Indiana Tribüne, Volume 27, Number 13, Indianapolis, Marion County, 7 September 1903 — Page 5

Jndiana Tribüne, 7. September 1903

Ausflug der Bauern" in's Freie.

Tec Bauern - Verein Bundschuh" veranstaltete gestern einen Ausflug nach Joe Thiesing's idyllisch von Gehölz umsäumter nahe bei Waterloo belege nen vciim. Die Mitglieder deZ Vereins waren schon am Vormittag mit Kind und Kegel ausgerückt und warden auf der Farm von dem jovialen Joe mit allen den Ehren empfangen, wie sie einem Verein von Bauern geziemen. Nachdem ein geeigneter Lagervlatz gefunden und vor Allem der SterneWirth an einem recht kühlen Platz stationirt worden war, wurde zunächst eine genußreiche Bekanntschaft mit dem reichen Inhalt der wohlgefüllten Lunch körbe angeknüpft, wobei so schlucksessive ein Füßchen schäumenden Gerstensaftes nach dem andern geleert wurde. Hier aus gründete Gesangsmeister Moesch den Gesangverein Halbe Lunge", welcher sich aus je sechs stimmbegaben Bauern und Bäuerinnen zusammen setzte. Das Orchester bestand aus dem Torfmusikanten Vesper (Ziehharmo nika) und seinen Gehülfen Pflumm jr. (Trompete) und Koster jr. (Trommel). So kam die edle Musika" zu vollen Ehren und die Vorträge waren so staunenerregend, dah die ältesten Bewohner aus Thiesings Farm sich nicht erinnern konnten, jemals etwas so steinerweichendes" vernommen zu haben. Aber schön war es doch. Im Laufe des Tages wurden noch zwei Basedall'Spiele absolvirt. Bauer Gustav Habich's Team" trug beide Male den Sieg davon. Der urnpire" aber, Oberbauer Pflumm, dankt noch h?ute seinem Schöpfer, daß kein Bach an der Farm vorbeifloß, die geschlagene Partie hätte ihn sicher hineingeworfen, so erregt war sie über seine angeblichen unparteiischen Entscheidungen. Der Dorf-Temosthenes Bauer Jsen flamm hielt eine folch wuchtige von Geistesfunken sprühende Rede, ?daß sie Ifast noch größere Bewunderung erregte, als der kürzlich von ihm an den Ufern des Pogue Run über zwei farbige Banditen errungene Sieg. Der Rednerruhm, welchen er sich er warben hatte, begeisterte auch noch andere Bauern zu Ansprachen, und es drohte 'eine förmliche Rederitis auszubrechcn. ' Dem beugten jedoch der obenerwähnte Eesangvereil und die Torfcapelle vor. Mittlerweile ging die Sonne lang sam zur Ruhe und der Vorrath der Fässer rasch zur Neige, und aus diesem Grunde mußte leider von dem freundlichen Wald-Jdyll Abschied genommen werden. Zuvor aber wurden noch Herrn und Frau Thiesing als Anerkennung für die den Bauern gewährte freundliche Aufnahme prächtige Geschenke überreicht. . Frau THU' sing erhielt ein hübsches Caffe-Service und ihr Gatte einen Aschbecher, welcher in künstlerischer Beziehung ein Schaustück ersten Ranges ist.

Sämmtliche schwäbischen Vereine bethnligcn sich gemeinschastlich an der Kirmes.

In einer gestern Nachmittag in John Emhardt's Local abgehaltenen Versammlung der Vorstände und der Kirmes-Comites des Schwäbischen Unterstützungs Vereins, des Südseite Schwaben-Vereins und des Schwäbischen Damen-Vereins wurde beschlossen, sich gemeinschaftlich an der Feier der Deutschen Kirmes" nicht nur in Kostümen, sondern auch an der Tarstellung der Schwäbischen Bauernhochzeit" und der Alte WeiberMühle" zu detheiligen. Die verschiedenen Comites halten am nächsten Mittwoch Abend im Local des Herrn John i&ber, No. 764 West North Straße eine gemeinschaftliche Sitzung ab. GrulZdeizenthuQs Uedertragungen.

