Indiana Tribüne, Volume 27, Number 14, Indianapolis, Marion County, 8 September 1903 — Page 6

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Europäische Nachrichten.

Provinz Schresivig-Kolstsin. Altona. Bei der Cbristuskirche schoß sich ein elegant ge!l:idcter Herr eine Kugel in den Kopf. Der Tod trat nach kurzer Zeit ein. Der Selbstmörder wurde von der Behörde als ein Leutnant a. D. John aus Görlitz recognoscirt. Der Beweggrund des Selbstmords ist unbekannt. Dietrichsdorf. Das Töchterchen des Pförtners Lohe fiel aus dem Fenster, brach das Genick und starb sogleich. E lms horn. Ein sehr betrübender Unglücksfall ereignete sich auf dem Sandberg. Gerbereibesitzer H. Schnohr wollte vor Beginn der Arbeit das Feuer unter der Maschine ansteckcn. Beim Rückgang trat er auf den Deckel einer Lohgrube, welcher um schlug, und Schnohr stürzte kopfüber in die Sänre. Als den Seinigen die Zeit lang wurde, ging seine erwachsene Tochter in die Fabrik, um den Vater zu rufen. Diese fand ihn mit den Füßen nach oben in der Lohgrube vor. Güldenstein. Der bei der Rübsenernte beschäftigte Landinste Landschoof aus Harmsdorf stürzte von einem beladenen Rübsenwagen herab und war sofort eine Leiche. Kiel. Das Fest der goldenen Hochzeit begingen Geheimer Justizrath Oberlandesgerichtsrath a. D. von Zülow nebst Gemahlin. Geheimrath von Zülow steht im 82. Lebensjahr. Er schied am 1. Januar 1900 aus dem Justizdienste aus. in dem er 50 Jabre lang gewirkt hatte. Auf dem Werftdampfer Bussard" platzte das Hauptdampfrohr; Maschinist Hellmann war sofort todt, der Heizer Meier wurde schwer verbrüht und starb auf dem Transport nach der Verbandsstätte. Hellmann hinterläßt eine Familie. Neumünster. Der 18jährige Sohn des Schlossermeisters Heinrich Voß fand seinen Tod dadurch, daß ein durch einen Motor getriebener Schmirgelstein, an dem er beschäftigt war, zersprang und einzelne Stücke davon ihm die Schädeldecke zertrümmerten. S ch o b ü l l. Landmann Peter Simon Süncksen wurde von seinem Stier beim Füttern zu Boden geworsen und so zertreten, daß ihm der Brustkasten eingedrückt wurde. Der Verunglückte starb bald darauf. Er hinterläßt Frau und Kinder. S t e t l i n g e n. Sein 25jähriges Jubiläum als Beamter der Staatsbahn feierte Herr Tüscher. Dem Jubilar wurden sowohl von seinem Vorgesetzten als auch von Collegen mancherlei Ehrungen zu Theil. Wobbenbüll. Zwischen Hatt stadt und unserem Dorfe