Indiana Tribüne, Volume 27, Number 23, Indianapolis, Marion County, 18 September 1903 — Page 3

Jndiana Tribüne, 18. September 1903.

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Gemeinsame

Ausbeutung des Publikums durch Arbeiter und Besitzer. Also empfahl ein Vertreter der Kohlengraber in Kansas City. Zahlreiche Schiffe bei den heftigen Stürmen gestrandet. Auch Verlust.Liste von Leben bedeu tend erhöht. Präs. Noosevelt auf dem Schlacht' selbe von Antietam. Chinesischer Gesanvter protestirt ge gen Gewaltthaten. Mörder Jett soll zu einem Gestand' nisse geneigt sein. Ein schönerPlan. KansaS City, 17. Sept. James Mooney, Mitglied der Natio. nalbehörde der Ver. Grubenarbeiter von Amerika, regte auf der heutigen Conferenz mit den Grubenbesitzern an, daß sich die Arbeiter und Zechenbesitzer in dieser Gegend zur Erhöhung der Kohlenpreise verbinden Isollten, um den Besitzern guten Gewinn und den Arbeitern hohe Löhne zu sichern, ohne Rücksicht aus die Kosten der Kohlen für das consumirende Publikum. Mitchell wies den Vorschlag sofort scharf zurück. VieleSchiffSunfälle. Aamrariscotta, Me., 17. Sept. 15 Leute verloren ihr Leben in dem heftigen Sturm, der Nacht an der Küste wüthete. Der Makrelen-Schov' ner Edmunds lief auf Pemquid Point auf und zersmetterte an den Felsen. Von den 16 Mann des Schiffes kamen 14 um. An demselben Platze ging der Schooner Sadie & Lilian, von Pro spect, Me., unter, der Capitän ertrank, während die 2 Leute der Bemannung gerettet wurden. Norfolk, Va., 17. Sept. Das Torpedoboot Lawrence" traf beschädigt hier ein; im Maschinenraum und in den OssulerS-Quartieren stand das Waffer einen Fuß tief. Niemand an Bord lst verloren, aber die Brücke wurde weggespült. New York, 17. Sept. Einlau sende Schiffe melden schlimme Erlebniffe während deS Sturmes auf hoher See. TerClyde Linie Dampfer Chero kee" von San Domingo, befand sich die ganze Reise von Turks Island 'in dem Sturm, dessen Gewalt im Golsstrom furchtbar war. Schiffe aus Trinidad und Grenada hatten ähnliche Ersah rungen. Die Todtenliste des gestrigen Sturmes wurde heute beim Einlaufen der Fulton Markt Fischerflotle vergrößert. Ein Schooner-Capitän aus New London wurde nebst 2 Matrosen über Bord gespült und ertrank; von einem andern Schooner werden der Capitän und ein Matrose vermißt. Verschiedene der gestrigen Verletzten starben im Hospital. Philadelphia, 17. Sept. Am Delaware Wellenbrecher wüthet heute ein ' furchtbarer Sturm. Eine Reihe von Schiffen trafen beschädigt ein. New H a v e n, Conn., 17. Sept. Eine verspätete, heute Abend aus WestPort eingegangene Botschaft besagt, daß gestern Nacht ein großer Drei master auf die Felsen bei Dry Reef auflief. Als man da Schiff zuletzt sah, ergossen sich die Wogen über dasselbe und 5 Leute hielten sich am Tauwerk fest. Hilfe durch ein Rettungsboot war bei der tobenden See vorerst unmöglich. Auf dem Schlachtfeld von A n t i e t a m. Sharpsburg, Md., 17. Sept. DaS schöne Denkmal, welches der Staat New Jersey auf dem historischen Schlachtselde von Antietam seinen bei dem Kampfe gefallenen Bürgern errichtet, wurde heute in Gegenwart des Präsidenten der Ver. Staaten und des Gouverneurs Murphy von New Jersey eingeweiht. Kurz nach Ankunft des Präsidentenzugs langten Special-Züge mit gegen 1000 New Jersey-Veteranen des Bürgerkrieges an. Der Präsident hatte sich während der Fahrt von Jersey City mehrfach dem Publikum gezeigt. In Hagerstown, Maryland, hielt er an einige Hundert Leute eine Ansprache. Um 10 Uhr verließen der Präsident und der Gouverneur, in Begleitung der Senatoren Keane und Dryden, die Station Sharpsburg nach der berühm-

