Indiana Tribüne, Volume 27, Number 17, Indianapolis, Marion County, 11 September 1903 — Page 5
Jndiana Tribüne, .11. September 190.
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Z U Huldas rrflcs o o o XtCÜCölClU o O 3 o o o 8 o o Eine lustige Geschichte von 21 1 tv i xx o rn c v o 8000000CCOOOOOOOOOOOOOOOC o mr enn blumenkranz auf meinem neucn Hute, - Jngeborg?" fragtemitaugenscheinlichem Wohlgefallen an ihrem Spiegelbilde eine junge Dame ihre ältere Schwester, die eines jener holden, ruhigen Gesichter hatte, bei deren Anblick man unwillkürlich an stille, klare Waldweiher zu denkeil pflegt, aus denen einem der blaue v-oinmerhimmcl entgegenleuchtet. Es waren die Töchter des Fabrikdirektors Taucher. Hulda, die jüngere, war erst vor wenigen Tagen aus einer großstädtischen Pension in das kleine Hagenberg zurückgekehrt, und that sich als flotter Backfisch in möglichst altklugen Aeußerungen und legeren Manieien gütlich, von der heimlichen Zuversicht erfüllt, dadurch daheim allen gründlich zu imponiren. Wie soll er Dir stehen?" lächelte Jngeborg amüsirt. Träumerisch, was? So ganz: Mein Herz ist wie die dunkle. Nacht!' oder: ,Jch hab' Dich im Traume geseYen!' Nicht?" erkundigte sich Hulda pathetisch. Mädel, bist Du denn von Sinnen? Ich glaube. Du schnappst wirklich nachstens über." Na, was denn? Man wird doch noch seine Stimmungen haben dürfen! Hast Du übrigens waö zu besorgen? Ich gehe nämlich in die Stadt!" Nicht, daß ich wüßte!" Gar nichts? Kein Lanolin oder so 'was aus der Apotheke?" Weshalb denn gerade aus der Apotheke?" fragte Jngeborg mit einem leisen Erröthen und bückte sich hastig auf ihre Stickerei nieder. Ja, weißt Du denn das nicht oder verstellst Du Dich blos?" ereiferte sich der Backfisch. In der Löwenapotheke ist doch jetzt der entzückendste Mensch von ganz Hagenberg! Das Ideal von einem Provisor! Schlank, aber stattlich, mit Augen wie bU Kornblumen und einem Schnurrbart wie ein Flügeladjutant! Zum Anknabbern nett! Und dabei spricht er so " Höre 'mal, Hulda, das ist ja geradezu albern von so einem jungen Ding, wie Du bist, wenn ich es nicht frivol nennen soll!" Herrgott, hab Dich nur nicht. Man wird doch nicht mit Scheuklappen geboren wie 'n Droschkengaul!" entgegnete Hulda, brach aber sofort in ihrer Vertheidigung ab, als die Mutter durch eine Seitenthür eintrat. Nun, wohin schon wieder, Prrnzessin Rührnichtsan?- fragte Mama erstaunt. Wenn ich doch einmal sähe, daß Tu eine Arbeit zur Hand nähmest oder Dich in der Wirthschaft nützlich machtest?" Ihr seid ja immer schon fertig, wenn ich morgens herunterkomme!" Ja, um zehn Uhr! Allerdings. Du mußt eben früher heraus!" Ach. ich fchlafe aber immer so himmlisch! Wie ein Mehlsack, sag' ich Dir, Muttchen! Und in, der dummen Pension habe ich nie so recht ausschlafen können!" klagte sie übermüthig. Lange sehe ich's nicht mehr mit an!" meinte Mama Taucher schwach. Du mußt Dich doch an eine feste Ordnung gewöhnen! Was hast Du denn jetzt vor?" Bummeln, Muttchen!" Hulda, was für ein entsetzliches Wort für ein junges Mädchen!" entrüstete sich Mama. Hulda zuckte nur die Achseln. Wie soll man denn dazu sagen?" bemerkte sie indignirt. Promeniren, Kind!" Ich will aber nicht promeniren! Ich will bummeln! Das ist ganz etwas anderes, was ich Dir nur leider nicht gleich auseinander setzen kann. Man muß es fühlen" Na, höre 'mal Adieu, adieu! Einen 5friß, Muttchen! Adieu, Jngeborg!" Und wie ein Wirbelwind war sie hinaus, ehe Mama wieder zu Worte gekommen war. Im Hausflur lief ihr die Köchin über den Weg, ein altes Faktcfcim der Familie, mit der sie auf ziemlich vertrautem Fuße stand. Annemarie," tuschelte sie ihr zu, brauchen wir keinen Fliederthee oder Hoffmannstropfen oder dergleichen?" O