Indiana Tribüne, Volume 27, Number 13, Indianapolis, Marion County, 7 September 1903 — Page 3
Jttdiana Tribüne, 7. September 1903.
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Friedliche
Klänge aus dem Lager der bulgarischen Negierung. Strenge Nentralität angeblich die einzige Richtschnur. Pms X. wendet sich an den öfter reichischen Kaiser. Leishman verharrt in abwartender Stellung. Aussichten auf CanalVertrag ficht' lich gebessert. tzrsolg Bartholöt's auf der Wiener Conferenz. Peter von Serbien wieder unter seinen Getreuen. Türlei. Friedens Versicherungen. Sofia. 6. Sevt. Nach zuverlässigen Nachrichten aas Varna über den jüngsten Ministerrath unter Fürst Ferdinand's Vorsitz im Schlosse Euxerograd, ist beschlossen worden, daß Bul garien in der macedonischen Frage sich auch weiterhin streng neutral verhalten solle. Ferner sind energische Maß regeln zu ergreifen, um jede Störung der Beziehungen zur Türkei zu hindern. Der Kriegsminister sprach sich scharf gegen jeden Gedanken einer Kriegserklärung an die Türkei aus; einmal im Hinblick auf die enormen Kosten und dann, weil die Großmächte Bulgarien niemals die Früchte eines eventuellen Sieges genießen lassen würden. Falls die Türkei Bulgarien angreife, sagte der Minister, könne die gegenwärtige Armee die Türken wenige Tage im Schach halten; die gesammte bul garische Armee sei innerhalb 3 bis 12 Tagen mobilisirt. Bulgarien würde niemals Krieg erklären, aber einen ihm aufgezwungenen Krieg furchtlos hin nehmen. Zum Zeichen der friedlichen Absich ten Bulgarien's beschloß der Ministerrath, bei den ersten Unruhe-Symp-tomen an der Grenze in Burgas, Kostend!!, Philippopolis und Sofia das Standrecht zu erklären. Tie Berichte drücken die Ueberzeu gung aus, die ucaqie wurden oaiö einsehen, daß die macedonische Frage ohne ihre Intervention entschieden wer den könne. Die Autonomie veröffentlicht die Namen von 50 Dörfern, welche die Türken iu folgenden Distrikten niederbrannten: Resen, 30 Dörfer; Kostur, 14; Brushevo, und 1 Kloster. Im Distrikt Strushkopol legten die Türken 4 Dörfer in Asche und ermordeten die Priester. Die Einwohner flo hen in die Berge. Im Distrikt Nesam zerstörten die Türken alle Getreide-Mühlcn und jede Kirche. Bei Vetisko, Distrikt Kumanovo, fand ein einstündiger Kampf zwischen Insurgenten und einem türkischen Bataillon statt. Die Türken erlitten schwere Verluste. Im hiesigen revolutionären Hauptquartier ist Meldung eingegangen über türkische Schandthaten im Dorfe Velmosti. Distrikt Debre. Truppen und Bashi'Bozouks umzingelten das Dorf, drangen theilweise ein. plünderten die Häuser und vergewaltigten die Frauen. Tie übrigen Soldaten blieben vor dem Dorfe und tödteten die Einwohner, welche zu entkommen suchten. Hierauf steckten die Türken den Ort an 4scf.n in Brand, wobei 12 Weiber und Kinder verbrannt wurden. Ein Kind wurde gehängt. Im Ganzen kamen 60 Bauern um; die Leichen ließ man auf den Straßen liegen. Leishman wartet. E o n st a n t.i n o p e l , 6. Sept. Der amerikanische Gesandte Leishman ergreift keinerlei Schritte in der Angelegenheit des Vice-Eonfuls Magelssen, wartet vielmehr in Ruhe da Vorgehen der Pforte ab. Bezüglich der Mittheilungen, die der türkische Gesandte in Washington in einem Interview vom 29. August machte, wird in Eonstantinopel darauf hingewiesen, daß die Pforte die gegenwärtige Verstimmung zwischen der Türkei und Amerika hätte vermeiden können, falls sie ihre im letzten Jahre übernommene Verpflichtung ausgeführt hätte. Daher treffe der Tadel für die gegen wärtigen Beziehungen der beiden Länder allein die ottomanische Regierung.