ten alten Dunkard-Kirche aur dem Schtachtfelde von Antietam. Die Herren wurden sodann durch VeteranenBrigaden nach dem Denkmale geleitet. das Gouverneur Murphy im Namen seines Staates übernahm. Präsident Noosevelt erhob sich dann zu einer Ansprache, in der er das Monument im Namen der Bundesregierung übernahm. Während der Rede des Präsidenten fiel der Regen in Strömen. Bald nach der Feier kehrten der Präsident, der Gouverneur und ihre Gesellschaft nach dem Zuge zurück. Ausschreitungen gegen Chinesen. Washington, 19. Sept. Der chinesische Gesandte legte heute dem Staats-Departement eine Depesche des chinesischen GeneralConsuls in San Francisco vor, die einen Angriff aus Chinesen in Tonopah, Tenn, in der gestrigen Nacht beschreibt. Die dortige Arbeiter - Gewerkschaft jagte alle Chinesen davon; etwa 8 wur den schwer verletzt und ein alter Mann beinahe getödtet. 5 Chinesen werden vermißt und der Gesandte verlangt Schutz. Hilfssecretär Adee bat den Gouver-

neur von Tenn. telegraphisch um An ordnung einer Untersuchung und jedmöglichen Schutz für die Chinesen Tonopah's. Prozeß Jett. Cynthiana, Ky., 17. Sept. Im Prozesse gegen CurtiS Jett wegen Ermordung von James Cockrell begann heute die Vernehmung der Belastungs zeugen. Thos. Cockrell, der Bruder des Ermordeten, machte die sensationelle Mittheilung, daß Jett's Mutter ihm gesagt habe, ihr Sohn sei zu einem vollen Geständniß bereit, falls er hierdurch vom Galgen gerettet würde. Vier Augenzeugen, welche dieStaats anwaltschast vorsührte, erregten großes Aufsehen; die größte Sensation aber spielte sich außerhalb deS Gerichtkzim mers ab durch die schon erwähnten Erklärungen von Frau Hagins, der Mutter von Jett. In Kurzem bietet Jett durch seine Mutter ein Geständniß an, durch das andere in die Mordthaten von Breathitt County verwickelt würden. Während im Marcum-Prozeß 6 Anwälte vorhanden waren, ist die Vertheidigung hier zunächst aus einen Anwalt beschränkt. Frostschaden. Lincoln, Nebr., 17. Sept. Im östlichen Theile deS Staats beugte ge stern Nacht starke Bewölkung dem Frost vor. Im äußersten Westen und Nordwesten verursachte jedoch der Frost weiteren namhaften Schaden. Das Wetter ist fortgesetzt kalt. K a n s a s City, 17. Sept. In Kansas fiel gestern, ausgenommen im äußersten Osten, allgemein Schnee. Im Westen ging die Temperatur auf 29 Grad herab. Missouri hatte nur Frost im südwestlichen Theil. Des M o i n e s , 17. Sept. Die Maisernte von Mittel-Jowa wurde ge stern Nacht abermals durch dichte Be wölkung vor Frost bewahrt. S t. P u u l , 17. Septbr. In Nord und Süd'Dakota war der Frost der gestrigen Nacht leichter als der vorhergehende und dem Mais wurde nur geringer weiterer Schaden zugefügt. K a n s a s C i t y, Mo.. 17. Sept. Um 11 Uhr Nachts sind die-Verhältnisse in Kansas so ziemlich dieselben wie gestern, wo Frost kam. Der Himmel ist klar und der Wind kommt vom Norden. In Ost Missouri ist der Himmel klar und die Verhältnisse ähnlich wie gestern, wo der Frost nur leicht war. Anklagen in der Post. Untersuchung. Washington, 17. Sept. Die Bundes'Grandjury erhob heute 3 An klagen in der Postamts-Untersuchung. 2 Personen, die eine doppelt, sind an geklagt. Die Namen sind nicht ange geben. Helfershelfer von Ames. I a n e s v i l l e, WiS., 17. Sept. Der ehemalige Polizei-Capitän Hill unter Bürgermeister Ames von MinneapoliS wurde hier verhaftet. MinneapoliS, 17. Sept. Wie es heißt, erfolgte die Verhaftung auf Grund einer Grandjury-Anklage wegen Betheiligung an dem Beute System der AmeS-Verwaltung. Hill war ein Haupt.Vertrauensmann von AmeS. S ch n e e f a l l. Detroit, Mich., 17. Septbr. Nach einer Depesche an die News" aus Kalamazoo, Mich.;, siel heute Mittag der erste Schnee.

