Indiana Tribüne, Volume 27, Number 18, Indianapolis, Marion County, 12 September 1903 — Page 5

Indianer Tribüne, 12. September 190.

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o o O O o o Huldig erstes c O Liebesleid v o o o O O o o o o 3 o o Eine lr.ll:qe Geschicke von 21 l :v i 1 5 rn r r OocCOooCOooOOooCOooOCocC (Schluß.) Ter Herr Direktor zu sprechen?" fjjnuuste er, beinahe athernlos, Anne maxie an. liegt er schon?" P;h?r nftpr hcii er Ihren Namen?" fragte sie inißtrau.sch. Sachse, Prorisor aus der Löwenapotheke!" sagte cr ungeduldig. Schnell nur. wo finde ich ihn?" 3ch treit r.ich, ob hei tau spräken iZ! Gähn Se inan so lanae hier herinmr!" erklärte Annemarie überaus geladen. Wat de verrückte KIrl wull, möcht' woü'n Strän-.el Tid häwwcn! dachte sie und öffnete eines der Vorr-'ninmer. Drußen is'n Minsch, de Sei spräken wull. Herr Direktor!" meldete sie dann, in das Zimmer tretend, wo Papa Taucher just ein Plauderstündchen mit seiner Gattin und Jngeborg abhielt. Wie heißt er denn?" fragte Taucher nicht sehr erbaut von de? Störung. Sachse! seggt hei, un hei wir Provisor in die Löhmaftheke!" Nanu! Was mag denn der wollen?" murmelte er und wandte sich der Thür zu. Doch noch ehe er sie hinter sich hätte schließen können, fühlte er sich im dämmerigen Hausflur von zwei weichen Armen umfangen, und an sein Ohr tönte es zaghaft und hold verschämt: Papa, ich glaube, ich weiß, was er will!" Aber höre 'mal, Jngeborg!" rief der Vater halblaut; denn der Sinn dieser prophetischen Kundgebung war ihm sofort klar geworden. Was sind denn daö für Geschichten?" Ach. lieber Papa, sei doch nicht böse! Wir kennen uns schon ziemlich lange! Aber weil seine Aussichten so schlecht waren, hatten wir keinen Muth, Euch etwas zu sagen!" schluchzte sie. Und jetzt?" fragte er, sich zur Barschheit zwingend. O, jetzt wird er die Konzession bekommen haben, auf die wir warten wollten! Zu einer neuen Apotheke in Wildenthal! Das ist nämlich lange nicht so theuer wie eine alte kaufen!" So? Na " O, Papa, sei nicht schroff gegen ihn! Wir haben uns so lieb! Und er ist so gut!" Natürlich!" spottete er gutmüthig. Aber nun laß mich endlich 'mal los, damit ich mir den jungen Herrn an sehen kann!" Geborfam ließ sie die Arme von seiner Schulter sinken; doch der innige Älick ihrer schönen, seelentiefen Augen blieb an seinem Antlitz haften, bis sich die reservirte Strenge seiner Züge in ein leises, freundliches Lächeln löste. Ein paar Augenblicke später stand er dem ruhelos im Zimmer umherwandernden Provisor gegenüber. G.ten Abend, Herr Direktor!" klang es hastig von seinen Lippen. Entschuldigen Sie meinen Ueberfall; aber mir ist das Malheur passirt, Ihrer Fräulein Tochter verkehrte das heißt, es kann auch eine andere Schachtel geWesen sein; indessen glaube ich doch, es ist die Jhrige!"Meine