Indiana Tribüne, Volume 27, Number 16, Indianapolis, Marion County, 10 September 1903 — Page 3
Jndiana Tribüne, 10 September 1903
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Ntttzland Fordert Aufschub zur Räumung der Mandschurei.
Krieaslust in türkischen Kreisen angeblich gestiegen Einer der maced. Führer im Kampfe gefallen. Konsuln von aloniÄi verlangen Kriegs-Schissc. Widersprechende Kunde über Bei ruter Lage. Nhein.Elbe'Canal nochmals vor den Landtag. Serbische Offiziere erlassen neue Proklamation. Cl)ina W i e zu erwarten war. Vokohama, 9. Sept. Eine Pekinger Tepesche, die in Tokio halbamtlich bestätigt wird, sagt, der russische Gesandte habe den Vorschlag gemacht, die auf den 8. Oktober anberaumte Räumung der Mandschurei Distrikte Kien und Amuier zu verschieben. Türfei. Kriegerische Maßn ahm e n. Wien, 9. Sept. Nach der Zeit" sind die türkischen Truppen angewie sen, in den kommenden VollmondNächten die bulgarische Grenze von Ost-Rumänien zu überschreiten, um alle Banden im Vilayet Adrianopel zu umzingeln. ÄuZ anderen Quellen verlautet, der türkisch? Kriegsminister brenne darauf, die als unvermeidlich geltenden Feindseligkeiten gegen Bulgarien zu be ginnen. Dynamit -Attentat befürchtet. Sofia. 9. Septbr. Nach dem Dncvnic haben die Consuln von Salonchi von ihren Botschaftern Sendung von Kriegsschiffen aus Furcht vor Tynamit-Ausbrüchen verlangt. Von Losengrad marschirten 8000 Türken nach der bulg. Grenze. Die maced. Comites arbeiten eine Denkschrift an die Vertreter der Mächte aus, worin sie erklären, daß die Insurgenten gegen die türkischen Greuel zu Wiedervergeltungsmaßregeln greifen werden. Amer. Schiffe nicht nöthig' L o n d o n, 9. Sept. Die heutigen amtlichen und Preß-Berlchte au? dem nahen Osten betonen den Ernst der Lage und bestätigen die Ansicht der hiesigen Negierung, daß der Sultan in Folge der allgemeinen Erregung in der europ. und asiatischen Türkei durch die unlenlbaren Leidenschaften seiner ottoman. Unterthanen zu einem Kriege mit Bulgarien gedrängt werden kann. Ueber den russisch-österreichischenVor-schlag, eine gemeinsame diplomatische Zwangsaltion in Sofia auszuüben, äußern sich die türkischen Beamten erkenntlich. Amtliche Kreise bezweifeln nicht, daß die Pforte energische Maßnahmen zur Unterdrückung der Unruhen in Beirut ergreist. Nazim Pascha, Wali von Syrien, ist daselbst angelangt und die türkischen Beamten erwarten von ihm baldige Wiederherstellung der Ruhe. Daß die Aufgabe schwierig ist, geht aus der Erneuerung der Unruhen daselbst hervor. Frankreich will Kriegsschiffe nach Beirut senden, jedoch Teutschland hat die Versicherung abgegeben, daß es die nicht zu thun gewillt ist. Großbritannien, das so gut wie gar keine Missions-Interesien in Syrien besitzt, hat bis jetzt noch keine Schiffe nach Beirut geschickt. Für den Schutz des Eonsulats verläßt es sich auf die amer. Schiffe. Nach einer hohen diplomatischen Persönlichkeit ist eS sehr wohl möglich, daß Rußland nach Unterbreitung seiner rna cedon. Pacificationsvorschläge an die Pforte die schwarze Meer-Flotte nach türkischen Gewässern entsendet. Die ..St. JameS Gazette" theilt heute Nachmittag mit, zwischen Großbritannien und Oesterreich sei ein Abkommen abgeschlossen, das unter gewissen Umständen in Wirkung trete. Die türkische Botschaft erließ heute eine abermalige Erklärung, daß die Berichte über Massen-Abschlachtungen aus bulgarischen Quellen kommen, um europäische Intervention herbeizuführen. Zugleich wird wiederum be-
zweifelt, daß die Lage in Beirut
