Indiana Tribüne, Volume 27, Number 19, Indianapolis, Marion County, 14 September 1903 — Page 4

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Jiiviana Tribunes l. September 1903, a

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Zndiana Tribüne. Herausgegeben von der Utenberg Es.

Indianapolis, Ind. Harry O. Thudium Präsident. Geschaftölocal: No. 31 Süd Delaware Straße. TELEPH0ISE 2S. iiiercd at the Post Office of Indianapolis as second class matter. Der Walking Delegate". Der "Wallung Delegate", der wahrscheinlich diese Bezeichnung erhalten hat. weil er auf Kosten düpirter ehr licher Arbeiter in Kutschen führt, hat durch die energische Handlung des National.Prä jidenten der Bauschlosser- und Brückenbauer-Union, Frank Buchanan, endlich die verdiente Zurechtweisung dadurch erhalten, daß Präsident Buchanan die Ne York-r Union No. 2 der Bauschlosser von der Mitgliedschaft des Mitgliedschaft des Nationalverbandes suspendirt hat, bis sie den sauberen Valking Delegate" SsllN Parks zum Tempel hinausgeworfen. Dies bildet den schwersten Schlag, den Parks bis jetzt erlitten hat. und mit seiner Macht dürfte es nun allem Anscheine nach zu Ende sein. Buchanan wollte, als er über die wahrscheinlichen folgen seines Schrittes befragt wurde, nichts sagen, doch erklärte ein anderer Beamter der National-Organisation: Sie suspendirte Union kann ihren Charter nur zurückerlangen, wenn sie ihre jetzigen Führer über Bord wirft. Park- hat durch seine Methoden so viel Unheil angerichtet, daß ihm endlich das Handwerk gelegt werden muß. So lange er an der Spitze von No. 2 steht, wird diese nicht wieder anerkannt werden". 'Das von Buchanan an die Union gerichtete Schreiben läßt an Schärfe und Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig. Durch persönliche Untersuchungen habe ich mich überzeugt, daß die gegen Euere Gewerkschaft erhobenen Beschuldigungen begründet sind", sagt er u. A. Ihr habt das am 1. Mai d. I. mit der Manufacturers and Erectors As sociation" abgeschlossene Abkommen wiederholt gröblich verletzt und dadurch der organisirten Arbeit schweren Scha den zugefügt. Obgleich das erwähnte Abkommen ausdrücklich bestimmt, daß alle Differenzen auf schiedsgerichtlichem Wege geschlichtet werden sollen, habt Ihr niemals einen Versuch gemacht, Arbitration herbeizuführen. Nicht zufrieden damit, daß Ihr in ungerecht' fertigte? Weise Streiks beschlossen habt, versuchtet Ihr auch andere Organisa tionen ohne Grund zur Niederlegung der Arbeit zu bewegen. Diese Hand lungsweise bildet eine grobe Verletzung unserer (Konstitution und darf nicht stillschweigend geduldet werden. Außerdem haben verschiedene Euerer Beamten ungerechtfertigte Verdächtigungen gegen die Nationalbeamten ausgesprengt. Euer Geschäftsagent maßt sich Rechte an, die ihm nicht zustehen. Auf eigene Faust ordnet er Streiks an und leitet dieselben, obgleich dazu nur Euer Ere-cutiv-Comite berechtigt ist. Ich sehe mich daher zu meinem Bedauern gezwungen, Euere Union zu suspendiren und derselben den Charter zu ent ziehen." . Parks war gestern Abend, trotzdem seine Union in der Männerchor-Halle eine Versammlung abhielt, nirgends zu sinden. Präs. Neidig machte jedoch kein Hehl daraus, daß er über das Vorgehen Buchanan's erfreut ist und zuversichtlich die Kaltstellung seines alten Gegner erwartet. Leonard 5k. Prince vom Verwaltungsrath der Employers' Association" meinte, als ihm die Suspendirung der Union mitgetheilt wurde: Nun wird Parks von der Bildfläche verschwinden. Buchanan ist einer der konservativsten Arbeitersührer des Landes und sein Vorgehen kann in den Reihen der ehrlichen Arbeiter nur Beifall und Genugthuung erregen. Nur auf diese Weise kann die Macht solcher Leute wie Parks gebro. chen werden. Buchanan entschloß sich jedenfalls schwer zu seinem Schritte, aber er sah ein, daß etwas geschehen mußte." Man kann der organisirten Arbeiterschaft nur gratuliren, daß Präsident Buchanan sich entschlossen hat, ein Exempel zu statuiren. Der WanderDelegat hat sich in den meisten Fällen den Zwecken, für die er bestimmt war, gänzlich enlfremdet, zum Schadender Arbeiterschaft und des Unionwesens, dessen ehrlicher Name durch Leute vom Schlage Parks gefährdet wurde.