Frölen, malen Sei den Düwel nich an de Wand! Gott sei Lob und Dank, dat wi alle wedder sau schön in Gang sünd!" wehrte die brave Seele ab. War denn wer krank?" fragte verwundert Hulda, der man nichts davon in die Pension geschrieben hatte. Ich un de Harre!" bestätigte Annemarie. Ich harr' et in die Knaken un bei kunn vor Koppweihdag nich ut de Ogen fiesen!" Papa?" Jäwoll! Doktor Miesebeck hätt mi Druppen verfchrewen un Vadding en Pulver, wil hei nich slapen künn: äwer nir hett hulpen. Ich häw dunn 'mal bannig switzt un Vadding hätt Valderjahnsthee drunken na, un nu sinn wi jo wedder tau Paß! Erst wull de Harre jo nich ran; äwer as bei Pulver tau Enn' wiren, harren sei dat äwer Dag vergäten, un Abends jot dat wie mit
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Mollen vun'n Hewen und blitzte un dunnerte dortüschen: da wullheiDörten nich na 'n Aftyeke jagen un drünk ehm doch! Un fein hett hei slapen nah, un man 'n poar Dag, wir 00k de Koppweihdag furt! Un hier steht noch immer de leere Pulverschachtel!" berichtete sie und hob trtumphirend ein kleines Kästchen vom Flurtisch. Hulda fühlte in diesem Moment einen ingeniösen Gedanken durch ihr junges Haupt blitzen. Eifrig hatte sie sich dzs Kästchens bemächtigt, und an's Fenster tretend, studirte sie mit sichtlichem Interesse den Erneuerungsvermerk Doktor Miesebecks auf der Etikette. Waren die Pulver theuer?" fragte sie möglichst harmlos. Dei Pulver nich; äwer dei Druppen! Föfteihn Groschen hätt de olle Quark tost't! Tel Pulver man drei!" Famos!" murmelte vergnügt der Backfisch und ließ die Schachtel in ihre Kleidertasche verschwinden. Dann wandte sie sich mit einem kurzen Gruß der Hausthür zu. Das muß eine merkwürdige Pension sein, in der Hulda war!" klagte Mama Taucher, die ihrer Jünqsten aus dem Fenster nachblickte. Onkel Albert konnte sie nicht genug empfehlen. Aber man sieht doch, wie das Kind wieder gekommen ist! Ganz verwildert!" O ja, ein bischcn forsch ist sie!" meinte lächelnd die sanfte Jngeborg. Ungezogen ist sie! Ausdrücke hat sie wie ein Korpsstudent und Allüren " Schade, daß sie kein Junge geworden ist, nicht?" fragte schelmisch das Mädchen und streichelte der erregten Mama die Wangen. Aber gräm' Dich nur nicht, Muttchen, sie wird schon wieder zahmer werden!" Hulda schritt indeß eilia, dem nahen Städtchen zu, um dort nn wenig zu schwatzen, zu naschen, Schaufenster zu musiern und sich über die lieben Mitmenschen älterer Jahrgänge ein ganz klein wenig lustig zu machen: lauter angenehme Thätigkeiten, die sie mit dem Kollektivbegriff Bummeln" kurz und umfassend zu bezeichnen liebte. Natürlich brauchte sie eine verwandte Seele, die ihr dabei half. - Getheilte Freude ist nun einmal doppelte Freude! Gott sei Tank war die Klavierstunde ihrer alten Busenfreundin Martha Görner gerade vorüber, und so konnten sie denn Arm in Arm, durch die Straßen Hagenbergs flankend, ihr Jahrhundert in die Schranken fordern, soweit es in dem kleinen, bescheidenen Neste vertreten war. Langsam steuerte Hulda mit der Erkorenen ihres Herzens der Löwenapotheke zu. Kommst Du mit hinein?" fragte'sie nach längerem Nachsinnen plötzlich. In die Apotheke?" Hulda nickte. Wieder Lakritze kaufen?" fragte Martha. Ueberlegm schüttelte die andere das Haupt, daß die Stirnlöckchen tanzten. Neglige?" erkundigte sich gespannt die Freundin; denn das war eine Leckerei, die bei ihr höher in Gunst stand! Aber auch der Ankauf von Lederzucker oder Reglisse wurde mit einer erhabenen Geste verneint. Ich muß ein Rezept machen lassen!" sagte sie endlich. Pulver für Papa. Und wir warten so lange, bis es fertig VI 0, das ist ja riesig nett!" rief erfreut Martha. Das heißt: ich meine nicht, daß Dein Papa krank ist aber " Er ist ja auch gar