Gegenseitige Toleranz. Zur Zeit deS heißen Kampfes gegen

das Edwards-Gesetz in Illinois und gegen das Lennctt-Gesetz in Wisconsin kämpften in beiden Staaten deutsche Prclrstantcn und deutsche Katholiken einträchtig und einmüthig für deutsche Elternrechte. c'yt zeigen sich da und dort ähnlche Anwandlungen gegenseitiger Toleranz und zwar auch unter Nicht-Deutschen. So hzt kürzlich der Bischof Abraham Grant vom vierten Bezirk der bischöflichen Methodisten - Kirche, welcher die Staaten Jndiana. Illinois. Iowa. Nord- und Süd-Dakota und die canadische Provinz Ontario umfaßt, an den dem Benedikhner-Orden angehangen katyollschen Priester Thomas Burk zu Seneca in Kansas eine Zuschrift gerichtet folgenden Inhalts: Er habe die Bewegung der Vereinigung katholischer WesellschQften genau beobachtet, er erkenne die auf deren letzter Convention in Atlantic City gefaßten Beschlüsse zerne an und erblicke in der katholischen Kirche eine Freundin der Menschheit ohne Unterschied der Nationalität und Rasse; Pater Burk möge dies dem kathollschen Bischof McFaul in Newark und den anderen Gründern der Verbindung katholischer Vereine mitthei len; die Bischöfe der bischöflichen Me-tyodisten-Klrche wünschten betreffs der Losung der Schulfrage mit dem katholisckieii Verbands zusammen zu arbci' ten.und wenn letzterer zustimme, einen Dclegaten zur nächsten in Detroit stattfindenden Convention des katholischen Verbandes zu schicken, um eine gegenseitige Verbindung behufsVerbesserung unserer sich auf die Schulfrage beie heudenwatsgesetze herzustellen. Was könne nun noch hindernd im Wege ste hcn, wenn alle christlichen Confessionen einstimmig eine christliche Erzie hung verlailgen? Der katholische Priester Burk weist in dem Schreiben, worin er diese Zuschrift des Methodisten - Bischofs Graut den besagten katholischen Bi schöfen mittheilt, besonders aus den gewaltigen Einfluß hin, den die bischöfliche Methodistenkirche auf die Neger dieses Landes und deren Civilisirung ausübe; er betont, daß die afrikanische Methodistenkirche dieses Landes 700.000Mitglieder zähle, daß 375.000 Kinder deren ?onntagsschulen besuchen und daß 13 Bischöfe und 6200 Prediger diesen afrikanisch-amerikani-schen Kirchen vorstehen. In diesem Zusammenhange ist auch einer Erklärung des gut Protestant! schen, treu zur resormirten evangelischen Kirche haltenden Präsidenten Noosevelt zu gedenken. Er schrieb an die Leiter der oben erwähnten katholischen Convention des katholischen Verbandes: Von Herzen sei er einverstanden mit dessen Arbeit; es sei ihm wohlbekannt, was derselbe leiste zur Besserung sozialerVerhältnisse, nicht allein der Katholiken, sondern unseres ganzen Volkes, im Bestreben nach Hebung der Moral, besonders in dem inneren Familienleben .auf welchem das Wohl unseres gesammten Gemeinwesens beruhe; er wünsche dem Verband Erfolg und beglückwünsche ihn zu dem, was derselbe in der Vergangenheit bewerkstelligt habe. Ein Beispiel von Toleranz hat sich kürzlich auch bei der Einweihung des neuen Tempels der jüdischen Gemeinde Chefra Kadishz Talmud Thora in New Jork ereignet, indem dabei ein sehr eifriger Katholik, der Staatssenator Victor Dowling eine herzliche Glückwunschrede in der Synagoge hielt. Taö Tcnkmal am Lake George. Am schönen Lake George im Staat New York ist jetzt, wie bereits kurz telegraphisch gemeldet wurde, ein Denkmal enthüllt worden. Dasselbe gilt amerikanischer Tapferkeit aus der Zeit vor dem Unabhängigkeitskampfe, als die Kolonien noch treu zu England gegen Frankreich hielten. in demselben Kriege, in welchem sich der jugendliche George Washington so sehr auszeichnete. Das Denkmal am Lake George verherrlicht den entscheidenden Sieg, welchen am 8. September 1855 die vereinigten amerikanischen Colonial- und br'itischen Truppen unker Kommando von Generalmajor William Johnson und dem Indianerhäuptling King Hendrick über die vereinten franz'ösischen und Indianer-Truppen unter Befehl des Baron Dieskau, errungen haben. Gen. Johnson, von Geburt ein Engländer, aber schon für die damalige Zeit ganz amerikanisirt, machte durch diesen Sieg wieder gut. was der eigensinnige und die weisen Rathschläge Washington's mißachtende englische General Braddock durch seine vernichtende Niederlage am Monongahela verdorben hatte. Das Denkmal, welches von der Society o Colonial Wars gestiftet und unter stattlicher Mitwirkung von Bun-des-und New Jorker Staats-Trup-pen und in Gegenwart einer Menge Zuschauer aus mehreren Staaten am 14$. Jahrestage der Schlacht von Lake George enthüllt ward, ist von dem Bildhauer Albert Weinen" aus New York hergestellt. Es stellt den Jndiauerhäuptling Hendrick dar. wie er dem englischen General Johnson, der die Spracke der Mohawk - Indianer verstand , weisen Rath giebt, seine Streitkräfte tu Korps' zu theilen. Bekanntlich fiel der tapfere IndianerHäuptling in der Schlacht. Er war, als cr den Heldentod starb, fünfund siebzig Jahre alt.