Gliiuzcndcr Verlauf des

Deutschen Walscnscstcs. Nach Tausenden zählte die Schaar der Besucher. Die Gcsammt - Einnakmen bclicfen sich auf nahezu 2,300. Welch einen warmen Platz in den Herzen der deutschen Bevölkerung der Stadt die Anstalt des D. A. P. Waisenvereins sich erobert hat, das bewies auf's Neue gestern der glänzende Verlauf des Jahresfestes. Trotzdem der Himmel am Vormittag und noch am frühen Nachmittag durchaus kein freundliches Gesicht machte und es den Anschein hatte, als ob der Tirector der himmlischen Wasserwerke seine Schleusen öffnen wollte, ließen sich die nach vielen Tausenden zählenden Freunde der Waisen von dem Besuche des Festes nicht abhalten. In Schwären kamen sie herbeigeströmt zu Wagen, mit der Straßenbahn, per Zweirad und per pedes apostolorurn. Als zwischen 3 und i Uhr am Nachmittag das Fest seinen Höhepunkt er reichte, da tummelten sich, gering gcschätzt, über 7000 fröhlich? Menschen auf den Gründen umher. Unter den Besuchern befanden sich auch solche von Cincinnati und Richmond, Ind. Augenscheinlich waren auch mit den Jnterurban Cars zahlreiche Besucher gekommen. Viele von ihnen hatten Lunchkörbe mitgebracht und veranstalteten in gemüthlicher Weise auf dem weiten Platze der Anstalt Familien-Picnics. Das Fest wurde am Vormittag durch eine religiöse Feier eingeleitet. An derselben betheiligten sich die Herren Pastoren I. C. Peters, H. W. Vitz, Theo. Story und G. A. Kienle. Die Festrede, welche der Letztere hielt, übte auf alle Zuhörer einen tiefen nachhaltigen Eindruck aus. Die Waisenkinder trugen zwei Gesänge vor und der vortreffliche Kirchenchor der Zionskirche erhöhte die Feier durch den Vortrag zweier Chorgesänge. Am Schluss? wurde eine Collecte vorgenommen, deren Resultat ein ansehnliches war. Hierauf servirte der Frauenverein in der großen Halle ein Mittagsmahl, welches Allen, da es vorzüglich zubereitet war, vortrefflich schmeckte. Mittlerweile langten, wie schon erwähnt, die Besucher in dichten Schaaren an. Der größte Theil derselben versammelte sich um den Musikpavillon, wo die öffentliche Feier abgehalten wurde. Dieselbe wurde mit einer Ouvertüre, welche von der City Band" unter Leitung ton Prof. R. A. Miller ausgeführt wurde, eröffnet. Hierauf trugen die Waisenkinder in gefälliger Weise ein Liedchen vor. Der Achtbare John R. Wilson hielt sodann eine englische Rede, in welcher er u. A. das Waisenhaus des D. A. P. Waisenvereins als eine Muster-Anstalt bezeichnete und der Verwaltung derselben das höchste Lob spendete. Nachdem da Orchester wiederum eine lustige Weise gespielt hatte, hielt Herr Wm. W. Rieß, Redacteur des Telegraph". folgende deutsche Rede: Sechs und dreißig Jahre hindurch hat dieses auf den Grundpfeilern der reinsten Nächstenliebe erbaute Institut seine hohe Mission in schönster Weise erfüllt. Liebe war das Material aus dem die Backsteine geformt, Barmherzigkeit war der Mörtel der sie so fest und dauernd zusammenkittete. Früher wie irgend eine andere Na tion hat die deutsche den holden Zau ber, der die Kindheit umschwebt, erkannt. Der Deutsche liebte stets die Natur und das Kind stand der Natur am nächsten. Er wurde ein aufmerkfamer Beobachter des Kindeslebens. Die Dichter besangen es und weise Männer sannen über die besten Methoden für die Pflege und Erziehung des Kindes nach. Keine Nation widmete der zarten Kindheit ein so eingehendes Studium wie die deutsche und keine drang so tief in das Innere des Kindesgemüths ein. Daß aus dieser Liebe zum Kinde der Wunsch entsprang, sich auch der verlassenen Kleinen anzunehmen, war eine selbstverständliche Folge und die Erbauung von Heimstätten, die sich nicht nur mit der Sorge um das körperliche Wohlbefinden zufrieden gaben, sondern für eine treffliche Erziehung der verlassenen Kinder wirkten, waren da Er-gebniß.

