drittel der Zunahme wahrend der voraufgegangenen Dekade, nämlich 35.6 Prozent gegen 53.8 Prozent. Die Zunahme der Bevölkerung, welche außerhalb solcher Städte wohnt, blieb sich während bei der Dekaden nahezu gleich, nämlich 12.4 in der ersten und 12.9 in der zweiten. Die außerordentlich starke Vermehrung der Bevölkerung in der Union ist natürlich im Wesentlichen der immensen Einwanderung zuzuschreiben. Man hat auch die Beobachtung g?macht, daß im Allgemeinen der Kinderreichthum unter den cingewanderten Familien und der zweiten Generation Eingewandert arößer ist. als der der eigentlichen Aankce"-Bevölkerung. In Äussalo. N. Y.. das eine starke polnisch Bevölkerung hat. war vor zwei Iah ren die Zahl der von polnischen Müttern geborenen Kinder größer, als die jahl der aus allen anderen Bevolkerungsklassen angemeldeten Geburten, und dabei bilden die Polen noch kaum ein Viertel der Bevölkerung der Stadt. Auch die deutsch-amerlkanischen Familien erfreuen sich meist eines größeren Kindersegens, und es ist in den hierländischen deutschen Stadttheilen und Ansiedelungen noch gerade so wie voc beinahe vier Jahrhunderten, als der alte Schulmeister Sebastian Franck in sein Tagebuch einschrieb: Deutschland ist über und über voll Kinder, besonders in Schwaben." Der Bodenreichthum und die Lebensbedingungen in Amerika begünstigen eine starke BeVölkerungsvermehrung. iX u h n e V e r a st e i a e r. Eine Dame Namens Annie Pcck von New Aorr hat kürzlich m Begleitung von Dr. W. G. Tight, Präsident der Universstät von New Meriko. und zweier Führer, den Bergriesen Sorato, den höchsten Gipfel in Bollvia und einer der höchsten. Berge in der Andes-Kette von Südamerika, erstieaen. Die New Forkerin ist die Erste, welche die - i-! j t'.r.a os r. .l vafigen uitci3 eignenen erreicjx yai. Der Sorato erbebt sich am Nordosiufer deö Titicaca-Sees zu 21.945 Fuß Aöhe, 8910 Fuß über der umgebenden ßoanioffe.
Mätzigkeitöbestredunge in Deutschland. Die Deutschen sind immer ein trinkfrohes Volk gewesen und dieZahl ihrer Lieder, welche den Wein und den Gerstensaft pcetisch verklären, ist groß. Selbst so fromme Leute, wie der nachmalige Kultusminister Mühler und Emanuel Geibel haben Lieder verfaßt, wie das bekannte ..Grad' aus dem
Wirthshaus komm' ich heraus" und das von dem lustigen cunranlen , der am Niel spazierte, wo cr durch sein Spiel die Krokodile veranlaßte mehrere Pyramiden umzutanzen. Von Victor Scheffel und anderen mehr weltlich gesinnten Dichtern gar nicht zu reden. Schon die Römer sollen von der Leistungsfähigkeit der Deutschen im Trinken einen hohen Begriff gehabt haben und die Chroniken des Mittel alters. sowie die der neueren Zeit melden uns, daß bei geselligen Zusammenkünften oft in der unmäßigsten Weise gezecht wurde. So mancher Gesandte erreichte an den Höfen und bei den Rathsherrn Deutschlands durch seine Trinkfestigkeit mehr, als durch seine staatsmännischen Fähigkeiten. Er trank seine Rivalen unter den Tisch und erzielte alsdann von den umnebelten Machthabern werthvolle Zugestände nisse. Daß in unserem Vaterlande das Trinken oft in Saufen ausartete, kann nicht geleugnet werden und wenn auch die Zecherei in jüngster Zeit erheblich nachgelassen hat, so muß doch ohne Weiteres zugegeben werden, daß sie immer noch oft genug über das hinaus geht, was man als harmlosen Lebensgenuß