nicht mehr krank; es ist nur vorsichtshalber, weißt Du." Und damit klinkte sie die Ladenthür zur Apotheke auf, unbekümmert um den wilden Blick des vergoldeten Gypslöwen über dem Eingang, der eine seiner Vordertatzen drohend gegen sie erhoben zu haben schien. Leider war der schöne Provisor" nicht allein hinter dem Ladentisch. Kruger, der Besitzer der Offizin, hantirte gleichfalls zwischen den Kästen und Büchsen umher. Aber den wollte sie schon hinau-kriegen; allerdings mit einer neuen Flunkerei, die ihr doch einen Moment lang Gewissensbisse verursachte. Wie lange dauert es?" erkundigte sie sich, das Schächtelchen dem Provisor einhändigend. Zehn Minuten etwa!" erklärte mit liebenswürdigem Lächeln Engelbert Sachse, der Huldas ganzes Herz geWonnen, und seine Augen hafteten mit einem unverkennbaren Ausdruck von Freude auf dem leise erräthenden Antlitz des hübschen Backfisches. Ach, wie sich Hulda von diesem Blick beseligt fühlte! Sie ahnte nicht, daß dieser arge Provisor aus ihren Zügen das Antlitz der Schwester grüßen sah, das Antlitz Jngeborgs, der er beim letzten Kasinoball in einer lauschigen Ecke ewige Treue geschworen! Wenn die Damen warten wollen, bitte ich freundlichst, Platz zu nehmen!" Sie sind zu gütig!" murmelte Hulda und setzte sich mit ihrer Freundin, worauf ein eifriges Tuscheln und Kichern begann, ohne das es bei Backfischen ja nie abzugehen pflegt. Dann aber ging Hulda zum Angriff gegen den alten Herrn über. Sind das Ihre Tauben, Herr 5rüg:r." fragte sie den Apotheker, der ein großer Taubenzüchter war, die den merkwürdigen Schöpf am Hinterkopf haben?" Freilich, freilich!" nickte er interessirt. Gefallen sie Jhnen" Sehr! .Aber :ch glaubender Bäckeilehrling drüben von Teichmanns rn ifcnen nnefi. N'eniastens sein ick
wryin, wie er vom acye aus ernenn Lockversuche machte! Nicht wahr, Martha?" . Martha sagte . etwas beklommen Ja," aber der Apotheker wartete die Bestäligung gar nicht ab. So ein infame: B:ngell" wetterte er empört und hastete zur Hinteribü? hinaus, um seinen Taubenfchlag auf dem SScbcn zu inspiziren und Au-schu nach dem Uebcl:häter zu halten. Nicht wahr, Sie sind Fräulein Hulda?" fragte gleich nach dem Verschwinden seines Herrn und Meisters Engelbert Sachse, aus seinem Glasverschlaa hervortretend. Sie nickte entzückt. Er kannte wahrhaftig schon ihren Vornamen. Wie findest Du das blos?" flüsterte sie der Freundin zu, und kniff ihr dabei im Uebermaß ihres Glücksgcfühls in den mageren Arm. Waren Sie nicht in Pension in M . . . .T fragte er, und Hulda erröthe:e vor Vergnügen auf's Neue. So genau l)?itz er" sich schon über sie erkund:gt! Es irar offenbar: er liebte sie; ihre Herren schlugen für einander! Es war einfach himmlisch! Ja," antwortete sie eifrig, bei Fräulein Sichert auf der Reichsstraße! Kennen Sie M ?" Wie meine Westentasche!" behauptete er. Ich habe ja dort gelernt in dec Mobrenapotheke auf dem Fischmarkt!" ' Wirklich?" rief sie entzückt, als ob dadurch ihre Zusammengehörigkeit bis in alle Ewigkeit festgelegt worden wäre. Wie merkwürdig!" Und in ähnlicher Weise schwatzten sie weiter, bis die Pulver leider fertig wa ren. Ein paar Pfefferminzplätzchen, die der artige Provisor seiner zukünftigen Schwägerin noch mit auf den Weg qab, versüßten ihr den allzu , frühen Abschied. Gewissenhaft theilte sie den Schatz mit der für Süßigkeiten nicht minder empfänglichen Freundin, und dann schwelgten sie beide in den Erinnerungen an die eben verlebte reizende" Viertelstunde und labten sich an dem brennenden Aroma der gespendetenTableiten, bis der Dämmerung Schattengewebe" auch die Straßen und Plätze Hagenbergs umspannen. Da endlich dachte Hulda an die Heimkehr und schlenderte sorglos und riesig mit sich selbst zufrieden, der elterlichen Behau-
