Indiana Tribüne, Volume 27, Number 21, Indianapolis, Marion County, 16 September 1903 — Page 3
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Bcvcl's Rede
Im Partei - Tag zu Dresden. Eine glänzende Ntchtfcrtigung deö greifen Führers. VuS der Türkei. Bulgarien mobilisirt die Reserven. Vorttellungen der Botschafter. Die Alaöka'Grcnze. Teutschland. Bebels Antwort. Dresden, 15. Septbr. DaZ Hauptinteresse auf dem socialistischen Parteitag nahm die dreistündige Rede des Herrn Bebel über Partci'Prmcipien in Anspruch. In wuchtigster Wnse erklärte Herr Bebel die Richtung, in wel cher die Revisionisten und Jntellektuellen die Partei führen wollen. Während die Massen in heißer Entrüstung über die Aufführung und die Schriften der Gelehrten und Journalisten entbrennen, welche von persönlichen Interessen geleitet sich an die Spike der Partei stellen und ganz die Fühlung mit dem Proletariat verloren haben, versuchten diese Herren alte bewährte Führer zu verdächtigen", sagte der greise Führer. Dann näher auf die gegen ihn gemachten Angrisse eingehend, erregte er die Versammlung zum Siedepunkt des Enthusiasmus, indem er erklärte, daß sein Einfluß auf seine Ehrlichkeit zurückzusührcn sei. In den 50 Jahren meiner socialistischen Bestrebungen", sagte Bebel, habe ich viele Fehler gemacht, aber mein bit terster Gegner vermochte nicht, Zweifel an meiner Ehrenhaftigkeit oder Verläßlichkeit wachzurufen." Weiter erklärte Bebel, daß die Akademiker, deren unehrenhafte Zeitungsar tikel die Prinzipien der Partei verrathen hätten, ein KrebSschade der Bewegung wären, der ausgeschnitten werden müsse. Die Akademiker müßten beden ken, daß die socialdemokratische Partei nicht wie die deutsche Armee von Generälen befehligt werde; ihre Leiter wären nur die Diener der Partei. Herr Askew, ein britischer Delegat, erklärte, daß die Massen ungehalten darüber wären, daß die Revisionisten einen socialdemokratischen Vice-Präsi denten für den Reichstag verlangten. Die Massen hätten die Revisionisten niemals verstanden. Witte's Ankunft. Berlin, 15. September. Nach dem Tageblatt" ist Herr Witte. Prä. sioent des russischen Ministerrathes, aus Paris hier angelangt. Der Besuch soll mit den Verhandlungen für den neuen russisch'deutschen Handeltvertrag zusam menhängen. Das Deutsche Haus." Berlin, 15. Septbr. Das Modell, nach welchem das für die WeltAusstellung in St. Louis bestimmte Deutsche Haus" gebaut wird, ist augenblicklich hier ausgestellt. Bekanntlich hat dafür der Mittelbau des alten Charlottenburger Schlosses Modell ge standen. Selbstverständlich kann durch dieses herausgerissene eine Stück nicht der Eindruck erzielt werden, welches daZ, nach und nach von Schlüter, Eo sander, KnobelZdorff und Langhans aufgeführte Gesammtgebäude macht. Da setzt denn auch die firiiif ein. Wohl find die Besprechungen der mei gen Blätter wenigstens nicht ungünstig. doch das Tageblatt" giebt einer weit verbreiteten Anficht Ausdruck, indem es rügt, daß der Architekt Bruno Schmitz, welcher mit dem Bau des Deutschen Hauses" betraut ist, den Kaiser nicht darauf aufmerksam gemacht habe, daß daß es durchaus unkünstlerisch sei, ein Stück aus einer GebäudeGruppe her auszureißen. Nun ist eS immerhin eine heikle Sache, den Kaiser, nachdem er seine Entscheidung getroffen, auf Derartiges aufmerksam zu machen. Und dann ist der Mittelbau auch der schönste und imposanteste Theil der ganzen Gebäude Gruppe. Er wurde im Jahre 1699 von dem großen Baumeister und Bild Hauer Andreas Schlüter aufgeführt und 1706 von dessem Epigonen und Neider von Eosander mit der Kuppel versehen. Grichenland. Blutiger Tumult. A t h e n. 15. Sept. Anläßlich der heftigen städtischen Wahlen kam es zu einem Straßenkampfe. 14" Leute sind getödtet und verwundet.