gelten lassen soll. Das wird auch in weiten Kreisen Deutschlands anerkannt. Namentlich bei den Studenten richtet der sogenannte Trink - Comment . , itn tn..s rri. nocy viel unyeu an. cr cuucc ?iu dio darf nicht trinken, so viel er mag und vertragen kann; er muß eine festgesetzte Menge Bier oder Wein zu sich nehmen, gleichviel, welche Folgen das hat. Manchem hat das die Gesundheit untergraben und bei Anderen die Gewobnbeit beranaebildet. viele Frühschoppen" zu sich zu nehmen und dem Suff" zu stöhnen. Viele zu yoyen Soffnunaen berechtigenden zungen Leute sind dadurch zu Grunde gi gangen. In Folge dieser und anderer Thai sachen haben sich im Reiche Mäßig keitsvereine aebildet. welche dem über mäßigen Trinken entgegen wirken. Neben Deniemaen. welche gänzlich Enthaltsamkeit vom Genuß geistiger Getränke predigen, fordern Andere nur Mäßiakeit. Letztere verwerfen durchaus nicht den Genuß von Bier und Wem, sie befürworten nur, dan sich Niemand vetrrnken soll und fordern die Mitwirkung der Behörden für ihre Bestrebungen. Die Reichsregierung will einen Gesetzentwurf dem Reichstage vorlegen, welcher den Wirthen es zur Pflicht macht, auch nicht berauschende Getränke zu haltm. wie Limonade, Milch. Kaffee und Thee. Den Wirthen soll ferner verboten werden, ihren Kunden Kredit zu geben, so daß diese weiter trinken können; auch wenn sie kein Geld mehr haben und die Zahl der Kellnerinnen soll beschränkt werden. Ja, die Reichsregierung ist noch einen Schritt weiter gegangen' im Sinne unserer Prohibitionisten. Sie hat versuchsweise auf einigen Kriegsschiffen den Ausschank berauschender Getränke ganz eingestellt und die Seeleute erhalten nur noch Limonade und ähnliche Soft Drinks". Ueber das Ergebniß dieser gänzlichen Enthaltsamkeit erzwingenden Versuche ist noch nichts bekannt geworden. Auch der Graf Haeseler, welcher das in Lothringen liegende Armee-Korps befehligte und neuerdings verabschiedet wurde, begünstigte dieEnthaltsamkeitsBestrebungen. Die Mäßigkeits-Bewe-gung genügte ihm nicht. Das Saufen ist eben so vom Uebel, wie jede andere Unmäßigkeit. Viele schädigen sich durch zu vieles Trinken; Andere dadurch, daß sie zu viel essen, oder zu viel Geld für Hauseinrichtungen. Gastmähler, Kleider und Putz ausgeben. Man kann sogar zu viel Brod essen und zu viel Wasser trinken. Alle auf vernünftiges Maßhalten gerichteten Bestrebungen verdienen die Unterstützung wohlmeinender Menschen. Mit Gesetzen wird aber in dieser Hinsicht fast gar nichts erreicht. Das beweisen die vergeblichen gegen übermäßigen Aufwand gerichteten Besiimmungen im Mittelalter und nicht minder die sogenannten Prohibitionsgesetze in manchen Staaten unserer Union. Das Saufen wurde dadurch nicht beseitigt, sondern der stille Suff" gefördert und das Uebel vermehrt. Nur Erziehung und gutes Beispiel können der Unmäßigkeit in der Lebensführung steuern. Wer das angesichts so vieler vorliegender Thatsachen nicht erkennt, der ist mit geistiger Blindkeit aeschlagen. Netl en nach dem Nordkap werden jetzt auch von Stockholm aus mit einem Eilzuge gemacht. In kurzer Zeit sind 36.000 Stück AnsichtsPostkarten von dort versandt worden. Im Habichtwalde bei Osnabrück sind Funde aus der Römerzeit gemacht worden, aus denen man schließt, daß dort der Schauplatz des zweiten VaruS-Lagers bei der Schlacht im Teutoburaer Walde zu suchen sei.