Tochter? Eine Schachtel? Ich weiß nicht, ob ich Sie recht verstanden habe, aber " O Gott, ich bin so verwirrt; verzeihen Sie. wenn ich ein bischen durcheinander rede. Die Sache handelt sich um Ihre Pulver, die Ihnen Doktor Miesebeck verschrieben hat!" Die Kopfschmerzenpulver?" Ganz recht! Haben Sie schon davon genommen?" Aber selbstverständlich !" Allmächtiger Himmel! Es sind zwei starke Aconitpulver darunter. Hoffentlich hat keins davon obenauf gelegen! Nehmen Sie auf alle Fälle schnell ein Gegenmittel. Ich habe alles Nöthige eingesteckt!" Ja, glauben Sie denn, daß sich nach beinahe drei Wochen noch irgend welche nachteilige Folgen einstellen können?" fragte erstaunt der Direktor. Fast schien es ihm, als ob der Mann da vor ihm ein wenig geistig gestört sei, und ein Schreckgefühl, seiner Jngeborg wegen, wollte ihn überrieseln. Nach drei Wochen?" rief da Engelbert aufhorchend. So haben Sie von den neuen Pulvern noch keines gebraucht? O. dann ist alles gut!" Von welchen neuen Pulvern denn, Herr Provisor? Ich bin ja seit vierzehn Tagen vollftändig gesund! Sie sind sicher in einem Irrthum befangen!" Nein.' nein, durchaus nicht, Herr Direktor! Ihr Fräulein Tochter war ja selbst da vor etwa anderthalb Stunden!" Papa Taucher wußte nicht, ob er dem Mann glauben konnte. Sollte Ingeborg seine Pulver als Vorwand zu einem Rendezvous benutzt haben? Es war ja nicht unmöglich, aber wahrscheinlich doch auch, nicht! Wir wollen die Sache gleich aufklären!" sagte er und öffnete die Thür zum Wohnzimmer, in dem soeben die Lampe angezündet war. Bitte, treten Sie näher!" '. Guten Abend!" stammelte Engelbert Sachse mit einer höflichen Verbeu-

gung vor der künftigen Schwiegcrmama und Jngeborg; und klopfenden Herzens warteie di? letztere, die auch Warna freren em vzeilanomn abgelegt, hatte, der Dinge, die nun kommen mußten. Der Oerr bm " Sachse!" ergänzte artig Engelbert. Der Herr Sachse hat mir soeben verrathen, daß Du vorhin meine Pulver hast erneuern lassen! Wenn das so ist, was ich allerdings unerklärlich fände, s: gib ihm die Schachtel zurück, denn es hat ein? Verwechselung nicht wahr, Herr Provisor? damit stattgefunden!" sagte Papa Taucher mit hörbarem Groll. Ich?" fragte Jngeborg, erstaunt von ihrem Vater zu dem Geliebten blickend. Davon weiß ich wirklich nichts. Papa!" Aber Engelbert Sachse ließ sie auch kaum ausreden. Schon vorher hatte er verlegen lächelnd sein Haupt geschüttelt, aber den Vater aus Wohlerzogenheit nicht unterbrochen. Verzeihen Sie, Herr Direktor; Fräulein Jngeborg" er wurde roth wie ein Krebs" als ihm der Name entschlüpft war Fräulein Jngeborg war es auch nicht, es war Fräulein Hulda!" Hulda?" fragten Papa und Mama Taucher wie auö einem Munde, währcnd ein Zug leiser Bestürzung über JngcborgZ Antlitz glitt. ;!ffio ist das Mädel?" forschte der Direktor sireng.