Türkei. Einberufung zahlreicher Reserven. Sofia, 15. Sept. Der amerik. Eonsul in Beirut telegraphirt, daß die dortige Lage ruhig ist. 20,000 bulgarische Reserven, zu den 7 Divisionen an der türkischen Grenze g.hörig, sind unter die Fahnen berufen. Premier Petroff erklärte heute in einem längeren Interview dem Vertreter der Assoc. Presse die Gründe, welche die Regierung bewogen, die gestrige Note an die Mächte zu richten. Er betonte Bulgarien sei zu der Ueberzeugung gelangt, daß die Türkei einen Krieg beabsichtige und es sei der letzte Schritt der Sofia'er Regierung, die Intervention der Mächte anzurufen. Andernfalls müsse Bulgarien Maßregeln zu seinem eigenen Schutze treffen. Italien'S Flotte bereit. London, 15. Sept. Nach einer Agentur-Depesche aus Rom wird die an der sicilischen Küste concentrirte italien. Flotte bereit gehalten; nach türkischen Gewässern einige Stunden nach erhaltenem Befehle abzufahren. Vorstellungen der Bots ch a f t e r. Eonstan tinopel, 15. Septbr. Die russische und österreichische Botschaft haben der Pforte sehr ernste Vorstellunzen über die Greuelthaten der türkischen Truppen in den Vilayets Monastir und Adrianopel gemacht. Salonichi soll an dem Vorabend der Revolution stehen. 15 albanesische Soldaten drangen bei Djiviliarek auf serbisches Gebiet ein, schössen auf einige Hirten und stahlen Vieh. Salonichi, 15. Septbr. Bei Barortza wurden in einem Gefechte 30 Türken getödtet; die 120 Insurgenten zogen sich ohne Verluste in die Berge zurück. Russisches Kloster zerstört. Berlin. 15. Sept. Nach dem Tageblatt" ist das russische Kloster in Jerusalem von einer mohamedanischen Volksmenge zerstört und sämmtliche da selbst befindlichen Mönche sind ermordet worden. Bulgarien.
Zarten auf ihren Fürsten. Sofia, 15. Septbr. Das Gerücht, daß die Reserven mobilisirt wurden, gewinnt immer mehr Grund. Jedenfalls wird aber kein entscheidender Schritt gethan werden, bis Fürst Ferdinand zurückgekehrt ist. Großbritannien. Die Alaska Grenz-Com-Mission. London, 15. Sept. In der heutigen Sitzung der Alaska GrenzCommission brachte Generalanwalt Iinlay den canadischen Standpunkt in dem wichtigen Streitfall zum Ausdruck. Er gab eine historische Darlegung der Frage und forderte die Commissäre auf, sich streng an den Wortlaut des ruf sisch-englischen Vertrags vom Jahre 1825 zu halten. Hierbei suchte der General nachzuweisen, daß die Wash ingtoner Regierung sich der Ansicht an geschlossen habe, die Grenzlinie müsse der allgemeinen Richtung der Küste" folgen, was dem canadischen Stand punkte entspricht. Ober-Richter Ceoerstrue schloß sich dem Generalanwalt an. Die amerikaNischen Commissare werden nachzuwei sen suchen, daß die Canadier den Worten in dem Vertrage selbst '.verschiedene Auslegung zu Theil werden liefen. Es wird fortgewurstelt. London, 15. Sept. Ueber das Resultat der heutigen CabinetsSitzung ist nichts Bestimmtes bekannt. Die Minister verlassen die Stadt und es werden in nächster Zukunft keine weitere Sitzungen stattfinden. Nukland. Tod eines amer. Bürgers. T i f l i s, TranS - Caucasien, 15. Sept. Bei einer Explosion in Ears am 11. Sept. wurden ein amerikan. Bürger, John Nach! Akin, und 4 Armenier getödtet. Colombia. Fortsetzung der Comödie. Bogota, 14. Sept., über Buena Ventura, 15. Sept. Im Abg. Hause macht sich eine Strömung zu Günsten des Canal.VertragS bemerkbar, der Senat beharrt aber auf feinen Widerstand. General Sarria geht am 20. Sept. ab, um das Truppen-Eommando auf dem Isthmus zu übernehmen.