ernsibaft sei, mit dem Beifügen : , Die türkische Regierung hofft demnach, daß die amenk. Kriegsschiffe so bald als möglich abfahren. Ihre AnWesenheit dient nur zur Aufreizung des Volks. Die Botschaft ist aus Eonstantinopel informirt, daß für die Ansammlung amer. Schiffe in Beirut kein Grund vorliegt." Paris, 9. Sept. Eine Depesche aus Cairo meldet, daß beunruhigende Gerüchte über die Lage in Syrien im Umlaufe sind. Auch zeigen amtliche Nachrichten aus Beirut den Ernst der dortigen Lage. Gestern wurde ein weiterer Ehrist getödlet, die türkischen oldaten schließen sich den Mohammedanern bei den Angriffen auf die Christen an, Häuser sind zerstört, ein franz. Laden zertrümmert und die franz. Bewohner in einem Zustande des Schreckens. Revolutionsführer gefallen. S a l o n i ch i' 9. Sept. Der berühmte Revolutionsführer Capitän Zoyan ist in einem Gefecht am See Aniatovo, Vilayet Constantinopel, gefallen. Auch noch 3 andere Bulgaren wurden getödtet und viele verwundet. Die Türken erbeuteten bei dieser Gelegenheit Munition und eine Anzahl Revolutions-Proklamationen. Ein Türke fiel. Die starke Jnsurgentenbande, die am 7. September bei Ostrovo, 30 Meilen von Monastir von 12 türkischen Bataillonen umzingelt war, ist in die Berge entkommen, aber bereits wieder eingeschlossen. Bei Damir Kapu, 60 Meilen von Salonichi, waren die Verluste der Aulgaren schwer. Preß-Ansichten. Berlin, 9. Sept. Nach dem Lokal-Anzeiger" dauerten am Montag in Beirut die Ehristenmorde noch fort. In hiesigen amtlichen Kreisen scheint das Gesühl zu herrschen, daß die AnWesenheit der amerikanischen Schiffe die türkische Lage complicirt. Auch sonst in der Sprache gemäßigte Zeitungen drucken sich mit Unwillen über die Gegenwart der amerikanischen Schiffe vor Beirut aus, da die mohamedanische Bevölkerung hierdurch erregt werde. Andere Blätter indessen bezeichnen es als ungerecht, die Ausbrüche den amerikanischen Schiffen zur Last zu legen. Das ..Tageblatt" äußert sich sehr günstig über Admiral Eotton und den gemäßigten Ton in seinen Berichten. Serbien. Die mißvergnügten Offiziere. Belgrad, 9. Sept. Den kürzlich verhafteten serbischen Offizieren ist es gelungen, eine neue Proklamation zu veröffentlichen, in welcher sie alle Offiziere auffordern, gemeinsam die strenge Bestrafung der Königsmörder zu verlangen. Die Offiziere verlangen, entweder sie oder die Mörder müssen den Dienst verlassen. Die Kundgebung schließt mit Hochrufen auf Köng Peter. Das Publikum stellt sich jetzt offen auf die Seite der verhafteten Offiziere und verlangt ihre Freilassung. Ueber die Ernennung des Generals Eynkies, eines der Hauptverschwörer, zum Eommandenr der Armee-Division in Nisch, herrscht große Verstimmung. San Domingo. -Differe nzen mit Frankreich. San Domingo, 9. Sept. Da die dominikanische Regierung das Ge setz betreffs der Rechte der ausländischen Bond-Besitzer verletzt haben soll, so hält die französische Regierung zunächst die Exequatur - Ertheilung an den neuen dominik. Consul in Havre zurück. Falls die dominik. Regierung in ihrer Haltung beharrt, so greift Frankreich zu anderen energischen Maßregeln. Australien. Regierung fügt sich. Melbourne, Victoria, 9. Sept. Der Minister - Präsident kün digte heute im Abgeordneten-Hause die Zurückziehung der Versöhnungsvorlage an, bei welcher die Regierung gestern eine Niederlage erlitten hatte. Indessen werde die Regierung die Vorlage bei den kommenden Wahlen zu einem Theil ihres Programms machen. Canada. Stern stellt sich. Toronto, Ont., 9. September. Leopold Stern, wegen der betrügeri schen Eontracte für Briesträger-Taschen angeklagt, stellte sich heute der Polizei. Er wird sich seiner Auslieferung wider setzen.
