Indiana Tribüne, Volume 27, Number 18, Indianapolis, Marion County, 12 September 1903 — Page 4

Indianer Tribune, 12. September 1903,

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Jndiana Tribüne. HerauZgeeben von der utenderg 0. Indianapolis, Ind.

garry O. Thudlum Präsident. $ $ $ WeschiiftSlocal: No. 31 Süd Delaware Straße. TELEPHONE 26. .ivere l tu the Post Office of Indianapolis as second class matter. Licht! Licht ! Die wiederholten Anregungen der Tribüne", daß Indianapolis in der einer Großstadt würdigen Weise nächtlich beleuchtet werden sollte, sind auf fruchtbaren Boden gefallen. Die Liga der Geschäftleute nahmen, wie schon berichtet, die Anregung auf und ließ der Behörde für öffentliche Werke Be schlüsse zugehen, deren Inhalt sie zu Verbündeten der Tribüne" in der Licht-Frage macht. Die Idee war, in unserem Zeitalter des elektrischen Lichtes überhaupt kbsurd den unverläßlichen Mond als Lichtspender officiell anzuerkennen. Konnte man immer auf unbewölkten Himmel rechnen, wenn der Mond im Calender steht, so konnte man sich die Sache noch gefallen lassen, obwohl selbst dann das gespenstige Mondlicht noch die UnHeimlichkeit der Nacht zwischen dzn Häuserreihen verstärkt. Ein moralischer Feldzug ist wieder einmal wie zu anderen lampagnezeiten im Gange, aber die fanatischsten Kämpfer gegen Laster und Verbrechen scheinen ganz außer Acht zu lassen, daß eine glänzende Beleuchtung der Stadt das stets das Dunkel suchende Laster und Verbrechen sichererer bedroht und zur Ausrottung desselben führt wie alle polizeilichen Maßnahmen. Bei der jetzigen miserablen Beleucht tung kann man kaum über die Straße sehen, man weiß nicht, ob ein ächt licher Passant, dem man in der Stille der Nacht begegnet, ein Strolch oder ein anständiger Mensch, ist, bis man ihn dicht vorbeigehen sieht. Unsere Polizeimannschaft könnte die doppelten Dienste leisten, wenn ihnen das Licht gestatten würde des Nachts Verdächtige von anständigen Bürgern zu unterscheiden. In romantischer Umgebung, weit von den Sammelplätzen des Ver brechen, kann man den Zauber der Mondnacht genießen, aber zwischen den nüchternen Häuserreihen ziehen wir die beste künstliche Beleuchtung vor. Der Plan des Schahamts'selre'. tärs Shaw, der Geldknappheit drrch Vorschüsse von Regierungsgeldern an Nationalbanken vorzubeugen, sofern diese als Sicherheit Bonds der Vereinig ten Staaten hinterlegen, hatte eine Wirkung doppelter Art, von der aber jede das Gegentheilj'von Dem bewirkte, was der Schatzamts-Sekretär bezweckte. Zunächst hatte das Verlangen Shaw's. Bonds der Vereinigten Staaten als Sicherheit zu deponiren, zur Folge, daß diese Bonds plötzlich im Kurse stiegen. Zu gleicher Zeit liefen von einer großen Anzahl Nationalbanken beim Comptrol' ler der Münzen Gesuche ein, die NotenCirculation zu beschränken. Die hohen Kurspreise der Bonds feuerten äugen scheinlich die Nationalbank-Associatio-nen an, ihre Notencirculation zu reduciren, UM dadurch die Gelegenheit zu bekommen, die Bonds wiederzuerlangen, die sie als Sicherheit deponiren mußten, und sie jetzt zu einem weit höheren Preise, als den ursprünglich dafür bezahlten, wieder zu verkaufen. Anstatt, daß