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? Hulö, fiof und Knd -!:-:-:-:-! : :-!. Mittel gegen Feuchtigk e i t im Schlaf- oder Krankenzimmer. Man stelle ein Gefäß mit Salz unter die Betten. Dasselbe zieht alle Feuchtigkeit aus der Luft und den Wänden an sich, läßt sich immer wieder trocknen und von Neuem anwenden. Behandlung der Frottirhandtücher. Nach der Wäsche schnell getrocknet, nicht gerollt und nicht geplättet, sondern nur glatt gezogen. Die Wringmaschine wende man bei diesem Gewebe nicht an, winde dasselbe auch mit der Hand nur ganz leicht aus. Tauben- und EntenFülle. Die Lebern, werden recht fein gewiegt, auch die Herzen, schaumig gerührte Butter und mit Wasser geweichte Semmel und eine Prise Salz und geriebener Muskatnuß, gut untermengt. Nach Belieben, auch etwas versüßt; auch ganz wenig Thymian daran gegeben. Arme Ritter. Man reibe von Semmeln die Ninde ab und schneide sie dann in Scheiben; zerrühre drei Eier mit einem Eßlöffel Zucker und einem Pint Milch und etwas Zimmt, lege die Schnitten hinein und lasse sie weichen. Tauche sie hierauf in Ei, drehe sie in der abgeriebenen Rinde, backe sie in heißer Butter und bestreue sie mit Zucker und Zimmt. Leder zu vergolden. Um Leder zu vergolden, feuchtet man es mittelst eines Schwammes an und spannt es mit Nägeln auf ein Brett. Wenn es trocken ist, erhält es einen Strich mit starker Hausenblaselösung, hierauf einen mit geschlagenem und abgestandenem Eiweiß.. Auf diesen legt man Blattsilber mit dem Pinsel leicht auf und drückt es mit Watte an. Nach dem Trocknen bekommt es einen Anstrich von gelbem Lackfirniß, wodurch ein schöner Goldglanz erzielt wird. Gebratener Käse. Weißen, recht trocken ausgepreßten Käse (Quark) läßt man an einem warmen Orte gut zugedeckt so lange stehen, bis er zerlaufen ist und eine glasartige Masse bildet. Ist dies geschehen, zerläßt man in einer Kasserolle ein Stück Butter und streut Kümmelkörner hinein. Den nach Belieben gesalzenen Käse gibt man nun hinzu und läßt ihn unter anhaltendem Rühren gut durchbraten. Nach dem Erkalten wird er entweder in Scheiben geschnitten servirt oder in einem tiefen Gefäß mit der Zlaseglocke bedeckt, aufgetragen. Letz teres ist vorzuziehen, da der Käse dann mcht austrocknet und langer schmack haft bleibt. O st preußische Apfelkl ö ß e. Gute Aepfel werden geschält, in Sckeibchen oder Würfel geschnitten, mit Zucker und etwas abgeriebener Citrone