verunglückte der 42jährige unverheirathete Landmannssohn Jens Matthiessen von hier, indem er von emsm Fuder Dach stroh abglitt und zwischen die Pferde gerieth. Er ist jedenfalls mit dem Kopf auf die Deichsel geschlagen und von den Pferden getreten worden. Man fand ihn todt mit dem Kopf dicht vor dem Vorderrade liegend, ganz in die Zügel verschnürt und schrecklich zugerichtet. Jfvovznz Sacyxen. Magdeburg. Ertrunken ist in der Elbe bei Hohenwarthe der 13jährige Schulknabe Otto Lehmann. Lehmann war mit seinem Vetter zum Angeln gegangen, dabei entglitt ihm die Angelstange. Um die Stange nicht zu verlieren, sprang er derselben nach und fand dabei den Tod in den Wellen. Kurz vorher slarb den Eltern des Lehmann erst die 21jährige Tochter. Rangirarbeiter August Pansegram, Endelstraße '1 wohnhaft, wurde auf dem Güterbahnhof Neustadt bei Ausübung seines Berufes überfahren und getödtet. A n n a b e r g. In der Erregung über Meinungsverschiedenheiten wegen der Reichstagswahlergebnisse schoß in der Holzdorferstraße Hierselbst der als jähzornig bekannte Arbeiter Lies mittels eines Revolvers den Arbeiter Kirst aus nächster Nähe nieder. Lies wurde festaenommen und nach Prettin in's Gefängniß gebracht. B a r n e b e r g. Der auf der Brikettfabrik des consolidirten Vraunkohlenbergwerks Caroline" beschäftigte Magazinvcrwalter Georg Pieper hat sich erschossen. Pieper, der bereits über 20 Jahre auf genanntem Werke thätig war, hinterläßt Frau und Kinder. Was ihn zu dem verzweifelten Schritt veranlaßt hat. konnte bisher noch nicht festgestellt werden. Derben. Schiffsbauereibesitzer Lösche wurde vor einiger Zeit von eiuer Fliege in den Hals gestochen; dieser schwoll sogleich an. es trat Blutvergiftung ein. ärztliche Kunst konnte ihn nicht mehr retten, er starb bald danach. Erfurt. Einem Verbrechen fiel die unverehelichte, etwa 40 Jahre alte Tochter des verstorbenen Amtsrichters Starke in dem 4 Wegsstunden von Er furt belegenen Stadttheile zum Opfer. Sie war von einem Gange nach dem Bahnhofe nicht wieder zurückgekehrt. Den Passanten der nach dem Bahnhofe führenden freien Straße bot sich ein schrecklicher Anblick. Auf einem Kornselbe lag auf rundum zertretenen Platze die Leiche der Dame mit dem Gesicht nach unten. Sicher hat ein ernster Kampf stattgefunden. Leider ist der ruchlose Mörder noch nicht ermittelt worden. G l ö t h e. Arbeiter Andreas Maigatter erschoß seinen Bruder Louis im