nun durch die von Shaw geplante Maßnahme, den Banken ge gen Sicherheit Geld zu leihen, die Geldknappheit beseitigt wird, werden durch die geschickten Finanzmanipulativnen der Nationalbanken immer mehr Nationalbanknoten eingezogen und damit wird die Knappheit auf dem G:ldmarkte um so schlimmer. Schon im letzten Herbst wurde von den Nationalbanken in der gleichen Weise manipulirt, als der Schatzamtssekretär damals die BinnensteuerEingänge bei den Banken deponirte und die Banken ihrerseits die Nationalbanknoten einzogen. Dies währte etliche Monate, bis Shaw erklärte, daß solche Banken, welche ihre Noten-Circulation vermindern, keine Depositen von Bundesgeldern erhalten. Dieses Jahr wiederholte sich die und noch in verstärktem Maße. Bis zum heutigen Abend waren seit 1. Sept. von Nationalbanken Gesuche eingelaufen, für S3.000.000 Nationalbanknoten einziehen zu dürfen. Das ist die vom

Gesetz vorgeschriebene äußerste Grenze. Am heutigen Tage allein bezisserten sich die Gesuche auf 81,000,000. Bis zur Ankündigung des Schatz-amts-SekretärS hatten die Banken weit weniger Noten eingezogen, als je seit letzten Herbst bezw. Winter. Im ganzen Monat August bcliefen sich die lausenden Eingänge für eingezogene Na tional - Banknoten in der Office deS EomptrollerS auf nur $1,671,092. Dagegen wurden während der ersten neun Tage des Septembers für nahezu $500,000 Nationalbanknoten eingezogen, und dabei ist die Mehrzahl der eingelaufenen Gesuche noch gar nicht erledigt. Das Steigen de? Ku? der Regierungsbonds wurde im cditzamt ausmerlsam verfolgt. Am 31. August, das ist bevor Shaw neue Depositen von Regierungsgeldern gemacht hatte und bevor von seiner diesbezüglichm Absicht etwas bekannt geworden war, stanzn die 2procentigen Ver. Staaten Bonds (registrirt) auf 100, kürzlich aber wurden 1081 geboten und 109 verlangt. Während der gleichen Periode von acht Tagen stiegen die Notirungen für 2procentige EouponBonds von 106s auf 109, die 3procentigen, registrirten Bonds von 106z auf 103 und der 3procentigen Eoupon'Bonds von 106 auf 103. Daß dieses Steigen nur auf die von Shaw angeordneten Maßnahme, daß ausschließlich Ver. Staaten Bonds deponirt werden dürfen, zurückzuführen ist, geht klar aus der Thatsache hervor, daß die 4procentigen Bonds, welche in folge ihres Charakters als gute Capitalanlage nicht als Sicherheit für De positen gegeben werden, während der letzten 10 Tage nur um den Bruchtheil eines Punktes stiegen. Schatz-Sekretär Shaw hofft, daß der Kurs der Regierunzsbonds nicht mehr weiter beeinflußt wird, da er enschieden hat, daß nunmehr auch sichere Staats, und städtische BondS als Sicherheit für deponirte Bundesgelder angenommen werden, wodurch die Nachfrage nach Regierungsbonds wieder abgeschwächt