Barbara McQuat an Newton Wright, Theil vom südöstl. , Sect. 20, Townsp. 14, Range 4. 87200. Wilhelmina Muller u. A. an Josephine Vincent. Lot 35, Eleveland Place Add. 81550. Andrew A. Black, Truste?, an Henry L. Dollmann, Theil von Lot 11, Sq. 40, Stadt Indianapolis. $5000. Harry E. Travis an Henry E. Banes, Theil von Lots 11 und 12, Wm. E. Smocks Sub., Fletchers 2. Add. 81100. Newton Wright an Wm. I. Green, Theil vom südöstl. , Sect. 21, Tp. 14, R. 4. 83400.

Die deutschen LZuSgrabuugen in ifgnpten. Von deutscher Seite waren im letzten Jahre drei archäologische Untersuchungen im Lande der Pyramiden ins Werk gesetzt. Ueber ihre Ergebnisse berichtet jetzt Otto Nubensohn zusammenfassend im Jahrbuch des kaiserlich deutschen Archäologischen Instituts. Die durch Freude der Wissenschaft ermöglichte sächsische Expedition unter Leitung des Profess?rs Steindorff hat auf dem Pyramidenfelde bei Gizeh cegraben und hier reiche Funde aus der 4. und 5. Dynastie gemacht. Die von den kömglichen Museen zu Berlin zur Gewinnung von Papyri unternommene Grabung hatte zuerst als Feld ihrer Thätigkeit den Gebe! Abusir" erwählt, einen südlich vom Dorfe Abusir el Melek gelegenen Wüstenhügel im Nilthal. Das hier schon früher aufgedeckte Todtenfeld enhält Gräber aus den verschiedensten Epochen, von der Zeit des mittleren Reiches bis in die griechisch-römische Epoche hinab. Die aufgedeckten Alterthümer gehören fast durchweg der eayptischen Kultur an. In Eshmunen (Hermupolis), wohin nach siebenwöchiger Arbeit in Abusir die Thätigkeit der Expedition verlegt wurde, konnten fast nur Vorarbeiten erledigt werden. Die Funde bestehen hier ausschließlich in Papyri. Die dritte deutsche Unternehmung war die von der deutschen Orientgesellschaft ins Werk gesetzte Grabung in Abusir bei Sakkarah. Hier ist der griechische Friedhof. aus dem verflossenen Jahre die Papyrusrolle mit den Persern'' des Timotheus hervorgegangen xzox, weiter untersucht worden. Dabei hat man mehrere Griechengräber aufgedeckt, die fast unversehrt erhalten waren. Tie Massenvernichtung kleiner Sinqvögcl und die Einschränkung des Wachtelfanges in Kairo sind Gegenstand einchender Berathungen des ägyptischen Ministeriums des Innern gewesen. Es sind schärfere Bestimmungen namentlich über den Fang der Thiere getroffen worden. Die Wachteln dürfen fortan mit Netzen nur in einer Entfernung von mindestens 1000 Meter vom Strande des Meeres gefangen werden, während bisher die Netze im Herbst unmittelbar am Strande aufgespannt waren, um die Vögel zu