Sie ist Nachmittag zur Stadt gegangen: Zu wem?" Zu Niemand! Sie wollte spazie ren gehen!" gab die Mutter beklommen Auskunft. Bemahe hatte sie bummeln" gesagt! Schon wollte sich ein Wort der Rüae über die schlechte Aufsicht von des Vaters Lippen ergießen, da druckte Jemand energisch die Stubenthür auf, und das oon der frischen Abendluft entzückend geröthete Antlitz Fräulein Huldas wurde sichtbar. Guten Abend!" sagte sie lustig; denn noch war ihr der Provisor nicht zu Gesicht gekommen. Tu erscheinst wie gerufen, mein Töchterüen!" erklärte mit nicht gerade Vertrauen erweckendem Humor der Vater. Komm' doch 'mal etwas näher!" Als sie zögernd den Fuß vorsetzte, wurde sie Engelbert Sachse gewahr. und ihre Augen bekamen darob einen so starren Ausdruck, als habe sie ein leibhaftiges Gespenst erblickt. Sag' 'mal, für wen hast Du denn vorhin meine Pulver noch 'mal machen lassen?" inquirirte der Vater. Sie wurde abwechselnd blaß und roth. Nun?" herrschte er sie an. Wirst Du antworten?" Für für mich!" stotterte sie endlich. , Für Dich? Ja, weshalb denn?" O ich ich schlafe so schlecht!" Hulda!" klagte jetzt Mama entsetzt, wo Du keinen Tag vor zehn aus den Federn kommst? Schäme Dich, so zu lügen!" Es ist gut," unterbrach sie ihr Gatte, ich weiß jetzt Bescheid! Wo hast Du die Pulver?" Hier!" sagte Hulda kleinlaut und kramte aus eine? Ansammlung von Handschuhen, Knöpfen, Fingerhüten und Pfefferminzplätzchen die Schachtel zu Tage. Nehmen Sie, bitte, die Pulver gleich an sich. Herr Provisor! Wie Sie sehen, ist noch kein Unglück damit geschehen! Aber seien Sie künftighin vorsichtiger!" Besten Dank, Herr Herr Direktor! Und ich verspreche Ihnen" Ich glaube es! Haben Sie sonst noch einen Wunsch?" Augenblicklich nein! Leben Sie wohl!" Und mit hochrothem Kopfe, aber doch noch schnell einen zärtlichen Blick mit der enttäuschten Jngeborg wechselnd, schritt er hinaus. Du bist ja ein nettes Mädel!" begann gleich danach der Direktor seine Strafpredigt. Schämst Du Dich nicht, mit fünfzehn Jahren solche Albernheiten zu begehen? Denn Deine .Schlaflosigkeit' ist doch nichts als eine dreiste Flunkerei, um na ich will Dich nicht weiter zum Lügen animiren: denn die Wahrheit sagst Du mir ja doch nicht! Aber so viel kann ich Dir schon verrathen: zu Hause behalt' ich Dich nicht! Und in dem Pensionat, wo wir Dich diesmal unterbringen, wird gearbeitet, daß die Knochen rasseln! Am Kochherd, am Nähtisch und am Waschfaß! Darauf kannst Du Dich verlassen!" Hulda stand da wie versteinert. Der Trotz in ihr ließ keine Muskel zucken, keine Thräne rinnen.. Dieser Barbar von Vater hätte die Tiefe ihres Schmerzes ja doch nicht zu würdigen vermocht! Aber als er sich nun seiner Aeltesten zuwandte, und auch ihr eine Lektion zu theil werden ließ, löste sie sich allmälig aus ihrer Erstarrung und horchte immer gespannter auf. Auch Du, Jngeborg." sagte nämlich der Vater ernst, hast nicht recht gethan, als Du ohne unser Wissen mit diesem wildfremden Menschen .ein Verhältniß anknüpftest! Ein Mädchen Deines Alters und Deiner Erfahrung ist nicht im Stande, allein zu prüfen, ob Jemand es ehrlich meint und einen angenehmen und zuverlässigen Eharakter hat, ganz abgesehen von der pekumären Seite einer solchen Angelegenheit!" Glaube mir Nava, er ist eine Seele von Menscb - - '