Sie Stcinc der Taschenuhren. OaS subtile Qerkahren bei der Durchbohrung cr kleinen Sdelfteine. Zu einer erstklassigen Taschenuhr gehören sclbsiversiändlich sehr viele Tu! genden, unter Anderem auch der Besitz einer gewissen Zahl von Juwelen, die schlechthin als Steine bezeichnet werden. Man sagt von einer Uhr, sie gehe auf soundsoviel Steinen, und wenn das Urtheil, der Werth einer Uhr wachse mit der Zahl der verwandten Steine nicht immer zutreffend sein dürfte, so ist doch ein gewisse? Maßstab dadurch gegeöen. Dieser Zusammenhang prägt sich auch in der Thatsache aus, daß während der letzten 15 Jahre, in denen die Taschenuhren un.zweifelhaft eine sehr bedeutende Vervollkommnung erfahren haben, die Zahl der zum Triebwerk einer erstklassigen Taschen uhr gehörigen Steine um neun gestiegen ist. Die kleinen Edelsteine besitzen eine Durchbohrung, um das Getriebe oder die Achsen der Räder aufzunehmen. Der Zweck ihrer Anwendung besteht darin, dem Triebwerk der Uhr ein Lager ?.u geben, das eine möglichst geringe Reibung verursacht und sich nicht leicht abnutzt. Der Granat ist der am wenigsten werthvolle Stein für solche Uhrenlager, aber manche der kleiucn Saphire und Rubinen, die dazu benutzt werden, wären schön genug, um einen Schmuck zu zieren. Meist sind diese Edelsteine jedoch nur Bruchstücke von größeren, die keine Farbe besitzen und in Folge dessen als eigentliche Juwelen nicht in Frage kommen. ?!amentlich werden Saphire verwandt, die zu blaß für Schmuckzwecke sind, gleichzeitig aber gerade in dieser Eigenschaft härter und daher für Uhrensieine zweckmäßiger. Gelegentlich leuchtet in den niedlichen kleinen Schachteln, in denen die Uhrensteine zu je 500 oder 1000 aus der Schweiz kommen, auch ein Rubin mit röthlichem Licht auf. Jeder der Steine ist zu einer runden Form rer arbeitet und in seiner Mitte durchbohrt, und jede Bohrung muß genau um ein Weniges größer sein als der Durchmesser des in der betreffenden Fabrik benutzten Getriebes, dem er als Lager dienen soll. Die unmittelbare Lagerung für den Stein in der Uhr ist ein kleiner Cylinder, der scheinbar aus Messing besteht, in Wirklichkeit aber aus einer weichen Goldverbindung hergestellt ist. Bevor der Stein zu dem Uhrensetzer kommt, wird er auf eine Drehbank gebracht und mittelst einer winzigen Stahlspitze, die mit Oel unc Diamantstaub bedeckt ist, in der mll-. leren Durchbohrung um so viel erweitert, daß die stählerne Achse oder der Zapfen, für die er bestimmt ist, genau hineinpaßt. In der Hand des Setzers Wird zunächst der Cylinder auf eine Drehbank gebracht, dann der Stein mit einem befeuchteten Finger aufgenommen und in dem Cylinder befestigt, Während dieser sich mit der Achse der Drehbank dreht. Mit einem spitzigen Werkzeug drückt dann der Setzer gegen den Rand des sich drehenden Cylinders und zwingt so das leichte Metall, den Saphir oder Rubin so weit zu überdecken und zu schützen, daß er fast wie in ein metallisches Kissen eingebettet liegt. Dann wird von einer anderen Seite der Drehbank ein Bohrer herzugebracht, der auf die metallische Umkleidung des Cylinders gelenkt wird und in dieser ein Loch von genau der gleichen Größe hervorbringt wie das Loch w dem Stein selbst. Schnelligkeit von Segelschiffen. Die Thatsache des Rückganges der Segelschifffahrt, die immer mehr den Dampfern Platz machen muß, hat cmzelne große Segelrhedereien nicht entmuthigt, und es sind namentlich auf deutschen Werften große Segler erbaut worden, bei denen es thatsächlich, allerdings unter der Voraussetzung günstigen Windes, gelungen ist, Schnelligleiten zu erzielen, wie sie von gewöhnlichen Frachtdampfern auch nicht an-