wird. ..Jessersonian Dcmocracy" ist der Titel einer Brochüre von John R. Dunlap, welche jüngst ihr Erscheinen machte. In gründlichster und intelligentester Weise erbringt der Autor den Beweis, daß in Wirklichkeit unsere Regierung nach der Pfeife der drei TrustMagnaten, Earnegie, Rockefeller und I. V. Morgan tanzt. Das Buch ist auch für den Nicht-Demokraten höchst belehrende Lektüre, da es vom reinsten Patriotismus durchgeistigt ist. Herausgeberin ist die Jefferson'sche Seiet!), 120 Liberty Str., New York. Der Preis des 480 Seiten umfassenden Buches ist 50 Cents. Die Pferde-Schan. Die Verwaltungsbehörde der PferdeSchau hat beschlossen, daß Freitag d. 25. September der Haupttag derselben sein soll. Die Schulen werden am Nachmittag geschlossen sein. Von folgenden Firmen resp. Herren sind Preise gestiftet worden : L. S. Ayres & Co., H. P. Wasson, Bliß, Swain & Co., Hugh I. McGowan, Indianapolis Star, Jndianapolis Brew. Co., Studcbaker Bros., Strauß & Co., Strawmeyer & Ni lius, Major Taylor, Charles Mayer & Co., Bobbs-Merrill Co., Besten & Langen, English Hotel Co., When Clothing Co., Pabst Brew. Co., Chas. Mayer & Co., Gco. Pepper, Toronto, Canada, George W. Bliß, W. B. White, Cleveland, O., E. Ashbrook, Kansas City, Kingan & Co. Bis jetzt sind 42 Logen und 121 Saison-Tickets (gut für 2 Sitze) verkauft worden. Die Käufer der Logen sind : ChslmerS Brown, F. M. Ayres, James M. Jones, Mortimer Levering, R. P. Van Camp, A. R. Thompson. H. P. Wasson, Ferd. L. Mayer. W. C. BobbS, I. K. Sharpe, C. H. Badger, Grorge F. McCulloch, Hugh I. McGowan, George A. Gay. ChaS. A. Bookwalter, William H. Shott, M. P. Fisher, Albert Lieber, Frank Van Camp, Henry Kahn, William R. Brown, Clarence A. Kenyon, Carl Krauß, A. L. Block, E. O. Hunter, John I. Appel. DrS. Hill & Conkey, Courtland Van Camp, G. W. Bliß, Frank M. Murphy, Samuel Mores, I. F. Brandt, Chas. R. Williams, F. L. Purdy und Otto N. Frenzel. Die beste 5 Cent Cigarre in der Stadt, Mucho's Longfellow".

Die Liebe mähret ewiglich. Jovellette von Paul ZZlilz. Im Frühjahr war es, als sie sich kennen und lieben lernten. Die Bäume grünten, die Blumen sprangen aus den Knospen. Und mit jedem Tage schien die Sonne wärmer und die Vögel sangen von allen Zweigen. Beide waren sie Schüler des Konservatoriums. Sie wollte Sängerin werden. Er nahm Geizenunterricht. Sie war siebzehn, er zwanzig Jahr. Und sie hatten sich lieb, unmöglich V.:ol An einem mondhellen Abend, als ei sie von der Hochschule nach Hause begleitete, hatte er ihr's gesagt mit leisen, bang zitternden Worten. Und sie hatte erröthend zugehört, längst wußte sie ei ja, denn seine Blicke hatten ihn verrathen, so daß sie jeden Tag sein Geständniß erwarten konnte. Nun aber, als er ihr's sagte, nun erbebte sie doch; es war ja das erste Mal, daß ein Mann ihr von Liebe sprach. Er hatte seinen Arm um sie gelegt, daß sie an seiner Brust ruhte, und unter seinen heißen Küssen erschauerte sie so fanden sich ihre Herzen. Tage der Freude, Tage des seligsten Glückes kamen. Niemand wußte um ihre junge Liebe. Tief verborgen vor jedem Dritten wahrten sie ihr süßes Geheimniß, und nur wenn sie mutterseelen allein waren im stillen Park, dann nur träumten sie ihren glücklichen Liebestraum. So vergingen Frühling und Sommer, und als der Herbst da war, mußte sie das Konservatorium verlassen, denn ihren Angehörigen fehlten die Mittel, um ihr ein längeres Studium zu ermöglichen. Sie mußte in's Engagement gehen, vorläufig als Choristin an die Oper eines Stadttheaters. Der Tag des Abschiednehmens kam heran. Und sie lag in seinen Armen und schwur