Das sagen alle Verliebten!" Und wenn er die Konzession bekommt, ist auch seine. Existenz gesichert!" Man kann auch in eine? Apothek: verhungern, wenn man Pech hat! Und außerdem Hai er ja die Konzession noch nicht einmal!" Hier war es Hulda endgiltig klar geworden, daß es sich um Engelbert Sachse handle, und ein erstes, unbezwingliches Schluchzen stieg nun in ihr auf. O. diele abscheuliche Inaebora! Ihr kein Sterbenswort von dem allen anzuvertrauen! Wie gern hätte sie sonst von Anfang an auf ihn verzichtet! Unbemerkt schlich sie zur Thür hinnaus, und leise beulend stieg sie die Treppe zu ihrem Stübchen empor. Papa Taucher war eben dabei, die schlimmen Seiten des Apothekerberufes mit einem wahren Fanatismus an's Licht zu ziehen, als Annemarie noch einmal erschien und meldete, dat de snurrige Minsch allwedder doa wär." Und richtig folgte ihr Engelbert Sachse auf dem Fuße. Freudig bewegt, schwenkte er einen blau versiegelten Ärief in der Hand und erklärte: Sie fragten mich vorhin, Herr Tirektor, ob ich sonst noch einen Wunsch hätte, was ich verneinen mußte, weil dieser Brief bis dahin noch nicht in meinen Händen war! Dieser Brief enthält nämlicki " Ihre Kcnzesstonscrtheilung zu der neuen Apotheke in Wildcnthal!" unterbrach ihn schmunzelnd Papa Taucher. 0, so wissen Sie schon alles? Und weisen mich nicht zurück?" Jngeborg ließ ihre Augen nicht vom Gesicht des Vaters, der an ihr vorüber-

sah und die zartliaze Mach: dieser Blicke doch fühlte. Ich will mem Kind Nicht unnothig auf die Folter spannen!" sagte er lächelnd. Kommen Sie mit 'in mein Arbeitszimmer und legen Sie uns Ihre Verhältnisse klar. Wenn uns diese zusagen, so sollen Sie uns willkommen sein!" Mit einem Jubelruf stürzte Ingeborg an die Brust des Vaters, der leise lächelnd drohte: Du hast ja ein felsenfestes Vertrauen zu diesem Giftmischer, noch sind wir nicht so weit!" Aber nach einer Viertelstunde herzklopfenden Bangens führte er ihr den Glückstrahlenden fröhlich nickend in die Arme, während Mama Taucher sich eine vorwitzige Thräne aus den Augen wischte. Oben in ihrem Stäbchen saß immer noch Hulda mit auf die Arme gelegtem Haupt und weinte. Da that sich leise die Thür auf. und Annemarie schritt durch di? Finsterniß auf das enttäuschte Backfischchen zu. Wat haste denn, miene lütte Dcern?" fragte sie, wie sie es früher so oft gethan, und streichelte leise das' weiche Geringe! an des Mädchens Haupt. Aber Hulda hätte um nichts in der Welt das zarte Geheimniß ihres Herzens preisgegeben. Ich soll wieder in Pension. Annemarie!" schluchzte sie, verschiedentlich dabei vom Lock gestoßen. In eine alte, schlechte, strenge Pension!" O, min armes Kinning!" Aber ich gehe nicht hin! Auf keinen Fall! Lieber werde ich barmherzige Schwester!" Ach. Du lieber Gott, mein säutes Herze! Man doch nich glik! Trockne Ti man irst 'mal de Ogen ut un gah runner! Swesting hätt' sich eben verlobt un Vadding is nah'n Keller un holt wecke von de Buddels mit de dicken Goldprcppen, de so dull knallen. Künnst De uich 'n lütten Vers uppsag?n? Dat wir doch sihr hübsch vun Di!" redete Annemarie. Das Backfischchcn wurde nachdenklich und hörte auf ZU weinen. Ja, wenn ich einen schönen Nosenstrauß hatte!" meinte sie endlich, sichtlich Jntere',;e an dem Gedanken gewinnend; denn Sekt gab Papa wirklich sebr selten. 