Auch wird behauptet, die von Ehekib Bey gegen die amerikanische Mis sionäre erhobene Beschuldigung, daß sie die Armenier gegen die Mohamedaner aufreizen, sei unbegründet. Die meisten Gesandtschaften werden im Innern durch bewaffnete Seeleute von den Wachschiffen bewacht. Die deutsche Botschaft, deren Wachtschiff. die Loreley, im Schwarzen Meere kreuzt, ist durch türkische Soldaten beschützt. PiuS und die macedon. Frage. Rom, 6. Sept. Pius X. hat dem Kaiser von Oesterreich die Nothwendig keit, besonders von Seiten der katholischen Mächte, vorgestellt, ein Abkom men über die zweckmäßigsten Mittel abzuschließen, um den Massenabschlachtungen in Macedonien Halt zu gebieten. Einige Cardinäle sind der Meinung, der Pontifcx solle die Lage in Macedonien in einer öffentlichen Erklärung an die civilisirte Welt ohne Unterschied der Religion verdammen und sämmtliche Mächte zu gemeinsamem Handeln im Namen der Menschlichkeit aufrufen. Die Zustände in Beirut. London, 6. Sept. Ein Brief aus Beirut vom 29. August bezeichnet die dortigen Zustände unter dem gegenwärtigen Vali als scandalös. Alle Zweige der Verwaltung seien von Bestechung und Korruption durchseucht und die Ausbreitung gesetzlosen Sinnes unter der moslemischen Bcvölkerung müsse, falls nicht unterdrückt, zu schweren Unruhen führen. Die eingeborenen Christen sind unterdrückt, wagen aber nicht zu klagen. Die Europäer genießen nicht länger die Sicher heit, die noch vor einigen Jahren exiflirte. Erst kürzlich sei das Haus des italienischen Eonsuls von Räubern beschössen worden- und auf den amcrika-
nischen Vice-Eonsul wurde am 23 August ein Schuß abgefeuert. Vcr Haftungen wurden vorgenommen, aber, wie es stets geschieht, muß der Unschul dige für die begangenen Verbrechen büßen. Die Explosion auf dem Vaskabu." C o n st a n t i n o p e l, 0. Scptbr. Die Ueberlebenden des ungarischen Dampfers Vaskabu, der am 1. Sept. angeblich durch bulgarische Revolutionäre zerstört wurde, berichten, daß 2 Tynamit-Bomben von Männern ge schleudert wurden, die vermuthlich in Varna an Bord gekommen waren. Ten Explosionen folgte ein Brand. Im Ganzen kamen 15 Personen um, die meisten Passagiere wurden aber ge rettet. Im KirkKilisso Distrikt behandeln, laut Nachrichten aus Adrianopel, die Truppen die Einwohner mit großer Grausamkeit. Jedes bulgarische Torf, das den Insurgenten Rekruten stellte, wurde zerstört. Ebenso barbarisch wird es im Vilayet Monastir getrieben. Ein Pascha sagte seinen Soldaten, die Beute gehöre ihnen und ihm selbst die Ehre. In Folge dessen plündern die Truppen auch die neutralen Dörfer. In den letzten zwei Tagen sind türkische Papiere in Folge des unbestätigten Gerüchtes, die türkischen Truppen hätten die bulgarische Grenze überschritten, bedeutend gesunken. Colombia. Besserer Ausblick. Bogota, 1. Sept. ZDienstag). Der Senat hat eine Commission er nannt, um eine Vorlage auszuarbeiten, welche die Regierung ermächtigt, ohne Verletzung der Verfassung einen CanalVertrag abzuschließen. Jedoch hat die Regierung dem Congresse keine Botschast, was nothwendig ist, unterbreitet, in welcher Verfassung Aenderungen verlangt werden, um den Wünschen der Vereinigten Staaten hinsichtlich der Gerichte, der Souveränität über die Canalstrecke und die Hundert-Jahre-Pacht genügen zu können. Die allgemeine'Stimmung ist einem neuen Vertrage günstig. Der SenatsPräsident Macarow gab seiner Bewunderung Ausdruck für die vornehme und aufrichtige Politik der Ver. Staaten und er hofft, daß sie den Canal bekammen werden. Er bedauert, daß er dem Hay'Harran Vertrag, der eine Verletzung der Verfassung war, opponiren mußte. Indessen will er energisch für einen Canal.Vertrag wirken, der für beide Länder zufriedenstellend ausfällt. Senator Obaldia, der beschlossen hat den Canal-Vertrag zu unterstützen, ist zum Gouverneur von Panama ernannt
worden. Er reist morgen auf seinen