nähernd geleistet werden können. DaZ größte Seaelschlsf der Welt, daZ bei Tecklenberg in Geesiemünde gebaute. ter Hcmburger Nheverel Lcmsz gehörige Fünfmastvollschiff Preußen" celjviclöwelse hat vtx einer neulichen Fahrt, allerdings unter sehr aünstiaem Winde, einmal eine Tagesleistung von 360 Seemeilen d. h. von 15 Seemeilen stunolrch erreicht und )i wahrend einer Stunde sogar auf 17 Seemeilen gekommen. Auch andere Tage wiesen eine Geschwmdlgkeit von mqnq 330 bis 340 Seemeilen auf, was einer Geschwindiakeit von 15 Seemeilen stündlich entspricht. Die Preußen" und ihr derselben Rhcderel gehöriges Schwester schiff Potosi" sind allerdings die schnellsten Segler der Welt. Daß beide auf deutschen Werften gebaut sind, gereicht dem deutschen Schiffsbau zu großer Ehre. Gleichzeitig wird von einer Rekordreise berichtet, die das fiambur ger Vollschiff Susanna," erbaut von Bloom & Von und Eigenthum ocr Rhcderei Rickmers in Hamburg, jüngst von Europa nach Australien gemacyt hat. Die Durchschnittsfahrt betrug 180 Seemeilen täglich, also 7j Knoten stündlich, was der Schnelligkeit eines ivwöbnlicken ??racktdamvfcrs sebr nabe kommt. Die höchste Tagesleistung brachte 323 Seemeilen, also 13.4 Seemeilen stündlich, d. h. die ungefähre Schnelligkeit der von deutschen SeeHafen nach Australien fahrenden Post dampfer. Bücher im Werthe von etwa 830,000 ließ die Christian Literaturc Society" während des verflossenen Jahres in China austheilen.
Eine aubthirrspiclschulc.
kleuekliche L?tho?k der Zfrciaufzucht junger Ral!i,'.re. Im Berliner Zoologischen Garten gibt es jetzt eine RauvthierspiLlschule. Eine Spielschule, für Löwen, Bären, Leoparden und Hyänen, das klingt zwar sonderbar, aber sie besteht in der That seit Kurzem als neueste Attraktion dieses Musterinstituts der dcut schen Reichshauptstadt. Diese Raubthierspielschule hat sich aus kleinen Ansängen in ganz eigenartiger und überraschender Weise entwickelt. Sie ist zurückzuführen auf die neuerliche Methode der Freiaufzucht junger Raubthiere, die nicht mehr im RaubihierHause einaesperrt, sondern auf dem Wirthschaftshofe, mit ihresgleichen und mit Hunden rn stetem freundlichen, liebevollen Verkehr mit dem Menschen, möglichst ungehindert sich bewegen und aufwachsen können. Diese Art der Erziehung hat nun die schönsten Früchte getragen, und der Erzieher, Inspektor Havemann in Berlin, kann stolz auf seine Erfolge sein. Ein Lowengeschwisterpaar, Turridu und Santuppe, zwei junge prachtvolle Exemplare, sind," wie ein Berliner Blatt schreibt, gar gelehrige Schüler. Turridu ist zwar etwas schwerfällig und .arbeitet' nur, wenn ihm ein guter Bissen winkt, aber sein .Schwesterchen' ist dafür um so liebenswürdiger und folgt ihrem Lehrer gern mit vergnüglichem Knurren. Auch Mahdi. ein schlanker, seh niger Senegallöwe, im hoffnungsvollen Alter von etwa zwei Jahren, ist ein artiger Schüler, doch hat er im Gefühl seiner Tüchtigkeit einige Mucken und Will, wenn irgend möglich, bei allen Gelegenheiten seinen Willen durchsetzen. Herr Havemann, der stch in dem weiten, nur durch einen Drahtzaun