Deutschland . Rhein-Elbe-Canal.
Berlin, 9. Sept. Das preu-I ßisch; Ministerium hat beschlossen, dem Landtage abermals eine Vorlage zum Bau des großen Ueberland-Canals zu unterbreiten, der den Rhein mit Weser und Elbe verbindet und damit das vom Kaiser empfohlene System inländischer Wasserwege zum Abschlüsse bringt. Der Eongreß-Abgeordnete Burton, Vorsitzender des Fluß und Hafen Comites, der von seiner Inspektiontour in Ost und Südost-Europa hierher zurückgekehrt ist, bezeichnet das obengenannte als einziges Canalprojekt in Europa, das sich an Ausdehnung mit den vorgeschlagenen Erie Canal-Ver-besserungen vergleichen lasse. Die Kosten des Rhein-Elbe Eanals wnrden auf S50.000.000 veranschlagt; man ist aber jetzt der Ansicht, daß sie bedeutend höher zu stehen kommen. Herr Burton, in dessen Begleitung sich Major Mahan vom IngenieurEorps und sein Secretär Floyd befinden, wurde in den Ländern, durch die er kam, mit großer Aufmerksamkeit behandelt. Rußland stellte ihm Regierungsdampfer zur Verfügung und verschiedene Ingenieure begleiteten ihn von Twier an der Wolga bis Tsaratzin, 1660 Meilen weit. Herr Burton verbrachte 11 Tage an der Wolga und besuchte dann die Häfen des schwarzen Meeres, die Donau und die Elbe. Die Manöver. Halle, 9. Sept. Ein fürchterlicher Regensturm bei- dem heutigen Manöver riß die Ballons weg und machte drahtlose Telegraphie unmöglich. Der Kaiser commandirte heute zwei sächsische Eorps, machte einen heftigen Angriff aus die Gegner und zwang die Preußen nach Erstürmung verschiedener Batterien zum Rückzug. Brokbritannien. Gewerkschafts - Eongreß. L e i c e st e r , 9. Sept. Der Ge-werkschasts-Congreß befaßte sich heute mit den Türken Greueln, die jeden britischen Unterthanen mit Entrüstung erfüllen". Ein diesbezüglicher Beschluß wurde einem Comite überwiesen. Enthusiasmus erregte eine zur Verlesung gekommene Glückwunsch-Depesche von Samuel Gompers, dem Präsidenten des Amer. Arbeiter-Verbandcs. Colombia. Völlig todt. New York, 9. Sept. Wie der Panama Eorrespondent des Herald" versichert, wird nach den neuesten Nachrichten aus Bogota der Vertrag über den Hay-Herran Kanal jetzt allgemein als todt und begraben betrachtet. Die Vereinigten Staaten könnten jetzt ebenso gut ernsthafte Unterhandlunzen mit Nicaragua beginnen. Auf dem JsthmuS herrscht tiefe Entmuthigung und man sieht die einzige Rettung in der Selbsthilfe. Schiffsnachrichtcn. Angekommen. New York: Graf Waldersee" von Hamburg; Majestic" von LiverPool; Aurenia" von Liverpool. Queenstown: Teutonic" von New York. Southampton: Philadelphia" von New York. Bremen: Kaiser Wilhelm der Große" von New York. Antwerpen: Switzerland" von Phi ladelphia. Liverpool: Friesland" von Philadelphia. Glasgow : Tritonia" von Montreal. New York : Laurentian" von Glaö gow. Queenstown: Carpathia" von New Vork.
Abgefahren: Queenstown: Saxonia" nach Boston. Southampton: Kaiser Wilhelm II." nach New York. New York : St. Louis" nach Southamptan; Potsdam" nach Rotterdam; Germanic" nach Liverpool. Liverpool: Nordland" nach Philadel. phia; Oceanica" nach New Jork. Cherbourg: Kaiser Wilhelm II. nach New York.