'Den Strauß will wi woll kriegen!" tröstete die Alte; und Hulda fing cr, in ihr Taschentuch zu hauchen und es gegen die verweinten Augen zu drücken, konnte, dases sogar Thränen, um ihn selbst geflojjLN, waren. Auch ci::c Gratulation. Ein schwäbischer Oekonom, Mitglied des Landwirthschaftlichen Vereins, erschien einst vor dem Vcrs'and deö Vereins, dem Oberamtmann uzx Stadt, und gratulitte cemselccn und inner Frau zur Feier des silbernen Ehejubiläums. Dann überreichte er ein Blumcnöouket mit den Worten: Meine Frau schickt diesen Blumenstrauß und gratulirt dem Herrn und der Frau Oöeramtmann zur silbernen Hochzeit." Na, wie geht'S denn Ihrer Frau?" fragte der Vorgesetzte und erhielt vom Gcfragten, der zugleich auch Schultheiß in seinem Orte war, zur Antwort: Danke gehorsamst der gütigen Nachfrag' sie wird halt auch alle Tag' dümmer und tappiger!" Auf den Kopf der Bevölkerunz von Berlin entfällt ein tägliche? Milchgebrauch von circa 3-10 Liter. Ueber New ?) o r k sind im abgelaufene.: Fiskaljahre 601.924 Personen eingewandert, gegen 497,791 im Vorjahre. Die Aaumwoll-Plan-tagen auf Porto Rico umfassen jetzt reichlich 11,000 Acker. Das Areal wird jede Woche erweitert.

cair.n das Scheusal, der Lowen-Pro-visor, nicht sehen sollte, wie sehr sie geweint hatte, wenn er auch nicht wissen

5tu nutcrflctt;f ScLzsSps?, $n de? vornehmste: Lsndsnse Gs scll'chast ist man auf den junMZ jefl von Wsltt'.l'.ist?? und sein? jiMftd. Uchtf öittuiftt:, eine geborens Gern lvli? We-t, ce:;e:r.u:irii3 schlecht öä sprechen. Tö arlstotratischs Elispss? r.ist&ie erst üc'? eitm Jahre sein De l'ilt in d.' Toclety" und schsfl hat cs, aL??ö-;'.s cutfr e'qns Sckld. einen rech; i.föcftn Eiernd, Zj? eieeiiilla:i lir'ctc sjlerjü liegt sch-N ttwas uVita y.irucf, Vshl hauptsächlich um L'rer rf-ncrin, de:' nicht qerade mit Entzücken in dc? Familie ansacnemn?5nen Lad fften dclpri Churcklll. die mit 8 Mz5ziz den bedeutend slw.ieren sutttsnt Georg? (5ornw:lltö.Wcst r,e!ratl??ts, cinrn Hieb ?u r ersetzen, trat die. Her zegi:-. vn Weslm!ttste? tn d!s FuM' psen c.cr rersterenen Lady Tcfton und der nc'-V-"-ärii:tC-t Herze gZ'.z v n Vuccleust. Aristekrattnncn Ne m sich ::",:n!!m angelegt! q:a, daö amerikanische Element an? d?? (5reme der Londoner Gesellschaft merzen zu wollen. Sie luden rri-.z'-Piell keine geborenen" und gar noch unvrl-eiratheteu ?)ankee!ad'es zu ili ren prunkvollen festen. Was man aber Damen, die schon Jalzrzehute hindurch in der greszen Welt eine lzer vorragende Rolle gespielt hatten, hin. geben lief;, rechnete nian der blutjnn gcn Herzogin als unverzeihlichen ..faur paö" an. Nechl peinliches ?luf sehen crreate es, ale- die Duchcn f.nc Zeit der (Jsr:lt:r Nennen der bildschö. ncn Amcriane-'in Miß GladyS Tca. con die kalte Sch'l'e?" Zeigte. Ta5 jung? Mädchen weilte als Gast bei dem inzwiscki?u zum Colonel avancir ten Bruder der Herzogin und dessen Gattin. Ledere hielt eS für ganz sellistoerstndlich. dasz man den an:e rikanischen Loierbcsuch beim Renn?n der Schwägerin in deren Tribünen loge vorstellte. Veleid-gend reservirt verlüelt sich diese Dame, und ihrGatte äußerte sein Mißfallen so deutlich, dß n'chi nur die Gekränkte und de ren Wirche. sondern alle Vertreterinnen der Aristokratie, die vor ihrer Verkiciratkuln? mebr ober minder hskann:? amerikanische Namen führten, auf's böckste entrüstet sind. Da man sehr cinflußreicl'e Persönlichkeiten un ter den geborenen Amerikanerinnen" findet, wie 3. V. die Herzogin vonDe vonshire, die Herzogin von Marlbo