abgeschlossenen Zwinger sehr ungezwungen bewegt, weiß aber den Löwenjüngling in die ihm gebührenden Schranken zurückzuweisen. Fatima, die im Zoologischen Garten geborene Löwenjungfrau. ist etwas nervös, jawohl nervös, wie ihr Erzieher behauptet. denn sie stört jedes Geräusch, und sie ärgert sich über manche Kleinigkeit. Dagegen ist die indische Leopardin Su laika eine ,Seele' von Geschöpf: zutraulich, sebr klug und eifrig, drängt sich geradezu, ihre Fähigkeiten in's beste Licht zu rücken. Sie läßt sich sanft um den Hals ihres Meisters legen und gibt ihm auf Verlangen ein nettes ,Küßchen ebenso wie der Vär. der als Spaßmacher der liebenswürdigen Zöglinge für die Heiterkeit sorgt. Herr Havemann führt keinerlei Waffen bei sich, nur eine kleine Peitsche, die er aber lediglich zu einer Art zärtlichen Liebkosung benutzt. Von gezähmten Bestien ist nichts zu merken, es geht eben wie in einer Spielschule zu." Die greifbare Goldmcnge dcr(?rde. Soweit die Geschichte der Menschheit zurückreicht, gilt das Gold als Werthund Tauschmittel, und schon das graue Alterthum spricht von ungeheuren Goldschätzen, die im Besitz orientallscher Herrscher waren. Wie bedeutend der damalige Goldbesitz der Menschen gewesen sein mag, läßt sich auch nicht annähernd schätzen, allein wenn die alten Schriftsteller nicht stark übertrieden haben, so dürfte zur Zeit des Perserreiches die greifbare Goldmenge nicht allzu sehr hinter der heute cirkulirenden Zurückgestanden haben. Von jenen Goldschätzen des Alterthums ist aber heute so gut wie nichts mehr vorhanden, sie sind theils in Staub vernxlndelt und vom Wgsser dem Ozean zugeführt worden, theils mit anderen Körpern verbunden oder im Boden begraben. Der heutige Goldreichthum der civilisirten Menschheit datirt von der Entdeckung Amerikas, also vom Ende des 15. Jahrhunderts, und es ist sogar sehr fraglich, ob von dem frühesten amerikanischen Golde noch ein nennenswerther Bruchtheil greifbar vorHanden ist. Die genauen Nachforschungen von Soetbier und Biedermann ermöglichen, mit einiger Sicherheit die gesammte Goldqewinnuna fett Ent deckung Amerikas zu schätzen, Sie erreichte hiernach bis Ende IM den Werth von etwas über Z10,W0,000. 000. Rund 400,000 Rubel abgeschwindelt hat der Rechts anwalt und erbliche Ehrenbürger Ro bert Leopold Chlezinger zu Moskau dortigen Kaufleuten durch Wechselfälschungen, ohne daß man feiner bisher yabhaft werden konnte. Chlezinaer rst in das Ausland geflohen. In Berlin, wo man ihn vermuthete, hat sich seine Verfolgung als ergebnißlos erwiesen. Man nimmt an. daß er emen Aus landspaß seines Bruders, des erblichen Ehrenbürgers Konstantin Wilhelm Chlezinger, zur Flucht benutzt hat. Unter diesem Namen floh er, wie fest gestellt ist, über die russische Grenz? Auf seine Ergreifung wurde eine Belohnung von 5000 Rudeln ausgesetzt. Körpergröße der Japan e r. Der japanische Regimentsarzt Nakamura hat auf Grund der Rekrutirungsergebnisse seit 1892, berechnet, daß die Körperlänge der japanischen Rasse wächst. Während im Jahre 1892 von 348.377 Stellungspslich tigen nur 10.06 Prozent eine Körperlange von 54 Schaku (5 Fuß 4Z Zoll) and darüber hatten, waren es 1902 bereits 12 Prozent von 431,093 Mann. Eine Körperlänge von 52 bis 54 Schaku war 1892 bei 31.84, 1902 be reits bei 35.06 Prozent anzutreffen.
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