fangen, wenn sie von dem Fluge über das Meer ermattet am Strande einfielen. Es läßt sich voraussehen, daß diese Maßnahme eine günstige Wirkung haben wird. Die Thiere werken bei ihrer Ankunft am ägyptischen Gestade muthmaßlich genug Raum haben, um für die Fortsetzung ihres Zuges neue Kräfte sammeln und ihren Weiterflug unter Vermeidung der Netze antreten zu können. Ferner ist der Vogelfang .mit Leim ruthen uud der Transport sowie das Feilhalten der unter dem Namen Beccafigues bekannten kleinen Vözel auf ägyptischem Gebiet verboten. Scharse äifte bei einer Feld d'e 'stüdung. Vei der Vorstellung der Landwehrkompagnie des sächsischen Jäger - Bataillons Nr. 12 wurden mehrere scharfe Schüsse abgegeben. Ein Land wehrmann wurde durch einen der Schüfe leicht am linken Arm verwundet. Der Vorgang spielte sich folgendermaßen ab: Die Landwehrkcmpagnie lag ausgeschwärmt auf dem Exerzierplatz und hatte das Feuer auf den 600 Meter entfernt liegenden markirten Feind aufgenommen. Der Vataillons - Kommandeur schritt bi: Schützenlinie ab, um sich über die Kenntnisse der Landwehrleute u. s. w. zu orientiren. als von der Gegenseite drei scharfe Schüsse fielen, von denen der eine, wie schon angeführt, einen Landwehrmann leicht verletzte, die zweite Kugel einem anderen Mann an den Tschacko schlug und abprallte und die dritte in die Schützenlinie fiel, aber nicht traf. Wie vermuthet wird, sind es ausgegossene Platzpatronen gewesen. Das Gefecht wurde sofort abgebrochen und die Untersuchung eingeleitet. Allgemein wird angenommen, die Schüsse haben dem Kompagnieführer Herrn v. Abeken gegolten. Kampf acf.cu Malaria in Ntis;land. Eine von der Gesellschaft der Pirogvwschen Aerzte ausgerüstete Erpedition hat sich nach der Station Jemlach an der Transkaukasischen Bahn begeben, wo die Malaria furchtbar gewüthet und zahlreiche Opfer gefordert hatte. Man c.edenkt alle nur möglichen Maßregeln zur Abwehr der Seuche anzuordnen. So werden ähnlich wie in den italienischen Malariagegenden in den Dienstwohnungen der Bahnbeamten die Fenster durch dichte Dcahtnetze gegen daS Eindringen der Malriamücken geschützt, den Leuten selbst wurde befohlen, nach Sonnenuntergang nur bedeckt mit durchsichtigen Kopfhauben und Netzhandschuhen ins Freie hinaus zu c.ehen, und sie erhalten Ehinin als vorbeugendes Mittel. Die ?Nitglieder der Expedition untersuchen auch die bisher noch gesund erscheinenden Bewohner des Malariadistrikts und helfen den Kranken; sie wollen ihre menschenfreundliche Thätigkeit noch mehrere Wocken ausüben.