ihm unter Thränen und Küssen ewige Liebe und ewige Treue, und wieder und immer wieder dasselbe Thränen und Küsse und Schwüre, bis endlich sie fort mußte und man den letzten Kuß austauschte. Als sie gegangen war, stand er und sah ihr nach, so lange er sie sehen konnte. Und es war ihm, als fei mit ihr das Glück seines Lebens gegangen, der Stern seines Glückes erloschen, und als er sie dann nicht mehr sehen konnte, da sank er hin auf die Bank und weinte,; wie ein Knabe weint, der sein Liebstes verloren hat. Ein ganzes Jahr verging, ohne daß er sie wiedergesehen hätte. L Anfangs unterhielten sie einen regen Briefwechsel, nach und nach aber schlief er ein, denn die ewigen Liebesversicherungen und die erneuten Treuschwüre ermüdeten sie auf die Dauer und sonst hatten sie sich nichts Wichtiges mitzütheilen. Schließlich bat sie um Entschuldigung, wenn sie nicht so oft mehr schreiben könne, aber sie sei jetzt so sehr beschäftigt, da sie ab und zu schon kleine Solopartien singen müsse. ...,; i Betrübt fügte er sich hinein. Er war ja schon zufrieden, wenn er sie nur glücklich wußte, und seinen Trost suchte und fand er in der Arbeit. Mit unermüdlichem Eifer ftudirte er, ohne jemals zu ermatten. Fertig sein wollte er erst, damit er eine Stelle im Orchester oder als Kapellmeister annehmen konnte. Geld verdienen wollte er erst, damit er sein Lieb dann heimführen durfte! Denn das stand fest bei ihm, sowie er genug verdiente, um einen Hausstand gründen zu können, dann sollte sie fort von der Bühne, dann sollte sie nur noch in seinem Hause schalten und walten als fein guter Geist. Da kam eines Tages eine Nachricht von ihr, die ihn aus allen seinen Träumen rüttelte. Sie war für eine erkrankte Kollegin eingesprungen, hatte deren Partie, das Aennchen im Freischütz" gesungen, und hatte großartig gefallen. Sie war entdeckt." Das Publikum jubelte vor Entzücken. Die Tageszeitungen brachten ausführliche Berichte. Direktor, Intendant und die Kolleginnen, alle kamen sie nun, den neu aufgehenden Stern zu beschauen gestern noch unbekannt und ungenannt, und heute die gefeierte Größe des Tages! Ihr Glück war gemacht, denn nun bekam sie auch andere Rollen, und sofort wurde sie mit zehnfach erhöhter Gage für die nächsten Jahre engagirt. - Alles das schrieb sie ihm mit jubelnden Worten. Und er er las es, wieder und wieder las er es, bis die Buchstaben vor seinen Augen herumtanzten, bis ihm die Thränen in den Augen standen. Die Freude war so riesengroß, daß er noch nicht alles zu fassen wußte. Das Glück! Dies unerwartet große Glück! Er hätte aufjauchzen können vor heißer Glückseligkeit. Und so, im Vollgefühl der reinen lauteren Freude, so schrieb er ihr einen langen, langen Gratulationsbrief und schwur ihr von Neuem ewige Liebe und Treue. Aber da mit einmal kam ein Neues über ihn, ein eigenartiges Gefühl, des er noch niemals gehabt hatte. Neid war es nicht, gewiß nicht! Aber trodem war es ein Unbehagen, das ihn erzittern machte sie war nun groß und berühmt und. er war noch immer nichts das war es, was ihn so peinlich berührte, was ihm vor Angst die Kehle zuschnürte. Und von dem Tage an arbeitete er mit verdoppelter Kraftanstrengung.