Indianer Tribüne,

Aerlause eines Streites wegen rvschaftangelegenhciten. Der Thäter wurde verhaftet. G ö l s d o r f. Der 27jährige Landwirth Walther fiel in derScheune von einem Balken herab auf die Tenne, wobei er einen Schädelbruch erlitt; er verstarb, ohne das Bewußtsein wieder erlanat au baben. Vor Jahren verunglückte sein Vater durch einen ähnlichen Sturz. G r o ß j e n a. Beim Baden in der Unstrut ertrank der bei dem LandWirthe Schlag bedienstete Jungknecht Paul Lux. Halle. Die hiesige philosophische Fakultät der Universität ernannte Freiherrn v. Erffa auf Schloß Wernbürg wegen seiner Verdienste um die Förderung der Wissenschaften und Universitäts - Interessen als Mitglied des Abgeordnetenhauses zum Ehrendoctor. Katharinenberg. Lehrer und Kantor Josef Kobold feierte sein 25jähriges Amtsjubiläum in der biesigen Gemeinde. K l e i n - K u g e l. Von der Erntearbeit heimgekehrt, wollte die Ehefrau des Kutschers Simon das Mittagbrot zubereiten. Weil aber das Feuer nicht brennen wollte, schüttete sie Petroleum aus derKanne in die Flammen. Sofort explodicte diese und überschüttete die Frau mit ihrem brennenden Inhalte. Sie ist den Brandwunden erlegen. O s ch e r s l e b e n. Das vierjährige Söhnchen des Maschinenmeisters Walters spielte in Abwesenheit der Mutter allein im Garten. Dabei kam es der am Garten vorbeifließenden Bode zu nahe, siel hinein und ertrank. P r e st e r. In der Elbe ertrank das sechsjährige Söhnchen des Arbeiters Bergmann beim Baden. Nach längerem' Suchen wurde die Leiche geborgen. Schadeleben. Während e! nes Gewitters schlug der Blitz in das Haus des Amtsdieners Sturm und tödtete diesen, welcher am Fenster saß. V L l p k e. Das zweijährige Töchterlein des Postschaffners H. Behrens wurde, während es auf der Straße spielte, von dem Gespann eines hiesigen Landwirths überfahren. Die Räder gingen der Kleinem üb Brustkästen und Hals, so daß der Tod nach kurzer Zeit das Kind erlöste. Den Knecht trifft keine Schuld. Zrcvirz ,5bamtccr. Hannover. Sein SOjährixes Doktorjubiläum beging Dr. pH. FenkHausen, der seit etwa 20 Jahren hier seinen Wohnsitz hat. Der Jubilar ist aus Bremer'oörde gebürtig. Dem Geheimen Medizinalrath Dr. Hüpeden wurde aus Anlaß seines 50jährigen Doktorjubiläums der Rothe AdlerOrden dritter Klasse mit der Schleife und der Zahl 50 verliehen. Der Jubilar hat sich allen Ovationen durch eine Reise entzogen. A p e n s e n. .Das Wohnhaus des Tischlermeisters Stahmann wurde durch Feuer qänzlich zerstört. B o ck e l. Die Dienstmagd Fitschen wurde vom Blitz erschlagen. C e l l e. Der kürzlich in der hiesigen Strafanstalt verstorbene Buchhändler Hermann Schulze hat unserer Stadt sein ganzes Vermögen, etwa 130.000 Mark vermacht. Den Verwandten sind je 100 Mark vermacht. Diemarden. Arbeiter Finke aus Klein - Lcngden gerieth mit dem Sohne des Mühlenbesitzers Vauerme'ster in einen Wortwechsel. Der ältere Bauermeister kam darauf zu und wollte den Streit schlichten, doch Finke verbat sich jede Einmischung. Daraus entspann sich zwischen dem älteren Bauer, meiste? und Finke ein Streit, in dessen Verlaufe Finke ein Messer zog und es dem Vauermeister bis ans Heft in die Brust stieß. Ter Gestochene war bald eine Leiche. Eissendorf. Ein schrecklicher Anblick bot sich der Ehefrau Stenzel, als dieselbe nach Reinigung der Treppe wieder ihre Küche betrat. Ihr l.jähriges Töchterchen lag mit dem Kopfe nach unten in einem eisernen Wassereimer und war ertrunken. G e e st e m ü n d e. Ein bedauerlicher Unfall ereignete sich in der Grünestraße. als ein von einem Lehrling gelenktes Bäckerfuhrwerk diese durchfuhr und ein zweijähriges Kind, dessen Eltern. das Postschaffner Kinkhorstsche Ehepaar, im Hause Nr. 30 der genannten Straße wohnen, erfaßte und so unglücklich mit beiden Rädern der einen Wagenseite überfuhr, daß der Tod alsbald eintrat. Provinz Westfaren. Münster. Der LandgerichtsPräsident Geheimer Oberjustizrath Thomsen beging die Feier seines 50jährigen Dienstjubiläums. Barok. Der hier zugezogene Berginvalide H. Rincke ist in seiner Wohnung zu Barop erhängt aufgefnden worden. B r a ck e l. Es entstand in dem Wohnhause des Landwirthes Surmann Hierselbst Feuer. Das aus Fachwerk bestehende Gebäude wurde zum Theil eingeäschert. Dortmund. Der Monteur Schlaab tödtete den Arbeiter Gutbertet im Streite durch einen Schlag auf den Kopf. Gestorben an den Folgen einer schweren Verletzung ist der Postbote Schmidt im hiesigen Krankenhause. Horde. Einen schrecklichen Tod erlitt der Schlachtheuer Friedrich Finn aus Schüren auf der Zeche VickefeldHorde. Finn war beim Abteufen be-

S September 1903.