Diesem schönen, echt deutschen Ge

fühle verdankt auch das Deutsche Allgemein Protestantische Waisenheim in unserer Siadt seine Entstehung. Nicht aus der überquellenden Schatzkammer der Reichen kamen die Mittel zudem schönen Werke. Der einfache Bürger, sowie die edel denkenden, mildherzigen Frauen machten durch ihr nie erschlaffendes Wirken dieses Heim zu dem, was es heute ist. Mühsam und unverdrossen trugen sie Stein auf Stein zusammen, mühsam und unverdrossen wirken die Waisenfreunde jetzt noch, um das Bestehen dieses Tempels edelster Menschenfreundlichkeit zu sichern. Selten wird an deutsche Herzen ver gebens appellirt, wenn es gilt für die Waisen zu sorgen, denn die Liebe zur Kindheit liegt dem Deutschen im Blute. Und die Liebe, die man den Waisen angedeihen ließ, hat die schönsten Früchte gezeitigt, und gerade in den Waisenhäusern, wo das Kind fern von elterlichemEinfluß aufwuchs, lernte man es am Besten verstehen. Aus denWaisenHäusern kamen die ersten Anregungen zur Schaffung der Kindergärten, die, in der ganzen Welt verbreitet, ihren deutschen Namen tragen. Der Knabe, der zum Jüngling, das Mädchen, welches zur Jungfrau herangereift ist, werden es niemals vergessen, daß gute Menfchen ihre früheste Kindheit bewacht, ihre Erziehung geleitet haben, und sie tragen den Saamen der Wohlthätigkeit mit sich in das Weltgetriebe, ihn überall, wohin das Schicksal sie führen mag, verpflanzend. So wird das Waisenheim zur Mission, welche in jedem Pflegling einen Apostel der reinsten Nächstenliebe großzieht. Doch wozu der vielen Worte, die kaum verhallten süßen Kinderstimmen sangen dem Deutschen Allgemeinen Protestantischen Waisenhause den Herrlichsten Jubelhymnus. Amerika ist das Land der extravaganten Philantropie. Millionen wer j den jährlich den verschiedensten Zwecken geschenkt. Aber leider fällt nichts für die Waisenhäuser aus diesen riesigen Schenkungen ab. Beim Amerikaner, diesem in erster Linie praktischen Typus, sängt eben der Mensch erst beim brauchbaren industriell verwendbaren Individuum an und diesem allein wendet er etwaige Wohlthaten zu. So verschenkt ' der Oelmagnat Rockeseller Millionen an Universitäten und der wackere Carnegie baut Paläste für heimathlose Bücher in zahlreichen Städten in denen es kein Asyl für verlassene Kinder für Waisen giebt. Aber ihre mit vollen Händen ausgestreuten Millionen haben nicht den Werth, sie fördern nicht so viel Gutes. wie die Brocken, die aus edlen Händen stammend, für ein Waisenhaus zusammengetragen werden. Sie erregen Staunen, aber sie werden nie das herzerquickende Gefühl kennen lernen, welches unsere Waisenfreunde beseelt. Die Liebe und Werthschätzung, welche unsere deutschen Frauen und Männer für ihre Hingebung an der Sache der Waisen ernten, wird ihnen niemals erblühen. Ihnen verehrter Herr Präsident, den Herren vom Vorstand und Ihnen verehrte Damen vom FrauenVerein, so wie allen Mitgliedern schuldet das Gemeinwesen tiefen Dank für Ihre fruchtbringende Thätigkeit. Den geschätzten Waiseneltern aber kann ich als höchsten Tribut zurufen, daß die hellen Augen, die blühenden Wangen, die Zutraulichkeit ihrer Pflegebefohlenen das beste Zeugniß ablegen für ihr liebevolles Wirken. Sie haben es in der That verstanden dieses Institut als Heimath und nicht als Anstalt zu verwalten, denn hier sieht man keine verschüchterten Kinder, keine verkümmerten Gestalten, kurz keine Anstaltsgesichter. Und nun in das Festgetümmel, damit die ungeduldigen Thaler, welche für die Waisen verausgabt sein wollen, uns keine Löcher in dieTaschen brennen." Hierauf erfreuten die Waisenkinder die Zuhörer durch den Vortrag des Lie deS: Die Wacht am Rhein". Es war ein Vergnügen, den frischen jugendli' chen Stimmen zu lauschen. Damit hatte die ofsicielle Feier ihr Ende erreicht und die zahlreiche Menschenmenge vertheilte sich hiernach auf den weiten Gründen. Ein großer Theil der Besucher besichtigte zunächst die Anstalt, und über die Einrichtung derselben, die Ordnung und Reinlichkeit, welche dort waltete, herrschte nur eine Stimme des Lobes. Ganz besonders aber sei hier das bescheidene und doch ungezwungene nette Benehmen der Zöglinge der Anstalt