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VMc und neue NuSbrüche des Berges uno angcrlyttte chaocn. VomvtttS und Herkulanums Untergang. Lange Nuhcpausen Ter alte Krater Fort Lsck,wcmmteS Klotter Verschiedene Srup tiondvaucr SZaturrcize. Die erneute anhaltende Thätigkeit des Vesuvs hat diesem unheimlichen Feuerriesen am Golf von Neapel und seiner an Zerstörung reichen Bergangenheit abermals die allgemeine Aufmerksamkeit zugewendet. Der Vesu war schon seit unvordenklichen Zeiten ein Vulkan; allein es müssen zwischen der älteren Periode seiner Thätigkeit und jener, die mit dem Jahre 79 n. Chr. beginnt, lange Zeiträume verflossen sein, so daß selbst die hochgebildeten Römer nichts von der Geschichte des Berges wußten. Die Spuren einstiger Ausbrüche waren jedenfalls gänzlich vergessen, und die CtorfvH irr VnpTrfiPr mrm 5itr QptI hol WlUyklVItf i IVVtUyV IIIUII j)H vJ WV römischen Republik und zu Anfang des Kaiserthums in Bezug auf den Vesuv lebte, war es, welche unter Anderem den Gladiator Spartakus, den Anstister und Führer des Sklavenkneges, (73 bis 71 v. Chr.) vermochte, sich mit seiner Truppe in den Klüften und Höhlen des Vesuvs zu verbergen. Der jetzige Kegel des Berges bestand damals noch nicht; er ist das Werk einer späteren Eruption und dem eigentlichen antiken Krater aufgesetzt. Der heutige ?rs r-'Hl) r&tthtf ÖSS h0 5!?z.X Xl .yi-ra , tvi' m&mMm Ter Vesuv mit dem Golf von Neapel. Krater hat kaum 60 Aards im Umfange, aber noch im 17. Jahrhundert betrug der letztere nahezu 4.3 englische Meilen. Ein Umstand, der wohl geeignet gewcsen wäre, die Umwohner auf die von dem Berge drohende Gefahr aufmerksam zu machen, war das gewaltige Erdbeben am 5. Februar des Jahres 63 n. Chr., das die Ortschaften an den Abhängen des Vesuvs arg verwüstete. Herkulanum wurde halb, Pompeji ganz zerstört. Die Aufregung war so groß, daß der Senat in Rom die Frage in Erwägung zog, ob man den Pomvejanern den Wiederaufbau der Stadt auf dem alten Fleck gestatten sollte. Die Entscheidung fiel zu Gunsten Pompejis aus. Der Wiederaufbau ging rasch von Statten. Unter den Augenzeugen der nächsten, durch die Zerstörung von Herkulanum, Pompeji und Stabiae berühmt gewordenen Eruption des Vesuvs im Jahre 79 n. Chr. ist es der jüngere Plinius, welchem wir die Kenntniß der genaueren Einzelheiten jener Schreckenstage verdanken. Nach dieser fürchterlichen Eruption scheint der Vesuv volle 124 Jahre geruht zu haben; die geschichtlichen Ueberlieferungen vermelden erst wieder einen Ausbruch im ahre 203. Hierauf folgte abermals eine ruhige Periode bis 471. Die Eruption im letztgenannten Jahre bedeckte dann, wie Ligonius versichert, halb Europa mit Asche und verursachte zu Konstantwopel einen solchen Schrecken, daß Kaiser Leo die Stadt verließ. Die ganzen nächsten zwei Jahre soll der Berg noch Feuer gespien haben. Von den in den folgenden Jahrhunderten stattgefundenen Eruptionen war die von 1139 die größte, von welch' letzterem Jahre ab die Thätigkeit des Drahtseilbahn. Vesuvs aber so vollständig erlosch, daß das Innere des Kraters mit Eschen und Eichen bedeckt war. Dafür war dann die Eruption vom Jahre 1631 um so, stärker und entsetzlicher. Der Berg schleuderte unter furchtbarem Krachen ' glühende Felsblöcke empor., drei gewakjge Ströme schlammigen