t Inland 4. i Tödtlicher R a t t e n b i ß. In Cambiia. Wis.. starb dieser Toae David G. Willems. Mitglied der letzten Staatslegislatur, 5er vor einigen Wochen vsn eine? Ratte gebissen wurde, in Folge des Bisses an Blutvergiftung. Willems war ein Veteran des Bürgerkriegcs. Vor Freude gestorben. In San Juan. Porto Rico, ist Jose Morrcro. ein assotzfreier Patient der Aussatz-Kolonie, welcher jüngst in Freiheit gesetzt worden war, einem Herzleiden erlegen, welches durch Freude über seine Freilassung verursacht worden war. Lebendig begraben. Der 26jährige Arbeiter Thos. Carpenter erlitt unlängst in einer Sandgrube in Le Mars, Ja., einen schrecklichen Tod. Eine Unmasse losen Sandes fiel auf ihn und begrub ihn, ehe er entrinnen konnte. Carpenter wurde von einem seiner Mitarbeiter in 15 Minuten ausgegraben, war aber schon todt als der Kamerad ihn fand. Vom Sohne ausgelief e r t wurde jüngst in Honolulu. Hawai, ein gewisser E. M. Jones, der seine geschiedene Frau und deren Mutter erschossen hatte. Nach der Tbat flüchtete sich der Toppelmörder in die Berge, suchte aber dann, halb verhungert und erschöpft, in dem Hause seines Sohnes Zuflucht. Er wurde von diescm an die Polizei übergeben. Im Wald verirrt. Ter Farmer Georg Smith, in der Nahe von Winton, Minn.. ging vor Kurzem allein in den Wald.um Beerei zu suchen. Er kam nicht- nach Hause und eine Anzahl Nachbarn machten sich endlich auf die Suche. Sie fanden den Mann in einer sehr kritischen Lage; er hatte seinen Weg verloren und war bereits mehrere Tage ohne Nahrung geWesen. Von Wölfen angefallen. In der Nähe von Berlin. Wis.. wurde unlängst der elf Jahre alte Sohn des Farmers Louis Schroeber, während er das Vieh seines Vaters hütete, von vier Wölfen angegriffen. Der Junge führte seinen Hund, als plötzlich die Wölfe aus dem Walde auf ihn und den Hund zusprangen. Er wurde im Gesicht und an der linken Schulter gebissen und zerkratzt und auch der Hund wurde schlimm zugerichtet. Das Hilfcgeschrci des Knaben wurde von einem vorüöerfahrenden Kutscher gehört, welcher die Wölfe verscheuchte. Elektrokutionirt. W'ährend eines Sturmes war auf der Farm von John Galey in Windy Ghoul. Pa., neulich ein Baum umgestürzt und in eine Schlucht gefallen, durch die d , Leitungen der Bearer Electric Powe. Co. führen. Die Drahtleitung wurde mitgerijjen, blieb aber mit Elektrizität geladen. Als. nun dieser Tage Ernst Bowen die Stelle passirte, sah er dort seinen 16jährigen Bruder Omen im Todeskampf in den Drähten liegen. Ernst wollte seinen Bruder retten, erhielt aber selbst einen Schlag und rief einen farbigen Arbeiter zu Hilfe, der bei dem gleichen Versuche durch einen elektrischen Schlag getödtet wurde. Als der Junge schließlich aus dem Drahtnetz gezoaen wurde, war er ebenfalls todt. Frecher Banditen st reich. Unlängst Morgens tauchten sechs bis an die Zähne bewaffnete Vriganten auf dem Bahnhöfe zu Rock Island, Kas., auf und waren im Begriff, in das dortige Bureau einzudringen, als sie vom Kondukteur eines eben cingetroffenen Frachtzuges und dem Gepäckmeister bemerkt wurden. Diese versuchten, die Thür des Bureaus zu verrammeln, doch die Räuber erzwängen sich den Eintritt, beraubten die beiden Männer ihrer Werthsachen und hieben auf sie ein. bis sie bewußtlos niedersanken. Dann raubten sie das Bureau aus, begaben sich darauf in den Speisesaal des Bahnhofes, plünderten die dort befindlichen Personen aus und eigneten sich den Inhalt des Zahl-Rcgisters an. Dann sperrten sie. noch sechs Angestellte der Rock Jsland-Vahn in einen Refri-gerator-Wagen. worauf sie sich unbchelligt aus dem Staube machten. I n d er Porzellan manuf a k t u r von Sevres, Frankreich, wurde neuerdings ein interessanter Versuch gemacht. Man legte dort nämlich die letzte Hand an ein Denkmal für den während des Madagaskar-Feld-zugs gestorbenen Obersten Gillcn. das ganz aus polychromem Steingut hergestellt war. Büste wie Sockel sollen ganz vorzüglich gelungen sein, und man nimmt an, daß dieser Versuch für Standbilder, die nicht viel kosten sollen, Nachahmung finden wird. Die Kunst des Heum a ch e n s scheint dem Orient noch ganz vor Kurzem fremd gewesen zu sein. Man kannte dort noch bis vor wenigen Jahrzehnten nur natürliche Weiden, daher kam es auch, daß da3 Land man denke an Arabien und Persien! nur eine ganz verstreute Bevölkerung auszuweisen hatte. Flecken aus weißem Atlas zu entfernen. Man tauche reine, weiße Watte in erwärmten Spiritus und reibe damit die befleckte Stelle. Es ist erstaunlich, wie rasch der Fleck verschwindet. Auf diese Weise kann man beschmutzte helle Atlasschuhe wie neu ''stellen.
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