hervorgehoben. Es war nichts verstör

teS, nichts eingeschüchtertes in ihnen. Mi! ihren lieben klaren Augen schauten sie so hziter und wohlgemuth in die Welt hinein, daß eS ihnen wohl anzumerken war, daß ihnen, dank der liebevollen Fürsorge der wackeren Waiseneltern, Herrn und Frau H. F. Rocscner, die Anstalt das elterliche Heim in hohem Grade ersetzt. Die zahlreichen Besucher zeigten sich gestern von der noblen Seite. Ein Jeder und eine Jede war ja gekommen um ein Scherflein zum Besten des Waisenasyls beizusteuern und da es ohnehin schwül war, so war es nicht zu verwundern, wenn die Erfrischung?stände beständig von einer dichten Menschenmenge umlagert waren. Die Einen hatten Verlangen nach Jce Cream und fernsten Getränken, die Anderen aber schlugen sich seitwärts in die Büsche, wo eS noch etwas stärkeres" gab. Weit über 1500 Besucher aber strömten in den Speisesaal um sich das dort szrvirte Supper gut schmecken zu lassen. Die wackeren Damen, welche im Saale und in der Küche so wie in den verschiedenen Ständen hantirten, haben sich gestern Nachmitag und Abend im Schweiße ihres Angesicht? um das schöne Fest verdient gemacht. . Als dasselbe zu Ende ging, war in allen Ständen nahezu Alles ausserkauft. So war z. B. um 6 Uhr Abends von 120 Gallonen Jce Cream, welche auf dem Platze abgeliefert waren, auch nicht eine einzige Portion mehr übrig. Aber auch die Mitglieder der verschiedenen Comites des Waisen-Vereins haden gestern im Interesse der guten Sache voll und ganz ihre Pflicht gethan. Trotzdem die Besucher des Festes nach vielen Tausenden zählten, wurde dasselbe auch nicht durch einen einzigen Mißton getrübt. Es verlief harmonisch von Anfang bis zu Ende. Der finanzielle Erfolg. In finanzieller Beziehung war das gestrige Fest ebenfalls ein großer Erfolg, denn die Gesammt-Einnahmen beliefen sich auf $2298.31. Dieselben vertheilten sich wie folgt : Von den Herren abgeliefert : Eingangspforten $ 311.47 Erfrischungsstände 1059.65 Collecte 20.71 Zmeiräderplatz 2.35 Von den Damen eingenommen 904.13 Total $2298.31 Verwechselte die Salze. Barney Conroy, ein in No. 42 Nord California Str. wohnhafter 58 Jahre alter Mann, machte gestern eine sehr unangenehme Erfahrung. Im Begriffe eine Dosis Salz zur Beförderung des Stuhlganges zu sich nehmen, ergriff er nämlich im Wandschranke die unrechte Düte, schüttete sich Zinksalz in's Glas und verschluckte ahnungslos die Mischung. Dr. Crockett vom Dispensarium, der zu Hülfe gerufen wurde, befreite Conroy von seinen Qualen und brachte ihn wieder auf den Damm. 88.80 Chattanooga u. zurück 88.80 via C. H. & D. und Queen & Crescent Bahn. Tickets werden am 17. September verkaust die für die Rückfahrt dis 30. September gültig sind. Spezial - Gesellschaft verläßt Indianapolis mit durchlaufenden Waggons am si7. Sept. um 4 Uhr Vormittags und erreicht Chattanooga um 5.50 Uhr Nachmittags ; eine Fahrt bei Tageslicht. Für Einzelnheiten wende man sich an die Agenten oder schreibe an R. P. A l g e o, D. P. A Cineinnatt und zurück. $1.25 Nundfahrt 81.25 via C. H. & D. Bahn. Sonntag, 20. September. Läse Ball Cincinnati vs. Philadelphia. Zwei Spezial Schnellzüge ; der erste fährt um 6:30 Uhr Morgens ab und hält nirgends an. . Der zweite fährt um 7:15 Uhr Morgens ab und hält in Rushville, Connersville und Hamilton an. Rückfahrt von Cincinnati um 6:20 Uhr Abends. Passagiere, welche den Zug ohne Fahrkarten besteigen, müssen den vollen localen Fahrpreis bezahlen. Spezial -Fahrpreis nach Chicago via Pennsylvania Bahnen. In Anbetracht der Centennial Ausstellung. Effektiv am 26. und 23. September. Für weitere Einzelnheiten wende man sich an die Ticket Agenten der Pennsylvania Eisenbahnen.