Sein Ehrgeiz war geweckt. Auch er wollte etwas werden. Ein Künstler, wie sie eine Künstlerin. Auch ihn sollte man feiern, damit er nicht beschämt zurückstchen brauchte, wenn man von ihren Triumphen sprach. So arbeitete er. Tag und Nacht saß er. studirte und studirte spielte und spielte. Kaum daß er sich Zeit ließ für die Mahlzeiten. Er kannte keine Erholung, er mied die Vergnügungen, eines nur gab es für ihn, die Arbeit das war sein alles. Aber wie er auch immer arbeiten mochte, er kam nicht in diz Höhe. Was technisch zu erlernen war, das konnte er längst. Er war ein tüchtiger und zuverlässiger Musiker, mehr aber war er nicht, denn es fehlte ihm der göttliche Funke, der den Künstler machte. Und als er diese Ohnmacht erkannte, da sank er zusammen, denn nun war ihm alles verloren. Sie aber stieg von Erfolg zu Er. folg, und wohin sie bei ihren Gastreisen kam, immer erntete sie Ruhm und Lorbeeren, und wurde berühmter und gefeierte? von Jahr zu Jahr sie war die geniale und gottbegnadete Künstlerin. Und eines Tages wurde sie nach Berlin berufen, um an der Hofoper zu gastiren da entfloh er. Nein, nur kein Wiedersehen! Beföämt, klein in seinem Nichts mußte er vor ihr stehen, vor der großen gefeierten Künstlerin. Er hatte ja nur zu deutlich das Gefühl, daß er ein armseliger Stümper war. Und da sollte er ihr von Liebe sprechen? Nie, niemals! Das war vorbei. Zwischen ihnen gähnte eine Kluft abgrundtief. Der Mann muß stärker sein, als das Weib, es muß zu ihm aufsehen, er muß das Haupt sein, er muß das Bewußtsein seiner Kraft, seines Könnens haben und dann kann das Weib den Mann lieben; anders aber, und wie es hier war, war es keine Liebe, war es nur Mitleid, war eS nur ein Almosen und das nicht, bei Gott, das nicht! Dagegen empörte sich sein Stolz und darum entfloh er. So fand sie ihn also nicht. Vergebens suchte und suchte sie, ohne eine Spur von ihm zu finden. Auch in Berlin blieb der Erfolg ihr treu, auch hier wurde sie als die gemale Künstlerin gefeiert. Ihr Gastspiel lockte Tausende an, so daß sie länger blieb, als eö zuerst geplant war aus vierzehn Tagen wurde ein Monat. Noch immer suchte sie ihn, als aber der Monat auch zu Ende ging und sie noch immer seinen Aufenthalt nicht entdeckt hatte, reiste sie ab, in der Hoffnung, daß er ihr schreiben würde, was ihn zu diesem sonderbaren Verhalten trieb. , Doch auch diese Hoffnung erfüllte sich nichi. Nie hat sie wieder etwas von ihm gehört. Viele, viele Jahre später kam sie einmal in eine kleine mecklenburgische Residenzstadt. Es gab ein Wohlthätigkcitötcnzert, zu dem der Großherzog ihre Mitwirkung erbeten hatte. ' Strahlend in all ihrer immer noch üppigen Schönheit, stand sie auf dem Podium, im blendenden Glanz der kostbaren Robe, geschmückt mit funkelnden Brillanten, und all die Hunderte bczaubernd durch die wunderbare Reinhcit und' den Schmelz ihres herrlichen Gesanges. Ein Beifallssturm ohne Ende brach los und man brachte ihr Huldigungen dar, wie sie im Städtchen noch Niemand miterlebt hatte. Ganz am Ende des Saales stand ein Mann, wie im Traum versunken an eine Säule gelehnt. Unausgesetzt sah er die schöne Künstlerin an. Sein Haar war grau, fast weiß, zahllose Falten und Runzeln bedeckten sein Geficht, feine Hände zitterten merklich, als sie das Programm hoben, und in seinen Augen schimmerten die Thränen. Pyramidal, Herr Kapellmeister, nicht wahr?" fragte der alte Steuerrath, als die Sängerin geendet hatte. Der Angeredete nickte nur, dann drehte er sich um, die tiefe Erregung zu verbergen und ging hinaus. Als die Sängerin draußen in ihren Wagen stieg, warf der alte Herr im grauen Haar einen Strauß frischer Rosen ihr nach in das fortrollende Gefährt. Sie dankte lächelnd aber den Spender erkannte sie nicht wieder. Tag (lüde rinrs Duells. Die französischen Schriftsteller .Francisque Sarcey und Maxime Du Camp geriethen eines Tages in einen heftigen Streit, der natürlich nach echt französischer Sitte nur in einem Duell seine Lösung finden konnte. Die Sekundanten verabredeten das Weitere, und am festgesetzten Tage trafen sich die Gegner, die bis dahin die besten Freunde gewesen waren, an einer abgelegenen Stelle des Vois de Voulogne. Man gab den Gegnern die Degen in die Hand, und der Kampf sollte eben beginnen, als Sarcey, der im höchsten Grade kurzsichtig war, über eine Wurzel stolperte und hinfiel. Die Sekundanten halfen ihm auf und auch Du Camp kam nähe? und fragte in mitleidsvollem Tone: Sie haben sich doch nicht weh gethan?" Nein, nicht sehr," versetzte Sarcey. nur die Nase ist etwas unsanft mit der Erde in Berührung gekommen." Blutet sie?" Ja. ein bischen!" Gott sei Dank, es ist also Blut geflössen und der Ehre Genüge gethan. Geben Sie mir die Hand, alter Freund, unser Duell ist zu Ende!" Die beiden Freunde kehrten nach der Stadt zurück und feierten beim fröhlichen Mahle ihre Versöhnung.