scyastlgt und stürzte ca. 70 Meter tief in den Schacht, sodaß der Tod sofort eintrat. L ü d e n s ch e i d. Es brach in der Fabrik der Firma Märkische Drahtwerke" in Oberrahmede Feuer aus, das sich mit großer Schnelligkeit über das Gebäude verbreitete. Das obere Stockwerk, in dem sich die Abtheilun gen für Spulerei, Verzinnerei etc. befanden, wurde vollständig zerstört. L ü n e n. In der Werkstätte des Schreinermeisters Herrn Bergmann vor dem Lippethore war Feuer ausgebrochen, das an dem auf dem Boden lagernden Heu reichlicheNahrung fand. Das Dach ist vollständig abgebrannt. Mitten. Unter dem Vorwand, ihren im Krankenhause liegenden Bruder besuchen zu wollen, entfernte sich die Dienstmagd Elise Müther von ihrer Herrschaft. Sie begab sich in die Waldungen des Kohlensiepen" und trank dort Salzsäure, worauf sie starb. M otten unv 'Milben i n Polstermöbeln. Wollstoffen, Makartsträußen usw. ist im Allgemeinen schwer beizukommen und die empfohln nen Vertilgungsmittel helfen darum wenig oder garnicht. Sicher gelingt die Tödtung dieser lästigen Feinde, wenn man in der Lage ist, trockne Wärme anzuwenden. Wer Gelegenheit hat, Polstermöbel usw. einige Zeit in einem Raum, wie Malzdarre, Backofen unterbringen können, wo sie trockener Hitze ausgesetzt werden, kann sicher sein, daß diese alle Lebewesen aetödtet hat. Vortheile beim Na Yen. Personen mit schwachen Augen mllssen, wenn sie eine Nadel einfädeln wollen, dieselbe über etwas Weißes halten, wodurch das Auge unterstützt wird. Sich bei Lampenlicht an einen Tisch zu setzen, der mit einem schwarzen oder dunklen Tuch überdeckt ist, ist den Augen nachtheilig. Wenn solche Arbeit verrichtet werden muß, so lege man ein weißes Tuch vor sich. Das Nähen bei Zeugen, welche sich schwer mit der Nadel stechen lassen, kann man erleichtern, wenn man das Zeug, wo man eine Naht machen will, vorher mit Wachs überfährt. D eraufderJnselVurzi bei Nauplia gefangen gewesene berüchtigte Henker Griechenlands, Vekiaris, der während seiner blutigen Thätigkeit 105 Personen vom Leben zum Tode beförderte, ist an den Folgen einer Lungenentzündung gestorben. Vekiaris stammte aus einem Dorfe bei Arqos und befand sich jetzt zum zweiten Male in der Strafanstalt. Nach VerÜbung eines Todtschlags hatte er sich für einen bestimmten Zeitraum zur Uebernahme der Pflichten eines Henkers bereit erklärt. Als diese Zeii verstrichen war, kehrte er in seine Heimath Argos zurück, wo er einen Weinschank eröffnete. Aber nur wenige Gäste sprachen bei dem ehemaligen Henker vor, und als ihm einmal einer seiner Gäste zurief: He, Bekiaris, dein Wein ist das Blut der von dir Geköpften!" 'da tödtete der frühere Scharfrichter den Verwegenen. Zum zweiten Mal bezog er nun Burzi, das er nicht wieder verlassen durfte. Er schlug den Deliquenten mit großer Gelassenheit den Kopf ab. ja, er freute sich auf jede andere Gelegenheit, einen Verbrecher hinzurichten, da er dann außer seinem Gehalt von 200 Drachmen im Monat eine besondere Vergütung von 100 Drachmen erhielt. Verschnappt. Eommis: Herr Prinzipal, eine Dame wünscht Sie am Telephon zu sprechenl. . . Ich glaube, es ist Ihre Frau Gemahlin!" Chef: Sie wünscht? Das ist nicht meine ijraui Im Gerichtssaal. Richter: Ich ermähne Sie, die Wahrheit zu sagen." Angeklagter: I wo, dann müßte ich ja ein Narr sein, denn es heißt doch: Narren reden die Wahrheit." Bestätigt. Frau: Was sagst du. du stündest unter dem Pantosfel?" Mann: Nun, ich meinte nur so." Frau: Du hast aber gar nichts zu meinen!" Auch richtig. Erzieherin: Ist die Kuh ein Säugethier?" Die kleine Mitzi: Die Kuh? O nein! aber das Kälbchen!" Ueberirdische Liebe. Und liebst Du ihn denn wirklich?Ob ich ihn liebe? Sieh Dir mal mein Kleid an." Ja, und?" Hat es die geringste Aehnlichkeit mit der jetzigen Mode?" Offengestanden, es hat . ..." Es hat keine?" Nein!" Siehst Du, und G treg's doch, weil es ihm gefällt."