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Wie schon in Kürze in unseren Depeschen gemeldet, haben die Großgeschworenen Anklagen gegen die folgenden Postbeamten erhoben: George W. Beavers. August W. Machen und James W. Erwin von San Francisco wegen Verschwörung zum Betrüge an der Bundesregierung; Jsaac S. McGiehan, George H. Huntington von New Vork und August W. Machen wegen Verschwörung zum Betrüge und Verschwörung zur Begehnng von Bestechung; Eugene B. Scheble von Toledo, Ohio,. und Machen wegen Verschwörung zum Betrüge und der Bestechung; McGiehan und Huntington wegen Bestechung und Machen wegen Annahme von Bestechungen. Die offiziellen Angaben des Postof-fice-Departements und des Bundes'Anwalts sind sensationeller Natur und dürften zur Verhaftung und Anklage hochgestellter Beamten führen. Aus den Anklagen gegen frühere und aktive Postbeamte ergiebt sich, dem N. 2). Morgen-Journal" zufolge: 1. Ein enormer Korruptions-Fonds wurde, während die Heath, Machen und Beavers am Ruder waren, von einem Agenten der Postal Device & Jmprovement Co. von San Francisco, die ursprünglich aus lauter Postbeamten zusammengesctzt war, nach Washington gebracht; 2. von den tausend bei Seite geleg tcn Aktien gingen, wie es in der offi ziellen Angabe heißt, die meisten in den Besitz verschiedener Postbeamten über"; 3. amtlich wird erklärt, daß James W. Erwin, augenblicklich Hilfs-Su perintendent des Ablieferungs-Systems in San Francisco, persönlich mit dem Postbeamten D. S. Richardson von Sau Francisco und dem Präsidenten der Co.. welcher den KorruptlonsFonds bei Seite legte, hierher kam, und daß Richardson sämmtlichen höheren Postosfice-Beamten vorgestellt wurde; 4. sämmtliche großen Diebe find in folge technischer Mängel und Nachsicht seitens der die Untersuchung führenden Beamten durchgeschlüpft. 5. aus den heutigen Enthüllungen geht hervor, daß e in der Macht Beavers' und Machen's liegt, irgend einen von den höheren Postbeamten, mit denen fie den Bestechungs-Fonds der tausend Aktien theilten, nach dem Gefängniß zu schicken. Der an die Regierung verkaufte Apparat der Co. aus San Francisco war die Erfindung dortiger Postbeamten. Wie allgemein verlautet, hat man jenen Beamten, die über den Gebrauch der Aktien kein richtiges Urtheil hatten. gestattet, zn resigniren. Die enorme Macht, die man infolge der Fehler der Regierung bei Beginn des Skandals in die Hände Machen's und Beavers' legte, dürfte dazu führen, daß die Genannten nicht überführt werden. Man hat außerdem schon Sündenböcke ausgewählt, um höhere Beamte zu schützen, die Mitglieder zweier, an den Diebereien betheiligter Gesellschaften waren oder noch heute sind. Der Administration nützliche Politiker in Utah, Michigan und California sind durchge schlüpft, während kleine Diebe unter Anklage gestellt werden. Töeodore F. Smither, geschickter und zuverUsfiger ...WachbeiLer... Pech und Kiesdacher, Dacher von ASvklalt und Gilfonit. EnaroZ'H!ndler in allen Arten von achmatenalien. Telephon 861. C01 West Maryland Str. kdktfil. Ee von Senate Ave. und arzland tr

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