Posten ab. Bogota, 1. Sept. Tie Regierung besteht darauf, daß der Congreß den Canal-Vertrag unter nochmalige Berathung nimmt. General Sarria ist zum Militär-Commandeur des Jstmus von Panama ernannt. Bogota, 4. Septbr. Tie Meldung. Amerika werde wahrscheinlich direkt mit Panama in der CanalAngelegenheit verhandeln, hat ungeheure Erregung verursacht. Ocsterreich-Ungarn. Erfolg Bartholdt's. Wien, 6. Sept. Morgen tritt hier der internationale parlamentarische Verband für Herbeiführung eines internationalen Schiedsgerichts zusammen. Tem amerik. Delegaten und Con greß-Abgeordneten Richard Bartholdt gelang es, in einer heutigen Sitzung des Ausschusses die nächste Conferenz für St. Louis im Jahre 1904 zu sichern, in Widerstand gegen den dänischen Vorschlag, nach Copenhagen zu gehen. Es ist hieran die Bedingung geknüpft, daß entweder der Präsident oder der Congreß eine amtliche Einla dung an die Conferenz ergehen lassen. Herr Bartholdt versicherte, eine solche Einladung werde bestimmt erfolgen. Serbien. Peter's Rückkehr. Belgrad, 6. Septbr. König Peter ist nebst Familie nach 12-tägiger Abwesenheit in Nisch zurückgekehrt. Nach den Zeitungen soll eine Versöhnung der gegnerischen Armee-Faktionen durch Arsene Karageorgevitch, Peter's Bruder, wahrscheinlich sein. Die Untersuchung geht weiter; aber die Strafen für die Königsmörder und ihre Hel fcrshelfer werden nur leicht ausfallen. Italien. Der künftige päpstliche Staats'Sekretär. R.o m, 6. Septbr. Brzüglich des Berichtes, Pius X. habe dem Cardinal Moran aus Australien den Posten als päpstlicher Staats-Sekretär angeboten, kann gesagt werden, daß der Papst noch zu keiner Entscheidung gelangt ist. Ein Cardinal, der dem Papste nahe steht, äußerte sich heute gegenüber einem Vertreter der Assoc. Presse, daß der Papst vor der Ernennung eines Sekre tärs den gesammten Verwaltungs Mechanismus des Vatikans kennen ler nen wolle. Zu diesem Zwecke seien alle Beamten Leo's behalten worden; ihre Stellen werden von dem neuen Staatssekretär allmählich mit Anderen besetzt, während sie selbst als.Belohnung für ihre Dienste aus höhere Posten gelangen. Jedenfalls sei der neue Sekretär fast sicher ein Italiener, gemäß der Tradition seit Jahrhunderten. Cardinal Moran habe keine größeren Aus sichten als jeder andere Ausländer. Bischof Hendrick von Cebu, Philip pinen, und sein Bruder Mgr. Hendrick sind heute nach Venedig gereist. Ferri gibt nicht locker. R o m, 0. Sept. Abgeordneter Ferri, der Chef-Redakteur des socialistischen Blattes Avant!" (am 2. Sept. von einer Klage wegen Verläumdung der Marine freigesprochen), hat für die Wiedereröffnung des Parlaments eine Interpellation eingereicht. Er ver langt darin abermals eine Untersuchung der Flotten - Verhältnisse von der Schlacht von L issa 1866, an, wo die Italiener von den Oesterreichern geschlagen wurden, bis auf die gegen wärtige Zeit. Man glaubt indessen, daß Minister Präsident Zanardelli vor Eröffnung der Kammer eine Marine Unter suchungs Commission ernennen wird. Er versprach dics, als die Kammer seinerzeit den Antrag auf eine Unter suchung ablehnte. Teutschland. Herzleidende Rekruten. Berlin, 6. Sept. Eine von den preußischen Militärbehörden veröffent lichte Statistik beweist, daß die Herz affektionen unter den gestellungspflich tigen Rekruten sich von Jahr zu Jagr in bedrohlicher Weise mehren. Von den Jahren 1831 bis 1836 be trug die Zahl der Herzkranken 1,5 pro Tausend, im Jahre 1894 waren es zehn unter 1000, 1895: 12, 1896: 13, 1897: 14, 1900: 16 unter 1000. Ober stabsarzt Dr. Stricker schreibt diese be unruhigende Erscheinung den socialen Verhältnissen zu. Er we''. darauf hin, daß die Kinder des Volkes in ihrer Jugendblüthe schon gebrochen und in Fabriken gesteckt würden. Und was die
bessere und reifere Jugend anbelange, so kenne sie keinen geregelten Sport und