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Die Städtc-Nnöstellung in Dresden.

In Dresden befindet sich in diesem Sommer eine Ausstellung, deren Gattug völlig neu ist. Der Gedanke zu dieser Veranstaltung ist ausgegangen von dem Dresdener Oberbürgermeister Geh. Finanzrath Beutler; 128 deutsche Städte, darunter alle Großstädte, haben der Anregung Folge geleistet, und so ist diese Ausstellung zu Stande bekommen, welche die weiten Räume des zu diesem Zweck noch stark BlickaufdemAusstellungZpalast. fcerten städtischen AusstellungspalasteZ am Großen Garten zu Dresden füllt. Zweck der Ausstellung ist, ein Übersichtliches Bild aller Verwaltungszweige zu geben, wie sie im städtischen Betrieb sich allmählich ausgebildet haben. Es sollte gezeigt werden, was in siädtischen Betrieben geleistet wird oder gZleistet werden kann, und es sollte Gelegenheit gegeben werden, durch den Vergleich zu lernen. Dieser Grundg?danke ist in vorzüglicher Weise verwirklicht. Das Gelände der Ausstellung am königlichen Großen Garten ist äußerst günstig gelegen. Auf ihm erhebt sich zwischen Anlagen und Schmuckplätzen der Ausstellungspalast, der mit seinen 4 m W j' $hf'fi k"?? Modell des Rathhaus-Neubaues zu Liegnitz. kräftigen Formen und seinen dem Haup'tbau angegliederten Flügeln einen imposanten Eindruck macht. Tritt man ein, so gelangt man in die runde, künstlerisch ausgeschmückte Kuppelhalle, in der das überlebensgroße Standbild des Königs Albert von Sachsen aufgestellt ist, und von dort in den von Ausstellungsobjekten fast ganz'freigelassenen Hauptsaal. Dem Eingang: gegenüber erhebt sich ein Abguß des prächtigen Neptunbrunnens, dessen Original im Parke des ehemaligen Marcolinischen Palastes in Dresden sieht; rechts und links große Modelle der Rathhäuscr zu Leipzia und Hannover. In der Wallotschen Wandelhalle ist die Abtheilung: Fürsorge der Gemeinden für öffentliche Kunst untergei ii fei r.v.'.'f- '!" v i r-yV':'-' ! 1 -v PV lAOZDWUM. WM ihä Vrwr" LJm: ir i MMZMMMzSTirTT ii ::: v, s 53 s ii": tiji kjiij.! y W -i - MUZSS?'TAW X- . ModelldesRathhauses zu Bielefeld. bracht, die zeigt, wie gewaltig die Städte in Bezug auf Architektur.Bildlzauerei, Malerei u. s. w. fortgeschritten sind. Dann kommt die Abtheilung für Stadterweiterungen, Bahnpolizei und Wohnungswesen, der die für Schulwesen und Volksbildung folgt. An diese schließen sich die Abtheilungen für Kassen und Finanzverwaltung, für Verkehrsverhältnisse. Beleuchtung, Straßenentwässerung u. s. w., die für Gesundheit und allgemeine Wohlfahrt, die d:r Sicherheitspolizei, für Reg:stratur und Bureaueinrichtung und endlich die für Armenwesen, KrankenPflege undWohlibätigkeitsanstalten an. Umgeben ist der Ausstellungspalast Modell des Rathhauses zu St. Johann a. d. Saar. von einer Anzahl kleinerer Hallen und Pavillons, die Sonderausstellungen enthalten. Die größte ist die an ägyptische Tempelbauten erinnernde Jndustriehalle, in der sich die Ausstellung Gewerbetreibender befindet. Aus der überreichen Fülle des Gebotenen sind noch zu nennen: die Ausstellungen für