bestreut, worauf man sie zum Durchziehen stehen läßt. Auf einen Suppenteller Aepfel gibt man eine reichliche Tasse Milch, vier Eier, einige gehackte Mandeln, em wenig Salz und so viel Mehl, oder auch geriebene Sem mel, daß ein guter Teig entsteht. Dann sticht man zunächst einen Probekloß ab und, wenn derselbe gut ausgefallen ist. thut man die Masse löffelweise rn daS siedende Wasser und läßt die Klöße gar werden. Sie kommen, mit Zucker und Zimmt bestreut und mit zerlassener gelber Butter Übergossen, auf den Tisch. Frikandeau von Kalb. Man theilt eine Kalbskeule durch sorgfältiges Trennen (nicht schneiden!) in ihre sieben Muskeln und verwendet ent weder alle oder nur die größeren Nüsse" zu dem nachstehenden Frikan deau. Dieselben werden fein gehäutet und dann mit sehr langen und feinen Speckstreifen wie Hasen gespickt. Jetzt bringt man diese Frikandeaus m einer flachen Bratpfanne mit reichlich roher Butter auf eine glühende Platte und bratet sie unter fortgesetztem Begießen, ohne Wasser zu verwenden, in 20 bis 30 Minuten gar, aber immer noch rosa. Die Sauce rührt man mit ein wenig in Wasser zerquirltem Kartoffelmehl an und reicht die Frnandeaus mit jungem Gemüse und Kartoffeln als erstes Gericht oder auch als Braten mit Kompott und Salat. Beim Ze: schneiden wird ein jedes Frikandeau wieder in seine eigene Form gebracht. Jede Art von Pilzen können mit den Frikandeaus gebraten oder dazu extra gereicht werden. Schöne Stärkewäsche. Die meisten Herren sind große Lieb haber von recht steifer und schön gebügelter Stärkewäsche; auch gereicht eine gut gelungene Stärkewäsche der Büglerin, sei es, daß sie. diesen Erwerbszweig treibt oder für den eigenen Haushalt bügelt, zur Ehre und führt ersterer immer mehr Kundschaft zu. Man er zielt besonders steife Wäsche, wenn man der Starke etwas gereinigten Borax zufügt, je mehr, umso steifer wird die Wäsche. Dabei wollen wir jedoch nicht die Thatsache verhehlen, daß durch allzusteifes Stärken die Wäsche nothleidet, indem die Baumwoll- und Leinensioffe hiervon leicht brechen. Der Stärkewäsche wird der so beliebte schöne Glanz verliehen, wenn man der Starke beim Kochen etwas weißes Wachs zusetzt. Dasselbe wird in die kochende Starke mtt einem Messer ge schabt und muß gut mit derselben verrührt werden, bis es ganz vergangen ist, auf daß es sich gleichmäßig mit der Starke verewigt.

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