Erholung mehr, sondern vielfach auschweifendes Trinken. wahnsinnig schnelles Bicyclefahren etc. Der deutsche Städtetag. Berlin, 6. Sept. Der Städtetag in Dresden beschloß, diesen zu einer dauernden Einrichtung zu machen, die sich mindestens alle drei Jahre wiederholen und an verschiedenen Orten stattsindcn soll. Der angekündigte Vortrag des Oberbürgermeisters Dr. Adickes von Frankfurt a. M. über die socialen Pflichten der Stäteverwaltungen machte einen großen Eindruck. .Redner sagte, die Idee, beispielsweise Straßenbahnen und den Getränkehandel zu municipal!siren, mache in ganz Deutschland Fortschritte; der Gedanke an die Nothwen digkeit der Municipalisirung des Spirituosenhandels werde dem Volk von sklbst klar werden, sobald es sich von dem furchtbaren Unheil überzeuge, das allzustarker Alkoholgenuß mit sich bringe, und wenn es sich überzeugt haben werde, wie der Alkoholverbrauch da zurückgegangen sei, wo, wie in Schweden und Norwegen, ihn die Städte in eigene Regie genommen haben. Frankreich. Dorf abgebrannt. Chamberry, 6. Sept. Am Samstag wurde das DorfLa Bise durch Feuer zerstört. 3 Frauen erlitten schwere Brandwunden. Mexico. Das gelbe Fieber. Monterey, 6. Sept. Angesehene hiesige Bürge? haben einen Fond für die Opfer des gelben Fiebers in Linares, wo die Krankheit epidemisch auftritt, eröffnet. Die Geschäfte liegen theilweise lahm und auch Viele, die von der verhäng nißvollen Krankheit verschont sind, ha ben kcineArbeit. Unter den Fieberkranken befinden sich auch der Bürgermeister und sein Secre tär. Am Dienstag wird hier ein Vertreter der Gesundheitsbehörde von Tex?s er wartet, um eine nochmalige gründliche Untersuchung anzustellen. Falls die Quarantäne-Maßregeln der hiesigen Behörden gegen Linares und andere in ficirte Orte sich als wirksam erweisen. so wird die Quarantäne gegen Monte rey aufgehoben. Kurze Depeschen. Ausland. Paris. Präsidet Loubet empfing den Senator H. Cabot Lodge. Sofia. Finanz-Mrnister Manescheff ertank beim Baden im Flusse Varna. Inland. W i l k e s b a r r e, Pa. Bei der Entgleisung einer elektrischen Car wurde ein Passagier getödtet, 11 an dere sind verletzt. I o u n g S t o w n , O. Bei einer Explosion in der Bessemer Fabrik der Republican Jron & Steel Co. wurden 2 Arbeiter lebensgefährlich und 2 an dere ernstlich verletzt. Base-Ball.
American-Association. Die gestrigen Spiele resultirten wie folgt: ColumbuS, O., 6. Sept. Columbus ....02120000 5 Indianapolis. .0 0100003 0 1 Milwaukee, 6. Sept. Erstes Spiel. Milwaukee. ...000000 1 1 1 3 Kansas City. . .0 2000000 02 Zweites Spiel. Milwaukee ..1 0 00 0 1 Kansas City 41101 512 , Toledo, 6. Sept. Toledo." 00210000 3 Louisville 601000007 National-L iga. Die gestrigen Spiele resultirten wie folgt: Cincinnati, 6. Sept. Cmcinnati 0 0001020 03 St. Louis 2 0 0 2 1 0 01 2 8 Chicago, 6. Sept. Chicago 01 000000 0 1 PittSburg 0 0 0020300 5 Providence, R. I.. 6. Sept. Bosttt? 00011100 3 Philadelphia. ..0001 01000 2
Die prächtigste Leovard in
im Central Park zu New York hat kürzlich zur großen Freude aller Warter zwei Junae geworfen. Eine kleine Hütte an der einen Seite des Käfigs war jcyon tit einigen Tagen für das zu' erwartende Ereigniß angebracht worden. Die .Leopardchen" baben etwa die Größe von halberwachsenen ausrayen, ur.d lyre Mama gab ein fr ausgeprägte Zuneigung zu ihnen lund, dan sie sich mehrere Taae weigcrte, die Hütte zu verlassen und ihre Mahlzeit vor der Oeffentllchkeit einzunehmen. Da ein Manael an Leoporden im Central Park herrscht, wird Alles aufgeboten werden, um Krankheit von den neuen Ankommlmaen fernzuhalten. AufPräsidentRoosevelt schlecht zu sprechen ist Ex Richter Richard Arnow, einer der republikanischen Führer in Bronx, New Aork. Er war unlängst mit einem Freunde von Westchester in einem Ruderboote nach Twin Island gefahren, um sich dem Fischfang hinzugeben. Eben hattcn sie einen 15 Pfund schweren Barsch an der