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kochenden Wassers schassen den Abhang hinunter. Ein Kloster mit all' seinen Insassen wurde in's Meer hinausgeschwemmt; das Städtchen Torre del Greco wurde gänzlich zerstört; mehr als 1000 Menschen kamen um, und ganz Kampanien ward aus einem üppigen Landstrich plotzlra) in eine aller Vegetation beraubte Wüste verwandelt. Von spateren Eruptionen richteten besonders die in den Jahren 1794, 1822, 1850, 1872 und 1893 stattgefundenen größeren Schaden an. Weder im Auftreten noch in der Dauer läßt sich übrigens bei den vulkanischen Ausbrüchen eine GesetzMäßigkeit konstatircn. Die Eruption des Vesuvs im April 1872 währte nur
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Aufstieg zum Kraterrande. wenige Tage; es war ihr aber eine einjährige Periode kleinerer Ausörüche vorangegangen; der Ausbruch von 1850 war seit 1841 in Vorbereitung; 20 Tage dauerte die Eruption von 1822. Mit dem Vesuvausbruch des Jahres 1794 begannen die wissenschaftlichen Beobachtungen; denn diese fiel in die Epoche der aufblühenden geologischen Wissenschaft, und seitdem hat diese nicht nur am Vesuv, sondern wo es nur immer möglich war, keine vulkanische Eruption mehr unbeobachtet vorübergehen lassen. Ueber die Umgebung des Vesuvs hat Mutter Nawr einen so üppigen Zauber ausgegossen, wie er nur noch wenige andere Stellen der Erde auszeichnet. Kein Wunder, daß direkt am Fuße des alten feurigen Herrn 80,000 Menschen sich angesiedelt haben, ungerechnet die zahlreichen Fremden, die alljährlich dort sich einsinken, um die fast unvcrgleichlich schöne Naturwelt zu bewundem. Zur Besteigung des Berges besteht seit 1880 eine mit einem Kostenaufwande von rund $100,000 erbaute Drahtseilbahn, die bis zu einer Höhe von 410 Fuß unter dem Kraterrande emporführt. Von der oberen Station dieser Bahn geht es dann auf einem zunächst guten, schließlich aber in Folge der losen Asche recht unangenehm heißen Pfade zum Kraterrande hinauf. Dovcrs nrurr Alücgrhafm. Wichtiger Vntfchlnb der Hamburg-Amerika Linie und feine Bedeutung. Mit ihrem Entschlüsse, ihre Dampfer mit Beginn des Jahres 1904 in Dover anlegen zu lassen, hat die Direktion des Hapag" (Hamburg - Amerika-Packetfahrt-Aktien-Gesellschaft) nicht nur einen neuen chntt in der großartigen Entwicklung dieser OzeanNeuer Anlegchafen. Dampfer-Linie vollzogen, sondern auch ein weiteres Mittel zur Vergrößerung der Handelsbeziehungen zwischen Deutschland und England geschaffen. Man hat in Dover dem alten Hafen einen neuen Anlegehafen für Kauf-fahrtei-Schisfe hinzugefügt. Dover ist einer der Hauptpunkte der Küstenbefestigung Englands. Ter alte Hafen diente vorwiegend den Bedürfnissen der Kriegsflotte und bestand bis Dato in drei Bassins, die durch ausgedehnte Molebauten begrenzt waren. Anlegebrücken gaben den Schiffen Gelegenheit zum Anlegen, zu denen nun eine dritte im neuen Hafen auf unserem Bilde veranschaulichte Brücke hinzugetreten ist. Die Hafenanlagen werden begrenzt durch ein 230 Fuß über dem Meeresspiegel sich erhebendes Felsenriff. das eine theilweise Scheidewand zwischen Festland und Meer bildet. Die Stadt Dover, die etwa 30.000 Einwohner zählt, liegt am Ausgang des von hohen Kreidefelsen eingeschlossenen Thales des Flüßchens Dour. Gewältige Festungswerke krönen die umgebenden Höhen, beherrschen die Zugänge zu Stadt und Hafen und bieten Raum für eine Armee von 25.000 Mann. Das 325 Fuß über dem Meeresspiegel gelegene Schloß enthält einen von den Römern erbauten Thurm und eine angelsächsische Kirche. Die innere Feste stammt aus der Zeit Heinrichs II. (1154 bis 1189).. Eine alte, für nach Canterbury wallende Pilger erbaute Herberge dient jetzt als Rath,aus. An industriellen Anlagen entalt die Stadt dermalm Schiffsbau-
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öfe. Seil, und Vavierfabriken.
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