sung zu. . Etwa eine halbe Stunde hatte der alte Apotheker hinter einer kleinen, höchst unbequemen Bodenluke auf der Lauer gelegen, um den verbrecherischen Teigkneter abzufassen. Aber nichts Verdächtiges hatte sich fehen lassen. Verdrießlich und in allen Knochen steif trat er endlich den Nückweg in seine Offizin an, um die vorhin so plötzlich unterbrochene Mischung von Gichtpulvern für den alten pcnjionirten Wachtmeister Rauschebart fortzusetzen. Engelbert Sachse rührte just eine Salbe gegen rothe Nasen zusammen, die zwar nicht viel half, aber einen höchst erfreulichen Reingewinn abwarf; und dabei träumte er von seiner süßen Jngeborg und der neuen Apotheke, die er gründen wollte, und für die er die Zuertheilung der Konzession jeden Tag erwartete. Da störte ihn sein ziemlich verärgerter Chef durch die nicht gerade sanfte Frage: Wo sind denn die beiden AconitPulver hingekommen, die ich hier vorhin auf dem Tisch habe liegen lassen?" Der Provisor bekam keinen kleinen Schreck. Welche Aconitpulver?" fragte er entsetzt. Nun, die für den alten Rauschebart!" Die extra starken?" .Ja, ja!" Haben sie denn dort fertig gelegen?" Die ersten zwei!" O je, die werd' ich doch nicht mit in die Schachtel für den Direktor Taucher gethan haben?" rief Engelbert Sachse aufgeregt. Herrgott, Mensch, das' wäre ja fürchterlich!" schrie Krüger und fiel, vom Schreck überwältigt, auf einen halbinvaliden Stuhl, der sogleich mitächzte, als treffe auch ihn das mögliche Unglück bis in's Mark. Der Provisor wühlte währenddessen zwischen allen Schachteln und Büchsen herum, ohne die vermißten Wachtmeisterrationen zu entdecken. Zweifellos hatte er sie mit zu den Antifebrinpulvern des Vaters feiner Jngeborg gepackt, der sich davon sicherlich eine schwere Vergiftung zuzog. Dann lebe wohl, Jngeborg! Fahre hin. Konzession! Versink' in Nebel. goldene Zukunft! Ja ich ich eile sofort hinaus und lasse mir die Pulver zurückgeben! Vielleicht hat er noch keins davon genominen!" stammelte er, blaß wie der Tod. Fort! Fort nur! Schnell! Aber nehmen Sie Gegenmittel mit! Brechmitte!! Essig! Schnell doch!" stöhnte der Apotheker, und in wilderHast raffte der Provif o ein paar Fläschchen an sich, vergrub sie in seinen Hosentaschen und stürmte dann, den Hut seines Chefs auf's Haupt stülpend, zur Ladcnthür hinaus. Da der alte Herr einen ziemlich dicken Kcpf sein eigen nannte, so rutschte der Hut dem. armen Engelbert nach und nach immer tiefer, so daß er schließlich wie ein angeheiterte: Zechbruder aussah und von etlichen unternehmungslustigen Hagenberger Schlingels als solcher mit Schreien und Jubeln verfolgt wurde. Aber das beachtete er kaum. Rastlos wie Dämon, der Ty-rannen-Attentäter. jagte er dahin, um seinen Schwiegervater vor dem Gifte
sj. erretten, wie jener einn o:n opscrmuthigsten aller Freunde vor b:m Tode am Kreuz. Und die Sonne geht unter, da steht
er am Thor" Wahrhaftig, der letzte' gotrene Strahl der Lebenspenderm küßte just die blinkende Blitzableiterspitze auf dem hohen Fabrikschornstein, da klinkte er die eiserne Gitterthür auf. die zur Wohnung des Direktors führtet (Schluß folgt.) Die neutrale LUoocpuppc. Die geschickten und erfindungsreichen Pariser Modistinnen, Damenschneider und Frisurenkünstler waren von jeher tonangebend für ganz Europa in Modeangelegenheiten. Alle neuartigen Roben, Mäntel. Kopfputze. Frisuren, Hauben, Hüte etc. stammten aus den Modeateliers der französischen Hauptstadt. Heutzutage und seit vielen Iahren schon werden die modischen Neuheiten aller Branchen durch die Modejournale und durch deren farbige Kostümbilder rasch in den weitesten Kreisen bekannt. Früher hatte man solche Journale mit kolorirten Modebildern noch nicht, wußte sich aber