Angel, als sich plötzlich eme Dampfbarkasse näherte, welche eine Gesellschaft von einer nahen Facht nach dem Ufer brachte. Die Barkasse fuhr zwischen dem Boote des Richters und dem Fische durch, ihr scharfer Kiel durchschnitt die Leine und der schöne lopfündige Barsch, dessen Fang der größte Stolz des Richters gewesen wäre, war dahin und der Richter und sein Freund lagen in dem Boote auf dem Rücken, da sie bei dem plötzlichen Durchschneiden der Leine das Gleichgewicht nicht hatten bewahren können. In der Dampfbarkasse aber hatten sich Präsident Roosevelt und Gemahlin befunden. Schon seit einigen Wochen hatte der 35 Jahre alte Gypser Otto Benziger in New Jork seinen Freunden häufig gesagt, daß er bei der Arbeit einem Unfall zum Opfer fallen werde. Die Vorahnung eines jähen Endes quälte den nervösen Mann unaufhörlich. Ehe er Morgens zur Arbeit ging, betete er tagtäglich, daß es ihm vergönnt sein möge, Frau und Kinder Abends wiederzusehen. Leider sollte die düstere Ahnung des armen Mannes nur zu wahr werden, denn als Benziger dieser Tage auf einem Gerüst im 12. Stockwerk eines im Bau begriffenen Hauses arbeitete, verlor er auf den schwanken Brettern seinen Halt und stürzte durch den Luftschacht bis in den Keller hinunter. Jeder Knochen in seinem Körper war durch den furchtbaren Fall gebrochen und ein sofort herbeigerufener Arzt, konnte nur noch seinen Tod constatiren. Als mitleidige Kameraden Benzinger's Frau die traurige Kunde von dem Unfall brachten, war sie außer sich vor Schmerz und sagte weinend, daß er erst vor einigen Stunden um den Schutz des Himmels bei seiner gefährlichen Arbeit gebetet hätte. Jneinem.. Wanzenprozeß" hat dieser Tage das Common-Pleas-Gericht von Monmouth County. N.J., eine interessante Entscheidung abgegeben. Lambert Alpaugh. on Trenton, hatte die 1. CongregationalistenKirche in Asbury Park auf 5175 Miethe für ein ihm gehöriges Haus verklagt. In das Haus war der Pastor der Kirche eingezogen, nach 10 Tagen aber zog er schleunigst wieder aus, da es seiner Behauptung nach dort von Wanzen wimmelte. Es handelte sich nun um die Frage, ob ein Hausbesitzer unter solchen Umständen auf Einhaltung seines Miethscontraktes bestehen könne, eine Frage, welche die erstge richtliche Instanz bejahte. In zweiter Instanz wurde dieses Urtheil aber umgestoßen, und dürfte der Fall jetzt an's Obergencht gehen. In ganz New Iersey giebt es für diesen Prozeß keinen Präcedenzfall, doch hat der Anwalt der Verklagten in den englischen Rcchtsschmökern nachgestöbert und dort einen ähnlichen Fall gefunden, in welchem der Chef - Richter Lord Abinger entschied: Zweifellos muß die Ausstattung eines zu Wohnzwecken gemietheten Hauses zur Benützung geeignet sein." Nachdem sievierundvierzig Jahre geschieden und getrennt gelebt hatten, wurden kürzlich in Louisville Herr Henry Melville aus Illinois und Frau Margaret Brown geb. Hughes, von Louisville, die Jugendgeliebte des Mannes, abermals getraut, und das wiedervereinte Paar wird auf die Jllinoiser Farm Melvilles übersiedeln. Er" zählt jetzt 74, sie" bereits 76 Jahre. Beide sind natürlich wieder verheirathet gewesen und haben viele Kinder, und die Söhne der Frau haben die Verein!gung herbeigeführt. Einer derselben hatte in Louisville Henry Melville, seinen -Halbbruder, getroffen. Beide befreundeten sich und eröffneten zusammen ein gutgehendes Möbelgeschüft. Browns Mutter, die vor 25 Jahren ihren zweiten Mann verloren hatte, kam schließlich dazu und lebte mit beiden Söhnen. Vor zwei Iahren verlor auch Melville Sr. die zweite Lebensgefährtin, und der Vater kam nach Louisville zum Sohne. Er traf die Geliebte der Jugend, gewann sie wieder lieb und als er nach Illinois zurückgekehrt war, schrieb er ihr häufig. sie möge zu ihm zurückkommen. Sie gab endlich ihre Einwilligung und der neue Bund war die Folge, an den sich ein großes Familienfest anschloß.