rouzb u. a., so war es fon Wun der. daß auch König Edward von der Taktlosigkeit der Westminsters erfuhr. Tie olge davon war eine empfindli che ?.urechiweisung, für deren weiteste Verbreitung gesorgt ist. Das herzog licke Paar wollte seinen ersten großen Ball geben und richtete an den 5!önig die Bitte, das den allerhöchsten Herr schon am besten konvenierence Da5um zu bestimmen. Es gab keine nircort. Nun schrieb d e Herzogin privatim an Lord Knotty: un) ersuch te ilm. den Storno, ein wenig zur Eile anzutreiben." daraus lief der kurze Bescheid ein. Seine Majestät bedaure. der Ausforderung keine Folge leisten zu können. Noch demüthigender war dann für den Herzog und seine Gattin der Umstand, dasz der König die Ein ladung zu einem Diner anhm. welches Mrs.Artbur Paget. eine Am: rikanerin, an demselben Abend arrc.n girte. an dem der Weftminsterball stattfand. Außer andern vornehmen Geladenen sagten auch der Herzog und die Herzogin von Connaught, Bruder und Schwägerin des britischen Thronfolgers, aus der gleichen Veranlassung bei den Westminsters üb. Einen groben Mißgriff, tor ihr viele Enttäuschungen einbrachte, beging die Ducheß of Westniinster. indem sie auf ihre Einladungskarien drucken ließ: Antwort erbeten an den Sekretär, Erosvenor House." Diese Fsrmel sieht nur Angehörigen des königlichen Hauses zuund so ließen viele der beleidigten Aristokratinnen ebenfalls durch ibren Sekretär oder gar ihre Zofe eine kühle Absage ohne jede Entschuldigung schreiben und versenden. Der neue Expreßzug zwischen London und Edinburgh legt die Entfernung zwischen den beiden Hauptstädten in acht Stunden zurück. Tödtlicher Ausgang einer Schläger mensur. Einen tödtlichen Ausgang hatte unlängst für einen der Beteiligten eine Schlägermensur, die in Berlin zwischen zwei Burschenschaftern ausgefochten wurde. Beide Gegner waren Jurisien. Der eine, ein junger Mann von 22 Jahren, dessen Eltern in Potsdam wohnen, erhielt einen blutigen Hieb Ü5cr den Kopf und starb am nächsten Tage an der Verletzung, die eine BlutVergiftung zur Folge hatte. Wurde 114 Jahre alt. In New Orleans starb vor Kurzem eine Negerin im hohen Alter von 114 Jahren. Die Frau soll im Jahre 1789 auf einer Plantage als Sklavin geboren worden sein und im Jahre 1852 von Victor Deransbourg, einem freien Neger, mit ihren neun Kindern losgekauft und zu seiner Ehefrau gemacht worden sein. Sie hat insgesammt 22 Kinder zur Welt gebracht, von denen jedoch nur neun sie überlebt haben; ihr Ehemann starb hochbetagt vor 20 Iahren. Die alt? Frau ist Zeit ihres Lebens niemals schwer krank gewesen und war nur einmal in ihrer letzten Krankheit an das Bett gefesselt. Bis dahin war sie immer gesund gewesen, konnte vhne Beistand umhergehen und ihr Gehör und die Sehkraft waren beinahe vollkommen.

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