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Wieder im Dienst. Auf Drängen hiesiger Geschäftsleute hat Capt. H. Newman vom Merchantö' Salvage Corps, das er vor 2 Wochen aufzulösen drohte, beschlossen, dasselbe fortab wieder in Dienst zu stellen. Er ist selbst Vertreter verschiedener Feuerversicherungs Gesellschaften geworden und garantirt seinen Kunden neben der Feuerversicherung auch den Schutz seines Corps während der Gültigkeit ihrer Policen. Unter diesem Plane glaubt er, das Salvage Corps weiterführen zu können. Bereits gestern zu früher Morgenstunde, als die Feuerwehr durch einen unnöthigen Alarm zur Fabrik der National Biscuit Co." an Penna und Gevrgia Str. gerufen wurde, erschien auch das Salvage Corps wieder hülfsbereit. GrundeigenthuWs Uebertragungen. Agit Sahm an Carlton C. Witt, Lot 139, Johnson & Hogshires E. Washington Str. Add. 55000. Dieselbe an Bertha W. Cougblen. Lot 190, dieselbe. $5000. Carlton C. Witt an' Agit Sahm. Theil von Lot 20, Wrights 1. Add. $4800. Eldora I. C. Witt an dieselbe, Thl. von derselben. $1000. Minnie A. Bailey an George W. Hoffman, Theil von Lots 54 und 55, Kaufmans Woodstde Addition. $1600. Margaret M. Miller an Orange S. Runneis, Lot 11, Cleveland Addition. 4500. Jda A. Binson an John N. Price u. A., Tbeil von Scction 9, Townfhip 15, Range 2. $2250. Hiram Pofsinbarger an David P. Akers, Lots 39 und 40, ReisnerS2. westliche Add. S3000. Guarantee Cavings & Investment Association an James Hughes, Lot 60, Parker k Hanways südwestliche Add. $1500. Ray L. Suthcrland an Cva I. Tinsley, Lot 3, Sutherlands Sub., ein Theil von MzKernan & Pierces Sub. von Außenlot 128 u. A. $2000. Chas. Krauß an Hanna M. Furnas, Theil von Lot 10. Sq. 42, $11,500. Entdeckung eines unteri r d i s ch e n S e e s. Im vergangenen Winter war das Pfarrhaus in dem Orte Großleinungen im Mansfelder Kreise. Provinz Sachsen, durch einen Erdfall stark gefährdet worden, so daß er geräumt werden mußte. Ein Regierungsbaurath stellte Untersuchungen an, und die Mansfelder Gewerkschaft stellte die erforderlichen Arbeitskräfte. Man hoffte auf Kalkfelsen zu stoßen, gegen die Berechnung traf man aber ein trockenes Kieslager und danach Wasser. Es wurde Tag und Nach gepumpt, aber es war nicht möglich, das Wasser zu beseitigen. Es hat sich er geben, daß man auf einen See von unbekannter Tiefe und Ausdehnung gestoßen ist. Wegen der drohenden ebensgefahr für die Beteiligten mußten die Pumvar5citen aufgegeben werden. Die' Kosten, gegen $1000, dürfte der Fiskus übernehmen.

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