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Straßenbahnwagen, Straßenbau, rauch und rußverhütende Feuerungsanlagen, Photographie, Maschinen, Heizung, Elektrizität, Gas- und Wasserwerke, Samariterwesen, Feuerbestattung, sowie der Pavillon für Volksgesundheit. Daß für die Erholung und das Vergnügen der Besucher hinreichend gesorgt ist, versteht' sich von selbst. Von dem reichen Inhalt der Deutschen Städte Ausstellung führen wir unseren Lesern einige neue deutsche Rathhäuser vor, die in Modellen ausgestellt sind. Im allgemeinen findet man an diesen Rathhäusern mit Vorliebe die alten historischen Stile wiederholt. Stattliche Kirchenbauten.

Zwei Kirchenbauten von außergewöhnlicher architektonischer Schönheit und .Eigenartigkeit sind die in den verstehenden Bildern dargestellten. Das erste zeigt die evangelische Christuskirche in Mainz, mit deren Bau im Jahre 1896 begonnen und die am 2. Juli d. I. feierlich eingeweiht wurde. Der für den Kirchenbau in Betracht kommende Platz an der herrlichen KaiDieneue evangelische Christuskirche in Mainz. serstraße, den die Stadt der Kirchengemeinde zum Geschenk gemacht hat, ließ schon durch seine Form und seine bevorzugte Lage die Errichtung einer centralen Kirchenanlage in's Auge sassen. Dem neuerlich aufgekommenen Bestreben, evangelischenKirchen sowohl im Grundriß wie im eigentlichen Bau einen eigenartigen Charakter zu verschaffen, ist hier bestens Rechnung getragen; demzufolge entstand diese centra'le Bauanlage im Stile der italienischen Hochrenaissance. Der Haupteingang oer Kirche mit einer geräumigen Vorhalle, in der wie beim ganzen Bau echtes Material zur Verwendung gelangte, befindet sich nach der Stadtseite zu. Erbauer ist der Architekt F. Fredrikson in Mainz, dem als ConD i e neue Synagoge in S z e g e d i n. strukteur Geh. Baurath Th. Landsberg in Darmstadt und als Bauführer Ludwi" Becker in Mainz zur Seite standen. In Szegedin, der Metropole der niederungarischen Tiefebene, ist kürzlich die im zweiten Bilde dargestellte neue Synagoge eingeweiht worden, die infolge ihres von der Schablone völlig abweichenden monumentalen Aufbaus und der originellen Details der Ausschmückung zu den bemerkenswerthesten modernen Bauwerken dieserArt gezählt werden darf. Der in Fach kreisen Aufsehen erregende Bau des prächtigen Gotteshauses wurde nach den Plänen und unter der Leitung des Budapester Architekten Leopold Vaumhorn ausgeführt, der sich durch die große Zahl der von ihm in Ungarn errichteten israelitischen Tcmpelgebäude bereits eines bedeutenden Rufes als Spezialist in diesem Baufach erfreut. Der freie Bauplatz bot dem Künstler Gelegenheit, sein Werk diesmal als freistehendes Gebäude in voller MonuMentalität zu entwickeln, und es ist ihm gelungen, mit dem errichteten Centralbau eine sehr günstige perspektivische Richtung zu erzielen. DerfrischeBraten. Wirth: Ja, vorigen Monat do hob i die Wirthschaft übernomme mit 'm sämmtlichen Inventar. Gast: So so! Da war wohl dieser Schwewebraten noch dabei?

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