Vorn Sascrzrenlxof. Unteroffizier: Einj'ähriger, sehen Sie doch nicht so oft nach Ihrer Uhr, Ihr Jahr ist doch noch nicht mnl"

Wie aus Rock.Jsland berichtet wird, ist es Herrn Aldrich. dem Staatshistoriker von Iowa, gelungen, das Grab des berühmten IndianerHäuptlings Black Hawk ausfindig zu machen. Dasselbe befindet sich in der Nähe von Eldon, Iowa, an der Nordwcstecke der alten, jetzt vom Erdboden verschwundenen Stadt Jowaville. Ein Haufen Steine bezeichnet die Stelle, wo der große Häuptling dereinst zur Ruhe gebettet wurde. Herr Aldrich beabsichtigt, die, Staatsbehörden zu veranlassen, Bläck Hawk an jenem Platze ein Denkmal zu setzen. Eine einfache Vorricht u n g zur Vernichtung der Baumwollraupen wendet der Farmer F. H. Holloway in Marble Falls, Tex.. an, und er hat sie, da er sie schon seit dreißig Jahren erfolgreich benutzt, der Staatscommission unterbreitet. Sie besteht aus einer flachen Pfanne mit einer mit Kerosinöl gespeisten Lampe in der Mitte, ein wenig über der Oberfläche. Der Boden der Pfanne wird mit Wasser gefüllt und darüber kommt eine dünne Schicht Kerosinöl. Diese brennenden Lampen werden Nachts über das Baumwollfeld vertheilt, und von ihnen werden die Raupen angezogen. Am Tage pflügt er dann zwischen den Reihen. Herr Holloway behauptet, daß irgend eine Schaar Vögel nicht das Zerstörungswerk verrichten könne, das die Lampen bemerk stelligen. Seinen wilden Mann hat Viroqua in Wisconsin verloren. In dem dortigen County - Armenhause ist Joseph Scofield gestorben, dessen Tod durch das Essen von Glas herbeigeführt worden ist. Er war als Wild Joe" bekannt, sah genau wie ein sogenannter wilder Mann aus, hatte eine große Statur und verfügte über riesige Körperkräfte, aber nicht über ein Fünkchen Verstand. Zu.ZLeide that er Keinem etwas. Er, war im wahren Sinne des Wortes km Vielfraß und aß alles, was ihm in die Hände kam, sogar das Stroh in seinem Bette und" zuweilen auch Glas scherben. Vor vier Monaten zerbrach er eine Scheibe im Fenster seines Zimmers und aß die Splitter. Seit der Zeit kränkelte er. Eine Untersuchung nach seinem Tode ergab, daß Stroh, Baumwolle, Bindfaden und Glasnücke in seinem Magen waren. Durchdiesichim'mer wiederholenden Anklagen, daß die Vielweiberei, trotz ihres Verbotes durch die Staatsverfassung und trotz aller gegentheiligen Versicherungen der Mormonen, im Staate Utah nach wie vor betriebe werde, hatte sich das Bundesgericht in Salt Lake City veranlaßt gesehen, eine Spezial - Grand - Jury einzusetzen, welche eine genaue Untersuchung vornehmen sollte. Diese Grand - Jury erklärte jedoch in ihrem Bericht, daß sie trotz der eifrigsten und eingehendsten Nachforschungen auch nicht einen einzigen Fall des Eingehens einer Pluralehe" seit Inkrafttreten der sie verbietenden Staatsrerfassung habe finden können. Eö habe trn gezeigt, daß alle Behauptungen des Gegentheils von Kreisen ausgingen, die sich mir auf Hörensagen verließen und sich aus dem gedankenlosen Wiederholen und Verbreiten tendenziöser Lügen kein Gewissen machten. Ein interessantes Wettschwimmen wurde vorKurzem zwischen Edward Füller und Phil Fay, zur Lebensrettungsmannschaft von Coney Island gehörig, ausgetragen, indem sie von der Battery nach Coney Island schwammen. Sie begannen ihr kühnes Unternehmen, gefolgt von einem Ruderboot, um 7:10 Morgens und brauchten genau 5 Stunden und 20 Minuten, um das Ziel. Henderson's Badepavillon, zu erreichen, so zwar, daß derjenige, welcher zuerst in die Beach kam. den Preis von 530 gewann. Dies war Füller, aber er brach sofort vor Erschöpfung zusamrnen und mußte in den Pavillon getragen werden, desgleichen Fay, der. in einem Fuß Wasser vor dem Pavillon stehend, zusammenbrach. Die zwei Schwimmer hätten die Strecke vielleicht in kürzerer Zeit zurückgelegt, wurden aber durch vorbeifahrende Schiffe, denen sie ausweichen mußten, stark aufgehalten. Vor Hend:rfon's Pavillon lanaten Beide fast gleichzeitig an. Auf dem Nordhügel bei Burlington, Ja., organisirte sich kürzlich eine Gesellschaft Weißkappen, welche einen Mann durchbläuen wollten, der angeblich seine bessere Hälfte öfters durchprügeln soll. An einem Abend ging der Skandal in dem betreffend: Hause wiederum los und die Weißkappen versammelten sich und stürmten das Haus. Sie vermeinten den Mann auf frische? That zu ertappen, aber es bot sich ihnen daselbst ein ganz anderes Bild. Als sie in das Zimmer traten, sahen sie, wie die arme Frau, welche sich schon seit längerer Zeit der Sympathie der dortigen männlichen Nachbarn erfreut hatte, ihren Gatten in ganz unbarmherziger Weise durchprllgelte. Statt dem armen Gatten zu Hilfe zu kommen, ergriffen die Weißkappen schleunigst die Flucht. Es wurden ihnen die Augen geöffnet und sie machten die Entdeckung, daß auch in Burlington die Männer nicht gerade immer alle Schuld an häuslichen Zwistigkeiten tragen. Die Weißkappenbände aber löste, sich sofort auf und alle Mitglieder schwuren hoch und theuer, in Zuknuft ihre Finger aus FamilienAngelegenheiten zu lassen. .