auf andere Weise recht sinnreich zu helfen. Bon Paris aus wurden große vier Fuß hohe nach der neuesten Mode kostümirte und frisirte Modellpuppen" versandt, zuerst, und zwar schon vor länger als 200 Jahren, nach London, dann auch nach vielen anderen Hauptstädten, zuletzt sogar nach Konstantinoj?el und St. Petersburg. Dies bezeugt der geistreiche und sachkundige Schriftsteller Mercier im Jahre 1780. Fünf Jahrzehnte früher schrieb ein anderer hochbegabter Autor, der Abbe Prevost, einige Notizen über denselben Gegenstand. Er behauptet, daß zur Zeit des sogenannten spanischen Erbfolgekrieges, als die englischen Heere unter Marlborough in den Niederlanden siegreich gegen die Truppen Ludwigs XIV. kämpften, dennoch die Modellpuppe stets richtig und mit Sicherheitsp'ässen versehen von Paris nach London geschickt worden sei, und zwar sei dies geschehen mit spezieller Genehmigung der Staatsoberhäupter, der Minister und der kommandirenden Generale und Admirale der beiden kriegführenden Mächte, entweder aus besonderer Galanterie den vernehmen englischen Damen zuliebe, oder weil etliche von diesen Macht und Einfluß genug gehabt hätten, die Neutralität der großen Modellpuppen durchzusetzen, sichere Geleitsscheine für dieselben zu erlangen. Jmerhin ein schöner und schmeichelhafter Triumph für Frankreich zu jener Zeit der vielen Niederlagen und verlorenen Schlachten. Die neuen Pariser Moden blieben eben doch siegreich überall, auch im feindlichen England. ' Ein angenehmer Mm. Der Pariser Elfenbeinhändler Duplessis, ein sehr eitler Herr, hatte eines Tages von einem afrikanischen Könige im Sudan, mit dem er in Beziehung getreten war, den Labaksi-Tapo-Orden bekommen. Der Franzose war hocherfreut und begab sich sofort nach dem Ministerium des Aeußeren, wo er um die Erlaubniß bat, den Orden auch tragen zu dürfen. Wien Sie denn auch, woraus die Dekoration besteht?" fragte der Minister. Gewiß," versetzte 'der Dekorirte stolz, es ist ein schöner Ning aus Gold, von dem ein rothes Amulett herabhängt. Ich bitte um die Erlaubniß, den Orden zu tragen." Gewiß können Sie ihn tragen, wenn Sie wollen," versetzte der Minister; doch ich mache Sie darauf aufmerksam. daß dies dem Gesetz entsprechend geschehen muß. Sie müssen ihn tragen, wie dies, die Mitglieder des Ordens in Afrika thun." Und wie geschieht dies?" Der Ring wird durch die Nase gezogen!" Der neuernannte Ritter des Labaksi-Tapo-Ordens verließ schleunigst das Ministerium und soll auf die Anlegung der seltsamen Dekoration verzichtet haben. Eines Hundes wegen. Unterhalb der New Forker Centralbrücke im Harlem River fand kürzlich der 40jährige Taglöhner Rudolf Pausch beim Versuche, seinen Lieblingshund vor dem Tode im Wasser zu retten, selbst den Tod. Er hatte emen Freund Namens Gill besucht, und Beide begaben sich nach dem Flusse, um ihre beiden Hunde baden zu lassen. Plötzlich machte Pausch die Wahrnehmung, daß sein Hund dem Ertrinken nahe war. Ohne sich weiter zu besinneu sprang Pausch, so wie er war, in den Fluß und erreichte auch wirklich das Thier. Doch schon im nächsten Augenblicke sanken Pausch und sein Hund vor den Augen Gills unter, ehe Letzterer seinem Freunde zu Hilfe eilen konnte. Beim Ernten vom Blitz getroffen wurde der aus Norwegen stammende Farmer Ole Simonson bei Crookston, Minn. Er und seine Frau brachten gerade die BindeMaschine nach dem Felde, als plötzlich seine Maschine von einem Blitzstrahl getroffen wurde und ihn tödtete. Frau Simonson wurde bewußtlos und weiß nicht, wie sie ihren Mann erreichte. Als sie wieder zu sich kam, lag sie bei seiner Leiche. Die Stoppeln brannten ringsumher und die Kleider waren fast ganzlich von dem Körper gebranvt.
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