Aus dem Aufsatzhefte einerhöherenTochter. Der Teich ist eine Wasserlandschaft, worin viele Thiere leben, und auch Menschen, wenn sie sich darin baden. Will man ihn jedoch essen, so muß man ihn Teig sckreiben." um junger Strausz in im Zoologischen Garten zu Halle einem Ei entschlüpft, nachdem der männliche Strauß 40 Tage lang geduldig darauf gebrütet hatte. Dieser Erfolg ist recht bemerkenswerth, da seit Bodinus' Zeiten es nicht gelungen ist, in deutschen zoologischen Gärten, ja auch in europäischen, Strauße zu züchien. Sooft ein neuer Monat beginnt, wird Herr Jaubert. der Director des Pariser Observatoriums, von zahlreichen Neugierigen bestürmt und nach dem Wetter der kommenden dreißig Tage gefragt. . Herr Jaubert kennt das Wetter der kommenden dreißig Tage ebensowenig wie die Herren Besucher, aber er sagt es in liebenswürdigster Weise voraus, so gut oder so schlecht es geht. Am 1. August aber fanden ihn die ständigen Gäste nicht wie sonst bereit, ihnen die Wetteraussichten für den laufenden Monat zu prophezeien. Sie müssen mich diesmal entschuldigen, meine Herren," sagte Jaubert, meine Frau hat mich nämlich heute mit Zwillingen beschenkt." Die Zwillinge haben die Namen Kastor und Pollux bekommen. Auch die anderen Kinder des Herrn Jaubert sind nach Himmelskörpern benannt: drei Söhne heißen Uranus, Jupiter und Saturn, und ein Töchterchen, das jetzt etwa 5 Jahre alt ist, nennt sich Venus. I n Äraunjcywelg psiucrie kürzlich das sechsjährige Töchterchen des Schlossermeisters Hahn von einem Goldregenbaum einige Schoten und aß die darin befindlichen Körner, die es für Erbsen hielt. Kurze Zeit darauf starb das Kind an Vergiftung; ein gleichaltriger Spielgefährte, der ebenfalls von den Körnern genossen hat, liegt schwerkrank darnieder. VomSchöffengerichtzu Nürnberg ist ein Monteur wegen Beleidigung" zu vier Tagen Gefängniß verurtheilt worden. Er hatte der Schwester seiner Wirthsfrau, einer hübschen Küchenfee, trotz ihres Sträubens einen Kuß gegeben, worauf das Mädchen bei Gericht Klage wegen Beleidigung erhob. ' Bedauernswerth eFah rg ä st e passirten unlängst die BahnHöfe von Berlin. Es waren drei Leprakranke, die unter strengsten Absperrungsmaßregeln in Begleitung eines Arztes und eines Leprakranken'Wärters, von Ludwigshafen (Bayern) kommend, in das einzige deutsche .Lepraheim bei Memel (Ostpreußen) 'befördert wurden. Die speciell für Leprakranke eingerichteten Wagen dritter Klasse tragen mehrere Schilder Bestellt" und sind in zwei Hälften getheilt, eine Hälfte für die Kranken, die andere für Arzt und Bedienung. Die Kranken, die sich wiederholt am Fenster zeigten, boten mit ihren vom Aussatz entstellten Gesichtern einen schrecklichen Anblick. Von dem Krankenwagen wurde das Publikum völlig abgesperrt. Die rührigenJapaner, die in den letzten Jahren an allem, waZ Kultur und Nationalreichthum ausmacht, so riesig gewachsen sind, haben aber nur einen geheimen Kummer: sie möchten, ach so gern, auch persönlich wachsen. Was nützt all die Größe Japans, wenn der einzelne Japaner sich wegen seines kleinen Wuchses bemitleiden lassen muß? Wie so vielen andercn Schmerzen hat auch diesem die gefällige Wissenschaft der Statistik abgeholfen. Regimentsarzt Nakamura hat nämlich, auf Grund der Rekrutirungsergebnisse seit 1892 berechnet, daß die Körperlänge der japanischen Rasse wächst. Während im Jahre 1892 von 348.377 Stellungspflichtigen nur 10.06 v. H. eine Körperlänge von 54 Schaku (5 Fuß 4iL. Zoll) und darüber hatten, waren es 1902 bereits 12 v. H. von 431,093 Mann. Eine Körperlänge von 52 bis 54 Schaku war 1892 bei 31.84. 1902 bereits bei 35.06 v. H. anzutreffen. Immerhin wird es noch eine Zeit in' Anspruch nehmen, bevor die Japaner deutsches Gardcmaß erreichen. Derbekannte französische Mimiker Severin trat seit ein:ger Zeit im Mailänder Edentheater als Pierrot auf. Eine schöne Pariserin, Frau Clementine d'Orville, hatte sich in den Künstler verliebt und siedelte, nachdem .sie ihren Gatten im Stich gelassen hatte, nach Mailand über, wo sie mit Severin zusammen im Hotel wohnte. Die Liebe dauerte aber nicht lange, denn das leicht entzündliche Herz der Frau Clementine fing rasch von Neuem Feuer, und die schöne Frau beglückte jetzt einen jungen Mailänder Lebemann mit ihrer Gunst. Das nahm sich Severin so zu Herzen, daß er im Eden - Theatereinen kleinen Selbstmordversuch inscenirte; die Kugel ging natürlich fehl, denn kein Mensch wird es wohl einem Pierrot zumuthen, sich im Ernst das Leben zu nehmen. Frau Clementine aber mochte nach dieser Tragikomödie d:n Boden in Mailand doch wohl etwas zu heiß finden, und eines Tages war sie mit ihrem ; neuen Liebhaber durchgeörannt. angeblich nach Lugano. Dorthin ist ihr Severin nachgereist, nachdem er seinen Contrakt gebrochen, wie Clementine ihm das Herz brach.

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